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Alles hat ein Ende - auch das ADFD.

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Momentan befindet sich das Forum in einer Übergangsphase, um den derzeit Aktiven Gelegenheit zu geben, Alternativen zu organisieren. Wenn solche Alternativen geschaffen worden sind, werden wir hier zu dem oder den neuen Orten, verweisen.

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Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Josh
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Josh »

LenaLena hat geschrieben: 18.06.2021 19:11 Liebe Ana,
danke fürs Ermutigen :) Das habe ich auch so verstanden und im Grunde ermutigt es mich auch, dass es dir zB nach starken Wellen besser geht und dass Mole jetzt so viele Fenster hat. Aber man denkt sich halt doch irgendwann: Jetzt sind so viele Jahre um.... werde ich auch mal drankommen?

Und ja, was Anerkanntes zu haben würde schon sehr helfen. Allerdings wird einem bei vielen anerkannten Dingen ja direkt gesagt, dass es unheilbar ist. Diese Prägung möchte ich nicht auf mich nehmen, das setzt sich nämlich im Gehirn fest.

Darf ich fragen, was du mit "Muskelkater" meinst? Denn du hast ja sicher nichts gemacht, wovon du Muskelkater hast. Meinst du dieses Gefühl, als wären die Muskeln die gesamte Zeit verkrampft und würden nie loslassen? Als müsste man sie ständig dehnen, aber das tut weh? So hab ich das nämlich. Ich fühle mich oft schon richtig spastisch.
Ana19 hat geschrieben: 15.06.2021 22:51 Weißt du oft in den harten Wellen ist das Gefühl der Hoffnungslosigkeit ein zusätzliches Symptom.
Ich konnte zb nie unterscheiden, denke ich das oder ist das fake?!

Im dritten Jahr als die Höllen Welle war dachte ich genau das selbe, ich dachte es wird was schlimmes Geschehen! Ich malte mir solche Geschichten im Kopf aus, alles zwanghaft. Und als die Besserung kam waren diese Gedanken weg :)
Total! So ist das bei mir auch. Wenn ich nur eine Stunde ein Fenster habe, bin ich praktisch ein anderer Mensch. Das ist richtig beängstigend, zu sehen, was die Wellen mit einem machen!

Liebe Brigitte,
danke von Herzen für deine warmen Worte :hug:

Liebe Luisa, lieber Josh,
es tut mir leid, dass ihr trotz nicht zu schnellem Absetzen auch immer noch drinhängt. Aber ja, das kann passieren. Das Zeug ist einfach Mist. Manche vertragen es und nehmen keinen Schaden, und andere eben schon, egal was sie machen. Und so was ist am Markt, ganz legal.... obwohl für manche so ein Risiko besteht.
Mich freut es aber trotzdem zu hören, wenn Leute wie ihr wenigstens eure Ärzte zum Umdenken bringt - super, Luisa!
Ich habe es gar nicht mehr versucht, da ich es wie Josh halte - die können mir gestohlen bleiben, da sie sowieso bei den meisten Problemen nichts machen können. Nicht nur bei uns.

Josh, geht es deiner Frau jetzt nach 0 besser als dir, weil sie langsamer abgesetzt hat am Ende? Das muss ja nicht sein, aber ziemlich oft ist es doch so.


Ich muss jetzt noch etwas hinzufūgen sind ja bereits im september und ich merke eine verànderung ihr , sie gerade in einer welle und hat probleme mit denken und regt sich ûber alles auf , hat angst vor krankheit obwohl die richtigen blutwerte fast perfekt sind . Dieses kenne ich von mir selbt sich úber alles aufzuregen , hat sich zum glúck gebessert und ich bin ruhiger geworden ,
Lg
Josh


Ich habe übrigens neulich von einer protrahierten Frau gehört, die gerade ziemlich rasch heilt - wenn ihrs lesen wollt, in meinem neuen Post in meinem Thread ganz unten als P.S.!

Lena
h
Dezember 2014 Operation Leistenbruch!
Bis dahin 3 x Woche Sport über 30 Jahre!
Schwimmen 40 Bahnen a 25 m Graulen ohne Probleme und anschließend ganz normal weiter gelebt, Einkaufen oder Freunde getroffen!

Nach OP Depression, Ängste, Panikattacken , idiotische gedanken!
keiner geholfen nur antidepresiva im oktober
2015 angefangen ( escitalopram 1 -20 tropfen)
früher immer mal down , job verlust , stress , umzug und
soweiter ! mit johannneskraut und homöopathie behandelt! hat im allgemeinen 20 jahre geklappt!
dann Op und ab da kein Menschen mehr wie früher!
nehme
MG
OPC ca 200 reines
Vitamin C 1000 mg
Omega3 2g
D3 mit K2
Multivitaminpräparat mit Mineralstoffen
B Komplex
Selen
Astaxanthin

Da OP Unmengen an B12 und anderen B Vitaminen verbraucht
außerdem Magnesium und Glutamin

Angefangen Oktober 2015 ( 1-20 Tropfen)
Abgesetzt ab
Januar 2017
Und hier die letzten Schritte
2,3 mg am 11 .Februar 2019
2 mg am 20. Februar 2019
1 mg am 20. März 2019
0.5 mg am 30.April 2019
0,25 mg 3.Juni 2019
0 28. Juni 2019
seit dem immer wieder mit Absetzsynthome
Sehprobleme bei Stress oder Anstrengung
Muskeln zucken nur noch ganz leicht
Erschöpftung
Denken ist Stress
Antriebslosigkeit ab und an
Tinnitus
Früh geht gar nix
Hände schälen sich bei Stress

Seit 28.06.2021 2 Jahre auf Null :party2:
Mole25
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Mole25 »

Hallo alle Langzeitbetroffene, lieber Josh,

vor 4 Jahren war ich auf Null. Ich habe auch Geschichten im Internet von Langzeitbetroffenen gelesen, die 6-7 Jahre gebraucht haben.

Wichtig ist, niemals aufzugeben. Ich erlebe jetzt - nach 4 Jahren - 99% Windows. Ich lebe wieder normal (siehe Erfolgsgeschichten).

