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Cavanis Heilungsgeschichte (Kaltentzug von Alprazolam und Duloxetin)

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
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padma
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Cavanis Heilungsgeschichte (Kaltentzug von Alprazolam und Duloxetin)

Beitrag von padma »

hallo,

Die folgenden Einträge sind aus dem thread von Cavani (Bes), mit seiner freundlichen Genehmigung zusammengestellt. Der gesamte thread befindet sich hier: viewtopic.php?f=18&t=14610


» 09.03.18,
Hallo erstmal ,
Ich (männlich in 2 wochen 22Jahre jung ) habe das Forum seit ca.10 Monaten gefunden und folge es täglich mehrmals . Ich habe heute mein Mut zusammen gepackt und habe ein Konto eröffnet und mein ersten Beitrag zusammengestellt.
Als erstes möchte ich erwähnen dass ihr eine GROSSARTIGE ARBEIT leistet . Wow :group:
Ich habe ein Anliegen ob mir jemand helfen könnte ..

Ich habe wegen Panikattacken Xanax verschrieben bekommen gleichzeitig mit Efexor ER ( Venlafaxin )
Das Xanax habe ich ununterbrochen täglich 2.5 Jahre genommen 0.25 -0.5 mg täglich.
Efexor 1.5 Jahre 75 mg das andere Jahr Duloxetin Cymbalta.

Ich war echt blöde und dumm ( sorry für die Wortfahl) und habe uninformiert gehandelt und habe das AD kalt abgesetzt und hatte danach so merkwürdige Blitzstromshläge durch den Kopf wen ich nach links oder rechts geschaut habe , durch diese Komishen Symptome habe ich dann wieder eindosiert , habe mich stabilisiert und nach diesen 2.5 Jahre einen gravierenden Fehler gemacht ich hab das Duloxetin kalt abgesetzt , als ob das nicht genug wäre zeitgleich auch das Xanax kalt abgesetzt also ich stecke in 2 Kaltentzüge hahaha :whistle: ich weiss blödmann trotzdem muss ich lachen ab meiner Dummheit.

Obwohl ich kein einzigen grund habe um zu lache hier:
0-3 Monate HÖLLE auf Erden :
Suizidgedanken , Derealisation Depersonalisation , Neuro Emotionen , Herzrasen Herklopfen , Benebelt , Motivationslos, Muskelzuckungen , Nervenschmerzen , Gelenkschmerzen, entfremdungserlbenisse , verzerrtes sehen , magen darm beschwerden , haarausfall , kompletter libidoverlust , stimmungsshwankungen , depressiv , hoffnungslosigkeit , verzweiflung, ANGST , psychotische Anfälle und vieles mehr .

3-6 Monate : Immernoch das gleiche mit abwechslender Symptome .
6-9 Monate : Ein bisschen gedämpfte Symptome typishe Wellen und Fenster schon täglich .
Ich bin nun im 10 Monat nach 0 .

Ich bekomm aus dem nichts so komische Zustände die sich sehr real anfühlen aber ich innerlich weiss dass es nicht zumir gehört dass mir das alles ein Streich spielen will.
obwohl ich mein Leben liebe Meine Freundin überalles Liebe meine Familie liebe noch sehr viel erleben möchte doch das macht mich alles sehr traurig :(
Nach ein paar minuten vershwindet das auch ein bisschen ..
Diverse unverträglichkeiten habe ich auch .

Habe starke angstgefühle alleine zusein im sinne von ich könnte die Kontrolle verlieren , das problem ist das ist ein gefühl aber im inneren Kern ist immernoch der freusige Mensch da der genau weiss dass das nicht stimmt.
Die ständige derealisation depersonalisation keine ahnung was das ist verstärkt die Symptome sowie : ich kann nicht so denken wie ich möchte ..
meine frage kann das noch der Entzug sein ?
Eins muss ich aber sagen dass sich vieles verbessert hat . Hab ich zumindest das Gefühl..
Was mich zu schaffen macht sind diese aufdringliche gedanken diese Fake Gedanken nenne ich sie ..

Ihr seit echt eine Stütze und Gott segne euch.
Tut mir leid wenn ich gleich soviel geschrieben habe ..
Liebe Grüsse Bes



30.09.19,
Guten Tag allerseits,
Lange ist es her, dass ich das letzte mal einen Beitrag verfasst habe oder im Forum aktiv war.
In dieser Zeit der Abwesenheit habe ich sehr gelitten ich ging jeden Tag durch die Hölle.
Es war grausam , das schöne ist ich kann heute sagen es WAR grausam also somit gehört es zur Vergangenheit.

