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Seit das ADFD gegründet wurde, haben sich die Verschreibungen von Psychopharmaka ungefähr verdreifacht! Die Gründe warum diese Substanzen verschrieben werden sind sehr unterschiedlich. Es wäre interessant und hilfreich für die Gemeinschaft und auch Außenstehende, einen besseren Einblick in die Verschreibungshintergründe zu bekommen. Darum ...


... macht bitte alle bei unserer Umfrage zum Verschreibungsgrund mit :)


Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Itrysohard
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Itrysohard »

Hallo ihr lieben <3,

ich finde es so stark von euch, dass ihr euch nicht unterkriegen lasst. Eure alleinige Präsenz und den Kampf den ihr tagtäglich gewinnt gibt mir so unendlich viel Kraft!

Ich heiße Noah und bin 21Jahre alt, ich habe nun eine 2 1/2 Jährige "Antidepressiva" Geschichte hinter mir, sie hält bis heute noch an aber in sehr abgemilderter Art und weiße.

Ich kann euch gar nicht sagen wie viel kraft ihr mir gerade in diesem Moment gebt, ich bin von Zuhause weggezogen und habe eine Ausbildung zum Fachinformatiker begonnen, was mir sehr gut gefällt aber mit dem Strattera wurde ich von meiner Mutter komplett alleine gelassen, Sie hat es mir als Kind verschrieben ohne zu wissen, was das eigentlich für ein Medikament ist.

Ich weiß auch gar nicht wo ich anfangen soll endlich Menschen mit denen ich mich austauschen kann. Also ich weiß nicht, ich glaube es wäre am besten wenn ich meine Geschichte jetzt nicht nochmal wiederhole, die steht glaub ich normalerweise in der Info drinnen.

Bei mir ist es ich, dachte und denke immer noch zum Teil das die Symptome für immer bleiben aber mittlerweile bin ich mir sicher das es nur extrem lange dauert, ich muss ehrlich sagen es ist ein Shock für mich gewesen als mir das passiert ist und ich realisiert habe was das Medikament (temporär) hoffentlich temporär aus mir gemacht hat.

Ich werde öfters schreiben ich bin nur so unendlich glücklich Menschen gefunden zu haben die genau wissen von was ich rede.

Einen erträglichen Abend allen und glaubt mir wir sind so unendlich viel stärker als wir oft meinen

Ich herz euch alle <3 <3 <3

Mit liebevollen Grüßen

Noah
AD(H)S Diagnose mit 6 oder 7 Jahren => Strattera 10mg, 20mg, 30mg, 40mg und schlußendlich 60mg
Strattera bis zur 9 Klasse Realschule eingenommen, dann nicht mehr gebraucht und auch nicht mehr eingenommen keine Nebenwirkungen oder Absetzerscheinungen.

Strattera bis dahin 8 Jahre genommen.

3 1/2 Jahre Strattera freie Zeit

Wechsel auf die Fachoberschule 12 Klasse Erstkontakt mit Cannabis hat mir sehr gut gefallen. Wurde jedoch schnell zu viel => Ende der 12 Klasse beginn mit Strattera 60mg. Über 6 Wochen genommen, dann kalt Entzug Gefühlte Herzprobleme (QT) Verlängerung. Während kalten Entzug auch noch Cannabis konsumiert was die Erfahrung der Angstattacke meiner Meinung nach verstärkt hat. 13 Klasse ebenfalls erfolgreich geschafft aber nicht gut.

22.05.2018 Traumatisches Erlebnis erste richtige Angstattacke/Panikattacke

Panikattacken über 7 Tage hinweg aber in der Intensität schwächer werdend.

Tag 8 am Morgen komplette Symptome waren:

- Depression (schwerer Grad)
- Hypochondrie
- Angstzustände
- Lethargie
- Wahrnehmungsstörung
- Verwirrtheit
- Orientierungslosigkeit
- Nierenschmerzen
- Gedankenleere
- Depersonalisation
- "Brain Fog" Nebel im Gehirn
- Konzentrationsstörung vom feinsten
- Starke Gereiztheit

Problemlösung dauert bis heute an.