Ich akzeptiere diese komischen Gedanken - das Gehirn errinert sich leider an negativen Reaktionen (Überreaktionen - Geräusche, Brain Zaps beim Stress) auch wenn man nur einfache Sachen macht - wie z.B beim Kochen oder wenn man den Nachbar sieht.

Aber sie verschwinden mit der Zeit.

Wie ein Puzzle - bald ist der Puzzle (Brain Reconstruction) komplett. Das Leben macht wieder Spaß.

Auch beim "Wellen" - Übelkeit, Zaps, Schwindel, Kopfschmerzen (ein Messer im Gehirn) etc. habe ich immer versucht, halbwegs "normal" zu leben.
Wie Claire Weekes geschrieben hat: Aufstehen - weg von der Couch!! Ein Leben mit 100% Windows kommt!!!

LG Mole
:whistle: :whistle: Nov/ Dez 2016 Panikattacken
11.2016 - 12.2017 15,00 mg Citalopram
Starke Nebenwirkungen: Halluzination, Durchfall, mehr Unruhe
Langsames Absetzen Citalopram.
Psychologin will mich nicht weiter behandeln
Feb 2017: 10,00 mg Citalopram
Anfang März 2017: 9,00 mg Citalopram
Ende März 2017: 8,00 mg Citalopram / Starke Entzugssymptome, aber 4 Tage ohne Beschwerden
01.04.2017: 7,50 mg Citalopram / weiterhin starke Entzugssymptome
30.04.2017: 7,00 mg Citalopram / weiterhin teilweise starke Entzugssysmptome
inkl. Nackenschmerzen / Herzstechen
20.06.17: 3,50 mg Citalopram
01.07.17 3,00 mg Citalopram
05.07.17 2,50 mg Citalopram
14.07.17 2,00 mg Citalopram
03.09.17 0 Citalopram / diverse Entzugssymptome manchmal sehr stark
Seit 01.06.18 Omega Öl 6000 mg + Vitamin Bs
Seit ungefähr Jan 18 CBD Öl - beruhigt
Seit 12.02.18 Black Seed Oil / Cumin - beruhigt
Seit 20.02.18 Chlorella - Dr. Klinghardt
Seit 24.02.18 ausgeprägtes Brain movement, Schmerzen - kann mich kaum
konzentrieren. Autofahrten verursachen noch mehr Schmerzen
26.02.18 Brain Zaps und Schmerzen nicht zu ertragen
Seit 26.02.18 kein Chlorella mehr - Verdacht auf verschlimmerte Symptome
Seit 06.18 Omega Öl mit Mega DHA - positive Erfahrung
Seit 07.18 Rhodiola Rosea - effektiv bei der Reduzierung von Cortisol
Seit einer Woche zum ersten Mal:
Kein Cortisol-Unruhe beim Aufwachen, Keine Übelkeit morgens, und ab und zu mal kurze
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Bittchen
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Bittchen »

Liebe Mole,

Das hätte ich so auch schreiben können und kann das nur bestätigen.

Weiterhin eine Gute Zeit.
Liebe Grüße
Brigitte
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .
Jara2302
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Jara2302 »

Hey,
Liebe Mole,

Ich freue mich so sehr für dich, dass es dir wieder gut geht ❤️

Bei 6-7 Jahren wird mir ganz schlecht. 😲


Viel Kraft und alles Liebe für alle,
Jara
2012-2015 Fluoxetin 20mg (aufgr. Magersucht)
2015 kalter Entzug Fluoxetin -> bettlägerig -> eindosiert 20 mg
2015-2019 Fluoxetin 20mg (ohne NW)
Sep. 2019 10 mg Fluoxetin
Okt. 2019 5 mg Fluoxetin
Nov. 2019 2,5 mg Fluoxetin
30.12.19 0 mg Fluoextin
-> erneut und relativ schnell absetzen müssen


23. - 25.5.20 2mg Amitriptylin (aufgr. Chr. schmerzen) - extrem schwere Unverträglichkeitsreaktion - sofort abgesetzt.
Seitdem Hölle!

8. u. 9.7.20 Quetiapin 50 mg (sediert zu stark, am zweiten Tag vermehrt Unruhe, Herzrasen)

Seitdem auf 0 mg !
Mole25
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Mole25 »

Hi Jara und Bittchen,

wie bereits erwähnt, die Heilung kommt!! Das Gehirn muss wieder selbstständig arbeiten. Serotin her!

Jeden Tag in der Sonne sitzen.

Sehr gut ist wenn der Tag eine gewisse Struktur/Routine hat. Freu dich auf das Mittagsessen, oder Kaffee und Kuchen nachmittags.

Es kostet Kraft (und Brain Zaps und Unruhe), etwas Neues anzufangen. Ich konnte nicht die Wohnung verlassen, ohne Brain Zaps. Alles war mit Angst und Unruhe verbunden.

Und jetzt?

Ich lese, gehe Tanzen und male. Das Leben ist wieder normal. Whooopeeee!! Die Sonne ist wieder in meinem Leben.

Die Sonne kommt auch zu euch!!!!

LG Mole
:whistle: :whistle: Nov/ Dez 2016 Panikattacken
11.2016 - 12.2017 15,00 mg Citalopram
Starke Nebenwirkungen: Halluzination, Durchfall, mehr Unruhe
Langsames Absetzen Citalopram.
Psychologin will mich nicht weiter behandeln
Feb 2017: 10,00 mg Citalopram
Anfang März 2017: 9,00 mg Citalopram
Ende März 2017: 8,00 mg Citalopram / Starke Entzugssymptome, aber 4 Tage ohne Beschwerden
01.04.2017: 7,50 mg Citalopram / weiterhin starke Entzugssymptome
30.04.2017: 7,00 mg Citalopram / weiterhin teilweise starke Entzugssysmptome
inkl. Nackenschmerzen / Herzstechen
20.06.17: 3,50 mg Citalopram
01.07.17 3,00 mg Citalopram
05.07.17 2,50 mg Citalopram
14.07.17 2,00 mg Citalopram
03.09.17 0 Citalopram / diverse Entzugssymptome manchmal sehr stark
Seit 01.06.18 Omega Öl 6000 mg + Vitamin Bs
Seit ungefähr Jan 18 CBD Öl - beruhigt
Seit 12.02.18 Black Seed Oil / Cumin - beruhigt
Seit 20.02.18 Chlorella - Dr. Klinghardt
Seit 24.02.18 ausgeprägtes Brain movement, Schmerzen - kann mich kaum
konzentrieren. Autofahrten verursachen noch mehr Schmerzen
26.02.18 Brain Zaps und Schmerzen nicht zu ertragen
Seit 26.02.18 kein Chlorella mehr - Verdacht auf verschlimmerte Symptome
Seit 06.18 Omega Öl mit Mega DHA - positive Erfahrung
Seit 07.18 Rhodiola Rosea - effektiv bei der Reduzierung von Cortisol
Seit einer Woche zum ersten Mal:
Kein Cortisol-Unruhe beim Aufwachen, Keine Übelkeit morgens, und ab und zu mal kurze
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Bettinchen
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Bettinchen »

