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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


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Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
SSRIOpfer
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von SSRIOpfer »

Hallo,
Reaktion meines Prof. Dr.,auf mein Ansinnen abzusetzen, war ein sehr überraschtes "warum wollen sie sich das antun?"
Danach die ganze Litanei von wegen wieder einsetzende Symtome.
Mein Vertrauen daher sehr gestört werde mich wohl mehr an meine Hausärztin halten.
Mit Besten Grüßen Dirk
Beruflicher Stress, Mobbing, endlos widerkehrende negative Gedankenschleifen,erröten, Schwitzen, Schlafstörungen. geringe Belastbarkeit

Diagnose mittelstarke Depression.
Medikation Sertrlin nach 2 Wochen 50 mg.

Anfängliche Nebenwirkungen Übelkeit und Sehstörungen vergehen nach 3 Wochen.
Ca 10 Jahre Einnahme von 1 Tablette 50mg Sertralin mit gewünschter Wirkung.

August 2018 2 Jahren im Ruhestand Beginn der Absetzung, jeden 2 Tag nur noch 25mg
bis Mitte November Symtome zeitweise leichte Übelkeit und Schwindel.
Ab Mitte November nur noch 25mg, Symtome gleichbleibend leicht.

Ab Anfang Dezember komplett Abgesetzt, kurz darauf:
Massive Übelkeit, Gleichgewichtsstörung, Erbrechen, Oberbauchschmerzen, Sehstörungen, Benommenheit,

Mitte Januar 19 Wiedereinnahme von Sertralin.
Ab 14.01bis 27.01 15mg
Ab 28.01 bis 04.01 25mg
Ab 05.02 bis 03.03 35mg
Symtome seither insgesamt weniger stark aber sehr wechselhaft morgens besser abends schlechter.
Seit 2 Tagen Rücken und Knieschmerzen
Stand 5. März 2019
dragon4277
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von dragon4277 »

Meine Psychiaterin ist Schwanger geworden, eine vertretung kam und mit ihr hab ich dann auf fachlicher ebene heftigst diskutiert und ihr den entzug erklärt. Sie wollte mich tatsächlich zwangseinweisen, weil ich nicht gefügig war. Also zückte ich meinen Arztausweis und legte es ihr vor. Und sie war buff konnte kein Wort sagen und starte nur auf den Arztausweis.

Die kollegin war bei mir unten durch. Absolut inkompetent auf die warnungen des Patienten einzugehen.

Ich finde es allerdings auch intresant. Das es mehr als genug Ärzte gibt die dann sich von meiner Erfahrung als Arzt und Patient gleichzeitig bereichern. SIe fragen dann nach alternativen Methoden, wie man am besten absetzten kann, wie die Therpie verlaufen soll usw. Also sind schon genug Ärzte für dieses wissen offen.

Die meisten von diesen Ärzten kennen allerdings auch meine Leidensgeschichte aus erster hand. Oder haben vom hören sagen halt meine Leidensgeschichte erfahren und sehen jetzt auch wie gut es mir geht aktuell.

Es ist halt wie bei jedem Menschen. Es gibt gute Ärzte und schlechte Ärzte. Sollte die chemie nicht stimmen, sollte man schnellst möglich einen anderen Arzt aufsuchen. Man muss halt bedenken das an der UNI die abhängigkeit von Medikamenten nicht gelehrt wird, und auch sonst in den Fortbildungen darüber nicht diskutiert wird. Solange allerdings ein Arzt offen für diskussionen und alternativen ist, kann man mit ihm arbeiten. Aber wenn er oder sie alle türen zuknallt und sagt stimmt nicht. Dann sollte man auch nicht wieder an dieser Tür anklopfen.

Es hat mehrer anläufe gedauert bis ich dann die richtigen Ärzte gefunden habe die bereit waren mit mir uber reduktion zu reden und dann gings auch an die reduktion ran. Und ich bin diesen ärzten dankbar, weil ich mich mit ihnen austauschen konnte, und sie mir dann auch alternative medikamente und therapien anboten. Aber das hat halt gedauert bis ich die richtigen gefunden habe.

LG Dragon.
2003 Diagnose reine Paranoia
- Zyprexa 5-10mg
J01/2005 Zyprexa abgesetzt auf anraten des Docs ohne auschleichen rückfall+ verschlimmerung ->
03/2005 Diagnose Schizophrenie
-Zyprexa 5mg
2009 Zyprexa 5mg abgesetzt neu Risperdal 2mg ->(schwere Depressionen)
03/2011 Risperdal abgesetzt 15mg abilify -> Entzug
04/2011 wieder Risperdal 2mg
03/2012 Risperdal 2mg Seroquel Prolong 600mg (noch schwerere Depression gewichtzunahme)
09/2012 kalter Entzug von Risperdal und Seroquel Prolong (hat 3 Monate gedauert) mit unterstützung von Amisulprid 200mg
10/2013 Amisulprid 300mg
10/2014 amisulprid 200mg
11/2015 amisulprid 150mg
06/2016 Pantoprazol von 40mg auf 20mg
04/2017 Pantoprazol 0mg
04/2017 amisulprid 200mg um Absetztpsychose bei Pantoprazol absetzung zu verhindern bald wieder auf 150mg
04/2018 nach langem hin und her und mehrfachen entzugserscheinungen
Pantoprazol 40mg und Amisulprid 150mg (muss mich sehr lange von dieser odyssee erholen)
10/2018 100mg Amisulprid
11/2018 150 mg Amisulprid (Wegen heftiger Erkältung)
03/2019 137 mg AMisulprid (wasserlösemethode)
03/2019 150 mg Amisulprid aufdosiert wegen absetztpsychose
10/2019 125 mg Amisulpird (100mg + 1/2 50mg)
Arianrhod
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Arianrhod »

