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Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

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Luna
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna »

Ich hab mich nicht angegriffen gefühlt oder so. Wollte nur sagen,dass wir jüngeren hier genau so leiden.Wr gehen durch die gleiche Hölle. Vielleicht können ein paar Symptome anders sein bei Älteren aber sonst scheinen die Symptome und das Leiden so ziemlich gleich zu sein.Ich finde mich überall wieder bei den Symptomen...egal ob ich von den Älteren lese oder Jüngeren.
Wir leiden hier alle und es ist egal wie alt oder welches Geschlecht.
Die einen haben halt nur mehr Glück und es geht schneller vorbei und einge kämpfen Jahre.
Ich dachte immer,dass es dadrauf ankommt wie lange man das Zeug genommen hat aber es hat nichts mit der Zeit zu tun irgendwie.
Es gibt Leute,die haben es einige Monate genommen und leiden Jahre. Könnte sein,dass es drauf ankommt ob der Körper/Organe schon vorbelastet ist aber das weiß ich nicht.
Ich wünsche mir einfach nur,dass es besser wird. Bin über 1 Jahr nach 0 und hab seid meinen letzten Fehlern eher das Gefühl,dass es eher schlimmer wird.Es kann sein,dass jetzt der Körper wieder brauch um zur ruhe zu kommen.
Es ist einfach so,dass ich das Gefühl habe,dass meine Verstoffwechslung derzeit nicht richtig funktioniert.

Ich finde das ganze einfach nur anstrengend und es macht Angst.
Dennoch...ich verliere die Hoffnung nicht.....
LG Luna

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Danke LenaLena
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Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 3 bis 4 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.
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Mockingjay
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Mockingjay »

Liebe Luna

Könntest Du mir den Link Deines Threads schicken oder in Deiner Signatur verlinken? Ich hoffe, dass Du es packst. Du bist auf 0, wow! Und wie ich in Deiner Signatur lese, hast Du auch eine Langzeit-AD-Zeit hinter Dir. Ich wünsche Dir viel Kraft und Liebe und dass es bald bergauf geht.

LG
Mockingjay
Meine Geschichte: viewtopic.php?f=18&t=11927

-------------------------------------------------------------------------------------------
Absetztagebuch:
Fluoxetin ab 2002 10mg (Angststörung), 2004 kaltes Absetzen ohne Probleme. 2000-2007 Drogenkonsum. Ab 2006 Wiederbeginn mit 20mg. Diagnose Borderline. Ab 2008 etliche gescheiterte Absetzversuche.
2016-2018:
Juni 2016 direkt von 20 auf 15mg -> schwere Probleme nach 2-3 Monaten, wieder aufdosiert.
Neuer Versuch ab Januar 2017 mit 1mg Schritten bis auf 10mg ab September 2017. 6 Monate Absetzpause.
Ab 18.04.2018 wieder rauf auf 15mg wegen akuter Suizidgefahr aufgrund neuer Jobsitutation. Anfang Juni während stationärem Aufenhalt auf 20mg und Abbruch des Absetzversuches bis auf weiteres. Seit Mai 2018 nicht mehr berufstätig. Beginn Abklärng Frührente (IV).
2019:
05.02. Reduktion auf 15mg.
Jahrgang 1974.
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna »

Danke für deine Lieben Worte. Ich habe dir eine Nachricht gesendet bzw Thread.
Ich hab im mom keine gute Zeit....Angst,angst,angst :cry:
Es ist manchmal ein Auf und Ab....zur Zeit eh,weil ich so kämpfen muss.

Ich wünsche allen von Herzen gaaaanz viel Kraft,viel Liebe und Durchhaltevermögen!
LG Luna

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Mockingjay
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Mockingjay »

Luna hat geschrieben:Danke für deine Lieben Worte. Ich habe dir eine Nachricht gesendet bzw Thread.
Ich hab im mom keine gute Zeit....Angst,angst,angst :cry:
Es ist manchmal ein Auf und Ab....zur Zeit eh,weil ich so kämpfen muss.

Ich wünsche allen von Herzen gaaaanz viel Kraft,viel Liebe und Durchhaltevermögen!

Hab Dir zurückgeschrieben
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Juni 2016 direkt von 20 auf 15mg -> schwere Probleme nach 2-3 Monaten, wieder aufdosiert.
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Monalinde »

Hallo Ihr Lieben,

ich möchte heute eine Frage stellen, die mich immer mal wieder beschäftigt. Vielleicht gibt es jemanden, der schon ähnliches erlebt hat, vielleicht auch unter den Langzeitbetroffenen.

