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Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Chiara
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Chiara »

Hallo liebe Leute :group:

Kurze Info zu meinem Arztbesuch:
die Ärztin (Phsychiater) hat mir mit großen Ohren zugehört, wie ich das Absetzen empfinde und gerade durchmache. Sie hat auch meine Art des Absetzens nicht kritisiert und kennt sogar die Wasserlösemethode :shock: (Hmmm, vielleicht kennt sie dieses Forum!?) Sie hat mich sehr gelobt, indem Sie sagte, wie toll sie es fände, wie ich den Phsychopharmaka die Stirn biete. Alle Absetzsymptome, die ich ihr nannte, nahm sie auch als solche hin und nicht für das Wiedereintreten der Problematik. Ich hatte den Eindruck, dass sie im Inneren gegen die Chemie ist. War nur so'n Gefühl. Was sie sehr befürwortet, ist die Einnahme von Omega 3.
Mein Gott, was für ein Job solche Ärzte haben; ich möchte nicht in deren Haut stecken. Schrecklich!!! Sie hatte mir irgendwann mal ihre private Emailadresse gegeben. An diese schickte ich ihr gestern ein paar Links von Dokus (youtube), die anti SSRI sind.

Naja, soviel dazu. Fazit: kein neues Medikament aufgeschwatzt bekommen. An der Stelle ein Applaus für die Frau Doktor :wink:

Viele liebe Grüße und viel Durchhaltevermögen :group:
Chiara
Grund für die Einnahme von ADs lt. Ärztin: leichte Depression und leichte Angststörung mit phsychosomatischen Beschwerden, wie Schwindel, Zittern, Schluckbeschwerden, Magenschmerzen u.a.

seit ca. 2011 in Phsychotherapie. Diagnose lt. Psychologe: Anpassungsstörung

Sonstige Medikation: seit ca. 20 Jahren Eferox 50 und 75 im Wechsel wg. Schilddrüsenknötchen

2015 - Progesteronmangel nachgewiesen

ADs: (ca. Angaben)
Mai 2010 - Anf. 2013 Venlafaxin (Dosierung zw. 75mg und 150 mg) Nebenwirkungen nicht gut aushaltbar (Dr. hat mich das viel zu lange nehmen lassen)
Absetzversuch misslungen

März 2013 - Jan. 2015
Fliegender Wechsel Sertralin mittl. Dosierung (auch nicht gut vertragen) seitdem Ohrgeräusche
Absetzversuch über 3-4 Monate misslungen

Juni 2014
Opipramol zw. 50 und 100 mg und planzl. Präparat Sedariston, haben keine Besserung gebracht (vllt. weil ich noch unter Absetzsymptomen litt?)

Okt. - Dez. 2014 Citalopram

Dez. 2014 - Jan. 2015
Sertralin (fragt man sich, warum sie mir das Sertralin erneut gab!?)

Jan. 2015 - Mai 2015
Escitalopram 10 mg (besser vertragen, aber 5 kg zugenommen). Absetzversuch über kurze Zeit misslungen.

Frühjahr 2015 bis 11.10.2017
Fluoxetin (Dosierung 40mg max. für 1 Monat, dann zw. 15mg/20mg und 35mg ausprobiert) Medik. auch nicht gut vertragen
Fluoxetin fand ich mit am schlimmsten von den NW

FLUOXETIN Ausschleichen
06.01.2017 - 01.02.2017 25 mg (4 Wochen)
02.02.2017 - 15.03.2017 20 mg (6 Wochen)
16.03.2017 - 30.03.2017 15 mg (2 Wochen)
31.03.2017 - 02.05.2017 10 mg (4 Wochen)
03.05.2017 - 24.05.2017 5 mg (3 Wochen)

Ich weiß jetzt, dass es viel zu schnell war

25.05.2017 - 04.08.2017 0 mg

05.08.2017 - 14.09.2017 Wiedereinnahme 5 mg
seit 15.09.2017 von 5 mg auf 0 mg abgesetzt Absetzsymptome: Schwindel, hoher Puls (107), Herzstolpern, Schlafstörung, HWS-Probleme (Nackenschmerzen Kopfschmerzen mit Erbrechen), tagsüber niedergedrückt (aufgrund der Symptomatik?), Ohrgeräusche, die mal lauter, mal weniger laut sind, Parästhesien an Händen, Armen und im Gesicht (Betäubungsgefühl/Kribbeln/Gefühl von Wärme), Ausbleiben der Menstruation (bisher 1 + 2. + 3. Zyklus)

