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Cavanis Heilungsgeschichte (Kaltentzug von Alprazolam und Duloxetin)

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
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padma
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Cavanis Heilungsgeschichte (Kaltentzug von Alprazolam und Duloxetin)

Beitrag von padma »

hallo,

Die folgenden Einträge sind aus dem thread von Cavani (Bes), mit seiner freundlichen Genehmigung zusammengestellt. Der gesamte thread befindet sich hier: viewtopic.php?f=18&t=14610


» 09.03.18,
Hallo erstmal ,
Ich (männlich in 2 wochen 22Jahre jung ) habe das Forum seit ca.10 Monaten gefunden und folge es täglich mehrmals . Ich habe heute mein Mut zusammen gepackt und habe ein Konto eröffnet und mein ersten Beitrag zusammengestellt.
Als erstes möchte ich erwähnen dass ihr eine GROSSARTIGE ARBEIT leistet . Wow :group:
Ich habe ein Anliegen ob mir jemand helfen könnte ..

Ich habe wegen Panikattacken Xanax verschrieben bekommen gleichzeitig mit Efexor ER ( Venlafaxin )
Das Xanax habe ich ununterbrochen täglich 2.5 Jahre genommen 0.25 -0.5 mg täglich.
Efexor 1.5 Jahre 75 mg das andere Jahr Duloxetin Cymbalta.

Ich war echt blöde und dumm ( sorry für die Wortfahl) und habe uninformiert gehandelt und habe das AD kalt abgesetzt und hatte danach so merkwürdige Blitzstromshläge durch den Kopf wen ich nach links oder rechts geschaut habe , durch diese Komishen Symptome habe ich dann wieder eindosiert , habe mich stabilisiert und nach diesen 2.5 Jahre einen gravierenden Fehler gemacht ich hab das Duloxetin kalt abgesetzt , als ob das nicht genug wäre zeitgleich auch das Xanax kalt abgesetzt also ich stecke in 2 Kaltentzüge hahaha :whistle: ich weiss blödmann trotzdem muss ich lachen ab meiner Dummheit.

Obwohl ich kein einzigen grund habe um zu lache hier:
0-3 Monate HÖLLE auf Erden :
Suizidgedanken , Derealisation Depersonalisation , Neuro Emotionen , Herzrasen Herklopfen , Benebelt , Motivationslos, Muskelzuckungen , Nervenschmerzen , Gelenkschmerzen, entfremdungserlbenisse , verzerrtes sehen , magen darm beschwerden , haarausfall , kompletter libidoverlust , stimmungsshwankungen , depressiv , hoffnungslosigkeit , verzweiflung, ANGST , psychotische Anfälle und vieles mehr .

3-6 Monate : Immernoch das gleiche mit abwechslender Symptome .
6-9 Monate : Ein bisschen gedämpfte Symptome typishe Wellen und Fenster schon täglich .
Ich bin nun im 10 Monat nach 0 .

Ich bekomm aus dem nichts so komische Zustände die sich sehr real anfühlen aber ich innerlich weiss dass es nicht zumir gehört dass mir das alles ein Streich spielen will.
obwohl ich mein Leben liebe Meine Freundin überalles Liebe meine Familie liebe noch sehr viel erleben möchte doch das macht mich alles sehr traurig :(
Nach ein paar minuten vershwindet das auch ein bisschen ..
Diverse unverträglichkeiten habe ich auch .

Habe starke angstgefühle alleine zusein im sinne von ich könnte die Kontrolle verlieren , das problem ist das ist ein gefühl aber im inneren Kern ist immernoch der freusige Mensch da der genau weiss dass das nicht stimmt.
Die ständige derealisation depersonalisation keine ahnung was das ist verstärkt die Symptome sowie : ich kann nicht so denken wie ich möchte ..
meine frage kann das noch der Entzug sein ?
Eins muss ich aber sagen dass sich vieles verbessert hat . Hab ich zumindest das Gefühl..
Was mich zu schaffen macht sind diese aufdringliche gedanken diese Fake Gedanken nenne ich sie ..

Ihr seit echt eine Stütze und Gott segne euch.
Tut mir leid wenn ich gleich soviel geschrieben habe ..
Liebe Grüsse Bes



30.09.19,
Guten Tag allerseits,
Lange ist es her, dass ich das letzte mal einen Beitrag verfasst habe oder im Forum aktiv war.
In dieser Zeit der Abwesenheit habe ich sehr gelitten ich ging jeden Tag durch die Hölle.
Es war grausam , das schöne ist ich kann heute sagen es WAR grausam also somit gehört es zur Vergangenheit.

Mir gehts es heute sehr gut.

90% der Symptome sind verschwunden, das interessante oder erwähnenswerte daran ist ich bemerkte es garnicht dass die Symptome verschwunden sind, erst nach einiger Zeit als ich mich selbst gefragt habe kamen mir gefühlt 12345678 symptome in den Sinn die ich heute nicht mehr habe und ich kann mich nicht einmal einfühlen wie sie sich angefühlt haben oder was ich gedacht habe es kommt mir heute so vor als hätte ich diese Symptome nie gehabt.komisches gefühl haha.

Suizidgedanken komplett weg ich bin so froh dass diese verfluchten Gedanken nicht mehr da sind.

Das einzige was ich heute noch habe ist diese permanente Derealisation/Depersonalisation.
Die geht mir übelst auf den S :censored: aber ich muss es akzeptieren .
Meine Formel = Akzeptanz + Zeit = Heilung

Ich habe nur noch fenster und wellen sind sehr sehr sehr selten geworden.
Ihr schafft das alle ich glaube an euch , ihr dürft niemals aufgeben.
Wenn ihr das überstanden habt dann gibt es nichts mehr aber wirklich nichts mehr auf dieser Welt , dass euch brechen könnte.

