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Frage an Migräniker / Migräne-Erfahrene nach vegetativen Symptomen

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Frage an Migräniker / Migräne-Erfahrene nach vegetativen Symptomen

Beitrag von Jamie » Dienstag, 28.06.16, 17:18

Hallo liebes Forum :hug: ,

vor knapp einem Jahr bin ich regelmäßig unter die Migräniker gegangen.
Für mich ist diese Erkrankung noch relativ neu und daher schwer einzuschätzen.
Über Tipps und Hinweise würde ich mich freuen.

Zur Zeit bin ich den dritten Tag infolge in einem Migräne-Schub.
Es geht mir katastrophal.
Mich beunruhigen und sorgen aber vielmehr der Haufen an vegetativen Symptomen, die ich parallel zu den Kopfschmerzen, der Übelkeit und der Lichtempfindlichkeit habe. Die Symptome umfassen:

zittern (aber nicht aus Kälte), schlottern, beben, Muskelzuckungen- und Vibrationen, Schweißausbrüche, schwere Erschöpfung, flache Atmung, Herzrasen, vermehrte Speichelabsonderung, das Gefühl von Gelatine in Armen und Beinen, Kurzatmigkeit, Hautkribbeln, teilweise leichte Angstzustände und Nervosität usw.

Ich weiß, ich gehöre meistens auf die andere Seite des Frage-Antwort-Spiels :) , aber heute wäre ich für Antworten und Entwarnung sehr zu haben.
Oder ist das so atypisch, dass der Arzt ran muss? (Hoffe nicht).

Sage schon mal lieben Dank
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Re: Frage an Migräniker / Migräne-Erfahrene nach vegetativen Symptomen

Beitrag von Annanas » Dienstag, 28.06.16, 17:34

Liebe Jamie, das tut mir so leid :hug: ,
ich selber habe damit, GsD nur wenig -Wechseljahrsanfangszeit - Erfahrung, aber mein Mann hat Migräne seit einigen
Jahren.
Jamie hat geschrieben:zittern (aber nicht aus Kälte), schlottern, beben, Muskelzuckungen- und Vibrationen, Schweißausbrüche, schwere Erschöpfung, flache Atmung, Herzrasen, vermehrte Speichelabsonderung, das Gefühl von Gelatine in Armen und Beinen, Kurzatmigkeit, teilweise leichte Angstzustände und Nervosität usw.
Bis auf die Angstzustände (vllt kommen die bei dir durch die Dauer des Schubs u. daß du diese Symptome nicht zuordnen kannst) hat
er auch sämtliche Symptome, die du aufgezählt hast.

Er liegt dann nur im abgedunkelten Zimmer, Fenster zu - ja kein Geräusch - kalten Waschlappen auf der Stirn -
Tabletten helfen nicht mehr, wenn er sie nicht gleich beim ersten Anzeichen nimmt - bzw bricht er die gleich wieder aus.

Wir haben leider auch noch nichts wirklich Helfendes gefunden - bei ihm ist das aber streßbedingt - im Urlaub (bis auf
die ersten Tage) hat er diese Migräne selten.

Also als atypisch würde ich es nicht ansehen - aber wenn es dir besser geht - vllt doch mal einen Arzt aufsuchen?!

Lieben Gruß von Anna <3

PS: Ich habe gerade nochmal drüber nachgedacht - beim Migräneanfall ist ja auch unser ZNS betroffen, es werden übermäßig
Nervenbotenstoffe freigesetzt, gerade auch Serotonin und andere erregende Neurotransmitter - vllt ähneln die Symptome
deshalb auch unseren Entzugssymptomen - evtl eine Erklärung für die Symptome, die du hast?!

Du bist aber auch geplagt - drück dich mal ganz fest!
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Re: Frage an Migräniker / Migräne-Erfahrene nach vegetativen Symptomen

Beitrag von Sunnyrose » Dienstag, 28.06.16, 18:06

Liebe Jamie <3

Auch mir tut es richtig weh, dies zu lesen. Migräne ist so fürchterlich fies.

Ich persönlich hatte unter den vielen Medikamenten einige male Migräne, jedoch Augenmigräne. Einseitige starke Sehstörungen mit anschliessenden Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Ich hatte auch Angstgefühle. Da ich einfach Angst bekam wegen der Symptome.

