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quetiapin erfolgreich abgesetzt nach vorrigen horrorversuchen

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
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durcheinander
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quetiapin erfolgreich abgesetzt nach vorrigen horrorversuchen

Beitrag von durcheinander » Mittwoch, 14.03.18, 17:29

ich will hier menschen meine erfahrung schildern und eben ein paar tips mit auf den weg geben was aber sicherlich von psyche zu psyche anders ist sprich es vielleicht den meisten gar nicht helfen wird. aber dennoch empfinde ich es als wichtig das mitzuteilen weil es meiner meinung nach eine schweinerei ist so ein medikament auf dem markt zu haben bzw das psychiater einem nicht sagen das das genau so abhängig macht wie harte drogen.

ich habe es mal radikal abgesetzt was bei mir normal ist das radikale und ich komme damit sehr gut zurecht.
ich habe drei monate lang es nicht mehr genommen und von 100 mg auf null reduziert gehabt. ich hatte herzrasen und ich habe in den drei monaten nicht eine einzige nacht richtig geschlafen. das war so ein schlaf als hätte man zwanzig red bull getrunken und das die ganzen drei monate und ausserdem wurde ich von tag zu tag nervöser und unruhiger.
aber wenn man drei monate keine nacht richtig schläft dann dürfte das auch bei menschen passieren die keinerlei medikamente absetzen.
ich muss hier noch erwähnen das es mir eigentlich nur zum einschlafen diente.
ich bin der meinung das ich psychisch keinerlei probleme habe.

ich habe die dosis dann auf 25 mg wieder erhöht und dann war wieder alles ok.
aber ich mag keine drogen nehmen.
deshalb war mir das stets ein dorn im auge und ich habe dann zwischen durch wieder mehr und dann wieder weniger genommen.
ich habe vor einem halben jahr es auf 25 mg reduziert.

mein psychiater ist in meinen augen ein sehr inkompetenter arzt gewesen.
sprich seine tips und ratschläge habe ich als klopapier nur noch genutzt bis ich dann das medikament nicht mehr brauchte. da sagte ich tschüss.
also ein halbes jahr lang bevor ich es absetzte habe ich es auf 25 mg gehalten.
ich wollte es wie ich es schon in foren gelesen hatte auch mit 5mg schritten runtersetzen und dann absetzen aber ich versuchte es radikal.
die erste nacht war schon ein riesen unterschied zu der letzten nacht der drei monate.
sprich ich habe geschlafen zwar wurde ich regelmässig wach aber habe geschlafen.
die zweite nacht da bin ich vier stunden später als gewohnt eingeschlafen und habe fast durchgeschlafen.
die dritte nacht da dachte ich kaum noch darüber nach weil es mir schon fast normal vorkam.
ich bin jetzt seid zehn tagen ohne das medikament und habe einen unterschied wie tag und nacht zu den drei monaten.
also ich fühle mich ganz normal nur eben ein wenig klarer aber das wusste ich schon das es das medikament war ansonsten merke ich keinerlei unterschiede.
es ist als hätte ich es das letzte halbe jahr gar nicht genommen.
ich habe aber etwas anders gemacht und zwar habe ich vitamin preparate zu mir genommen bzw nehme sie noch zu mir.
und zwar vorwiegend vitamin b pillen und zwar zwei stück am tag.
und selen pillen.
ich habe beim nachlesen von überdosierung rausgekriegt das das b vitamin was für das gehirn zuständig ist ein wohlgefühl auslöst wenn man keinen mangel hat.
ja also ich gehe stark davon aus das die vitamin tabletten dafür sorgen das ich einen ausgewogenen mineral und vitamin spiegel in mir habe.
und deswegen habe ich eben keinerlei entzugserscheinungen oder ich bin einfach nur knall hart.
das kann auch sein.
ich denke auch das das nicht irgend welchen depresieven helfen wird sondern nur denen die es als beruhigungsmittel und schlafmittel genutzt haben.
aber vitamine schaden niemanden würde ich mal sagen sprich wenn man vitamin pillen nimmt zu der nahrung und das im rahmen da kann man nichts falsch machen.
ja und da habt ihr wieso ich meinen psychiater für inkompetent halte.
anstelle das der mal ein grosses blutbild macht um vielleicht vitaminmangel festzustellen versuchte der drogendealer mir irgend welche psychosen einzureden und die medikation zu erhöhen.
so ist das wenn man das als buisness sieht da wird man mal ganz schnell als dealer gesehen und nicht als helfender arzt.
ich sags nochmal, ich fühle mich wie vorher als ich das halbe jahr das medikament eingenommen habe und mein schlaf ist auch seid fünf sechs tagen ganz normal ausser ich habe hunger.
aber das hatte ich schon vor dem medikament. mein stoffwechsel ist der burner hoch zehn.

