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Jamies "all in a tumble" Thread

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Jofab
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jofab »

Liebe Jamie :)

welch ein Segen, dass du das kleine Taubenjunge gerettet hast !
Welch eine unvorstellbare Grausamkeit !
So ein kleines Tierchen lebend in die Mülltonne zu werfen. Ich bin fassungslos ! :evil:

Aber ich melde mich bei dir, weil ich jetzt erst mitbekommen habe, wie schlimm es deinem Vater geht !
Liebe Jamie, ich bin zutiefst erschüttert über die Leidensgeschichte, was er alles aushalten musste.

Und ihr Angehörigen auch. Ich kann das so nachfühlen !
Nun ist es ja schon so lange her - ich hoffe, es geht ihm inzwischen etwas besser !

Ich wünsch dir viel Kraft - und jetzt erhol dich erstmal von dieser ganzen Aufregung !

Alles Liebe :hug:
Ilse
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stubi
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von stubi »

Liebe Jamie,

wo nimmst du nur diese Stärke und Kraft?

Ich bewundere dich sehr und wünsche dir alles Gute.

Liebe Grüße
Renate
[spoil]seit 1990 Psychopharmaka, Fluoxetin, Lyrika, Trimiparmin, Bromazepan, Zopiclon, Lamotrigin, Sertralin. Seit März 2015 abgesetzt.[/spoil]
Jamie
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie »

Hallo in die Runde, :pillowtalk:

so, jetzt versuche ich mich in einem Update und das wird lange, denn es gab sehr viel Anstrengung in meinem Leben.

Mein Vater lag insgesamt sechs einhalb Wochen auf der Intensivstation, vom ersten bis zum letzten Tag.
Er bekam irgendwann einen Luftröhrenschnitt, über den er dann kontinuierlich beatmet wurde.
Die Ärzte ermutigten ihn zu schauen, ob es studenweise am Tag auch ohne Beatmung geht; da hat man ihm dann die Beatmung abgestellt und er hat versucht eigenständig zu atmen.
Dieses Entwöhnen wird weaning genannt.
Es ging so la la, war auf jeden Fall sehr anstrengend für ihn.
Er schwitzte bei jedem Versuch wie blöd vor Anstrengung und nahm immer weiter ab, bis er nur noch Ärmchen und Beinchen wie ein Kind hatte und keine Muskeln mehr. Da gab es dann Fresubin.

Während es sich für uns Angehörige abzeichnete, dass es ohne die Beatmung nicht geht, haben die Ärzte meiner Meinung nach meinem Vater keinen reinen Wein eingeschenkt. Sie haben ihm falsche Hoffnungen gemacht und immer wieder gesagt, es könnte noch klappen, dabei nahmen parallel die Erstickungsanfälle zu und man spritze ihm sogar Morphium gegen die Atemnot und Erstickungsangst :frust: .

Auch hat man ihn auf Psychopharmaka gesetzt, was ich mit Argusaugen betrachte und streng überwache. Er wollte es aber. Es hat nur nichts geholfen. Es verwundert mich nicht. Die hibbelige Art meines Vaters ist sein rastloser Geist, so war er schon immer, und gegen Angst vor dem Erstickungstod hilft nichts :cry:

Während des Aufenthalts auf der Intensivstation hat das Pflegeheim, in dem mein Vater war, uns von einem Tag auf den anderen per Sonderklausel gekündigt. Begründung: Mein Vater sei ja fast nur im Krankenhaus, dem Heim entgehen wichtige Einnahmen, kurzum: er sei unrentabel :o . Das passiert, wenn solche wichtigen Einrichtungen wie Pflegeheime wirtschaftlich ausgerichtet privatisiert werden.

Über den Schock kamen wir aber schnell hinweg, da uns zunehmend klarer wurde, dass mein Vater eh nicht in dieses Heim zurück kann, da er wohl nicht mehr von der Beatmungsmaschine weg kommt. Die Art und Weise finde ich dennoch unmöglich und menschenverachtend.

Also hieß es panisch ein neues Pflegeheim finden; und zwar ein Beatmungspflegeheim, deren es nicht viele in Deutschland gibt. Nun wohnen wir hier in einem großen, wirtschaftlich relevanten und strukturell starken Gebiet in Deutschland und ich weiß nicht, was für ein unfassbares Glück wir hatten und glaube, dass der Himmel ordentlich mitwirkte <3 , dass genau zu dem Zeitpunkt, an dem wir auf die Suche gingen und eine spezialisierte Einrichtung kontaktierten, einer der Bewohner verstarb und somit ein Platz frei wurde.

Könnt ihr euch das vorstellen? Es gibt nur 16 Pflegeplätze und einer davon wurde durch den Tod eines anderen frei und konnte direkt an meinen Vater vermittelt werden?

Es galt Überzeugungsarbeit bei meinem Vater zu leisten. Es war ja auch schwer für ihn; er wollte nicht recht. Er war ja zweifach heimatlos innerhalb von drei Monaten geworden. Zuerst haben wir seine Wohnung aufgelöst und dann hat ihn das andere Pflegeheim rausgeworfen.
Dass das nicht ohne Spuren an einem vorbeigeht, ist klar.
Aber er hatte dann auch keine Wahl. Irgendwann sah auch der optimistischste Arzt ein, dass er von der Beatmung nicht mehr runterkommt und dann hieß es sich mit der Realität auseinanderzusetzen.

Und so kam mein Vater nach 6,5 Wochen Alptraum auf der Intensivstation - und zwar für uns alle, raus und sofort in das Beatmungspflegeheim.

Ich denke ich spreche für meine ganze restliche spärliche Familie, die wir die ganze Last unter uns dreien aufteilen (meine Tante und meine Zwillingsschwester), dass wir am Ende unserer Kräfte waren und auch teilweise noch sind.
Denn es ist ja nicht so, nun einen zufriedenen und gesundheitlich stabilen Vater zu haben.
Mein Vater hadert mit seinem Schicksal und es geht ihm gesundheitlich nicht gut; er ist todkrank und trotz Beatmung wird die Lungenfunktion immer schlechter; das heißt die Atemnot ist präsenter als auf der Intensivstation und er ist teilweise sehr am japsen.

Es ist der schiere blanke unaussprechliche Horror, einem Familienmitglied beim langsamen Ersticken zugucken zu müssen und je nachdem, was das Schicksal für ihn und uns bereit hält, kann das auch noch einige Jahre so gehen.

Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, wie ich das verwinden kann und soll, was da auf mich einprasselt. Es ist furchtbar und wir leiden alle sehr. Vater eingeschlossen.

Als seine Hauptbevollmächtigte in allen Fragen des Lebens habe ich nun ein weiteres Leben mitzuorganisieren - und Leute, das ist jede Woche ein neuer Unterlagen-Berg.
Dabei wäre ich reichlich selbst damit bedient, mein eigenes, von Krankheit mittlerweile doch mehr beeinflusstes Leben als erhofft, zu regeln.

Die Wochenroutine sieht nun so aus, dass meine Tante ihn zwei Mal besucht, meine Schwester zwei mal und ich zwei mal.
Da ich von Sozialhilfe lebe, gibt es kein Budget (bzw. 20€ sind ein Hohn), um die horrenden Fahrtkosten zu begleichen, die anfallen, wenn ich ihn besuchen will. Es kostet mich 10Euro das Ticket, um hin- und zurück zu kommen. Nach einer Woche ist da die Summe aufgebraucht und es bleiben noch mind. 3 Wochen übrig.
Ohne meine Mutter, die mir entweder das Auto leiht oder mir Geld für die Fahrkarten gibt, wäre ich vollkommen aufgeschmissen.

