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Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
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Die Teams des ADFD




Jamies "all in a tumble" Thread

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
weg

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von weg »

:hug:

hi jamie
Jamie hat geschrieben:
03.09.2018 10:39
Hallo weg, :)

ich möchte dich um Entschuldigung bitten dich getriggert zu haben.
Es tut mir leid und ich fühle mich unwohl.

Ich versuche mich damit zu arrangieren, denn das ist mein Leben und meine Realität und wie ich bereits schrieb, habe ich auch einen großen Reifungsprozess durchgemacht.

Danke für den Austausch
Jamie
danke für deine rückmeldung. ich reiche dir die hand. rauchen wir eine symbolische friedenspfeife und setzen uns ans lagerfeuer und nehmen an einander teil.

danke dir, dass du dieses forum zusammen mit dem team begleitest und dies über einen so langen zeitraum. ich habe das erstemal ein wenig meine geschichte aufrollen dürfen - und das tut mir gut. oft ist in mir ein grosses chaos und auch ein gedankenkreisen. mit dem aufschreiben wird das besser.

ich habe hier noch einen vorschlag: ich finde es ein wenig unglücklich, dass dieses thema nun bei dir untergebracht ist. könntet ihr nicht das von dir abtrennen und einen eigenen thread darüber eröffnen.

ich denke es bleib da sonst einfach an dir etwas hängen, das da nicht hängen sollte und dir das unwohlsein immer wieder in erinnerungen aufblubbert. das sollte nicht sein. auch du brauchst abstand.

ich würde lieber wieder dich in deinen schmerzvollen realitäten begleiten. dazu wünsche ich dir viel :fly:

d'accord? o.k.?

sei umarmt
weg

Rosenrot
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Rosenrot »

Ihr Lieben,

ich kann gerade nicht so gut schreiben, deshalb nur ganz kurz:

Den betreffenden Artikel habe ich nicht gesehen. Er hätte mir in meinem gegenwärtigen AD-Entzug auch nicht gut getan. Und dass, obwohl ich als ehrenamtliche Sterbebegleiterin geschult und mit dem Thema "Tod" entsprechend vertraut bin.

Liebe Weg, du hast sehr schön geschrieben und ich möchte deinen Vorschlag, diesen Strang von Jamies Thread abzukoppeln, unbedingt unterstützen. Es tut mir weh, diesen Austausch hier zu lesen. Es gehört für mein Empfinden nicht hierher.

Liebe Jamie, danke für deine Sicht der Dinge. Es ist wunderbar, dich hier im Forum zu haben. Danke, dass du so unermüdlich dein Wissen und deine Erfahrungen mit uns teilst.

Liebe Grüße :group:
Rosenrot
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Jamie
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie »

Hallo,

danke für´s Feedback und die Friedenspfeife, weg :hug: , die ich mit Dank annehme :)

U.a. Katharina, weg und Rosenrot haben nun um einen eigenen Platz für das Thema gebeten.
Ich kann momentan nur diesen hier, in meinem Thread, anbieten.

Es war sehr schmerzhaft in den letzten Tagen, mich mit euren Reaktionen auseinanderzusetzen und denen von Menschen, die mir sehr am Herzen liegen und wo es normalerweise harmonischer läuft. Sehr kräftezehrend für mich und andere :oops:.

Das Team hat entschieden den Erfahrungsbericht nicht öffentlich stehen lassen zu wollen und hat auch alles weitere zu entscheiden und nicht ich.
Ich respektiere das.
Ich möchte vorerst anbieten weiter meinen Thread zur Verfügung zu stellen.

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Kaenguru »

Jamie hat geschrieben:
03.09.2018 10:39
Hallo weg, :)

Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass der englische Sprachgebrauch das Wort damage für allgemeiner nutzt als die deutsche Übersetzung "Schaden".
Denn Schaden klingt bei uns im Deutschen immer irreversibel (was aber nicht der englischen Intention entspricht) und wir haben, als ich früher noch im Team war, hitzige Diskussionen geführt, ob man diesen Begriff benutzen soll.
Wir haben uns geeinigt, es entweder als temporärer Schaden zu bezeichnen oder, der gängigere Gebrauch hier, ist schwere ZNS Irritation oder Reizung.

Wortwahl --> Auch aus Angst, mit dem Wort Betroffene zu triggern :(.
Es ist eine anhaltende Gratwanderung.

gehen wir davon aus, dass die Schäden vorübergehend sind und reversibel.


In allen Fällen jedoch kann das Gehirn aufgrund seiner Neuroplastizität Defizite ausgleichen und sich remodellieren, wenn nicht komplett, dann aber zumindest in Teilen.


Danke für den Austausch
Jamie
Liebe Jamie

Vielen Dank für die Erläuterung des Begriffs.
Für mich war tatsächlich ein essentieller Punkt bei der Aussage des Textes, dass es immer um Schäden /damage (irreversibel) ging.

Ich für mich gebe die Hoffnung nicht auf, dass die Benzos hoffentlich nicht soviel Spuren oder bestenfalls keine hinterlassen haben.
Mir machen meine Ängste und Depressionen schon genug zu schaffen, da beide Eltern betroffen waren, könnte es bei mir ja auch teils vererbt sein.
Die vorübergehende Schädigung durch PP und die traumatische Erfahrung des Entzugs und seiner Symptome muss erstmal verarbeitet werden.

Ich stimme dir zu, dass Foris, die schon länger hier im Forum sind und diejenigen, die schon vor einiger Zeit abgesetzt haben, bzw viel Erfahrungen mit den PP gesammelt haben, mit so Texten besser zurecht kommen könnten.

Bei ihnen haben sich Symptome gebessert und man lässt sich nicht so rasch das Vertrauen in die eigene Heilung nehmen, oder hat sich mit Schädigungen evtl arrangiert.
Den Weg muss ich erst noch gehen.
Für mich fühlt sich alles jeden Morgen noch wie ein Schock an.

Das ist ähnlich wie eine schlimme Diagnose, die zunächst einem zu schwer erscheint, um damit fertig zu werden und nach und nach lernt man damit zu leben.