Frieren, Schwitzen, bleich, Augenringe, zittern, Schwindel und total schwach auf den Beinen, hatte ich ganz fest.

Ich hatte dies immer 1-2 Tage. Meine Schwester leidet auch unter Migräne, regelmässig. Meistens 2-4 Tage lang. Und sie ist dann auch immer knocket out mit vielen Symptomen. Ich ruf sie noch an, muss wegen Eltern, und frage sie gleich.

Ich umarme dich und fühle mit dir liebe Jamie
Deria
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Re: Frage an Migräniker / Migräne-Erfahrene nach vegetativen Symptomen

Beitrag von Sunnyrose » Dienstag, 28.06.16, 19:03

Sie nimmt nicht ab.

Hab gegoogelt und ich denke, dass du beruhigt sein kannst. Es sollte jedoch langsam wieder abklingen. Sonst zur Sicherheit doch einen Arzt aufsuchen. Aber es ist auf jedenfall Migräne.

http://m.apotheken-umschau.de/Migraene
Migräneattacken können sehr unterschiedlich verlaufen. Ein Migräneanfall gliedert sich meist in bestimmte Phasen. Diese dauern unterschiedlich lange und müssen nicht zwingend alle auftreten.
Anschließend können Wahrnehmungsstörungen folgen (Migräneaura). Diese betreffen meist das Sehen (visuelle Aura). So kommt es bei der Migräneaura zum Beispiel zu Gesichtsfeldausfällen (Skotome) oder die Betroffenen sehen Objekte teilweise verzerrt, unscharf, vergrößert oder verkleinert (Metamorphopsie). Auch kann das Sprachvermögen gestört sein (Aphasie), Orientierungsstörungen und Lähmungserscheinungen (Paresen) auftreten. Die Migräneaura geht manchmal auch mit Gleichgewichts- und Sensibilitätsstörungen einher, und führt zum Beispiel zu einem aufsteigenden Gefühl des "Kribbelns" in Armen oder Beinen. Die Symptome einer Migräneaura setzen langsam ein und klingen langsam wieder ab
http://www.onmeda.de/krankheiten/migrae ... 631-5.html
Bei Migräne können unterschiedliche Symptome auftreten. Wie sich ein Migräneanfall äußert, unterscheidet sich je nach Form der Migräne. Es gibt unter anderem folgende Arten:

Die Migräne ohne Aura, die früher auch als "einfache" Migräne bezeichnet wurde, ist die am häufigsten auftretende Form. Typische Symptome sind allmählich zunehmende, meist einseitige Kopfschmerzen, die im Allgemeinen 4 bis 72 Stunden anhalten. Die Kopfschmerzen sind häufig von Übelkeit begleitet und / oder die Betroffenen reagieren empfindlich auf Licht, Geräusche oder Gerüche. Daher halten sie sich während einer Migräneattacke bevorzugt in ruhigen, abgedunkelten Räumen auf.

Migräne mit Aura

Eine Migräne mit Aura unterscheidet sich von der Migräne ohne Aura durch neurologische Symptome, die als Aura bezeichnet werden. Sie wird auch als "klassische" oder "begleitete" Migräne (sog. migraine accompagnée) bezeichnet. Bei einer Migräne mit Aura können neben den Kopfschmerzen beispielsweise folgende zusätzliche Symptome auftreten:

Sehstörungen; besonders typisch ist das sog. Flimmerskotom: Patienten sehen gezackte, flimmernd leuchtende Formen. Der wahrnehmbare Bereich (Gesichtsfeld) ist häufig eingeschränkt. Auch optische Halluzinationen sind möglich.
Sprachstörungen
Lähmungen oder Empfindungsstörungen
: Sie treten typischerweise einseitig auf der dem Kopfschmerz gegenüberliegenden Seite auf. Sie äußern sich z.B. durch Kribbeln in den Händen oder Füßen.
Diese besonderen Migräne-Symptome dauern in der Regel 20 bis 45 Minuten. Sie können jedoch vereinzelt bis zu eine Woche lang auftreten. Ein Sonderfall ist in diesem Zusammenhang das Auftreten einer Aura ohne Kopfschmerzen (sog. migraine sans migraine).