ich hoffe ich konnte hier ein paar helfen.
ich hätte mich gefreut wenn ich das hier gelesen hätte als tip und sicherlich mal direkt es ausprobiert.
mfg
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Re: quetiapin erfolgreich abgesetzt nach vorrigen horrorversuchen

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 14.03.18, 20:12

Hallo durcheinander, :)

willkommen im Forum.
Wir haben eine Rubrik namens Erfahrungsberichte, da werde ich deinen Beitrag die Tage mal hin verschieben.
Es ist prima, dass du vom Quetiapin los gekommen bist; das klang hart.
Wir wissen, wie schwierig diese Medikamente abzusetzen sind.

Ich möchte dir aber ehrlich schreiben, dass ich es unglücklich finde, wenn du einen Arzt als Drogendealer bezeichnest. Ich respektiere, dass es deine Art der "Namensgebung" ist, aber das Forum legt eigentlich Wert auf gemäßigtes Formulieren, nicht zuletzt deswegen, weil auch gelegentlich Ärzte bei uns mitlesen und einfach nur simples Ärzte-Bashing ist uns da zu billig; zumal man so auch keine Experten motivieren kann bei uns öfters reinzuschauen.

Viele Grüße
Jamie
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Re: quetiapin erfolgreich abgesetzt nach vorrigen horrorversuchen

Beitrag von yberion45 » Donnerstag, 15.03.18, 6:56

Hey durcheinander,

Mag sein, dass diese Medikamente nicht nötig sind, aber mein Pyschiater hat als erstes EKG machen lassen und das große Blutbild.
Also sind nicht alle so und bashing eignet sich nie, da ihm das eh egal ist.
LG yberion
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Februar 2017:Diagnose : zwangsgedanken (post thc und amphetamine Syndrom)

01.05.2017 20mg Fluoxetin Libido Verlust
05.07.2017 Fluoxetin 20 mg und Tolvon 10 mg kalt abgesetzt
20 mg Citalopram libido wieder da, dafür Kopfschmerzen Wahrnehmung beeinträchtigt, je mehr ich mich bewege um so schlimmer NW
20.12.2017 - 5mg:15 mg Citalopram Nw besser, zwei Tage müde
02.02.2018 -5mg: 10 mg keine Symptome kaum Nebenwirkungen keine Gedanken
06.02.2018 mir geht es Super keine Symptome fast keine NW Wohlfühldosis
07.02.2018 Nebenwirkungen wieder da aber abgeschwächt als bei 15 mg sonst ganz gut keine Gedanken

09.02.2018 Mir geht es super, keine Symptome und die Nebenwirkung sind noch da, aber sehr erträglich
17.02.2018 keine Absetz Symptome, Nebenwirkungen sehr schwach
20.02.2018 immer noch keine absetz Symptome, Nebenwirkungen da
01.03.2018 keine Absetz Symptome bekommen seid 3 Tagen sind die Nebenwirkungen gesunken. Ich vermute es liegt daran, dass ich jetzt jeden Tag jogge
05.03.2018 immer noch keine Probleme, aber Nebenwirkungen wieder etwas stärker. Keine Gedanken. Kann kaum abwarten bis zur nächsten Reduktion
23.03.2018 - 5mg: 5 mg mal sehen wie es wird bis jetzt ist nichts, aber auch zu früh
04.04.2018 Noch keine Symptome, mir geht es Super und die Nebenwirkung sind sehr gering. Von meiner Grunderkrankung keine Spur
10.04.2018 Noch keine Symptome. Mir geht es immer noch sehr gut und vom Zwang auch keine Spur. Bin leicht müde, liegt aber vom Wochenende noch, da ich wegen einem Paris Trip kaum geschlafen habe.
05.04.2018 seid heute 0 mg
28.04.2018 folgende Absetz Symptome sind verschwunden:
Übelkeit und Schwindel
Folgende Absetz Symptome habe ich noch:
Augen brennen, komische Wahrnehmung von mir selber und manchmal Kopfschmerzen und Matschig. Jedoch Wellen artig mal besser und mal schlechter.
26.06.2018 immer noch Absetz Symptome, die stündlich ihre Starke ändern aber Alltag tauglich bleibt. Wahrnehmung immer noch gestört. Seid 3 Tagen CBD seid 8 Tagen Mariendistelsamen und L-Tryptophan
31.08.2018: Symptome sehr zurück gegangen, normale Gedanken kommen wieder, Gehirn nur noch leicht betäubt, schwankt etwas