Hallo Mole,
das ist ja mal schön, so etwas zu lesen. Aber ich verstehe es richtig, dass du die Medikamente nur ein Jahr genommen hast? Na dann steht mir ja noch was bevor. Aber ich persönlich glaube bei mir nicht mehr an reine Absetzsymptome. Klar, ich hab auch gute Stunden. Aber diese freudlosen Fremdgefühl-Momente hatte ich damals auch, bevor dann der absolute Zusammenbruch kam. Uns das macht natürlich Angst, dass es wieder so kommt. Gestern z. B. Sind wir an einen so schönen Ort gefahren. Und ich fühlte mich so schlecht, weil ich es nicht genießen konnte. Man bekommt wirklich Angst vor einer Chronifizierung. Furchtbar. Kennt Ihr das auch?

Liebe Grüße
seit 2009 zunächst 30 mg, dann 60 mg Cymbalta
- 2015 Reduktion auf Vorschlag des Arztes: 30, 60, 30 zwei Wochen lang, danach auf 30 mg
zunächst ging es mir 4 Wochen sehr gut damit, dann unerträgliche Magen- und Nervenschmerzen (Rippen)
- Krankenhausaufenthalt mit sämtlichen Untersuchungen o. B.
- bei 30 mg geblieben, bis auf lange weinerlich hat es sich stabilisiert

- immer wieder Kügelchen entnommen, erst gut, dann ging es wieder los
1.5.2019: täglicher Wechsel 30 mg jetzt weiß ich, dass es falsch war
10.8.2019: täglicher Wechsel 25 mg
2.9.2019: täglicher Wechsel 24 mg
21.9.2019 täglicher Wechsel 22 mg
20.10.2019 täglicher Wechsel 21 mg
09.12.2019 täglicher Wechsel 20 mg
27.12.2019 täglicher Wechsel 21 mg
30.1.2020 täglicher Wechsel 20 mg
30.3.2020 täglicher Wechsel 19 mg
9.4.2020 täglich (7 mg), war wahrscheinlich zu extrem, aber es ging mir mit der täglichen Einnahme erst besser. I
01.05.2020 täglich (6,8 mg)
13.05.20 täglich (7 mg)
28.06.20 täglich (6,8 mg)
10.08.20 täglich (5,7 mg)
19.09.20 täglich (5,2 mg)
30.10.20 täglich (4,2 mg)
26.11.20 täglich (3,6 mg)
03.01.21 täglich (3,2 mg)
09.01.21 täglich (3,1 mg)
30.01.21 täglich (2,9 mg)
20.02.21 täglich (3,1 mg)
04.03.21 täglich (2,9 mg)
13.03.21 täglich (2,6 mg)
16.04.21 täglich (2,3mg)
07.06.21 täglich (2,6 mg) Erhöhung, da Symptome nicht mehr auszuhalten: schlimme Depression, Angst, Zittern
(8 Wochen Klinik)
29.6.21 täglich (2,5 mg)
06.7.21 täglich (2,4 mg)
23.09.21: furchtbarer Zustand nach einigen Tagen mit relativ viel Normalität (zwar nicht Arbeiten, aber zwischendurch immer das Gefühl, dass ich ich bin)
Jetzt aus heiterem Himmel: Gedanken, es nicht zu schaffen, Fremdgefühl, Depersonalisierung, Derealisierung, alles trostlos und beängstigend, Gefühle, es nicht mehr auszuhalten. Zweifel, ob es wirklich Absetzsymptome sind, Zweifel, dass es je vorbei geht, Frieren,Kopf- Nacken- und Muskelschmerzen, Apetitlosigkeit, Müdigkeit, Angst vor den nächsten Tagen, Zittern)
18.10.21: einer der schlimmsten Tage. Ich wollte nur noch ne Pille, damit alles vorbei geht. Unberechenbar, total fremd gesteuert und machtlos.
ab dem 19.10.21: fast unglaublich, aber ganz viele Stunden tolle Fenster mit absoluter Normalität und teilweise sogar den Entzug komplett vergessen. Ein wunderschönes Lebensgefühl
22.11.2021 Klinik, völliger Zusammenbruch
23.11.2021 0 mg Cymbalta
Je nach Bedarf 12,5 mg Quetiapin
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Foxly »

Hallo Bettinchen,

bei aller Freude über Moles Erfolgsgeschichte geht es mir ähnlich wie Dir.
Man bekommt wirklich Angst vor einer Chronifizierung. Furchtbar. Kennt Ihr das auch?
Genau so geht es mir zwei volle Jahre nach Null auch. Zwar habe ich etwas andere Symptome (allem voran massive anhaltende Schlafstörungen und eine wirklich ALLES lähmende Fatigue), aber die Sorge, dass es jetzt so bleibt und ich aus dem "Nebelland" nie mehr auftauchen darf, die teile ich mit Dir.

Krass finde ich auch, dass ich nach wie vor so gut wie nichts vertrage, was sich in ieiner Weise auf's ZNS auswirken könnte. Es ist also eindeutig ein "Schaden" geblieben.

Zwar liest man hier immer wieder mal von Verbesserungen und "Durchbrüchen" auch nach Jahren noch, und obwohl ich diese Informationen immer begierig aufnehme :wink: sinkt die Zuversicht mit jedem weiteren Tag/Monat/Jahr doch beträchtlich.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass es bei Dir zügiger voran geht und Du bald "durch" bist.