Eine weitere Sonderform der Migräne mit Aura, die sich durch schwerwiegende Symptome äußert, ist die Basilarismigräne (Migräne vom Basilaristyp)..Zusätzlich zu Kopfschmerzen im Hinterkopf sowie Sehstörungen leiden die Betroffenen unter

Gangunsicherheit,
Ohrgeräuschen,
Schwindel und
Empfindungsstörungen in den Händen und im Gesicht.
Unglaublich vielfältig. Ich hoffe es geht dir bald besser, liebe Jamie.
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Re: Frage an Migräniker / Migräne-Erfahrene nach vegetativen Symptomen

Beitrag von Sunnyrose » Dienstag, 28.06.16, 19:13

Liebe Jamie

Ausser viel Ruhe, Abdunkeln, Stille, kalte Tücher auf Stirn und Nacken gibt es ja leider nicht viel was hilft.

Jedoch möchte ich dir trotzdem noch empfehlen ganz ganz viel zu trinken. Wasser und Tee's.

Mir helfen bei Migräne oder Kopfschmerzen folgende Tee's:

Kamille, Pfefferminze, Brennessel, Orangenblüten und Ingwer.

Wenn du nicht essen magst, dann unbedingt wenigstens Bouillon oder besser Gemüsesuppen. Ingwer dazugeben.

Gute Besserung! :hug:
Deria
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Re: Frage an Migräniker / Migräne-Erfahrene nach vegetativen Symptomen

Beitrag von Sunnyrose » Dienstag, 28.06.16, 19:49

Hallo Jamie

Meine Schwester hat angerufen. Die längste Dauer war bei ihr 1 Woche! Unzählige Symptome. Vorallem kognitive. Und totale Schwäche. Ihr hilft Voltaren Rapid 50mg als einziges Mittel. Sie ist jedoch nicht pharmakritisch.

Nochmals gute Besserung liebe Jamie
Herzlich Deria
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Re: Frage an Migräniker / Migräne-Erfahrene nach vegetativen Symptomen

Beitrag von Fuzzi » Dienstag, 28.06.16, 20:24

Liebe Jamie,
es tut mir leid, dass Du nun auch von dieser "Seuche" betroffen bist. was ich Dir zunächst raten kann, ist ein Migränetagebuch zu führen. Schreibe Dir auf, was Du wann gegessen oder getrunken hast, und Du wirst ziemlich schnell feststellen, was Deine Migräne triggert. Prophylaktisch und auch therapeutisch kann man auch einiges tun:
1) regelmäßig schlafen (auch am WE nicht deutlich länger schlafen)
2) Osteopathie: lass dein Genick bearbeiten, da kommt das meistens her
3) Akkupunktur: bitte nicht beim "Wunderheiler", hier kann auch viel falsch gemacht werden.
4) Wasser: meine beste Therapie ist pool und ein paar Schwimmnudeln
5) Espresso wirkt manchmal Wunder
6) Du wirst vielleicht ein Medikament brauchen. Ich mache z.Zt. eine Migräneprophylaxe mit Pestwurz (der Neurologe wollte mir das Antiepileptikum Topiramat aufdrehen); bei vielen helfen auch Betablocker (kann ich aber nicht wegen Asthma); im Falle eines Migräneanfalls hilft bei mir Ibu 600 - 800mg recht sicher, hat aber saftige NW (bei mir). Triptane vertrage ich gar nicht, darf man mit AD aber auch nicht zusammennehmen.