Gleich an dem Tag noch zum Hausarzt gegangen keine wirkliche Hilfe. Diagnose: Temporäre Angstreaktion
Psychotherapeuten gesucht bis heute hilfreich.
Psychiater/in die mich als Kind behandelt hat. Folgende Maßnahmen: - Strattera Wiederaufnahme 10mg 20mg 30mg 40mg
Dann von meiner Psychiaterin nicht mehr verschrieben wegen verdacht auf Substanz Missbrauch.
Klärung der Probleme Fluoxetin 10mg wenig geholfen nur Libidoverlust. Auch abgesetzt. Ende 2019

Momentaner stand:

Johanniskraut 2 Tabletten in der Früh a 900mg
Sonst absolut keine Mittel.

Symptome:

- Aggression
- Depression
- Gedankenarmut
- Verwirrung
- Grübelzwang

Hilft bisher ganz gut. :pillowtalk:

Jetzt auch Johanniskraut abgesetzt und das schon seit ca 4. Monaten.

Vielen Dank an das Forum <3
Bittchen
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Bittchen »

Lieber Noah,

schön hier von dir hier zu lesen.
Auch für mich ist es sehr erschreckend wie mit Kindern verfahren wird und weiter PP verschrieben werden.
Aber wir Mütter wollen nur das Beste für unsere Kinder ,wenn sich das dann als falsch heraus stellt, ist das oft nicht einfach zu verarbeiten.
Auch ich habe bei meiner jüngsten Tochter diese Erfahrung machen müssen.
Aber heute könnte auch sie eine Erfolgsstory hier schreiben, wir, meine Familie und ich ,sind sehr stolz auf sie.
Da glaube ich nicht an böse Absicht bei den Psychiatern, denn das darf ich nicht zu Ende denken.
Aber heute sind Ärzte sehr viel besser informiert und gerade bei Kinder auch vorsichtiger.
Sie müssen allerdings auch gut informiert sein wollen und das unabhängig von der Pharmaindustrie.

Bei dir fällt mir nur noch das Wort Respekt !!! ein, vor dem was du so hin bekommst.
Es würde mich freuen wieder von dir wieder lesen zu dürfen.
Alles Gute für dich und weiterhin viel Erfolg auf deinem eingeschlagenen Weg.

Liebe Grüße
Brigitte
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .
Foxly
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Foxly »

Hallo an alle,

habe in meiner aktuellen Verzweiflung hier bei den Langzeitbetroffenen gelesen und das hat mir wieder Mut gemacht, iwie (wie weiß ich noch nicht so recht) durchzuhalten!

Es macht mich traurig, zu sehen, wie viele tolle Menschen sich mit diesem Irrsinn so lange rumschlagen müssen; aber auch stolz, Teil Eurer tollen community sein zu dürfen (und das geht leider nur mit der doofen und unnötigen Erfahrung, die wir hier alle machen müssen)

Schön, dass es Euch gibt
Gabs
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-> Oktober 2020 Symptome des Infekts klingen langsam ab, aber Entzugssymptome weiterhin vorhanden, manche minimal besser, zu viele noch sehr einschränkend. Massiv leide ich unter mangelndem (Tief-)schlaf und unter einer anhaltenden fürchterlichen fatigue.
Itrysohard
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Itrysohard »

Hallo liebe Coummunity,

vor einer Woche ist etwas sehr positives passiert, ich saß in der Arbeit und aufeinmal hat es sich angefühlt als hätte sich ein kognitiver Korken gelöst, es ist schwer zu beschreiben.

Es ist wie als wäre seit 2 Jahren eine schwarze unüberwindbare Decke auf meinem Geist die alles blockiert und schlecht macht, die mich leiden lässt und die mir die Buntheit im leben genommen hat.

Diese Decke ist vor einer Woche zum teil aufgebrochen es war wie ein Zoomen mit der Kamera auf einmal war ich wieder "mehr da, mehr ich".

Dieses Erfolgserlebnis wollte ich gerne mit euch teilen, allen eine einigermaßen erträgliche Woche.

Herz euch alle

Mit liebevollen Grüßen

Noah
AD(H)S Diagnose mit 6 oder 7 Jahren => Strattera 10mg, 20mg, 30mg, 40mg und schlußendlich 60mg
Strattera bis zur 9 Klasse Realschule eingenommen, dann nicht mehr gebraucht und auch nicht mehr eingenommen keine Nebenwirkungen oder Absetzerscheinungen.