Es ist zwar so, dass mein Vater ein Taschengeld von 102 € haben darf und er mit versucht auch notfalls was zu geben, er ist aber auf einige Medikamente angewiesen, die nicht zu Lasten der GKV verordnet werden dürfen und die fressen sein Taschengeld eigentlich schon auf.
Und außerdem braucht er auch mal einen mobilen Friseur oder Fußpflege oder Hygieneartikel und was sonst noch so anfällt.
Ich habe keine Ahnung, wie das werden soll. Ich bin konstant auf die Hilfe und Unterstützung anderer angewiesen, um das bewältigen zu können :oops:

Nun möchte ich auch mal kurz ein paar Sätze zu mir da lassen.
Ich habe mittlerweile wieder begonnen Sitzungen an der Uniklinik wegen meinen Zähnen wahrzunehmen. Es ist nach wie vor der blanke Horror.
Mein Überlebensinstinkt sagt mir, dass ich da nicht mehr hin gehen soll, denn wer lässt sich schon freiwillig halb foltern und hängt anschließend noch fünf, zehn oder mehr Tage würgend, vor Übelkeit stöhnend von den Nebenwirkungen des Lokalanästhetikums in den Seilen und will sich sowas auch noch weitere Male antun?

Mein gesunder Menschenverstand kann das nur als Wahnsinn bezeichnen, gleichzeitig habe ich keine Alternative und sehe die Notwendigkeit.
Morgen ist es wieder so weit.
Ich kann dazu gar nichts weiter mehr sagen - es ist wirklich nicht begreiflich, ich sage mir jedes Mal ich muss den Verstand verloren haben mir das anzutun :(
Man kann das eigentlich nur noch so verwinden, dass man dem versucht einen tieferen Sinn abzugewinnen und den kann ich schon für mich erkennen, aber es ist trotzdem sehr hart.

Was die weitere Gesundheit betrifft, so dümpele ich nach meiner schweren Ohreninfektion auf irgendwas von 14 oder 15mg Esomeprazol herum und habe durch das Aufdosieren Jahre meines Entzugs verloren.
Ich nehme noch 2 Tropfen Amitriptylin und behalte die auch erst mal bei.
Ansonsten noch die Pille und L-Thyroxin gegen meine Unterfunktion der Schilddrüse.
Ich habe nach wie vor Eisenmangel und mein Ferritinspeicher ist leer, ich vertrage aber nicht einmal Babydosierungen von Eisen, ohne massiv Magenschmerzen zu bekommen.
Das Einzige, was geht, ist Floradix Kräuterblutsaft, und der ist leider so teuer, dass ich ihn mir nur ab und zu leisten kann.

Mein Schlaf ist auf konstant leidlichem Niveau. Ich schlafe mittlerweile etwas schneller ein und liege nicht erst bis um fünf wach, aber dafür bin ich alle paar Minuten wieder wach.
Ich fühle mich morgens einfach immer schlecht und unerholt - aber das ist nichts Neues.

Was sich enorm verschlechtert hat, und ich vermute, dass hängt mit einer Veränderung des ZNS durch meinen jahrelangen Schlafmangel zusammen, das ist meine Hitzeüberempfindlichkeit.
Obwohl ich alle Tipps befolge, die wichtig bei Hitze sind (luftig kleiden, Mittagshitze und direkte Sonneneinstrahlung meiden, nur zimmerwarm trinken, viel Wasser mit Elektrolyten trinken etc.) habe ich in den letzten mehr als 2 Wochen, in denen es hier fast jeden Tag um die 30°C sind und nun seit geraumer Zeit auch sehr schwül, mehrfach Anwandlungen von Hitzekollapsen gehabt.
Ich konnte mich gerade noch so nach Hause retten.
Ich fange an wie blöde zu schwitzen, mir wird flau, komisch und schwindelig und dann setzen Darmkrämpfe ein. Das ist Alarmstufe dunkelorange, denn danach folgt nur noch die Ohnmacht.

Ich habe das Thema mit meinem Hausarzt besprochen, der meine Insomnie durchaus als möglichen Grund für diese Hitzeintoleranz in Erwägung zieht und dass das eben das Nervensystem völlig verändert.
Er riet ggf. Traubenzucker mit mir zu führen und ansonsten konnte er mir auch nicht groß helfen; man könnte es noch mit Korodintropfen probieren.
Er will aber sicherheitshalber mein Blut noch mal ordentlich checken.
Ich denke, es kommt nichts bei rum, zumindest nix größer Krankhaftes.
Ich denke das kommt einfach durch meine lange Krankheits- und Leidensgeschichte und ehrlich gesagt bin ich gerade nicht sehr positiv gestimmt, dass das noch mal besser wird.

Einzige Rettung ist eine Klimaanlage, die ich mir vom Mund abgespart habe, und seit 10 Tagen besitze.
Meine Wohnung ist unterm Dach und nicht isoliert; ich leide Höllenqualen. Sind es draußen 32°C, habe ich die auch drinnen :zombie:
Das, zusammen mit meinem labilen Kreislauf, ist eine Kombi für den Rettungswagen. :(
Ich habe wirklich Angst vor heißen Sommertagen.

Jetzt, wo ich die Klimaanlage endlich habe, sage ich mit Überzeugung: Ich würde eher mein Bett weg geben als meine Klimaanlage! Sie sichert mir mein Überleben.

So, das war ein kurzer Abriss.
Ich hätte noch mehr zu erzählen, aber das soll es für´s Erste sein.

Ich wünsche euch allen alles Gute und wer auch so mit der Hitze Probleme hat, sollte wirklich über eine Klimaanlage nachdenken. Ernsthaft.
Es gibt da auch Ratenfinanzierung über 12 oder 24 Monate, sodass man vielleicht auch mit knappem Budget hinkommt.

Jamie
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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li-la
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von li-la »

Liebe Jamie,

Da hast du ja die letzten Wochen / Monate ganz schön was mitgemacht. Ich hoffe du kannst dich recht bald von den Stress und den sorgen um deinen papa... wenigstens etwas erholen.

Das es dir nicht so gut geht ist total traurig. Du bist hihr immer für alle und jeden da... obwohl du selbst gerade einiges durch machst. Ich drücke dir die Daumen das es bald Berg auf geht und es dir schnell besser geht.