07.10.2017 - Wiedereindosierung von 0,5 mg
08.10.2017 - Wiedereindosierung von 0,2 mg da 0,5 nicht vertagen
11.10.2017 - 0 mg (Wiedereindosierung abgebrochen,
da gar nicht mehr vertragen - Schwindel mehr als sonst, Ohrengräusche stärker)

Sonstige Medikation seit 29.2.18:
Progesteroncreme 2%
Murmeline
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline »

Jana Ina
am Freitag nacht war ich in der Augenklinik. Meine Augenschmerzen wurden so schlimm, dass ich dachte meine Auge platzt gleich... Ich war dort und der Arzt/die Ärzte dort diagnostizierten überraschenderweise etwas ganz ganz anderes, eine Trigeminusneuralgie. :shock:

Auch dort wieder ein sehr netter Oberarzt der meinte das kann durchaus durch den Entzug kommen. Der nahm sich sehr viel Zeit für mich und erklärte mir, dass er in seiner Laufbahn in den letzten Jahren einige Patienten durch den Entzug begleitet hat und er rät mir dringend die Absetzschritte beizubehalten, denn seine Erfahrungen sind gerade bei der Trigeminusneuralgie dass jeder Schritt, ob 2% oder 50% die selbe knallharte Reaktion hervorrufen wird. Er rät mir dringend das knallhart durchzuziehen. Ich war begeistert. Außerdem ist die Standardtherapie eine sehr hoch dosierte gewichtsaddaptierte Infusion mit Cortison. Diese lehnte ich erst ab und dann erst meinte der Arzt, gute Entscheidung, sie brauchen nicht noch mehr Gift im Körper. :shock: :shock:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?p=218673#p21867

Das knallharte Durchziehen ist sicher nicht für jeden die passende Empfehlung und nicht wirklich ein risikovermindernder Ansatz. Aber erfreulich sein Verständnis für die Auswirkungen der Substanzen.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline »

Neuling :)
War heute beim Zahnarzt. Der nächste Zahn kaputt. Röntgenbild. Schwere Zahnfleisch Entzündung.
Hab meinem Zahnarzt alles erzählt. Der war entsetzt. Meinte auch die zahnprobleme kommen von ad und NL.
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 83#p219083
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von LenaLena »

Meine Hypnose-Therapeutin ist sehr gegen die Einnahme von AD. Sie forscht in dem Bereich, was das vermutlich erklärt.
Sie weiß sowohl von Entzug als auch von der Notwendigkeit, sehr langsam und in kleinen Schritten abzusetzen. Laut eigener Aussage weiß sie das von anderen Patienten.
Allerdings sagt sie das meiner Meinung nach zu wenig klar. Trotzdem hat sie als Einzige mich da drauf gebracht, und ich habe dann weiterrecherchiert.
► Text zeigen

Zu rasches Reduzieren (nur 5 Monate) nach Langzeiteinnahme, seitdem PWS (PROTRAHIERTES ENTZUGSSYNDROM) seit August 2017

Mein Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=14041
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline »

Hawkeye :)
Heute hab ich mit einem Apotheker, den ich ganz gut kenne, gesprochen. Der leugnet Absetzerscheinungen nicht! Meinte aber, ich hätte noch Glück mit dem Doxepin, andere Mittel wären noch viel schlimmer. Und er ist auch dafür, ganz langsam abzusetzen.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline »

Nimras :)


Nach Rücksprache mit dem Vertretungsarzt meiner Psychiaterin war ich sehr überrascht dass er es auch kritisch sieht solche Medikamente innerhalb kürzester Zeit abzusetzen und er auch seinen Patienten rät es i.d.R. über Monate hinweg langsam ausschleichen zu lassen. Er hat mir geraten falls die Symptome sich die kommenden Tage verstärken die Neurologie aufzusuchen.
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 13#p221513
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Neverthelessw11 »

Hallo ihr Lieben :)

Ich habe gelesen, dass es eine interne Liste gibt mit Namen und Adressen von Ärzten/Therapeuten, die Psychopharmakakritisch sind und Absetzen mit seinen Herausforderungen (NW/Entzug/Abhängigkeit) anerkennen. Und ihr diese Liste an Forenmitglieder bei Bedarf rausgebt...An wen muss ich mich denn wenden, wenn ich dazu etwas beitragen möchte? Ich will wegen der Anonymität ungern die Daten ins Forum Posten.

