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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Forum-Umfrage zum Verschreibungsgrund für Psychopharmaka

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.

Was war der Grund für die Verschreibung eures Psychopharmakons/eurer Psychopharmaka?

Krise (z.B. Trennung/Liebeskummer, Trauerfall/Verlust, Überlastung am Arbeitsplatz/Burn-Out, etc.)
56
21%
psychische Störung (z.B. Depression, Angststörung, Psychose, Schizophrenie, Persönlichkeitsstörung, Bipolar etc.)
152
56%
Schlafstörungen
36
13%
Schmerzen
12
4%
Hormonelle Ursachen (z.B. Antibabypille, Wechseljahre, Schilddrüsenfehlfunktion, etc.)
13
5%
Einnahme anderer Medikamente, wie z.B. Antibiotika aus der Gruppe der Fluorchinolone
2
1%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 271

Razia
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Re: Forum-Umfrage zum Verschreibungsgrund für Psychopharmaka

Beitrag von Razia »

Hallo

Bist Du männlich oder weiblich?
Weiblich

Wie lange hast Du schon einen Leidensdruck gehabt, wegen dem Du zum Arzt gegangen bist?
Nur ein paar Tage

Wie lang war(en) die Untersuchung(en) / das Gespräch, das zur Verschreibung geführt hat?
Untersuchung beschränkt auf Blutabnahme und Blutdruck. Gespräch 5 Minuten in einer Klinik.

Wurden vorher körperliche Ursachen abgeklärt, bevor es zu einer psychiatrischen Diagnose kam?

Nein, in der Tat war es ein rein körperliches Leiden.

Wie wurdest Du über Deine Diagnose informiert (also z.B.: "Sie leiden unter Depressionen")
In einem kurzen Gespräch wurde mir gesagt, ich hätte eine Angststörung

Wurdest Du über Alternativen (Therapie) und Risiken aufgeklärt?
Absolut überhaupt nicht.

Noch mehr Details in meiner Signatur.
LG
Ram0ona
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Nietzsche-Ente
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Re: Forum-Umfrage zum Verschreibungsgrund für Psychopharmaka

Beitrag von Nietzsche-Ente »

Hallo allerseits,

ich mag auch bei der Umfrage mitmachen :party2: , kann die Fragen aber leider nicht so kurz und knackig beantworten... ich hoffe das ist okay.

• Grund: Seroquel „Impulsdruchbrüche“ (wie das im Psychiatrieterminus so heißt), das NL ist für keine meiner Diagnosen zugelassen, deshalb mussten meine Eltern unterschreiben, dass ich es im Rahmen eines „individuellen Heilungsversuchs“ bekommen darf (und die Ärzt*innen keine Verantwortung tragen)
• ADs: „rezidivierende schwere depressive Episoden“
• Tavor: „hochgradige affektive Spannungszustände“

Bist Du männlich oder weiblich?
Weiblich (ich fände gut, wenn ihr die Option „divers“ dazu schreibt)

Wie lange hast Du schon einen Leidensdruck gehabt, wegen dem Du zum Arzt gegangen bist?
Schwer zu sagen, seit ich denken kann? Ich glaube, ich bin einfach so :D erster Psychiatriekontakt dann mit 16

Wie lang war(en) die Untersuchung(en) / das Gespräch, das zur Verschreibung geführt hat?
Ambulant vielleicht 5 Minuten (Citalopram); in der Klinik nur die Info, dass ich das Medikament jetzt bekomme (Seroquel) – das Aufklärungsgespräch bekamen nur meine Eltern; bei der Umstellung auf Citalopram zwei Jahre später in einer anderen Klinik auch nur ein paar Minuten, dann bei der nächsten Umstellung in der nächsten Klinik (Cymbalta) wurde viel untersucht und rumgerätselt, warum meine Leukos denn so niedrig sind… mehrere Jahre später in der selben Klinik (nach dem Absetzen plus Absetzsyndrom ohne wissen, dass die ganzen Symptome vom Absetzen kamen) wurde mir im Verlauf zu Zyprexa "geraten" respektive ich unter Druck gesetzt (vermutlich um eine Gewichtszunahme zu erzwingen), was ich ablehnte, ließ mich aber auf ein AD ein… es wurde erst Sertralin, dann Cymbalta, dann Venlafaxin, das gesamte "Aufklärungsgespräch"zu Venlafaxin: „es ist gut verträglich und hat ähnliche nebenwirkungen wie Cymbalta“; Tavor einzunehmen, war eine Bedingung, damit ich nicht in der geschlossenen zwangsuntergebracht wurde - keine Aufklärung.