Alles alles liebe.
Lila
Diagnose Schlafstörungen / Angststörung / Panikattacken

2016 5mg Escitalopram kurzzeitig 10mg - diese jedoch wieder auf 5mg reduziert wegen unruhiger Beine
März 2017 - Dezember 2017 100mg Opipramol

bis 23.12.2017 = 100mg Opipramol
ab 24.12.2017 = 50mg Opipramol
ab 31.12.2017 = 0mg Opipramol
Absetzplan vom Arzt bekommen!


ab 02.01.2018 extreme Unruhe, Angstzuständige, Herrasen / Herzstolpern

ab 12.01.2018 50mg Opipramol ( Rücksprache Arzt)

30.01.2018 mein Hausarzt geht in Rente
12.02.2018 aufsuchen des neuen Hauarztes wegen inneren vibrieren
lt Hausarzt psychisch bedingt, sollte sofort Opipramol absetzen und 5mg Escitalopram beginnen

folgende Symptome : Unruhe, innerliches zittern/vibrieren, Muskelzucken, Schüttelfrost, Angst und Panik, Ohrenrauschen, starke Verspannungen

15.02.2018 lt neuen Arzt Aufdosierung auf 10mg Escitalopram da Symptome so schlimm waren
19.02.2018 lt Arzt vertrage ich Escitalopram nicht , da Symptome immer schlimmer werden, sofort Absetzen

Fazit :
12.02.2018 Kalt Opipramol entzogen
19.02.2018 sofort Absetzen von Esticalopram nach 1 Wöchiger Einnahme

Arzt erkannte Entzug nicht! Seine Kollegin und sein Chef allerdings schon. lt Aussage sollte der Entzug nach 6 Wochen vorbei sein

Im Entzug : 2 x Notaufnahme
Blutbild ohne Befund
EKG ohne Befund

Vom Arzt verordnet:
Kopf MRT ohne Befund
HWS und LWS MRT ohne Befund
Blutbild ohne Befund
Stulhprobe ohne Befund
Schilddrüsenwerden i.O, kein Eisenmangel, kein Vitaminmangel

Symptome im Entzug
- Schüttelfrost
- inneres Zittern /Vibrieren
- extreme Angst / Panik
- Angst verrückt zu werden oder Psychose zu bekommen
- Angst vor der Angst
- starkes Muskelzucken
- starke Verspannungen
- Appettitlosigkeit
- Abnahme Gewicht 10kg in 14 Tagen
- Durchfall
- Unruhe im Kopf / Stromgefühl im Kopf
- Herzrasen / Herzstolpern
- Ohrenrauschen
- anfällig für Infekte
- Neuroemotionen - Neuroangst
- Unruhe
- extreme Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit

[highlight=yellow]Seit 2 1/2Jahr auf 0mg Opipramol :party2:
Seit 2 1/2 jahren 0mg Escitalopram :party2:
[/highlight]


Befinden aktuell ( 06.06.2020)
- Angst vor der Angst, manchmal noch Angst vor psychose und verrückt zu werden
- ab und an Zwangsgedanken und die Angst davor das sie wieder auftreten.
Traurige
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Traurige »

Liebe Jamie,

es macht mich fassungslos, was Du alles ertragen musst. Und ich bewundere Deine Stärke, wie Du trotz des schweren Schicksals Deines Vaters und Deines eigenen schweren Schicksals doch immer wieder die Kraft zum Durchhalten findest.

Ich drücke Dich mal ganz feste wenn Du magst :hug: und schließe euch in meine Gebete ein.

Ganz liebe Grüße
von Maria
1999 Burnout mit Diagnose V.a. paranoide Psychose, vorübergehende psychotische Störung (Medikament: Perazin, 60 mg; 2003 langsam ausgeschlichen ohne Probleme)
2011 schwere Depression mit psychotischen Symptomen (Medikament: Duloxetin 60 mg)
2015 schwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Duloxetin (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)
2016 mittelschwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Risperidon (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg), Angststörung
April 2019 1 Woche Klinik, Diagnose schwere Depression mit psychotischen Symptomen
November 2019 eine Woche Klinik wegen Depression und Panik, Ängsten. Steht auch wieder psychotische Symptome drin :cry:

18.02.2017
Täglich
60mg Duloxetin
2mg Risperidon
Außerdem noch Cortison wegen Asthma und Blutdrucksenker wegen zu hohem Blutdruck - Update: Cortison abgesetzt wegen depressionsfördernder Wirkung. Blutdrucksenker reduziert auf 12,5 mg Hygroton täglich.
November 2019 Hygroton wird durch Ramipril ersetzt. Dieses entwässert nicht. Gewichtszunahme.

Ab Ende März zusätzlich Eferox 25 Mikrogramm
ab 23.07.2018 Erhöhung auf 37,5 Mikrogramm Eferox und Einnahme von Eisentabletten
ab 30.07.2018 Erhöhung auf 50 Mikrogramm Eferox
ab 06.08.2018 Reduzierung auf 37,5 Mikrogramm Eferox
inzwischen wieder erhöht auf 50 Mikrogramm (genauen Zeitpunkt muss ich recherchieren)
ab 03.04.2019 25 Mikrogramm Eferox
29.01.2020 derzeit 50 Mikrogramm Eferox

Ab 17.08.2018 Duphaston 10 mg morgens und abends für 14 Tage - massive gynäkologische Blutungen
Januar 2020 Ausschabung

18.05.2017 Reduzierung des Risperidon von 2 mg auf 1,5 mg
im August 2017 Absetzen des Cortisonpulvers, starke Verbesserung der Depression
21.09.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,5 mg auf 1,25 mg
25.10.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,25 mg auf 1,125 mg
05.11.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,125 mg auf 1,0 mg
05.03.2018 Reduzierung des Risperidon von 1,0 mg auf 0,875 mg
09.04.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,875 mg auf 0,75 mg
21.05.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,75 mg auf 0,625 mg
17.07.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,625 mg auf 0,5 mg
22.08.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,5 auf 0,375 mg
01.10.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,375 auf 0,25 mg
ab Anfang April 2019 Erhöhung Risperidon von 0,25 auf 0,5 mg

Bei Bedarf Neurexan
Rosenrot
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Rosenrot »

Liebe Jamie, :)

gerade finde ich deinen Bericht.

Was das Leben dir aber auch alles aufbürdet ... Und du meisterst es so bravourös!

Ich freue mich über deine Lichtblicke wie den neuen Heimplatz für deinen Vater. Oder deine Klimaanlage. Ich hatte auch schon Dachwohnungen und weiß, wie unerträglich es dort im Sommer sein kann.

Es tut mir so leid, was du bei der Zahnbehandlung durchmachen musst. :hug: Hoffentlich gibt es einen baldigen und gelungenen Abschluss dieser Prozedur.

Ich wünsche dir so sehr, dass bessere Zeiten auf dich warten und du Entlastung und Entspannung findest.

Kraft, Gleichmut und Zuversicht für dich und deine Familie! :group:

Ganz liebe Grüße
Rosenrot
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Sommersprosse
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Sommersprosse »

Dein letzter Beitrag hat mich sehr ergriffen, liebe Jamie

und wünsche dir die Kraft, die du gerade brauchst.
Pass bitte gut auf dich auf :hug:

Von Herzen alles Liebe wünscht dir Sommersprosse ( n) :schnecke:
Ich habe z.Zt. ein kleines, techn. Problem - kann bei einigen Threads keine DANKSAGUNG vergeben, u. bitte um Verständnis

2. Reduzierungsverlauf:[spoil]
Ausgangsmedikation:
Trevilor: 112,5mg/Ret.

(Kügelchenmethode) >Dr. Peter Breggin

01.06.2019 | 39 Küg.
29.06.2019 | 35 Küg.
27.07.2019 | 31 Küg.
24.08.2019 | 28 Küg.
21.09.2019 | 26 Küg.
19.10.2019 | 25 Küg.
16.11.2019 | 21 Küg.
14.12.2019 | 19 Küg.
04.01.2020 | 17 Küg.
01.02.2020 | 17 Küg.
29.02.2020 | 14 Küg.
28.03.2020 | 13 Küg.
1 Jahr
25.04.2020 | 11 Küg.
23.05.2020 | 09 Küg.

Bild .......... Der Weg ist das Ziel
.........................Zitat von Konfuzius
Muryell
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Muryell »

Liebe Jamie,

Dein Text hat mich sehr bestürzt. Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft, um diese schwere Zeit durchzustehen.

