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Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Josh
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Josh »

LenaLena hat geschrieben: 18.06.2021 19:11 Liebe Ana,
danke fürs Ermutigen :) Das habe ich auch so verstanden und im Grunde ermutigt es mich auch, dass es dir zB nach starken Wellen besser geht und dass Mole jetzt so viele Fenster hat. Aber man denkt sich halt doch irgendwann: Jetzt sind so viele Jahre um.... werde ich auch mal drankommen?

Und ja, was Anerkanntes zu haben würde schon sehr helfen. Allerdings wird einem bei vielen anerkannten Dingen ja direkt gesagt, dass es unheilbar ist. Diese Prägung möchte ich nicht auf mich nehmen, das setzt sich nämlich im Gehirn fest.

Darf ich fragen, was du mit "Muskelkater" meinst? Denn du hast ja sicher nichts gemacht, wovon du Muskelkater hast. Meinst du dieses Gefühl, als wären die Muskeln die gesamte Zeit verkrampft und würden nie loslassen? Als müsste man sie ständig dehnen, aber das tut weh? So hab ich das nämlich. Ich fühle mich oft schon richtig spastisch.
Ana19 hat geschrieben: 15.06.2021 22:51 Weißt du oft in den harten Wellen ist das Gefühl der Hoffnungslosigkeit ein zusätzliches Symptom.
Ich konnte zb nie unterscheiden, denke ich das oder ist das fake?!

Im dritten Jahr als die Höllen Welle war dachte ich genau das selbe, ich dachte es wird was schlimmes Geschehen! Ich malte mir solche Geschichten im Kopf aus, alles zwanghaft. Und als die Besserung kam waren diese Gedanken weg :)
Total! So ist das bei mir auch. Wenn ich nur eine Stunde ein Fenster habe, bin ich praktisch ein anderer Mensch. Das ist richtig beängstigend, zu sehen, was die Wellen mit einem machen!

Liebe Brigitte,
danke von Herzen für deine warmen Worte :hug:

Liebe Luisa, lieber Josh,
es tut mir leid, dass ihr trotz nicht zu schnellem Absetzen auch immer noch drinhängt. Aber ja, das kann passieren. Das Zeug ist einfach Mist. Manche vertragen es und nehmen keinen Schaden, und andere eben schon, egal was sie machen. Und so was ist am Markt, ganz legal.... obwohl für manche so ein Risiko besteht.
Mich freut es aber trotzdem zu hören, wenn Leute wie ihr wenigstens eure Ärzte zum Umdenken bringt - super, Luisa!
Ich habe es gar nicht mehr versucht, da ich es wie Josh halte - die können mir gestohlen bleiben, da sie sowieso bei den meisten Problemen nichts machen können. Nicht nur bei uns.

Josh, geht es deiner Frau jetzt nach 0 besser als dir, weil sie langsamer abgesetzt hat am Ende? Das muss ja nicht sein, aber ziemlich oft ist es doch so.


Ich muss jetzt noch etwas hinzufūgen sind ja bereits im september und ich merke eine verànderung ihr , sie gerade in einer welle und hat probleme mit denken und regt sich ûber alles auf , hat angst vor krankheit obwohl die richtigen blutwerte fast perfekt sind . Dieses kenne ich von mir selbt sich úber alles aufzuregen , hat sich zum glúck gebessert und ich bin ruhiger geworden ,
Lg
Josh


Ich habe übrigens neulich von einer protrahierten Frau gehört, die gerade ziemlich rasch heilt - wenn ihrs lesen wollt, in meinem neuen Post in meinem Thread ganz unten als P.S.!

Lena
h
Dezember 2014 Operation Leistenbruch!
Bis dahin 3 x Woche Sport über 30 Jahre!
Schwimmen 40 Bahnen a 25 m Graulen ohne Probleme und anschließend ganz normal weiter gelebt, Einkaufen oder Freunde getroffen!