Hallo dragon,
dragon4277 hat geschrieben: 05.03.2019 01:41 Meine Psychiaterin ist Schwanger geworden, eine vertretung kam und mit ihr hab ich dann auf fachlicher ebene heftigst diskutiert und ihr den entzug erklärt. Sie wollte mich tatsächlich zwangseinweisen, weil ich nicht gefügig war
Das ist heftig. Das glaubt auch keiner , wenn man so etwas berichtet. Gottseidank bist du selbst Arzt. Du kannst bestimmt vielen Patienten helfen.
liebe Grüße Arian
[spoil]2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .
Domurat
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Domurat »

Mein Psychiater sagt, meine Depressionen, die ich von Haloperidol habe, wären die Stimmungsschwankungen, die bei Schizophrenie aufträten, bzw. er bestreitet, dass ich überhaupt Depressionen habe.
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Domurat
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Domurat »

Mein Hausarzt will überhaupt nicht über Nebenwirkungen von Medikamenten reden. Von Entzugserscheinungen gar nicht zu reden. Mein Psychiater hört sich das zwar an, führt aber auch alle Symptome auf die Grunderkrankung zurück.
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reddie
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von reddie »

Domurat hat geschrieben: 06.03.2019 15:45 Mein Hausarzt will überhaupt nicht über Nebenwirkungen von Medikamenten reden. Von Entzugserscheinungen gar nicht zu reden. Mein Psychiater hört sich das zwar an, führt aber auch alle Symptome auf die Grunderkrankung zurück.

Hoffentlich sind diese Fachleute noch am Leben, wenn es wissenschaftlich erwiesen sein wird, dass es sich um Absetzerscheinungen handelt. Und das sind nur meine frommen Wünsche.... denn ich könnte ihnen ja auch eine von ihren Grunderkrankungen wünschen.... :frust:

reddie
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Seit Mitte 2019 150mg Pregabalin, 3mal täglich

21.07.2021 Nachfolgerin meiner Neurologin will mir Pregabalin und Lorazepam nicht mehr verschreiben. Habe noch Restbestände und dosiere mich jetzt zügig runter. Entgiftung in Klinik pack ich nicht.
Domurat
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Domurat »

Mein früherer Hausarzt wollte mich auch zwangseinweisen lassen, wenn ich nicht zum Psychiater gehen würde. Das hat mich sehr gekränkt.
Und viel besser sind meine jetzigen Ärzte auch nicht.
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dragon4277
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von dragon4277 »

Domurat hat geschrieben: 05.03.2019 13:13 Mein Psychiater sagt, meine Depressionen, die ich von Haloperidol habe, wären die Stimmungsschwankungen, die bei Schizophrenie aufträten, bzw. er bestreitet, dass ich überhaupt Depressionen habe.
Hallo lieber domurat. Zu haloperidol kann ich leider nichts sagen.

Was Ärzte betrifft. Ja kenn ich. Ich habe 2 Jahre unter schwerer Depression gelitten und diese auch meiner Psychiaterin mitgeteilt. Und das diese Depressionen eben von Risperidon kommen. SIe meinte nein risperidon mache keine Depressionen. Als dann Risperidon von anderen Ärzten die ich dann aufsuchte abgesetzt wurde, waren dann auch die depressionen weg. Aber. der entzug war halt eben kalt. Und das ergebniss war das ich 3 Monate lang in einer Manie gelebt habe. Während dieser Entzugsphase. Ist auch nicht gerade das gelbe vom ei.

LG Dragon
2003 Diagnose reine Paranoia
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04/2011 wieder Risperdal 2mg
03/2012 Risperdal 2mg Seroquel Prolong 600mg (noch schwerere Depression gewichtzunahme)
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10/2014 amisulprid 200mg
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04/2017 Pantoprazol 0mg
04/2017 amisulprid 200mg um Absetztpsychose bei Pantoprazol absetzung zu verhindern bald wieder auf 150mg
04/2018 nach langem hin und her und mehrfachen entzugserscheinungen
Pantoprazol 40mg und Amisulprid 150mg (muss mich sehr lange von dieser odyssee erholen)
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11/2018 150 mg Amisulprid (Wegen heftiger Erkältung)
03/2019 137 mg AMisulprid (wasserlösemethode)
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Rachael
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Rachael »

Hey,

Bei mir ist es auch so dass die Absetzsymptome der Benzos als Grunderkrankung erklärt werden. Dabei ist dies nicht der Fall.
Wird mir aber nicht geglaubt.
Vor allem die kleine Dosis nimmt niemand ernst.
Selbst in der Suchtambulanz meinten die, dass ich mir die Symptome nur "einbilde"und man das gar nicht merken könnte wenn ich so wenig weglasse.

Bekam auch neue Diagnosen, die Absetzunruhe etc als ADHS oder noch diverse andere Diagnosen. Dass ich früher nie Panikattacken hatte, wird mir regelmäßig nicht geglaubt. Generell versteht keiner das Ausmaß der Symptomatik, die ganz andere Dimensionen annimmt als normale Panikattacken.

Eine Sozialarbeiterin meinte damals ich soll mir nicht so n Stress machen und es erstmal weiter nehmen, das war zu einem Punkt wo die körperliche Abhängigkeit noch hätte verhindert werden können.

