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Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

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padma
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma » Montag, 06.04.20, 13:10

hallo zusammen,

Tamara hat erfolgeich Mirtazapin abgesetzt. :party2:
Hier ihr Bericht 14 Monate nach 0:

Hallo liebe Leser, ich versuche mal mein letztes Jahr zu beschreiben. Also im Februar letzten Jahres war ich bei Null. Bin mit meiner wasserlöslichen Lösung ml für ml runtergegangen. Genau kann ich es gar nicht mehr sagen,teilweise war ich im Kopf sehr benebelt und der Schwindel war mein ständiger Begleiter. Ich hatte teilweise auch Erinnerungslücken. Gliederschmerzen, Stechen in der Brust, Unwohlsein,Sehstörungen, Herzrasen und Panikattacken.Sie kamen und gingen wie sie wollten. Ich ging teilweise so fertig von der Arbeit,wusste manchmal nicht ob ich es nach Hause schaffe. Es war schrecklich und verzweifelnd.Die Ungewissheit war das schlimmste, werde ich jemals wieder ein lebenswertes Leben führen können?War zwei mal im Krankenhaus, weil ich dachte ich bekomme einen Herzinfarkt und jedes mal sagten sie mir,ich bin kerngesund.Es ist nie was ernstes passiert Aber das gute Lebensgefühl kommt gaaaanz langsam wieder,das verspreche ich euch.Habt Geduld und gebt euren Körper die Zeit,die er braucht. Ich bin immer noch nicht ganz die Alte und hoffe es bessert sich noch. Die einen haben beim Absetzen weniger Probleme, die anderen mehr,es kommt darauf an,wie sensibel man ist.Liebe Grüße Tamara
https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 95#p358295

padma
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma » Montag, 27.04.20, 13:16

hallo zusammen, :)

Juliane hat erfolgreich Duloxetin und Mirtazapin abgesetzt und ist seit 7 Monaten AD frei.
Guten Morgen. Ich habe das Mirtazapin schrittweise langsam runter gefahren. Von 30 mg auf 15 mg, dann auf 7,5 mg ,dann 3,75 mg. habe dann die Tablette noch zerkleinert. Dann habe ich abgesetzt. Aber immer gewartet ,bis ich dachte es ist stabil. Jetzt habe ich noch wenn stress ist manchmal panik. Manchmal wird mein Körper heiß und ich habe starkes Herzklopfen. Habe ein langzeit EKG bekommen. da heißt es, das mein Herz stolpert. Aber das geht vorbei. Ab und zu wird es mir mal komisch und ich denke ich kippe um. dann ist der Blutdruck hoch. Dann lege ich mich in meinen lieblings Sessel und versuche ganz ruhig zu bleiben. Es geht mir langsam immer besser. Inzwischen kann ich auch sechs Stunden durchschlafen. Ich glaube, es braucht geduld und zuspruch und einen festen Willen es zu schaffen. Mein Arzt hat gesagt bei 15 mg absetzen, da passiert nichts. Und wenn doch nehmen wir halt ein anderes Medikament. Das war echt mist und im Stich gelassen. Meine Familie hat mich immer voll unterstützt. Ich hoffe sehr, das ich nie mehr solche Medikamente brauche. Es ist nicht einfach, aber man darf nicht aufgeben. Ich drücke euch allen die Daumen. Wir sollten uns gegenseitig unterstützen so gut es geht. Auch darüber reden. Viel Glück und gebt nicht auf. Liebe Grüße eure juliane
viewtopic.php?p=361011#p361011

Timi88
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Timi88 » Donnerstag, 28.05.20, 20:14

Liebe Leute,

Mehr als 1 Jahr ist es her , dass ich zuletzt einen Beitrag geschrieben habe. Es geht mir gut - klar noch bisschen Symptome habe ich - mal mehr mal weniger , aber es ist viel besser als zu Beginn des Entzuges.

Ich wünsche euch Kraft und bin froh , dass es euch alle gibt 😍

Edit von padma: hier ist der thread von Timmi viewtopic.php?t=13655
Zuletzt geändert von padma am Donnerstag, 28.05.20, 22:44, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Edit eingefügt
Februar 2017 - Ende Mai 2017 = 7,5 mg Mirtazapin aufgrund Ängste und Schlaflosigkeit (Diagnose Burnout)
Juni 2017= 0 mg (kalt abgesetzt, laut Psychiater können kleine Dosen abgesetzt werden)
Nach 2 Wochen haben sich dann Absetzsymptome eingeschlichen (Schwindel, Benommenheit, Ängste vor allem Panikattacken, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit)
08.07.2017 - 24.08.2017 = mehrere Dosisschwankungen teilweise bis zu 15mg (wegen Paradoxer Wirkung vor allem Benommenheit und PA sowie starke Ängste , deshalb wieder ausgeschlichen - je niedriger ich gegangen bin, desto besser ging es mir) am Ende bei 0,003 mg ausgeschlichen

seit 25.08.2017 bei 0 mg = daraufhin erneut Schwindel, Kopfschmerzen, Benommenheit, Ängste (vor allem morgens), Schlaf ist einigermaßen besser geworden

16.09.2017= 0,006mg
20.11.2017= 0,006mg (Welle mit Unruhe und Schwindel, Schlaf fast normalisiert...Erfolg durch Kurkuma und Omega 3)
11.12.2017=0,006mg (Welle/Fenster)
24.12.2017=0,0000000mg
18:01.2018= Weniger Wellen, mehr Fenster: Super tiefer Schlaf, weniger bis gar keine Kopfschmerzen, Schwindel nur bei Stress und Müdigkeit, gute Konzentrationsfähigkeit, keine Ängste, keine nervosität, ein wenig erschöpft (ES WIRD BESSER)
20.03.= Nun sind es fast 3 Monate nach NULL und ich fühle mich wunderbar...Wellen seltener und nur an Wochenenden...Ablenkung hilft...ich werde wieder :sports:
19.04.2018= 4 Monate nach Null...kaum spürbare Wellen, nur noch bei wenig Schlaf und Stress...aber Wellen sehr minimal und aushaltbar...
18.05.2018= Ich hatte vor 2 Wochen eine Leistenbruch-OP und hatte eine Vollnarkose (Propofol) erhalten...kleiner Rückfall...aber es geht wieder vorwärts...
20.06.2018=Psyche in Ordnung, kaum Beschwerden ABER weiterhin hin und wieder Schwindel und Kopfrausch...an einer HIT liegen.
05.09.2018= Heilung in Sicht!!!
29.10.2018= Ich bin so dankbar, dass es die Wellen so minimal sind...Wahnsinn...Ich danke euch allen hier
24.01.2019= leichter Schwindel, Psyche ok - Ablenkung ist total wichtig , weiterhin Tinnitus
28.05.2020= aktuell Schwindel bei Stress und zu viel Kaffee sowie wenig Schlaf. Besserung seit Anfangsphase spürbar.

padma
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma » Donnerstag, 28.05.20, 22:49

hallo Timmi, :)

das freut mich sehr zu hören. :D

Herzlichen Dank für dein update, solche mutmachende Berichte helfen uns sehr.

liebe Grüsse und weiterhin alles Gute,
padma

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