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Seit das ADFD gegründet wurde, haben sich die Verschreibungen von Psychopharmaka ungefähr verdreifacht! Die Gründe warum diese Substanzen verschrieben werden sind sehr unterschiedlich. Es wäre interessant und hilfreich für die Gemeinschaft und auch Außenstehende, einen besseren Einblick in die Verschreibungshintergründe zu bekommen. Darum ...


... macht bitte alle bei unserer Umfrage zum Verschreibungsgrund mit :)


Jamies "all in a tumble" Thread

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Fledermaus
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Fledermaus »

Liebe Jamie,

Ich wünsche dir viel Kraft, :sports: ganz schnelle Schmerzlinderung. :fly:
Fühle dich gedrückt :hug:
Liebe Grüße
Fledermaus
[spoil]seit 2004 150 mg Venlafaxin 2015 für 6 Wochen komplett abgesetzt, 150 mg - 75 mg- 37.5 mg - 25 mg - 0. In welchem Zeitraum weiß ich nicht mehr.
Nach 4 - Wochen ohne zeigten sich Hitzewallungen, Brennen der Haut, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Nerven/Muskelzuckungen, Schüttelfrost, Weinerlichkeit. Zusammenbruch emotionaler Art.
Nach 8 Wochen ohne wieder zurück auf 150 mg. schnelles Verschwinden der Symptomatik.
2016 Habe ich bis auf 75 mg reduziert. I
m Dezember 2016 von 75 mg auf 62,5 mg Venlafaxin. Symptome waren
Übelkeit, Hitzewallungen, Augenprobleme, leichtes Erbrechen morgens, Zahnbürste im Mund war schwierig.
Anfang Februar 2017 von 62.5. mg auf 50 mg Venlafaxin.
verstärkte Übelkeit und Zahnbürste im Mund kaum auszuhalten, sofortiges Erbrechen. Von einem Tag auf dem anderen dann 16 Std Schlaf, Augenprobleme, Erbrechen, Hitzewallungen, Nerven/Muskelzucken, Unruhe, Angst/Panik, Herzklopfen,
Suizidgedanken.
18.02 wieder 75 mg Venlafaxin,
seitdem Verbesserung, kein Erbrechen, keine Panikattacken, leichte Nervenzuckungen noch vorhanden. Stabilisation von einem zum anderen Tag schwankend, auf jedem Fall Besserung im Laufe des Tages.
08.04.17 72 mg Venla
12.04. Umstieg auf Kügelchenmethode (2 37,5-Kaspsel)
72 mg 11 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kaspel -3%
01.06.17 68 mg =26 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel -4%
20.07.17 66 mg =32 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2% Durchschnitt 135 Kügelch/Kapsel
29.09.17 64 mg =40 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2%
24.10.17 64 mg = 38 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (neue Charge)
13.12.17 62 mg = 46 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (Rechnung 75-62=13 37.5-13=24,5
132.6:37,5x24.5=86,63 132,6-86,6=46)
31.0 1.18 60 mg = 55 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (137:37,5x22,5=82,2 137-82=55)
10.02.18 Blutdruck schießt wieder hoch, zusätzlich zu den schon bekannten Symptomen
23.03.18 57mg=59 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (123:37,5x19.5=64 123-64=59 Kügelchen weniger)
12.05.18 70 54 mg? Kügelchen weniger verrechnet? Auswirkung jetzt katastrophal (25.6.18)
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall. Brennende Haut, Sehstörung, Nervenzucken, Weinen, Angst, müde, schwere in Gliedern, Schwitzen, frieren, Hunger kann aber nichts Essen
27.06.18 56 mg
10.08.18 56 mg (Durchschnitt 701:5=140,2, 140,2:37,5x19= 71 Kügelchen weniger in einer 37,5mg Kapsel
02.10.18 54 mg (Durchschnitt wie oben 701:5=140,2 :37,5x21= 78,512 = 79 Kügelchen weniger
28.11.18 52 mg (Durchschnitt 141,8) 141,8:37,5 X 23= 87 Kügelchen weniger
14.01.19 50 mg 14,6:37,5x25=94,4 141,6-94,4= 94.4 Kügelchen weniger
24.04.19 48mg 144,2 :37,5x27=103,82 Kügelchen weniger
26.06.19 47mg
02.08.19 46 mg
08.10.19 44mg
17.12.19 43 mg
06.03.20 41 mg
02.02.20 mg