Alles Liebe
Gabs
„Wäre mein Leben ein Film, hätte ich das Kino schon verlassen“
(Aus „Sag den Wölfen ich bin zuhause“ von Carol Rifka Brunt)
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Dietrich
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Dietrich »

Hi!
Also es is auch meines Erachtens eine chronische Fehlregulation. Natürlich hab ich da übelste Vorahnungen. Ich hab auch mal in eine Doktorarbeit reingelesen in der PP aber auch AB daraufhin untersucht wurden ob sie epigenetische Veränderungen verursachen. Das würde die vermeintliche Chronifizierung erklären. Allerdings heißt es ja auch das Epigenetik veränderbar ist im Gegensatz zu Genmutationen.
Grüße Dietrich
09/2018 Psychiatrie
DIAGNOSE 1: Somatoforme Funktionsstörung
Quetiapin 100 mg
10/2018 zuhause Versuch Prozac 20 mg
2 Wochen
Beginn zusätzlicher Symptome PSSD
11/2018 Experimente mit NEM auch Joha, nochmal
kurz Quetiapin, dann medifrei

05/2019 Privatklinik für Somatoforme
Funktionsstörung
DIAGNOSE 2: Somatizierung mit Wahnanteilen und
Depression
2.5 mg Abilify 5 Monate wegen
Angst- und Panikattacken , heute weiß
ich; dies war immer noch Prozacentzug

10/2019 Absetzen von Abilify mit totalen Crash
Pssd, DP/DR, Anhedonie, Aphaty,
Herzprobleme, Schlaflosigkeit, Durchfall

12/2019- 03/2020
Uniklinik Mainz/Psychiatrie wegen
Suizidgedanken
Versuche mit Moclo 600 mg,
Lithium 1125 mg, Ketamin 8 Injektionen

DIAGNOSE 3: Schwere Depressionen mit
psychotischen Anteilen

Spätestens jetzt war klar, dass längst nicht mehr meine Grunderkrankung das Problem war; sondern die Medis

seit 04/2020 PP-frei
06/2020 Versuch mit B3 doof gelaufen
07/2020 Verzicht auf weitere NEM-Versuche. Heilung kommt hoffentlich auf natürlichem Weg. Zwischendurch immer mal wieder Fenster und Hoffnung. Seit 11/2020 pensioniert :(

12/2020 nachdem ich 4 Wochen nochmal geraucht hab kompletter Setback mit Symptomverschlimmerung
= absolute Hölle

04/2021 langsame Erholung vom Crash
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Foxly »

Hallo Dietrich,

Deine Überlegungen bezüglich der epigenetischen Veränderungen sind sehr interessant und ich halte das auch für möglich. Allerdings hilft es uns Betroffenen aktuell wenig bis gar nicht. Da bleibt dann wieder nur die vielbeschworene Akzeptanz, mit der ich so meine liebe Not habe....... :wink:

Aber 'was anderes finde ich für alle hier Mitlesenden interessant:
nachdem ich 4 Wochen nochmal geraucht hab kompletter Setback mit Symptomverschlimmerung
= absolute Hölle
Das steht in Deiner Signatur und diese Erfahrung habe ich auch machen müssen! Also große Warnung davor an alle!

Ich hatte in einer Phase tiefen Frusts wegen mangelnden Fortschritts tatsächlich bei Freunden nach vielen Jahren wieder geraucht, war SOFORT wieder "drauf" und habe es nach wenigen Tagen/Wochen zunehmender "Ausnahmen" vom Nichtrauchen bitter bereut. Zum Glück aber den Absprung mehr oder weniger problemlos wieder geschafft. Nikotin dockt an den Rezeptoren für Acetylcholin an! Und eine weitere Baustelle bei den Neurotransmittern wirkt sich offenbar fatal aus.

Ein Austausch hier im Thread für Langzeitbetroffene finde ich übrigens dringend der Wiederbelebung würdig, weil hilfreich. Hebt sich die Problematik doch in vielen Bereichen von der der noch Absetzenden deutlich ab. Die Fragestellungen sind mitunter andere......

Also danke für jeden Beitrag HIER!
Alles Liebe
Gabs
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(Aus „Sag den Wölfen ich bin zuhause“ von Carol Rifka Brunt)
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von ReneB »

Foxly hat geschrieben: 21.09.2021 10:39 Ich hatte in einer Phase tiefen Frusts wegen mangelnden Fortschritts tatsächlich bei Freunden nach vielen Jahren wieder geraucht, war SOFORT wieder "drauf" und habe es nach wenigen Tagen/Wochen zunehmender "Ausnahmen" vom Nichtrauchen bitter bereut.
:)
Das ist ja ein Ding !
Bei meiner Mutter war es genau anders herum:
Sie hat ca ein halbes Jahr nicht mehr geraucht und es ging ihr schlechter inkl. mehr Unverträglichkeiten.
Sie hat wieder angefangen-es geht ihr besser. :frust:
Das ist doch irre !!!
:group:
Rene
Meine Mutter hat ein sogenanntes Langzeitsyndrom von ADs,ich informiere mich in diversen Foren usw
2021 sie ist seit 10 Jahren betroffen !
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Bittchen »

Liebe Bettinchen,

wieso Chronifizierung ?
Es ist der Entzug ,der uns zu schaffen macht, wenn der Stoffwechsel sich zurück reguliert hat, geht es uns wieder besser.
Klar, es gehören auch Veränderungen in unserem Verhalten und in unseren Gedanken dazu.
Schaue hoffnungsvoll in die Zukunft, es geht vorbei.

Liebe Grüße
Brigitte
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .
Bettinchen
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Bettinchen »

Liebe Brigitte,

Ich bin seit Monaten bei derselben Dosierung, war sogar 8 Wochen in einer Klinik, achte sehr auf mich und trotzdem stehe ich noch neben mir. Ich hatte auch gute Tage, keine Frage. Aber jetzt fühlt es sich immer mehr an wie früher. Das ist mein Problem. In der Klinik hatten sie mir gesagt, es könne bis zu einem Jahr dauern. Deswegen halte ich durch. Aber es ist ja kein Leben, sondern ein Überleben. Und ich hab dort so viele kennen gelernt, die es nicht verstehen konnten. Die hatten Max. drei Monate Absetzsymptome und dann war gut. Auch nach jahrelanger Einnahme. Ich weiß: jeder ist anders, aber ich habe ja keinen Kaltentzug gemacht und bin gerade wirklich mega genervt und auch verzweifelt. Aber ich wünsche Euch allen weiterhin viel Glück und Erfolg.