Mir gehts es heute sehr gut.

90% der Symptome sind verschwunden, das interessante oder erwähnenswerte daran ist ich bemerkte es garnicht dass die Symptome verschwunden sind, erst nach einiger Zeit als ich mich selbst gefragt habe kamen mir gefühlt 12345678 symptome in den Sinn die ich heute nicht mehr habe und ich kann mich nicht einmal einfühlen wie sie sich angefühlt haben oder was ich gedacht habe es kommt mir heute so vor als hätte ich diese Symptome nie gehabt.komisches gefühl haha.

Suizidgedanken komplett weg ich bin so froh dass diese verfluchten Gedanken nicht mehr da sind.

Das einzige was ich heute noch habe ist diese permanente Derealisation/Depersonalisation.
Die geht mir übelst auf den S :censored: aber ich muss es akzeptieren .
Meine Formel = Akzeptanz + Zeit = Heilung

Ich habe nur noch fenster und wellen sind sehr sehr sehr selten geworden.
Ihr schafft das alle ich glaube an euch , ihr dürft niemals aufgeben.
Wenn ihr das überstanden habt dann gibt es nichts mehr aber wirklich nichts mehr auf dieser Welt , dass euch brechen könnte.

Ich bin so gewachsen an dieser Erfahrung ich kann nur für mich persönlich sprechen , dass es nichts mehr auf dieser Welt gibt das mich brechen könnte.
Diese Stärke, diese Energie , die sich 3 Jahre angestaut hat aber nicht raus konnte spuckt nur so aus mich aus.

Rückblicken kann ich sagen dass ich sogar froh bin diese Erfahrung gemacht zu haben , man schätzt das Leben viel mehr man geniesst das Leben in vollen zügen.
Macht euch bereit diese Zeit wird bei jedem von euch auch kommen.

Eine Frage habe ich trotzdem noch :)
wenn ich ab und zu morgens aufstehe kam mir beim ersten mal für etwa 5 sek das gefühl wieder ich zu sein, derealisation und depersonalisation komplett weg , und ab und zu kommen mir so flashbacks wie früher wo alles noch normal war wie vor den medis.
meine Frage , geht diese Derealisation auch von selber weg?
ich habe diese Totale Fenster bis jetzt bis 10 mal gehabt und warte freudig auf die nächste, beim letzten mal hielt sie bisschen länger so ca. 3 minuten.
sorry hab bisschen zuviel geschrieben :)
Vielen Dank
ich sende euch viel kraft und wünsche einen mit wunder gefüllten Tag.



11.10.19,
UPDATE

Liebe Menschen,

Ich wollte nur mitteilen, dass sich langsam auch die DP/DR verabschiedet.
Ich merke es jeden Tag diese Sekunden vom Gefühl wie früher die Umwelt und mich selbst zu wahrnehmen.
Anmerken möchte ich noch dass ich die DP/DR über 1 Jahr gehabt habe und trotzdem vershwindet es langsam.

Es war ein unglaublich schwerer Weg bis da wo ich jetzt bin.
Diese Erfahrung kann man nicht auf der richtigen Gefühlsebene erklären, ich habe 2 Kaltentzüge gleichzeitig durchgemacht . UNGLAUBLICH.

Während der schlimmsten Entzugsphase mit Suizidgedanken DP/DR Herzrasen und bestimmt ca 200 weitere Symptomen gab es ein Suizid in meinem Familienkreis und ich rutschte immer tiefer in ein Loch.
Ich wurde arbeitslos, weil ich einfach nicht mehr allein aus dem Haus konnte, Tod meines Grossvaters und Tod meiner Grossmutter .
Finanzielle Probleme, alle Probleme die ein Mensch haben kann, kamen bei mir auf einmal.
20 Kg innerhalb 4 Monate abgenommen...

Kein Mensch hat mich verstanden, x-beliebige Notfallbesuche im Spital, Psychiater, Arzt alle mit der gleichen ''Diagnose'' ich soll wieder mit den Medikamenten anfangen.(Ich sei noch krank)
Ich fühlte mich verloren.
Unglaublich mir fehlen echt die Worte, glaubt es mir ich weiss wirklich GENAU was ihr durchmacht.