Strattera bis dahin 8 Jahre genommen.

3 1/2 Jahre Strattera freie Zeit

Wechsel auf die Fachoberschule 12 Klasse Erstkontakt mit Cannabis hat mir sehr gut gefallen. Wurde jedoch schnell zu viel => Ende der 12 Klasse beginn mit Strattera 60mg. Über 6 Wochen genommen, dann kalt Entzug Gefühlte Herzprobleme (QT) Verlängerung. Während kalten Entzug auch noch Cannabis konsumiert was die Erfahrung der Angstattacke meiner Meinung nach verstärkt hat. 13 Klasse ebenfalls erfolgreich geschafft aber nicht gut.

22.05.2018 Traumatisches Erlebnis erste richtige Angstattacke/Panikattacke

Panikattacken über 7 Tage hinweg aber in der Intensität schwächer werdend.

Tag 8 am Morgen komplette Symptome waren:

- Depression (schwerer Grad)
- Hypochondrie
- Angstzustände
- Lethargie
- Wahrnehmungsstörung
- Verwirrtheit
- Orientierungslosigkeit
- Nierenschmerzen
- Gedankenleere
- Depersonalisation
- "Brain Fog" Nebel im Gehirn
- Konzentrationsstörung vom feinsten
- Starke Gereiztheit

Problemlösung dauert bis heute an.

Gleich an dem Tag noch zum Hausarzt gegangen keine wirkliche Hilfe. Diagnose: Temporäre Angstreaktion
Psychotherapeuten gesucht bis heute hilfreich.
Psychiater/in die mich als Kind behandelt hat. Folgende Maßnahmen: - Strattera Wiederaufnahme 10mg 20mg 30mg 40mg
Dann von meiner Psychiaterin nicht mehr verschrieben wegen verdacht auf Substanz Missbrauch.
Klärung der Probleme Fluoxetin 10mg wenig geholfen nur Libidoverlust. Auch abgesetzt. Ende 2019

Momentaner stand:

Johanniskraut 2 Tabletten in der Früh a 900mg
Sonst absolut keine Mittel.

Symptome:

- Aggression
- Depression
- Gedankenarmut
- Verwirrung
- Grübelzwang

Hilft bisher ganz gut. :pillowtalk:

Jetzt auch Johanniskraut abgesetzt und das schon seit ca 4. Monaten.

Vielen Dank an das Forum <3
Straycat
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Straycat »

Hallo Itrysohard,

das klingt wirklich sehr sehr schön :) Ich freue mich für dich!
Auch ich hatte mal so ein Erlebnis (nicht ganz so plötzlich, wie du, aber auch relativ zügig). Das war nach mehreren Monaten nach den schlimmen protrahierten Entzugserlebnissen in 2017 - auf einmal schien sich da auch eine wirklich massive dunkle Wolkendecke zu lichten. Ein schönes Gefühl :)

Ich hoffe, es geht bei dir weiter bergauf - meine Daumen sind fest gedrückt!!

Alles Liebe,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
Bittchen
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Bittchen »

Lieber Noah,

es freut mich sehr für dich und es ist ja nicht selten, dass sich innerhalb von Sekunden der Nebel lichtet.
Sehr wünsche ich dir ,dass es für immer so bleibt und du unbeschwert dein Leben genießen kannst.

Liebe Grüße
Brigitte
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .
Foxly
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Foxly »

Lieber Noah,

auch ich freue mich über Deinen Fortschritt und darüber, dass Du diesen mit uns teilst! Das macht Mut!

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass dieser Zustand anhält, das tiefste Tal durchschritten ist!

