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 ! Nachricht von: Oliver
Alles hat ein Ende - auch das ADFD.

Bis zum vollständigen Schließen des Forums werden keine Neuanmeldungen mehr akzeptiert.


Momentan befindet sich das Forum in einer Übergangsphase, um den derzeit Aktiven Gelegenheit zu geben, Alternativen zu organisieren. Wenn solche Alternativen geschaffen worden sind, werden wir hier zu dem oder den neuen Orten, verweisen.

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Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
ReneB
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von ReneB »

Hallo,
ich habe gerade etwas zugeschickt bekommen,es geht um Akathisie.
Das hatte meine Mutter über Monate nach ihrem Setback,vielleicht
ist es interessant.
Es wurde mir von einem Langzeitbetroffenen aus einer Benzogruppe
zugeschickt,aber im Video geht es auch um andere Medikamente
zur Behandlung von Angstzuständen und Depressionen (u.a.).
Wenn ihr (unter dem Video) auf Einstellungen klickt(ein Rädchensymbol),dann
könnt ihr deutsche Untertitel einblenden.
LG :-)


https://www.youtube.com/watch?v=VgvhAilA070
Meine Mutter hat ein sogenanntes Langzeitsyndrom von ADs,ich informiere mich in diversen Foren usw
padma
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von padma »

hallo Rene, :)

danke dir für deine Übersetzung der Studie zu Protracted Withdrawal Syndrome (PWS).
Wir hatten dazu bereits eine Zusammenfassung, ich habe deine Komplettübersetzung jetzt in den thread kopiert. viewtopic.php?f=6&t=17980&p=394899#p394899

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
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Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Elisabeth54
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Elisabeth54 »

Hallo ihr Lieben,

Gestern habe ich durch Zufall diesen Thread entdeckt. Bin zwar schon seit August 2019 Mitglied hier, aber solange ich noch im absetzprozess war, habe ich mich mehr darauf fokussiert das AD los zu werden.

Ich habe stundenlang Beiträge gelesen und es ist mir klar geworden, dass ich mich hier einreihen muss.

Seit über 8 Monaten bin ich auf Null und es gab noch keinen einzigen Tag ohne Symptome.
Es gab nur bessere oder schlechtere Tage. Anfangs war ich auf Symptome vorbereitet, denn ich war auch im Entzug nie symptomfrei. Eine Krise hat die andere abgelöst.
Trotzdem habe ich es ausgehalten weil ich das Zeug endgültig loswerden wollte.
Nach fast 1,5 Jahren habe ich es geschafft (Absetzschritte und Krisen kann man in meiner Signatur oder Thread nachlesen)

Ohne Hilfe und Unterstützung hier hätte ich es wahrscheinlich nicht geschafft. Dafür möchte ich einfach mal danke 🙏 sagen. Einige hier meinten ich wäre zu schnell unterwegs gewesen, aber ich konnte die ganzen NW nicht mehr ertragen. Ganz schlimm war und ist meine Gewichtsabnahme und meine Appetitlosigkeit. Habe in 2,5 Jahren 10 Kilo abgenommen und bekomme nichts mehr drauf auf meine Rippen. Da ich vorher schon sehr schlank war ist das natürlich übel. Ich habe mir früher nie Gedanken übers Essen gemacht. Wenn ich Hunger hatte habe ich gegessen und ich konnte alles essen...

Wenn ich mal alles Revue passieren lasse, hatte ich die größten Krisen immer nach Operationen oder Eingriffen wo Narkosen und Medikamente im Spiel waren.
Die Halsschlagader Operation hat mir Cholesterin Tabletten, ASS zur Blutverdünnung und Blutdruck Medikamente beschert. Sollte ich alles für den Rest meines Lebens einnehmen.

Mein Körper hat sich mit Angst und Panik gewehrt und dann bin ich in der Psychiatrie und bei Antidepressiva gelandet.
Mittlerweile nehme ich gar nichts mehr. Nach dem absetzen des AD habe ich ein paar Wochen später auch die Betablocker ausgeschlichen. Blutdruck und Puls hatten sich im Entzug auch damit nicht normalisiert.

Nachdem ich vor 3 Wochen eine kleine Narkose bei einer Augen Operation bekommen habe ist mal wieder die Hölle über mich reingebrochen und hat mich wieder in die Steinzeit katapultiert. Die Corona Impfung und ein 5tägiger Ausflug mit Laif900 (hochdosiertes Johanniskraut) hat mir den Rest gegeben.

Schwindel, Schwäche, Herzrasen, Tinnitus, Magen und Darmprobleme, Zittern, Unruhe, schwitzen, frieren, brennende Schmerzen, Nacken und hws Verspannungen, Kopfschmerzen,
Taubheitsgefühle in den Fingern, Essen katastrophal und so weiter und so fort.

Und dann natürlich auch noch Ängste und Depressionen. Hatte ich früher nie. War immer stark und tough und habe alle Probleme gut gemeistert.
Jetzt gelte ich als psychisch krank und alle Welt um mich herum ist ratlos und die Ärzte sagen ich bin körperlich gesund, also muss es ja die Psyche sein. Habe die Therapie wieder aktiviert aber mein Therapeut hat keine Ahnung wie er mir helfen soll und das hat er mir auch mitgeteilt.

Jetzt bin ich zu dem Schluss gekommen, dass man bei diesem ganzen Sch........ja psychisch krank werden muss. Wenn es in 2,5 Jahren fast keinen Tag gibt wo es dir gut geht, muss die Psyche ja verrückt spielen. Dass die Probleme vom AD kommen glaubt auch keiner mehr.

