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Erfahrungsbericht: Absetzen von Mirtazapin und Lorazepam

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Gesperrt
SchwarzwaelderHirsch

Erfahrungsbericht: Absetzen von Mirtazapin und Lorazepam

Beitrag von SchwarzwaelderHirsch » Dienstag, 22.08.17, 14:47

 ! Nachricht von: Jamie
Da es zu dem Beitrag Meldungen gab, wurde er vom Team zunächst offline gestellt und nun mit einigen Streichungen wieder freigegeben.
Das beschriebene Vorgehen beim Absetzen entspricht nicht den Empfehlungen des ADFD und wir raten ausdrücklich davon ab, auf diese Weise abzusetzen.

Ich (männlich, 31 Jahre) hatte eine Depression, meine erste, mit schweren Symptomen. Ich war vollkommen überfordert damit, hatte Pech beim Hausarzt, der dies nicht erkannte; hatte aber auch Glück in der pychiatrischen Klinik, in die ich mich habe einweisen lassen. Meine Depression dauerte brutto 12 Monate. Sie ist weg(!), seit einem Jahr. Dank einer guten Psychotherapie, vor allem harten Arbeit von mir mit mir. Geholfen haben mir auch Medikamente, für die ich auch im Nachhinein sehr dankbar bin: Mirtazapin (AD), Lorazepam (Benzo) und Zopiclon (Z-Drug). Ja, dankbar. Und ich nehme seit dem Ende meiner Depressionszeit (07/2016) keine Medikamente mehr. 0 mg.

Ich habe in diesem Forum während meiner depressiven Epidode(n) viel gelesen. Aber ich möchte hier einen Eintrag der Zuversicht schreiben, der meines Erachtens viel zu sehr im Forum fehlt. Um so mehr freue ich mich über diesen Sammelthread.

# Diagnose und Therapie #
Weil bei vielen hier der Wunsch nach Vergleichbarkeit besteht: Meine Depression vollzog sich in einer mittelgroßen Episode und zwei kleineren, die ich in Zusammenhang mit der Nicht-Bewältigung/Traumatisierung durch die erste Episode sehe und wahrgenommen habe. Auslöser meiner Depression war eine Angststörung, die mit Panikattacken einherging.
Ich nahm in den ersten 6 Monate Mirtazapin (da ich begleitend sehr starke Schlafstörungen hatte) 30 mg zum Abend. Zu Beginn der Therapie Lorazepam bei Bedarf (bis zu 3x0,5 mg). Das erste Ziel in der Psychotherapie (Interpersonelle Psychotherapie) war der Umgang mit Angst zu erlernen und Methoden kompetent beherrschen zu können, die mein Bewusstsein/meine Ratio das Ruder übernehmen lassen, und nicht das Unbewusstsein mit Affekten und Emotionen. Ich habe mir selbst viel Konfrontation mit Angst auslösenden Situationen zugemutet, weil ich schnell gemerkt habe, dass das meiste Reden und Reflektieren nichts bringt, wenn ich die guten Ideen nicht in praktische Erfahrungen und Erleben umwandle.

# Absetzen 1 Benzo #
Drei Monate nach Krankheitsbeginn wollte ich Lorezepam absetzen (Anpassungen der Medikation immer in Abstimmung mit dem Arzt, dabei aber selbstbestimmt und mit selbst formulierten Zielen). Mein Plan lautete für die 14 Tage darauf: Erst Tabletten reduzieren, mit dem Keramikmesser in unkenntliche Bruchstücke weiter verkleinern, später die Wasserlösemethode (habe ich beides hier im Forum aufgefangen). An Tag 3/14 dachte ich bereits "Was für'n Käse". Ich habe Lorazepam komplett weggelassen. Keine körperlichen Reaktionen? Doch! Schweißausbrüche, Unruhe, Panikattacken. ABER: Ich habe gelernt es auszuhalten, vor allem haben mir Atemübungen und Feedback meines Umfelds geholfen. Nach drei Tagen war das Thema abgehakt. Und auch die besagten drei Tage waren zu ertragen.