Mein Umfeld hat mir nicht geglaubt, ich kann es ihnen auch nicht übel nehmen, weil sie sowas noch nie erlebt haben.
Niemand half mir sondern eher das Gegeteil, Sätze wie : Geh doch mal arbeiten, du hast nur kein Bock zu arbeiten, tu nicht so dir geht es blendend usw musste ich mir jeden Tag anhören.

Es kam soweit dass ich echt nicht mehr weiter wusste und einen Termin bei meiner Psychiaterin vereinbart habe.
Ich ging hin und sie gab mir ein anscheinend neues Medikament, dass angeblich weniger Absetzsymptome verursachen sollte. Name : Brintellix
Weinend sass ich auf dem Stuhl und bat sie um Hilfe, also nahm ich die Schachtel Brintellix mit und ging nach Hause.

Ich nahm die erste Tablette raus und füllte mir ein Glas Wasser, ich stand bei einem Spiegel und sah mich wie ich die Tablette nehmen wollte, eine innere Stimme sagte mir, das bist nicht du, du schaffst es auch ohne Medikamente, ich soll kämpfen, ich soll nicht aufgeben.
Also nahm ich die Tablette und die ganze Packung und brachte es zur Apotheke zurück.
Man könnte echt ein Film darüber drehen so unglaublich war es...
Die Qualen hörten nicht auf im Gegenteil es wurden immer mehr und sie wurden immer stärker.
Ich machte nichts, ich atmete einfach ich lebte von Tag zu Tag und dachte mir ich muss nur atmen ich muss nichts machen nur atmen.

NUR ER STAND MIR ZUR SEITE...DER MANN IN MEINEM SPIEGEL.
Ich hatte nur mich selbst, ich hatte nur MICH und das Ich war nicht mehr Ich.
Ein unglaublicher Kampf.

Dieser ganze Entzug diese ganze Erfahrung war ein sooo extrem grosser Reifungsprozess eine Herausforderung, die ich und auch ihr gepackt habt.
Denkt bitte immer daran, IHR SCHAFFT DAS.
Manche sind noch mittendrin manche sind weiter oder sogar noch am Anfang.
Wenn ich was gelernt habe dann : Bitte macht euch nicht selber Stress, liebt euch selber geht gut mit euch selbst um, denn Akzeptanz ist das beste Heilungsmittel.

Jeder Tag ist eine neue Herausforderung und jeden Abend vor dem Schlafengehen könnt ihr stolz auf euch sein.
Diesen Kampf, diesen Erfolg nachdem ihr ihn bestanden habt, kann euch keiner nehmen.
Ihr werdet staunen über die Kraft, die Energie die sich über diese Zeit angestaut hat und nicht raus konnte und jetzt plötzlich wieder frei ist.

Ich möchte erwähnen, dass ich ein erst 21 Jähriger Mann war als ich im Entzug rutshte und jetzt 23.
Also wenn ich das geschafft habe dann DU bestimmt auch.

Ein Tipp von mir : Probiert es mal mit leiser Jazz Musik aus. Habe Jazz erst im Entzug entdeckt, hat mich sehr entspannt.

Ein Kurzgespräch mit meiner Psychiaterin.
Sie : Wie war es denn? Was hattest du genau? Welche Symptome hattest du?
Ich : Haben Sie schon mal den Teufel persönlich gesehen?
Ich : Waren Sie schon einmal in der Hölle?
Sie : Nein
Ich : Liebe Psychiaterin, ich hatte ein 2 Jähriges Rendez- Vous mit dem Teufel höchstpersönlich in der Hölle, Er wollte meine Seele und verfolgte mich jede Sekunde, bei jedem Moment war er bei mir und wollte mich zerbrechen sehen.
Jede Sekunde war er bei mir.
Sie : Was willst du mir damit sagen?
Ich : Ich will sagen, dass ich die womöglichst schlimmste Herausforderung dieses Lebens bestanden habe und das Licht wieder gefunden habe.

Es tut mir Leid, dass dieser Text so lang wurde, im Vergleich was ich alles erzählen könnte, wirkt dieser Text nur wie ein Stichwort.

Hätte ich einen Wunsch frei, würde ich euch alle heilen.
Liebe Grüsse
Euer Bes


12.10.19, (Ergänzung auf Nachfrage)
Bei mir kam es sehr unerwartet ich stand eines Tages auf und dann hatte ich dieses Gefühl wieder normal zu sein die Derealisation ging weg, aber nur für ein paar Sekunden.