Als ich heute Morgen aufgewacht bin, habe ich beschlossen, dass ich die Situation jetzt einfach akzeptiere und auf niemanden mehr höre, sondern nur noch auf mich und meinen Körper. Dann zwinge ich mich nicht mehr rauszugehen sondern liege auf dem Sofa und ruhe mich aus und lese. Lesen ist die einzige Ablenkung die funktioniert und leise Musik im Hintergrund. Kein Fernsehen (schon seit Monaten nicht mehr), keine Aktivitäten, keine Arbeit, kein Druck.

Es ist jetzt wie es ist und die Hoffnung auf Heilung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Ich habe einen Roman geschrieben, aber es hat mir gut getan meine Gedanken nieder zu schreiben.

Ich wünsche euch allen noch einen schönen Tag mit wenig Symptomen und vielen guten Gedanken 💭

Liebe Grüße von Elisabeth
Juni 2017 Burnout (keine Medikamente)
Oktober 2018 Operation an der Halsschlagader
Danach Angstzustände und Panikattacken
Ende Oktober 2018 Citalopram vom Hausarzt
November 2018 eine Woche Psychatrie
Citalopram abgesetzt und dafür 15mg Mirtazipin
nach 1 Woche entlassen und Mirtazapin reduziert auf 7,5 mg wegen Nebenwirkungen
10.12.18 Mirtazapin komplett abgesetzt auf Empfehlung vom Hausarzt wegen Nebenwirkungen
13.12.18 Total schlechter Zustand - Doxepin 25 mg erhalten (angeblich gut verträglich)
27.12.18 Doxepin reduziert auf 12,5 wegen Herzrasen
09.01.19 8wöchiger Aufenthalt in einer psychosamtischen Klinik
auf Aponal (Doxepin) 10 mg umgestellt.
Nach anfänglichen Krisen hat sich mein Zustand im Laufe des Aufenthalts stabilisiert
28.02.19 Aponal kalt abgesetzt - laut den Klinikärzten kein Problem, ist ja nur eine geringe Dosis.
06.03.19 Entlassung - Zustand katastrophal verschlechtert.
14.03.19 Aponal 10 mg wieder eingenommen.
07.04.19 reduziert auf 9 mg
21.04.19 reduziert auf 8 mg
07.05.19 Umstellung auf Tropfen (5 mg Tablette + 3 mg Tropfen)
10.05.19 Nur noch Tropfen
12.05.19 reduziert auf 7,5 mg
21.05.19 reduziert auf 7,0 mg
31.05.19 reduziert auf 6,5 mg
04.06.19 reduziert auf 6,0 mg
09.06.19 reduziert auf 5,0 mg
15.06.19 reduziert auf 4,0 mg
23.06.19 reduziert auf 3,0 mg große Entzugsprobleme
03.07.19 aufdosiert auf 3,5 mg
17.07.19 Fahrrad-Unfall - Rippen gebrochen und Lungenflügel zusammengefallen
5 Tage Krankenhaus - kleine OP (Schlauch in der Lunge) werde vollgedröhnt mit Schmerzmitteln
Ibuprofen, Novalgin und irgend ein Opiat
29.07.19 reduziert auf 3,0 mg
nehme nur noch Ibuprofen für die Schmerzen (3-4 Stück)
Nach ein paar Tagen geht es mir immer schlechter
06.08.19 aufdosiert auf 3,5 mg - keine Veränderung
08.08.19 aufdosiert auf 4,0 mg - keine Veränderung
9 Wochen Absetzpause zum stabilisieren
10.10.19 reduziert auf 3,75 mg
01.12.19 reduziert auf 3,5 mg
31.12.19 reduziert auf 3,0 mg
27.01.20 reduziert auf 2,5 mg
18.02.20 reduziert auf 2,0 mg
25.03.20 reduziert auf 1,75 mg
15.04.20 reduziert auf 1,5 mg
08.05.20 reduziert auf 1,25 mg
06.06.20 reduziert auf 1,0 mg
23.07.20 reduziert auf 0,5 mg
15.08.20 NULL :party2:


Probleme:
Seit dem Absetzen noch folgende Symptome
Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, keine Kraft, keine Energie und oft antriebslos.
Sport ist immer noch ein Fremdwort.....
Ohrgeräusche, Sehstörungen ist aber schon besser geworden.
Magen und Darmprobleme. Essen nach wie vor schwierig. Ich esse zwar relativ regelmäßig,
Aber meistens ohne Appetit.
Muskelzucken am Hals, Engegefühl in der Brust, starkes Herzklopfen, brennende Nervenschmerzen, Taubheitsgefühl in den Fingern, Verspannungen usw usw

Zusätzliche Medikamente
Betablocker BisoHexal 1,25 mg morgens — ausgeschlichen und seit 14.10.2020 auf NULL

Komplett Medikamentenfrei
Nehme noch einige NEMs um diverse Mangelerscheinungen zu regulieren.
Clarissa
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Clarissa »

Liebe Elisabeth.

Ich finde: so machst Du es richtig!

Ich mache es im Grunde nicht anders und habe damit zumindest etwas Erfolg und Fortschritt erreicht. Ich zwinge mich zu (fast) nichts. Natürlich versuche ich, gesund zu leben, so weit es geht. (Ich verdrücke also beispielsweise nicht Berge von Obsttörtchen :D .)

Versuch mal, allein auf Deinen Körper zu hören. Bei mir bewährt sich das immer wieder.

Ich nehme keinerlei Medikamente, lasse aber ohne guten Grund auch nichts kontrollieren.