• Wurden vorher körperliche Ursachen abgeklärt, bevor es zu einer psychiatrischen Diagnose kam?
Initial Nein, über die Jahre wurde viel untersucht, aber nicht speziell im Hinblick auf einen körperlichen Hintergrund der Diagnosen

• Wie wurdest Du über Deine Diagnose informiert (also z.B.: "Sie leiden unter Depressionen")
Kann mich an das erste Mal nicht wirklich erinnern, vermutlich wurde es mir einfach so gesagt: „Du hast Depressionen und ich vermute eine PTBS“ (PTBS wurde keine Diagnose); in der Jugendklinik wurde vieles nur meinen Eltern gesagt; manche Diagnosen tauchten auch einfach auf einem Arztbericht auf, ohne dass ich darüber informiert wurde.

• Wurdest Du über Alternativen (Therapie) und Risiken aufgeklärt?
Über Risiken: nein. Über Alternativen: naja, es wurde gemacht, statt aufgeklärt. Die erste Psychiaterin (ambulant) verschrieb mir das AD und sagte ich soll in eine Klinik gehen. Zuvor/parallel war ich bereits bei einer Psychotherapeutin (die mich zur Psychiaterin schickte), ansonsten wurde alles stationär verabreicht.


Viele Grüße

Nietzsche-Ente
:schnecke: :schnecke: :schnecke:
Klaudia
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Re: Forum-Umfrage zum Verschreibungsgrund für Psychopharmaka

Beitrag von Klaudia »

Liebes Forum,

hier meine persönlichen Antworten:

Weiblich

Zusammenbruch nach psychischer Krise meines Sohnes. Diagnose: Depression

4 Tage Klinik, Verordnung 2,5 mg Olanzapin. Ist doch "nur" eine ganz geringe Dosis. Sollte mir beim schlafen helfen. Habe ich abgelehnt, kam sehr schlecht an. Habe mich durch Schlafen etwas stabilisieren können und selbst entlassen.

Erstgespräch bei Psychologe: Diagnose: mittelschwere Depression. Angebot für Therapie in frühestens 9 Monaten (Warteliste). Dringlichkeitscode, Empfehlung: Einnahme eines AD. Keine Aufklärung. Meine Bedenken und die Ablehnung des AD wurden nicht akzeptiert.

Liebe Grüße an Alle
Klaudia
Sohn
Vorgeschichte 08-12/2020

Reduktion Risperidon 01-05/2021, 09-11/2021
(Beta-Blocker Bisoprolol abgesetzt, Umstellung 200 mg Quetiapin retadiert auf 200 mg Quetiapin unretadiert in Einmalgabe)
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Reduktion Quetiapin 06-08/2021, weiter ab 11/2021
► Text zeigen
Aktuelle Medikation:
Risperidon 0-0-0-0 seit 04.11.2021
Quetiapin unretadiert 0-0-0-100
NEMs: z.Zt. keine
NEMs (bei Bedarf): Passionsblumentee, Flohsamenschalen, CBD-Öl, Melatonin 2 mg, Baldrian 700 mg, Omega3, Magnesiumcitrat, Ashwagandha
Herbstwind

Re: Forum-Umfrage zum Verschreibungsgrund für Psychopharmaka

Beitrag von Herbstwind »