Ich bin so gewachsen an dieser Erfahrung ich kann nur für mich persönlich sprechen , dass es nichts mehr auf dieser Welt gibt das mich brechen könnte.
Diese Stärke, diese Energie , die sich 3 Jahre angestaut hat aber nicht raus konnte spuckt nur so aus mich aus.

Rückblicken kann ich sagen dass ich sogar froh bin diese Erfahrung gemacht zu haben , man schätzt das Leben viel mehr man geniesst das Leben in vollen zügen.
Macht euch bereit diese Zeit wird bei jedem von euch auch kommen.

Eine Frage habe ich trotzdem noch :)
wenn ich ab und zu morgens aufstehe kam mir beim ersten mal für etwa 5 sek das gefühl wieder ich zu sein, derealisation und depersonalisation komplett weg , und ab und zu kommen mir so flashbacks wie früher wo alles noch normal war wie vor den medis.
meine Frage , geht diese Derealisation auch von selber weg?
ich habe diese Totale Fenster bis jetzt bis 10 mal gehabt und warte freudig auf die nächste, beim letzten mal hielt sie bisschen länger so ca. 3 minuten.
sorry hab bisschen zuviel geschrieben :)
Vielen Dank
ich sende euch viel kraft und wünsche einen mit wunder gefüllten Tag.



11.10.19,
UPDATE

Liebe Menschen,

Ich wollte nur mitteilen, dass sich langsam auch die DP/DR verabschiedet.
Ich merke es jeden Tag diese Sekunden vom Gefühl wie früher die Umwelt und mich selbst zu wahrnehmen.
Anmerken möchte ich noch dass ich die DP/DR über 1 Jahr gehabt habe und trotzdem vershwindet es langsam.

Es war ein unglaublich schwerer Weg bis da wo ich jetzt bin.
Diese Erfahrung kann man nicht auf der richtigen Gefühlsebene erklären, ich habe 2 Kaltentzüge gleichzeitig durchgemacht . UNGLAUBLICH.

Während der schlimmsten Entzugsphase mit Suizidgedanken DP/DR Herzrasen und bestimmt ca 200 weitere Symptomen gab es ein Suizid in meinem Familienkreis und ich rutschte immer tiefer in ein Loch.
Ich wurde arbeitslos, weil ich einfach nicht mehr allein aus dem Haus konnte, Tod meines Grossvaters und Tod meiner Grossmutter .
Finanzielle Probleme, alle Probleme die ein Mensch haben kann, kamen bei mir auf einmal.
20 Kg innerhalb 4 Monate abgenommen...

Kein Mensch hat mich verstanden, x-beliebige Notfallbesuche im Spital, Psychiater, Arzt alle mit der gleichen ''Diagnose'' ich soll wieder mit den Medikamenten anfangen.(Ich sei noch krank)
Ich fühlte mich verloren.
Unglaublich mir fehlen echt die Worte, glaubt es mir ich weiss wirklich GENAU was ihr durchmacht.

Mein Umfeld hat mir nicht geglaubt, ich kann es ihnen auch nicht übel nehmen, weil sie sowas noch nie erlebt haben.
Niemand half mir sondern eher das Gegeteil, Sätze wie : Geh doch mal arbeiten, du hast nur kein Bock zu arbeiten, tu nicht so dir geht es blendend usw musste ich mir jeden Tag anhören.

Es kam soweit dass ich echt nicht mehr weiter wusste und einen Termin bei meiner Psychiaterin vereinbart habe.
Ich ging hin und sie gab mir ein anscheinend neues Medikament, dass angeblich weniger Absetzsymptome verursachen sollte. Name : Brintellix
Weinend sass ich auf dem Stuhl und bat sie um Hilfe, also nahm ich die Schachtel Brintellix mit und ging nach Hause.

Ich nahm die erste Tablette raus und füllte mir ein Glas Wasser, ich stand bei einem Spiegel und sah mich wie ich die Tablette nehmen wollte, eine innere Stimme sagte mir, das bist nicht du, du schaffst es auch ohne Medikamente, ich soll kämpfen, ich soll nicht aufgeben.
Also nahm ich die Tablette und die ganze Packung und brachte es zur Apotheke zurück.
Man könnte echt ein Film darüber drehen so unglaublich war es...
Die Qualen hörten nicht auf im Gegenteil es wurden immer mehr und sie wurden immer stärker.
Ich machte nichts, ich atmete einfach ich lebte von Tag zu Tag und dachte mir ich muss nur atmen ich muss nichts machen nur atmen.

NUR ER STAND MIR ZUR SEITE...DER MANN IN MEINEM SPIEGEL.
Ich hatte nur mich selbst, ich hatte nur MICH und das Ich war nicht mehr Ich.
Ein unglaublicher Kampf.

Dieser ganze Entzug diese ganze Erfahrung war ein sooo extrem grosser Reifungsprozess eine Herausforderung, die ich und auch ihr gepackt habt.
Denkt bitte immer daran, IHR SCHAFFT DAS.
Manche sind noch mittendrin manche sind weiter oder sogar noch am Anfang.
Wenn ich was gelernt habe dann : Bitte macht euch nicht selber Stress, liebt euch selber geht gut mit euch selbst um, denn Akzeptanz ist das beste Heilungsmittel.