Vitamin D 07/18 bei 43
Vitamin B6 bei 7.7 i
Vitamin B12 bei 220
Magnesium bei 0,9
Calcium bei 2,39
Magnesium bei Wadenkrämpfen und Nervenzuckungen[/spoil]
Luisa1974
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Luisa1974 »

Liebe Jamie

es tut mir so von Herzen leid, dass du so leiden musst, und du bist so tapfer und mutig..
Ich war länger nicht im Forum. Du hast mir damals so sehr geholfen, als ich fast nur noch den Ausweg sah, aus dem Leben zu gehen..
Ich wünschte, ich könnte irgendetwas für dich tun.. ich war länger nicht im Forum, habe mir nicht Zeit genommen für die Dinge, die doch wichtig sind.. da ich jetzt wieder in so eine Situation wie in 2016 rutschen könnte, habe ich hier und auch woanders geschaut, um Hilfe zu bekommen..
lese dann deinen Bericht.. fühle mich beschämt.. wenn ich an deine Schmerzen denke und dass ich nicht mit meinen "Kleinigkeiten" klar komme..

Ich wünsche so sehr, dass es auch wieder besser für dich wird.. ♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡

ganz liebe Grüße
Luisa
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung, weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise
Januar 2017: Existenzangst ->Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Tinnitus macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser
25.01.2017: denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: neue Psychiaterin: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg durch Psychiaterin angeordnet
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: auf 30mg erhöht - Panikattacken Atemnot, bin sicher das Citalopram löst dies aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten v. Psychiaterin - Androhung Einweisung in Klinik gegen eigenen Willen, ab jetzt bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15 - Klinik abgesagt weil wegen meinem Hund keine Selbstmordgefahr besteht sagt Psychiaterin
*******************
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg , Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 -schrittweise langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg
2018 - 2019 - Citalopram abgesetzt bis 0 gm in Mini-Schritten, ab 5mg Wasserlösemethode - durch die Krankheit und dem Tod meiner Mutter konnte ich dies nicht dokumentieren, Tinnitus ist leider geblieben, aber erträglich, oft leise

aktuell: Mirtazapin 30 mg, musste nach dem Tod meiner Mutter erhöht werden, da Panik und Atemnot extrem wiederkamen und ich beinahe meine Arbeit verloren hätte (kein Kündigungsschutz..)
mein neuer Psychiater setzte mich unter Druck Venlafaxin zusätzlich zu nehmen, lüge ihn an, es zu nehmen, nehme es aber nicht, habe Angst dass er die Behandlung abbricht. Suche Therapieplatz bisher vergeblich.
Schwimmerin
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Schwimmerin »

Liebe Jamie 💫

Ich wollte dir schon paarmal schreiben, doch die passenden Worte haben gefehlt - sie fehlen mir auch jetzt..

Ich hoffe einfach dass die Schmerzen nachgelassen haben uns ich wünsche mir so sehr dass du Besserung erfahren darfst und dass ich irgend etwas tun könnte was dir weiter hilft.

Ich denke oft an dich & das es viel mehr Menschen wie dich geben sollte - danke für Alles ☆

Ganz liebe Grüsse & viel Kraft 💫
Schwimmerin 💦😊
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Jamie
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie »

Guten Abend :)

Ich wollte mich wieder einmal melden.

Folgendes kann ich berichten.

Seitdem ich als austherapiert gelte, versuche ich, mich mit dem Gesichtsschmerz und dem Trigeminusnerv-Problem zu arrangieren.
Es geht auch einigermaßen.
Ich habe einen Dauerschmerz, mit dem ich leben kann, wenn er nicht über 5 (5 von 10 auf der Schmerzskala) geht - sonst ist das (nur leidlich helfende) Morphin dran.
Der Trigeminus hat sich Gott sei Dank beruhigt; ich muss aber alle Trigger vermeiden (zB etwas Hartes auf der linken Seite kauen, links unbequem liegen usw.)

Meine Galle ist nach wie vor kaputt und die OP Anfang April musste ich absagen, weil ich einen grippalen Infekt nach dem anderen habe. So darf ich aber nicht operiert werden.
Der letzte Infekt war begleitet von einer doppelseitigen Gehörgangsentzündung, was wirklich fies bis unerträglich ist, aber ich will nicht jammern.