ABER meine Psychiaterin erkennt Nebenwirkungen voll an und differenziert zwischen Krankheit und NW. Sie erkennt an, dass nach langer Zeit eine körperliche und psychische Abhängigkeit besteht. Sie kennt die 10%-Regel, auch wenn sie diese selber in ihren Empfehlungen nicht starr einhält, empfiehlt das Ausschleichen über Monate. Rezepte stellt sie in allen Wunschdosen aus und gibt sogar Tipps (welche sind wasserlöslich? Welche haben Bruchrillen?). Meine Psychologin (leider keine Ärztin, kooperiert aber mit besagter Psychiaterin eng) ist sehr kritisch gegenüber Psychopharmaka und vertritt die Auffassung das eine finale Therapie nur ohne Medikamente möglich ist, weil Medikamente einiges verdecken aber nichts heilen.
Falls jemand aus dem Ballungsraum Ruhrgebiet ist, darf er*sie mir auch gerne persönlich schreiben. Dann gebe ich die Namen gerne heraus.

Liebe weihnachtliche Grüße,
Never
Medikamente zu Beginn: Seroquel (Quetiapin retardiert) 150 mg + Seroquel (Quetiapin unretardiert) 25 mg abends bei Bedarf

Grund der Medikamenteneinnahme: Somatisierungsstörung, Angststörung + (daraus resultierende Verzweiflung aka) Depressionen

Psychiatrieaufenthalte:
[spoil]2010-2012: Zwei lange + mehrere sehr kurze Aufenthalte in der Kinder- und Jugendpsychiatrie (absolute Katastrophe: Mit Medikamenten zugeballert und so entlassen worden, kaum Therapie, Entwicklung von vielen anderen Problemen, die ich vorher nie hatte - einfach weil die Zeit dort kaum aushaltbar war.)
2014: Sechs wöchiger Aufenthalt in der Erwachsenenpsychiatrie nach Wiederkehr der Panikattacken (Aufenthalt war ok.)
Medikamente in der Psychiatrie: Einnahme von Tavor (bis 12,5 mg täglich - in wenigen Tagen abgesetzt nach mehrmonatiger Einnahme), Fluoxetin (in wenigen Tagen abgesetzt nach mehrwöchiger Einnahme wegen plötzlich einsetzender, extremer Schlafstörung) und Dipiperon (kalt abgesetzt, wegen Neuro-Aggressionen)[/spoil]
Absetzgründe:
[spoil]Geistige Verlangsamung, Tagesmüdigkeit, Beinschwellung, extreme Gewichtszunahme ~35 kg, starker Durst + ständiger Harndrang, emotionale Verflachung, Visual Snow.[/spoil]
Absetzverlauf: :schnecke:-Tempo von Beginn an
Beginn des Absetzens am 24.11.2017 bei 150 mg Seroquel Retardiert
Aktueller Stand des Absetzens: Retardiert: 0 - 0 - 100 + Unretardiert: 0 - 0 - 0
Zwischenstufen (Immer Anpassung an Klausuren und Uniplanung):
[spoil] Seit ca. 09/2011: 150 mg Retardiertes Quetiapin
24.11.-03.12.2017: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 12.5-0-25 (- 8,3%) - Verbesserung des Schlafbedarfs
04.12.-04.01.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 6-0-25 (- 4,3%) - Für drei Tage Herzklopfen
05.01.-16.02.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-25 (- 4,8%) - 2× "Narkolepsie" & Verzweiflung
17.02.-23.03.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-19 (- 5,0%) - leichte Hautrötung + Juckreiz
24.03.-01.05.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-12.5 (- 5,3%) - alles super
02.05.-13.06.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-6 (- 5,6%) - alles super
14.06.-xx.xx.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-0 (- 5,9%) - Unwirklichkeitsgefühl.