Hallo,

ich möchte mich auch dazu äußern:
Bist Du männlich oder weiblich?
Ich fühle mich geschlechtneutral, bin aber biologisch weiblich. Ich vermute, das hat für die Relevanz der Verordnung von Antidepressiva eine Rolle.
Wie lange hast Du schon einen Leidensdruck gehabt, wegen dem Du zum Arzt gegangen bist?
Seit der Kindheit, ich wusste aber da schon, dass es bei mir nichts psychisches ist. Aber leider haben mich keine Eltern gezwungen, zum Psychiater zu gehen.
Wie lang war(en) die Untersuchung(en) / das Gespräch, das zur Verschreibung geführt hat?
Ich sollte schon als 10-jähriges Kind Antidepressiva nehmen, was ich aber verweigert habe. Später bekam ich gegen meinen Willen Antipsychotika.
Dann sollte ich mit 17 nochmal Antidepressiva nehmen und habe auch so getan, als ob ich sie genommen hatte, damit ich nicht gegen meinen Willen in die Psychiatrie muss.
Erst mit 18 nahm ich auf Druck einer Psychiaterin tatsächlich Antidepressiva. Die Untersuchungen waren sehr oberflächlich, ich muss allerdings gestehen, dass ich die Depressions-Fragebögen absichtlich falsch beantwortet habe, weil mir meine körperlich bedingtes chronisches Erschöpfungssyndrom nicht geglaubt wurde und ich unbedingt einen Grund brauchte, um als erwerbsunfähig zu gelten. Daher begab ich mich im jungen Erwachsenalter freiwillig in die Psychiatrie.
Die Depression wurde mir ohne zu zögern diagnostiziert, obwohl ich überzeugt bin, dass es eine Fehldiagnose ist.

Wurden vorher körperliche Ursachen abgeklärt, bevor es zu einer psychiatrischen Diagnose kam?[/quote]Nein, wobei man körperlich bedingtes CFS kaum feststellen kann, da der Biomarker fehlt. Daher werden diese Patienten oftmals zu Psychotherapien und Antidepressiva gedrängt. Leider erfolglos. In meinem Fall sogar noch mit lebensbedrohlichen Nebenwirkungen.
Wie wurdest Du über Deine Diagnose informiert (also z.B.: "Sie leiden unter Depressionen")
Ja, mir wurde grob vereinfacht das mit der Serotonin-Hypothese erzählt und dass ich daher die Medikamente bräuchte. Allerdings hat mir das, glaube ich, schon ein anderer Arzt vorher gesagt.
Mir wurde vor allem eingeredet, dass ich unter Antriebsmangel leiden würde und daher die antriebssteigernden Antidepressiva nötig hätte. Da ich durch die Medikamente sehr müde wurde, hat man gesagt, dass ich sie auf jeden Fall weiternehmen soll, weil es mir ohne wahrscheinlich noch viel schlechter gehen würde.
Wurdest Du über Alternativen (Therapie) und Risiken aufgeklärt?
Nein, nicht im geringsten. Mir wurde gesagt, dass mein Leben endlich gut wird und ich dauerhaft erwerbsfähig sein werde, wenn ich sie nehmen würde.
Für fast alle Nebenwirkungen, die ich im Verlauf hatte, gab es weitere psychiatrische Diagnosen und Medikamente.

Als sich mein medikamenteninduziertes Verhalten immer mehr zuspitzte, gab es aufgrund meines suizidalen und fremdaggressiven Verhaltens die Diagnose "Persönlichkeitsstörung" und das Medikament Carbamazepin Retard.


Gruß, Herbstwind
Binchen981
Beiträge: 4
Registriert: 17.12.2020 11:28

Re: Forum-Umfrage zum Verschreibungsgrund für Psychopharmaka

Beitrag von Binchen981 »

Bist Du männlich oder weiblich?
Weiblich

Wie lange hast Du schon einen Leidensdruck gehabt, wegen dem Du zum Arzt gegangen bist?
3-4 Monate. Angefangen mit gelegentlichen Panikattacken,die häufiger wurden,bis ich nicht mal mehr duschen gehen konnte.