Lg
[spoil]Reduktion Lorazepam:
Seit dem 17.06.2016
(Alle Tage nacheinander, dazwischen keine Tage)

2mg - 6 Tage
1.5mg - 1 Tag
2mg - 1 Tag
1.5mg - 6 Tage
1.25mg - 6 Tage
1mg - 8 Tage
0.75mg - 10 Tage
0.5mg - 2 Tage
0.75mg - 1 Tag
0.5mg - 1 Tag
0.67mg - 6 Tage
0.5mg - 9 Tage
0.416mg - 6 Tage
0.33mg - 12 Tage
0.25mg - 10 Tage
0.16mg - 7 Tage
0.125mg - 4 Tage
0.1mg - 7 Tage
0.05mg - 1 Tag
0.075mg - 1 Tag
0.05mg - 4 Tage
0.025mg - 2 Tage
0.01mg - 1 Tag
0mg seit dem 06.10.2016

Nicht protokolliert aber soweit meine Erinnerungen reichen:
Ende 2016 bis Mitte 2017: Bei Bedarf, ungefähr 1 mal pro Monat
Mitte 2017 bis Ende 2017: Bei Bedarf, oft 1-2 mal pro Woche, zeitweise seltener
Anfang 2018: etwa 3 Tage pro Woche bei Bedarf, oder mehr
Mitte 2018: zwei mal situationsbedingt 1 Woche durchgängig täglich, sonst so 3-4 Tage pro Woche bei Bedarf
Ende 2018: meistens 4- 5 Tage pro Woche, bei Bedarf
Seit ca. Dez 2018 - Jeden Tag, ca. 0,25 täglich plus etwa 2- 5 mal die Woche bis zu 0,25 - 2 mg, Chaos
Seit 06.04. Totales Chaos, zwischen 0,33 und 2 mg

Seit Mitte Mai 2019: Umstellung auf 6mg Bromazepam
Regelmäßig reduziert, zuletzt in 0,75mg Schritten
Aktuell: 1,5mg


Diagnosen: PTBS, Ängste, Depressionen
[/spoil]
Schicht
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Registriert: 28.10.2018 11:13

Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Schicht »

Hallo zusammen,
ich setze zurzeit Bupropion ab(nehme seit 28.6.2016 150mg morgens).Um dieses Zeug loszuwerden zog ich den hiesigen Leiter einer psychiatrischen Einrichtung hinzu(Psychiater+Neurologe),und bat um Rat.Statt mich zu ermutigen,wollte er mir ein anderes Medi anhängen(Lamotrigin),und erzählte mir,daß ich ohne Antidepressiva in die nächste Depression falle :x .Guter Mann(für die Pharmaindustrie) :D .
Wiegesagt,von `nem "Profi"hatte ich eigentlich erwartet,daß er mir hilft,und nicht,daß er mir Angst macht.Aber wie schrieb Bewell oben so schön:
"Jetzt werde ich mein eigener Arzt" :wink:
Gruß Schicht
Symtome : Schlaflosigkeit,keine Lust zu Irgendwas,Einsamkeitsgefühle,ständige negative Gedanken+Grübeln

Diagnose : rezidivierende Depression

Medikation : 150 mg Elontril morgens(Bupropion) seit 28.06.2016

30.10.2018 Ich überlege das Ausschleichen auf den Frühling 2019 zu verschieben,weil ich sehr sensibel auf die bevorstehende dunkle und kalte Jahreszeit reagiere,und bis dahin werde ich sicherlich noch Einiges über Möglichkeiten des langsamen Ausschleichens von Bupropion erfahren.
31.10.2018 Ich habe mich entschieden,und werde das Bupropion im Frühling "ausschleichen",oder einen "Kalten Entzug machen".Bis dahin werde ich hoffentlich noch einige Tips und Ratschläge erhalten.
02.11.18 Ich hatte einen Termin bei einem Psychiater,und er gab mir den Ratschlag das Bupropion im nächsten Frühling von heute auf morgen abzusetzen,also "Kalt zu entziehen".Er wird mich dabei "begleiten".
Natürlich werde ich ab Frühling 2019 weiter berichten.
Ab 27.05.19 jeden 2.Tag 1x Bupropion 150 mg morgens
Es ist heute der 11.06.,und mittlerweile dürfte mein Medikamentenspiegel total unten sein.Ich schwitze,habe Kopfschmerzen,mir tuen sämtliche Knochen weh,und irgendwie bin ich total zittrig und unruhig.Verückt,was so`ne kleine Pille verursacht.Egal,ich habe mir vorgenommen,ab Juli ohne dieses "Teufelszeug" :evil: zu leben,und das packe ich.
12.06.2019 Ich habe den ganzen Tag Kopfschmerzen,bin unruhig,zittrig,total müde+kann aber nicht schlafen.Außerdem bin ich "weinerlich",versuche aber zu denken,daß das vorbei geht.
13.06.2019 Ich bin weiterhin total müde,unruhig+weinerlich.Ich werde leider mein Absetzen unterbrechen müßen :( ,weil ich unvorhergesehen umziehe.Ab Morgen werde ich wieder 150 mg pro Tag nehmen,und das Absetzen auf August/September verschieben,denn ich möchte Ruhe dafür haben.
Arianrhod
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Arianrhod »

An @alle,

hat schon mal jemand versucht , Studien etc auszudrucken und sie dem Psychiater auf den Tisch zu legen? Was sagt er dann?

Ich war nur einmal richtig erfolgreich mit so einer Aktion, habe aber gelogen und dem Psychiater gesagt, die Kopie käme vom Hausarzt. Da hieß es dann: "Danke und schönen Gruß an den Kollegen!"
Hätte ich gesagt, die Kopie stamme von mir , wäre ich lächerlich gemacht worden.

liebe Grüße Arian
[spoil]2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

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hypomane Reaktion
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Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .
dragon4277
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von dragon4277 »

Arianrhod hat geschrieben: 12.06.2019 17:57 An @alle,

hat schon mal jemand versucht , Studien etc auszudrucken und sie dem Psychiater auf den Tisch zu legen? Was sagt er dann?