Zwischenfazit nach 50 von 150 mg: Anfangs holprig, aber gut erträglich. Am Ende besser als man es sich wünschen kann. Weniger Schlafbedürfnis als vor dem Absetzen und etwas mehr Energie im Allgemeinen. Sehr zufrieden! [highlight=yellow]Aktuell Absetzpause wegen Stress in der Uni.[/highlight]

Weitere Pläne:
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 12.5-6-25 (-6,3%)
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 12.5-0-25 (-6,7%)
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 6-0-25 (-7,1%)
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 0-0-25 (-7,7%)

[/spoil]

Experimente mit NEM: Keine Aktiven.
[spoil]Seit dem 21.03.2018: Experiment mit Vitamin D, 1000 IE am Tag. Keine Triggerwirkung, gefühlsmäßiges Fazit: Verbesserung von Antrieb, Kraft und Energie. Experiment unterbrochen während der Sommermonate.

Seit dem 01.05.2018: Experiment mit einem Mutivitamin-/Mineralpräparat. Ziel: Testen, ob die Sehstörung sich dadurch beeinflussen lässt. Wenn ja, Suche nach dem relevanten Mangel. Experiment vorerst beendet, da kein Einfluss auf den Visual Snow.[/spoil]
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von LinLina »

Hallo Never :-)

wir haben eine solche Liste, sie ist leider nicht so umfangreich. Wir geben auch nicht die ganze Liste raus, sondern schauen gezielt auf Anfrage nach, ob eine Adresse im entsprechenden PLZ-Gebiet dabei ist.

Wir würden uns sehr freuen wenn wir die Adresse deiner Ärztin hinzufügen können, schreib einfach mir oder einem anderen Teammitglied (außer Jamie) eine PN.

Liebe Grüße
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Neverthelessw11 »

Die PN ist raus. Ich finde eine solche Liste super und hoffe damit jemandem aus der Nähe vielleicht helfen zu können und eine Enttäuschung bei einem anderen Arzt (davon gibt's hier zu viele!) Zu ersparen.
Medikamente zu Beginn: Seroquel (Quetiapin retardiert) 150 mg + Seroquel (Quetiapin unretardiert) 25 mg abends bei Bedarf

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Psychiatrieaufenthalte:
[spoil]2010-2012: Zwei lange + mehrere sehr kurze Aufenthalte in der Kinder- und Jugendpsychiatrie (absolute Katastrophe: Mit Medikamenten zugeballert und so entlassen worden, kaum Therapie, Entwicklung von vielen anderen Problemen, die ich vorher nie hatte - einfach weil die Zeit dort kaum aushaltbar war.)
2014: Sechs wöchiger Aufenthalt in der Erwachsenenpsychiatrie nach Wiederkehr der Panikattacken (Aufenthalt war ok.)
Medikamente in der Psychiatrie: Einnahme von Tavor (bis 12,5 mg täglich - in wenigen Tagen abgesetzt nach mehrmonatiger Einnahme), Fluoxetin (in wenigen Tagen abgesetzt nach mehrwöchiger Einnahme wegen plötzlich einsetzender, extremer Schlafstörung) und Dipiperon (kalt abgesetzt, wegen Neuro-Aggressionen)[/spoil]
Absetzgründe:
[spoil]Geistige Verlangsamung, Tagesmüdigkeit, Beinschwellung, extreme Gewichtszunahme ~35 kg, starker Durst + ständiger Harndrang, emotionale Verflachung, Visual Snow.[/spoil]
Absetzverlauf: :schnecke:-Tempo von Beginn an
Beginn des Absetzens am 24.11.2017 bei 150 mg Seroquel Retardiert
Aktueller Stand des Absetzens: Retardiert: 0 - 0 - 100 + Unretardiert: 0 - 0 - 0
Zwischenstufen (Immer Anpassung an Klausuren und Uniplanung):
[spoil] Seit ca. 09/2011: 150 mg Retardiertes Quetiapin
24.11.-03.12.2017: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 12.5-0-25 (- 8,3%) - Verbesserung des Schlafbedarfs
04.12.-04.01.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 6-0-25 (- 4,3%) - Für drei Tage Herzklopfen
05.01.-16.02.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-25 (- 4,8%) - 2× "Narkolepsie" & Verzweiflung
17.02.-23.03.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-19 (- 5,0%) - leichte Hautrötung + Juckreiz
24.03.-01.05.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-12.5 (- 5,3%) - alles super
02.05.-13.06.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-6 (- 5,6%) - alles super
14.06.-xx.xx.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-0 (- 5,9%) - Unwirklichkeitsgefühl.