Alles Liebe
Gabs
► Text zeigen
-> Oktober 2020 Symptome des Infekts klingen langsam ab, aber Entzugssymptome weiterhin vorhanden, manche minimal besser, zu viele noch sehr einschränkend. Massiv leide ich unter mangelndem (Tief-)schlaf und unter einer anhaltenden fürchterlichen fatigue.
Dietrich
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Dietrich »

Hallo langzeitbetroffene!
Wenn ich diesen thread so überfliege frag ich mich was aus den betroffenen vom anfang geworden ist?! Ich meine wenn es stimmt dass alles irgendwann besser wird Muessten diese doch irgendwann ihre erfolgsgeschichte veröffentlicht haben?
Grüße dirk
Medikation von Dietrich:
Nach massiven koerperlichen Beschwerden ohne Befund am 03.08.2018 in Psychiatrie eingefahren. Wegen Angst und Panik ab.
04.08.2018 Quetiapin 100 mg (0-25-
-50-25)
20.08.2018 Reduzierung auf 75 mg
( 0-0-50-25)
27.08.2018 nur noch 0-0-50-0 und
Verlegung in Klinik fuer
Psychosomatik; im MRT
und beim Neurologen
keine Befunde.
10.09.2018 Quetiapin runter 0-0-0-25
17.09.2018 abgesetzt
28.09.-12.10. Experiment mit CBD, da der Verdacht das meine Symptome vom THC- Konsum im Fruehjahr sind und CBD als Gegenspieler zaehlt. Hier also 2-3 Kapseln je 25 mg CBD (gilt in Deutschland als Nahrungsergänzungsmittel und kann im Reformhaus gekauft werden).

Seit 04.10. war ich zuhause und auf das CBD haben sich meine Symptome wieder verschlechtert. Mein Therapeut meinte ich sollte doch mal Fluoxetin ausprobieren, da er denkt ich waere depressiv und haette deswegen die Körpersymptome.

17.10.2018 Einstieg 20 mg Fluoxetin

am 01.11.2018 lese ich von PSSD und die moeglichen massiven Auswirkungen auf den Genitalbereich. Ich ruf meinen Therapeuten an und sag ihm, dass ich den Dreck nicht mehr nehmen moechte und voruebergehend noch mal geringdosiert auf das Quetiapin gehen möchte. Auf Fluoxetin extreme mentale Verschlechtetung mit Selbstvorwürfen, Suizidgedanken, Minderwertigkeitskomplexe, Angst Panik etc. . Ich setze Das Flux nach 16 Tagen ab. Hatte zuletzt aber das Gefuehl einer Verbesserung der Stimmung. Will es aber nicht mehr nehmen wegen moeglicher Langzeitfolgen.

02.11.2018 wieder Quetiapin 0-25-
50-0
09.11.2018 Quetiapin 0-0-50-0 und
Laif 900 eine K./ T.
14.11.2018 Quetiapin auf 0-0-0-25
Ploetzlich krasse Nebenwirkung wie restless leg und "Hirnschickungen".

17.11.2018 Quetiapin= 0,0

Joha bis Ende November.
Seit dem medikamentenfrei bis Mai 2019

Seit 23. Mai nehme ich 2,5 mg Abilify da ich angeblich wahnhaft von einer krankhaften Veraenderung im Genitalbereich ueberzeugt bin.
Heute weiß ich es waren massive entzugssymptome und Pssd.
Okt 2019 Ausstieg Abilify und extremer Crash
Dez 2019 Psyco Ward Mainz Moclobemid
Jan 2020 Lithium Augmentation
März 2020 letzter Versuch, nachdem sie mir EKT
angeboten haben fahre ich eine
Ketaminzirkel
April 2020 ich verlasse die Hölle ungeheilt gegen
ärztlichen Rat und setze Moclo und Lithium
ab
Seit April 2020 auf 0, keine PP mehr aber im entzug mit anhaltenden Symptomen
Juli 2020 ich experimentierte mit niancin (B3) und ketogene Ernährung, fast 4 Tage um schneller in die ketose zu kommen :(:(:( keine gute Idee, aus heutiger Sicht bin ich gecrashed auf den Sh.....

Seit 06/2020 no more PP schneller Entzug a la Rambo style, "cooler" hirnf....... Seit dem. Aber auch mit lithium und Moclo gings mir sch.... Abilify ja auch viel zu schnell abgesetzt
Bittchen
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Bittchen »