# Absetzen 2 AD #
Sechs Monate nach Krankheitsbeginn schlug mein Psychiater vor, Mirtazapin langsam "lebe wohl" zu sagen. Mittlerweile hatte ich 15 kg zugenommen.
Ich wollte erst im Kopf gesund werden, die Depression stand im Vordergrund. (Übrigens: Die 15 kg sind heute wieder weg.) Wir haben von 30 mg auf 15 mg reduzierte. [...]Es hatte keinerlei Effekt auf mich.
Sieben Monate nach Krankheitsbeginn reduzierte ich auf 7,5 mg zum Abend. Zwei Wochen später setzte ich ab. Das ging ein paar Tage gut. Danach hatte ich wieder schlaflose Nächte (das einzige Symptom aus der Depression, das so nachhaltig und hartnäckig blieb). Es reichte aber aus, um zu denken "Oh Gott, die Depression ist wieder da". (War sie aber gar nicht.)
Acht Monate nach Krankheitsbeginn Krisentreffen mit meinem Psychiater: Wenn's nur noch die Schlafstörungen sind, solle ich Zopiclon statt Mirtazapin versuchen. Gesagt getan. Je nach Bedarf nahm ich 3,75 mg (halbe Tablette) oder 7,5 mg. Ich schlief ein und 6-7 Stunden auch durch, aber der Schlaf war in keinster Weise erholsam. Am nächsten Morgen war ich wie gerädert.
Ich wechselte wieder zu Mirtazapin; auf Empfehlung meines Psychiaters versuchte ich 3,75 mg Mirtazapin. Das lies mich schlafen und ich fühlte mich am nächsten Morgen nicht mehr kO. Allerdings stellte ich mir da schon die Frage: Placeboeffekt oder physiologisch wirksam bei der Menge?

# Ende der PT #
Nach acht Monaten und 20 Therapiesitzungen endete die Psychotherapie. Therapieziel erreicht. Das sah ich auch so. Meine Psychotherapeutin gab mir mit auf den Weg, dass ich die Medikamente nicht mehr bräuchte, dass ich noch als letzte Sicherung an ihnen festhielte und den Schritt ganz ohne wagen solle. Ich dachte über sie noch spöttisch "Bisher hatte ich ein gutes Bild von ihnen." Aber sie hatte Recht.

# Absetzen 3 AD, Z #
Mein Psychiater war auch schon etwas genervt von mir. Er verschrieb mir einen kleinen Vorrat Mirtazapin und Zopiclon und sagte, dass ich bei den geringen Mengen einfach selber stückeln und ausprobieren solle, was mir hilft. Er sagte weiter, dass ich das eigentlich nicht brauchen würde, aber er mir Rezepte ausstellen würde, wenn ich wolle. Weiter darüber reden hätte keinen Sinn, sagte er.
Von Monat 9 bis 11 nach Krankheitsbeginn machte ich das. Mal drei Tage Mirta-Krümelchen vor dem Schlafen, ein paar Tage nichts, dann zwei nächste Tage Zopiclon, auch doof, zurück zu Mirta-Atomen.
Dann kam der Unfall eines sehr nahen Familienangehörigen, der Besuch auf der Intensivstation, ich war komplett durch den Wind, als ich am Unfalltag abends ins Bett fiel und einfach einschlief. Am nächsten Morgen dachte ich "Komisch, du hattest doch vorher drei Tage kein Mirtazapin genommen; eigentlich wäre gestern Abend wieder eine fällig gewesen." Ich kümmerte mich in den Folgetagen um Angehörige und Familie, meine Psyche war abgelenkt. Ausgelastet war ich auch vorher durch Arbeit und Hobbys. Anyway: Ich schlief ein. Ohne Medis. Drei Wochen nach dem Unfall war alles wieder im Lot in der Familie. Und ich saß abends auf der Bettkante und dachte "What? Drei Wochen ohne Medikamente."


Heute weiß ich, dass ich einfach psychisch abhängig war. Und das ist meiner Meinung nach die tückischere Abhängigkeit. Selbstvertrauen, Selbstbild, Zuversicht habe ich in der Psychotherapie gestärkt. Aber ich musste meine Belastbarkeit wieder erleben! Meine Psyche musste erfahren, dass sie wieder etwas leisten kann. Wenn ich eines gelernt habe, dann das, dass dem Unbewussten/der Psyche kaum mit Worten und Gedanken beizukommen ist. Aber mit Erlebtem und Erfahrungen!

Ich habe das in den Folgewochen und -monaten weiter herbeigeführt und "perfektioniert". Und kann sagen, dass ich mich sehr gesund, stark, kraftvoll und belastbar fühle. Und das mittlerweile seit einem Jahr; ich bin wieder der Alte. Wenn auch nicht ganz, denn die Depression hat mich zum Positiven und nachhaltig verändert.


Wichtig: Es ist meine Geschichte, nicht deine! Damit will ich sagen, dass sie deinen Weg nicht ersetzt. Jeder Weg hinaus ist individuell und ja, es gibt sicherlich auch schwere psychopathologische Fälle, denen dauerhaft nur mit Medikamenten geholfen werden kann und muss. Aber der größte Teil von euch wird den Weg aus der Depression (oder anderen Erkrankungen) schaffen. Habe Selbstvertrauen.

Ululu 69
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Re: Allgemeine Fragen und Hinweise untereinander

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 24.08.17, 11:31

Hallo SchwarwälderHirsch,

vorab erstmal schön, dass es dir wieder gut geht und du von der Einnahme der Medikamente profitieren konntest und du sie auch vor Allem wieder so problemlos absetzen konntest.