Pass gut auf Dich auf.

Liebe Grüße

Muryell
[spoil]Diagnose
Angststörung - Februar 2015 mit Klinikaufenthalt
Medikation
Paroxetin 20 mg und für kurze Zeit 12 mg Olanzapin
Lorazepam und Promethazin als Bedarfsmedikation
Ausschleichen und Absetzen - Februar bis März 2016 - Plan der Ärztin: 20 mg - 10 mg - 0. Absetzsymptome: brain zaps, Erbrechen, Durchfall, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit
Neue Krise im Juli (vermutlich Absetzsyndrom) mit Klinikaufenthalt von Juli bis September 2016 Wiedereindosierung von 10 mg Paroxetin mit (vermutlich) paradoxer Reaktion: Stundenlange Muskelzuckungen, Ohnmacht, Panik, Angst, Erschöpfung, extreme Unruhe
Medikation
Paroxetin 40 mg
Pregabalin 75 - 0 - 125 mg
Lorazepam und Promethazin als Bedarfsmedikation
Ab März 2017 - Muskelschmerzen und Lähmungserscheinungen
Ausschleichsbeginn: 25. April 2017

Verhaltenstherapie mit Erfolg abgeschlossen :D
9. Mai 2017

Zwei Wochen nach Reduzierung der Pregabalin-Dosis kann ich viel besser fokussieren und lesen

Mitte Juni 2017: zweitägiger KH-Aufenthalt wegen Schmerzen im Bein und im Rücken sowie Lähmungserscheinungen

01.7.2017
Wegen der starken Nebenwirkungen wird Pregabalin ab jetzt in zwei Schritten um 25 mg pro Woche reduziert.

10.7.2017
Die Schmerzen werden schwächer.

30.9.2017 - Pregabalin abgesetzt!

Keine Absetzsymptome von Pregabalin, allerdings wirkt das Paroxetin stärker und ich bin schwächer.

[highlight=yellow]Paroxetin[/highlight]: Die Reduzierung von 40 mg auf 25 mg wurde schrittweise abwechselnd mit dem Ausschleichen von Pregabalin gemacht.


Ich stelle fest, dass ich Paroxetin gar nicht vertrage, und beschließe, es zügig auszuschleichen.
09.10. - 22,5 mg
21.10. - 20 mg
28.10.- 17,5 mg
05.11. - 15 mg
11.11. - 12,5 mg
25.11. - 10 mg - Längere Pause - stärkere Müdigkeit
19.12. - 9 mg - mit der neuen Reduzierung wurde die Müdigkeit schwächer
26.12. - 8 mg
02.01. - 7 mg - die Schwäche dauert jetzt nur ca. 6 Stunden an. Keine Absetzerscheinungen bis jetzt.
09.01. - 6 mg
16.01. - 5 mg (furchtbare Symptome wie beim Einschleichen. Ich beschließe, noch zügiger auszuschleichen).
23.01. - 3 mg (es geht mir besser)
27.01. - 2 mg
29.01. - 1 mg
01.02. - 0,5 mg
03.02.2018 - 0! :party2:

Nach dem Absetzen: Gelegentlich ganz schwache brain zaps, Tremor am 5. Tag nach 0. Nachmittags Verzweiflungswellen, die immer schwächer wurden und nach zwei Wochen ganz verschwanden.

Welle: Ende April 2018 - Starke Lichtempfindlichkeit, Weinkrämpfe, starke Angst vor dem Alleinsein.
Ich nehme Promethazin, weil es früher geholfen hat. Es wirkt paradox.
Ich nehme Neurexan. Es hilft. Nach zwei Wochen wirkt es paradox.
Ab dem 09.5.2018 nehme ich nichts mehr. Die Beschwerden sind schwächer.
Ende Mai 2018 - psychisch stabil, körperlich sehr geschwächt

Welle: Mitte Juli bis Mitte August 2018. Hitzeempfindlichkeit, Schwäche
Nachhher fast vier Wochen beschwerdenfrei

Welle: Anfang September 2018, getriggert durch zu viele Verpflichtungen. Zitternanfälle, extreme Akathisie und Hoffnungslosigkeit.

Erneuter Klinikaufenthalt
Seit September 2018: 2,5 mg Olanzapin
Seit Dezember 2018: 100 mg Amitriptylin
[/spoil]
Jamie
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie »

Hallo am Mitte-der-Woche-Tag :),

wen es interessiert - ich schreibe einen Zustandsbericht über meinen Uniklinikbesuch.
Am Montag war es wieder soweit, Zahn Nummer 6 war dran.

Ich war vorbereitet, soweit man das sagen kann, wenn man sich als Traumatisierte triggernden Situationen aussetzen muss und keine Wahl hat.
Schmerzen, Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein sind Seelenthemen in meinem Leben - da kann ich mich auf dem Zahnarztstuhl dann an mir selbst abarbeiten....

Es war wieder ziemlich schlimm für mich, wenngleich ich versprochen habe positiv zu bleiben - mir selbst und anderen, die mir wichtig sind, denn es ist auch mentales Training, sich von seinen Ängsten und Befürchtungen nicht in den Abgrund ziehen zu lassen.

Ich habe wieder eine ordentliche Menge Mepivacain gebraucht - es war dieses Mal leider äußerst kompliziert. Es ging um einen Backenzahn, der rundherum am Zahnfleischrand Karies hat, welcher sich wie ein Band um den Zahn zog. Sogenannter Zahnhalskaries.

Insgesamt hat der arme Student und sein Kollege 2 1/4 Stunden für diesen Zahn gebraucht. :o
Ich weiß nicht, wer mehr gelitten hat - ich habe ihm wirklich das Letzte abgerungen.
Der arme Kerl hat über mir gehangen und unentwegt geseufzt und geschnauft, bestimmt 40mal den Bohreraufsatz gewechselt, angesetzt, wieder aufgehört, irgendwas gemurmelt von "nee", nen neuen Aufsatz gesucht usw...
Bohren geht ja bei mir immer so - vorsichtig anbohren, checken ob Schmerz, weitermachen...
Das ist so verabredet mit mir.
Das heißt aber auch, dass sich das Ganze sehr zieht, was wiederum heißt, dass in der Zwischenzeit meine Leberenzyme schon fleißig Gelegenheit haben das Zeug wieder abzubauen, sodass potentiell häufiger das Lokalanästhetikum nachgespritzt werden muss.

Das war ein echter Höllentrip. Ich hatte mir vorsorglich schon ein Handtuch mitgenommen und untergelegt, weil ich das letzte Mal bereits klatschnass durchgeschwitzt war, bei einem weitaus weniger komplexen Zahn, und dieses Mal war es auch noch sehr warm und schwül.

Die Studenten haben wirklich alles gegeben, aber es war hart.
Zwischendrin gab es immer mal wieder Situationen, da spürte ich leichten Schmerz, aber zwei drei mal tat es richtig weh und da wurde dann pausiert und uns alle verließ der Mut.
Der arme Student hatte dann natürlich Angst, mir wieder wehzutun und ich hatte Angst, wehgetan zu bekommen....
Das war emotional richtig stressig für uns alle.