Zwischenzeitlich stand ich unter Quarantäne und musste einen Coronatest abwarten, er fiel negativ aus.

Mein Körper ist geschwächt und ich bin sehr erschöpft. Diese andauernden Schmerzen machen mich fertig, mürbe.

Sehr ungünstig entwickelt hat sich ganz generell die Schmerzproblematik.
Ich gehöre zu den Patienten, bei denen sich der Schmerz verselbständigt hat in dem Sinne, dass er anfängt ohne Auslöser und lokal ungebunden aufzutauchen.
Mein behandelnder Schmerzarzt benutzte den Begriff des "frei galoppierenden" Schmerzes, was ich zutreffend finde.
Für mich selber habe ich Attribute wie willkürlich, wahllos, unberechenbar.

So passiert es mir, dass von einer Sekunde auf die andere, ohne erkennbaren Anlass, irgendwo in meinem Körper einen Nervenschmerz losbricht / einschießt, ohne dass ich erkennen könnte, wieso überhaupt.
Und wir reden nicht von etwas Aua, sondern einem solch heftig brennenden, heißen, feuernden Nervenschmerz, dass ich denke, ich stehe in Flammen.

Ich sitze dann beispielsweise nachts senkrecht im Bett, weil es zB in meinem Zeh so losfeuert, als wäre er gerade am Absterben. Und der Zeh ist nur ein Beispiel.
Ich habe das auch schon im Rücken, in den Fingerspitzen, im Bein, im Handgelenk ..... und sonstwo gehabt.
Ich gucke dann verstört auf das betroffene Körperteil und analysiere, was los ist.
Habe ich mich verletzt und es nicht bemerkt? Ist vielleicht was spontan entzündet? Habe ich mich am Tag zuvor an dieser Stelle überlastet? Und so weiter.
Die Antwort ist in 99% der Fälle Nein. Ein erschütternd banales Nein.

Der Schmerz kommt, bringt mich und mein Nervensystem und mein Herz zum Rasen, gleichzeitig treten meine PTBS / Traumasymptome auf (Panik, Horror, Ausgeliefertsein, Herzrasen, Durchfall, Würgen...) und dann ist es Aus.

Es ist klar erkennbar, dass der Schmerz seine eigentliche Funktion, nämlich zu warnen, völlig verloren hat.
Und hier muss man ganz klar feststellen, dass in meinem Oberstübchen wirklich einiges nicht mehr so arbeitet, wie es soll.
Die ganzen Neuronen scheinen mir falsch verknüpft zu sein, das Gehirn / ZNS und generell der Körper ist außer Rand und Band, unkontrollierbar und macht, was er will.

Aus dem Gehirn werden grund- und anlasslos massive Schmerzimpulse losgefeuert und das Einzige, was ich dann noch tun kann, ist versuchen, nicht überzuschnappen und / oder panisch zu werden, was aber nicht immer gelingt.
Sobald ein bestimmtes Schmerzlevel oder andauernde Zeit überschritten ist, wird mein Traumaprogramm aktiv und dann ist es aus.
Dann muss das wirklich starke Zeug her (Opiate) und auch die wirken nicht richtig, was die Verzweiflung nur weiter steigert.

Letzte Woche hatte ich über viele Stunden in der Nacht einen so schlimmen Nervenschmerzzustand in meinem Oberschenkel (als ob man ihn angezündet hätte), dass ich mir gesagt habe, ich bettele mir Geld von Familie und Freunden zusammen und reise in die Schweiz aus, um mir einen assistierten Suizid / Sterbehilfe zu leisten.
Ja, so weit bin ich manchmal mit meinen Gedanken.
Es muss enden. Denn so kann ich nicht leben.
Ich kann mit solchen schlimmen Schmerzen nicht leben!

Mein nächster Schritt ist, dass ich nach einer guten psychosomatischen Klinik mit anthroposophischen Ansatz Ausschau halten werde, denn ambulant ist hier alles ausgereizt und Ärzte und ich sind hilf- und ratlos.
Nach Medikamenten will ich nicht mehr groß schauen, es gibt nichts Hilfreiches, eher nach meiner Psyche.
Ich bin massiv erschöpft und ausgelaugt, zermürbt und schwach.
Mein Schlaf ist eine Katastrophe und es fehlt die Kraft fürs Leben.