Jeder Tag ist eine neue Herausforderung und jeden Abend vor dem Schlafengehen könnt ihr stolz auf euch sein.
Diesen Kampf, diesen Erfolg nachdem ihr ihn bestanden habt, kann euch keiner nehmen.
Ihr werdet staunen über die Kraft, die Energie die sich über diese Zeit angestaut hat und nicht raus konnte und jetzt plötzlich wieder frei ist.

Ich möchte erwähnen, dass ich ein erst 21 Jähriger Mann war als ich im Entzug rutshte und jetzt 23.
Also wenn ich das geschafft habe dann DU bestimmt auch.

Ein Tipp von mir : Probiert es mal mit leiser Jazz Musik aus. Habe Jazz erst im Entzug entdeckt, hat mich sehr entspannt.

Ein Kurzgespräch mit meiner Psychiaterin.
Sie : Wie war es denn? Was hattest du genau? Welche Symptome hattest du?
Ich : Haben Sie schon mal den Teufel persönlich gesehen?
Ich : Waren Sie schon einmal in der Hölle?
Sie : Nein
Ich : Liebe Psychiaterin, ich hatte ein 2 Jähriges Rendez- Vous mit dem Teufel höchstpersönlich in der Hölle, Er wollte meine Seele und verfolgte mich jede Sekunde, bei jedem Moment war er bei mir und wollte mich zerbrechen sehen.
Jede Sekunde war er bei mir.
Sie : Was willst du mir damit sagen?
Ich : Ich will sagen, dass ich die womöglichst schlimmste Herausforderung dieses Lebens bestanden habe und das Licht wieder gefunden habe.

Es tut mir Leid, dass dieser Text so lang wurde, im Vergleich was ich alles erzählen könnte, wirkt dieser Text nur wie ein Stichwort.

Hätte ich einen Wunsch frei, würde ich euch alle heilen.
Liebe Grüsse
Euer Bes


12.10.19, (Ergänzung auf Nachfrage)
Bei mir kam es sehr unerwartet ich stand eines Tages auf und dann hatte ich dieses Gefühl wieder normal zu sein die Derealisation ging weg, aber nur für ein paar Sekunden.

Glaube mir diese Sekunden, ich kann es nicht in Worte fassen, bekomme echt Gänsehaut wenn ich daran denke wie schön es war...
Das wird dich extrem pushen weiter zu machen.
Das Gefühl einfach wieder Ich zu sein, vor Freude berührte ich alles in meiner Wohnung weil es einfach so schön war alles wieder normal wahrzunehmen.
Ich hatte Freudetränen als es zum ersten mal passierte, ich stufe es heute zu einen meiner schönsten Erlebnisse in meinem Leben ein, weil ich extrem stark darunter gelitten habe.

Dieses Gefühl kam zuerst seeehr selten und wurde immer häufiger, bis es sich täglich gewechselt hat.
Ich denke es ist ein von Sekunden zu Minuten zu Stunden zu Tage zu Wochen zu Monate zu IMMER.

Freu dich wirklich auf diese Momente, weil bei mir war es so, dass ich sogar vergessen habe wie es ist NORMAL zu sein also ich habe vergessen wie es ist wenn man die Umwelt normal wahrnimmt.
Als das Gefühl aber kam merkte ich sooofort GENAU das ist es, du riechst wieder den Wind, riechst die Umwelt, fühlst die Umwelt, spürst die Umwelt und es kommt eine sehr starke Selbstsicherheit einher.
Du bist wieder BACK.

Ich würde behaupten, dass bei mir die Heilung sehr plötzlich kam und unerwartet.
Du wirst es sofort merken, dass es die Heilung ist.

Mach dir keine Gedanken über den Zeitraum, auch ich hatte die genauen Symptome wie oben beschrieben und alle sind verschwunden.

Was ich dir vielleicht noch sagen kann ist :
Als ich die DR/DP noch hatte, litt ich sehr unter anderen übrigen Symptome.
Aber als die DR/DP nicht mehr hatte, nahm ich die anderen Symptome ganz anders auf und sie nervten mich garnicht mehr, ich schenkte ihnen viel weniger Aufmerksamkeit und sie verschwanden von selbst ohne es zu bemerken.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du mich wissen lassen würdest wenn dieser Moment bei dir das erste Mal kommt.:)
Denk an meine Worte, du wirst überwältigt sein wenn es kommt.
Genau in diesem Moment ist dein Körper und dein Gehirn auf genau diesem Weg, vergiss das nie.

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen.

Ein wunderschönes und symptomarmes Wochenende wünsche ich dir
LG Bes
Enja
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Re: Cavanis Heilungsgeschichte (Kaltentzug von Alprazolam und Duloxetin)

Beitrag von Enja »

Hallo Bes,

Hab vielen Dank für diesen deinen Bericht! Ich finde ihn grossartig und mutmachend!👏🏼

Ich sehe mich in vielen deinen Momenten und hoffe auch mal in der Vergangenheitsform einen Heilbericht schreiben zu können🌺

Ich wünsche dir weiterhin viek Glück und Segen im 2020 und alles Liebe❣️
Mögen sich deine Wünsche, die für dich richtig und gut sind, alle erfüllen!
LG Enja
► Text zeigen
30.11.19 - 4.0 mg......MIRTAZAPIN
22.12.19 - 3,6 mg.
22.01.20 - 3,4 mg.
23.02.20 - 3,0 mg.
24.03.20 - 2,7 mg.
08.04.20 - 2,5 mg.
09.05.20 - 2,2 mg.
12.06.20 - 2,0 mg.
04.07.20 - 1.8 mg.
02.08.20 - 1,6 mg.
26.08.20 - 1,4 mg.
29.09.20 - 1,26 mg.
01.11.20 - 1,0. mg.
05.12.20 - 0,85 mg.
12.01.21 - 0,75 mg.
18.02.21 - 0,65 mg.
29.03.21 - 0,6 mg.
02.05.21 - 0,5 mg.
02.06.21 - 0,4 mg.
30.06.21 - 0,3 mg.
30.07.21 - 0,27 mg.
30.08.21 - 0,2 mg.
30.09.21 - 0,1 mg.
02.11.21 - 0,0 mg.