Wenn Lesen funktioniert, ist das doch allerhand! Ich kann das immer noch nicht stundenlang. Dumm-TV, wie es hier mal jemand nannte, hilft mir auch weiter, oder "Bares für Rares" bzw. "Die Superhändler" - das geht immer :) .

Ich wünsche Dir Vertrauen in Dich und viel Erfolg dabei.

Feiertagsgrüße sendet Dir und allen Mitlesern die Clarissa.
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ReneB
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von ReneB »

:) ,
Clarissa hat geschrieben: 13.05.2021 16:03 Dumm-TV, wie es hier mal jemand nannte, hilft mir auch weiter, oder "Bares für Rares" bzw. "Die Superhändler" - das geht immer :)
Jetzt weiß ich auch,warum bei meiner Mutter so oft" Bares für Rares "läuft :D .
:group:
Meine Mutter hat ein sogenanntes Langzeitsyndrom von ADs,ich informiere mich in diversen Foren usw
Clarissa
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Clarissa »

Hallo, ReneB.

Ich finde das wirklich unterhaltsam, nicht zu anspruchsvoll, aber auch nicht dämlich :D :D :D . "Superhändler" finde ich teils richtig witzig, deren Sprüche :lol: .

Grüßchen von Clarissa.
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Dietrich
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Dietrich »

Hi!
Cool dass man von den Pillen so verblödet dass man dann nur noch Bares für Rares gucken kann :)
Grüße dirk
09/2018 Psychiatrie
DIAGNOSE 1: Somatoforme Funktionsstörung
Quetiapin 100 mg
10/2018 zuhause Versuch Prozac 20 mg
2 Wochen
Beginn zusätzlicher Symptome PSSD
11/2018 Experimente mit NEM auch Joha, nochmal
kurz Quetiapin, dann medifrei

05/2019 Privatklinik für Somatoforme
Funktionsstörung
DIAGNOSE 2: Somatizierung mit Wahnanteilen und
Depression
2.5 mg Abilify 5 Monate wegen
Angst- und Panikattacken , heute weiß
ich; dies war immer noch Prozacentzug

10/2019 Absetzen von Abilify mit totalen Crash
Pssd, DP/DR, Anhedonie, Aphaty,
Herzprobleme, Schlaflosigkeit, Durchfall

12/2019- 03/2020
Uniklinik Mainz/Psychiatrie wegen
Suizidgedanken
Versuche mit Moclo 600 mg,
Lithium 1125 mg, Ketamin 8 Injektionen

DIAGNOSE 3: Schwere Depressionen mit
psychotischen Anteilen

Spätestens jetzt war klar, dass längst nicht mehr meine Grunderkrankung das Problem war; sondern die Medis

seit 04/2020 PP-frei
06/2020 Versuch mit B3 doof gelaufen
07/2020 Verzicht auf weitere NEM-Versuche. Heilung kommt hoffentlich auf natürlichem Weg. Zwischendurch immer mal wieder Fenster und Hoffnung. Seit 11/2020 pensioniert :(

12/2020 nachdem ich 4 Wochen nochmal geraucht hab kompletter Setback mit Symptomverschlimmerung
= absolute Hölle

04/2021 langsame Erholung vom Crash
Bittchen
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Bittchen »

Hallo Dirk,

"verblödet" würde ich nicht sagen, aber die Konzentration kann im Entzug ,auch noch lange nach null, sehr leiden.
Da ist "leichte Kost" heilsam, bedeutet ja Ablenkung.
Auch das wird oft langsam besser und wir können auch geistigen Aufgaben wieder problemlos folgen.
Unsere Fähigkeiten sind nicht weg, sondern nur vergraben und können sich wieder ganz regenerieren.

Beste Grüße
Brigitte
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .
Clarissa
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Dirk.

Deinen Beitrag empfinde ich als sehr herablassend und respektlos.

MfG Clarissa, verblödet
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Straycat
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Straycat »

Hallo,

Ich gucke auch gerne manchmal Bares für Rares ;-) Ist ein bisschen Ersatz für das Stöbern auf Flohmärkten.
Meistens wenn die Schmerzen stärker sind und ich mich körperlich nicht mehr betätigen kann, lenke ich mich auch ganz gerne mit Fernsehen ab - auch vorzugsweise nicht immer mit cineastischen Meisterwerken, wenn dafür die Konzentration ohnehin nicht reicht :roll:

Dirk, bitte respektvoll bleiben! Du kennst unsere Regeln - ein freundliches, höfliches und respektvolles Miteinander ist uns hier wichtig.

Liebe Grüße,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
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stubi
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von stubi »

Hallo,

ich schaue gerade Bares für Rares und mir tut das meistens sehr gut für meine Seele, da ich andere Filme immer weniger vertrage, soviel Gemeinheit, Verbrechen und besonders Tierleid, geht überhaupt nicht mehr und ich bin schön langsam am verzweifeln mit meiner Psyche.
Es scheint immer schlimmer zu werden, mein Leben ist kein Leben mehr, sondern nur noch ein überleben obwohl angesichts der allgemeinen Weltlage, wäre ich für andere, von aussen betrachtet undankbar.
Also so gesehen, haben mich diese Medikamente, wie es Dietrich ausdrückt " verblöden" lassen, doch das ist Absichtssache und so und so harter Tobak.

Liebe Grüße
Renate
[spoil]seit 1990 Psychopharmaka, Fluoxetin, Lyrika, Trimiparmin, Bromazepan, Zopiclon, Lamotrigin, Sertralin. Seit März 2015 abgesetzt.[/spoil]
Elisabeth54
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Elisabeth54 »

Hallo zusammen,

Ich finde „verblöden“ auch extrem hart und respektlos.