Ob du hier im Forum allerdings mit diesem Bericht jemandem Mut machen kannst, glaube ich ehrlich gesagt eher nicht.
Wir sind ja hier sehr Pharma kritisch, eben weil wir hier tausendfach die Erfahrung gemacht haben, dass PP den meisten Menschen leider eher schaden als nützen. Siehe z.B. 10 Mythen über Psychopharmaka von Prof. Peter Gøtzsche

Dieses Forum ist für Menschen gemacht, die absetzwillig sind und damit eben entsprechend Probleme haben, manchmal in unglaublichen Ausmaßen. Für viele hier ist ein normales Leben gar nicht mehr möglich und ob die davon profitieren, wenn du schreibst, wie hilfreich du die Medikamente gefunden hast und wie leicht du sie vor Allem wieder los geworden bist, bezweifle ich stark.

Es liegt in der Natur dieses Forums, dass hier eben genau die anderen Menschen Rat suchen, nämlich diejenigen, die die PP nicht vertragen haben, denen sie nichts gebracht haben als unaushaltbare Nebenwirkungen und die dann groteskerweise diese ungeliebten Medikamente teilweise über Jahre weiter nehmen müssen, um von ihnen loszukommen.

Nicht böse sein aber ein bisschen ist das so, als würden wir in einem Zöliakie-Forum posten, wie lecker wir Brot finden, wie wertvoll es für unsere Ernährung ist und gleich noch ein paar Brotbackrezepte anhängen.

Vielleicht ist deine Geschichte, die übrigens absolut nicht in Zweifel ziehe, in einem anderen Forum über Depressionen und Möglichkeiten zur Behandlung besser aufgehoben.

LG Ute
Zuletzt geändert von Oliver am Samstag, 09.09.17, 12:13, insgesamt 1-mal geändert.
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SchwarzwaelderHirsch

Re: Allgemeine Fragen und Hinweise untereinander

Beitrag von SchwarzwaelderHirsch » Samstag, 09.09.17, 19:15

Ululu 69 hat geschrieben:Ob du hier im Forum allerdings mit diesem Bericht jemandem Mut machen kannst, glaube ich ehrlich gesagt eher nicht.
Wir sind ja hier sehr Pharma kritisch, eben weil wir hier tausendfach die Erfahrung gemacht haben, dass PP den meisten Menschen leider eher schaden als nützen.
Ich weiß nicht, ob meine Aussagen jeder/jedem Leser/in Mut machen. Es soll ein Beitrag unter vielen (zehn-/hunderttausend) Beiträgen sein. Wer hier im Forum liest, ist in der Regel über eine Suchmaschine auf dieses Forum gestoßen, weil sie/er aufgrund einer psychiatrischen Erkrankung ein Medikament verschrieben bekommen hat, es bereits einnimmt, oftmals auch länger und es absetzen will und vielleicht nicht kann. Das habe ich in keinster Weise in Misskredit gestellt. Zu lesen, dass es Menschen gibt, die dieses Kapitel Psychopharmaka erfolgreich für sich beendet haben, kann ich nicht verwerflich finden. Ich denke, dass sich in meinem Beitrag gut herauslesen lässt, dass ich die Einnahme von Psychopharmaka als für den Moment notwendig, aber auf Dauer ebenfalls kritisch angesehen habe, da ich alles daran gesetzt habe, diese zeitnah abzusetzen.

Ist mein Fehler, dass mir das Absetzen gelungen ist? Ist mein Fehler, dass die psychische Abhängigkeit bei mir dominierte und dass ich diese als schlimmer, weil nicht greifbar wahrnahm?
Ululu 69 hat geschrieben:Dieses Forum ist für Menschen gemacht, die absetzwillig sind und damit eben entsprechend Probleme haben, manchmal in unglaublichen Ausmaßen.
Siehe oben. Ich war auch absetzwillig und habe nicht mehr getan, als die Medikamente abgesetzt zu haben. Mir könnte es total egal sein, ein positives Statement zu setzen - mir geht's nun gut. Nach mir die Sintflut. Aber ich war während meiner Depression verzweifelt auf der Suche nach Menschen, die nicht nur über die Einnahme und das Ausschleichen ihrer Medikamente berichten, sondern auch nach denen, die es geschafft haben. Ich wollte für die, die heute/morgen danach suchen, diese Information geben: Ja, es kann gehen.
Ululu 69 hat geschrieben:Für viele hier ist ein normales Leben gar nicht mehr möglich und ob die davon profitieren, wenn du schreibst, wie hilfreich du die Medikamente gefunden hast und wie leicht du sie vor Allem wieder los geworden bist, bezweifle ich stark.
Wie kannst du meine Historie anzweifeln? Kann nicht wahr sein, was nicht wahr sein darf?
Ululu 69 hat geschrieben:Es liegt in der Natur dieses Forums, dass hier eben genau die anderen Menschen Rat suchen, nämlich diejenigen, die die PP nicht vertragen haben, denen sie nichts gebracht haben als unaushaltbare Nebenwirkungen und die dann groteskerweise diese ungeliebten Medikamente teilweise über Jahre weiter nehmen müssen, um von ihnen loszukommen.
Es suchen Menschen aktiv Rat, ja. Dem steht mein Beitrag nicht entgegen. Er ist wie gesagt einer von vielen. Eine Erfahrung von vielen. Dieses Forum finden Menschen, weil sie den Wirkstoff in Google eingeben und weil dieses Forum mit seinen zehn-/hunderttausend Beiträgen einfach einen hohen Trefferquotienten besitzt. Daraus resultiert Verantwortung. Verantwortung, der ihr nicht nur mit einem Disclaimer im Kopf der Seite, sondern auch mit einer Vielfalt an Erfahrungen zum Austausch begegnen solltet.

