Bestätigung von meiner Ergotherapeutin (Kopie meines Beitrages von 28.06.15)
Verfasst: 28.06.2015 14:48
hi,
ich wollte ja schreiben, was vllt. hier für das Forum wichtig ist. Ich habe nämlich mit meiner Therapeutin letzte Woche gesprochen.
Sie hat mir recht gegeben. Mit allem was hier geschrieben wird. Wir kamen da drauf weil Sie Donnerstag und Freitag auf einer Fortbildung ist. ich habe zu ihr gesagt, Sie soll doch bitte mal bei Ihrer Fortbildung ADFD.org und Benzo.org vorlegen. Denn die Medikamente haben mein Leben kaputt gemacht, ich komme aus dem Schneckenkarusell der Tabeltten nicht mehr raus. Durch meine überdosierrung mit XYZ mg Seroquel habe ich diese Angststörrung/ bekommen. Seroquel ist ein Neuroleptikum und wenn ich dann auch noch ein Medikament nehme, was die Nebenwirkung Akathisie ist oder aber generell Neuroleptikum nehme, passiert diese Erregungszustand mit motorischer Unruhe und Panikattackenähnliches Phänomen.
Sie sagte dazu, das Sie mir das nie sagen wollte, damit ich meine Medikamente nehme denn Sie hat damals vor 10 Jahren anders gearbeitet als jetzt. Wir beide haben ja sozusagen mit psysische Krankheiten angefangen zu lernen. Sie ist ja "nur" eine Ergotherapeutin aber durch Ihre ganzen Fortbildung hat Sie einiges gelernt. Deswegen hat Sie ihren Job bei der Praxis abgebrochen. Sie wollte nicht mehr diese Ärztelobby unterstützen denn Sie musste auch Berichte für Ärzte schreiben die dann Medikamente dann mit diesen Berichten verschreibt. Sie möchte gerne jetzt Menschen helfen, die Opfer dieser Medikamente sind. Wir alle in der Tagesstätte sind am ende dieser Kette und Sie sagt, das ich einiges gelernt habe.
Sie hat es innerlich sehr weh getan , als ich mein Melporon genommen habe und dieses Syndrom hatte. Sie hat noch nie mich so gesehen und Sie hat gesagt, Sie musste einfach dann frei nehmen. Sie sagte aber auch, das unter Haldol das früher noch schlimmer war, aber Sie hat "nur" immer bei Büchern drüber gelesen oder Videos von Studein gesehen doch bei uns hat sich ja auch eine Beziehung entwickelt, die etwas über Patient/Therapeut hinaus geht. Aber dies ist normal nach 10 Jahren zusammenarbeit.
Was ich sagen will ist, das sie bestätigt hat, was wir hier alle besprechen. Antidepressiva macht abhängig und es gibt entzugssyndrime nur die Ärzte und das gesamte gesundheitssystem ist total defekt. Man muss dieses System ändern. Nicht nur Medikamente sondern die Medikamente sind eigentlich erstmal Hilfe damit man überhaupt therapie machen kann aber keiner wird darüber aufgeklärt. Sie findet das schrecklich mich zu sehen, der viel ressourcen hat aber die Medikamente haben mich kaputt gemacht und viele Ärzte sehen meine ressourcen nicht. ich habe ein gutes Hilfsnetzwerk zusammen gebaut. Sie ist mächtig stolz auf mich.
Das sie nicht angefangen hat zu weinen in diesem Moment, war für mich ein Wunder. Es hat sich wirklich eine andere Beziehung entwickelt, das merkte ich ihr an.
Ich finde gerade nicht ein schönes schlusswort ausser, das ich echt froh bin so eine Therapeutin zu kennen. Leider werde ich in ein paar Wochen/Monaten den Kontakt nicht mehr haben. Aber sie sagte, das ich immer in der Tagesstätte anrufen kann. Wenn in der neuen Stadt ich total abstürze kann ich wieder zur tagesstätte kommen.....
Gruss