Ich war nur einmal richtig erfolgreich mit so einer Aktion, habe aber gelogen und dem Psychiater gesagt, die Kopie käme vom Hausarzt. Da hieß es dann: "Danke und schönen Gruß an den Kollegen!"
Hätte ich gesagt, die Kopie stamme von mir , wäre ich lächerlich gemacht worden.

liebe Grüße Arian
Lieber Arian,

ich bin ARzt und kann mit Fachinformationen argumentieren wie ich will. ALs betroffener und Arzt stosse ich trotzdem auf taube ohren.

War letztens beim psychiater und die hat mich dann gefragt, wie haben sie es geschaft das es ihnen wieder so gut geht. Ich sagte einfach salop indem ich auf die Ärzte nicht mehr gehört habe. Und sie war auch die einzige bis jetzt die mir dann als antwort gegeben hat, wenn der Patient zum experten wird dann gehts erst aufwärts.

LG Dragon
2003 Diagnose reine Paranoia
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04/2011 wieder Risperdal 2mg
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Pantoprazol 40mg und Amisulprid 150mg (muss mich sehr lange von dieser odyssee erholen)
10/2018 100mg Amisulprid
11/2018 150 mg Amisulprid (Wegen heftiger Erkältung)
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Rachael
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Rachael »

Hey,

Ich könnte mich schon wieder aufregen.
Man müsste irgendwie mal ein Buch schreiben oder Erfahrungsberichte sammeln.
Am besten wäre so eine Art Virtual Reality Gerät, wo man sich auf Entzug fühlt. Also diese unmenschliche Panik, diese Realitätsverschiebung, ...sowas kann glaube ich ein normaler Mensch gar nicht haben.

Letztens wieder folgende Aussage:
"Das sind die Urpsrungssymptome und Ihnen kommt das jetzt nur viel schlimmer vor weil sie so lange den gedämpften Zustand unter den Benzos gewöhnt sind" oder so ähnlich formuliert.
Ja, das kann natürlich auch unter anderem eine Rolle spielen.
Aber diese ganzen Symptome waren vorher nicht da, das war vorher definitiv nicht so und das kann ich mit 100 prozentiger Sicherheit bezeugen, dass ich vorher nie solche Zustände hatte. Ich bilde mir das nicht ein.

Auch nicht schlecht letztens:
- bei ihren Diagnosen könnte man ruhig 7,5mg pro Tag geben, das wäre kein Problem
- im Internet werden viele Mythen verbreitet, benzos sind gar nicht so schlimm, wären gut verträglich und diese Übertreibungen mit den Abhängigkeiten würde einen nur zusätzlich verunsichern
- so wirklich abhängig machen die nicht, man kann sie ja leicht wieder auscshleichen, man gewöhnt sich halt nur dran wie auch bei anderen Medikamenten zB ADs
- was soll man denn bei den kleinen Mengen noch runter dosieren..die Entzugsssymptome sind sicher nur psychisch

Schon länger her wo ich von 0,25mg sprach
- ach, das sind ja homöopathische Dosen

Passt jetzt nicht zum Thema aber letztens ging ich zum Hausarzt wegen was anderem, sagte, ich sei medikamentenabhängig. Mehr sagte ich noch nicht, da kam direkt: Ach, dann haben Sie Borderline.

Ich habe schon gar keine Lust mehr mich zu erklären ehrlich gesagt. Oder davon zu erzählen. Nimmt doch keiner ernst, schon gar nicht niedrige Dosierungen.

Edit
Ach und noch was.
Mein Arzt will mir ständig etwas anderes andrehen.
Zb mal Atosil oder Pregabalin oder ADs.
Die ersten beiden machen abhängig soweit ich weiß. Er meinte ganz empört das wäre Quatsch.
[spoil]Reduktion Lorazepam:
Seit dem 17.06.2016
(Alle Tage nacheinander, dazwischen keine Tage)

2mg - 6 Tage
1.5mg - 1 Tag
2mg - 1 Tag
1.5mg - 6 Tage
1.25mg - 6 Tage
1mg - 8 Tage
0.75mg - 10 Tage
0.5mg - 2 Tage
0.75mg - 1 Tag
0.5mg - 1 Tag
0.67mg - 6 Tage
0.5mg - 9 Tage
0.416mg - 6 Tage
0.33mg - 12 Tage
0.25mg - 10 Tage
0.16mg - 7 Tage
0.125mg - 4 Tage
0.1mg - 7 Tage
0.05mg - 1 Tag
0.075mg - 1 Tag
0.05mg - 4 Tage
0.025mg - 2 Tage
0.01mg - 1 Tag
0mg seit dem 06.10.2016

Nicht protokolliert aber soweit meine Erinnerungen reichen:
Ende 2016 bis Mitte 2017: Bei Bedarf, ungefähr 1 mal pro Monat
Mitte 2017 bis Ende 2017: Bei Bedarf, oft 1-2 mal pro Woche, zeitweise seltener
Anfang 2018: etwa 3 Tage pro Woche bei Bedarf, oder mehr
Mitte 2018: zwei mal situationsbedingt 1 Woche durchgängig täglich, sonst so 3-4 Tage pro Woche bei Bedarf
Ende 2018: meistens 4- 5 Tage pro Woche, bei Bedarf
Seit ca. Dez 2018 - Jeden Tag, ca. 0,25 täglich plus etwa 2- 5 mal die Woche bis zu 0,25 - 2 mg, Chaos
Seit 06.04. Totales Chaos, zwischen 0,33 und 2 mg

Seit Mitte Mai 2019: Umstellung auf 6mg Bromazepam
Regelmäßig reduziert, zuletzt in 0,75mg Schritten
Aktuell: 1,5mg


Diagnosen: PTBS, Ängste, Depressionen
[/spoil]
hawkeye
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von hawkeye »

Mein Schmerzmediziner, der mir damals das AD gegen chronische Schmerzen empfahl, hält das mit den Absetzsymptomen auch für Quatsch und meint, das könne bei meinem geringen Dosen gar nicht sein, die 20mg könne ich auch problemlos sofort weglassen :shock: . Meine Symptome hält er für rein psychisch, ich würde ja schon erwarten, dass es mir ohne AD schlecht gehen würde.