Mir geht es wie Renate, ich ertrage das Elend der Welt nicht mehr. Habe gerade einen Bericht im Radio gehört, wo sich die Leute darüber auslassen, dass es so schwierig ist in Urlaub zu fahren wegen der Corona Geschichte. Da hat sich mir Gedanke aufgedrängt, dass ich diese „sorgen“ sehr gerne hätte und liebend gerne mit diesen Menschen tauschen würde.

Und nochmal zum Thema verblöden - ich habe schon immer gerne gelesen auch sehr viel anspruchsvolle Literatur. Mittlerweile lese ich seit vielen Monaten nur noch seichte Literatur.
Hauptsächlich Liebesromane, denn das lenkt mich ab und da ist die Welt in Ordnung und es ist momentan mal wieder meine einzige Freude.

Wenn man den größten Teil des Tages auf dem Sofa verbringt muss man sich meines Erachtens etwas suchen was einen entspannt und hilft den Tag gut zu überstehen.

Fazit: ich gehöre auch zu den Blöden, aber ich stehe dazu.

Liebe Grüße von Elisabeth

PS
Hat zufällig jemand im langzeitentzug auch Essprobleme und Probleme das ohnehin schon wenige Gewicht zu halten. Ich kann mit vielem umgehen, aber das macht mir echt Angst.
Ich bin für alle Tipps dankbar
Juni 2017 Burnout (keine Medikamente)
Oktober 2018 Operation an der Halsschlagader
Danach Angstzustände und Panikattacken
Ende Oktober 2018 Citalopram vom Hausarzt
November 2018 eine Woche Psychatrie
Citalopram abgesetzt und dafür 15mg Mirtazipin
nach 1 Woche entlassen und Mirtazapin reduziert auf 7,5 mg wegen Nebenwirkungen
10.12.18 Mirtazapin komplett abgesetzt auf Empfehlung vom Hausarzt wegen Nebenwirkungen
13.12.18 Total schlechter Zustand - Doxepin 25 mg erhalten (angeblich gut verträglich)
27.12.18 Doxepin reduziert auf 12,5 wegen Herzrasen
09.01.19 8wöchiger Aufenthalt in einer psychosamtischen Klinik
auf Aponal (Doxepin) 10 mg umgestellt.
Nach anfänglichen Krisen hat sich mein Zustand im Laufe des Aufenthalts stabilisiert
28.02.19 Aponal kalt abgesetzt - laut den Klinikärzten kein Problem, ist ja nur eine geringe Dosis.
06.03.19 Entlassung - Zustand katastrophal verschlechtert.
14.03.19 Aponal 10 mg wieder eingenommen.
07.04.19 reduziert auf 9 mg
21.04.19 reduziert auf 8 mg
07.05.19 Umstellung auf Tropfen (5 mg Tablette + 3 mg Tropfen)
10.05.19 Nur noch Tropfen
12.05.19 reduziert auf 7,5 mg
21.05.19 reduziert auf 7,0 mg
31.05.19 reduziert auf 6,5 mg
04.06.19 reduziert auf 6,0 mg
09.06.19 reduziert auf 5,0 mg
15.06.19 reduziert auf 4,0 mg
23.06.19 reduziert auf 3,0 mg große Entzugsprobleme
03.07.19 aufdosiert auf 3,5 mg
17.07.19 Fahrrad-Unfall - Rippen gebrochen und Lungenflügel zusammengefallen
5 Tage Krankenhaus - kleine OP (Schlauch in der Lunge) werde vollgedröhnt mit Schmerzmitteln
Ibuprofen, Novalgin und irgend ein Opiat
29.07.19 reduziert auf 3,0 mg
nehme nur noch Ibuprofen für die Schmerzen (3-4 Stück)
Nach ein paar Tagen geht es mir immer schlechter
06.08.19 aufdosiert auf 3,5 mg - keine Veränderung
08.08.19 aufdosiert auf 4,0 mg - keine Veränderung
9 Wochen Absetzpause zum stabilisieren
10.10.19 reduziert auf 3,75 mg
01.12.19 reduziert auf 3,5 mg
31.12.19 reduziert auf 3,0 mg
27.01.20 reduziert auf 2,5 mg
18.02.20 reduziert auf 2,0 mg
25.03.20 reduziert auf 1,75 mg
15.04.20 reduziert auf 1,5 mg
08.05.20 reduziert auf 1,25 mg
06.06.20 reduziert auf 1,0 mg
23.07.20 reduziert auf 0,5 mg
15.08.20 NULL :party2:


Probleme:
Seit dem Absetzen noch folgende Symptome
Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, keine Kraft, keine Energie und oft antriebslos.
Sport ist immer noch ein Fremdwort.....
Ohrgeräusche, Sehstörungen ist aber schon besser geworden.
Magen und Darmprobleme. Essen nach wie vor schwierig. Ich esse zwar relativ regelmäßig,
Aber meistens ohne Appetit.
Muskelzucken am Hals, Engegefühl in der Brust, starkes Herzklopfen, brennende Nervenschmerzen, Taubheitsgefühl in den Fingern, Verspannungen usw usw

Zusätzliche Medikamente
Betablocker BisoHexal 1,25 mg morgens — ausgeschlichen und seit 14.10.2020 auf NULL

Komplett Medikamentenfrei
Nehme noch einige NEMs um diverse Mangelerscheinungen zu regulieren.
Dietrich
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Dietrich »