Zwischenfazit nach 50 von 150 mg: Anfangs holprig, aber gut erträglich. Am Ende besser als man es sich wünschen kann. Weniger Schlafbedürfnis als vor dem Absetzen und etwas mehr Energie im Allgemeinen. Sehr zufrieden! [highlight=yellow]Aktuell Absetzpause wegen Stress in der Uni.[/highlight]

Weitere Pläne:
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 12.5-6-25 (-6,3%)
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 12.5-0-25 (-6,7%)
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 6-0-25 (-7,1%)
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 0-0-25 (-7,7%)

[/spoil]

Experimente mit NEM: Keine Aktiven.
[spoil]Seit dem 21.03.2018: Experiment mit Vitamin D, 1000 IE am Tag. Keine Triggerwirkung, gefühlsmäßiges Fazit: Verbesserung von Antrieb, Kraft und Energie. Experiment unterbrochen während der Sommermonate.

Seit dem 01.05.2018: Experiment mit einem Mutivitamin-/Mineralpräparat. Ziel: Testen, ob die Sehstörung sich dadurch beeinflussen lässt. Wenn ja, Suche nach dem relevanten Mangel. Experiment vorerst beendet, da kein Einfluss auf den Visual Snow.[/spoil]
Flummi

Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Flummi »

Hallo,
Sicher gibt es nicht so viele, die hier wohnen, aber ich kann meinen Osteopathen und seine Frau, die Heilpraktikerin ist, weiterempfehlen (wie weiter oben berichtet) und wenn Ihr vom Team das wollt, schicke ich Euch die Adresse.
Liebe Grüsse,
Claudia
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Annanas »

Hallo Claudia :) ,
claudiaef hat geschrieben:Sicher gibt es nicht so viele, die hier wohnen, aber ich kann meinen Osteopathen und seine Frau, die Heilpraktikerin ist, weiterempfehlen (wie weiter oben berichtet) und wenn Ihr vom Team das wollt, schicke ich Euch die Adresse.
Bitte gerne - manchmal gibt es doch den Einen oder Anderen, der im Umfeld wohnt u. in der Lage ist, einige Kilometer zu fahren -
kompetente Ärzte und/oder Therapeuten sind viel zu rar gesät! :cry:

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
► Text zeigen

Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016 (1999 - 2007 Paroxetin 20 mg)
► Text zeigen
04.06.21 9 Kügelchen (ca. 2,7 mg)
Mein Thread: viewtopic.php?p=409341#p409341

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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline »

Nevertheless :)
Heute war ich bei meiner Psychiaterin bzw bei ihrem (~80 Jährigen) Vater, da sie akut erkrankt ist. Sehr netter Mensch, aber man merkte sein Alter sehr deutlich. Hatte Angst, dass er kein Verständnis für meine super kleinen Schritte hat und hab nichts von 5% alle 6 Wochen gesagt. Daraufhin Erklärte er mir alles sehr sorgfältig (enge Kontrolle, nicht öfter als alle 6 Wochen, nur 10% Schritten, alle Symptome notieren etc pp). Ich war total perplex und schäme mich etwas für mein Vorurteil, irgendwie hab ich ihm das nicht zu getraut weil er ja schon die "sehr alte Generation" Arzt ist. Naja bin positiv überrascht.
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 39#p225439
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline »

SeventhWave :)

Heute war ich bei meinem Hausarzt - ein toller Typ. Er glaubt mir meine Geschichte und unterstützt mich. Sein Vorschlag gegen die Wehwehwechen waren jetzt die NEM … da muss ich mich wohl auch reinlesen. Auf dem grünen Zetteln steht Symbiflor und Pascoflorin. Ich darf immer zur Unterstützung vorbeikommen. Das tollste von allem: Ich bin seit heute nicht mehr an Depression erkrankt, sondern an unerwünschter Nebenwirkung von Psychopharmaka.
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 38#p226438
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Flummi

Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Flummi »

Hallo,

Gabriele Klärs von der Frauensuchtmittelberatung Belladonna Essen nimmt einen Ernst. Sie hatte vor kurzem hier Interviewpartnerinnen gesucht und ist ein guter Gesprächspartner, der sehr offen ist für Medikamentenkritik, Abhängigkeit und Absetzprobleme.
Sie sucht noch Interviewpartnerinnen und man nimmt auf jeden Fall etwas für sich mit.