Ich bin schon jetzt fast vier Jahre auf Null. Viele von meinen Symptomen, wie schlechter Schlaf, Albträume, Muskelzuckungen, stromschlagähnliche Empfindungen, Hautausschläge, Juckreiz, Sodbrennen bzw. Aufstoßen, Speiseröhrenentzündung, verstopfte Nase , Ohrwürmer, Übererregtheit, sind so gut wie verschwunden. Das hat bei mir wirklich quälend lange gedauert. Auch habe ich das Gefühl, dass ich meinen eigenen Gefühlen immer näher komme, und nicht mehr so roboterhaft gesteuert bin. Es scheinen immer mehr Gefühle zurückzukehren, was ich sehr begrüße, auch schon mal wieder Wut. Ist richtig schön!!!!!! Hoffentlich klingt das für viele von euch nicht verwirrend, aber ich empfinde es einfach so.

Ich bin ich heute morgen wieder einmal damit aufgewacht, dass ich für ein paar Sekunden das Gefühl hatte, als ob die Welt über mir zusammenbrechen würde. Tiefste Depression, einfach ganz furchtbar. Alles verändert um mich herum. Ich kann mich auch nicht an einen Albtraum erinnern.

Der Spuk war aber nach ganz kurzer Zeit vorüber und ich habe mich zitternd, und ängstlich wieder einigermaßen gefangen. Solche Ereignisse ziehen mich immer sehr herunter und es dauert einige Zeit, bis ich mich wieder berappele. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich solche Zustände aus meinem früheren Leben nicht kannte, d.h. vor der Medikamentenkarriere.

Meint ihr, dass es da noch einen Zusammenhang mit Neuroemotionen geben könnte, nach so langer Zeit? Vielleicht kann mir jemand seine Gedanken dazu sagen, oder hat ähnliche erlebt? Oder doch Unterbewusstsein, wie meine Thera mutmaßt? Also, ich weiss es nicht!

Dieser dunkle Tag heute schafft mich ohnehin.

Alles Liebe euch, Mona
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.
Luna
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna »

Liebe Mona
Ist richtig schön!!!!!! Hoffentlich klingt das für viele von euch nicht verwirrend, aber ich empfinde es einfach so.
Das klingt doch erstmal super. Erfreue dich daran. Es geht vorwärts :sports: Ich freue mich total für dich:)
Tiefste Depression, einfach ganz furchtbar. Alles verändert um mich herum. Ich kann mich auch nicht an einen Albtraum erinnern.
Das kann auch nicht jeder also sich an Träume erinnern. Die einen ja,die anderen Nein und vielleicht war da auch nichts gewesen. Durch die ganze Sache mit Entzug und den Folgeschäden sind wir sensibler geworden...wir hören zuviel in uns rein und beachten alles mögliche. Zudem ist die Psyche angeknackst dadurch und muss erstmal stabiler werden. Das passiert mit der Zeit auch bzw manchmal brauch man Hilfe von zb einer guten Thera oder so.
Ich würde es nicht auf irgendwelche Entzugsymptome oder so schieben sondern einfach auf die sensible Psyche. So ein schwerer Weg bleibt nunmal nicht ohne Wunden aber es werden irgendwann Narben werden die teilweise auch irgendwann immer mehr verheilen und teils verschwinden. Andere könnten aufreißen ab und an aber vielleicht hilft dir etwas um zu lernen damit umzugehen.

Die Psyche...der Körper...haben viel durchgemacht und sind noch im Heilungsprozess. Mach dich nicht verrückt liebe Mona....freu dich,dass sovieles schon besser geworden ist.
Ja so ein Depri Zustand ist nicht schön aber zum Glück vergeht er wieder bei dir und du hast zudem noch sehr viel durchmachen müssen in den letzten Monaten.

Wenn so ein Zustand kommt dann versuche ihn auszuhalten bis er vorbei ist und dann atme Tief durch und sage dir,dass alles ok ist und versuche dich selbst zu beruhigen oder dich etwas abzulenken.Mir hilft das manchmal!
Ja die Dunkle Jahreszeit ist eh nicht einfach. Sogar gesunde verfallen dann schonmal in diese Winterdepris.

Pass gut auf dich auf und ich wünsche dir ganz viel Kraft :sports:
Du bist eine tolle Persönlichkeit und kämpfst so tapfer....du schaffst das und es wird nach und nach auch das milder werden.
:hug:
LG Luna

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Danke LenaLena
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Monalinde »

Danke P. Luna!

Ich bin ganz gerührt von deinem Mitgefühl. Und ich denke, dass du sehr, sehr viel recht hast. Selbst sieht man oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

Auch du bist sehr tapfer und hast dich, in der Zeit in der wir uns kennen, wunderbar weiterentwickelt. Versuchst anderen zu helfen, obwohl du selbst auch noch nicht über den Berg bist.