Kaum zu glauben, aber wahr .. mit jeweils 5%iger, -mehrheitlich 10%iger Reduktion bin ich mit Mirtazapin auf 0 :party2: Ich werde in den nächsten Tagen berichten.

Aktuell:
Anafranil 10 mg. morgens - Rest-Anhängsel
Candersatan 8 mg. Blutdruckmittel morgens
Lexotanil O,75 mg. Nur notfallmässig bei Bedarf

NEMS zeitweise: Vit.D3, Vit.K2, Vit.C mit Zink, OPC, Magnesium, Omega 3 Fischöl, Arginin
Lucy_Kay
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Re: Cavanis Heilungsgeschichte (Kaltentzug von Alprazolam und Duloxetin)

Beitrag von Lucy_Kay »

Hallo,

was für ein toller, mutmachender Bericht!

Vielen Dank dafür, den werde ich mir ab jetzt öfter durchlesen, sowas hilft so sehr, wenn man grade mittendrin in dieser :censored: Absetzhölle steckt.

Viele liebe Grüße
Lucy
2013: Panikattacken, 1. depressive Episode, kurzzeitige Behandlung mit Paroxetin und Opipramol, ich weiß die Dosierung nicht mehr, habe beides nur sehr kurz genommen und ohne Schwierigkeiten abgesetzt. Konnte sehr kurzfristig eine Verhaltenstherapie machen, die mir damals sehr geholfen hat.

November 2018: Panikattacken, ständig Angst, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Anfang Dezember in die Klinik, kurz vor Weihnachten nach Hause.
Ab 4.12.: Fluoxetin 10 mg morgens, Mirtazapin 7,5 mg abends
Ab 11.12.: Fluoxetin 15 mg morgens, Mirtazapin 15 mg abends
Ab 18.12.: Fluoxetin 20 mg morgens, Mirtazapin 15 mg abends
Seit 1.1.19: Fluoxetin 20 mg morgens, Mirtazapin 7,5 mg abends

Mir ging es in der Klinik sehr schnell besser. Seit einigen Tagen merke ich, dass es mir schlechter geht, ich habe von Anfang an diverse Nebenwirkungen gespürt (Muskelschmerzen, manchmal Probleme beim Schlucken, Ausschlag an Mund, Nase und Kinn, meine Beine haben sich heiß gefühlt, fast gebrannt. Seit heute (25.1.) starke Angespanntheit, Schwindel, Benommenheit, Schmerzen in Armen und Beinen, leichte Kopfschmerzen, sobald ich mich ein bisschen bewege oder etwas hebe, tut mir alles weh und ich will mich nur hinlegen.

Seit 27.01.19: 15 mg Fluoxetin morgens, 7,5 mg Mirtazapin abends, zusätzlich regelmäßig Basenbäder, Magnesium, Vitamin B12 und D, Rosenwurz, pflanzliche, vollwertige Ernährung. Beschwerden bessern sich.

Ca. Mai/Juni: Mirtazapin abgesetzt

Ca. Anfang Juni 2019: Fluoxetin auf 10 mg reduziert

Mitte Juli 2019: Fluoxetin abgesetzt. Hatte es immer wieder vergessen und dann nicht mehr genommen. Es ging mir sehr gut, alles war normal, wie früher, ich war voller Energie, hatte gute Laune.

Seit Anfang September 2019: Wahrscheinlich Absetzsymptome: vertrage einige Lebensmittel nicht, bekomme Durchfall, mir wird alles zuviel, sehr schnell gereizt, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, - angespanntheit, inneres Zittern/Schauern, Schüttelfrost
Mitte September: Ängste kommen wieder, nicht ganz so stark wie im Nov. 2018

Dezember 2019/Januar 2020: Grippale Infektion, furchtbarer Symptomtrigger, dauerte Wochen, bis ich mich besser fühlte

April/Mai 2020: Wieder wahrscheinlich Virusinfektion, die Symptome triggert:
Übelkeit, Ängstlichkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gefühl, nicht richtig atmen zu können (kommt spürbar vom Magen), mehr Besenreiser/geplatzte Äderchen, Druck auf den Augen, rote, müde Augen, Gliederschmerzen, manchmal Gummigefühl in den Beinen.

Zwischen Januar und April ging es mir eigentlich ziemlich gut. Sobald ich irgendeinen Infekt habe, kommen nacheinander oder gleichzeitig (immer unterschiedlich) alle möglichen Symptome.
Luzilla2014
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Re: Cavanis Heilungsgeschichte (Kaltentzug von Alprazolam und Duloxetin)

Beitrag von Luzilla2014 »

Hallo

Das ist toll. Ich jabe wieder Hoffnung, seit ich deinen Bericht las.

Danke Danke Danke
Ausgangsituation:

Endogene rezidivierende Depression
Fehldiagnose, anstatt mehrfach Jahrzehnte der Traumatisierungen, auch frühkindlich, zu erkennen

Schizophrenie Fehldiagnose aufgrund Nebenwirkung des damaligen Antidepressivum Mirtazapin.