Die Tropfen zur besseren Dosierung will er mir auch nicht verschreiben, weil ich muss ja nicht reduzieren :roll:

War nun bei einer anderen Ärztin, die mich nicht kennt. Psychiaterin. Hat mir null zugehört und meinte, die Symptome seien ein Zeichen, dass ich das AD brauche und meine psychische Erkrankung nun wegen der geringeren Dosis wieder zuschlagen würde. Ja, klar. Als ich meinte, ich hätte das AD ja nicht wegen einer psychischen Erkrankung genommen und bei meiner geringen Dosis ja gar keine antidepressive Wirkung vorhanden sei, zuckte sie nur die Schultern.

Lg
Chronische Schmerzpatientin seit einem Unfall vor sechs Jahren, Halswirbelsäule kaputt.

Im Mai 2017 10mg Doxepin zur Schmerztherapie erhalten ---> wirkt, aber Gefühl von Nebenwirkungen, die aber abgestritten werden

Im September 2017 lässt die Wirkung nach, Erhöhung auf 20mg ---> wirkt, vermutete Nebenwirkungen (psychisch und körperlich werden schlimmer)

Im Oktober 2017 auf Anweisung des Arztes auf 25mg erhöht ---> Wirkung ja, Nebenwirkungen (vor allem Übelkeit, Panik und Zittern) werden schlimmer

Am 25.11.17 Verdacht, dass es an dem Doxepin liegt, dass es mir immer schlechter geht, Arzt sagt nein, erlaubt aber Absetzen. Könnte es, da nur geringe Dosis, gleich ganz weglassen

27.11.17: erste Abend, wo ich nur 20mg anstatt 25mg nehme. Nacht unruhig, sonst keine Beschwerden
29.11.17: vermute, erste Absetzerscheinungen treten auf: starke Übelkeit, die bis jetzt anhält. Versuche dennoch, bei 20mg zu bleiben.

Frühjahr 2018: Symptome werden langsam besser, pendele mich auf 20mg ein und verdränge jeden Gedanken an ein weiteres reduzieren

14.7.19: nehme aus Versehen statt 20mg nur 10mg ein. Fühle mich dennoch gut und beschließe, jetzt den Schritt zu wagen und erneut zu reduzieren

15.7.19: Start der Einnahme von 15mg

17.7.19: Entzugssymptome schlagen gnadenlos zu

15.8.19: Bleibe bei 15mg, Zustand stabilisiert sich, Symptome lassen nach, was bleibt ist die Panik vor weiteren Reduktionen, beschließe eine längere Zeit nicht zu reduzieren

9.3.20: Fühle mich sicher und stabil und wage die nächste Reduktion auf 12,5mg

11.3.20: Bekannte Symptome (Übelkeit, Panikattacken, Schlafprobleme, hohe innere Anspannung) treten auf, jedoch schwächer als sonst, ignorieren klappt ganz gut, bin weiterhin alltagstauglich

15.3.20: Peak scheint überwunden, komme mit den 12,5mg sehr gut klar

24.6.20: Fühle mich bereit für die nächste Reduktion auf 10mg

26.6.20: Wieder die üblichen Symptome, zum Glück erneut weniger stark ausgeprägt. In 2,5mg Schritten zu reduzieren scheint für meinen Körper zu passen

1.7.20: Symptome lassen nach, kommen in Wellen zwar wieder, jedoch nur gering ausgeprägt, lässt sich mit leben

22.8.20: Nächste Reduktion auf 5mg steht an

24.8.20: Symptome treten auf, etwas stärker als bei der letzten Reduktion, weiterhin gut zu ertragen

28.8.20: Tag der Hiobsbotschaft, Doxepin wird nach und nach vom Markt genommen, nichts mehr aufzutreiben, meine Vorräte sind sehr gering, ich muss zwangsläufig schnell reduzieren

31.8.20: Reduktion von 5mg auf 3,125mg. Angst macht sich schon im Vorfeld bereit
Caro59
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Caro59 »

Wirklich gut ,das Thema!

Mir wurde vermittelt:"was wollen sie, wieder guten Sex oder im Leben besser zurecht kommen "
eines geht nunmal nur...

Da habe ich begonnen selbst zu recherchieren,allerdings hatte ich da schon mit den Medis längst begonnen.
Mal sehen was beim nächsten Termin kommt,wenn ich die Absetzproblematik ansprechen werde.
Das Geheimnis des Könnens liegt im Wollen