Nach OP Depression, Ängste, Panikattacken , idiotische gedanken!
keiner geholfen nur antidepresiva im oktober
2015 angefangen ( escitalopram 1 -20 tropfen)
früher immer mal down , job verlust , stress , umzug und
soweiter ! mit johannneskraut und homöopathie behandelt! hat im allgemeinen 20 jahre geklappt!
dann Op und ab da kein Menschen mehr wie früher!
nehme
MG
OPC ca 200 reines
Vitamin C 1000 mg
Omega3 2g
D3 mit K2
Multivitaminpräparat mit Mineralstoffen
B Komplex
Selen
Astaxanthin

Da OP Unmengen an B12 und anderen B Vitaminen verbraucht
außerdem Magnesium und Glutamin

Angefangen Oktober 2015 ( 1-20 Tropfen)
Abgesetzt ab
Januar 2017
Und hier die letzten Schritte
2,3 mg am 11 .Februar 2019
2 mg am 20. Februar 2019
1 mg am 20. März 2019
0.5 mg am 30.April 2019
0,25 mg 3.Juni 2019
0 28. Juni 2019
seit dem immer wieder mit Absetzsynthome
Sehprobleme bei Stress oder Anstrengung
Muskeln zucken nur noch ganz leicht
Erschöpftung
Denken ist Stress
Antriebslosigkeit ab und an
Tinnitus
Früh geht gar nix
Hände schälen sich bei Stress

Seit 28.06.2021 2 Jahre auf Null :party2:
Mole25
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Mole25 »

Hallo alle Langzeitbetroffene, lieber Josh,

vor 4 Jahren war ich auf Null. Ich habe auch Geschichten im Internet von Langzeitbetroffenen gelesen, die 6-7 Jahre gebraucht haben.

Wichtig ist, niemals aufzugeben. Ich erlebe jetzt - nach 4 Jahren - 99% Windows. Ich lebe wieder normal (siehe Erfolgsgeschichten).

Ich akzeptiere diese komischen Gedanken - das Gehirn errinert sich leider an negativen Reaktionen (Überreaktionen - Geräusche, Brain Zaps beim Stress) auch wenn man nur einfache Sachen macht - wie z.B beim Kochen oder wenn man den Nachbar sieht.

Aber sie verschwinden mit der Zeit.

Wie ein Puzzle - bald ist der Puzzle (Brain Reconstruction) komplett. Das Leben macht wieder Spaß.

Auch beim "Wellen" - Übelkeit, Zaps, Schwindel, Kopfschmerzen (ein Messer im Gehirn) etc. habe ich immer versucht, halbwegs "normal" zu leben.
Wie Claire Weekes geschrieben hat: Aufstehen - weg von der Couch!! Ein Leben mit 100% Windows kommt!!!

LG Mole
:whistle: :whistle: Nov/ Dez 2016 Panikattacken
11.2016 - 12.2017 15,00 mg Citalopram
Starke Nebenwirkungen: Halluzination, Durchfall, mehr Unruhe
Langsames Absetzen Citalopram.
Psychologin will mich nicht weiter behandeln
Feb 2017: 10,00 mg Citalopram
Anfang März 2017: 9,00 mg Citalopram
Ende März 2017: 8,00 mg Citalopram / Starke Entzugssymptome, aber 4 Tage ohne Beschwerden
01.04.2017: 7,50 mg Citalopram / weiterhin starke Entzugssymptome
30.04.2017: 7,00 mg Citalopram / weiterhin teilweise starke Entzugssysmptome
inkl. Nackenschmerzen / Herzstechen
20.06.17: 3,50 mg Citalopram
01.07.17 3,00 mg Citalopram
05.07.17 2,50 mg Citalopram
14.07.17 2,00 mg Citalopram
03.09.17 0 Citalopram / diverse Entzugssymptome manchmal sehr stark
Seit 01.06.18 Omega Öl 6000 mg + Vitamin Bs
Seit ungefähr Jan 18 CBD Öl - beruhigt
Seit 12.02.18 Black Seed Oil / Cumin - beruhigt
Seit 20.02.18 Chlorella - Dr. Klinghardt
Seit 24.02.18 ausgeprägtes Brain movement, Schmerzen - kann mich kaum
konzentrieren. Autofahrten verursachen noch mehr Schmerzen
26.02.18 Brain Zaps und Schmerzen nicht zu ertragen
Seit 26.02.18 kein Chlorella mehr - Verdacht auf verschlimmerte Symptome
Seit 06.18 Omega Öl mit Mega DHA - positive Erfahrung
Seit 07.18 Rhodiola Rosea - effektiv bei der Reduzierung von Cortisol
Seit einer Woche zum ersten Mal:
Kein Cortisol-Unruhe beim Aufwachen, Keine Übelkeit morgens, und ab und zu mal kurze
:roll: Windows
Bittchen
Beiträge: 2674
Registriert: 24.11.2017 09:35
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Danksagung erhalten: 312 Mal

Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Bittchen »

Liebe Mole,

Das hätte ich so auch schreiben können und kann das nur bestätigen.