Borderline nach Aufsässigkeit im protahierten Entzug (Fragen, Hinterfragen und Infragestellen der "Institution" Psychiatrie und ihrer Neurotoxine, Anprangern, Wehren gegen unsinnige Behauptungen etc.)

PTBS

Dissoziative Amnesie Fehldiagnose, Spätfolge der Medikamente und deren extremer Kaltentzüge.

Medikation:

Von 2003 bis Juli 2017 diverse Wirkstoffgruppen (bis zu 3 bis 6 oder mehr gleichzeitig) an Antidepressiva, Benzos und Neuroleptika

Zuletzt Escitalopram 20 mg

Neuroleptika seit 2003, zuletzt über Jahre Risperidon 75 mg, zeitgleich noch andere unbekannt, ab 2017 Paliperidon alleinig 100 mg nach Kaltentzug des Vorherigen durch Psychiater

Immer wieder polydrugged inkl. Benzos in Langzeit und dann Kaltentzüge

frühere Absetzversuche:

Mai 2017 eigenwilliger Escitalopram Kaltentzug in 3 Monaten (durch Zerhacken der 20 mgTablette)

Januar 2018 Kaltentzug durch Psychiater in 3 Monaten von 100 mg Paliperidon auf 0 mg

Mai 2018 bis Oktober 2018 Bedarf Promethazin ganz selten, wenn aber überdosiert bis zum 6fachen (Dosis unbekannt) in Absicht nur noch zu schlafen

Seither ohne jegliche Medikation


Durch starke Nebenwirkungen und niemals vorhandener Wirkung der Antidepressiva liess ich mich damals zum Schnellentzug hinreissen.

Das Schnell-Absetzen des Neuroleptikum hatte der "Fach"arzt initiiert.

Fehlende Daten (Monate, Jahre, Wirkstoffe, mg) kann ich nicht mehr nachvollziehen über 15 Jahre unter Komplettsedierung

Mastzellaktivierungssyndrom inkl. Histaminintoleranz entwickelte sich seit ca. Mai 2018 bis heute immer massiver

Spätfolgen:

> kognitive Defizite (Lesen, Konzentration etc.), (seit April 2020 lesen und denken wieder möglich)

> extreme zeitliche Amnesien, auch aktuell

> (Auto)Aggression - Zucker- und Histamin-/Hormonzusammenhängend

> extrapyramidale, auch orofaziale, Bewegungsstörung Mund/Hand bzw. Kopf

> extreme Histaminintoleranz und Mastzellaktivierungssyndrom aufgrund des Entzugs

01.01.2021 immer noch im Entzug mit
Besserungen, jedoch mmer noch Pflegegrad 3 und unfähig selbstständig oder ohne Hilfe zu leben (offiziell jedoch aufgrund der ursprünglichen Psych Diagnosen)
padma
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Re: Cavanis Heilungsgeschichte (Kaltentzug von Alprazolam und Duloxetin)

Beitrag von padma »

hallo,

hier ein ermutigendes Update von Cavani vom August 2021. Herzlichen Dank an dich, Cavani fürs Teilen


Liebes Team, Liebe Betroffene, Liebe Kämpfer/innen

Lange Zeit ist es her, als ich das letzte Mal einen Beitrag im Forum verfasst habe..
Tatsächlich handelte sich mein letzter Beitrag um eine positive Geschichte.

Ich denke oft an diese Zeit, die ich durchgemacht habe, vorhin gerade auch und dachte mir ich könnte wieder mal einen Beitrag verfassen.

Achtung: Es wird ein Langer Beitrag, lohnt sich aber es ganz zu lesen :-)
Als ich innerlich tot war, suchte ich hier im Forum um Erfolgsgeschichten, da aber die meisten Genesene nichts mehr mit dieser Thematik zu tun haben wollen, verschwinden sie sobald die Gesundheit wieder zurückkehrt.
Ich möchte diesen Beitrag für alljenige schreiben, die jetzt, wie ich damals Hoffnungslos das Forum durchströben um etwas zu suchen was sie hören möchten bzw lesen.

Ich probiere euch auf eine Reise in die Vergangenheit mitzunehmen und euch Schritt für Schritt in die Gegenwart zu bringen.

Als ich 19 jahre alt war d.h im Jahre 2015/16 bekam ich auf der Arbeit aus heiterem Himmel immer wiederkehrende typische Panikattacken = Angst zu sterben, angst die kontrolle zu verlieren usw.
Auf Rat anderer ging ich zu einer Psychiatrin, die verschrieb mir sehr rasch, Xanax 0.5g und Venlafaxin ( Efexor ) zuerst 37.5 dann 75er.
Ich nach das über mehrere Jahre hinweg = 2 Jahre täglich, rückblickend gesehen half es mir nicht sehr, da ich auch das Xanax täglich nahm.
Ahnungslos braute sich ein Gewitter in mir…
Ich war unzufrieden mit den Medikamenten, starker Libidoverlust, Gefühlsablachung und meine Persönlichkeit veränderte sich.
Damals noch mit meiner Exfreundin zusammen, die mir Rückblickend auch mehr eine Last als eine Bereicherung war, ohne sie zu disrespecten.
Januar 2017 nahm sich mein direkter Verwandter, der Sohn vom Vater‘s Bruder das Leben, er erhängte sich in meinem Heimatland im Kuhstall.
Am selben Tag starb mein Grossvater ( Natürlicher Tod )
Ich entschied mich unwissen über die Folgen, Die Einnahme vom Xanax und das Venlafaxin per sofort zu beenden.
Die ersten 7 Tage passiere rein garnichts.
Nach der ersten Woche bekam ich seltsame Stromschläge als ich meine Augen zügig bewegte, erhöhter Herzschlag gesellte sich dazu.
Aus Angst ich wäre krank, entschied ich mich nach nur 9 Tagen zur Wiedereinnahme der Medis.
Dieses Mal bekam ich heftige Nebenwirkungen des Efexor, also entschied sich meine Psychiatrin mir das Efexor durch Duloxetin zu ersetzen.
Ich nahm das Xanax und Duloxetin weitere 6 Monate.
Nach den 6 Monaten, voller Nebenwirkungen und extremen Gewichtszunahmen entschied ich mir ( wieder ahnungslos und unwissen ) einen 2ten Kaltenzug durchzuführen ohne mich mit meiner Psychiatrin abzusprechen, da ich unterbewusst schon damals befürchtete sie würde mich abraten.
Ich wollte einfach schnellstmöglich nichts mehr mit diesen Medis zu tun haben.