Wie lang war(en) die Untersuchung(en) / das Gespräch, das zur Verschreibung geführt hat?
1/2 stunde
Wurden vorher körperliche Ursachen abgeklärt, bevor es zu einer psychiatrischen Diagnose kam?
Es wurde nur ein EEG gemacht.

Wie wurdest Du über Deine Diagnose informiert (also z.B.: "Sie leiden unter Depressionen")
Wurdest Du über Alternativen (Therapie) und Risiken aufgeklärt?
Es hieß nur,sie haben eine Angststörung.Mir wurde der Name des Medikaments genannt und das es in der ersten Zeit Abends zu kribbeln im Körper kommen wird.. Das wars -_-
2003 Angststörung 5mg<20mg paroxetin
2004 paroxetin ohne ausschleichen abgesetzt
2006 wieder 5mg<20mg paroxetin angesetzt
2008 wieder abgesetzt
2009 nach Geburt 5mg<20mg paroxetin wieder angesetzt
2012 wieder abgesetzt
2016 wiedermaaal paroxetin 5mg angestetzt ,da schon gemerkt,dass was nicht stimmt,trotzdem wieder auf 20mg erhöht,nicht mehr vertragen..
Klinik einweisen lassen,keine wirkliche hilfe bekommen
Neuroleptika 15mg (name vergessen) dazu bekommen,paroxetin weiter nich vertagen
Paroxetin abgesetzt und Cymbalta 30mg bekommen,nach 3 tagen nicht weiter genommen,noch schlimmerer zustand
2016 1mg paroxetin, ging mir langsam wieder besser
2017-2018 ausgeschlichen
Majamaus
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Re: Forum-Umfrage zum Verschreibungsgrund für Psychopharmaka

Beitrag von Majamaus »

Bist Du männlich oder weiblich oder divers?

weiblich



Wie lange hast Du schon einen Leidensdruck gehabt, wegen dem Du zum Arzt gegangen bist?

Bin sofort hin, weil es mich schlagartig getroffen hat. Von jetzt auf gleich!



Wie lang war(en) die Untersuchung(en) / das Gespräch, das zur Verschreibung geführt hat?

3 Minuten



Wurden vorher körperliche Ursachen abgeklärt, bevor es zu einer psychiatrischen Diagnose kam?

nein



Wie wurdest Du über Deine Diagnose informiert (also z.B.: "Sie leiden unter Depressionen")

Arzt: "Das sind Depressionen"
Ich: "Nein, woher sollten die kommen, alles ok, ich führe ein schönes Leben"
Arzt: "Nein, das sind Depressionen, die zeigen sich bei ihnen nur auf andere Weise"



Wurdest Du über Alternativen (Therapie) und Risiken aufgeklärt?

nein
Viele Jahre ein Neuroleptikum wegen Spannungsstau in der Leber bekommen, was jedoch als Depression gewertet wurde. Das Neuroleptikum hat die Symptome wohl beseitigt, was jedoch keine Depressionen waren.

Auslöser: mehrere orthopädische Blockaden, davon ein Knickfuß der nicht zu übersehen war. So wurde die Leber durch die kinesiologischen Körperachsen "gequetscht". Der Spannungsabbau im Blut ist dann über die Niere erfolgt. Leber liegt auf Niere auf. Der Knickfuß liegt an der Fußinnenseite im gerade Zustand nicht auf dem Boden auf. Differenz von fast 1,5 cm. Ursächlich wohl eine Verletzung am Sprunggelenk in der Schulzeit. Meldung an Unfallkasse ist erfolgt. Jetzt abwarten!

Bei erster Einnahme vom Neuroleptikum Probleme in der Brustwirbelsäule bekommen, wurde jedoch nicht ernst genommen.