Hi!
Also es war eigentlich nicht sooo ernst gemeint. Aber wenn ihr euch verletzt bzw. beleidigt fühlt entschuldige ich mich dafür. Sorry!
Grüße dirk
09/2018 Psychiatrie
DIAGNOSE 1: Somatoforme Funktionsstörung
Quetiapin 100 mg
10/2018 zuhause Versuch Prozac 20 mg
2 Wochen
Beginn zusätzlicher Symptome PSSD
11/2018 Experimente mit NEM auch Joha, nochmal
kurz Quetiapin, dann medifrei

05/2019 Privatklinik für Somatoforme
Funktionsstörung
DIAGNOSE 2: Somatizierung mit Wahnanteilen und
Depression
2.5 mg Abilify 5 Monate wegen
Angst- und Panikattacken , heute weiß
ich; dies war immer noch Prozacentzug

10/2019 Absetzen von Abilify mit totalen Crash
Pssd, DP/DR, Anhedonie, Aphaty,
Herzprobleme, Schlaflosigkeit, Durchfall

12/2019- 03/2020
Uniklinik Mainz/Psychiatrie wegen
Suizidgedanken
Versuche mit Moclo 600 mg,
Lithium 1125 mg, Ketamin 8 Injektionen

DIAGNOSE 3: Schwere Depressionen mit
psychotischen Anteilen

Spätestens jetzt war klar, dass längst nicht mehr meine Grunderkrankung das Problem war; sondern die Medis

seit 04/2020 PP-frei
06/2020 Versuch mit B3 doof gelaufen
07/2020 Verzicht auf weitere NEM-Versuche. Heilung kommt hoffentlich auf natürlichem Weg. Zwischendurch immer mal wieder Fenster und Hoffnung. Seit 11/2020 pensioniert :(

12/2020 nachdem ich 4 Wochen nochmal geraucht hab kompletter Setback mit Symptomverschlimmerung
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Foxly »

Hallo Ihr Lieben,

finde es auch wichtig, darauf hinzuweisen, dass NEM im/nach dem Entzug schlecht vertragen werden; z.T. auch die, bei denen ein nachgewiesener Mangel besteht.

Ich kann die Erfahrungen von Renes Mom bestätigen.

Ich hatte meine MS VOR dem Entzug dank Tests und darauf aufbauender NEM-Gaben gut im Griff (ja, Josh, u.a. auch D3 und ja, auch ich habe ich umfänglich belesen in diesem Bereich!).

Jetzt, mittlerweile 21 Monate nach Null, vertrage ich so gut wie gar nichts mehr von den z.T. notwendigen NEM. Ich kann nur vorsichtig alle paar Monate mit großem Abstand wieder antesten. Das meiste bleibt derzeit noch ein Wagnis.

Nichts ist allgemeingültig und lässt sich absolut setzen. Also bitte vorsichtig sein, Leute!

Alles Liebe
Gabs
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(Aus „Sag den Wölfen ich bin zuhause“ von Carol Rifka Brunt)
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von pina »

Hallo liebe Elisabeth,

ich kann das gut nach vollziehen. Wünsche Dir viel Kraft
und baldige Besserung.

LG
Pina
08.06.2021 35 Monate auf Null

Aktuell:

Nicht Symptomfrei, aber auf einem guten Weg.
Fenster und Wellen wechsel sich wieder ab. Das bedeutet die Fenster werden wieder länger, von ein paar Stunden hinauf zu ein paar Tagen und nun ein paar Wochen und das nach dem ich Monate lang von einer Welle in eine andere gerutscht bin (vom 8.Monate nach Null bis ca. 27/28 Monate nach Null - Dauerleiden)

Von 120mg auf 0 mg CYMBAL*TA:

0 - 0 - 0 seit dem 08.07.2018

1 - 0 - 0 = 0,11 mg seit 21.05.2018
2 - 0 - 0 = 0,22 mg seit 01.05.2018
3 - 0 - 0 = 0,33 mg seit 09.04.2018
3 - 1 - 0 = 0,45 mg seit 04.03.2018
3 - 2 - 0 = 0,56mg seit 30.01.2018
3 - 3 - 0 = 0,6666mg seit 29.12.2017
4 - 3 - 0 = 0,777mg seit 18.09.2017
4 - 4 - 0 = 0,8888 mg seit 02.09.2017
5 - 5 - 0 = 1,1 mg seit 13.08.2017
6- 6- 0 = 1,3 mg 08.08.17
7- 7-0 = 1,5 mg 25.07.2017
8- 8- 0 = 1,7777... mg seit 08.07.2017
9 - 9- 0 = 2 mg seit 01.07.17
10 - 10 - 0 seit 04.06.2017 = 2,22 mg
13 - 13 - 0 Kügelchen = 2,89 mg seit 30.04.2017
Es geht weiter - diesmal wieder normal und kein MT
Von 21 - 21 - 0 bin ich auf 17 - 17 - 0 Kügelchen = 3,78 mg seit 06.03.2017
von 25 auf 2x 21 Kügelchen, das entspricht 2,3 mg - 2,3 mg = 4,6mg aktuell seit November...
27.10.2016 25 Kügelchen - 25 Kügelchen -0
3,3mg - 3,3mg - 0 seit 27.07.2016 (30 Kügelchen -30Kügelchen - 0)
4,5 mg - 4,5 mg - 0 seit 04.06.2016 genaue Dosis Berechnung ab dem 30.06.2016( 41 Kügelchen - 41 Kügelchen -0)
---------- Werte nicht genau, da Kapsel immer mitberechnet wurde:
8,01mg - 8,01 mg - 0 seit 30.06.2016
8,91 mg - 8,91mg - 0 seit 04.06.2016
9,91 mg - 9,91 mg - 0 seit 02.05.2016
11,6638mg - 11,6638mg - 0 seit 09.04.2016
13,867mg - 13,867mg - 0 seit 05.03.2016
17,35mg - 17, 35 mg - 0 mg seit 15.01.2016
18,86mg - 18,86 mg - 0 seit 19.09.2015
20,5 mg - 20,5 mg seit 14.08.2015
22,32 mg - 22,32 mg 24.07.2015
24mg - 24mg- 0 19.06.15
27mg - 27 mg - 0 24.05.2015
12.11. 2014 bis 23.05.2015 erhöht auf 30mg - 30mg - 0
13,68 mg - 13,68mg - 0 seit 04.11.2014
15,2 mg - 15,2mg - 0 seit 11.10.2014
18, 05mg - 18, 05mg- 0 seit 11.09.2014
19,22mg - 19,22mg - 0 seit 30.08.2014
25, 7mg - 25, 7 mg - 0 seit 14.08.2014
30mg - 30mg - 21.05.2014
4,45gn - 4,45gn - 0 gn seit 29.04.2014
4,98gn - 4, 98 gn - O seit 09.02.2014
5, 24gn - 5, 24 gn-O seit 28.12.2013
4, 82gn - 4, 82gn - 0 seit 26.12. 2013
5.24 gn - 5.24gn - 0 seit 01.12.2013 (ab hier mit Waage)

