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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
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Erfahrungen mit AD, Neuroleptika und absetzen

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
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Osolemio1989
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Erfahrungen mit AD, Neuroleptika und absetzen

Beitrag von Osolemio1989 » Freitag, 18.05.18, 2:05

Hallo ihr Lieben,

Ich muss jetzt hier auch noch meinen Senf dazu geben und meine Erfahrungen teilen. :wink:
Also angefangen hat der ganze Horror im Sommer 2016. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt seit ca. 6 Monaten eine Kriese, da ich unter Bindungsängsten litt und immer mehr das Gefühl bekam mit mir stimmt doch was nicht. Ich habe mich dann richtig reingesteigert. :wirbel: Ich ging dann zum Arzt und der überwies mich zu einer Psychiaterin. Sie verschrieb mir Trittico. Ich musste das jeweils vor dem Schlafen nehmen. Nach ca. 4 Nächten folgte eine Horrornacht. :shock: Ich dachte echt ich sterbe. Ich hatte eine so krasse Panikattake und das gefühl mein Herz bleibt stehen und ich kriege keine Luft mehr. Ich hatte nie zuvor sowas gehabt. Dann setzte ich das Zeug sofort ab. Die Psychiaterin meinte natürlich, das könne auf keinen Fall das Medi sein, aber ich bin da anderer Meinung... Eigendlich schwor ich mir dann niemehr so etzwas zu nehmen. Aber im laufe der letzten Jahre hatte ich immer wieder kriesen und wurde weichgeklopft andere Medis auszuprobieren :frust: :frust: Darunter Venlaflaxin, Escitalopram, Sertralin und zuletzt Sequase. Ich kann nur sagen, dass eines schlimmer als das nächste war. Die Nebenwirkungen waren enorm, von Schwindel, Übelkeit, Rastlosigkeit, Zittern, Herzstechen, Kopfschmerzen, nicht mehr klar denken können etc. Unter Sequase hatte ich das Gefühl, ich werde zu einem Zombie und das nach nur wenigen Einnahmen. :zombie: Ich weiss, man sollte das Zeug über Wochen einnehmen, damit es die Wirkung richtig entfaltet aber ich bin der Meinung, dass der Körper nicht ohne Grund so krass reagiert. Der will doch Zeigen, dass er die Sch...sse nicht will. Ich will nicht behaupten, dass sie niemandem helfen können, vielleicht gibt es Menschen die gut auf solche Medikamente ansprechen, aber für mich war es ein Horrortripp nach dem andern. Und dann die Absetzerscheinungen und das nach jeweils kurzer Einnahme ( ein paar Tage) Mir gings jedesmal unglaublich schlecht, da will mir niemand sagen, dass das Zeugs nicht abhängig macht, denn ich hatte jeweils immer die mindest startdosis und nur wenige Tage, da ichs nicht länger vertragen habe. :sick: Für mich ist der Fall klar, das macht mich mehr krank als gesund.
Was mir schlussendlich am meisten geholfen hat ist, offen und ehrlich mit meinem Umfeld über meine Ängste zu sprechen, Tagebuch zu führen, Sport machen, Malen und versuchen möglichst zu entspannen und offen zu kommunizieren, wenn mich etwas belastet oder überfordert. Ich bin dann auf Arbeit auch mit den Prozenten ein wenig runter und versuche oft an der frischen Luft und in der Natur zu sein. Wenn ich sehr nervös bin nehme ich Rescure Tropfen oder wie die heissen, die sind natürlich und helfen auch. UND was mir auch sehr viel gebracht hat ist Meditation. Es gibt super Videos zum Thema "geführte Meditation" im Youtube. Die gehen teilweise nur 15min und man lernt sich auf den Moment zu konzentrieren und zu entspannen. :fly: Ich denke das Problem ist, die Zeit in der wir uns bewegen. Alles ist sehr schnellebig und von überall wird gefordert. Alles muss immer besser, schneller, schöner sein und es bleibt kein Platz für die Selbstverwirklichung. In meinen Augen versucht man mit den Medikamenten Symtome weg zu zabern, die einem genau darauf aufmerksam machen, dass man etwas ändern sollte, weil etwas nicht mehr stimmt. Also bleibt dran, arbeitet an euch und die die gerade mit Absetzsymptomen kämpfen: haltet durch, ihr schafft das <3

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Re: Erfahrungen mit AD, Neuroleptika und absetzen

Beitrag von Anikke » Freitag, 18.05.18, 6:23

hallo osolemio,
danke fürs erzählen.
du scheinst sehr sensibelbauf dir Psychopharmaka reagiert zu haben, letztlich großes Glück für dich, dass dein Körper dir das so deutlich zeigte :)
gut dass du das dann auch ernst genommen Gast du ND dein leben so umgestellt hast und gute alternativen gefunden hast.
liebe grüße anikke
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Re: Erfahrungen mit AD, Neuroleptika und absetzen

Beitrag von padma » Freitag, 18.05.18, 13:09

hallo Osolemio, :)

danke dir für deinen Erfahrungsbericht.
Danke fürs Mutmachen.
Ich weiss, man sollte das Zeug über Wochen einnehmen, damit es die Wirkung richtig entfaltet aber ich bin der Meinung, dass der Körper nicht ohne Grund so krass reagiert.
Ich bin da ganz deiner Meinung. Gut, dass du auf deinen Körper gehört und deiner Einschätzung vertraut hast.
Ich denke das Problem ist, die Zeit in der wir uns bewegen. Alles ist sehr schnellebig und von überall wird gefordert. Alles muss immer besser, schneller, schöner sein und es bleibt kein Platz für die Selbstverwirklichung. In meinen Augen versucht man mit den Medikamenten Symtome weg zu zabern, die einem genau darauf aufmerksam machen, dass man etwas ändern sollte, weil etwas nicht mehr stimmt.
Da sprichst du einen ganz wichtigen Punkt an, meine volle Zustimmung.

Klasse, dass du Möglichkeiten gefunden hast, wie du dir selbst helfen konntest. :D

Da du bereits Psychopharmaka- frei bist, werde ich deinen Bericht später in die Rubrik "Erfahrungsberichte" verschieben.

liebe Grüsse,
padma
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