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=13672

Viele Grüsse,
Claudia
Murmeline
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline »

Filzblume hat geschrieben: 20.01.2018 19:44 Ich gehe regelmäßig einmal im Jahr zum Kardiologen. Habe ich mir angewöhnt, als ich mit Ausdauersport anfing. Als ich dem Kardiologen sagte, dass ich Fluspirilen bekomme, ist dem echt der Hut hoch gegangen. Er hat sich nicht im Einzelnen geäußert, nur gesagt, dass Medikamente dergestalt absolut kontra zu einer Herzugesundheit sind. Ich solle doch aus kardiologischer Sicht zusehen, dass ich das Medikament loswerfe. Nur mal so erwähnt. Das hat er nicht umsonst gesagt.

Interessant finde ich allerdings, dass sich alle fachfremden Ärzte im Gegensatz zu den verschreibenden Ärzten mit den Medikamenten und deren bösen Wirkungen auskennen. Ist mir nicht nur beim Kardiologen passiert. Oder sehen diese Ärzte das einfach nur realistisch?

Arian - weiter so. Alles Gute für Dich!

LG

Filzblume
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von padma »

von 0summermoon0
Der Arzt hat mich ganz gut aufgefangen muss ich sagen. Er hat gesagt, paroxetin kann rein körperlich abhängig machen. Meinen Ausschleichversuch hat er als Sportlich bezeichnet und mir direkt paroxetin in die Hand gedrückt. Er meinte ich soll erstmal wieder 10 mg nehmen und mit meiner Psychaterin sprechen wie es weiter gehen soll .
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inandout
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von inandout »

Hallo,

ich habe einen Hausarzt, der die Entzugsproblematik ernst nimmt und um die Abhängigkeit bei NL weiß. Mein Psychiater auch, allerdings hat er mir dann zum Schlafen wiederum Opipramol aufgeschrieben mit dem Satz "macht nicht abhängig". Deswegen kann ich ihn da nicht mehr so ganz ernst nehmen. Ein junger Therapeut letztes Jahr hat Absetzproblematik auch ernst genommen.

Grüße,

inandout
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Murmeline
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline »

Mayborr

Hallo Freunde,

nach meinem Zusammenbruch vor 14 Tagen wurde ich in einer Institutsambulanz von einem ganz tollen Facharzt für Psychiatrie behandelt. Er hat sich 1,5 Stunden Zeit genommen, hat mir auf Augenhöhe alles erklärt, die S3 Leitlinien zitiert und ist auf kritische Fragen sehr detailiert eingegangen.

Er hat vor 2 Wochen verschiedenste Untersuchungen durchgeführt (inkl. 3 Röhrchen Blutabnahme) und ist heute zum Schluss gekommen, dass meine hypertensiven Krisen insgesamt von typischen Symptomen einer Serotoninkrise begleitet wurden. Zudem gehöre ich wohl zu den "Poor Metabolizer" eines bestimmten Enzyms, sodass der Citalopram Plasmaspiegel bei mir ein Wirkungs-Äquivalent von rund 60-80mg erreichen konnte (gleichzeitige Einnahme von Pantoprazol haben das damals beispielsweise verschlimmert).

Zudem bestätigte er, dass ich nach abruptem Absetzen sehr wahrscheinlich ein Absetzsyndrom hatte, welches sich nach der Akutphase in eine Überaktivität des glutamergen Systems gewandelt hat. Es ließe sich teilweise anhand der Blut- und Urinproben nachvollziehen bzw den Verdacht bestärken. Das von mir geschilderte Phasenmodell von Altostrata findet er plausibel.
Insgesamt war er angenehm sachlich, kritisch und ohne Anspruch auf absolutes Wissen bzw Wahrheit.

Ich habe niedrigdosiert nun Pregabalin (75-150mg Tagesdosis nach Bedarf) nach sorgfältiger Nutzen-/Risikenabwägung bekommen und wir schauen nun, wann sich mein Nervensystem wieder regeneriert, um das Pregabalin langsam wieder auszuschleichen.
Passt für mich auch zur Lamortigin-Gabe bei Altostrata.