Aber aufgeben werde ich nicht.
:hug:

Es grüßt lieb
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jofab »

Liebe Jamie, :hug:

mir fehlen die Worte angesichts deines Leids.
Es tut mir in der Seele weh, zu lesen, wie grausam du gequält bist - das es fast nichts gibt, um dir ein
wenig Erleichterung zu verschaffen.

Von ganzem Herzen mein Mitgefühl - und Kraft, unerschöpfliche Kraft, weiterzukämpfen.
Ilse
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Philine

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Philine »

Liebe Jamie,

das ist sehr schlimm. Aber ich bin trotzdem froh, dass der Trigeminusnerv sich beruhigt hat!! Die Vorstellung, was du dadurch im Gesicht erleiden musst, hat mich lange verfolgt, deshalb bin ich jetzt sehr erleichtert für dich.

Dass du ständig solche furchtbaren Schmerzattacken hast, ist natürlich trotzdem kein Zustand.

Woher das nun kommen mag? Meinst du, es ist ein Schmerzgedächtnis-Problem? Du musst nicht antworten, ich frage mich das eher selbst.

Ich kann mir jedenfalls nichts Anderes vorstellen, als dass auch diese brutalen neuropathischen Zustände wieder weggehen - so wie sie gekommen sind. So wie das mit dem Trigeminusnerv.

Offenbar braucht die Heilung viel viel Zeit. Aber sie ist unterwegs, bitte vertraue weiter darauf.

Alles Gute, :hug:
Philine
simonb
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von simonb »

Hallo Jamie

Ich wollte dir die Klinik Lahnstein ans Herz legen,
dort waren damals auch Menschen die u.a. unter Schmerzen litten , das Essen ist Vollwertkost nach Brucker, die haben ganz viele Therapien früher 100-200!. Es ist eine psychosomatische Klinik und Anthroposophisch- aber ganz ohne Dogmatismus, und mit viel Freiraum.
Auch Ptbs wird dort wohl behandelt (Stabilisierungsphase).

Mich hat diese Klinik 2 mal wirklich gerettet, und der Aufenthalt dort hat mehrere Jahre nachgewirkt.
Die Umgebung ist wunderschön....

Früher hatten die auch eine Dringlichkeitsliste auf die man sich bei stärkeren akuten Beschwerden setzen lassen konnte, dann wurde man zügig aufgenommen

Gruß Simon
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Rosenrot
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Rosenrot »

Liebe Jamie, <3

was du schreibst, berührt mich sehr.

Ich wünsche dir, dass sich ganz bald für dich ein Weg auftut, der dir Linderung verschafft.

Gerade habe ich mal "TCM Klinik Schmerztherapie" in die Suchmaschine eingegeben. Da wird auch einiges angeboten. Vielleicht ist das eine Überlegung wert.

Bitte bleib stark und gib die Hoffnung nicht auf.
Es wird wieder besser werden. Es muss einfach. Es muss.

Bitte fühl dich sanft gehalten. :hug:

Mitfühlende Grüße
Rosenrot
Vorgeschichte und Absetzverlauf:
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Clarissa
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Jamie.

Ich bin auch ein "Schmerzleut", obwohl ich es hier kaum kommuniziere und nicht in Behandlung bin.

Die Schmerzen, die Du beschreibst, erinnern mich fatal an meine - allerdings nicht auf so einem extrem hohen Schmerzlevel, also für mich nicht unerträglich.
Schmerzfrei bin ich nie. Oft haut es so richtig rein, ohne daß ich eine Ursache festmachen kann.
Ich nennen es für mich "neuropathischer Schmerz", "Neuralgie".
Besonders ausgeprägt bei mir im Kopfbereich, aber auch überall anders schon aufgetreten.
Anfangs habe ich Schmerzmittel versucht, allerdings nie Opioide. Inzwischen nehme ich schon lange nichts mehr, da mir NW nur zusätzliche Pein verschafften.

Ein wenig hilft mir sofortige Entlastung, sprich: "Couching", da wird der Schmerz zumindest nicht schlimmer. Ansonsten halte ich lediglich aus, bis er von allein etwas nachläßt.

Der Schmerz ist neben der Erschöpfung mein Hauptsymptom. Ich bin bei beiden Symptomen von einem Zusammenhang mit meiner Vorgeschichte (ZNS-Reizung!) überzeugt.

Ich wünsche Dir von Herzen Linderung und alles Gute.