Ich denke immer noch, dass der Text mit ausreichender Triggerwarnung auf S. zugänglich gemacht werden sollte/könnte.
Vllt nur als Hinweis auf die Seite der Zeitung. Dann kann jeder selber entscheiden.
Sowohl Weg als auch ich haben uns damit auseinandergesetzt und irgendwie verarbeitet.

Die Diskussion von uns könnte man daran anhängen.


(Ich muss übrigens erwähnen, das ich den Link einer Freundin geschickt habe und sie fand es auch sehr schlimm, sah aber erstmals den Zusammenhang von dem Zustand ihrer Mutter und deren Polymedikation. Die Ärzte haben ja auch immer gesagt, dass die Ursprungserkrankung wieder aufflammt.)

Liebe Jamie, was für eine aufwühlende Erfahrung für alle, die sich hier austauschen. Aber wir reifen auch daran, es braucht nur Zeit und die Möglichkeit die Erfahrung richtig einzuordnen.

Lieben Gruß
Sarah

Guglhupf
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Guglhupf »

Hallo ihr Lieben :)

ich bin ja eine, die mit extrem ungeschickten Worten an das Thema herangeht - nicht absichtlich, ich Versuche es nur im Alltag so weit wie möglich von mir wegzuschieben. Wahrscheinlich liegt aber in diesem unreifen Umgang mit dem Thema sogar mit ein Grund für meine Angstproblematik.

Euer Austausch an Erfahrungen hilft mir sehr, mich dem zu nähern, einfach etwas die Angst davor zu verlieren.

Ich möchte mich ausdrücklich bei allen entschuldigen, allen voran bei dir Känguru :) , sollten meine Worte verletzend gewesen sein!! Das war nicht meine Absicht, ich habe nur sehr großen Respekt vor dem Thema und freue mich, mit eurer Erfahrung und Hilfe eine gewisse Annäherung zu schaffen.

Ich möchte mir nicht anmaßen solch schwerwiegende Entscheidungen zu be- oder verurteilen. Tut mir sehr leid, sollte das so rübergekommen sein.

Viele Grüße
Anna
Meine Signatur
[spoil] 2007 - erstmalig nach zahlreichen Panikattacken Citalopram genommen. Eingeschlichen in 5mg Schritten bis 10mg. Nach etwa 4 Monaten relativ rasch abgesetzt ohne NW
2011 - nach vermehrten Angstphasen wieder eingeschlichen, diesmal aber Escitalopram in 5mg Schritten bis 20mg
Okt. 2013 - von heute auf morgen aufgehört - Symptome: anhaltende Panikattacken, ÜW in KH, nach Anraten der Ärzte Escitalopram wieder eingeschlichen auf 15mg
2016 - Zustand stabil, 2. Absetzversuch wieder viel zu schnell - Folge: erneut heftige Entzugserscheinungen, wieder eingeschlichen auf 15mg
April 2017 - Reduktion auf 10mg
Mai 2017 - Reduktion auf 5mg
Juli 2017 - Reduktionsversuch auf 2,5mg - Absetzerscheinungen: Zwangsgedanken, starke innere Unruhe, andauernde Anspannung, dauerhaft erhöhter Puls, Zittern, keine Möglichkeit zur Ruhe zu kommen Verdauungsprobleme, sehr belastendes Gedankenkreisen, innere Unruhe
nach Anmeldung im Forum Dosiserhöhung auf 5mg - zwei Tage darauf NW weg
August 2017: 5mg nach 3 Wochen NW wie Ein- und Durchschlafstörungen, sehr lebhafte Träume, vermehrte Zuckungen vor dem Einschlafen, Gedankenkreisen, verspannter Nacken, Unruhe, Nervosität, ab und an leichte Panikattacken
26.8.17 - Reduktion auf 4,5mg klare Gedanken erst gegen Nachmittag möglich, vormittags spürbare Ausschüttung von Cortisol - Neigung zu Panikattacken
27.9.17 - Reduktion auf 4,1mg
6.11.17 - Reduktion auf 3,6mg schon ab Tag 2 nach Reduktion sehr starke Symptome, Herzrasen, Angstphasen, daher wieder Dosiserhöhung
9.11.17 - hoch auf 4,1mgStabilisierung der Symptome
18.11.17 - Reduktion auf 3,8mg ab Woche 3 lebhafte Träume, Zuckungen vor Einschlafen nur noch selten und leichter, noch immer starke innere Unruhe, Gefühl von "Nebel" aus belastenden Gedanken, gegen Abend klarere Gedanken möglich, ab Woche 4 zunehmend körperliche Symptome wie Verdauungsprobleme (starke Blähungen, weicher Stuhl, viel Luft in Magen-Darmbereich), auf sämtliche Symptome folgt immer sehr ängstliche Reaktion mit Neigung zu Panikattacken - irrationale Beurteilung von Symptomen
1.12.17 - Reduktion auf 3,6mg starke Muskelverspannungen im Schulter-/Nackenbereich, verkrampfte Kiefermuskulatur, dauerhafte Anspannung und innere Unruhe, erst gegen Woche 5 Besserung der NW
28.1.18 - Reduktion auf 3,3mg Bis Woche 2 keine NW, ab Woche 3 überwiegend Verdauungsbeschwerden mit vermehrt Blähungen und Aufstoßen (Verdauungstrakt reagiert empfindlicher auf zB Kohlensäure und Laktose), phasenweise innere Unruhe, einzelne leichte PAs, Menstruation verschlimmert Symptome, phasenweise aggressiver auf Mitmenschen, ab Woche 5 Stabilisierung
9.3.18 - Reduktion auf 3mg ab Woche 3 Verdauungstrakt reagiert empfindlicher auf zB Kohlensäure und Laktose, einzelne leichte PA lassen sich mit Meditation und achtsamen Atmen gut in Griff bekommen, Menstruation verschlimmert Symptome, phasenweise aggressiver auf Mitmenschen, ab Woche 5 Stabilisierung und kaum noch NW
19.5.18 - Reduktion auf 2,7mg
8.8.18 - Reduktion auf 2,5mg
4.10.18 - Wieder hoch auf 2,7mg
Absetzpause
14.11.19 - Reduktion auf 2,5mg
21.11.19 - nach Angstnebel wieder rauf auf 2,7mg :cry:
[/spoil]
- bei Bedarf Magnesium
- Passionsblumentee zur Milderung entzugsbedingter NW
- Mönchspfeffer
- reines Lavendelöl

"Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher."