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Re: quetiapin erfolgreich abgesetzt nach vorrigen horrorversuchen

Beitrag von Muryell » Donnerstag, 15.03.18, 9:15

Hallo durcheinander,

auch von mir willkommen im Forum. :D

Sorry, ich werde kurz Deinen Thread dazu benutzen, um etwas Anderes zu besprechen. Aber weil Du keine Beratung wünschst und Dein Thread zu den Erfahrungsberichten verschoben wird, hoffe ich, dass das in Ordnung ist. :)
Jamie hat geschrieben:
Mittwoch, 14.03.18, 20:12

Ich respektiere, dass es deine Art der "Namensgebung" ist, aber das Forum legt eigentlich Wert auf gemäßigtes Formulieren, nicht zuletzt deswegen, weil auch gelegentlich Ärzte bei uns mitlesen und einfach nur simples Ärzte-Bashing ist uns da zu billig; zumal man so auch keine Experten motivieren kann bei uns öfters reinzuschauen.
Dieser Satz beschäftigt mich seit gestern Abend: „Ärzte lesen bei uns mit“.

Liebe Jamie, ich hoffe so sehr, dass das tatsächlich so ist. :?
Meine bisherige Erfahrung mit den Ärzten ist, dass meine ganze Symptomatik einfach abgetan wird, in Sinne von: „nein, das gibt es nicht“. Oder es war die Erkrankung. Oder ich muss mich mehr anstrengen. :vomit:

Die Vorstellung, dass Ärzte sich tatsächlich für uns interessieren und uns so ernst nehmen, dass sie bereit sind, hier über unsere Meinung und unsere Erfahrungen zu lesen, hat mich sehr berührt.

Danke, durcheinander, für den Platz in Deinem Thread.

Alles Gute

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Re: quetiapin erfolgreich abgesetzt nach vorrigen horrorversuchen

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 15.03.18, 9:20

Hallo Muryell,

wir wissen explizit von mindestens drei Ärzten, dass sie uns kennen, lesen und empfehlen. Und ich und ein weiteres Teammitglied werden dieses Jahr Vorträge halten, vor Psychiatern und Intressierten.

:party2:

Auch die Mezis verweisen auf uns als Sebsthilfegruppe: https://mezis.de/mezis-fuer-patientinne ... fegruppen/

:fly:

Ein Journalist kündigte mir an, er wolle sich dieses Jahr dem Thema widmen und kriege es hoffentlich in der Redaktion durch. Daumendrücken!

Change is coming!

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Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: quetiapin erfolgreich abgesetzt nach vorrigen horrorversuchen

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 15.03.18, 9:42

Off Topic
„Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann - tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde.“

Margaret Mead
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Re: quetiapin erfolgreich abgesetzt nach vorrigen horrorversuchen

Beitrag von Muryell » Donnerstag, 15.03.18, 13:21

Liebe Murmeline,

vielen Dank für die Infos.
Ich glaube fest daran, dass die Absetzproblematik in zwanzig Jahre oder so anders gehandhabt wird.
Wir, die Betroffenen, müssen Aufklärungsarbeit leisten.

Es hat mich nur sehr berührt, zu erfahren, dass heute schon einige Ärzte uns ernst nehmen.

Liebe Grüße

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Re: quetiapin erfolgreich abgesetzt nach vorrigen horrorversuchen

Beitrag von LenaLena » Donnerstag, 15.03.18, 19:40

Hallo ihr,

sehr spannende Fragen, die hier aufgeworfen werden.