Danke dir und schlaf schön,

Mona
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Mockingjay »

Monalinde hat geschrieben:Hallo Ihr Lieben,


Auch habe ich das Gefühl, dass ich meinen eigenen Gefühlen immer näher komme, und nicht mehr so roboterhaft gesteuert bin. Es scheinen immer mehr Gefühle zurückzukehren, was ich sehr begrüße, auch schon mal wieder Wut. Ist richtig schön!!!!!! Hoffentlich klingt das für viele von euch nicht verwirrend, aber ich empfinde es einfach so.

Alles Liebe euch, Mona
Liebe Mona

Wow toll sowas zu lesen. <3 <3 <3

Gruss aus den Ferien
Mockingjay
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Monalinde »

Hallo Katharina,

was du schreibst, kann ich sehr gut verstehen.


"Eine Erinnerung unterbewußt ?

Wenn ich überlege wie groß das Unterbewusstsein im Gegensatz zum Bewußtsein ist,
kann man keine absolute Antwort finden, denke ich."
Das denke ich auch.

Mir mag es so vorkommen, als wäre in meinem Unterbewusstsein irgendwie noch die Erinnerung an die schreckliche Depression gespeichert.
Inwieweit die sehr lange Medikamenteneinnahme dazu beigetragen hat, dass sich solche Auswirkungen noch immer zeigen, weiss ich nicht. Das Gute ist, dass ich diese depressiven Zustände, die in dieser Heftigkeit immer nach dem Aufwachen, aber nicht nach jeder Nacht, eintreten, auch wieder losbekomme, nach heftiger Gegenwehr. Da bin ich wirklich froh. Meine größte Angst ist auch, wieder in die lähmende Depression zurückzufallen, jetzt, wo ich vollkommen allein auf mich gestellt bin.

Meine Depressionen, insgesamt drei, kamen immer nach schweren traumatischen Belastungssituationen, denen ich mich hilflos ausgesetzt fühlte. Es waren stets familiäre Angelegenheiten, alles andere habe ich gepackt.
Meine erste Depression, die auch von Ängsten begleitet war, habe ich seinerzeit ohne Medikamenteneinnahme durchgestanden, wobei die Ängste als letztes weggingen. Diese Depression hat keinerlei körperliche oder seelische Folgeerscheinungen hinterlassen, d.h. ich fühlte mich wieder vollkommen normal und dem Leben wiedergeschenkt. Körperliche Absetzsymptome, wie jetzt, hatte ich nicht.

Das lässt mich vermuten, aber nur ganz vage, dass es eben vielleicht nicht nur körperliche, sondern auch seelische Absetzerscheinungen, Neuroemotionen, wenn auch in dieser seltsamen Form sein könnten.

Am besten wird es sein, nach vorne zu schauen und alles Schlimme hinter sich zu lassen, irgendwie, wie auch Luna schon gesagt hat.

Ich bin in einer Verhaltenstherapie, aber viel von dem, was ich dort sage, scheint bei der Thera nicht anzukommen. Sie versucht, mein Selbstbewusstsein zu stärken, aber ein richtiges feedback bekomme ich dort nicht, selbst wenn ich mich darum bemühe.

Ich danke dir Katharina, dass du dir solche Gedanken um mich gemacht hast, was bestimmt nicht leicht war. Wir tappen da irgendwie ein bisschen im Dunkeln, aber wir sind zu zweit.

Einen herzlichen Drücker,

Mona
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Wort »

Bei mir hat sich die Situation in den letzten Tagen ziemlich verschlechtert, ich krieg meinen Ruhepuls fast nicht mehr unter 90, 80, was ich als sehr unangenehm empfinde, mein Bauch ist auch andauernd angespannt, vorher immer 60 oder niedriger, hab wieder gelegentlich sowas wie Schüttelfrost und Bauchgrummeln und kann fast gar nicht schlafen.

Ich bin momentan verzweifelt :(, vor einem halben Jahr hatte man übrigens auch mehrere Antikörper, die für Lupus sprechen, in meinem Blut gefunden, aber meine Symptome sind wohl eher nicht für Lupus typisch. Ich würde mir so wünschen, dass man mir mit irgendeinem Medikament helfen könnte. Ich ertrags nicht mehr.
Nospie

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Nospie »

Hallo Wort :hug: ,
sag mal,wie lange bist du auf Null,oder schleichst du noch aus.
Leider keine Signatur da.
Liebe Grüße
Nospie
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Wort »