Dann dauerte das alles natürlich auch sehr lange, zum einen weil der Defekt groß und zTl tief war und zum anderen, weil wie gesagt der arme Kerl öfters nicht so den perfekten Aufsatz oder der perfekten Winkel zum Bohren fand und alle Schritte wurden dann auch mit dem anderen angehenden Zahnarzt-Studenten besprochen und kontrollweise vom zweiten Studenten begutachtet, der dann auch noch seine Einschätzung gab, wie und was noch getan werden muss und wie es klappen könnte...

Ich war am Ende richtig entnervt, aber nicht wegen den beiden, sondern weil es sich so zog und meine psychische Konstitution sich einfach von Minute zu Minute verschlechterte.
Jedes Mal dachte ich, jetzt greift er zum letzten Mal nach dem Bohrer...
Blut und Wasser schwitzen ist der richtige Ausdruck für meine Zahnarzterlebnisse in der Uniklinik.

Gott sei Dank hatte der kontrollierende Studentenzahnarzt, der alles überprüft, am "Werk" nichts auszusetzen und so konnte man irgendwann endlich zur Füllung schreiten.

Ich habe die ganze Prozedur mit Bewusstheit und Achtsamkeit begleitet, sofern möglich.
Ich habe mir positive Mantras aufgesagt, mir immer mal eine Minute Zeit für Atemübungen erbeten und innerlich gesagt: >Ich atme Liebe ein und Angst und Hilflosigkeit aus< - so in der Art.
Ich habe mich auch an einem Globuliröhrchen festgeklammert, welches energetisierte Globuli speziell auf meine Situation zugeschniten enthielt. Die Studenten wollten unbedingt wissen, was es ist, aber ich habe mich nicht getraut es zu sagen - ich habe ihnen gesagt, wenn ich Ihnen das erzähle, fallen Sie vom Glauben ab.
Aber keine Sorge, es ist nichts Chemisches - nur Zucker mit Energie
;)

Tja, so habe ich die Prozedur also irgendwie überstanden. Beim Verlassen der Klinik habe ich aber schon gemerkt, dass ich jetzt an einen langsam gefährlichen Punkt komme.
Ich hatte nichts im Magen (ich hätte mich sonst aus Angst vielleicht übergeben müssen), war dehydriert, mir war schwindelig und die Beine wie Pudding.
Im Parkhaus habe ich mich dann verlaufen und fand das Auto nicht mehr. Da irrte ich dann mit hochrotem Kopf umher... man man man.

Im Auto ging es dann besser, als ich wieder sitzen konnte und mir die kühle Klimaanlage ins Gesicht pusten lies. Aber als ich dann endlich daheim angekommen war und ausstieg, begann wieder die Schwäche und das Flaue un der Schwindel. Ich wäre beinahe auf der Straße umgekippt.
Ich habe mich mit letzter Kraft in die Wohnung gerettet, die Klimaanlage angemacht, mich aus den triefenden Klamotten geschält und für Stunden regungslos auf die Couch gelegt.

Im Laufe des Mittags kamen dann Sehstörungen dazu und ich hatte das komplette Programm an Nebenwirkungen und Intoxifikationserscheinungen: niedriger Blutdruck, Herzrasen, Schwäche, Ohrensausen, Schwindel, unscharfes Sehen.
Ich kenn das ja schon :(

Als dann die Betäubung abebbte, bekam ich rasende Nervenschmerzen und Zahnschmerzen. Alles pochte und ich hatte metallische Nervenschmerzen in beiden Kiefern. Ich bekam Kopfweh, der Schmerz zog auch in den Oberkiefer und Hals. Meine linke Gesichtshälfte war am Toben.
Ich habe mir sofort 2 Ibuprofen 400mg einverleibt - es war nicht auszuhalten.

Noch heute kann ich kaum essen. Es scheinen massivst die Nerven gereizt worden zu sein. Ich kann nur auf der rechten Seite kauen und selbst da löst die Kaubewegung starke Nervenschmerzen links aus, einfach nur weil ich beim Kauen natürlich beide Kieferseiten bewegen muss.

Wie immer hat sich pünktlich am nächsten Tag eine heftige, überwältigende Übelkeit eingestellt, unter der ich noch Tage leiden werde. :(
Ich behandele es mit Ondansetron, das ist das Einzige was hilft - und ein echter Hammer.
Wenn ich nichts esse, wird mir flau, wenn ich esse, tut es mir weh und danach kommt eine Übelkeitswelle. Ist momentan nicht gut auszuhalten.
Der Kreislauf ist auch noch sehr lädiert.
Ich schlafe schlecht, bin weinerlich und schwach.

Hinzu kommt, dass durch diese über 2 Stunden dauernde Prozedur meine Mundschleimhaut verletzt worden ist. Der assistierende Student hat über zwei Stunden lang die Backe mit einem Spiegel weggehalten und da hat sich nun ein Druckgeschwür gebildet :cry: .
Das tut höllisch weh, die ganze Mundschleimhaut ist an der Stelle offen und geschwollen.
Wenn da Nahrung dran kommt könnte ich nur jaulen :oops:
Herrje... Ich mach aber auch jeden Sche*ß mit.....

Mein Amitriptylin muss ich in dieser Zeit runtersetzen oder auslassen, je nachdem, wie viel Ondansetron ich nehme, da dies die QTc Zeit verlängert und ich zusammen mit dem Motilium, das auch die QTc Zeit verlängert, dann parallel drei QTc Zeit verlängernde Substanzen einnehme, was wirklich problematisch ist - da wird es selbst mir ein wenig Angst und Bange, denn es gibt dann ja einen Synergismus.
Das Weglassen des ADs ist natürlich nicht gut, selbst wenn es nur 2 Tropfen sind - ich kann dieses Vorgehen auch keinem empfehlen, ich weiß mir aber selbst nicht anders zu helfen, da ich auf das Ondansetron definitiv angewiesen bin und es brauche.

So, jetzt hab ich mir das alles mal von der Seele geschrieben.
Ich weiß, ich tue das immer sehr detailliert, aber es hilft mir dabei das Ganze besser verarbeiten und aufarbeiten zu können.

Ich wünsche mir, dass die Übelkeit rasch schneller wird und die wunde Backe abheilt und mein Magen nicht mehr so streikt. Und ich wünsche mir, dass ich an der ganzen Sache wachse und reife - die Studenten tun es sicherlich... :) :fly:

Viele liebe Grüße in die Runde :pillowtalk:
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Ululu »

Hallo Jamie,

:hug: :hug: :hug: :hug:

Ich wünsche dir gute Besserung, immerhin ist jetzt eine große Baustelle abgearbeitet.

LG Ute
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jofab »

Liebe Jamie -

welch eine Tortur du da überstanden hast !

Von Herzen gute Besserung :hug:

Liebe Grüsse
Ilse
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padma
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von padma »

liebe Jamie, :hug:

ich bewundere dich wirklich, wie du das durchstehst. Es hört sich grauenhaft an.


ganz liebe Grüsse und gute Besserung, :hug:
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von stubi »

Liebe Jamie, :hug:

was für eine starke Persönlichkeit du bist, ich frage mich nur, wo nimmst du nur die ganze Kraft und Stärke her?

Ich möchte dir von Herzen alles Gute wünschen und das alles bald wieder abheilen wird.

Liebe Grüße
Renate
[spoil]seit 1990 Psychopharmaka, Fluoxetin, Lyrika, Trimiparmin, Bromazepan, Zopiclon, Lamotrigin, Sertralin. Seit März 2015 abgesetzt.[/spoil]
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Kaenguru »

Liebe Jamie,

Unfassbar, was du erleiden und erdulden musst, aber auch mit welcher mentalen Stärke du die Situation meisterst.
Du bist mir da ein Vorbild.
Ich wünsche dir gute Besserung🍀 und auch für deinen Vater die bestmögliche Behandlung🍀.