Marko92

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Marko92 »

Hallo liebe Alle :)

bei Beiträgen aus der Zeitung ist eine gesunde Skepsis bestimmt nie verkehrt, selbst wenn es sich um seriösere Formate handelt.

Bei fast jede Zeitung/Zeitschrift gibt es eine bestimmte gesellschaftliche und politische Grundhaltung, dann beraucht man täglich Quote usw. Dementsprechend wird auch geschrieben und der Sachverhalt dargestellt, von aus einer bestimmte Perspektive über unter- oder übertreiben bis sinnentstellend gekürzt oder aufgefüllt ist alles normale redaktionelle Arbeit.

Ich war selber mal im Fokus der Presse, habe bei der Arbeit leider mit der Presse zu tun (Berichterstattung über Lokalpolitik und lokale Ereignisse). Meine persönlichen Erfahrungen hatten mit dem Geschriebenen wenig zu tun, und bei der Arbeit begegnen mir ebenfalls oft recht sinnentstellte Berichte.

Bitte nehmt nicht alles für bare Münze, so wie es zu lesen ist. Was Betroffene triggert, ist vermutlich das Mass an Aufregung, das der Leser braucht, um sich die Zeitung überhaupt zu kaufen. Qualitätsjournalismus nimmt im Internetzeitalter tendenziell ab, viele Zeitungen, bis auf die ganz grossen kämpfen mit Leserschwund und passen sich an (weniger neutral, anspruchsvoll) was man im Durchschnitt lesen will. - An das Verkaufen wird bereits beim Schreiben gedacht, ( anders als hier im Forum :wink: ).

LG Markus

Murmeline
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Murmeline »

Hallo markus,

Du hast glaube ich den Originalbericht nicht gelesen, den Erfahrungsbericht einer Betroffener. Deine Ausführungen zur medialem Aufbereitung treffen auf den Fall nicht zu.

Murmeline mit Grüssen
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Marko92

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Marko92 »

Hallo Murmeline :)
Murmeline hat geschrieben:
04.09.2018 10:36
Hallo markus,

Du hast glaube ich den Originalbericht nicht gelesen, den Erfahrungsbericht einer Betroffener. Deine Ausführungen zur medialem Aufbereitung treffen auf den Fall nicht zu.

Murmeline mit Grüssen
ja, das stimmt, der Text war bereits raus. - Nachdem aber auch das Thema Medien angesprochen und auch angeregt wurde, solche Beiträge im Medienthread zu posten, wollte ich meine Erfahrungen mit einbringen.

Ob und wie ein Zeitungsartikel aufbereitet worden ist, wissen meiner persönlichen Meinung nach nur die Reakteure oder Leute, die persönlich Kontakt hatten. Das ist aber nur meine individuelle Meinung, beruhend auf meinen Erfahrungen, dazu gibt es natürlich verschiedene Sichtweisen.

LG Markus :)

Murmeline
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Murmeline »

Hallo markus,

Der Text war rein von der Betroffenen formuliert, da war kein Redakteur beteiligt.

Deine Ausführungen sind grundsätzlich interessant, nur für dieses Beispiel eben nicht passend.

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Arianrhod
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Arianrhod »

Murmeline hat geschrieben:
04.09.2018 11:13
Hallo markus,

Der Text war rein von der Betroffenen formuliert, da war kein Redakteur beteiligt.

Deine Ausführungen sind grundsätzlich interessant, nur für dieses Beispiel eben nicht passend.

Grüße, Murmeline
ich habe von all dem nix mitbekommen :roll:

und bin ziemlich erschrocken.

Ich weiss also nur, dass es wohl um den Suizid einer Betroffenen geht.

Solche Berichte machen traurig und triggern,

doch bei mir rufen sie einen unheimlichen Zorn wach: Zorn auf das System, auf inkompetente Ärzte, auf eine gedankenlose Umwelt ,
die dazu führen, dass sich ein Mensch so verloren und einsam fühlt,
dass der Tod ihm besser erscheint als zu leben.

Ich kann es verstehen, denn ich war vor Schmerzen auch so weit, und ich dachte, keine Woche mehr, kein Tag mehr , keine Stunde mehr halte ich DAS aus.....

Zorn gibt mir Energie zum Kämpfen. Mit dem Kopf durch die Wand, meinte meine Psychologin . Zorn ist eine meiner Ressourcen. .

Dieses Lied https://www.youtube.com/watch?v=0xgQ3qPKF58 habe ich in der Psychiatrie ständig gehört, und ich bin schier geplatzt vor Zorn .....

Traurigkeit, Zorn, Liebe, Solidarität .....
hey, wir sind noch da,

und es geht weiter, auch im Namen derer, die auf der Strecke geblieben sind , die es aus der Kurve getragen hat , die es nicht schaffen konnten....

:group:

liebe Grüße Arian
[spoil]2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .

Blumenwiese
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Blumenwiese »

Hallo,

Es ging nicht vordergründig um den S*izid, sondern mehr um die Symptome und das Verhalten der Ärzte zu dem Thema. Und der Arzt, der dazu in dem Artikel was geschrieben hatte, wirkte auf mich eher wertschätzend und bewundernd, wie die Betroffene es schaffte, so sachlich ihre Situation zu beschreiben, ohne Aggressionen o. ä. gegen die Ärzte, die das wahrscheinlich verschuldet hatten. Sie blieb in ihrer Beschreibung völlig bei sich selbst.