Ich hab 6mal Cipralex vor 2 Jahren genommen. Sexuelle Funktionsstörung + Asexualität und Blockierung von Gefühlen sowie Verlust des Müdigkeitsgefühls unverändert bis vor einer Woche die Verschlechterung mit dem schnelleren Herzschlag, noch schlechterem Schlaf, einem adrenergem Gefühl im Bauch , weniger Appetit, Übelkeit und Bauchgrummeln+Schüttelfrost+adrenerges Gefühl im Bauch beim Versuch zu schlafen eintrat. Ich trank vor ein paar Tagen dann Rooibos Tee, was mich extrem(!) ruhig machte, aber selbst dann war der Puls höher. Die Tage danach ist es mit dem Herz wieder etwas ruhiger geworden, ich wusste aber nicht dass Rooibos Tee serotonerg ist und jetzt kann ich auch gar nicht mehr zum Orgasmus kommen! Keine Ahnung ob der Rooibostee dazu etwas beigesteuert hat. Falls ja, dann wär das vlt auch der Grund, wieso mein Herz seitdem wieder einen Tick ruhiger ist.
Seit ca. anderthalb Tagen spannen auch die Muskeln in meinem Gesicht, sodass es schmerzt!
Murmeline
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Murmeline »

Hallo Wort,

Zwei Jahre mit Symptomen, die erst mit den Medikamenten aufgetreten sind, sind eine lange Zeit. Verständlich, dass es sehr schwer zu ertragen ist, dazu jetzt noch die Aktuelle Verschlechterung. :( Einen Trigger kannst du ausschließen?

Mit Lupus meinst du Lupus erythematodes? Ich kenne mich da nicht aus, kann man das spezifischer abklären?

Ich hoffe, dass sich erstmal wenigstens die zusätzlichen Zustände zeitnah wieder regulieren. Es ist furchtbar, was diese Substanzen individuell anrichten.

Grüsse, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Wort »

Es scheint sich in den letzten Tagen wieder etwas reguliert zu haben, also es geht mir im Moment wieder einen Tick mehr in Richtung wie vor der Verschlechterung, also besser, jedoch ist meine Müdigkeitsempfindung nun bei 0%.

Zu Lupus: Siehe ganz unten, also diesen folgenden Teil einfach überspringen

Ich habe in den 2 Jahren alle paar Monate immer wieder gemerkt, dass etwas schlechter wurde. Z.b. der Sinn um Müdigkeit zu empfinden. Das Cipralex hatte als alles vor 2 Jahren anfing, den Müdigkeitssinn von 100% auf vielleicht 30% geschrumpft (es fühlte sich zeitweise wie 0% an, aber es erholte sich leicht). Es war dann so, dass man in bestimmten Bereichen meines Kopfes die Müdigkeit spüren konnte, in manchen aber nicht mehr (unter anderem nicht mehr in den Augen und viel weniger hinter der Stirn).
Ich wusste immer, wann ich in Wirklichkeit totmüde war, denn ich konnte dieses Gefühl in bestimmten Bereichen im Gehirn noch spüren, insgesamt war aber das neue Gefühl von totmüde sein ein mäßig-müde Gefühl, weil ich es in wenigeren Bereichen spürte.

Immer dann wenn in den 2 Jahren (das erste Mal ganz am Anfang) ein weiterer Bereich des Gehirns die Fähigkeit verlor, jemals noch Müdigkeit zu empfinden, fühlte es sich in diesem Bereich immer so an, dass eine Substanz (vom Gefühl her zwischen Flüssigkeit und Gas) innerhalb weniger Sekunden einfach so versickerte, wenn man sich entspannte/schlafen ging; etwas was man sich nicht vorstellen kann, als ob da etwas nicht mehr dicht ist. Wenn man sowas das erste Mal fühlt, denkt man, man ist eine Laborratte. Diese Substanz versickerte immer dann, wenn ich den Befehl gab, mich zu entspannen/zu schlafen. Das Versickern der Substanz verursachte immer simultan Schüttelfrost und Bauchgrummeln, es fühlte sich an, als ob die Substanz sich unkontrolliert im Gehirn verteilt beim Versickern.. Nachdem die Substanz beim Schlafengehen innerhalb weniger Sekunden versickert, fühl ich sogar manchmal noch weniger Müdigkeit. Die Substanz scheint zuständig für das Müdigkeitsgefühl zu sein.