Herzliche Grüße
Sarah
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Werde bald anfangen Lamotrigin abzusetzen
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Muryell
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Muryell »

Liebe Jamie,

ich wünsche Dir vom Herzen gute Besserung und viel Kraft.

Muryell
[spoil]Diagnose
Angststörung - Februar 2015 mit Klinikaufenthalt
Medikation
Paroxetin 20 mg und für kurze Zeit 12 mg Olanzapin
Lorazepam und Promethazin als Bedarfsmedikation
Ausschleichen und Absetzen - Februar bis März 2016 - Plan der Ärztin: 20 mg - 10 mg - 0. Absetzsymptome: brain zaps, Erbrechen, Durchfall, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit
Neue Krise im Juli (vermutlich Absetzsyndrom) mit Klinikaufenthalt von Juli bis September 2016 Wiedereindosierung von 10 mg Paroxetin mit (vermutlich) paradoxer Reaktion: Stundenlange Muskelzuckungen, Ohnmacht, Panik, Angst, Erschöpfung, extreme Unruhe
Medikation
Paroxetin 40 mg
Pregabalin 75 - 0 - 125 mg
Lorazepam und Promethazin als Bedarfsmedikation
Ab März 2017 - Muskelschmerzen und Lähmungserscheinungen
Ausschleichsbeginn: 25. April 2017

Verhaltenstherapie mit Erfolg abgeschlossen :D
9. Mai 2017

Zwei Wochen nach Reduzierung der Pregabalin-Dosis kann ich viel besser fokussieren und lesen

Mitte Juni 2017: zweitägiger KH-Aufenthalt wegen Schmerzen im Bein und im Rücken sowie Lähmungserscheinungen

01.7.2017
Wegen der starken Nebenwirkungen wird Pregabalin ab jetzt in zwei Schritten um 25 mg pro Woche reduziert.

10.7.2017
Die Schmerzen werden schwächer.

30.9.2017 - Pregabalin abgesetzt!

Keine Absetzsymptome von Pregabalin, allerdings wirkt das Paroxetin stärker und ich bin schwächer.

[highlight=yellow]Paroxetin[/highlight]: Die Reduzierung von 40 mg auf 25 mg wurde schrittweise abwechselnd mit dem Ausschleichen von Pregabalin gemacht.


Ich stelle fest, dass ich Paroxetin gar nicht vertrage, und beschließe, es zügig auszuschleichen.
09.10. - 22,5 mg
21.10. - 20 mg
28.10.- 17,5 mg
05.11. - 15 mg
11.11. - 12,5 mg
25.11. - 10 mg - Längere Pause - stärkere Müdigkeit
19.12. - 9 mg - mit der neuen Reduzierung wurde die Müdigkeit schwächer
26.12. - 8 mg
02.01. - 7 mg - die Schwäche dauert jetzt nur ca. 6 Stunden an. Keine Absetzerscheinungen bis jetzt.
09.01. - 6 mg
16.01. - 5 mg (furchtbare Symptome wie beim Einschleichen. Ich beschließe, noch zügiger auszuschleichen).
23.01. - 3 mg (es geht mir besser)
27.01. - 2 mg
29.01. - 1 mg
01.02. - 0,5 mg
03.02.2018 - 0! :party2:

Nach dem Absetzen: Gelegentlich ganz schwache brain zaps, Tremor am 5. Tag nach 0. Nachmittags Verzweiflungswellen, die immer schwächer wurden und nach zwei Wochen ganz verschwanden.

Welle: Ende April 2018 - Starke Lichtempfindlichkeit, Weinkrämpfe, starke Angst vor dem Alleinsein.
Ich nehme Promethazin, weil es früher geholfen hat. Es wirkt paradox.
Ich nehme Neurexan. Es hilft. Nach zwei Wochen wirkt es paradox.
Ab dem 09.5.2018 nehme ich nichts mehr. Die Beschwerden sind schwächer.
Ende Mai 2018 - psychisch stabil, körperlich sehr geschwächt

Welle: Mitte Juli bis Mitte August 2018. Hitzeempfindlichkeit, Schwäche
Nachhher fast vier Wochen beschwerdenfrei

Welle: Anfang September 2018, getriggert durch zu viele Verpflichtungen. Zitternanfälle, extreme Akathisie und Hoffnungslosigkeit.

Erneuter Klinikaufenthalt
Seit September 2018: 2,5 mg Olanzapin
Seit Dezember 2018: 100 mg Amitriptylin
[/spoil]
inandout
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von inandout »

Liebe Jamie,

auch von mir alles Gute in dieser schweren Zeit. Zahngeschichten sind mit das fieseste.

Herzlich, inandout
[spoil]Ausgangsmedikation Amisulprid (vor ADFD):

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, aktuelle "Symptome" liegen nicht an Reduktion allein)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)

2018
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, Nervenbrennen, Schlafstörungen
17., 18. Januar: 1 mg Tavor zum Schlafen
19.,20. Januar: 0,5 mg Tavor zum Schlafen
21-25. Januar: 20mg Diazepam zum Schlafen
26.-28. Januar: 10mg Diazepam zum Schlafen
29. Januar - 1. Februar: 5mg Diazepam zum Schlafen
2. - 4. Februar: 2,5mg Diazepam zum Schlafen
9. Februar: erneut 10mg Diazepam
10. Februar: 10mg Diazepam
11.-13. Februar: 10mg Diazepam
14.-18. Februar: 5mg Diazepam
19.-21. Februar: 2,5mg Diazepam
22. u. 23. Februar: mit CBD-Öl probiert, für Schlaf nichts gebracht
24. Februar bis laufend: 10mg Diazepam
9. - 20. März: 7,5 mg Diazepam
21. März bis 2. April: 5mg Diazepam
3. April - laufend: 4mg Diazepam (Tropfen)

6.6. 2018: Amisulprid: Wasserlösemethode (weiter 61,5 mg)

Beginn Reduktion Diazepam (Ausgangsdosis 4mg):
13.6.2018: 3,5 mg
04.7.2018: 3 mg
26.7.2018: 2,5 mg
14.8.2018: 2mg
15.9.2018: 1,6mg
2.10.2018: 1,2mg
ca. 1.11.2018: 0,8mg
30.11.2018: 0,4mg
23.12.2018: 0 mg

8.9.2019: 54mg Amisulprid
31.12.2019: 48mg Amisulprid
5.5. 2020: 42mg Amisulprid
[/spoil]
Muryell
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Muryell »

Liebe Jamie,

ich habe gerade Deinen Text bei Stubi gelesen. Es tut mir sehr leid, dass es Dich wieder erwischt hat, und ich wollte ein paar mitfühlende Worte dalassen.

Ich hoffe, Du wirst diese schwierige Zeit bald hinter Dir lassen.