Es wurde dann herumgepatscht mit Fluoxetin, Trimipramin, Doxepin, Prometazin, Zolidem, Diazepem, etc - alles nicht vertragen.

Seit ca. vier Jahren medikamentenfrei. Leider mit erheblicher Verschlechterung im Gegensatz zu vor der ersten Einnahme in der Vergangenheit

Inzwischen mit Nahrungsergänzungsmittel unter Berücksichtigung der Bindungspartner den Zustand damit sehr verbessert.
Bittchen
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Re: Forum-Umfrage zum Verschreibungsgrund für Psychopharmaka

Beitrag von Bittchen »

Hallo ,

ich bekam das erste Mal PP nach der Geburt meiner jüngsten Tochter, wegen einer Postpartalen Depression.
Das ist 34 Jahre her.
Mein Frauenarzt schickte mich damals aus seiner Praxis direkt zur Psychiaterin.
Den Namen des PP kenne ich nicht mehr, selbst die Psychiaterin wusste später nicht mehr ,was sie mir verschrieben hatte, es war auch nichts dokumentiert.
Sie hatte dann hier auch später keine Zweigstelle hier mehr und ich ging mit der Packung zum Hausarzt.
Mein damaliger Hausarzt wollte mir das Mittel nicht weiter verschreiben und so war auch die Packung weg ,die ich zu ihm mitgenommen hatte.
Wer weiß wofür es gut war ?
Das war das erste Mal, dann ging es neun Jahr ohne PP so la la.
Dann nach neun Jahren eine erneute schwere Depression.
Mein neuer Hausarzt verschrieb mir Aurorix, ein Mao Hemmer ,er kam gerade von einer Weiterbildung.

Ich bin weiblich

Leidensdruck :
ca 25 Jahre vorher ,Mal mehr ,Mal weniger.

Gespräch: 20 Minuten

Körperliche Untersuchung :
Keine

Alternativen ,Risiken, Aufklärung :
Nein

Diagnose damals:
Endogene Depression

Das war der Anfang einer Odyssee, mit immer wieder anderen PP.


LG Brigitte
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .
Jodie13
Beiträge: 772
Registriert: 21.09.2018 17:59
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Re: Forum-Umfrage zum Verschreibungsgrund für Psychopharmaka

Beitrag von Jodie13 »

Bist Du männlich oder weiblich oder divers?
Weiblich

Wie lange hast Du schon einen Leidensdruck gehabt, wegen dem Du zum Arzt gegangen bist?
Ursprünglich so ca. 1-2 Jahre? Bin mir nicht mehr sicher. Erster Arztbesuch diesbzgl. im Jahr 2004 mit 20 Jahren.

Wie lang war(en) die Untersuchung(en) / das Gespräch, das zur Verschreibung geführt hat?
Ich war mehrmals wegen Kopfschmerzen beim Hausarzt, als es dann letztlich um die schlechte Stimmung ging schätze ich so ca. 10-15 min.? Erstgespräche beim Facharzt/in Kliniken waren deutlich länger.

Wurden vorher körperliche Ursachen abgeklärt, bevor es zu einer psychiatrischen Diagnose kam?
Erstverschreibung beim Hausarzt: nein
Beim Facharzt: nein
In Kliniken wurden dann körperliche Diagnostik gemacht (Blutbild, EKG, EEG, MRT, körperliche Untersuchung)

Wie wurdest Du über Deine Diagnose informiert (also z.B.: "Sie leiden unter Depressionen")
Hausarzt hat es als Verdacht "Depression" geäußert, danach haben die meisten Ärzte/Kliniken die Diagnose(n) übernommen, mit denen ich schon kam. Manchmal wurden auch noch zusätzliche falsche Diagnosen gestellt.