Glaube mir diese Sekunden, ich kann es nicht in Worte fassen, bekomme echt Gänsehaut wenn ich daran denke wie schön es war...
Das wird dich extrem pushen weiter zu machen.
Das Gefühl einfach wieder Ich zu sein, vor Freude berührte ich alles in meiner Wohnung weil es einfach so schön war alles wieder normal wahrzunehmen.
Ich hatte Freudetränen als es zum ersten mal passierte, ich stufe es heute zu einen meiner schönsten Erlebnisse in meinem Leben ein, weil ich extrem stark darunter gelitten habe.

Dieses Gefühl kam zuerst seeehr selten und wurde immer häufiger, bis es sich täglich gewechselt hat.
Ich denke es ist ein von Sekunden zu Minuten zu Stunden zu Tage zu Wochen zu Monate zu IMMER.

Freu dich wirklich auf diese Momente, weil bei mir war es so, dass ich sogar vergessen habe wie es ist NORMAL zu sein also ich habe vergessen wie es ist wenn man die Umwelt normal wahrnimmt.
Als das Gefühl aber kam merkte ich sooofort GENAU das ist es, du riechst wieder den Wind, riechst die Umwelt, fühlst die Umwelt, spürst die Umwelt und es kommt eine sehr starke Selbstsicherheit einher.
Du bist wieder BACK.

Ich würde behaupten, dass bei mir die Heilung sehr plötzlich kam und unerwartet.
Du wirst es sofort merken, dass es die Heilung ist.

Mach dir keine Gedanken über den Zeitraum, auch ich hatte die genauen Symptome wie oben beschrieben und alle sind verschwunden.

Was ich dir vielleicht noch sagen kann ist :
Als ich die DR/DP noch hatte, litt ich sehr unter anderen übrigen Symptome.
Aber als die DR/DP nicht mehr hatte, nahm ich die anderen Symptome ganz anders auf und sie nervten mich garnicht mehr, ich schenkte ihnen viel weniger Aufmerksamkeit und sie verschwanden von selbst ohne es zu bemerken.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du mich wissen lassen würdest wenn dieser Moment bei dir das erste Mal kommt.:)
Denk an meine Worte, du wirst überwältigt sein wenn es kommt.
Genau in diesem Moment ist dein Körper und dein Gehirn auf genau diesem Weg, vergiss das nie.

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen.

Ein wunderschönes und symptomarmes Wochenende wünsche ich dir
LG Bes

Enja
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Re: Cavanis Heilungsgeschichte (Kaltentzug von Alprazolam und Duloxetin)

Beitrag von Enja »

Hallo Bes,

Hab vielen Dank für diesen deinen Bericht! Ich finde ihn grossartig und mutmachend!👏🏼

Ich sehe mich in vielen deinen Momenten und hoffe auch mal in der Vergangenheitsform einen Heilbericht schreiben zu können🌺

Ich wünsche dir weiterhin viek Glück und Segen im 2020 und alles Liebe❣️
Mögen sich deine Wünsche, die für dich richtig und gut sind, alle erfüllen!
LG Enja
[spoil]07.05.19. Mirtazapin 15 mg.[/b] wegen Schlaflosigkeit bedingt durch eine Angststörung

Schlafqualität nun besser bis gut, aber Nebenwirkungen zeigten sich in Form von Parästhesien, Zittern, Derealisation, Hyperakusis, Erschöpfung und vegetativen Störungen im Allgemeinen.

16.05.19- Bioresonanz nicht mehr vertragen. Grosse Übelkeit und Panik.

26.05.19- [b]7,5[/b] mg. auf 1/4 reduziert - Etwas besser -
01.06.19- [b]3,75[/b] mg. auf 1/8 reduziert - in der Folgezeit immer etwas kleiner gebröselt im Glauben das wäre eine Reduktionsbasis.

11.06.19 Extremer Schwindel, den ich so nicht kannte. Panik .. Blutdruck fast 200
Meine Haus-Ärztin gab mir ein Betablocker.
Nach 2 Hälften davon sackte mein Puls in den Keller und blockierte.

11.06-14.06.19 Klinik: Puls erholte sich langsam wieder. Doch ich fühlte mich schwach und ängstlich
Ein Langzeit EKG zeigte keine Störungen.
Vermutung: Mirta zusammen mit dem Betablocker war der Auslöser der Geschichte.