Liebe Grüße
seit 2009 zunächst 30 mg, dann 60 mg Cymbalta
- 2015 Reduktion auf Vorschlag des Arztes: 30, 60, 30 zwei Wochen lang, danach auf 30 mg
zunächst ging es mir 4 Wochen sehr gut damit, dann unerträgliche Magen- und Nervenschmerzen (Rippen)
- Krankenhausaufenthalt mit sämtlichen Untersuchungen o. B.
- bei 30 mg geblieben, bis auf lange weinerlich hat es sich stabilisiert

- immer wieder Kügelchen entnommen, erst gut, dann ging es wieder los
1.5.2019: täglicher Wechsel 30 mg jetzt weiß ich, dass es falsch war
10.8.2019: täglicher Wechsel 25 mg
2.9.2019: täglicher Wechsel 24 mg
21.9.2019 täglicher Wechsel 22 mg
20.10.2019 täglicher Wechsel 21 mg
09.12.2019 täglicher Wechsel 20 mg
27.12.2019 täglicher Wechsel 21 mg
30.1.2020 täglicher Wechsel 20 mg
30.3.2020 täglicher Wechsel 19 mg
9.4.2020 täglich (7 mg), war wahrscheinlich zu extrem, aber es ging mir mit der täglichen Einnahme erst besser. I
01.05.2020 täglich (6,8 mg)
13.05.20 täglich (7 mg)
28.06.20 täglich (6,8 mg)
10.08.20 täglich (5,7 mg)
19.09.20 täglich (5,2 mg)
30.10.20 täglich (4,2 mg)
26.11.20 täglich (3,6 mg)
03.01.21 täglich (3,2 mg)
09.01.21 täglich (3,1 mg)
30.01.21 täglich (2,9 mg)
20.02.21 täglich (3,1 mg)
04.03.21 täglich (2,9 mg)
13.03.21 täglich (2,6 mg)
16.04.21 täglich (2,3mg)
07.06.21 täglich (2,6 mg) Erhöhung, da Symptome nicht mehr auszuhalten: schlimme Depression, Angst, Zittern
(8 Wochen Klinik)
29.6.21 täglich (2,5 mg)
06.7.21 täglich (2,4 mg)
23.09.21: furchtbarer Zustand nach einigen Tagen mit relativ viel Normalität (zwar nicht Arbeiten, aber zwischendurch immer das Gefühl, dass ich ich bin)
Jetzt aus heiterem Himmel: Gedanken, es nicht zu schaffen, Fremdgefühl, Depersonalisierung, Derealisierung, alles trostlos und beängstigend, Gefühle, es nicht mehr auszuhalten. Zweifel, ob es wirklich Absetzsymptome sind, Zweifel, dass es je vorbei geht, Frieren,Kopf- Nacken- und Muskelschmerzen, Apetitlosigkeit, Müdigkeit, Angst vor den nächsten Tagen, Zittern)
18.10.21: einer der schlimmsten Tage. Ich wollte nur noch ne Pille, damit alles vorbei geht. Unberechenbar, total fremd gesteuert und machtlos.
ab dem 19.10.21: fast unglaublich, aber ganz viele Stunden tolle Fenster mit absoluter Normalität und teilweise sogar den Entzug komplett vergessen. Ein wunderschönes Lebensgefühl
22.11.2021 Klinik, völliger Zusammenbruch
23.11.2021 0 mg Cymbalta
Je nach Bedarf 12,5 mg Quetiapin
Foxly
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Foxly »

Hallo Rene B,
Sie hat ca ein halbes Jahr nicht mehr geraucht und es ging ihr schlechter inkl. mehr Unverträglichkeiten.
Sie hat wieder angefangen-es geht ihr besser. :frust:
Ich war allerdings auch schon länger "clean", also Nichtraucherin.
Das ist doch irre !!!
Da gebe ich Dir allerdings in jeder Hinsicht recht, nicht nur bezüglich der unterschiedlichen Reaktionen auf Nikotin (-entzug). Die Auswirkungen sind bei allen Gemeinsamkeiten so krass unterschiedlich, dass man sich ja schon beinahe nicht mehr wundern muss, dass ein "Absetzsyndrom" bei einem derart heterogenen Erscheinungsbild von den Ärzten geleugnet wird. :haha:

Toll, dass Du Dich weiterhin um Deine Mum kümmerst! Sie ist diesbezüglich ein glücklicher Mensch!

Alles Liebe
Gabs
„Wäre mein Leben ein Film, hätte ich das Kino schon verlassen“
(Aus „Sag den Wölfen ich bin zuhause“ von Carol Rifka Brunt)
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Dietrich
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Dietrich »

Hi Gabs!
Wow ich dachte echt schon ich spinne und bin alleine mit meinem krassen Crash. Bei SA hab ich jemanden gefunden allerdings war der Crash da Marihuana bedingt. Ja also ich habe weiterhin Symptome die ich vorher nie hatte. Zum Zeitpunkt des Crashs war ich 7 Monate auf 0 und hatte schon echte Fortschritte gemacht. Jetzt is der Crash 9 Monate her und es geht mir weiter hin bescheiden. Absolute Warnung an alle. Auf jeden Fall.
Grüße Dietrich

P. S. Bezüglich Langzeitbetroffenen geb ich dir auch recht. Man fühlt sich echt deplatziert bei den Ausschleichern.
09/2018 Psychiatrie
DIAGNOSE 1: Somatoforme Funktionsstörung
Quetiapin 100 mg
10/2018 zuhause Versuch Prozac 20 mg
2 Wochen
Beginn zusätzlicher Symptome PSSD
11/2018 Experimente mit NEM auch Joha, nochmal
kurz Quetiapin, dann medifrei

05/2019 Privatklinik für Somatoforme
Funktionsstörung
DIAGNOSE 2: Somatizierung mit Wahnanteilen und
Depression
2.5 mg Abilify 5 Monate wegen
Angst- und Panikattacken , heute weiß
ich; dies war immer noch Prozacentzug