Was mich persönlich an diesem Artikel erschrocken hatte war, dass ich fast alle Symptome davon bei mir selbst kenne...allerdings denke ich, dass es bei mir alles von der Grunderkrankung kommt, da das meiste schon lange vor den Medikamenten vorhanden war.

Und ja, ich kann verstehen, dass es so geendet hat, denn ich halte die Symptomatik auch oft nicht aus.

Ich sehe darin aber nichts märtyrerhaftes. Es ist eine Entscheidung die jeder für sich selbst treffen muss und ohne die Unterstützung, die ich durch meinen Mann, seine Familie, meine Freunde und mein wirklich gutes Hilfesystem erfahre, hätte ich auch nicht die Kraft jeden Tag zu kämpfen.

Um das alles durchzustehen braucht es Hoffnung und wenn man sich diese selbst nicht geben kann, kann es helfen diese von Außenstehenden zu bekommen. Zum Beispiel hier im Forum, wenn es kein Hilfesystem gibt.

Liebe Grüße
Blumenwiese
Liebe Grüße
B L U M E N W I E S E


Bitte keine religiösen Worte in meinem Thread.

Diagnosen u. vorherige Medikation:
► Text zeigen
Aktuelle Absetzverläufe:
► Text zeigen
Aktuell:
Quetiapin 0-0-0-19 mg
Promethazin 25-0-25-10 (60 mg)
Bedarf: 2x10 mg Promethazin
*********************************
Sonstige Medikamente:
Artelac Complete, Chelidonium Rh D4, Movicol, Magnesiumglycinat
Bedarf: Salbutamol, Levociterizin, Ibulysin

Clarissa
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Clarissa »

Hallo,

ich bin genau der Meinung von Blumenwiese :) .

Es ging m.E.nicht vorrangig um den S.

Das war ja keine Tat im Affekt, sondern ein offenbar lange gereifter Entschluß, basierend auf Cassandras Verzweiflung. Ich meine, diese Entscheidung muß ich akzeptieren.

Meine Psychotherapeutin in der Reha hat mir genau diese Entscheidung vor Augen geführt und sogar nahegelegt. Auch wenn alle Mitpatienten entsetzt aufschrien, ich hab das verstanden und mich entschieden. (Auch ohne die Hilfe von Außenstehenden, auf die konnte ich leider nicht zurückgreifen.)

Mich haben v.a. die Übereinstimmung von Cassandras und meinen Symptomen und Cassandras Interpretationen betroffen gemacht ...

VG von Clarissa
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

inandout
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von inandout »

Hallo,

ich habe den ursprünglichen Text auch nicht gelesen, obwohl er mich interessieren würde (zu spät). Schön finde ich, dass ihr wieder zueinander gefunden habt in euren Beiträgen. Bedauerlich aber finde ich, dass es für Jamie offensichtlich sehr schwer war. Im englischsprachigen Forum des Icarus Project gibt es eine eigene Rubrik zum Thema S. gedanken und -gefühle, und ich finde es grundsätzlich wichtig, dass irgendwo darüber gesprochen werden kann. Ich habe auch gesehen, dass der BPE an einem Projekt dazu arbeitet für die Selbsthilfe. Denn wohin sollen Menschen, wenn sie sich niemandem anvertrauen können, oder wenn nur "Profis", die dann mit Einweisung winken?

Ich habe zwar Verständnis für die, denen das Thema zu nahe geht, aber andererseits weiß ich eben nicht, was mich erwartet, wenn ich den persönlichen Thread von jemandem lese. Es ist sicher gut, sich ausgetauscht zu haben. Als Anregung für das Team würde ich die Frage stellen, ob das Thema nicht auch im Forum einen Platz haben sollte. Ich weiß wie schwierig das ist und dass da auch rechtliche Fragen und vieles mehr dran hängen.

Viele Grüße,
inandout
[spoil]Ausgangsmedikation Amisulprid (vor ADFD):

Mit Psychiatern:

Juli 2009: 800 mg Amisulprid
Okt. 2011: 400 mg Amisulprid
März 2012: 200 mg Amisulprid
Anfang 2013: 150 mg Amisulprid
Juli 2013: 50 mg Amisulprid
August 2013: 100 mg Amisulprid
Anfang 2014: 75 mg Amisulprid
September 2015: 50 mg Amisulprid
Anfang 2016: 100 mg Amisulprid
Juli 2016: 75 mg Amisulprid

Langfristiger Absetzplan: Alle 6 Wochen 5% (mit individuell hergestellten Kapseln; den Einnahmezeitpunkt hatte ich schon schrittweise auf 10 Uhr morgens verschoben)
14. Juli 2017: Beginn mit 66,5 mg Amisulprid
25. August: 63mg
6. Oktober: 59,5mg (bis laufend auf dieser Dosis; relativ symptomfrei, aktuelle "Symptome" liegen nicht an Reduktion allein)
26. Oktober: Erhöhung auf 60,5 mg mit Wasserlösemethode wegen starker Symptome
4. November: Erhöhung auf 61,5 mg mit Wasserlösemethode (weiterhin stark gestörter Schlaf und belastende Bilder/ Zwangsgedanken)

2018
11. Januar: Weiterhin 61,5 mg mit Wasserlösemethode, weiterhin Zwangsgedanken, Nervenbrennen, Schlafstörungen
17., 18. Januar: 1 mg Tavor zum Schlafen
19.,20. Januar: 0,5 mg Tavor zum Schlafen
21-25. Januar: 20mg Diazepam zum Schlafen
26.-28. Januar: 10mg Diazepam zum Schlafen
29. Januar - 1. Februar: 5mg Diazepam zum Schlafen
2. - 4. Februar: 2,5mg Diazepam zum Schlafen
9. Februar: erneut 10mg Diazepam
10. Februar: 10mg Diazepam
11.-13. Februar: 10mg Diazepam
14.-18. Februar: 5mg Diazepam
19.-21. Februar: 2,5mg Diazepam
22. u. 23. Februar: mit CBD-Öl probiert, für Schlaf nichts gebracht
24. Februar bis laufend: 10mg Diazepam
9. - 20. März: 7,5 mg Diazepam
21. März bis 2. April: 5mg Diazepam
3. April - laufend: 4mg Diazepam (Tropfen)