52 - 52 - 0 Cymbalta seit 01.11.2013
54 - 54 - 0 Cymbalta seit 29.09.2013
60 - 60 - 0 Cymbalta seit Juli 2011

Sommer 2011 schwere depressive Episode
Svenja
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Svenja »

Hallo Elisabeth,

auch ich habe in den letzten Wochen Gewicht verloren und bin sehr dünn geworden. Eine Bekannte hat mir Schafgarbentee empfohlen. Er wirkt appetitanregend, blutbildend, blutreinigend und soll auch bei Frauenleiden (starke Menstruation, Wechseljahresbeschwerden...) helfen.

Ich trinke diesen Tee momentan täglich und er tut mir sehr gut. Ich habe richtig Appetit, ich fühle mich wohl und habe auch schon leicht zugenommen.

Vielleicht ist das ja auch was für dich.

Liebe Grüße Svenja
1998 erste Depression - Tiefenpsychologische Therapie - keine Medikamente
1999 geheiratet, Geburt der Kinder: 2000 und 2002
2005 mittelschwere Depression - Mirtazapin und Venlaflaxin
2006 Depression - Verhaltenstherapie - Mirtazapin und Duloxetin
Im weiteren Verlauf Mirtazapin abgesetzt. Duloxetin 30 mg - etliche Absetzversuche gescheitert- erneute Depression wenn nicht schnell genug wieder eindosiert
2013 Lamotrigin soll Duloxetin ersetzen - funktioniert nicht - Lamotrigin wieder abgesetzt
2017: MBSR-Kurs, seitdem tägliche Meditation

bis 02.10.2019: 30 mg Duloxetin
ab 03.10.2019: 27 mg - keine Symptome
ab 24.11.2019: 24,3 mg - nach ca. 3 Wochen Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafprobleme, hält ca. 2 Wochen an
ab 24.01.2020: 23,1 mg - nach 2 Wochen sehr gereizt, schlechte Laune, übersteigertes Schmerzempfinden, hält den ganzen Februar an
ab 30.05.2020: 22,0 mg - 4. bis 6. Woche: Schlafprobleme, kein Appetit, innere Unruhe, Angst
ab 25.08.2020: 21,4 mg - so gut wie keine Absetzsymptome
ab 23.09.2020: 20,7 mg
ab 20.11.2020: 20,0 mg - 4. Woche: 2 Nächte Schlafprobleme
ab 01.01.2021: 19,3 mg
ab 12.02.2021: 18,6 mg - ab der 4. Woche Konzentrationsstörungen, ab der 5. Woche erhebliche Schlafprobleme, Gewichtsverlust, nach der 9. Woche allmählich besser
ab 01.06.2021: 18,1 mg - 4./5. Woche depressive Verstimmung, ab 6. Woche wieder ok
Elisabeth54
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Elisabeth54 »

Hallo Pina und Svenja,

Vielen Dank für eure Nachrichten.

Das mit dem schafgarbentee werde ich mal ausprobieren.
Ich habe jetzt auch wieder Magen und Bauchschmerzen und kräftemässig bin ich echt am Ende. Ich stehe morgens auf und könnte mich schon gleich wieder aufs Sofa legen.
Ich schaffe es nicht mal mehr rauszugehen.

Was für ein tolles Leben.....