Das Versickern der Substanz ist jedoch nur ein temporärer Müdigkeitverlust, wohingehen weniger Bereiche im Gehirn, die die Müdigkeit empfinden können, eine permanente Abstumpfung des Müdigkeitssinnes ist. Es bringt deshalb auch kaum etwas, sich müder machen zu wollen, weil man eben nicht viel müder als totmüde sein kann. Ich wurde ja quasi immer noch totmüde, nur war das neue Gefühl für totmüde sein ein schwächeres.
Über die 2 Jahre sind die Bereiche in meinem Kopf, in denen ich Müdigkeit empfinden kann, immer weniger geworden. So eine Verschlechterung ging, wie bereits beschrieben, immer mit dem gelegentlichen Auftreten von Schüttelfrost und Bauchgrummeln beim Schlafengehen einher. Schüttelfrost und Bauchgrummeln beim Schlafengehen verschwindeten oft bei diesn Verschlechterungen nach Tagen oder Wochen, aber der abgestumpfte Müdigkeitssinn blieb immer größenteils.

Nun ist es soweit, dass ich Müdigkeit quasi zu 0% wahrnehmen kann. Ich fühl mich dann fast immer 100% ausgeschlafen. Es ist auch schwerer festzustellen, ob ich geschlafen hab, weil man ja immer müde ist, wenn man aufwacht, aber ich bin nun oft 0% müde wenn ich aufwache. Das ist dann vlt eher so, als ob man paar Stunden ohnmächtig war.

Ich hoffe, das klang halbwegs nachvollziehbar. Und das war nur das, was mit meiner Müdigkeit angerichtet wurde Über dieses Symptom hab ich berichtet, weil ich bei diesem am sichersten bin, dass es sich verschlechtert hat und weil es mein aktuellestes Problem ist.
Gefühle kann ich ja seit dem Cipralex auch nicht mehr richtig fühlen, z.B. schlägt mein Herz bei einem Albtraum nicht mehr doller, weil ich Angst fast nur noch auf Denkebene haben kann.

Zu Lupus: Ja, es geht um Lupus erythematodes. Das wurde abgeklärt, aber die Symptome passten wohl nicht. Interessant ist, dass unter anderem der Test auf Antikörper gegen Histone positiv war. Dies tritt öfters auf, wenn Lupus durch ein Medikament, das man einnimmt, verursacht wird, ich nehme aber nichts ein. Solch ein medikamenten-induzierter Lupus verschwindet, wenn das Medikament nicht mehr eingenommen wird.
Ich werd das nochmal abklären lassen und werde mal absprechen, ob ich eine Cortisontherapie einfach mal ausprobiere. Falls ich eine Autoimmunerkrankung hab, würde Ich als Laie eher denken, dass ich Antikörper gegen Serotonin/Melatonin/.. Rezeptoren hab, aber kein Labor untersucht sowas soweit ich weiß. :?
Mrs Columbo
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Mrs Columbo »

Liebes Forum und an alle Langzeitbetroffenen,

entschuldigt, dass ich nicht auf den aktuellen Inhalt des threads eingehe, ich denke aber, dass es hierhin gehört und wichtig für Viele ist, denn:
Ich möchte Euch heute mitteilen, dass ich seit über einem Jahr SYMPTOMFREI bin!

Ich hoffe hoffe hoffe, ich kann Euch Mut machen damit!! Ich schicke jede Menge davon hierher und zu Euch. Kraft, Zuversicht, Halt... Der protrahierte Entzug hat ziemlich genau 3 Jahre bei mir gedauert. Und es gab unzählige Wochen, wo ich sicher war, ich überlebe das nicht. Die einsame Hölle in Kopf und Körper, Suizidgedanken, nicht mehr ich selbst - wer meinen thread kennt, weiss, was los war.
Und dann - Das letzte Fenster hörte nicht auf. TROTZ Stress, TROTZ schlimmster Schmerzzustände und auch in erhöhten Krisenphasen KEINE Angstattacken mehr, KEINE Depersonalisation, KEINE irrealen Zustände, etc.!

Ich denke an alle Mit-Betroffenen und über die Hilfe, die ich hier erhalten habe mit Liebe, Respekt und absoluter Hochachtung. DANKE AN ALLE, die mich unterstützt, mir geschrieben haben. Mit einigen habe ich noch Kontakt. DANKE an die Moderatoren. Mir fehlen die Worte.

Bitte gebt nicht auf. Bitte seit versichert: Selbst trotz allerschlimmster Zustände jenseits von allem, was ihr kennt, wie ihr Euch, die Welt, kennt, bei aller Bedrohung und Leiden und Nichtmehrkönnen mit dem Gedanken, dass es endlose Verdammnis ist: Es hat aufgehört, obwohl ich die Hoffnung aufgegeben hatte. Und es ist nachhaltig. Ich weiss, dass es manche gibt, die schon länger als 3 Jahre kämpfen. Und auch, dass jeder Verlauf anders sein kann. Trotzdem wünschte ich, diese Nachricht könnte etwas Gutes geben.