Wurdest Du über Alternativen (Therapie) und Risiken aufgeklärt?
Der Hausarzt bei der Erstverschreibung hat nichts von Psychotherapie erwähnt, bin dann zu einer Beratungsstelle die Therapie empfohlen hat. Ab da lief das immer so mit. Andere Alternativen (Sport, Meditation, Ernährung, Licht etc.) wurden nie erwähnt. Aufklärung über die Medikamente gab es bei niedergelassenen Ärzten nie. In einer Klinik wurde mir die Medikamentenverschreibung recht umfangreich begründet und zumindest auf Nebenwirkungen hingewiesen. Bei weiteren Klinikaufenthalten erfolgte keine Aufklärung bzgl. der Medikamente.
Rosi63
Beiträge: 2
Registriert: 26.05.2021 23:45

Re: Forum-Umfrage zum Verschreibungsgrund für Psychopharmaka

Beitrag von Rosi63 »

Bist Du männlich oder weiblich oder divers?

weiblich

Wie lange hast Du schon einen Leidensdruck gehabt, wegen dem Du zum Arzt gegangen bist?

Ich war wegen meiner narzisstischer Mutter schon im Mai 2019 für 7 Wochen krank geschrieben, dachte ich hätte mich durch Distanz zu ihr erholt, habe bis August 2019 wieder gearbeitet und dann kam schlagartig alles zusammen, wieder Ärger mit der Mutter, meine drei Kinder hat sie aufgehetzt, die sich seitdem auch nicht mehr bei mir melden, mit diesen Ärger war ich Stress nicht mehr gewachsen, die Arbeit im ambulanten Dienst wurde für mich immer schwieriger, dann auch noch Korona und meine Atmung unter der FFP2 Maske wurde immer schwieriger und das Treppen steigen auch, durch Grübelei hätte ich dann fast noch meinen Führerschein wegen zu schnellem fahren verloren. Im August 2020 Hitze von 40 Grad und ein schwerer Patient, das war der Endgültige Zusammenbruch. Seitdem bin ich krank geschrieben und es hat sich nichts geändert, wenn ich glaube jetzt wird’s besser, dann gibts wieder einen Dämpfer, das braucht nur ein Brief sein mit negativen Nachrichten dann bin ich am Boden zerstört und es geht lange lange Zeit gar nichts mehr.

Wie lang war(en) die Untersuchung(en) / das Gespräch, das zur Verschreibung geführt hat?

Ich habe dem Hausarzt mein Leid geklagt, er hat auch NICHT sofort Antidepressiva verschrieben, nach 8 Wochen erst meinte er ich sollte etwas einnehmen. Anders war’s dann im Dezember die Psychiaterin hatte ganz schnell die Medikamente geändert und ich saß vielleicht 10 Min. bei ihr.

Wurden vorher körperliche Ursachen abgeklärt, bevor es zu einer psychiatrischen Diagnose kam?

Nein

Wie wurdest Du über Deine Diagnose informiert (also z.B.: "Sie leiden unter Depressionen")

Die Psychiaterin hat sich meine Geschichte angehört, mir viel es sehr schwer alles zu erzählen weil ich immer heulen muss dabei, dann meinte sie es wäre eine schwere Depression und ich muss geduldig sein, dies ist nichts was man einfach ignorieren kann, bei einem Herzinfarkt sieht und fühlt man die Erkrankung und muss akzeptieren dass man krank ist und eine Depression ist auch eine schwere Erkrankung auch wenn es viele nicht wahr haben wollen, ich solle versuchen Psychotherapie zu bekommen, zusätzlich die Medikamente die sie aufschreibt nehmen und den Gedanken vorerst aus meinen Kopf streichen dass ich immer für alle da sein muss, in erster Linie bin ich jetzt wichtig und sonst gar nix.

Wurdest Du über Alternativen (Therapie) und Risiken aufgeklärt?