12/2012 Diagnose F32.3.g schwere depresside Episode nach extremer Hypoaktivität
ohne Erholungdsphasen über Jahre ,sexuelle Bedürfnissteigerung ohne Gefühlswahrnehmung,
Konzentrationsstörung, völlige Zurückgesogenheit,Rückzug sozial /Trennung vom Lebenspartner/
Umzug
02/2013 Beginn Einnahme Citalopram 10mg/ 2 Wo. später Steigerung auf 20mg tgl.
kurzzeitige Einnahme Mirtazapin 2x,danach sofort abgesetzt erstatzlos
(akutes Schlafverhalten 16 Std. am Stück), Outing im Job /Erstverbesserung mit Sport
(15 kg abgenommen)
03/2013 Wiedereinstieg im Job nach Outing in gleicher Firma
04/2015 extreme Müdigkeit trotz viel Schlaf
Libidoverlust (total),Gefühl der Ruhigstellung /Gleichgültigkeit stellt sich ein
06/2015-12/2015 1.Ausschleichen über Zeitraum 6 Monate 6Wo 15 mg/6 Wo 10 mg /6 Wo 5 mg/6 Wo 2,5 mg
in der Zwischenzeit Jobwechsel, neue Beziehung
03/2016 Wiedeeinstieg 10 mg Citalopram,dann wieder 20 mg
(nach Herzrasen/Panickattacken/Vorhofflimmern /KKhaus)Extrem hoher Puls
03/2016 Beginn Einnahme nach KKhs.Betablocker MetaHexal 47,5 mg 1x früh und 1/2 abends
Puls seither stabil ,Blutdruck normal
Tavor für Notfall bei evt. Panickattacke (nur 2x genommen bis jetzt) aber immer dabei
10/2017 Kündigung Job und Beginn andere Fa.
01/2018 Kündigung (Eigenkündigung 2.Fa.)
bis 05/2018 mir selbst verordnete Auszeit zur eigenen Neuorientierung
06/2018 neuer Jobeinstieg gleiche Branche
07/2018 Zusammenzug mit Partner nach jahrelanger Fernbeziehung
Seit 02/2018 keine Panikattacke, Blurdruckwerte gut eingestellt /insgesamt 30 kg gewichtszunahme
aber ausgeglichen ,zufrieden und nun ENtschluss mich aus Citalopran ausschleichen zu wollen im 2.Versuch



Eigentherapie
progressive Muskelentspannung nach Jacobosn (mit CD)
Vitametik (keine Kostenübernahme durch Krankenkasse,da in D noch nicht anerkannt von KKasse))
-anfangs 3x pro Monat/dann 1x je 4Monate/-inzwischen 1-2x jährlich
Ausdauersport /Nordic Walking

Nahrungsergänzungsmittel
Moringa 2x tgl.
Moringablätter (Pflanze ziehen wir uns inzwischen selbst)
Vitamin B12 1000ug Methylcobalamin 1x tgl.
echo
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von echo »

Hallo,

hier darf mein Bericht auch nicht fehlen.

Mir wurde in einer Krise Trimipramin als Schlafmittel vom Hausarzt verordnet. Die Dosierung war mickrig klein und die Ärztin sagte ausdrücklich, wenn der Bedarf nicht mehr bestehe, könnte ich das Trimi einfach weglassen. Zitat: "Da passiert nix."

Zum ersten Mal habe ich die 7mg in der medizinischen Reha "einfach weggelassen". Nach einigen Tagen war ich kaum noch ansprechbar und ständig in Sturzbächen von Tränen aufgelöst. Also wieder eingenommen, ich wollte ja was von der Reha haben. Dort wurde mich ständig zu "wirksameren" Psychopharmaka geraten - habe ich stets abgelehnt. Bedarfsmedikamente wurden wie Smarties verteilt - hatte ich auch keine Lust drauf, haben mich matschig gemacht.

Nach der Reha wurde ich an ein psychosoziales Zentrum angebunden. Nachdem ich andere Psychopharmaka wieder mal abgelehnt hatte, sollte ich das Trimi bis in den antidepressiv wirkenden Bereich hochdosieren. Bei 20 mg ging es mir für einige Tage gut, danach haben mich die Nebenwirkungen platt gemacht. Von da an habe ich mehr als zwei Jahre abdosiert. Alle Ärzte haben zur Absetzproblematik konsequent geschwiegen. Im Psychosozialen Zentrum riet man mir ausnahmslos zu einem anderen Präperat.

Zwei Jahre absetzen sind eine lange Zeit. Unterstützung habe ich einzig hier im Forum gefunden.

Dafür noch mal Danke.

Liebe Grüße
Echo
[spoil]Hier meine täglichen Dosen Trimipramin:

5 mg seit Juni 2016 zur Aufrechterhaltung des Tag-/Nachtrhythmus bei schwerer Depression
7 mg im September 2016 kalt abgesetzt mit starken Entzugssymptomen, Wiedereinahme auf ärztliche Anweisung mit
schrittweiser Steigerung zur Stabilisierung der Stimmung
15 mg bis Ende Juni 2017 - Versuch der Reduktion mit starken Entzugssymptomen
20 mg (tägl. jeweils +1 mg seit 30.5.) zur Stimmungsstabilisierung auf psychiatrische Anweisung
Ende Juni 17 erstmals ständige Übelkeit, Tagesmüdigkeit, Trägheit sowie trotz Dosissteigerung erneutes
Stimmungtief - daher:
18 mg seit 1.7.17
17 mg seit 15.7.17
15 mg seit 1.8.17
14 mg seit 20.10.17
13 mg seit 20.11.17
12 mg seit 21.12.2017
...immer 1 weniger pro Monat
2 mg seit 1.12.2018
Musste das Absetzen verlangsamen wegen Rauchstopp (war wegen Asthma nicht mehr aufzuschieben)
1 mg seit 1.1.2019
0,5 mg seit 03.05.2019
0,15 mg seit 03.07.2019
0,075 mg seit 1.8.19
0,05 mg seit 1.10.19
0,025 mg seit 1.11.19
[/spoil]
Trimipramin 0,00 seit 1.12.19
Sonne27
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Sonne27 »

Hey,

mich hat man auch in der Klinik Abhängig "gemacht", dann kamen die Entzugssymptome die ich allerdings auch überhaupt nicht als solche eingeordnet habe, wie auch ich hatte damit ja keine Erfahrung.