Ich vermeide seither alles, was in das ZNS eingreift, nicht einfach bei chronischen Schmerzen, aber ich habe eine Schmerztherapeutin gefunden, die es verstanden hat, als ich Lyrica ablehnte. Ich weiss nicht, was eine erneute OP auslösen könnte oder würde - aber ich fühle mich von Monat zu Monat sicherer.

Ich schicke das hier heute an Euch, ich wollte warten, denn ich war nicht sicher. Jetzt bin ich es. ES GEHT VORBEI.

Allen ein 2017 voller Zuversicht!
Denke an Euch.

Mrs Columbo
Symptome: (Wiederkehrende depressive Episoden, Stimmungsschwankungen, gelegentlich unklare Symptome wie Erschöpfung, Schwindel); Diagnose: (unklar, meist Depression als Hauptsymptom. 2009: Akut Erschöpfungsdepression wg. Krebserkrankung)
Medikation: (Fluoxetin, 20mg, 7 Monate) (>>) (Venlafaxin, 75mg, 1 1/2 Jahre)
Absetzverlauf (15.09.2011, 75mg): (1 Monat 55mg) (>>) (1Monat 37,5mg) (>>) (6 Wochen lang weiter herunterdosiert bis auf 12 mg) (>>) (1 Monat 12mg) (>>) (seit 02.02.2012 auf 0mg)

Seither protrahierter Entzug in Wellen.
Nach 9-monatiger symptomfreier Zeit begann nach OP alles von vorne.
Hauptsymptome: Depersonalisation/Derealisation; Angst; negative Zwangsgedanken.

Seit 4/5 2015 symptomfrei!
Annanas
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Annanas »

Liebe Mrs Columbo - :hug:
ich würde 1000 Dankeschöns drücken, wenn das ginge.......!!!

Ich habe beim Lesen deines Berichtes Gänsehaut bekommen u. bin so froh,
daß ein Feedback von Jemanden kommt, der so lange im Entzug
gesteckt hat.
Das wird hier sooo dringend gebraucht u. vermittelt wieder Hoffnung u.
Zuversicht!

Ich wünsche dir alles erdenklich Gute, viel Glück, Kraft und
alles Liebe für das Jahr 2017!!

Herzliche Grüße von Anna, die noch mitten im Entzug steckt, aber ja auch
nicht weiß, wie es nach "Null" mal aussehen wird!
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016 (1999 - 2007 Paroxetin 20 mg)
► Text zeigen

25.01.2021 12 Kügelchen (ca. 3,6 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.


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Sunnyrose
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Sunnyrose »

Liebe Mrs. Columbo

Danke Danke Danke Danke Danke Danke Danke Danke
Danke Danke Danke Danke Danke Danke Danke Danke
Danke Danke Danke Danke Danke Danke Danke Danke
Danke Danke Danke Danke Danke Danke Danke Danke
100000000 x danke!

Hoffnung herrscht und Hoffnung sei!
:party2: :party2: :party2:

Ich freue mich riesig mit dir Mrs. Columbo.
Und ich freue mich für uns alle, die oft die Hoffnung aufgeben und sie dringend brauchen. :group:

@Katharina <3
Ich sende dir all meine Hoffnung und Kraft :hug:

Liebe Grüsse
Deria
Abgesetzt:
Lorazepam, Concerta, Truxal, Escitalopram

Zuletzt abgesetzt:
Escitalopram. Ursprünglich 30mg
Absetzstart September 2015
2,5mg runter alle 2 Monate bis 15mg.
Dann in 10% Schritten. Bis 10mg.
Dann schnelleres Vorgehen wegen Leberwerte.
Januar 2017: 6,8mg
15.2.17: 6mg
8.3.17: 4mg (psychotische Nebenwirkungen)
20.3.17: 0mg

Achtung: nicht nachmachen. Der grosse Schritt zum Schluss war für mich eine Notlösung. Langsames Vorgehen (5-15% Schritte, je nach Höhe der Dosis), wenn irgendwie möglich, ist der bessere Weg.

Ich bin jetzt frei von Substanzen jeglicher Art. Haltet durch! es lohnt sich.
Fibie77
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Fibie77 »

Hallo Mrs Colambo,.... :)
Danke,Danke,.....für deinen tollen Bericht. :party2:

Es ist so schön,wenn man von einem anderen lesen kann,dass es besser werden kann und die Symptome verschwinden können. :D
Das tut so gut, deine Worte zu lesen und macht einem Mut. :wink:

Mut,....dass man immer selbst seinen eigenen Glauben und die zuversicht nicht verlieren darf. :cry:
Auch wenn es manchmal so viel Kraft kostet und man am liebsten alles hienwerfen würde. :evil:
Danke,.....
Liebe Grüße Fibie
- Februar 2011 Ohnmachtsanfall, ohne Diagnose. :shock:
In den darauffolgenden Monaten stellte sich starker Schwindel ein und eine gewisse Angst davon entstand. :(
Ich blieb nur noch zu Hause und ging nicht mehr gerne raus,wenn dann nur zur Arbeit.
- Von Februar 2011 bis April 2014 verschiedene Ärzte konsultiert, von Zahnarzt CMD Behandlung,über Chiropraktoren, und
Infusionen mit Mikronährstoffen war alles dabei.
- Es folgten in dieser Zeit,extreme Ängste,Verzweiflung, keine Energie und Kraft mehr,nur noch Verzweiflung wegen diverser
Symptome.
Meine Symptome veränderten sich und ich bekam einen kontinuierlichen Dauerkopfdruck und Augendruck.
- April 2014 Citolopram 10mg vom Hausarzt verschrieben bekommen.
- Juni 2014 Einweisung in Psychosomatische Klinik, für 8 Wochen.
- Wurde dort auf Cymbalta umgestellt für 2 Wochen,jedoch ist dies wieder gleich abgesetzt worden,da meine weißen
Blutkörperchen stark absanken.
- Von einem auf den anderen Tag,wurde Sertralin eindosiert.
Erst 25 mg und dann 50 mg in der darauffolgenden Woche.
- August 2014,wieder zu Hause und sollte dort noch bis auf 100mg hochdosieren, ging mir jedoch sehr schlecht dabei und
ich blieb bei 50 mg.
- März 2015 fing ich an das Medikament 50 mg Sertralin ganz langsam auszuschleichen, nach Absprache mit meiner
Ärztin.
- Ende Februar 2016 war ich auf 0mg mit dem Sertralin. :party2:
(bei den letzten Schritten ließ ich mir lange Zeit und dosierte mit Zoloft Tropfen ab).
- Seid dieser Zeit Absetzerscheinungen in Form von Sehstörungen, Kopfschmerzen,Übelkeit, komische Gefühle,Augendruck,
Blutzuckerschwankungen (dieser geht immer so tief runter),Benommenheit,.....
Die Symptome wechseln sich ab und sind mal nur leicht und dann wieder ganz stark da.

-Oktober 2016 . Absetzerscheinungen - Kopfschmerzen,Sehstörungen,trockene Augen,Schwindel ,,Blutzucker geht immer noch so tief in Keller,Übelkeit.

-November 2016 ( 9 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen die aufs Augen strahlen mit Übelkeit,
Blutzucker hat sich normalisiert,ab und zu noch trockene Augen

-Dezember 2016 (10 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen sind fast weg, jedoch wieder ziemliche Augenprobleme.
Schwipp-Schwapp im Kopf
-Januar 2017 (11 Monate nach 0 mg Sertralin)
Augenprobleme immer noch vorhanden
Schwipp- Schwapp im Kopf, Sodbrennen,
-Februar 2017 ( 1 Jahr auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme / Sehstörungen immer noch vorhanden !
Manchmal noch Schwipp-Schwapp im Kopf und wieder Kopfschmerzen.
-März 2017 (13 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme, ziemliche Benommenheit,Spannungskopfschmerzen.
-April 2017(14 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme,Benommenheit,Kopfschmerzen,extremes Tief(muss viel weinen,weil es nicht so recht besser wird)
-August2017(18 Monate nach null)
Starke Magenbeschwerden,Übelkeit,Sodbrennen,Kopfschmerzen,Augenprobleme

-Januar 2018 (23 Monate auf 0mg)
Augenprobleme (schlechteres Sehen und brennende Augen),manchmal noch leichte Gangunsicherheit,schmerzendes
Genick,Reizüberflutung im Kopf/brennen,nicht mehr so starke Spannungskopfschmerzen.
Langsam wird es besser,aber es ist noch nicht gut!
-Februar 2018 ( 2 Jahre auf 0 mg)
sybsilon
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von sybsilon »

Liebe Mrs Columbo,

DANKE für den tollen Bericht.

Im Februar werden es bei mir 2 Jahre.
Ich kann schon wieder voll arbeiten, aber mir geht es immer wieder sehr schlecht.

Du gibst uns Allen Hoffnung.