Zu den Risiken der Medikamente wurde ich nicht aufgeklärt, um einen Therapieplatz hatte ich mich selbst gekümmert, noch bevor ich zur Psychiaterin kam. Über Alternativen wurde gar nicht gesprochen.
Seit August 2020 bestätigte Depression

1. Medikament Citalopram, ab Oktober 2020, Nebenwirkungen wie Übelkeit, erhöhter Blutdruck, Wahnsinnige Kopfschmerzen in Intervallen und schlaflose Nächte.
2. Medikament Mirtazapin, Übelkeit, Verstopfung, hat sich aber nach 4 Wochen gebessert und es ging etwas besser.

Im Dezember 2020 hatte ich endlich einen Psychiater gefunden wo ich Notfallmäßig am 23.12.20 versorgt wurde und jetzt seither in Behandlung bin.

Die Medikamente wurden umgestellt auf Venlafaxin Anfangsdosis 37,5 mg, sollte ich schrittweise alle 14 Tage um 37,5 mg erhöhen bis ich bei 150 mg war. Dazu sollte ich Pipamperon 40 mg zum schlafen nehmen, Mirtazapin erst einmal weiter und es hieß wenn mir Pipamperon gut tut kann ich es auch auf 2 Tabl. abends erhöhen und Mirtazapin dann weg lassen. Auf diese Kombination entgleitete mein Blutdruck vollkommen und an Schlafen war vor lauter Herzklopfen nicht zu denken, vier Wochen lang.

Dann das ganze mit der Ärztin nach 4 Wochen besprochen, früher hab’s keinen Termin, weil die Ärztin ein Sicherungsassistentin ist und nur Mittwochs in der Praxis ist. Ergebnis: Ich sollte vorerst nur die 150 mg Venlafaxin einnehmen.

Auf eine positive Wirkung von Venlafaxin habe ich vergeblich gewartet, meine Depressionen haben sich nicht verändert und eine aufhellende Wirkung habe ich auch nicht gespürt.
Eigentlich hat mich jede negative Situation voll umgehauen, ob das der Streit mit dem Nachbarn war oder die Unverschämtheiten meiner Mutter und meiner Kinder, ich kann mit Stress nicht mehr umgehen, ich habe keine Kraft mehr und bin nur noch am heulen. Die FFP2 Maskenpflicht seit 2020 bei uns im ambulanten Dienst hat mir den Rest gegeben, denn ich konnte mit der Maske keine zwei Stockwerke mehr hoch laufen und anschließend schwergewichtige Patienten vorm stürzen schützen, so hat mich mein Hausarzt aus den Verkehr gezogen und bin seit August 2020ich krank geschrieben.

Letzter Termin bei der Psychiaterin Anfang Mai dieses Jahr, Besprechung wegen Venlafaxin dass es nichts positives gibt durch das Medikament. Ergebnis: Venlafaxin ausschleichen von 150 mg, wöchentlich 37,5 mg weniger bis es ganz weg ist, im Gegenzug Einnahme von Tianeurax 12,5 mg 3x täglich und wieder ein Medikament zum Schlafen TRIMIPRAMIN 25-1A Pharma, das ich aber wirklich nur nehme wenn ich nicht schlafen kann.

Mittlerweile habe ich das Absetzschema mit Venlafaxin von meiner Ärztin hinter mir und fühle mich, oft verwirrt, aggressiv, benommen und bin von Übelkeit, die täglich nach der Mahlzeit beginnt und erst am späten Abend endet, geplagt, Atemnot wenn ich mich anstrenge, da reicht es schon wenn ich meine Kompressionsstrümpfe anziehe, Nervenschmerzen im Gesicht und Nacken bis in die linke Schulter, lesen ist anstrengend, dabei hab ich das Gefühl als würden sich meine Augen verdrehen, deshalb ist es für mich auch sehr schwierig hier diesen Text zu schreiben.
Suizidgedanken, meine Kinder haben deswegen schon die Polizei geschickt und und und

Seit mir nicht böse evtl. Ist meine Signatur noch nicht fertig aber ich brauche eine Pause.
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