Mein Leben änderte sich nach diesem Kaltentzug, schnell kamen wieder die Stromschläge, ich fasste mein Mut zusammen und sagte mir, dieses Mal ziehe ich es durch komme was wolle. ( Die womöglich schlechteste Entscheidung die ich jemals in meinem Leben getroffen habe)

Ich bekam sehr früh wieder Panikattacken, Erhöhter Herzschlag, vernichtende Kopfschmerzen, Angstzustände, Hoffnungslosigkeit, Sehr schwere Depression.

Ich dachte ernsthaft ich krieg das nicht hin, ich habe mich komplett verloren.
15 kg in 2 Monaten verloren, meine Körperhaltung war ein gebrochener junger Mann.
Stress mit der damaligen Freundin, ich verlor meine Arbeitsstelle, die Freundin hat sich getrennt, meine Autoprüfung verloren, so langsam verlor ich alles.
Und das verstärkte die Symptome mehr.
Nach einer Zeit, hatte ich durch die Symptome eine Traumaerfahrung erlebt, da ich Suizidgedanken bekommen habe, es waren nicht Gedanken die aus meinem Ich kamen, es waren fremde Gedanken, als es das erste Mal kam, hat es mich so stark getroffen, dass mich dieses Ereignis echt traumatisiert hat.
Ich konnte nicht glauben wie ein Leben in so kurzer Zeit so eine extreme Wende machen kann.
Nach diesem Ereignis kam sofort eine Depersonalisation und derealisation dazu, die für mich zu den 2 schlimmsten Symptome gehören.
Ihr könnt mir echt glauben, ich bitte euch es zu glauben dass der Mix aus Zwangsemotionen, Zwangsgedanken, Depression und DP/DR das und schlimmste ist was es auf dieser Erde gibt.
Die DP / DR war seit diesem Zeitpunkt permanent.
Ich konnte mir nichtmal vorstellen, dass so ein Leiden überhaupt existieren kann.
Jede Person die darunter leidet, ich weiss sehr genau wie ihr euch gerade fühlt.
Ich hatte alles verloren, jetzt schien es so als ob ich auch die Kontrolle über mein Ich verlieren würde, das einzige was von mir übrig blieb war mein Verstand.
Ich wusste, dass etwas nicht stimmt, ich war mir bewusst dass das was gerade geschieht, nicht normal ist.

So langsam verlor ich die Hoffnung, ich dachte ich werde mein lebenlang so sein.
Es kamen neu dazu : Diverse unverträglichkeiten, diverse Körperliche beschwerden, missempfindungen.
Psychische Symptome : so ziemlich das ganze Paket.

Nach etwa 8-9 monate : verschwand die Depression über Nacht.
Alle anderen Symptome haben sich verstärkt, die Depression verschwand.
Ich konnte mich zu 0% freuen, da ich mich selbst garnicht mehr fühlen konnte, mich selbst entfremdet vorkam.
Im tiefsten Loch rufte ich hilferufend meine Psychiatrin an und bekam eine Termin.
Weinend sass ich auf dem Stuhl und bat sie einfach um Hilfe mich aus dieser Lage zu befreien, sie gab mir ein neues Medikament ( den Namen haben ich vergessen, in meinem Beitrag vorher bestimmt zu finden )
Ich sah es als ein Scheitern an, ich habe versagt, meine Eltern motivierten mich und sagten zu mir es wäre nicht schlimm es abzubrechen, da sie natürlich auch mitgelitten haben mich so zusehen.
Ich ging mit dem Medikament nach Hause, als ich die Tablette in dee Hand hatte, stand ich vor dem Spiegel im Bad, der Zufall wollte es dass ich in den Spiegel sah, als ich mich mit der Pille in der Hand sah, passierte was merkwürdiges mit mir.
Ich schwörte mir, bis zum bitteren Ende zu kämpfen egal wie schlimm es wird.
Ich entschied mich, die Tablette nicht einzunehmen und brachte die ganze Packung zurück zur Apotheke.