Liebe Grüße von Elisabeth
Juni 2017 Burnout (keine Medikamente)
Oktober 2018 Operation an der Halsschlagader
Danach Angstzustände und Panikattacken
Ende Oktober 2018 Citalopram vom Hausarzt
November 2018 eine Woche Psychatrie
Citalopram abgesetzt und dafür 15mg Mirtazipin
nach 1 Woche entlassen und Mirtazapin reduziert auf 7,5 mg wegen Nebenwirkungen
10.12.18 Mirtazapin komplett abgesetzt auf Empfehlung vom Hausarzt wegen Nebenwirkungen
13.12.18 Total schlechter Zustand - Doxepin 25 mg erhalten (angeblich gut verträglich)
27.12.18 Doxepin reduziert auf 12,5 wegen Herzrasen
09.01.19 8wöchiger Aufenthalt in einer psychosamtischen Klinik
auf Aponal (Doxepin) 10 mg umgestellt.
Nach anfänglichen Krisen hat sich mein Zustand im Laufe des Aufenthalts stabilisiert
28.02.19 Aponal kalt abgesetzt - laut den Klinikärzten kein Problem, ist ja nur eine geringe Dosis.
06.03.19 Entlassung - Zustand katastrophal verschlechtert.
14.03.19 Aponal 10 mg wieder eingenommen.
07.04.19 reduziert auf 9 mg
21.04.19 reduziert auf 8 mg
07.05.19 Umstellung auf Tropfen (5 mg Tablette + 3 mg Tropfen)
10.05.19 Nur noch Tropfen
12.05.19 reduziert auf 7,5 mg
21.05.19 reduziert auf 7,0 mg
31.05.19 reduziert auf 6,5 mg
04.06.19 reduziert auf 6,0 mg
09.06.19 reduziert auf 5,0 mg
15.06.19 reduziert auf 4,0 mg
23.06.19 reduziert auf 3,0 mg große Entzugsprobleme
03.07.19 aufdosiert auf 3,5 mg
17.07.19 Fahrrad-Unfall - Rippen gebrochen und Lungenflügel zusammengefallen
5 Tage Krankenhaus - kleine OP (Schlauch in der Lunge) werde vollgedröhnt mit Schmerzmitteln
Ibuprofen, Novalgin und irgend ein Opiat
29.07.19 reduziert auf 3,0 mg
nehme nur noch Ibuprofen für die Schmerzen (3-4 Stück)
Nach ein paar Tagen geht es mir immer schlechter
06.08.19 aufdosiert auf 3,5 mg - keine Veränderung
08.08.19 aufdosiert auf 4,0 mg - keine Veränderung
9 Wochen Absetzpause zum stabilisieren
10.10.19 reduziert auf 3,75 mg
01.12.19 reduziert auf 3,5 mg
31.12.19 reduziert auf 3,0 mg
27.01.20 reduziert auf 2,5 mg
18.02.20 reduziert auf 2,0 mg
25.03.20 reduziert auf 1,75 mg
15.04.20 reduziert auf 1,5 mg
08.05.20 reduziert auf 1,25 mg
06.06.20 reduziert auf 1,0 mg
23.07.20 reduziert auf 0,5 mg
15.08.20 NULL :party2:


Probleme:
Seit dem Absetzen noch folgende Symptome
Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, keine Kraft, keine Energie und oft antriebslos.
Sport ist immer noch ein Fremdwort.....
Ohrgeräusche, Sehstörungen ist aber schon besser geworden.
Magen und Darmprobleme. Essen nach wie vor schwierig. Ich esse zwar relativ regelmäßig,
Aber meistens ohne Appetit.
Muskelzucken am Hals, Engegefühl in der Brust, starkes Herzklopfen, brennende Nervenschmerzen, Taubheitsgefühl in den Fingern, Verspannungen usw usw

Zusätzliche Medikamente
Betablocker BisoHexal 1,25 mg morgens — ausgeschlichen und seit 14.10.2020 auf NULL

Komplett Medikamentenfrei
Nehme noch einige NEMs um diverse Mangelerscheinungen zu regulieren.
Elisabeth54
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Elisabeth54 »

Hallo zusammen,

Habe mal eine Frage.
Ich versuche mit dem Rauchen aufzuhören und schaffe es einfach nicht.

Ich rauche seit fast 50 Jahren. Mit einigen Unterbrechungen und mal mehr oder weniger stark.
Momentan ca. 15 Stück. Einige meiner Freunde meinen dass es mir bestimmt besser gehen würde wenn ich endlich damit aufhöre. Aber es stresst mich.

Klar habe ich Angst Krebs, Schlaganfall etc. Zu bekommen und trotzdem schaffe ich es nicht.

Nach meiner Halsschlagader Operation habe ich über 6 Wochen aufgehört, aber da es mir danach so schlecht ging mit Angst, Panik und Depressionen habe ich wieder angefangen zu Rauchen. Und meine AD Karriere hat fast zeitgleich stattgefunden.

Gibt es da einen Zusammenhang? Weiß das zufällig jemand? Oder hat jemand Erfahrung mit dem Rauchstopp im Entzug bzw. Langzeitentzug?

Ich befinde mich jetzt schon längere Zeit in dieser miesen Welle und möchte endlich mal wieder ein bisschen Luft holen.