VG von Clarissa
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Bittchen
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Bittchen »

Liebe Jamie,

ich kann dich leider nicht trösten oder dir helfen.
Es ist mir aber wichtig dir zu schreiben,wie sehr mich dein momentanes Leid berührt.
Darum will ich dir auch ganz schnelle Linderung wünschen,mehr kann ich dir nicht schreiben.
Deine lange Leidensgeschichte geht mir sehr unter die Haut.

Sei virtuell gedrückt und herzlich gegrüßt
Bittchen
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .
Muck
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Muck »

Liebe Jamie

Es tut mir in der Seele weh wenn ich lese was du aushalten muß.
Zur Schmerzklinik kann ich dir keinen Rat geben.
Ich glaube es würde für dich gut sein wenn du auf allen Ebenen behandelt würdest.

Immer wieder die selbe Frage warum bekommt einer alles schlechte mit
und andere haben einfach immer nur ein gutes Leben.
Einfach nur ungerecht.

Die Reise in die Schweiz hat mich auch schon einigemale beschäftigt.
Wenn man vor Symptomen und Angst fast verrückt wird ist der Gedanke wohl verständlich.

Ich wünsche dir das du endlich Linderung bekommst.
Halt bitte weiter durch.

Danke noch für deine Tipps bezüglich meiner Mutter.

Liebe Grüße
Barbara
Symptome: (...); Diagnose: (...)


1. Symptome

Schwindel
Benommenheit
Schwitzen besonders stark nachts
Kälteschauer fast nur nachts
Blähungen
Sodbrennen
Muskel und Gelenkschmerzen überall
Zuckungen
Sehstörungen verschwommen oder Dinge bewegen sich
Einschlafen der Hände in der Nacht
Albträume
Akustische Halluzinationen Nachts
Seltsame Wellen durch den ganzen Körper Nachts
Blutdruck schwankend
Lustlosigkei
Gedankenkreisen
Übelkeit
Nesselsucht urplötzlich
Wespenstichallergie
Würgeanfälle
Kalte Hände und kalte Füße
Unruhe
Konzentrationsschwäche
Mundtrockenheit
Mundbrennen
Schwächegefühl in armen und Beinen
Vergesslichkeit
Verspannungen
Schnell Argressiv
Tinnitus
Ohrendruck
Angst mehr als früher
Juckreiz

Diagnose

Fibromylagie
Generalisierte Angststörung
Mittelschwere Depression
Somatisierungsstörungen



Medikation: (Wirkstoff XXmg, Dauer) (>>) (Wirkstoff XXmg, Dauer) >> (usw.)


2. Medikation


Bis Februar 2013 nur immer Naturheilmittel
Februar 2013 Citalopram 20 mg eingeschlichen mit 10 mg
Ca. 2 Jahre genommen dann von heute auf morgen auf10 mg runter
Symptome vor Citalopram und nun kein großer Unterschied
September 2017 oft die Einnahme vergessen dann nicht mehr genommen
Also auf 0 wie ich heute weiß Kalter Entzug
2018 für 6 Wochen Hormonpflaster keine Besserung
13.11.2018 Omep 40 mg Magnetfans 150 mg Passivligatropfen bei Bedarf
Bisoprolol 5 mg

u]Zusätzlich:[/u] (Wirkstoff XXmg, Start (wofür/wogegen));


3. Zusätzliches

Keine

Bisherige Absetzversuche: (Wirkstoff XXmg, wie abgesetzt, warum gescheitert)


4. BieherigevAbsetzversuche

Mein erster

Absetzverlauf (Startdatum, Startdosierung): (Dauer XXmg) (>>) (Dauer XXmg) (>>) (usw.)


5. Absetzverlauf

Siehe Punkt 6
lunetta

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von lunetta »

Liebe jamie!

Als ebenfalls chronisch Schmerzgeplagte seit vielen Jahren, kann ich dein Leid und deine Verzweiflung voll nachvollziehen!

Auch ich habe mich schon mit dem Gedanken in der Schweiz den assistierten Suizid als Lösung für mich anzusehen, aber man hält dann halt doch immer und immer wieder weiter aus.

Ich kann mir selbst nicht helfen, dir geht es ja noch schlechter, deshalb nehme ich dich nur ganz vorsichtig virtuell in den Arm und wünsche dir eine gute Klinik, und die Hilfe, die du brauchst!