Es war ein kurzer Motivationskick, von sehr kurzer dauer.
Ich liess alle symptome über mich ergehen, ich war wie eine Leiche nur, dass ich halt noch lebte.
Ich ging x beliebige male in die Notaufnahme.
Bekam mehrere Monate ein Ekg um den Hals, litt unter Neuroemtionen, Zwangsgedanken, permanent DP DR
Angstzustände.
Neuroemotionen und Zwangsgedanken die mir was falsche Informatoonen geben wollten.
Mein ZNS war tot.
Ein lebendiger Toter.
Eine verlorene Seele.
Bekam x beliebige stimmen gedanken die mir selbst beim Film gucken sagten : Geniess den Film, nachdem Film wirst du sterben.
Ich war mir aber bewusst, dass das nicht meine Gedanken sind.
Es war sehr schwierig den Überblick zu behalten, nach einiger Zeit ca 1 Jahr 7 Minate merkte ich aber, dass ich manch Symptome nicht mehr hatte.
Nach etwa 2 Jahren hatte ich nur noch verschwächte neuroemotionen, DP / DR immernoch stark und starke Angstzustände immernoch.
Ich konnte nicht mehr duschen ohne die tür offen zu lassen, schlafte bei meinen Eltern , konnte nicht mehr alleine sein, wirklich sehr sehr viele angsteinflössebde momente.
Nach mehr als 2 Jahren blieb mir nur noch die DP / DR übrig.
Trotz dem Verschwinden vieler Symptome konnte ich mich nicht freuen, da die DP / DR das symptom war mit dem meistem Gewicht, das schlimmste von allen.

Eines tages, stand ich früh auf und rauchte die erste Zigarette, da kribbelte es plötzlich an meiner Schläge ( Ameisenlaufen ) plötzlich verschwand die DP / DR für vielleicht 3 sekunden.
Ich weinte vor Freude, ich hatte völlig vergessen, wie es sich anfühlt ,, normal ,, zu sein.
Als würd mir man einen Vorhang wegziehen, ich spürte die direkte Verbindung wieder zu mir und der Umwelt, unglaubliches Gefühl.

Diese Erfahrung war für mich natürlich, das wichtigste das mir jemals passieren konnte.
Ich wusste ich bin auf dem richtigen weg, meine Geduld würde mich belohnen.
Es folgten wieder 2 Monate mit DP / DR stückweise vielleicht je 1 sek normalität .
Da kam dieser langersehnte Tag, der wichtigste, schönste , atemberaubendste, glücklichster Tag in meinem Leben.
Dasselbe Schema : ich stand auf rauchte meine erste zigarette und da kam es wieder, diese schöne verbindung dieses ,,eins werden ,, ich sagte und bat : bitte bleib bitte bleib bitte halte durch , tatsächlich blieb es, verschwand nicht mejr, ich rannte weinend durch die wohnung und schreite ich hab es geschafft.
Ich krieg Gänsehaut und mir laufen echt Freudetränen während ich dieses Abschnitt verfasse.
Jetzt ist dieser Tag 2 Jahre her und es ist immernoch alles so wie es sein muss.
Ich war in einer entsetzlichen, hoffnungslosen, erbitterten, vernichtenden, hässlichsten Lage die man als Mensch sein kann.
Ich finde keine Wörter für diesen Zustand, der Zustand war unmenschlich und hat mit Menschlichkeit NICHTS zu tun.
Die Hölle auf Erden, nicht im geringsten konnte ich mir vorstellen, dass solch abartige Zuständen überhaupt enstehen können.
TROTZDEM kam dieser Tag.

Was ich damit sagen möchte ist :
Ich kann nur aus persönlicher Erfahrung sprechen.
Egal wie schwierig die Situation sein mag, es gibt kein Leiden, dass ein Mensch niiicht in der Lage wäre oder die Kraft hätte sie durchzustehen, du musst diese Kraft diese innere Kraft die in DIR steckt aktivieren.
Geh in dich hinein, mach dir verdammt nochmal bewusst, dass egal wie schlecht es dir gerade geht, du verdammt noch mal der Stärkste sein wirst.
Duuu bist dein Herr, du bist in der Lage Felse zu versetzen.
Hab Geduld, geh mit dir selbst gut um, verfall nicht in selbstmitleid, es darf dir scheisse gehen, es darf dir schlecht gehen, damit es dir eines tagen gut gehen wird. Diese Gut wird ein anderes Gut sein, das schönste Gut das man haben kann.
Sprich mit menschen, erzähl dein Leiden, sprich was dir auf der Seele liegt, lass es raus, weine wenn du weinen musst, du bist DU.
Halte durch und du wirst belohnt.
Freu dich wenn dieser Moment kommt, du wirst wie Phönix aus der Asche steigen, diese Energie die lange zeit gefangen war, wird nur so aus dir rausschiessen.
Es wird niichts mehr geben, dass dich aus der Bahn werfen kann, du wirst das Endprodukt deines Ich sein.
Die stärkste Form deines Ich.
Durch diese Erfahrungen, bekommst du so positive Charaktereigenshaften dazu, dass du sogar ein noch besserer Mensch wirst als du ohnehin schon bist.
Du wirst das Leben lieben, lieben lernen und schätzen, jede Sekunde wirst du verliebt sein in dein Leben.
Jeder Atemzug der frischen Luft, alle Töne in der Natur , jeder Blick in die Natur wirst du mir Liebe auffangen.
Du wirst wie ein Fels in der Brandung, der Stürme erlebt hat und sich nicht vom Ort wegwehen lässt.
Sei Stark, halte durch und vertraue auf deine Heilung.
Nach jedem Gewitter folgt die Sonne.
Nach jeder Erschwernis kommt die Erleichterung.
Glaub an dich, geh ins Bad schau in den Spiegel und sag : Ich schaffe das, zeig mit dem Finger auf dein Spiegelbild und sag laut du schaffst das!