Meine Hausärztin wies mich dann vor lauter Verzweiflung ins Krankenhaus auf die Neurologie ein und da hieß es alles sei Psychosomatisch als zusätzliche Diagnose verpasste man mir noch eine Opiode Abhängigkeit, weil Oxycodon keine Wirkung hatte.

Wohlgemerkt nahm ich zuletzt 2003/2004 Opiode und die auch nur für wenige Tage, da Wirkungslos.

Ich möchte nicht wissen, was über mich in den Akten steht, was ich nicht für "nette" Diagnosen habe die ich überhaupt nicht habe.

Für mich wird es nächsten Monat spannend, ich bin auf die Reaktion meiner Neurologin gespannt das ich noch immer nicht bei 0mg bin, zum Glück kann Sie mir bezüglich der Benzodiazepine den Hahn nicht zudrehen, ich bin mir sicher das hätte Sie schon längst gemacht.

Meine Psychaterin die weiß von allem nix, da diese mir im Regelfall ausschließlich die Medikamente verschreibt und ich diese wenn überhaupt 1 mal im Jahr zu Gesicht bekomme, allerdings meine ich zu Behaupten, das Sie eine von den Ärztin wäre, die mir glauben würde.

Grüße
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Bromjunkerholo »

Hallo,
Ich will hier auch von meiner Erfahrung berichten. Ich war heute bei meiner Psychiaterin in und habe ihr von der anhaltenden Tagesmüdigkeit, bzw dem Gähndrang berichtet, was mit dem Fluoxetin gekommen ist. Sie meinte, dass es nicht sein könne, maximal 3 Tage bis eine Woche. Fluoxetin wäre auch antriebsfördernt. Das könne eigentlich nicht sein. Ich war darauf schon vorbereitet, auch dank dem Forum hier, und erklärte ihr, dass das Gähnen vorher nie da war und es mir psychisch hervorrand geht. Das war ihr dann wohl egal und verwies mich auf das Setralin, das ich eigentlich anfangen sollte, und dass es wohl die Depression sein. Ich bin aufgestanden und habe gemeint, dass wir uns das ganze hier dann sparen können, nach hinten, ab durch die Tür. Jacke geholt, sie ist mir auf den Gang nachgekommen, noch in Zimmerlautstärke was gesagt, für das ich hoffentlich keine Anzeige bekomme :censored: und raus.

Ich glaube, dass ist deren Weg, um neue Tabletten zu verschreiben. Sonst sind die hilflos. Wenn die sagen würde, ja gut da müssen sie halt irgendwie durch, dann würden sie sich ihre Ahnunglosigkeit und Rumraterei eingestehen. Meine Ansicht zu dem Thema.
-Analytische Therapie 200h um 2015 Lebensretter
-Verhaltenstherapie 2018 Abgebrochen, weil hat nicht funktioniert bei mir.

Auslöser einer Depressiven Episode ungefähr September 2019. Davor schon länger hintergründig.

15.2.2020 bis 31.3.2020 Johanniskraut 500 - 1500 mg
31.3.2020 bis 15.4.2020 Fluoxetin 5 mg am Ende 10mg
16.4.2020 bis 28.4.2020 Escitalopram 5 mg
3.5.2020 bis 8.5.2020 Johanniskraut 200 mg

8.5.2020 ab Jetzt nix mehr. Hat alles toll antidepressiv gewirkt, aber die Nebenwirkungen waren unerträglich. Müdigkeit, Schwäche, Unruhe, qualvoll für mich persönlich.
:vomit: :vomit: :vomit:
Amazone
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Amazone »

Hallo an alle,

Psychiater sind in meinen Augen die die selber nicht ganz Dicht im Kopf sind.
Der erste Psychiater den ich kennenlernen durfte hatte in seinem Auto hinten rechts angeschnallt Bart Simpson als Gummipuppe zu sitzen.Kein Witz! Mit eigenen Augen gesehen.
Die zweite Psychiaterin die ich kennenlernen durfte fragte mich beim zweiten Besuch, was vom ersten Besuch nicht lange her war, was sie denn für mich tuen könnte und wer ich bin. Bin aufgestanden und ohne ein Wort gegangen.
Der dritte Psychiater ging innerhalb 10 min die ich vor ihm saß 5 mal an das Telefon und war nur physisch anwesend. Also wieder Raus.
Die vierte Psychiaterin hat dann tatsächlich 15 min zugehört ,mit ständigem Kopfnicken ,weil sie eine Stopuhr hatte :rotfl:
Bei ihr bin ich dann geblieben....schließlich hat sie mich wieder erkannt das Telefon hat nicht geklingelt ja und 15 min Zeit hatte ich auch, was will man mehr :)