Meine Verantwortung nahm ich auch am Ende meines Beitrags wahr, als ich von "meinem" Weg schrieb und explizit darauf hinwies, dass es natürlich Menschen gibt, die auf Medikamente angewiesen sein werden und deren Prozess schwerer ist als meiner. Ich habe meine Darstellung nicht verallgemeinert.
Ululu 69 hat geschrieben:Nicht böse sein aber ein bisschen ist das so, als würden wir in einem Zöliakie-Forum posten, wie lecker wir Brot finden, wie wertvoll es für unsere Ernährung ist und gleich noch ein paar Brotbackrezepte anhängen.
Was für ein Beispiel. Aber wenn ich mal im Bild bleibe: Ich habe nicht gepostet, wie lecker ich Brot immer und zu jeder Zeit finde. Ich schrieb, dass mir Brot zu einem Zeitpunkt half, wo mir einfache Kohlenhydrate und Zuckerverbindungen beim Aufpeppeln für einen begrenzten Zeitraum gut taten. Und ein Glücksrezept zu dem einen Superbrot, was allen hilft, habe ich ausgeschlossen.
Ululu 69 hat geschrieben:Vielleicht ist deine Geschichte, die übrigens absolut nicht in Zweifel ziehe, in einem anderen Forum über Depressionen und Möglichkeiten zur Behandlung besser aufgehoben.
Es sollte nicht zur Haltung in diesem Forum werden, Erfahrungsberichte als Geschichte zu labeln. Das kann sich herablassend lesen. Ich möchte mal wohlwollend sein und das nicht unterstellen. Meinen Erfahrungsbericht habe ich hier gepostet, weil ich während meiner Depression in diesem Forum Wissen über die Wirkweise meiner eingenommenen Medikamente bezogen habe. Nur hier. Und dennoch sollte ich kritisch hinterfragen dürfen, ob man hier und da offener im Umgang anderer/pluraler Erfahrungen und Empfehlungen sein sollte. Aus der gegebenen Verantwortung heraus.

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Re: Erfahrungsbericht: Absetzen von Mirtazapin und Lorazepam

Beitrag von Oliver » Samstag, 09.09.17, 20:32

Hallo Hirsch,
Daraus resultiert Verantwortung. Verantwortung, der ihr nicht nur mit einem Disclaimer im Kopf der Seite, sondern auch mit einer Vielfalt an
Erfahrungen zum Austausch begegnen solltet.
Siehe:

http://www.adfd.org/austausch/app.php/rules

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=12&t=1809

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=12&t=1811

Nimm's mir nicht übel, aber ich beende die Diskussion hiermit einseitig. Nach weit über einem Jahrzehnt in diesem Forum bin ich es müde immer wieder die gleichen Diskussionen zu führen. Du hast Deine Geschichte ja jetzt erzählt und die lassen wir auch gerne so stehen.

Du hast uns weiterhin mehr oder weniger subtil wissen lassen, dass wir unsere Verantwortung nicht ernst nehmen und jetzt troll Dich. Es gibt zig Foren und Seiten, wo Loblieder auf die tollen Psychopharmaka gesungen werden. Das ADFD ist eines der wenigen Gegengewichte, und wir geben uns hier große Mühe, den Rest der Menschen aufzufangen. Die die von den Ärzten und der Gesellschaft im Stich gelassen werden und denen Geschichten wie Deine nun mal nicht helfen.

Wir sind hier schon belastet genug damit, den Menschen zu helfen, die unsere Hilfe annehmen wollen. Für Diskussionen wie die, die Du hier anzetteln willst, haben wir keine Zeit und keine Lust mehr.

Konto gelöscht. Viel Spaß im Rest des großen Internets.

Alles Gute
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