6.6. 2018: Amisulprid: Wasserlösemethode (weiter 61,5 mg)

Beginn Reduktion Diazepam (Ausgangsdosis 4mg):
13.6.2018: 3,5 mg
04.7.2018: 3 mg
26.7.2018: 2,5 mg
14.8.2018: 2mg
15.9.2018: 1,6mg
2.10.2018: 1,2mg
ca. 1.11.2018: 0,8mg
30.11.2018: 0,4mg
23.12.2018: 0 mg

8.9.2019: 54mg Amisulprid
31.12.2019: 48mg Amisulprid
5.5. 2020: 42mg Amisulprid
[/spoil]

Berlin-2013
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Berlin-2013 »

Guten Morgen Clarissa,

Ich glaube das cassandra ihr Schicksal in die Hand genommen hat, weil sie echt ganz schwer betroffen war und sich, warum auch immer, alle Symptome bei ihr häuften. Ein extremer Fall ja und nein weil wir ja nicht wissen wem es noch so geht und wer ebenso, allerdings ganz alleine, im Kämmerlein vor sich hin leidet ohne zu wissen was die Ursache ist, zumal ja immer von Grunderkrankung von Seiten der Behandler gesprochen wird und dann weiter Chemie völlig wirr und unverantwortlich eingesetzt wird, was alles nur verschlimmert wie wir hier oft genug lesen.

Es wäre schön wenn das Team wenigstens den Link zum Artikel inklusive Warnhinweis hier setzen würde, da es SEHR VIELE Leben retten könnte.

Ich finde gerade cassandras Leiden und Tod gehört hier hin, weil ich niemals auf den Artikel aus dem Braunschweiger Spiegel gestossen wäre, wenn Jamie ihn nicht gepostet hätte. Nur meine Meinung!
[offtopic]Viele Grüße und 2020 wird ein schönes Jahr [/offtopic] 😍
FAZIT: Ich war viel zu schnell unterwegs und DAS hat alles verschlimmert und den Entzug dadurch unnötig verlängert!! :schnecke: besser ist ZEIT UND GEDULD beim Absetzen. Microtappering ist die beste und schonendste Variante!

Am 13. September 2019 sind es 5 Jahre nach 0 mg :party2: Die Heilung des ZNS ist leider erst zu 85 % erfolgt und da es bei mir nur langsam voran geht 🙄 kostet es mich sehr viel Kraft, Disziplin, Geduld und Willensstärke!


[spoil]Nach der OP im April 2011 bis zum Umzug und Ende der Reha im April 2013 jede Nacht zum Durchschlafen "nur" 5 mg Diazepam genommen.

KEINE Angsterkrankung!!!

April bis Dezember 2013 = HÖLLE

2013
15.04. - 31.12.2013 - Alles FALSCH gemacht aus UNKENNTNIS der Ärzte über Entzugs-Symtome

Wegen der Symptomfülle nach 4 Monaten totaler Abstinenz wieder eindosiert und genau das war der größte Fehler, den ich machen konnte aber das weiß ich erst heute.

11.11. - 20.11 je 5,0 mg - 9 Tage
20.11. - 24.11 je 4,5 mg - 4 Tage
24.11. - 27.11 je 4,0 mg - 4 Tage
27.11. - 01.12 je 2,5 mg - 5 Tage
01.12. - 04.12 je 2,0 mg - 4 Tage
04.12. - 07.12 je 1,0 mg - 4 Tage
07.12. - 19.12 je 0,5 mg - 12 tage
19.12. - 24.12 je 0,25 mg - 6 tage
24.12. - 28.12 je 2,0 mg - 5 tage

2. Versuch bin noch am Ausprobieren ...

29.12. -- 31.12. je 5 mg -3 tage
01.01. -- 02.01. je 7 mg - 2 tage
03.01. -- je 2,5 mg, je 6 mg - 1 tag
04.01. -- je 6 mg - 1 tag
05.01. -- 08.01. je 10 mg - 4 tage
09.01. -- 10.01. je 8,5 mg - 2 tage
11.01. -- 13.01. je 7,5 mg - 3 tage
14.01. -- 20.01. je 7,0 mg - 6 tage
21.01. -- 23.01. je 6,2 mg - 3 tage
24.01. -- 26.01. je 6,0 mg - 2 tage
26.01. -- 01.02. je 5,5 mg -



2014


26.01. - je 5,5 mg zur nacht - 7 tage
02.02. - je 5,0 mg zur nacht - 9 tage
10.02. - je 4,5 mg zur nacht - 9 tage
17.02. - je 4,0 mg zur nacht - 8 tage
25.02. - je 3,5 mg zur nacht - 9 tage
11.03. - je 3,0 mg zur nacht - 14 tage
23.03. - je 3,5 mg zur nacht - 28 tage
21.04. - je 3,0 mg zur nacht - 23 tage
14.05. - je 2,5 mg zur nacht - 13 tage
27.05. - je 2,0 mg zur nacht - 20 tage
16.06. - je 2,5 mg zur nacht - 20 tage
05.07. - je 3,0 mg zur nacht - 10 tage
15.07. - je 2,5 mg zur nacht - 11 tage
26.07. - je 2,0 mg zur nacht - 9 tage
03.08. - je 1,5 mg zur nacht - 8 tage
10.08. - je 1,0 mg zur nacht - 21 tage
01.09. - je 0,5 mg zur nacht - 12 tage

[/color][/b]
13.09.2014 - ENDE - der Einnahme 🚫

[highlight=yellow]Psychopharmaka heilen nicht, können sie gar nicht, sie schaden meistens mehr als sie nutzen.[/highlight]

Vertrauen sie nicht ihrem Arzt oder ihrem Apotheker, weil die nicht wissen was sie tun. Diese Medikamentengruppe und ihre Wirkweise und gerade die Nebenwirkungen wie die schlimmen und langanhaltenden Entzugssymtome werden jetzt erst erforscht.