10/2019 Absetzen von Abilify mit totalen Crash
Pssd, DP/DR, Anhedonie, Aphaty,
Herzprobleme, Schlaflosigkeit, Durchfall

12/2019- 03/2020
Uniklinik Mainz/Psychiatrie wegen
Suizidgedanken
Versuche mit Moclo 600 mg,
Lithium 1125 mg, Ketamin 8 Injektionen

DIAGNOSE 3: Schwere Depressionen mit
psychotischen Anteilen

Spätestens jetzt war klar, dass längst nicht mehr meine Grunderkrankung das Problem war; sondern die Medis

seit 04/2020 PP-frei
06/2020 Versuch mit B3 doof gelaufen
07/2020 Verzicht auf weitere NEM-Versuche. Heilung kommt hoffentlich auf natürlichem Weg. Zwischendurch immer mal wieder Fenster und Hoffnung. Seit 11/2020 pensioniert :(

12/2020 nachdem ich 4 Wochen nochmal geraucht hab kompletter Setback mit Symptomverschlimmerung
= absolute Hölle

04/2021 langsame Erholung vom Crash
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Bittchen »

Hallo zusammen, lieber Rene,

nach meiner Meinung gehört das jetzt nicht in diesen Thread, aber ich möchte meine Erfahrungen mit dem Nikotinentzug gerne mitteilen.
Wer wieder raucht, nach einem Versuch das Rauchen zu lassen, dem geht es erst einmal wieder besser, das ist aber nur kurzfristig.
Er oder sie befriedigen ja wieder ihre Sucht.
Ich kann heute nicht mehr sagen, wie oft ich aufhören wollte und wieder angefangen habe.
Bis es 5 vor 12 war und ich den Dreck endlich weg lassen MUSSTE.
Aber was bei Sucht immer sehr wichtig ist," ICH TUE ES FÜR MICH."
Nicht weil mein Umfeld mich ständig unter Druck setzt.
Bei mir ist der Nikotinentzug jetzt 6 1/2 Jahre her, aber ich habe 50 Jahre geraucht und das nicht so knapp.

Mein Nikotinentzug hatte viel mit meinem späteren Es-Citalopram Entzug gemeinsam, ganz schlimme Depressionen, auch körperlich starke Probleme.
PP aber auch Nikotin greifen massiv in den Stoffwechsel ein.
Da hilft nur durchhalten, auch da ist der Entzug irgendwann durchgestanden.
Auch bei einem Nikotinentzug ist es nicht immer gleich schwer den Dreck weg zu lassen.
Es ist ein Phänomen für mich ,warum manche Menschen einfach aufhören können und Andere nicht.
Meine Erfahrung ist, je länger geraucht wurde, umso schwerer kann es werden aufzuhören.
Muss aber nicht immer so sein, einfach unerklärlich.
Aber Rauchen, genau wie Alkohol ,wird bei Süchtigen als Medikament eingesetzt.
Das Nikotin ein leichtes Antidepressivum ist, ist bekannt, darum rauchen psychisch Erkrankte auch öfter.
Das Rauchen ist selbst in ganz modernen Psychiatrie- Kliniken noch erlaubt ,auf Raucherbalkonen usw. dadurch wird es ja eher noch gefördert.
Denn wenn bei einem Klinikaufenthalt das Rauchen gelassen wird, kann der Entlassungsbericht sehr negativ ausfallen.

Das ist eine nur sehr kurz greifende Erklärung.

Liebe Grüße
Brigitte
► Text zeigen
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .
ReneB
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von ReneB »

Hallo,
also das ist jetzt kein Aufruf zum Rauchen !! :o :!:
Aber der Artikel ist interessant:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2954495/

Auszug:

Nikotin hemmt FcεRI-induzierte Cysteinyl-Leukotriene und Zytokinproduktion ohne Beeinträchtigung der Mastzelldegranulation durch Alpha7/Alpha9/Alpha10-Nikotinrezeptoren

Raucher haben ein geringeres Risiko, bestimmte entzündliche und allergische Krankheiten zu entwickeln. Bei Brown-Norway-Ratten hemmt Nikotin mehrere Parameter von allergischem Asthma, darunter die Produktion von Th2-Zytokinen und des Cysteinyl-Leukotriens LTC4. Cysteinyl-Leukotriene werden vor allem von Mastzellen produziert, und diese Zellen spielen eine zentrale Rolle bei allergischem Asthma.

:group:
Meine Mutter hat ein sogenanntes Langzeitsyndrom von ADs,ich informiere mich in diversen Foren usw
2021 sie ist seit 10 Jahren betroffen !
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Bittchen »

Lieber Rene,

ich kann leider nicht so gut englisch.
Aber ohne den Artikel gelesen zu haben, bist du sicher, dass die Nikotinmaffia da nicht ihre Hände im Spiel hat ?

Hier folgt eine andere Darstellung auf deutsch.
https://www.allergo-natur.de/rauchen-und-allergien/

Klar, wenn ich bei eine Hustenanfall ein paar Züge genommen habe, war das Hustenanfall erst einmal vorbei.
Ist Lungenkrebs keine entzündliche Erkrankung ?
Tut mir leid, denn ich bin keine militante Nichtraucherin, aber jeder weiß heute was er sich mit dem Rauchen antut.
Es kann aber auch jeder darüber selbst entscheiden, wie er damit umgeht.
Verbote in der Öffentlichkeit zu rauchen, um Andere nicht auch noch zu gefährden, gibt es GsD genug.
Leider auch erst sehr spät.
Aber wer es noch nicht schafft diese ätzende Sucht zu besiegen, der sollte nicht noch zusätzlich eine Ausrede vermittelt bekommen, weiter zu rauchen zu müssen.

Jeder kann aufhören zu rauchen, wenn der starke Wille dazu besteht.
Die Wege können dabei sehr verschieden sein.
Hauptsache ist, es funktioniert, um frei von dem schädlichem Qualm zu werden.
Beste Grüße
Brigitte
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .
Elisabeth54
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Elisabeth54 »

Hallo Leute,

Ich bin seit etwas über 3 Wochen ohne Zigaretten.
Es gab in den ersten Tagen vor allem nachts sehr unangenehme Situationen und ich dachte ich werde verrückt. Tagsüber hatte ich es die ersten Tage ganz gut im Griff.