Mir hilft es jedenfalls sehr - obwohl ich mir der Gefahr bewusst bin, die das Medikament birgt. Aber ohne Medikament ging es nicht mehr und ich wollte die notfallmäßige Verabreichung vom Benzos vermeiden.
Einen Tod muss man scheinbar sterben.

Sein Fazit war, dass bei der Gabe von SSRI auf jedenfall ein engmaschiges und individuelles Monitoring notwendig ist, bei dem eben auch der Plasmaspiegel, die Ausscheidung und die Therapiedauer überwacht, aber vorallem auch die Indikation ganz klar herausgearbeitet werden muss. In meinem Fall hat er z.B. von der Gabe Sertralin abgeraten. Auch Opipramol oder gar Mirtazapin fand er - entgegen der Idee des Hausarztes - nicht angezeigt. Er war der Meinung, dass das glutamerge System eingebremmst werden muss, weil es derzeit hyperaktiv ist und das ein aktives Aussitzen (Abschirmung von Stressoren, Meditation usw) zwar theoretisch möglich, aber sehr hart und langwierig werden könnte.

Ich habe wieder Hoffnung!
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline »

Mayborr

Ich war nun wieder in der Notfallambulanz und werde ab Montag im Krisenzentrum mit kognitiver Verhaltebstherapie unterstützt. Und auch hier sagze die Ärztin: Citalopram kalt absetzen ist der Horror. Es sei alles dokumentiert und bekannt und es ist grotesk, dass
man die Leute vor einiger Zeit deswegen als „verrückt“ erklärt hat.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitrag von Murmeline »

Hallowas :)


Ich war gestern zu vierten Mal in der Augenklinik und habe mich nochmal durchchecken lassen und mein Problem & die Dringlichkeit geschildert. Nach einer ERG Untersuchung & nach dem auch sonst alles völlig in Ordnung war & ich 100 mal mein Problem geschildert habe bin ich bei einem Arzt gelandet der endlich ein bisschen ein Lichtblick war...

Ich glaube ich habe fast eine halbe Stunde mit ihm gesprochen. Er meinte bloß dass es mein spezifisches Augenproblem d.h. das Fokussieren & weniger werden dessen was ich mit den Augen fokussiere eine Wahrnehmunggstörung verursacht durch die Antidepressiva ist... selbst wenn es 5 Monate oder sonst wann her ist.

Der Arzt hatte schon ettliche Fälle wie mich dort, erklärte er & hat oft nur die selben Beobachtungen gemacht. Organisch & neurologisch alles in Ordnung... aber teils sehr bizarre, unerklärliche Sehstörungen, können durch Psychopharmaka verursacht werden.

Da er sehr viele Leute direkt von der Psychiatrie ins Sprechzimmer bekommt kann er das bestätigen dass es wohl eine Wahrnehmungsstörung ist da Rezeptoren/Weiterleitung/Verarbeitung im Hirn verändert worden sind.

Er hat mich sehr ernst genommen und hat mich nicht nach Diagnosen usw. gefragt... ich habe ihm nur geschildert ich hatte eine Schlafstörung und er konnte mein Problem völlig nachvollziehen da seine Frau auch Probleme bekommen hat welche nach Medikamenten 100 mal schlimmer geworden sind & das dann die Sinne einfach quasi komplett verzerrt werden können.

Ich hab ihm geschildert wie enorm belastend, einschränkend und bizarr ich die Sehstörungen finde und er konnte mir das nur bestätigen und hatte vollständiges Verständnis dafür dass das wohl ganz normal scheint und er das schon öfters gehört hat.

Er versicherte mir auch das man neurologisch wohl auch nichts finden wird weil es ein Wahrnehmungsproblem ist.... d.h. MRT/EEG wird normal sein... naja.. ich hab ihm auch gesagt dass ich im Dezember ein MRT hatte welches... normal war...

Er meinte dann ich sollte doch zur Psychologin & Psychiaterin gehen die mir das Medikament verschrieben hat, die sollten ja wohl am besten wissen welche Nebenwirkungen & Wahrnehmungs/Sinnesstörungen diese Medikamente auslösen können... weil das nicht sein Fachgebiet ist.

Naja, das war zumindest nach der ganzen Augenarztodyssee mal ein Lichtblick & ich denke das Thema ist soweit abgeschlossen.
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