Ach ja....eine Gummipuppe war auch nirgends zusehen
:party2:
LG Amazone
Diagnose:
schwere Depression,Angststörung,Dissoziation
August 2013 in der Klinik das erstemal Psychopharmaka eingenommen.
2013 Februar 2 Tabletten Venlaflaxin genommen und die Hölle auf Erde erlebt mit anschließender Notaufnahme! Danach kam ich nicht mehr klar!
2013/08 Seroquel und Valdoxan jeweils mit 25 angefangen erhöht auf 50 valdoxan und 100 Seroquel.
Weitere erhöhung meinerseits abgelehnt!
2014 valdoxan raus ....nichts bemerkt da noch Seroquel
2014 Seroquel runter auf 75 und 50 ohne grössere probleme
Anfang 2015 Seroquel reduziert viiiiiiiiel zu schnell somit auch dementsprechend probleme also Trimipramien eingeschlichen 40Tropfen.
Diese bis heute genommen und in all dieser Zeit Psychotherapie 2x die Woche.
19.09.15 15 Tropfen Trimipramin
01.11.15 10 Tropfen
10.12.15 erhöht auf 11Tropfen massive Schmerzen
12.12.15 erhöht auf 12 Tropfen Schlafstörungen Übelkeit Schweres atmen
24.12.15 Erhöhung auf 14 Tropfen da weiterhin Schlafstörung unruhe Angst
27.01.2016 Immer noch bei 14Tropfen staendig wechselne Syptome von benommen dissoziation kopfschmerzen druck im kopf konzentrationstörung kraftlosigkeit teilweise aengstliche Gedanken.Hoffnunglosigkeit unglücklich!
30.01.16 Valdoxan 25mg wegen Schlafstörungen
15.02.16 Trimipramin auf 13 runter
30.02.16 Trimipramin auf 12 runter
15.03.16 Trimi runter 11
30.04.16 Trimi runter 10...seit dem Entzugsymptome
Kopfschmerzen, Nackenverspannung,Muskel_
Schmerzen und Schwaeche,Magen-Darm Sch_
Schmerzen Durchfall Verstopfung abwechs.
Benommenheit,Sehstörung,dissoziation,Hör_
Störung mal laut dann leise,desorientierung,
Appetietlosigkeit,Herzstolpern,Nesselsucht,
Augenbrennen,kein schmecken möglich,
Grippeartige Symptome....das alles jeden Tag
Mal mehr mal weniger abwechselnd stark und
Variierent.Und immer wieder mal gute Stunden
Dazwischen nur leider nicht genug!
10.09.16 Trimipramin auf 9 Tropfen runter.....

06.11.16 kämpfe immer noch mit Symptome wie Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, bleiernde Müdigkeit, Benommenheit, null Konzentration, Steifigkeit, Frieren, Übelkeit, Fressattacken, aengstliche Handlungen, depressiv,......

15.11.16...... 8,5 Trimipramin
30.12.16.......8.0 Trimipramin
20.01.17.......7.0 Trimipramin das war zu viel :(

2017 letzten Entzug von Trimipramin im Krankenkaus allerdings dafür Insidon und Sertralin.

09/2019 aktuell
25 mg Sertralin
1 Tropfen Insidon

24.11.2019 Null
Muskelschmerzen
Schwäche durchgehend
Ohrenpiepsen immer mal
Angstgefühle immer mal
Gliederschmerzen mal stark mal weniger stark
Verdauungsprobleme
Kopfdruck
Benommheit
Null konzentration
Kälteschauer mit richtigem frösteln
Depressiv aber auszuhalten
Kalte Hände und Füsse
Bleiernde Müdigkeit
Kraflosigkeit durchgehend
Magenschmerzen ab und zu
Unverträglichkeit auf NEM
Schwammgehirn
Unterleibschmerzen ab und zu stechende

07.06.2020
Absetzsymptome sind weiterhin vorhanden.
Mal sehr stark dann wieder weniger ja manchmal sogar stündlich garnicht.
Bittchen
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Registriert: 24.11.2017 09:35
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Bittchen »

Hallo zusammen,

gestern war ich zur Kontrolle bei einem Nuklear Mediziner.
Meine Schilddrüse hatte ja gesponnen während des Entzuges, genau wie auch Pre Diabetes fest gestellt wurde.
Jetzt scheinen sich diese Absetzerscheinungen reguliert zu haben.
Er meinte : " Ihre Werte sind gut, wie fühlen sie sich denn sonst."

Dann habe ich von der Polyneuropathie erzählt, das kannte er, auch wie schwierig es ist die Ursachen zu finden, war ihm geläufig.
Meine Vermutung dass die Nervenschädigung durch die lange Einnahme der Antidepressiva ausgelöst wurde, kommentierte er so:
"Ja, bei Neuroleptiker und anderen chemischen Therapien oder auch Diabetes ist diese Schädigung ja erwiesen."
Bei Ads ist mir das neu, aber das möchte ich auch nicht ausschließen.

Dann fragte er mich, wie ich es geschafft hätte das Es-Citalopram abzusetzen ?
Er hätte eine Kollegin, die kämpfe schon seit Jahren mit Absetzerscheinungen .
Sobald sie Es -Citalpram reduziere, kämen die Panikattacken zurück und sie "müsste " wieder die PP nehmen.
Ich erzählte wahrheitgemäß wie es bei mir damals war und dass ich seine Kollegin sehr gut verstehen könne und berichtete ihm von unserem Forum.
Er hat sich Zeit genommen, hörte sich meine damaligen Probleme an, nickte oft, war sehr interessiert, fragte oft nach.
Gleich rief er die Seite ADFD auf und war sehr angetan davon und will seiner Kollegin davon berichten, er bedankte sich sogar bei mir für die Information.
Fazit ist ,ich treffe heute auch auf Ärzte ,meist Ärzte anderer Fachrichtungen wie der Psychiatrie, die PP sehr skeptisch gegenüberstehen und auch Absetzerscheinungen nicht mehr in Frage stellen.

Auch scheue ich mich nicht mehr über Probleme während und nach dem Absetzen zu sprechen, denn wie könnten wir sonst was ändern, dass PP weiterhin wie BonBon verschrieben werden ?
Das habe ich auch lernen können, genau wie zu der Diagnose rezidivierende Depressive Störung stehen zu können.
Auch die Psyche gehört zum Körper.
Gegenteilige Meinungen über PP halte ich ruhig aus, ich gebe als Laie meine eigene Erfahrung weiter , das ist ja auch sehr wichtig.
Heute ist für mich ein wichtiger Schritt nach vorn, dass ich selbstsicher, wenn es sein muss, auch Ärzten widersprechen kann oder auch deren Meinung korrigieren kann.
Wie mein Gegenüber dann damit umgeht, das liegt nicht in meiner Macht.

Liebe Grüße
Brigitte
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .
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