Jetzt nach 3 Wochen habe ich große Probleme mit Unruhezuständen und Nervosität.
Außerdem bin ich richtig depressiv. Depressive Phasen hatte ich nach dem AD Entzug
sehr häufig, aber das jetzt hat eine größere Dimension angenommen.

Wie einige vielleicht wissen, geht es mir schon seit Monaten gesundheitlich sehr schlecht.
Magenprobleme, Reflux, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust aber auch
Schwindel, Verspannungen, Erschöpfung und vieles andere mehr hat mich zur Entscheidung geführt mit dem Rauchen nach 50 Jahren aufzuhören. Auch die Angst, weil sowohl meine Lunge als auch meine Gefäßsituation problematisch wurden, hat meine Entscheidung beeinflusst.

Jetzt nach 3 Wochen ist mir klar, dass Rauchen auch ein leichtes Antidepressivum ist.
Ich würde wahnsinnig gerne wieder Rauchen, es fehlt mir ohne Ende.
Ich kann nur hoffen, dass ich durchhalte und irgendwann in den nächsten Wochen einen gesundheitlichen Effekt dieser Quälerei bemerken kann.

Obwohl ich doch schon ein paar Dinge bemerke.
Ich huste und räuspere mich kaum noch. Das hat schon nach zwei Tagen nachgelassen.
Und ich hatte schon einen üblen Raucherhusten
Und mein Blutdruck und mein Ruhepuls sind gesunken.
Grade gemessen: 133 zu 75 Puls 70
Davon habe ich geträumt und das ist garantiert ein Effekt vom Nichtrauchen.
Seit vielen Jahren habe ich immer wieder blutdruckmedikamente ausprobiert und wegen Unverträglichkeit wieder abgesetzt.

Ich weiß, dass viele hier im Forum Raucher sind und viele aufhören wollen.
Ich habe in den letzten 3 Jahren gefühlt 1 Million mal versucht aufzuhören.
Auch wenn ich es vermisse, ich will dieses Mal durchhalten.

Liebe Grüße von Elisabeth
Juni 2017 Burnout (keine Medikamente)
Oktober 2018 Operation an der Halsschlagader
Danach Angstzustände und Panikattacken
Ende Oktober 2018 Citalopram vom Hausarzt
November 2018 eine Woche Psychatrie
Citalopram abgesetzt und dafür 15mg Mirtazipin
nach 1 Woche entlassen und Mirtazapin reduziert auf 7,5 mg wegen Nebenwirkungen
10.12.18 Mirtazapin komplett abgesetzt auf Empfehlung vom Hausarzt wegen Nebenwirkungen
13.12.18 Total schlechter Zustand - Doxepin 25 mg erhalten (angeblich gut verträglich)
27.12.18 Doxepin reduziert auf 12,5 wegen Herzrasen
09.01.19 8wöchiger Aufenthalt in einer psychosamtischen Klinik
auf Aponal (Doxepin) 10 mg umgestellt.
Nach anfänglichen Krisen hat sich mein Zustand im Laufe des Aufenthalts stabilisiert
28.02.19 Aponal kalt abgesetzt - laut den Klinikärzten kein Problem, ist ja nur eine geringe Dosis.
06.03.19 Entlassung - Zustand katastrophal verschlechtert.
14.03.19 Aponal 10 mg wieder eingenommen.
07.04.19 reduziert auf 9 mg
21.04.19 reduziert auf 8 mg
07.05.19 Umstellung auf Tropfen (5 mg Tablette + 3 mg Tropfen)
10.05.19 Nur noch Tropfen
12.05.19 reduziert auf 7,5 mg
21.05.19 reduziert auf 7,0 mg
31.05.19 reduziert auf 6,5 mg
04.06.19 reduziert auf 6,0 mg
09.06.19 reduziert auf 5,0 mg
15.06.19 reduziert auf 4,0 mg
23.06.19 reduziert auf 3,0 mg große Entzugsprobleme
03.07.19 aufdosiert auf 3,5 mg
17.07.19 Fahrrad-Unfall - Rippen gebrochen und Lungenflügel zusammengefallen
5 Tage Krankenhaus - kleine OP (Schlauch in der Lunge) werde vollgedröhnt mit Schmerzmitteln
Ibuprofen, Novalgin und irgend ein Opiat
29.07.19 reduziert auf 3,0 mg
nehme nur noch Ibuprofen für die Schmerzen (3-4 Stück)
Nach ein paar Tagen geht es mir immer schlechter
06.08.19 aufdosiert auf 3,5 mg - keine Veränderung
08.08.19 aufdosiert auf 4,0 mg - keine Veränderung
9 Wochen Absetzpause zum stabilisieren
10.10.19 reduziert auf 3,75 mg
01.12.19 reduziert auf 3,5 mg
31.12.19 reduziert auf 3,0 mg
27.01.20 reduziert auf 2,5 mg
18.02.20 reduziert auf 2,0 mg
25.03.20 reduziert auf 1,75 mg
15.04.20 reduziert auf 1,5 mg
08.05.20 reduziert auf 1,25 mg
06.06.20 reduziert auf 1,0 mg
23.07.20 reduziert auf 0,5 mg
15.08.20 NULL :party2:


Probleme:
Seit dem Absetzen noch folgende Symptome
Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, keine Kraft, keine Energie und oft antriebslos.
Sport ist immer noch ein Fremdwort.....
Ohrgeräusche, Sehstörungen ist aber schon besser geworden.
Magen und Darmprobleme. Essen nach wie vor schwierig. Ich esse zwar relativ regelmäßig,
Aber meistens ohne Appetit.
Muskelzucken am Hals, Engegefühl in der Brust, starkes Herzklopfen, brennende Nervenschmerzen, Taubheitsgefühl in den Fingern, Verspannungen usw usw

Zusätzliche Medikamente
Betablocker BisoHexal 1,25 mg morgens — ausgeschlichen und seit 14.10.2020 auf NULL

Komplett Medikamentenfrei
Nehme noch einige NEMs um diverse Mangelerscheinungen zu regulieren.
Elisabeth54
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Elisabeth54 »

Ach noch ein kleiner Nachtrag:

Ich habe eine EZigarette und ein liquid ohne Nikotin.