Erstmal: Ich verstehe, warum "durcheinander" so über Ärzte schreibt, wie er/sie schreibt. Wenn man das so erlebt hat wie er/sie, wie auch Muryell es hat, auch ich, dann ist das eine ganz nachvollziehbare (Wut-)Reaktion und an sich durchaus angemessen.
Aber natürlich verstehe ich auch Jamies Einwurf, denn das Forum ist nun mal öffentlich und wir wollen ja wirklich nicht alle Ärzte über einen Kamm scheren :)
Was natürlich sehr schwer ist, wenn man solche Erfahrungen gemacht hat - das müssen uns die Ärzte auch zugestehen! :)

Murmeline, danke für diese SEHR ermutigenden Infos. Ich bin auch sehr berührt, dass unser Leiden mehr und mehr gesehen wird.
Sehr schönes Zitat <3
Muryell hat geschrieben:
Donnerstag, 15.03.18, 13:21
Ich glaube fest daran, dass die Absetzproblematik in zwanzig Jahre oder so anders gehandhabt wird.
Wir, die Betroffenen, müssen Aufklärungsarbeit leisten.
Ich hoffe es. Ich denke mit Schrecken daran, dass ich vielleicht mal Kinder habe, denen dasselbe passiert. Das ist für mich ein wirklich Albtraumgedanke.

Ja, wir müssen aufklären. Ich bin mittlerweile, so weit meine Kraft reicht, an mehreren Fronten aktiv und möchte das auch weiterhin sein. Wenn jeder von uns einen kleinen Beitrag leistet, wird das Thema bekannter und öffentlicher. Und irgendwann entsteht durch diese Öffentlichkeit immer mehr Druck.
Wie beim Thema Plastik, wie beim Thema Antibabypille, etc.

:) Lena
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Re: quetiapin erfolgreich abgesetzt nach vorrigen horrorversuchen

Beitrag von Muryell » Freitag, 16.03.18, 9:43

Hallo Ihr Lieben,

dieses Thema ist so interessant, dass daraus ein Diskussionsthread werden könnte.

Lena :) hat recht, unsere Wutreakion ist mehr als berechtigt.
Jamie :) hat auch recht, wir dürfen nicht verallgemeinern.

Aber warum ich noch einmal hier schreibe?
LenaLena hat geschrieben:
Donnerstag, 15.03.18, 19:40


Ich denke mit Schrecken daran, dass ich vielleicht mal Kinder habe, denen dasselbe passiert. Das ist für mich ein wirklich Albtraumgedanke.

Liebe Lena, davor habe ich keine Angst. Denn ich bin mir dessen sicher: Sollten meine Kinder irgendwann die Wörter Psychopharmaka, Tavor, Lyrica, Pregabalin, Paroxetin, Zyprexa oder desgleichen von einem Arzt hören, werden sie sich umgehend umdrehen und die Flucht ergreifen. So ungefähr:


viewtopic.php?f=8&t=11607&start=440#p223662

:lol: :lol: :lol: :lol: Man darf den Humor nicht verlieren.


Übrigens, das Thema Plastik interessiert mich auch.
Ich wünsche allen einen schönen Tag.

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Re: quetiapin erfolgreich abgesetzt nach vorrigen horrorversuchen

Beitrag von LenaLena » Freitag, 16.03.18, 10:25

Hey Muryell,

:lol:

anscheinend bin ich echt zu pessimistisch :)

Ich hoffe sehr, dass du recht hast. Was mich so zweifeln lässt, ist die Tatsache, wie lange das alles schon bekannt ist, dass es zB dieses Forum ja auch schon 15 (glaube ich?) Jahre gibt, und noch immer reagieren die Ärzte auf unsere Erfahrungen und auch Hinweise auf Internetberichte so, wie sie es eben tun.

Und bei den Benzos ist es ja schon richtig, richtig bekannt (sogar im Beipackzettel vermerkt), wie abhängig die machen, und trotzdem konnte ich ohne Probleme und ohne Hinweis darauf eins beim Hausarzt bekommen, und trotzdem gibt es auch heute noch unzählige Benzoabhängige.

Gerade habe ich wieder von zwei 17-Jährigen gehört, die auf harte PP eingestellt wurden; die Eltern ließen sich nichts sagen "denn dem Kind gehts ja nun endlich besser".

Das sind so die Hintergründe, warum ich zweifle.

Allerdings sind wir in der Situation, die Erfahrungen selbst gemacht zu haben und können daher zumindest UNSERE Kinder aufklären und schützen :)
Und unser Umfeld! Halte ich für enorm wichtig!
Und wer es nicht hören will, dem lasse ich gerne seine eigene Meinung, der muss dann eben fühlen, so traurig es ist.

:sports: :sports:
LG Lena
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