15.06.19- [b]0.0[/b]. auf Anraten des Arztes auf NULL
3,4 Tage später vermehrte wiederkehrende Symptome, Unruhe und Ängste.

21.06.19- [b] ca.3,75 [/b]mg. wieder eindosiert. Dosierung wie oben vermerkt, unwissend ungenau-
01.08.19- [b]Super Tag[/b] ohne etwelche Beschwerden ..Das musste ein Riesenfenster gewesen sein!

25.08.19- [b] ca. 3,0[/b] mg.in ungenauer Anwendung. So auch in den Monaten September, Oktober, November 19
Ein Auf und Ab .. mal mehr oder weniger von [b]3.75[/b] mg.= [b]1/8 [/b]

Plötzlich wurde ich immer nervöser und gereizter, eine unheimliche Unruhe quälte mich. Die nervenden Symptome u.A: Ohrensausen, Sturmer Kopf, Hyperakusis und Empfindungsstörungen an Händen u. Füssen u.s.w. häuften sich. Ich war nicht mehr mich selber und hatte manchmal Angst verrückt zu werden.

ADFD entdeckt- leider erst jetzt - doch besser spät als nie! Heute weiss ich so vieles mehr, trotzdem hat es mich eine Menge Lehrgeld durch Leiden aller Art gekostet. Sicher hätte ich mir vieles ersparen können ... :cry:
Es ist jetzt so wie es ist — d.h. vorwärts schauen, mit viel Geduld voran im :schnecke: tempo 🍀

Zur Stabilisierung neu etwas erhöhte Dosierung mit der [u]Wasserlöse-Methode[/u]

30.11.19 - [b] 4.0[/b] mg.
22.12.19 - [b] 3,6[/b] mg. 10% Reduktion
22.01.20 - [b] 3,4[/b] mg. 5% Reduktion
23.02.20 - [b] 3,0[/b] mg. 10% Reduktion
24.03.20 - [b] 2,7[/b] mg. 10%. Reduktion
08.04.20 - [b] 2,5[/b] mg. 5% Reduktion
09.05.20 - [b] 2,2[/b] mg. 10% Reduktion (leicht abgerundet)
12.06.20 - [b] 2,0[/b] mg. 9% Reduktion
04.07.20 - [b] 1.8[/b] mg. 10% Reduktion

[b]Aktuell:[/b]
Anafranil 10 mg. morgens - Rest-Anhängsel
Candersatan 16 mg. Blutdruckmittel morgens
Lexotanil O,75 mg. Nur notfallmässig bei Bedarf

NEMS zeitweise: Vit.D3, Vit.K2, Vit.C, OPC, Magnesium
[/spoil]

Lucy_Kay
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Re: Cavanis Heilungsgeschichte (Kaltentzug von Alprazolam und Duloxetin)

Beitrag von Lucy_Kay »

Hallo,

was für ein toller, mutmachender Bericht!

Vielen Dank dafür, den werde ich mir ab jetzt öfter durchlesen, sowas hilft so sehr, wenn man grade mittendrin in dieser :censored: Absetzhölle steckt.

Viele liebe Grüße
Lucy
2013: Panikattacken, 1. depressive Episode, kurzzeitige Behandlung mit Paroxetin und Opipramol, ich weiß die Dosierung nicht mehr, habe beides nur sehr kurz genommen und ohne Schwierigkeiten abgesetzt. Konnte sehr kurzfristig eine Verhaltenstherapie machen, die mir damals sehr geholfen hat.

November 2018: Panikattacken, ständig Angst, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Anfang Dezember in die Klinik, kurz vor Weihnachten nach Hause.
Ab 4.12.: Fluoxetin 10 mg morgens, Mirtazapin 7,5 mg abends
Ab 11.12.: Fluoxetin 15 mg morgens, Mirtazapin 15 mg abends
Ab 18.12.: Fluoxetin 20 mg morgens, Mirtazapin 15 mg abends
Seit 1.1.19: Fluoxetin 20 mg morgens, Mirtazapin 7,5 mg abends

Mir ging es in der Klinik sehr schnell besser. Seit einigen Tagen merke ich, dass es mir schlechter geht, ich habe von Anfang an diverse Nebenwirkungen gespürt (Muskelschmerzen, manchmal Probleme beim Schlucken, Ausschlag an Mund, Nase und Kinn, meine Beine haben sich heiß gefühlt, fast gebrannt. Seit heute (25.1.) starke Angespanntheit, Schwindel, Benommenheit, Schmerzen in Armen und Beinen, leichte Kopfschmerzen, sobald ich mich ein bisschen bewege oder etwas hebe, tut mir alles weh und ich will mich nur hinlegen.