Lieber Dietrich,

Erfolgsgeschichten gibt es reichlich, auch ich habe schon mal sehr früh geschrieben, dass es mir sehr viel besser ging.
Das war ein Fenster und ich konnte mich damals eine Zeit erholen.
Das war so nach einem Jahr nach null,glaube ich, das ist aber bei jedem auch anders.
Dann kam erneut eine Welle, das gehört ja zum Ausstieg oft dazu.
Wir sind ja durch die Einnahme der PP nicht geheilt.
Das heißt nicht dass die Grunderkrankung wieder zurück ist, aber es fühlt sich leider so an,
solange sich unser ZNS nicht ganz regeneriert hat.
Das nutzen die Ärzte ja oft aus, um uns immer wieder PPs zu verschreiben.
Sie wissen es oft auch nicht besser, es ist ja von der Pharmaindustrie so gewollt.
Ich unterstelle da nicht nur böse Absicht.
Bei mir war das so, geholfen hat mir das auf Dauer nicht.
Im Gegenteil, heute weiß ich, dass ich erst durch die PP in diese Misere geraten bin.
Bei mir wurde die Diagnose Rezidivierende Depressionen gestellt, die sich dann chronifiziert hatten.

Jetzt über drei Jahre nach null, geht es mir erheblich besser, wie mit PP .
Das ist für mich eine sehr starke Erfolgsgeschichte nach meiner Meinung und mehr wie ich je zu hoffen gewagt hätte nach über 30 Jahren PP.
Trotzdem bleibt die Angst vor einem Rückschlag, wenn ich mich überfordere und zuviel Stress ausgesetzt bin.
Dann habe ich auch wieder Einbrüche.
Die ich aber auch ohne PP, mit Ruhe und Geduld zu bewältigen weiß.
Das wünsche ich dir auch.

Liebe Grüße
Brigitte
► Text zeigen
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Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .
Dietrich
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Registriert: 23.11.2018 20:09
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Dietrich »

Hi Brigitte!
Erst mal danke fuer deine Antwort. Ich hab diese Diskussion schon öfter geführt und die Leute erzählen mir etwas von meiner grunderkrankung.
Ich glaub daran nicht. Klar hatte ich auch vorher mal. Phasen in meinem Leben in denen ich depersonaliziert war und dies ganz ohne PP. Aber ich war nie so kaputt und aphatisch wie jetzt.
Im Endeffekt hab ich mich nach 40 Jahren Lebenszeit auf diese Medikamente eingelassen. Auch weil meine beiden Brüder mir erzählt haben wie gut der sch.... Ihnen hilft. Mich hat es zerstört. Ein Jahr mit 7 Präparaten und mein Leben is im Eimer. Das psychiatriesystem ist das aller letzte. Ich hab einfach eine Menge Wut in mir. Seit 5 Monaten nehme ich nix. Ja ich weiß, noch garnicht Langzeit. Aber ich hab im Sept. 2018 damit angefangen und direkt Nebenwirkungen ausgebildet.
Ich bins eben einfach leid. Kein Bock mehr auf die stories. Ich kann alle die Worte nicht mehr hoeren:
Entzug, depression, grunderkrankung, downstream, epigenetic change, Pssd, ssri, Psychiater, zns, Panik und aengste, psyche, Therapie, Achtsamkeit, rezeptoren, absetzsymptom, Synapsen, Serotonin, Dopamin........
Und die tausend anderen. Ich hab 40 Jahre ohne das gelebt und gearbeitet, Familie gegründet etc. So im Eimer wie jetzt war ich noch nie. Noch nicht mal mit den Straßendrogen in meiner Jugend.
Naja, sorry fuer den pessismus aber hier sind ja auch jeden tag menschen denen es ewig nicht besser geht. Hatte eben wieder ein schluesselerlebnis gestern nachmittag was mir gezeigt hat wie zombie haft ich immer noch bin.
Grüße und alles Gute dirk
Medikation von Dietrich:
Nach massiven koerperlichen Beschwerden ohne Befund am 03.08.2018 in Psychiatrie eingefahren. Wegen Angst und Panik ab.
04.08.2018 Quetiapin 100 mg (0-25-
-50-25)
20.08.2018 Reduzierung auf 75 mg
( 0-0-50-25)
27.08.2018 nur noch 0-0-50-0 und
Verlegung in Klinik fuer
Psychosomatik; im MRT
und beim Neurologen
keine Befunde.
10.09.2018 Quetiapin runter 0-0-0-25
17.09.2018 abgesetzt
28.09.-12.10. Experiment mit CBD, da der Verdacht das meine Symptome vom THC- Konsum im Fruehjahr sind und CBD als Gegenspieler zaehlt. Hier also 2-3 Kapseln je 25 mg CBD (gilt in Deutschland als Nahrungsergänzungsmittel und kann im Reformhaus gekauft werden).