[highlight=yellow]Deshalb der Tipp: Absetzen und zwar ganz langsam aber stetig! Es gibt keinen anderen Weg!! Keine Zeit verlieren, sondern loslegen mit dem Absetzen, sofort[/highlight]!


_____________________________________________________________________________
TIPPFEHLER SIND FÜR ALLE GEMACHT ABER WER EINEN FINDET DARF IHN BEHALTEN!
[/spoil]

Blumenwiese
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Blumenwiese »

Hallo,

Leider lässt es sich nie komplett vermeiden, getriggert zu werden.

Ich wurde hier im Forum schon 2x sehr getriggert und brauchte eine Weile bis ich mich wieder stabilisierst hatte. Und bei diesen Themen gab es keine Triggerwarnung vorher, so wie bei dem Thread, um den es hier gerade geht.

Es waren halt auch Themen mit denen andere besser umgehen können als ich. Im Gegenzug kann ich mit dem hier genannten Thema besser umgehen als andere.

Das liegt halt auch daran, dass jeder Mensch auf andere Themen sensibel reagiert und dann eigenverantwortlich mit umgehen muss.

Ich bin es wahrscheinlich einfach schon gewohnt, mit Triggern umgehen zu müssen, denn es reicht schon einen Fuß vor die Tür zu setzen, um von einen Trigger in den nächsten zu rasseln.

Mir fällt nix ein, was man hätte besser machen können, was das Thema betrifft. Evtl. den Artikel als Anstoß nehmen, um darunter Tipps zu schreiben, in welchem Bundesland es welche Hilfen gibt...? Das ganze eher als Beispiel nehmen, dass die Psychiatrie allein genommen nicht hilfreich ist...?

Liebe Grüße
Blumenwiese
Liebe Grüße
B L U M E N W I E S E


Bitte keine religiösen Worte in meinem Thread.

Diagnosen u. vorherige Medikation:
► Text zeigen
Aktuelle Absetzverläufe:
► Text zeigen
Aktuell:
Quetiapin 0-0-0-19 mg
Promethazin 25-0-25-10 (60 mg)
Bedarf: 2x10 mg Promethazin
*********************************
Sonstige Medikamente:
Artelac Complete, Chelidonium Rh D4, Movicol, Magnesiumglycinat
Bedarf: Salbutamol, Levociterizin, Ibulysin

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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von gioia »

Liebe Jamie

Habe gelesen dass es dir gar nicht gut geht? Das tut mir so leid! :hug:

Alles Gute für dich und baldige Besserung!
Gioia
Schlafstörung/Burnout Sommer 2016
2 Monate Einnahme Escitalopram und MIrtazapin: bettlägrig, stromempfindungen, zittern, extreme Schwäche, Hitze im Körper, Ängste wie nie zuvor im Leben
Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
12/2016: Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, (08.03.2017)massive Symptome über Monate, stromartige Spannung jeden Tag, Ängste, die ich vorher nie hatte, zittern wie bei Parkinson
04/2017: Deanxit aus Verzweiflung, Spannung hört langsam auf, kann Benzo absetzen, jedoch fühle ich mich nicht wie früher oder gesund, viel viel ängstlicher als ich je war
10/2017: Absetzen deanxit über einige Wochen, danach bricht Stromspannung mit aller Gewalt wieder los, wie im März zuvor
Muss wieder praxiten nehmen, da unaushaltbare Zustände
Benzo (praxiten/Halcion) konnte ich problemlos reduzieren, auch nach langer Einnahmedauer kaum Toleranz, Benzo für mich Lebensretter
2018: war in meinem ganzen Leben noch nie so krank wie durch dieses Dreckszeug, SSRI, SNRI, Pregabalin,
03/2018: starkes Vergiftungsgefühl, Blasenprobleme
ab 06/2018: massiver Haarausfall, netzartige Flecken auf Armen und Bauch
10/2018: Atemprobleme kommen verstärkt dazu
03/2019: je mehr Folterspannung zurückgeht, desto weniger Praxiten brauch ich, Atmungsprobleme bessern sich langsam, Haare wieder normal, totale Erschöpfung
04/2019: an guten Tagen kurz spazieren gehen, total erschöpft, Spannung ab Mitte April langsam besser, Nervenschmerzen, Nervenbrennen, immer wieder starkes Ziehen in den Armen , bei Zyklus wie in andere Galaxie geschossen, Schlaf immer noch gestört, werde immer noch nicht normal müde wie früher vor diesem Tablettenalptraum
Beine zittern vor Erschöpfung, kein Einkaufen , kein Autofahren möglich
07/2019: kurze Autofahrt möglich, hin und wieder einkaufen , Spannung im Körper immer noch
08/2019: Mitte August Verletzung am Finger, zuerst Verdacht auf Nagelbettentzündung, Behandlung mit Jodsalbe, Zugsalbe, Ende August Hautarzt-> starke Kortisonsalbe
09/2019: ab 2.09. wie wenn Bombe im Körper einschlägt, alle Symptome wieder da, inneres Zittern, kann kaum sprechen, starke Brustenge mit Atemnot, schrecklicher Druck im Körper , Schlaf wieder stark gestört
Mitte September: Neurologin: Verdacht auf Morbus Sudeck
10/2019: Ende Oktober leichte Besserung der Symptome
11/2019: ab 30.10. schwere Magen Darm Grippe mit Fieber, über drei Wochen nur im Bett, massive Erschöpfung, Zittern beim Stehen, kann nur ca. 15-20 Minuten stehen, Übungen zuhause um Beweglichkeit des Fingers zu verbessern, auch Ringfinger und kleiner Finger betroffen
01/2020: teilweise noch starker Kopfdruck, bremseliges Gefühl Kopfmitte, enorme Schwäche, kann nur kurze Strecke gehen, kein Autofahren oder Einkaufen möglich, Bandagen an Fingern helfen gegen Schmerzen

reddie
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von reddie »

Wünsche Dir ebenfalls viel Kraft für alles, was Du bewältigen musst, Jamie!

:fly:

reddie
[spoil]Geboren 1968, alleinstehend, seit 2015 berentet.