Ich wünsche Dir gute Besserung und drücke Dich ganz liebevoll. :hug:

Muryell
[spoil]Diagnose
Angststörung - Februar 2015 mit Klinikaufenthalt
Medikation
Paroxetin 20 mg und für kurze Zeit 12 mg Olanzapin
Lorazepam und Promethazin als Bedarfsmedikation
Ausschleichen und Absetzen - Februar bis März 2016 - Plan der Ärztin: 20 mg - 10 mg - 0. Absetzsymptome: brain zaps, Erbrechen, Durchfall, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit
Neue Krise im Juli (vermutlich Absetzsyndrom) mit Klinikaufenthalt von Juli bis September 2016 Wiedereindosierung von 10 mg Paroxetin mit (vermutlich) paradoxer Reaktion: Stundenlange Muskelzuckungen, Ohnmacht, Panik, Angst, Erschöpfung, extreme Unruhe
Medikation
Paroxetin 40 mg
Pregabalin 75 - 0 - 125 mg
Lorazepam und Promethazin als Bedarfsmedikation
Ab März 2017 - Muskelschmerzen und Lähmungserscheinungen
Ausschleichsbeginn: 25. April 2017

Verhaltenstherapie mit Erfolg abgeschlossen :D
9. Mai 2017

Zwei Wochen nach Reduzierung der Pregabalin-Dosis kann ich viel besser fokussieren und lesen

Mitte Juni 2017: zweitägiger KH-Aufenthalt wegen Schmerzen im Bein und im Rücken sowie Lähmungserscheinungen

01.7.2017
Wegen der starken Nebenwirkungen wird Pregabalin ab jetzt in zwei Schritten um 25 mg pro Woche reduziert.

10.7.2017
Die Schmerzen werden schwächer.

30.9.2017 - Pregabalin abgesetzt!

Keine Absetzsymptome von Pregabalin, allerdings wirkt das Paroxetin stärker und ich bin schwächer.

[highlight=yellow]Paroxetin[/highlight]: Die Reduzierung von 40 mg auf 25 mg wurde schrittweise abwechselnd mit dem Ausschleichen von Pregabalin gemacht.


Ich stelle fest, dass ich Paroxetin gar nicht vertrage, und beschließe, es zügig auszuschleichen.
09.10. - 22,5 mg
21.10. - 20 mg
28.10.- 17,5 mg
05.11. - 15 mg
11.11. - 12,5 mg
25.11. - 10 mg - Längere Pause - stärkere Müdigkeit
19.12. - 9 mg - mit der neuen Reduzierung wurde die Müdigkeit schwächer
26.12. - 8 mg
02.01. - 7 mg - die Schwäche dauert jetzt nur ca. 6 Stunden an. Keine Absetzerscheinungen bis jetzt.
09.01. - 6 mg
16.01. - 5 mg (furchtbare Symptome wie beim Einschleichen. Ich beschließe, noch zügiger auszuschleichen).
23.01. - 3 mg (es geht mir besser)
27.01. - 2 mg
29.01. - 1 mg
01.02. - 0,5 mg
03.02.2018 - 0! :party2:

Nach dem Absetzen: Gelegentlich ganz schwache brain zaps, Tremor am 5. Tag nach 0. Nachmittags Verzweiflungswellen, die immer schwächer wurden und nach zwei Wochen ganz verschwanden.

Welle: Ende April 2018 - Starke Lichtempfindlichkeit, Weinkrämpfe, starke Angst vor dem Alleinsein.
Ich nehme Promethazin, weil es früher geholfen hat. Es wirkt paradox.
Ich nehme Neurexan. Es hilft. Nach zwei Wochen wirkt es paradox.
Ab dem 09.5.2018 nehme ich nichts mehr. Die Beschwerden sind schwächer.
Ende Mai 2018 - psychisch stabil, körperlich sehr geschwächt

Welle: Mitte Juli bis Mitte August 2018. Hitzeempfindlichkeit, Schwäche
Nachhher fast vier Wochen beschwerdenfrei

Welle: Anfang September 2018, getriggert durch zu viele Verpflichtungen. Zitternanfälle, extreme Akathisie und Hoffnungslosigkeit.

Erneuter Klinikaufenthalt
Seit September 2018: 2,5 mg Olanzapin
Seit Dezember 2018: 100 mg Amitriptylin
[/spoil]
gioia
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von gioia »

Liebe Jamie

auch von mir liebe Grüße und Wünsche dass es dir ganz bald wieder besser geht!!!

:hug:
Gioia
Schlafstörung/Burnout Sommer 2016
2 Monate Einnahme Escitalopram und MIrtazapin: bettlägrig, stromempfindungen, zittern, extreme Schwäche, Hitze im Körper, Ängste wie nie zuvor im Leben
Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
12/2016: Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, (08.03.2017)massive Symptome über Monate, stromartige Spannung jeden Tag, Ängste, die ich vorher nie hatte, zittern wie bei Parkinson
04/2017: Deanxit aus Verzweiflung, Spannung hört langsam auf, kann Benzo absetzen, jedoch fühle ich mich nicht wie früher oder gesund, viel viel ängstlicher als ich je war
10/2017: Absetzen deanxit über einige Wochen, danach bricht Stromspannung mit aller Gewalt wieder los, wie im März zuvor
Muss wieder praxiten nehmen, da unaushaltbare Zustände
Benzo (praxiten/Halcion) konnte ich problemlos reduzieren, auch nach langer Einnahmedauer kaum Toleranz, Benzo für mich Lebensretter
2018: war in meinem ganzen Leben noch nie so krank wie durch dieses Dreckszeug, SSRI, SNRI, Pregabalin,
03/2018: starkes Vergiftungsgefühl, Blasenprobleme
ab 06/2018: massiver Haarausfall, netzartige Flecken auf Armen und Bauch
10/2018: Atemprobleme kommen verstärkt dazu
03/2019: je mehr Folterspannung zurückgeht, desto weniger Praxiten brauch ich, Atmungsprobleme bessern sich langsam, Haare wieder normal, totale Erschöpfung
04/2019: an guten Tagen kurz spazieren gehen, total erschöpft, Spannung ab Mitte April langsam besser, Nervenschmerzen, Nervenbrennen, immer wieder starkes Ziehen in den Armen , bei Zyklus wie in andere Galaxie geschossen, Schlaf immer noch gestört, werde immer noch nicht normal müde wie früher vor diesem Tablettenalptraum
Beine zittern vor Erschöpfung, kein Einkaufen , kein Autofahren möglich
07/2019: kurze Autofahrt möglich, hin und wieder einkaufen , Spannung im Körper immer noch
08/2019: Mitte August Verletzung am Finger, zuerst Verdacht auf Nagelbettentzündung, Behandlung mit Jodsalbe, Zugsalbe, Ende August Hautarzt-> starke Kortisonsalbe
09/2019: ab 2.09. wie wenn Bombe im Körper einschlägt, alle Symptome wieder da, inneres Zittern, kann kaum sprechen, starke Brustenge mit Atemnot, schrecklicher Druck im Körper , Schlaf wieder stark gestört
Mitte September: Neurologin: Verdacht auf Morbus Sudeck
10/2019: Ende Oktober leichte Besserung der Symptome
11/2019: ab 30.10. schwere Magen Darm Grippe mit Fieber, über drei Wochen nur im Bett, massive Erschöpfung, Zittern beim Stehen, kann nur ca. 15-20 Minuten stehen, Übungen zuhause um Beweglichkeit des Fingers zu verbessern, auch Ringfinger und kleiner Finger betroffen
01/2020: teilweise noch starker Kopfdruck, bremseliges Gefühl Kopfmitte, enorme Schwäche, kann nur kurze Strecke gehen, kein Autofahren oder Einkaufen möglich, Bandagen an Fingern helfen gegen Schmerzen
05. 2020 -07. 2020: das Lähmumgs - Spannungsgefühl im Körper kehrt immer wieder, von Kopfmitte ausgehend ein pulsierender ziehender Schmerz in den Körper ausstrahlend, besonders die Beine betroffen. Dort immer wieder auftauchendes Nervenbrennen. Extreme Schwäche
Traurige
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Traurige »

Liebe Jamie,

ich wünsche Dir von Herzen eine gute Besserung und viel Kraft. Es ist der Hammer, was Du alles aushalten musst!