Seit 04.10. war ich zuhause und auf das CBD haben sich meine Symptome wieder verschlechtert. Mein Therapeut meinte ich sollte doch mal Fluoxetin ausprobieren, da er denkt ich waere depressiv und haette deswegen die Körpersymptome.

17.10.2018 Einstieg 20 mg Fluoxetin

am 01.11.2018 lese ich von PSSD und die moeglichen massiven Auswirkungen auf den Genitalbereich. Ich ruf meinen Therapeuten an und sag ihm, dass ich den Dreck nicht mehr nehmen moechte und voruebergehend noch mal geringdosiert auf das Quetiapin gehen möchte. Auf Fluoxetin extreme mentale Verschlechtetung mit Selbstvorwürfen, Suizidgedanken, Minderwertigkeitskomplexe, Angst Panik etc. . Ich setze Das Flux nach 16 Tagen ab. Hatte zuletzt aber das Gefuehl einer Verbesserung der Stimmung. Will es aber nicht mehr nehmen wegen moeglicher Langzeitfolgen.

02.11.2018 wieder Quetiapin 0-25-
50-0
09.11.2018 Quetiapin 0-0-50-0 und
Laif 900 eine K./ T.
14.11.2018 Quetiapin auf 0-0-0-25
Ploetzlich krasse Nebenwirkung wie restless leg und "Hirnschickungen".

17.11.2018 Quetiapin= 0,0

Joha bis Ende November.
Seit dem medikamentenfrei bis Mai 2019

Seit 23. Mai nehme ich 2,5 mg Abilify da ich angeblich wahnhaft von einer krankhaften Veraenderung im Genitalbereich ueberzeugt bin.
Heute weiß ich es waren massive entzugssymptome und Pssd.
Okt 2019 Ausstieg Abilify und extremer Crash
Dez 2019 Psyco Ward Mainz Moclobemid
Jan 2020 Lithium Augmentation
März 2020 letzter Versuch, nachdem sie mir EKT
angeboten haben fahre ich eine
Ketaminzirkel
April 2020 ich verlasse die Hölle ungeheilt gegen
ärztlichen Rat und setze Moclo und Lithium
ab
Seit April 2020 auf 0, keine PP mehr aber im entzug mit anhaltenden Symptomen
Juli 2020 ich experimentierte mit niancin (B3) und ketogene Ernährung, fast 4 Tage um schneller in die ketose zu kommen :(:(:( keine gute Idee, aus heutiger Sicht bin ich gecrashed auf den Sh.....

Seit 06/2020 no more PP schneller Entzug a la Rambo style, "cooler" hirnf....... Seit dem. Aber auch mit lithium und Moclo gings mir sch.... Abilify ja auch viel zu schnell abgesetzt
Bittchen
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Bittchen »

Lieber Dietrich,

ja, "zombihaft" ? habe ich mich auch gefühlt,guter Vergleich, das erste Jahr nach dem Entzug, auch bin schon über ein viertel Jahrhundert älter wie du.
Das Thema hat mich also noch länger begleitet, da bin ich nicht stolz drauf ,weil ich noch länger auf das falsche Pferd gesetzt habe wie du.
Deine Wut verstehe ich, die hatte ich auch.
Aber auch du kannst das jetzt irgendwie aushalten, wenn du das willst und schauen wie es dir weiterhin geht.
Straßendrogen in deiner Jugend ?
Da hast du ,nach meinem Eindruck, deine Gefühle schon damals nicht aushalten können, ohne dich zu betäuben.
Was ist damals schon falsch gelaufen, auch weil du von deinen Brüdern schreibst ?
Darüber würde ich zuerst nachdenken.
Deine Probleme kann ich leider nicht beurteilen, du aber auch nicht, solange du nicht weißt wie du dich ohne PP fühlst.
Das kannst du erst mit der Zeit, wenn sich dein Körper und deine Seele regeneriert haben.