Seit 27.01.19: 15 mg Fluoxetin morgens, 7,5 mg Mirtazapin abends, zusätzlich regelmäßig Basenbäder, Magnesium, Vitamin B12 und D, Rosenwurz, pflanzliche, vollwertige Ernährung. Beschwerden bessern sich.

Ca. Mai/Juni: Mirtazapin abgesetzt

Ca. Anfang Juni 2019: Fluoxetin auf 10 mg reduziert

Mitte Juli 2019: Fluoxetin abgesetzt. Hatte es immer wieder vergessen und dann nicht mehr genommen. Es ging mir sehr gut, alles war normal, wie früher, ich war voller Energie, hatte gute Laune.

Seit Anfang September 2019: Wahrscheinlich Absetzsymptome: vertrage einige Lebensmittel nicht, bekomme Durchfall, mir wird alles zuviel, sehr schnell gereizt, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, - angespanntheit, inneres Zittern/Schauern, Schüttelfrost
Mitte September: Ängste kommen wieder, nicht ganz so stark wie im Nov. 2018

Dezember 2019/Januar 2020: Grippale Infektion, furchtbarer Symptomtrigger, dauerte Wochen, bis ich mich besser fühlte

April/Mai 2020: Wieder wahrscheinlich Virusinfektion, die Symptome triggert:
Übelkeit, Ängstlichkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gefühl, nicht richtig atmen zu können (kommt spürbar vom Magen), mehr Besenreiser/geplatzte Äderchen, Druck auf den Augen, rote, müde Augen, Gliederschmerzen, manchmal Gummigefühl in den Beinen.

Zwischen Januar und April ging es mir eigentlich ziemlich gut. Sobald ich irgendeinen Infekt habe, kommen nacheinander oder gleichzeitig (immer unterschiedlich) alle möglichen Symptome.

Luzilla2014
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Re: Cavanis Heilungsgeschichte (Kaltentzug von Alprazolam und Duloxetin)

Beitrag von Luzilla2014 »

Hallo

Das ist toll. Ich jabe wieder Hoffnung, seit ich deinen Bericht las.

Danke Danke Danke
Ausgangsituation:

Endogene rezidivierende Depression


Schizophrenie Fehldiagnose aufgrund Nebenwirkung des damaligen Antidepressivum Mirtazapin.

Medikation:

Von 2003 bis Juli 2017 diverse Wirkstoffgruppen (bis zu 2 gleichzeitig) an Antidepressiva, zuletzt Escitalopram 20 mg

Neuroleptika seit 2003, zuletzt über Jahre Risperidon 75 mg, zeitgleich noch andere unbekannt, ab 2017 Paliperidon alleinig 100 mg

frühere Absetzversuche:

Mai 2017 eigenwilliger Escitalopram Kaltentzug in 3 Monaten (durch Zerhacken der 20 mgTablette)

Januar 2018 Kaltentzug durch Psychiater in 3 Monaten von 100 mg auf 0 mg

Mai 2018 bis Oktober 2018 Bedarf Promethazin ganz selten, wenn aber überdosiert bis zum 6fachen (Dosis unbekannt)

Seither ohne jegliche Medikation


Durch starke Nebenwirkungen und niemals vorhandener Wirkung der Antidepressiva liess ich mich damals zum Schnellentzug hinreissen.

Das Schnell-Absetzen des Neuroleptikum hatte der "Fach"arzt initiiert.

Fehlende Daten (Monate, Jahre, Wirkstoffe, mg) kann ich nicht mehr nachvollziehen über 15 Jahre unter Komplettsedierung

Mastzellaktivierungssyndrom inkl. Histaminintoleranz entwickelte sich seit ca. Mai 2018 bis heute immer massiver

Spätfolgen:

Gehirnatrophien?!
sich nicht bessernde
> kognitive Defizite (Lesen, Konzentration etc.),
> (Auto)Aggression, Impulsivität (teils gleichlautend wie Borderline PS im DSM V),
> extrapyramidale Bewegungsstörung Mund/Hand bzw. Kopf

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