GLG
Blumenwiese
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Blumenwiese »

Liebe Jamie :hug:

Ich leide mittletweile auch schon seit etwa 17 Jahren an chronischen Schmerzen am ganzen Körper. Zum Glück hab ich nur selten solch starke Schmerzspitzen, die mich akut s*izidal machen. Und dann sind die Schmerzen eh so stark, dass ich körperlich nicht in der Lage bin, es umzusetzen.

Bei mir lösen die Schmerzen zudem immer wieder Körperflashbacks aus. Also ein Teil der Schmerzen ist dann nicht mehr körperlich, sondern seelisch bedingt. Vielleicht hast du auch vermehrt Körperflashbacks durch deine chronischen Schmerzzustände? Körperflashbacks sind bei mir zum Teil viel heftiger von der Schmerzintensität, als der eigentliche körperliche Schmerz, der das ausgelöst hat.

Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, dass es sich bei dir noch bessert. Zumindest, dass die Intensität noch weiter nachlassen kann.

:fly: Ich wünsche dir ganz viel Kraft für deinen Heilungsweg.
Liebe Grüße
B L U M E N W I E S E


Bitte keine religiösen Worte in meinem Thread.

Diagnosen u. vorherige Medikation:
► Text zeigen
Absetzverläufe: Quetiapin, Promethazin, Prednisolon
► Text zeigen
Aktuell:
Quetiapin 0-0-14 mg
Promethazin 25-0-35 (60 mg)
Bedarf: 2x10 mg Promethazin
*********************************
Sonstige Medikamente:
Artelac Complete, Chelidonium Rh D4, Magnesiumglycinat, Cranberry Kapseln
Bedarf: Movicol, Salbutamol, Levociterizin, Mometason, Ibulysin
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von padma »

liebe Jamie, :)

es macht mich sehr betroffen,wie schlecht es dir geht. :hug: :hug: :hug:
Ich wünsche dir so sehr, dass du endlich Linderung erfährst.

In der Klinik Lahnhöhe war ich auch schon. Es ist ein guter Ort um zur Ruhe zu kommen. Es gibt viele entspannende Angebote z.B., Massagen, Bäder, Sauna, Heublumensäcke, anthoprosophische Medizin und Angebote und die wirklich schöne umgebende Natur. Ausserdem Gespräche.

Ich würde sie empfehlen, wenn man eine "unterstützte" Auszeit braucht und zur Ruhe kommen möchte.

Ein Aufenthalt könnte dir schon gut tun. Aber ehrlich gesagt bin ich skeptisch, dass sie über diese indirekten Maßnahmen hinaus, dir was spezifisches anbieten können.

Mir hatte der Aufenthalt geholfen den ersten Schock nach Ausbruch meiner Erkrankung zu mildern, aber gegen meine Schmerzen, die lange nicht so schlimm sind, wie deine, konnten sie nichts tun.

ganz liebe Grüsse, :hug:
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

stubi
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von stubi »

Liebe Jamie,

ich denke oft an dich und wünsche dir viel Kraft und Hoffnung das alles durchzustehen.
Dein Gedanke an die Schweiz schockiert mir sehr, doch absolut verständlich.

Liebe Jamie, ich möchte dir viele wohlwollende Gedanken senden.

Herzlichst
Renate
[spoil]seit 1990 Psychopharmaka, Fluoxetin, Lyrika, Trimiparmin, Bromazepan, Zopiclon, Lamotrigin, Sertralin. Seit März 2015 abgesetzt.[/spoil]
Bittchen
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Bittchen »

Liebe Jamie,

ich wollte nicht näher auf das Schweiz -Thema eingehen,du wirst ganz bestimmt auch gegen die Schmerzen noch Hilfe finden.
Mir fällt da noch medizinisches Cannabis ein,das soll doch bei so starken Nervenschmerzen gut helfen.
Hello Mary Lou schreibt in ihrem Thread doch über große Erleichterung.
Zwar auch über die Probleme ein Rezept vom behandelnden Arzt zu bekommen,
aber das kann ja bei dir ja anders sein,du kennst dich ja bei Medikamenten sehr gut aus.
Es ist nur so ein Gedanke von mir.
Alles erdenklich Gute für dich und halte durch,damit du auch merken kannst,wenn es dir wieder besser geht.
Denn das wird der Fall sein !!!
Die Schweiz ist nur als Urlaubsland zu empfehlen,zwar sehr schön,aber auch sehr teuer.