Seit Sonntag paffe ich damit abundzu. Ich weiß zwar nicht ob das der Sache förderlich ist,
aber es beruhigt mich ein bisschen.
Juni 2017 Burnout (keine Medikamente)
Oktober 2018 Operation an der Halsschlagader
Danach Angstzustände und Panikattacken
Ende Oktober 2018 Citalopram vom Hausarzt
November 2018 eine Woche Psychatrie
Citalopram abgesetzt und dafür 15mg Mirtazipin
nach 1 Woche entlassen und Mirtazapin reduziert auf 7,5 mg wegen Nebenwirkungen
10.12.18 Mirtazapin komplett abgesetzt auf Empfehlung vom Hausarzt wegen Nebenwirkungen
13.12.18 Total schlechter Zustand - Doxepin 25 mg erhalten (angeblich gut verträglich)
27.12.18 Doxepin reduziert auf 12,5 wegen Herzrasen
09.01.19 8wöchiger Aufenthalt in einer psychosamtischen Klinik
auf Aponal (Doxepin) 10 mg umgestellt.
Nach anfänglichen Krisen hat sich mein Zustand im Laufe des Aufenthalts stabilisiert
28.02.19 Aponal kalt abgesetzt - laut den Klinikärzten kein Problem, ist ja nur eine geringe Dosis.
06.03.19 Entlassung - Zustand katastrophal verschlechtert.
14.03.19 Aponal 10 mg wieder eingenommen.
07.04.19 reduziert auf 9 mg
21.04.19 reduziert auf 8 mg
07.05.19 Umstellung auf Tropfen (5 mg Tablette + 3 mg Tropfen)
10.05.19 Nur noch Tropfen
12.05.19 reduziert auf 7,5 mg
21.05.19 reduziert auf 7,0 mg
31.05.19 reduziert auf 6,5 mg
04.06.19 reduziert auf 6,0 mg
09.06.19 reduziert auf 5,0 mg
15.06.19 reduziert auf 4,0 mg
23.06.19 reduziert auf 3,0 mg große Entzugsprobleme
03.07.19 aufdosiert auf 3,5 mg
17.07.19 Fahrrad-Unfall - Rippen gebrochen und Lungenflügel zusammengefallen
5 Tage Krankenhaus - kleine OP (Schlauch in der Lunge) werde vollgedröhnt mit Schmerzmitteln
Ibuprofen, Novalgin und irgend ein Opiat
29.07.19 reduziert auf 3,0 mg
nehme nur noch Ibuprofen für die Schmerzen (3-4 Stück)
Nach ein paar Tagen geht es mir immer schlechter
06.08.19 aufdosiert auf 3,5 mg - keine Veränderung
08.08.19 aufdosiert auf 4,0 mg - keine Veränderung
9 Wochen Absetzpause zum stabilisieren
10.10.19 reduziert auf 3,75 mg
01.12.19 reduziert auf 3,5 mg
31.12.19 reduziert auf 3,0 mg
27.01.20 reduziert auf 2,5 mg
18.02.20 reduziert auf 2,0 mg
25.03.20 reduziert auf 1,75 mg
15.04.20 reduziert auf 1,5 mg
08.05.20 reduziert auf 1,25 mg
06.06.20 reduziert auf 1,0 mg
23.07.20 reduziert auf 0,5 mg
15.08.20 NULL :party2:


Probleme:
Seit dem Absetzen noch folgende Symptome
Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, keine Kraft, keine Energie und oft antriebslos.
Sport ist immer noch ein Fremdwort.....
Ohrgeräusche, Sehstörungen ist aber schon besser geworden.
Magen und Darmprobleme. Essen nach wie vor schwierig. Ich esse zwar relativ regelmäßig,
Aber meistens ohne Appetit.
Muskelzucken am Hals, Engegefühl in der Brust, starkes Herzklopfen, brennende Nervenschmerzen, Taubheitsgefühl in den Fingern, Verspannungen usw usw

Zusätzliche Medikamente
Betablocker BisoHexal 1,25 mg morgens — ausgeschlichen und seit 14.10.2020 auf NULL

Komplett Medikamentenfrei
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Straycat »

Liebe Elisabeth,

ich finde das wirklich super, dass du das so tapfer durchstehst :hug:
Und die gesundheitlichen Verbesserungen geben dir bestimmt auch zusätzliche Motivation.

Da Nikotin ja einen beruhigenden Effekt hat, kann ich mir schon vorstellen, dass du jetzt das Gefühl hast, dass dir etwas fehlt. Nicht zu unterschätzen ist auch der Effekt auf das "Belohnungszentrum". Denn man "gönnt" sich als Raucher ja auch gerne mal eine Zigarette zur Entspannung. So wie manche auch etwas Süßes essen zur Belohnung. Wenn das dann wegfällt, mag das auch niederdrückend wirken.
Aber ich bin mir sicher, dass dieser Effekt mit der Zeit auch weniger werden wird.

Ich persönlich dampfe ja schon viele Jahre und konnte so zumindest gesundheitliche Verbesserungen erreichen und muss dennoch nicht auf den Genuss verzichten. Davor habe ich im Schnitt 1 Päckchen pro Tag geraucht und beim Fortgehen am Wochenende auch mal 2 :oops:
Klar ist gar kein Rauchen und Dampfen viel gesünder, aber es ist schon mit dem Dampfen sehr viel weniger schädlich als mit dem Rauchen.
Ich habe allerdings in meinem Liquid noch eine kleine Menge Nikotin, deshalb bin ich auch sicherlich noch ziemlich abhängig. Irgendwann will ich das auch los werden, aber vermutlich erst nach dem Entzug, ansonsten wäre mir das im Moment einfach zu viel.

Vielleicht kannst du auch andere schöne Rituale finden, mit denen du dich belohnen kannst. ZB eine schöne Tasse Tee zur Entspannung. Ich weiß schon, das ist kein echter Ersatz für eine Zigarette (vor allem wenn man viele Jahre viel geraucht hat), aber man kann so auch neue Traditionen entwickeln, die einem auch ein gutes Gefühl geben können. Und ganz besonders motivierend ist dann, dass diese neuen Rituale nicht mehr gesundheitsschädlich sind :)

Ich drücke dir fest die Daumen, dass du durchhältst.

Alles Liebe,
Cat
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