Symptome

- Depressionen (schon als Kind),

- selbstverletztends Verhalten (Rauchen, früher Alkoholabhängigkeit in der jungen Erwachsenzeit, jetzt trocken, schädigende Liebesbeziehungen, Sucht allgemein),

- Ängste, generalisiert und Sozialphobie, seit Absetzen von Ecitalopram Panik bei Früherwachen, sozialer Rückzug,

- quälende Schmerzen in der Brustwirbelsäule ohne Befund, Gelenkschmerzen, Lymphödem linkes Bein.

Lebensereignisse/Medikamente

1999: Suizid des Vaters, der lange depressiv war und valiumabhängig, drei Tage nach der Ersteinnahme von Trevilor/nach seinem ersten Besuch bei einem Neurologen.

2005: fortgeschrittener Gebärmutterhalskrebs, Chemotherapie mit Cisplatin und Bestrahlungen. Aufgrund der Belastung das erste Mal LORAZEPAM (1mg), damals täglich.

2010 - 2015: TRAMADOLabhängikeit, Dosissteigerung von 200mg - 600 mg täglich. 2015 zu Hause kleinschrittig abdosiert. Hat am Anfang gut gegen Schmerzen und Depression gewirkt. Die Wirkung war immer kürzer und danach verschlimmerten sich alle psychischen und körperlichen Symptome.

2015 - 2016: ECITALOPRAM (erst 5mg, dann 10mg), weil es nichts brachte nach einem halben Jahr nicht wie empfohlen (kannte das Forum noch nicht) ausgeschlichen, erst 5mg, dann 5mg alle zwei Tage... Hatte schon beim Einschleichen viele Symptome, dachte an Erstverschlechterung, aber im Endeffekt hat es mir nicht geholfen. Ich denke, ich bin im protahierten Entzug. Früher lag ich depressiv viel im Bett, jetzt bin ich eher getrieben und komme nicht zur Ruhe.

Dezember 2016: Tod meiner geliebten Mutter (78), die nie zum Arzt wollte (Multiorganversagen auf der Intensivstation nach künstlichem Koma).

2014 - 2019 PREGABALIN (150mg) alle 2 bis 3 Tage, LORAZEPAM (1mg) alle 2 bis 3 Tage. Bedarf wäre mehr da, aber ich will die Abhängigkeit loswerden. Früher mal mehr, teilweise täglich, einen Tag PREGABALIN, einen Tag LORAZEPAM.

Seit 2015 : KRATOMabhängig, hat zunächst gut gegen Gelenkschmerzen, Ängste und Depressionen geholfen. Dosissteigerung leider nötig, aber nicht solche Nebenwirkungen wie beim ECITALOPRAM.

Anfang 2018: Tod meiner besten Freundin (82), lange Spiegeltrinkerin, an Leberversagen verstorben. Habe mit ihr eine schwierige, aber auch erfüllte Zeit durchgestanden.

Mein Ziel

vor allem PREGABALIN so selten wie möglich nehmen, weil es nach Abklingen der Wirkung eine Symptomverschlechterung bringt (Schmerzen, Ängste, Wut). Ich nehme auch kleinere Dosierungen als früher (25mg). Manchmal ist es aber nicht auszuhalten, bin mir nicht sicher, von was ich nun körperlich abhängig bin, psychisch abhängig bin ich sowieso.

Psychisch muss ich mich nach den Todesfällen stabilisieren, damit ich auch weniger rauche und Kratom nehme. Nie wieder Antidepressiva!

Was auch noch hilft ist Kraft aus der Natur: CBD-Tropfen, Lavendelöl-Kapseln.

seit August 2018: runterdosiert von ca. 40g Kratom auf 20g. Es hilft mir sehr gegen meine Schmerzen. Ich muss jedoch meine Toleranz senken.

Danke, dass es dieses Forum gibt. Sonst wäre ich nicht darauf gekommen, dass der Entzug des ECITALOPRAMs noch immer Probleme macht.
:pillowtalk:[/spoil]

Seit Mitte 2019 150mg Pregabalin, 3mal täglich

Jofab
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jofab »

Liebe Jamie

tut mir furchtbar leid, wie es dir geht ! Hoffentlich wird es bald besser !

Mir selbst geht es auch be :censored: .

Alles Liebe dir :hug:

Ilse
► Text zeigen

Jamie
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie »

Hallo,

wer kennt´s wenn es reicht?
Mir reicht´s.
Hier kommt die Verweigerung dieses sche+ß Leben aktuell auch nur einen Tag weiter ertragen oder gestalten zu wollen.
Nein, ich will nicht mehr.
Will nicht mehr, kann nicht mehr.
Gestalten?
Ist ja lachhaft. Ich kann schon lange nichts mehr gestalten, man erträgt ja nur noch und versucht unter der nächsten Woge, die das Schicksal einem schickt, nicht zu ersaufen.
Das nenne ich nicht gestalten oder aktive Lebensführung, das ist eine Zumutung.

Jawohl, das Leben ist eine Zumutung. Ein kompletter Wahnsinn.
Falscher Film, falsche Sequenz, falsches Universum.
Muss völlig verrückt gewesen sein, als ich mich da oben entschieden habe eine neue Runde hier zu drehen.
Appelliere immer wieder an meinen unbändigen Lebenswillen hier nicht schlapp zu machen, aber heute ist schlappmach-Tag.
Ich frage mich wieviel ein Menschen ertragen kann?
Ich kann jeden verstehen, dem es an einem gewissen Punkt reicht.
Mir reicht´s heute.

Ich muss meinen Liebsten beim Krepieren und Leiden zusehen.
Elend in allen Facetten.
Wie soll man da ohne ne Komplettstörung zu kriegen wieder rauskommen?
Jedes Mal wenn ich denke es kann nicht schlimmer kommen, kommt noch was oben drauf.
Aber das kennen ja viele hier, leider.
Und ich bin nicht mal in einem akuten Entzug, sodass ich sagen könnte, es ist eben auch eine schwere Herausforderung aufgrund des Amoklaufenden ZNSes.
Mein Körper und ZNS sind im Ars*h. Danke an 17 Jahre Schlaflosigkeit und anderes Drama.