Ganz liebe Grüße
Deine Brigitte
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .
Fledermaus
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Fledermaus »

Liebe Jamie,

Ich bin erschüttert wie schlecht es dir geht.
Einen Rat habe ich leider nicht.

Doch ich sende dir viele liebe starke Gedanken und hoffe dass endlich große Linderung eintritt. Gebe nicht auf.

Liebe Grüße
Fledermaus
[spoil]seit 2004 150 mg Venlafaxin 2015 für 6 Wochen komplett abgesetzt, 150 mg - 75 mg- 37.5 mg - 25 mg - 0. In welchem Zeitraum weiß ich nicht mehr.
Nach 4 - Wochen ohne zeigten sich Hitzewallungen, Brennen der Haut, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Nerven/Muskelzuckungen, Schüttelfrost, Weinerlichkeit. Zusammenbruch emotionaler Art.
Nach 8 Wochen ohne wieder zurück auf 150 mg. schnelles Verschwinden der Symptomatik.
2016 Habe ich bis auf 75 mg reduziert. I
m Dezember 2016 von 75 mg auf 62,5 mg Venlafaxin. Symptome waren
Übelkeit, Hitzewallungen, Augenprobleme, leichtes Erbrechen morgens, Zahnbürste im Mund war schwierig.
Anfang Februar 2017 von 62.5. mg auf 50 mg Venlafaxin.
verstärkte Übelkeit und Zahnbürste im Mund kaum auszuhalten, sofortiges Erbrechen. Von einem Tag auf dem anderen dann 16 Std Schlaf, Augenprobleme, Erbrechen, Hitzewallungen, Nerven/Muskelzucken, Unruhe, Angst/Panik, Herzklopfen,
Suizidgedanken.
18.02 wieder 75 mg Venlafaxin,
seitdem Verbesserung, kein Erbrechen, keine Panikattacken, leichte Nervenzuckungen noch vorhanden. Stabilisation von einem zum anderen Tag schwankend, auf jedem Fall Besserung im Laufe des Tages.
08.04.17 72 mg Venla
12.04. Umstieg auf Kügelchenmethode (2 37,5-Kaspsel)
72 mg 11 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kaspel -3%
01.06.17 68 mg =26 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel -4%
20.07.17 66 mg =32 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2% Durchschnitt 135 Kügelch/Kapsel
29.09.17 64 mg =40 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2%
24.10.17 64 mg = 38 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (neue Charge)
13.12.17 62 mg = 46 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (Rechnung 75-62=13 37.5-13=24,5
132.6:37,5x24.5=86,63 132,6-86,6=46)
31.0 1.18 60 mg = 55 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (137:37,5x22,5=82,2 137-82=55)
10.02.18 Blutdruck schießt wieder hoch, zusätzlich zu den schon bekannten Symptomen
23.03.18 57mg=59 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (123:37,5x19.5=64 123-64=59 Kügelchen weniger)
12.05.18 70 54 mg? Kügelchen weniger verrechnet? Auswirkung jetzt katastrophal (25.6.18)
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall. Brennende Haut, Sehstörung, Nervenzucken, Weinen, Angst, müde, schwere in Gliedern, Schwitzen, frieren, Hunger kann aber nichts Essen
27.06.18 56 mg
10.08.18 56 mg (Durchschnitt 701:5=140,2, 140,2:37,5x19= 71 Kügelchen weniger in einer 37,5mg Kapsel
02.10.18 54 mg (Durchschnitt wie oben 701:5=140,2 :37,5x21= 78,512 = 79 Kügelchen weniger
28.11.18 52 mg (Durchschnitt 141,8) 141,8:37,5 X 23= 87 Kügelchen weniger
14.01.19 50 mg 14,6:37,5x25=94,4 141,6-94,4= 94.4 Kügelchen weniger
24.04.19 48mg 144,2 :37,5x27=103,82 Kügelchen weniger
26.06.19 47mg
02.08.19 46 mg
08.10.19 44mg
17.12.19 43 mg
06.03.20 41 mg
02.02.20 mg

Vitamin D 07/18 bei 43
Vitamin B6 bei 7.7 i
Vitamin B12 bei 220
Magnesium bei 0,9
Calcium bei 2,39
Magnesium bei Wadenkrämpfen und Nervenzuckungen[/spoil]
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Uma »

Liebe Jamie :)

du hattest mich gebeten, bei dir vorbei zu schauen, hier bin ich :wink:

Zuerst möchte ich dir sagen, das ich deinen Gedanken bezüglich "Schweiz"
verstehen kann.
Ich hatte ihn auch schon oft, weil der Schmerz auf Dauer nicht mehr auszuhalten war.