Liebe Grüße
von Maria
1999 Burnout mit Diagnose V.a. paranoide Psychose, vorübergehende psychotische Störung (Medikament: Perazin, 60 mg; 2003 langsam ausgeschlichen ohne Probleme)
2011 schwere Depression mit psychotischen Symptomen (Medikament: Duloxetin 60 mg)
2015 schwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Duloxetin (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)
2016 mittelschwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Risperidon (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg), Angststörung
April 2019 1 Woche Klinik, Diagnose schwere Depression mit psychotischen Symptomen
November 2019 eine Woche Klinik wegen Depression und Panik, Ängsten. Steht auch wieder psychotische Symptome drin :cry:

18.02.2017
Täglich
60mg Duloxetin
2mg Risperidon
Außerdem noch Cortison wegen Asthma und Blutdrucksenker wegen zu hohem Blutdruck - Update: Cortison abgesetzt wegen depressionsfördernder Wirkung. Blutdrucksenker reduziert auf 12,5 mg Hygroton täglich.
November 2019 Hygroton wird durch Ramipril ersetzt. Dieses entwässert nicht. Gewichtszunahme.

Ab Ende März zusätzlich Eferox 25 Mikrogramm
ab 23.07.2018 Erhöhung auf 37,5 Mikrogramm Eferox und Einnahme von Eisentabletten
ab 30.07.2018 Erhöhung auf 50 Mikrogramm Eferox
ab 06.08.2018 Reduzierung auf 37,5 Mikrogramm Eferox
inzwischen wieder erhöht auf 50 Mikrogramm (genauen Zeitpunkt muss ich recherchieren)
ab 03.04.2019 25 Mikrogramm Eferox
29.01.2020 derzeit 50 Mikrogramm Eferox

Ab 17.08.2018 Duphaston 10 mg morgens und abends für 14 Tage - massive gynäkologische Blutungen
Januar 2020 Ausschabung

18.05.2017 Reduzierung des Risperidon von 2 mg auf 1,5 mg
im August 2017 Absetzen des Cortisonpulvers, starke Verbesserung der Depression
21.09.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,5 mg auf 1,25 mg
25.10.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,25 mg auf 1,125 mg
05.11.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,125 mg auf 1,0 mg
05.03.2018 Reduzierung des Risperidon von 1,0 mg auf 0,875 mg
09.04.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,875 mg auf 0,75 mg
21.05.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,75 mg auf 0,625 mg
17.07.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,625 mg auf 0,5 mg
22.08.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,5 auf 0,375 mg
01.10.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,375 auf 0,25 mg
ab Anfang April 2019 Erhöhung Risperidon von 0,25 auf 0,5 mg

Bei Bedarf Neurexan
Nillo
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Nillo »

Hallo Jamie.

Ich kann grad nicht so viel schreiben aber:
Hatte nach einer Zahnbehandlung auch wochenlang massivst Nervenschmerzen. Nichts half und niemand konnte mir helfen.
Die Lösung war bei mir Wobenzym in der Maximaldosis. Nach etwa 1 Woche besserte es sich deutlich.
Vielleicht hilft es dir auch.

Lg
[spoil]Therapien:[/b]
Tagesklinik 12/2013-02/2014
1 Jahr Psychoanalytische Therapie bis 09/2014
Psychiatrie (wg Absetzerscheinungen) 09/2014-01/2015
Psychosomatische Klinik 6 Wochen 06/07 2017
Verhaltenstherapie seit 02/2015

Medikation:
einige Male Sertralin versucht, jedoch nie vertragen
ab 05/2013 Mianserin 30mg
ab 10/2013 Mianserin 60mg
ab 01/2014 Mianserin 30mg (in der Tagesklinik plötzlich reduziert, mit Absetzerscheinungen Panik, Übelkeit, Schwindel, etc., ca 4 Wochen)

Absetzversuch:
Juni 2014: plötzlich abgesetzt, heftige Absetzerscheinungen nach ca 2 Wochen (Panik ohne Ende, Übelkeit, Schwindel, Augendruck, Unruhe, etc.)
erneut 30mg Mianserin mit wenig Besserung
seit 18.08.2014 15mg Mianserin
seit 27.08.2014 10mg Mianserin
seit 05.09.2014 5mg Mianserin
seit 15.09.2014 0mg
seit 23.09.2014 5mg Mianserin
seit 25.09.2014 0mg Mianserin (paradoxe Wirkung!!!)

seit 25.09.2014 Opipramol 50mg
seit 29.09.2014 Opipramol wieder weg

16.10.2014 22. Tag ohne Mianserin, gerade so aushaltbar mehr nicht
20.10.2014 26. Tag ohne Mianserin, tatsächlich Besserung der Unruhe. Schlaf unruhig, Ängste leicht besser aber immer noch einschränkend
04.11.2014 41. Tag ohne Mianserin, körperlich etwas leistungsfähiger, Derealisation und Sehstörungen besser. Unruhe teils besser, teils aber auch nicht
30.11.2014 deutliche Besserung der Symptome
Mitte Dezember: alles wieder von vorne
01.02.2015: Schlechte Tage werden eher seltener, Arbeit wieder aufgenommen.[/spoil]
18.07.2015: Abschluss, Ende, Aus, Vorbei! Geschafft!
10.01.2017: Einnahme von einer Tablette Levofloxacin, alles wieder von vorne!
21.03.2017: nach mehreren Zahnbehandlungen weitere Verschlechterung aller Symptome
31.05.2017: Zustand weiterhin sehr schlecht, Augenprobleme massiv, körperliche Leistungsfähigkeit fast bei 0
07.08.2017: zwischenzeitlich mal etwas besser in der Psychosom. Klinik, danach nach Sonnenbad so schlecht wie am Anfang...
22.08.2017: Augen wieder deutlich schlechter. Unruhe besser. Aber bei kleinster körperlicher Anstrengung massiv Druck in Brust
17.10.2017: leichte Besserung, körperlich etwas besser aber bei kleinster Anstrengung massiv Druck in Brust, Hochstimmung bei kleinster Anstrengung und Freude
14.11.2017: massive Verschlechterung, Depersonalisation, Derealisation so schlimm wie nie, körperlich zu nichts fähig.
08.01.2018: minimale Verbesserung, Depersonalisation und Derealisation besser. Körperlich etwas leistungsfähiger, massives Körpertemperaturproblem
13.01.2018: Derealisation und Depersonalisation wieder voll da.
02.02.2018: komplett bettlägrig, Körpertemperaturproblem, Herz bei kleinster Anstrengung, Kopf mal leer mal angespannt, grausam
29.04.2018: Depersonalisation löst sich langsam auf. Körperlich geht nix, bettlägrig. Kopf schwillt bei kleinster Anstrengung an, Augenproblem massiv und schwankend, kein Schlaf
15.06.2018: Körperlich leichte Besserung. Hülle über ganzem Körper und Augen. Keine Gefühle. Wahrnehmungsstörungen, komischer Kopf, kein Schlaf
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