Weiterhin eine Gute Zeit.
Liebe Grüße
Brigitte
► Text zeigen
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .
Jara2302
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Jara2302 »

Hey,
Liebe Mole,

Ich freue mich so sehr für dich, dass es dir wieder gut geht ❤️

Bei 6-7 Jahren wird mir ganz schlecht. 😲


Viel Kraft und alles Liebe für alle,
Jara
2012-2015 Fluoxetin 20mg (aufgr. Magersucht)
2015 kalter Entzug Fluoxetin -> bettlägerig -> eindosiert 20 mg
2015-2019 Fluoxetin 20mg (ohne NW)
Sep. 2019 10 mg Fluoxetin
Okt. 2019 5 mg Fluoxetin
Nov. 2019 2,5 mg Fluoxetin
30.12.19 0 mg Fluoextin
-> erneut und relativ schnell absetzen müssen


23. - 25.5.20 2mg Amitriptylin (aufgr. Chr. schmerzen) - extrem schwere Unverträglichkeitsreaktion - sofort abgesetzt.
Seitdem Hölle!

8. u. 9.7.20 Quetiapin 50 mg (sediert zu stark, am zweiten Tag vermehrt Unruhe, Herzrasen)

Seitdem auf 0 mg !
Mole25
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Mole25 »

Hi Jara und Bittchen,

wie bereits erwähnt, die Heilung kommt!! Das Gehirn muss wieder selbstständig arbeiten. Serotin her!

Jeden Tag in der Sonne sitzen.

Sehr gut ist wenn der Tag eine gewisse Struktur/Routine hat. Freu dich auf das Mittagsessen, oder Kaffee und Kuchen nachmittags.

Es kostet Kraft (und Brain Zaps und Unruhe), etwas Neues anzufangen. Ich konnte nicht die Wohnung verlassen, ohne Brain Zaps. Alles war mit Angst und Unruhe verbunden.

Und jetzt?

Ich lese, gehe Tanzen und male. Das Leben ist wieder normal. Whooopeeee!! Die Sonne ist wieder in meinem Leben.

Die Sonne kommt auch zu euch!!!!

LG Mole
:whistle: :whistle: Nov/ Dez 2016 Panikattacken
11.2016 - 12.2017 15,00 mg Citalopram
Starke Nebenwirkungen: Halluzination, Durchfall, mehr Unruhe
Langsames Absetzen Citalopram.
Psychologin will mich nicht weiter behandeln
Feb 2017: 10,00 mg Citalopram
Anfang März 2017: 9,00 mg Citalopram
Ende März 2017: 8,00 mg Citalopram / Starke Entzugssymptome, aber 4 Tage ohne Beschwerden
01.04.2017: 7,50 mg Citalopram / weiterhin starke Entzugssymptome
30.04.2017: 7,00 mg Citalopram / weiterhin teilweise starke Entzugssysmptome
inkl. Nackenschmerzen / Herzstechen
20.06.17: 3,50 mg Citalopram
01.07.17 3,00 mg Citalopram
05.07.17 2,50 mg Citalopram
14.07.17 2,00 mg Citalopram
03.09.17 0 Citalopram / diverse Entzugssymptome manchmal sehr stark
Seit 01.06.18 Omega Öl 6000 mg + Vitamin Bs
Seit ungefähr Jan 18 CBD Öl - beruhigt
Seit 12.02.18 Black Seed Oil / Cumin - beruhigt
Seit 20.02.18 Chlorella - Dr. Klinghardt
Seit 24.02.18 ausgeprägtes Brain movement, Schmerzen - kann mich kaum
konzentrieren. Autofahrten verursachen noch mehr Schmerzen
26.02.18 Brain Zaps und Schmerzen nicht zu ertragen
Seit 26.02.18 kein Chlorella mehr - Verdacht auf verschlimmerte Symptome
Seit 06.18 Omega Öl mit Mega DHA - positive Erfahrung
Seit 07.18 Rhodiola Rosea - effektiv bei der Reduzierung von Cortisol
Seit einer Woche zum ersten Mal:
Kein Cortisol-Unruhe beim Aufwachen, Keine Übelkeit morgens, und ab und zu mal kurze
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