Sicher werden mich bestimmt viele dafür verurteilen aber wie ich immer betone, keiner steckt in meinen Schuhen.
Ich will Leben, unbedingt!!!!!! und versuche mit allen Mitteln einen Weg zu finden, um weniger Schmerzen aushalten zu müssen.

Mein Schmerz hat sich auch verändert.
Du schreibst, aus deinem Gehirn werden Schmerzimpulse losgefeuert und du kannst dann nur versuchen, nicht überzuschnappen.

Das kenne ich auch!

Allerdings betrifft es bei mir hauptsächlich nur den Genitalbereich und die Oberschenkel.

Ich habe dann von jetzt auf gleich brennende Schamlippen und es brennt wirklich wie Feuer.
Zusätzlich ein Gefühl, als würden mich 1000 Nadeln stechen.

Ich weiss nicht, ob sich das bei dir ähnlich anfühlt.
Ich hatte viele Jahre, wo der Schmerz zwischen 3-5 war, damit konnte ich Leben.
Seit 2016 geht es mir immer schlechter.
Seit Juli 2019 ist die Hölle ausgebrochen.
Seitdem habe ich keinen Tag mehr unter 5 gehabt, einzelne Stunden der Erleichterung aber niemals ohne Schmerzen.

Meinen Dauerschmerz liegt bei 6, nach meinem Empfinden und die Spitze bei 10.
Liebe Jamie, ich weiss nicht, ob dir meine Gedanken helfen können, diese einschiessenden Schmerzen, wie du sie beschreibst, habe ich nicht.

Bei mir sind es brennende, stechende, und schneidende Schmerzen, die mal von unerträglich bis auszuhalten wechseln.
Aber das Unerträgliche überwiegt.

Wie du, bin ich sehr erschöpft und geschwächt, die Schmerzen machen mürbe und Kosten all meine Kraft.

Für mich wäre eine psychosomatische Klinik im jetzigen Zustand nicht möglich, da die Schmerzen zu stark sind und ich ganz oft nur da sitzen und aushalten kann.
Ich kann nicht reden, keinen Menschen ertragen, ich muss nur versuchen, da durch zu kommen.

Ich kenne leider niemanden, der ähnliche Symptome hat, wie Du, leider.

Ich würde dir so gern helfen, einen Rat geben können aber ich hab ihn für mich selbst noch nicht gefunden.

Wenn du Fragen hast, jederzeit gern!!!!!

Liebe Jamie, ich wünsche dir nur Eines und das von ganzem Herzen♡ endlich dauerhaft Erleichterung!!!!!!!!!!

Sich fühlen, wie eine Feder, so leicht.

Alles Liebe wünscht dir Uma
Aktuell wegen starkem Schmerz sehr eingeschränkt.......
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simonb
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von simonb »

Hallo Jamie

diese Klinik habe ich noch gefunden, wenn du sie nicht selbst schon gefunden hast;)?
https://klinik-oeschelbronn.de/medizini ... rzmedizin/

sonst gäbe es noch Psychosomatik Sonneneck und die HavelHöhe in Berlin...
Gruß Simon
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Kaenguru
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Kaenguru »

Liebe Jamie :) ,

Erst jetzt lese ich deinen erschütternden Bericht und ich bin sehr mitgenommen :? .

Es ist unmenschlich, was du und viele andere hier erleiden und erdulden müssen.
Ich fühle sehr mit dir :hug: :hug: :hug:

Leider habe ich keine Ideen und keinen Rat für dich, mit Schmerzen habe ich wenig Erfahrung, lediglich orthopädische Schmerzen kenne ich.

Ich wünsche dir Menschen, die dich stützen, Tiere, die dich aufheitern, Natur in der deine Seele auftanken kann, Geduld und Zuversicht, den Glauben an etwas Höheres mit einem Plan und vor allem einen Tipp der dir hilft.

Ich werde an dich denken und schicke dir viel Kraft :fly:

Herzliche Grüße :hug:
Sarah
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Seit 6.8.2018 Alprazolam auf Null
Werde bald anfangen Lamotrigin abzusetzen
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