Vielen Dank und LG von sybsilon
Diagnose: Angst-Panikstörung
06/14 Venlafaxin 37,5 mg
07/14 Venlafaxin 75 mg
08/14 Venlafaxin 112,5 mg
10/14 Venlafaxin 75 mg
dann bis 02/15 Venlafaxin reduziert auf 37,5 mg
seit 14.2.15 auf anraten von Ärztin auf "0".
Seit Dezember 14 Schwindel, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme, Ohnmachtsangst, Gangunsicherheit, elektrische Schläge im Magen, Panikattacken, Kribbeln Arm und Bein links, Massive Nackenprobleme. Herzrasen, Extrasystolen und starke Stimmungsschwankungen.
von 1.6.15-28.7.15 wieder Psychiatrieaufenthalt. 3 Wochen Mirtazapin erst 15mg dann 30mg aber wegen RLegs abgesetzt, dann Doxepin 25mg nacher Woche 50mg und nach ein paar Tagen auf 75mg aber wegen massiver Magenschmerzen, Suizidgedanken und RLegs auch abgesetzt.
Seit 20.7.15 Medikamentenfrei.
aktuelle Symptome: kribbeln, ziehen in Beinen und Armen, Leichte Übelkeit( nicht immer), sehr nervös, sehr geräuschempfindlich, vermehrte Panikattacken. Ab und zu Herzstolpern, aber nicht mehr so häufig. Das Haus zu verlassen fällt mir schwer.
Oktober 2015 :
Immer wieder Gangunsicherheit, leichter Schwindel und Übelkeit. Das löst Angst und Panik bei mir aus.
Einen Versuch mit Laif900 (Johanniskraut) gestartet aber wieder abgesetzt wegen Symptomverstärkung.
Ab 04.11.2015 Aufenthalt psychosomatische Klinik
Seit 19.1.16 wieder zu Hause. In der Klinik 3 Tage Trimipramin 12,5mg ausprobiert, aber zu starke NW.
Seit 27.1.16 Wiedereingliederung im Job, Beginn mit 4Std am Tag, danach sehr erschöpft, aber ansonsten wenig Symptome. Gegen Abend (ab ca.18.00Uhr) inneres Frieren und ganz leichte Übelkeit mit leichtem Magendrücken.
Stand 13.2.2016: Magenprobleme mit Rückenschmerzen, Rücken übersät mit großen Pickeln, Schlafprobleme, nach Vit.D Einn. Panikattacke.
4.3.16 Im Moment Welle/sehr erschöpft. Blutuntersuchung :B12=350, Vitamin D =18,1, Ferritin=15,5. Von Eisentabletten schon nach 1Tag Herzrasen mit Panikattacke. Abgesetzt. Ich vertrage absolut gar nichts mehr.
6.4.16 habe noch leichte Stimmungsschwankungen, Frieren in den Abendstunden nach der Arbeit (ca. 17-19 Uhr), Energiebereich schwankt sehr, Nackenschmerzen. Seit 1.4.16 nehme ich Nachtkerzenöl Kapseln, und ich habe das Gefühl sie tun mir gut.
18.6.16 Ich habe wenig Energie. Arbeite wieder voll seit 8.3., aber es strengt sehr an. Kann abends und am Wochenende Nichts unternehmen. Bei Anstrengung kommt leichte Übelkeit. Kann meine Vitaminspeicher nicht auffüllen da ich noch immer Nichts vertrage .:zombie: .Gefühle sind sehr gleichgültig und irgendwie macht mir alles keinen Spaß und ist sinnlos.
Seit 14.2.2015 "0" Venlafaxin
Seit 20.7.2015 "0" Mirtazapin und Doxepin
Seit 21.7.2015 definitiv medikamentenfrei!!!!
Zustand 21.7.2016: sehr erschöpft, leichte Übelkeit hin und wieder, kribbeln in linker Hand und Fuß und linke Gesichtshälfte. Psyche ganz o.k.! Blutwerte 21.7.2016: Vit.B12 253;Ferritin 19,5;Vit.D 31.
18.8.16:Entfernung Kupferspirale
Zustand 24.8.16: Seit 2 Tagen total erschöpft, Kopfrauschen, Nackenschmerzen, Übelkeit aber nicht vom Magen verbunden mit depressiver Stimmung, fast keinen Geruch und Geschmackssinn. Kein Durst- und Hungergefühl.
16.10.16: Zustand viel besser seit Kupferspirale entfernt. Ausschlag auf Rücken nahezu weg. Übelkeit weniger, depressive Stimmung nur noch etwas in der Zeit um die Regel. Brauche noch viel Ruhe und vertrage keine Hektik und Stress mehr. Energie etwas mehr vorhanden.
20.3.17 Vitamin D und B12 vertrage ich wieder.
20.12.17 Übelkeit so gut wie weg.
padma
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von padma »

liebe Mrs. Columbo, :hug:

ich freue mich so sehr für dich. :party2: :party2: :party2:

Du hattest ja eine so heftige Zeit.

Ganz lieben Dank fürs Berichten, das macht so viel Mut.

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute :hug:
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
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Infoartikel: Antidepressiva absetzen
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