Danke für eure Unterstützung

Liebe Grüße von Elisabeth

PS
Ich suche keine Rechtfertigung für diese üble Sucht. Weiß nur nicht ob ich den richtigen Zeitpunkt zum aufhören gewählt habe.
Juni 2017 Burnout (keine Medikamente)
Oktober 2018 Operation an der Halsschlagader
Danach Angstzustände und Panikattacken
Ende Oktober 2018 Citalopram vom Hausarzt
November 2018 eine Woche Psychatrie
Citalopram abgesetzt und dafür 15mg Mirtazipin
nach 1 Woche entlassen und Mirtazapin reduziert auf 7,5 mg wegen Nebenwirkungen
10.12.18 Mirtazapin komplett abgesetzt auf Empfehlung vom Hausarzt wegen Nebenwirkungen
13.12.18 Total schlechter Zustand - Doxepin 25 mg erhalten (angeblich gut verträglich)
27.12.18 Doxepin reduziert auf 12,5 wegen Herzrasen
09.01.19 8wöchiger Aufenthalt in einer psychosamtischen Klinik
auf Aponal (Doxepin) 10 mg umgestellt.
Nach anfänglichen Krisen hat sich mein Zustand im Laufe des Aufenthalts stabilisiert
28.02.19 Aponal kalt abgesetzt - laut den Klinikärzten kein Problem, ist ja nur eine geringe Dosis.
06.03.19 Entlassung - Zustand katastrophal verschlechtert.
14.03.19 Aponal 10 mg wieder eingenommen.
07.04.19 reduziert auf 9 mg
21.04.19 reduziert auf 8 mg
07.05.19 Umstellung auf Tropfen (5 mg Tablette + 3 mg Tropfen)
10.05.19 Nur noch Tropfen
12.05.19 reduziert auf 7,5 mg
21.05.19 reduziert auf 7,0 mg
31.05.19 reduziert auf 6,5 mg
04.06.19 reduziert auf 6,0 mg
09.06.19 reduziert auf 5,0 mg
15.06.19 reduziert auf 4,0 mg
23.06.19 reduziert auf 3,0 mg große Entzugsprobleme
03.07.19 aufdosiert auf 3,5 mg
17.07.19 Fahrrad-Unfall - Rippen gebrochen und Lungenflügel zusammengefallen
5 Tage Krankenhaus - kleine OP (Schlauch in der Lunge) werde vollgedröhnt mit Schmerzmitteln
Ibuprofen, Novalgin und irgend ein Opiat
29.07.19 reduziert auf 3,0 mg
nehme nur noch Ibuprofen für die Schmerzen (3-4 Stück)
Nach ein paar Tagen geht es mir immer schlechter
06.08.19 aufdosiert auf 3,5 mg - keine Veränderung
08.08.19 aufdosiert auf 4,0 mg - keine Veränderung
9 Wochen Absetzpause zum stabilisieren
10.10.19 reduziert auf 3,75 mg
01.12.19 reduziert auf 3,5 mg
31.12.19 reduziert auf 3,0 mg
27.01.20 reduziert auf 2,5 mg
18.02.20 reduziert auf 2,0 mg
25.03.20 reduziert auf 1,75 mg
15.04.20 reduziert auf 1,5 mg
08.05.20 reduziert auf 1,25 mg
06.06.20 reduziert auf 1,0 mg
23.07.20 reduziert auf 0,5 mg
15.08.20 NULL :party2:


Probleme:
Seit dem Absetzen noch folgende Symptome
Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, keine Kraft, keine Energie und oft antriebslos.
Sport ist immer noch ein Fremdwort.....
Ohrgeräusche, Sehstörungen ist aber schon besser geworden.
Magen und Darmprobleme. Essen nach wie vor schwierig. Ich esse zwar relativ regelmäßig,
Aber meistens ohne Appetit.
Muskelzucken am Hals, Engegefühl in der Brust, starkes Herzklopfen, brennende Nervenschmerzen, Taubheitsgefühl in den Fingern, Verspannungen usw usw

Zusätzliche Medikamente
Betablocker BisoHexal 1,25 mg morgens — ausgeschlichen und seit 14.10.2020 auf NULL

Komplett Medikamentenfrei
Nehme noch einige NEMs um diverse Mangelerscheinungen zu regulieren.
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von stubi »

Hallo liebe Elisabeth,

also ich habe im Februar 2013 das Rauchen aufgehört und ich bin unheimlich froh Nichtraucherin zu sein.

Wenn du dich gerade in einer Welle befindest, würde ich noch warten mit dem Rauchstopp. Ich habe ja für mich die Entscheidung getroffen, von heut auf morgen aufzuhören und habe bis heute ohne Rückfall durchgehalten obwohl mein Mann raucht.

Notiere dir am besten das für und wieder des Rauchens auf ein Blatt Papier und wie stark dein Wille ist, dies alles durchzuziehen. Vielleicht würde dir ja für den Anfang ein Nikotinpflaster helfen um körperlich damit fertig zu werden, denn das Ritual des Rauchens spielt ja auch eine sehr große Rolle und braucht einen Ersatz oder und muss verlernt werden.

Ich meine damit z.B. du bekommst einen Anruf und dann greifst du zur Zigarette, ober nach der Tasse Kaffee am Morgen, da greifen auch viele zu Zigarette um sich noch einen Kick zugeben. Da musst du dir schon ein hohes Ziel setzen um diese Gewohnheit zu umgehen.

Das Nikotinpflaster bewahrt dich vor einen körperlichen Entzug und erst wenn du deine Gewohnheiten in Griff hast, kannst du schön langsam das andere angehen.
Das wäre meine Ansicht vom Raucherstopp und es werden sicher noch andere Tipps für dich haben.

Alles Gute und liebe Grüße
Renate
[spoil]seit 1990 Psychopharmaka, Fluoxetin, Lyrika, Trimiparmin, Bromazepan, Zopiclon, Lamotrigin, Sertralin. Seit März 2015 abgesetzt.[/spoil]
stubi
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von stubi »

Hallo liebe Elisabeth,

Noch einen Nachtrag, ich hatte damals noch einen Abreißkalender von der Krankenkasse (ich glaube AOK) 365 Tage mit vielen unterstützenden Tipps und Motivationen zur Raucherentwöhnung der mir sehr geholfen und mich unterstützt hat.
Auch habe ich mir Poster aufgehängt, wie z.B. " Du schaffst das," oder "Du bist stark und unabhängig, lass nicht zu, dass Drogen dein Leben bestimmen".

Elisabeth, du kennst dich und deine Stärke am besten, also wecke sie auf und handle danach! Es ist nicht leicht, doch dein Wille kann dir den Weg zum Erfolg aufzeigen, so war es zumindest bei mir.

Die besten Wünsche
Renate
[spoil]seit 1990 Psychopharmaka, Fluoxetin, Lyrika, Trimiparmin, Bromazepan, Zopiclon, Lamotrigin, Sertralin. Seit März 2015 abgesetzt.[/spoil]
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