Ich kann nicht mal mehr eine kleine Busstrecke fahren ohne Aggressionen auf die Menschheit zu kriegen und ich lebe in einem Ballungszentrum ohne Fluchtmöglichkeiten.
Die Isolation aufgrund der miesen körperlichen Verfassung und die Geldnot tun ihr Übriges; man will sich freistrampeln und es geht nicht. Irgendeine Ressource fehlt immer: Kondition, Geld, Transport...
.. und dann dieses manchmal so vernichtende Gefühl kompletter Einsamkeit, was sich bis in das Gefühl der Gottverlassenheit steigern kann und mir den Rest gibt, denn das ist eines der wenigen Dinge, die ich meist noch sagen kann zu besitzen und was mich vor dem völligen Verderben hier rettet. Und auch das zerrinnt mir mittlerweile immer mehr.
So sehr ich das Alleinsein schätze, es kippt manchmal und dann frage ich mich, wer kann Verständnis für so einen Psycho wie mich haben?
Ich bin hier falsch. Alles fühlt sich falsch an. Wie kann es sich so dermaßen falsch anfühlen?

Ich möchte endlich mal was Gescheites essen und weiß, verdammte sch++++, ich habe die 10-15€ nicht um mir in einem Restaurant etwas zu gönnen.
Käsebrot-Overkill. Ich sehe schon genau so aus: labberig und fahl.
Selbst wenn ich das Geld in den Einkauf hochwertiger Lebensmittel investiere - ich kann nicht gut kochen und es strengt mich momentan so an, zumal mein Magen streikt.
Ich weiß der Körper bräuchte hochwertige Nahrung, auch aus energetischer Sicht, denn Obst und Gemüse sind Lichtträger, aber ich kriege es nur hin mir Käsebrötchen zu schmieren und die paar gekauften Cherrytomaten, die als Alibi dienen, schmecken nicht oder noch schlimmer, liegen dann im Magen und verursachen mir Übelkeit.
Käsebrötchen, KinderPingu*-Schnitten... es lebe die Haute Cuisine...

Yoga. Eben versucht ein paar Yogaübungen zu machen. Ein Nilpferd in Tütü in einem Schlammbad hat mehr Eleganz. Ein Geschnaufe. Ein Geknacke in meinen Knochen und Ziehen in meinen Gelenken. Erste Übung Darmkrämpfe .. zweite Übung nicht ausführbar, da Hüfte immobil, dritte Übung so anstrengend, dass Luftnot....
Wie soll man sich da motivieren? Menschen, die mir erzählen, wie toll Sport ist, ernten von mir nur noch frustrierte Blicke. Ich möchte gerne langsam meine Kondition und Beweglichkeit wieder aufbauen, aber ich bin so schwach und erschöpft; ich bekomme nicht mal die 20min Yoga für Anfänger hin.

Kratzbürstigkeit. Verweigerung. Mangel. Frustration. Hysterische Zustände. Schwäche. Verstopfte Nase. Alpträume. Mutlosigkeit. Dunkle Gedanken. Sich wischiwaschi fühlen. Keinen klaren Gedanken fassen können.
Ideen haben wie das Leben sein sollte aber nicht wissen, wie man das macht, leben....
Ratlosigkeit. Rückzug. Unterdrückte Wut. Verstummen.


Wir sollten doch alle glücklich und zufrieden sein auf diesem Erdenrund :cry: .
Was ist bloß schief gelaufen?
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

houelle1
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von houelle1 »

Liebe Jamie,

Deine Wut, die ich in jeder Zeile deines so 'körperlichen' und - fast schon paradoxer- und zynischerweise - so kraftvollen Schreibens spüre, macht mich betroffen. Sie geht intravenös in mein Blut, irgendwie. Ganz schwer zu beschreiben.

Und mir stellen sich gerade fast die Haare auf, wenn vor meinem inneren Auge wohlbekannte Therapieszenen vorbeiziehen und gefühlt 1000e Male gehörte Sätze widerhallen, wie: "Frau XY, Ihre Wut ist so gut für Sie, Das ist die Basis, etc., etc. ..."

SO WHAT?
Soll es nicht auch mal das 'RECHT' geben, NICHT wütend sein zu müssen, sondern einfach auch mal GLÜCKLICH?

Es gibt den im Grunde todtraurigen (aber auch sehr wahren) Satz von Kafka der in etwa so geht: "Ja, wenn man durch Trost schon glücklich würde und nicht auch ein wenig Glück zum Glücklichsein nötig wäre." Daran musste ich beim Lesen denken.

Deine Worte berühren mich sehr!


Ich bin in Gedanken bei Dir! Wünschen würde ich Dir gerne 'alles Glück der Welt' - aber diese Worte muten so phrasenhaft an, angesichts der oft so gut getarnten Grausamkeit dieses neoliberalen Lebens und Gestrampels in unserem Weltteil...

Danke für alles hier und fühl dich gedrückt

von

Houelle
Diagnosen: Angst und Depression gemischt, generalisierte Angststörung, Somatisierungsstörung, hypochondrische Störung

2008: erstmals Deanxit (1-0-0) für ca. 4 Monate, keine Absetzproblematik

Dezember 2014-Juni 2015: neuerlich Deanxit, Absetzversuch nach Auslassmethode
fehlgeschlgen, massive Verschlechterung der Symptomatik

Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

14.03. 2018: Lasse Esci wieder weg. Bluthochdruck und Panikattacken. Seitdem wieder auf 0. Fühle mich gerade gut.

Seit dem: gute und schlechte Phasen im Wechsel. Seit Mai 2019 eher schwierig. Unruhe- und Depressionsphasen (mit Appetitlosigkeit, Erschöpfung, großer Angst). Ca. 2x im Monat Tavor 1 mg. (Allerdings mit Buchführung, um zu kontrollieren.)

Mit ADs und NLs nach wie vor auf 0 :)

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