Jede und Jeder von euch wird das schaffen und hat die Kraft das zu schaffen, was ich geschafft habe.
Vertraut darauf!
Deine Heilung ist im Gange, während du diesen Text gelesen hast bist du schon näher an deine Heilung gelangt.
Geduld, geduld, Geduld .. der Erfolg kommt danach.
Gib niemals auf ich weiss das Feuer brennt in dir!
Bald hast du dein Ziel erreicht.
Öffne deine Herz, du hast die Macht alles zu tun, ich weiss du kannst es schaffen.
Du wirst unbesiegbar sein, deine Zeit wird kommen, der Tag ist nicht mehr weit.
Was dich stärker macht, bringt dich voran, du hast es fast geschafft.
Dein Selbstvertrauen, trägt dich Hinauf, in die höchsten Höhen, du gibst nie auf!
Spürst du die Kraft die tief in deiner Seele wohnt??☺️
Dein Traum wird bald Wahr, das Ziel ist zum greifen nah.!


Danke fürs Lesen, ich wünsche dir ganz viel Kraft, Kopf hoch, mit hängendem Kopf sieht du den Himmel nicht

Leider konnte ich nicht sehr detailiert auf die Symptome eingehen, da mir durch die DP und DR sehr viele erinnerungen empfindungen gelöscht wurden.
Du wirst die mit Abstand härteste Lebensprüfung erfolgreich überstehen.
Freue dich auf die Zeit die kommen wird.
Ich wünsche allen eine gute Zeit und es mir eine Ehre für euch diesen Beitrag zu verfassen.
Für meine Rechtschreibfehler entschuldige ich mich.
HALTE DURCH!
Nichts ist stärker, als ein gebrochener Mensch, der sich selbst wieder aufgebaut hat!
Gruss Cavani

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Malu
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Re: Cavanis Heilungsgeschichte (Kaltentzug von Alprazolam und Duloxetin)

Beitrag von Malu »

Danke danke dir für deinen Beitrag. Ich habe ihn schon öfters gelesen! Und jedes mal Kellern mir die Tränen nur so übers Gesicht. Weil es so schön geschrieben ist und weil deine Worte mir irgendwie mut machen weiter zu machen. Im Moment finde ich meine Situation so aussichtslos und ich wünsche mir von ganzem Herzen eines Tages genau wie du solche Zeilen verfassen zu können.
Viele herzliche Grüße malu
01/2011 Beginn Depression, Panikattacken;
Ca. 03/2012 Beginn Einnahme Paroxetin 20 mg
Ca. 2013-2020 etliche Heilpraktiker und eine Psychologin alles ohne Erfolg... durchgehende Einnahme Paroxetin;
06/2016 Bisoprolol 5mg wegen Herzrhytmusstörung; jedoch habe ich festgestellt dass das eine NW von Paroxetin ist;
2021 erfolgreiche Traumatherapie und das Ende von jahrelangen Depressionen und Panik;
Ca 03/2021 Beginn ausschleichen Bisoprolol; ohne Probleme binnen 14 Tage weg;
04/2021 Beginn ausschleichen Paroxetin
Jede Woche 1,25 mg, durch Teilung der 10 mg Tablette nach Augenmaß . Als Hilfe Sepia LM 30 homöopathisch;
Keine großen Einschränkungen, manchmal verstärkt Kopfschmerzen, Veränderung des Schlafs, starkes schwitzen in der Nacht *auch schon vor dem Ausschleichen.
25.06.2021 angekommen bei 10 mg
25.06.2021 versehentliche doppelte Einnahme, also 20 mg.
Heftige Unruhe, Verwirrtheit, Depersonalisierung.
Zum auffangen homöopathisch nux vomica c200!!! Super geholfen. Zumindest für den Tag.
26.06.2021 10 mg - Unruhe, Depression, weinerlichkeit, Verwirrtheit
27.06.2021 5 mg - bedrücktes Gefühl aber nicht wie Tag zuvor;
28.06.2021 5 mg - Unruhe, watte im kopf, Depri
29.06.2021 7.5 mg - kurz aufgefangen für den Tag;
30.06.2021 7.5 mg - Unruhe, Depression, Weinerlichkeit ;
31.06.2021 - 05.07.2021 Schwankungen zwischen 5 und 7.5 mg
Ab 06.07.2021 - heute, 28.07.2021 5 mg ;
Symptome: 1 Woche: starke Depri, fast nur im Bett, grippiges Gefühl, leichter Schwindel, kommende und gehende Kopfschmerzen; Krasse Alpträume; generell komischer schlaf;
2 Woche: körperliche Symptome besser aber grippaler Infekt zusätzlich :o, starke Stimmungsschwankungen, fast stündlich wechselnd, von einigermaßen normal bis sehr Depressiv und im Bett; schwach, abtriebslos, verzweifelt;
3 Woche: körperliche Symptome fast weg, leichte Kopfschmerzen aber nur selten, starke Stimmungsschwankungen, oft geweint, immer wieder Bett. Nichts sehen, nichts hören :count-sheep: verstärkt Depri;
4 Woche: starke Depri, immer wieder auffangen mit Sepia; 2 Tage einigermaßen funktionsfähig, dann drei Tage platt;
Rücksprache Heilpraktikerin 28.07.2021, sie will mir Opium c200 geben, ist aber nicht das echte Opium, sondern das homöopathische, macht nicht abhängig. Ich denke ich werde es versuchen.
5 Woche wechselhaft, 2 Tage gut 3 Tage schlecht. Gut heisst keine depri, schleicht heisst ganzen Tag antiebslos und depressiv, abends besser.
6 Woche wie Woche 5
Lasse jetzt Hochpotenzen der homöopathie weg. Dann sehe ich meinen Verlauf besser.
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