Weiterhin alles Gute für dich und liebe Grüße
Brigitte
► Text zeigen
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .
Dietrich
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Dietrich »

Hallo Brigitte!
Ja du hast recht. Hab mich ordentlich sediert eine gewisse Zeit in meinem Leben. Zwischendurch natürlich auch Party gemacht. Das is 20 Jahre her und mir ging zwischendurch ganz gut.
Jetzt fühlt es sich so an als wären die PP der finale streich gewesen. Wie gesagt illegale Drogen haben mich nie so zerstört hinterlassen. Ich werd natürlich weiterleben und hoffen das ich wieder einigermaßen normal werde.
Dir auch weiterhin alles gute
Medikation von Dietrich:
Nach massiven koerperlichen Beschwerden ohne Befund am 03.08.2018 in Psychiatrie eingefahren. Wegen Angst und Panik ab.
04.08.2018 Quetiapin 100 mg (0-25-
-50-25)
20.08.2018 Reduzierung auf 75 mg
( 0-0-50-25)
27.08.2018 nur noch 0-0-50-0 und
Verlegung in Klinik fuer
Psychosomatik; im MRT
und beim Neurologen
keine Befunde.
10.09.2018 Quetiapin runter 0-0-0-25
17.09.2018 abgesetzt
28.09.-12.10. Experiment mit CBD, da der Verdacht das meine Symptome vom THC- Konsum im Fruehjahr sind und CBD als Gegenspieler zaehlt. Hier also 2-3 Kapseln je 25 mg CBD (gilt in Deutschland als Nahrungsergänzungsmittel und kann im Reformhaus gekauft werden).

Seit 04.10. war ich zuhause und auf das CBD haben sich meine Symptome wieder verschlechtert. Mein Therapeut meinte ich sollte doch mal Fluoxetin ausprobieren, da er denkt ich waere depressiv und haette deswegen die Körpersymptome.

17.10.2018 Einstieg 20 mg Fluoxetin

am 01.11.2018 lese ich von PSSD und die moeglichen massiven Auswirkungen auf den Genitalbereich. Ich ruf meinen Therapeuten an und sag ihm, dass ich den Dreck nicht mehr nehmen moechte und voruebergehend noch mal geringdosiert auf das Quetiapin gehen möchte. Auf Fluoxetin extreme mentale Verschlechtetung mit Selbstvorwürfen, Suizidgedanken, Minderwertigkeitskomplexe, Angst Panik etc. . Ich setze Das Flux nach 16 Tagen ab. Hatte zuletzt aber das Gefuehl einer Verbesserung der Stimmung. Will es aber nicht mehr nehmen wegen moeglicher Langzeitfolgen.

02.11.2018 wieder Quetiapin 0-25-
50-0
09.11.2018 Quetiapin 0-0-50-0 und
Laif 900 eine K./ T.
14.11.2018 Quetiapin auf 0-0-0-25
Ploetzlich krasse Nebenwirkung wie restless leg und "Hirnschickungen".

17.11.2018 Quetiapin= 0,0

Joha bis Ende November.
Seit dem medikamentenfrei bis Mai 2019

Seit 23. Mai nehme ich 2,5 mg Abilify da ich angeblich wahnhaft von einer krankhaften Veraenderung im Genitalbereich ueberzeugt bin.
Heute weiß ich es waren massive entzugssymptome und Pssd.
Okt 2019 Ausstieg Abilify und extremer Crash
Dez 2019 Psyco Ward Mainz Moclobemid
Jan 2020 Lithium Augmentation
März 2020 letzter Versuch, nachdem sie mir EKT
angeboten haben fahre ich eine
Ketaminzirkel
April 2020 ich verlasse die Hölle ungeheilt gegen
ärztlichen Rat und setze Moclo und Lithium
ab
Seit April 2020 auf 0, keine PP mehr aber im entzug mit anhaltenden Symptomen
Juli 2020 ich experimentierte mit niancin (B3) und ketogene Ernährung, fast 4 Tage um schneller in die ketose zu kommen :(:(:( keine gute Idee, aus heutiger Sicht bin ich gecrashed auf den Sh.....

Seit 06/2020 no more PP schneller Entzug a la Rambo style, "cooler" hirnf....... Seit dem. Aber auch mit lithium und Moclo gings mir sch.... Abilify ja auch viel zu schnell abgesetzt
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