ich habe die Migräne seit meiner Kindheit. Insofern ist es auch nicht verwunderlich, dass ich auch psychische Probleme habe, weil ja die Komorbidität mit Angststörungen sehr hoch ist (zumal mich die Natur auch mit Asthma beglückt hat :-(). Insbesondere fallen bei mir migränereiche Phasen mit Panikattacken zusammen. Ob das mit der Aura zusammenhängt (die ja sehr beängstigend ist), weiß ich auch nicht. Ich bin auch der Meinung, dass speziell die Randsymptome beängstigend sind. Das kann ja wohl bis hin zu optischen Halluzinationen gehen. Wenn man natürlich weiß, dass die Ursache die Migräne ist, kann man ganz gut damit umgehen.
Ich wünsche Dir alles Gute und hoffe, dass Du Deinen Weg findest. Ich war jetzt mal ganz überrascht, dass die Migräne zu den 10 das Leben am meisten beeinträchtigenden Krankheiten zählt. Man kann da durch Selbstmanagement glaube trotzdem sehr gut damit leben, wobei es natürlich auch gravierende Unterschiede in der Ausprägung der Krankheit gibt. Ich glaube meine ist da noch eher im Mittelfeld.
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- bis 10-2008 nie psych. Probleme gehabt, jedoch Migräniker
- 3 Monate nach einem Zeckenstich schwer an Borreliose erkrankt - seit dem Panikattacken
- 10/2008 - Jan 2011 Venlafaxin. Beschwerdefrei.
- auf 75 mg abdosiert --> beschwerdefrei
- auf 0 mg --> 8 Wochen beschwerdefrei. Ich bin wieder ich, bin empathisch usw.
- Rückfall: Derpessionen. hatte ich nie zuvor. Wieder VL, 150 mg: Besserung nach 6 Wochen
- zweiter Absetzversuch 2013: viel langesamer 150mg --> 112,5 mg --> 75 mg--> 37,5mg. 6-8 Monate beschwerdefrei, dann Rückfall (schwere Panikattacken Anfang 2014)
- 30 mg Citalopram. Bereits beim Eindosieren große Schwierigkeiten. Benommenheit, Schwindel, Sehstörungen, extremste Kopfschmerzen. Besserung nach 6 Monaten, aber nie so stabil wie unter VL. Sollte eigentlich auf 40mg, aber unmöglich. Mehr als 30 mg ist nicht zu ertragen
- ca. 15. Aril 2015: abdosieren auf 25 mg. Zunächst fühle ich mich sofort besser, keine Benommenheit, kein Schwindel mehr.
- ca. 20. April: Dauermigräne (wie beim eindosieren).
- ca. 22. April: seit 2 Tagen: wieder Panikgefühle und Stimmungsschwankungen.
- ca 10.Mai: zurück auf 27mg wieder stabil
- seit 17.Juni: 25mg --> sofort wieder Dauerkopfschmerz
- seit 7.Juli erträgliche Kopfschmerzen (kein Ibu mehr nötig); geholfen haben Akupunktur und Ostheopad
- seit 10. Juli: 24mg
- seit 1.8. : 22mg; 2 Tage leichte Panikgefühle und Stimmungsschwankungen
- 15.8. seit zwei Tagen Probleme mit Stimmungsschwankungen und Angstgefühlen, vielleicht durch zuviel Alkohol getriggert (zwei Parties hintereinander)
- seit 5.9. 20mg; zunächst geht es besser, nach 3 Tagen geschwollene Finger, Knieschmerzen
- 17.9. wieder Probleme mit Stimmungsschwankungen und Angstgefühlen. Müdigkeit durch die neue Schlafmaske (Schlafapnoe) --> nächtliches, panisches Erwachen (tritt nur mit Maske auf)
- Absetzen wieder aufgenommen: seit 19.5. auf 15mg
- am 30.6. auf 14mg reduziert; sofort wieder Angstzustände und Zwangsgedanken
- am 1.7. wieder auf 15mg --> nach 1 Woche wieder stabil
- seit 1.8. auf 14mg

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Re: Frage an Migräniker / Migräne-Erfahrene nach vegetativen Symptomen

Beitrag von Jamie » Dienstag, 28.06.16, 21:00

Hallo,

vielen lieben Dank für eure Antworten. Danke an jeden einzelnen von euch Anna :), Deria :) und Fuzzi :).
Ich bin schon etwas beruhigter.

Ich bin pharmakritisch, aber nicht so, dass ich alles ablehnen würde. Hier stehen drei Sorten Triptane, Ibuprofen, Kombination aus ASS, Paracetamol und Koffein und Motilium gegen die Übelkeit, aber nichts will so richtig helfen.
Also wenn ich sieben Tage Migräne hätte, würde ich mir die Kugel geben - schlichtweg unvorstellbar :o , ich kann jetzt schon nicht mehr.. :(

Seit 3 Tagen ein Schatten meiner selbst.... :zombie:

Trigger sind anscheinend die Hormone, ich weiß aber z.Zt. nicht, wie ich das beeinflussen kann / soll, außer durch Schwangerschaft.. :o

Mein Arzt weiß über die Migräne Bescheid, aber ich will halt die ganzen Medikamente, die er mir dann prophylaktisch verordnen würde, nicht nehmen.
Da ist ein Betablocker ja noch harmlos; infrage kommen Antiepileptika, Psychopharmaka, Mutterkornalkaloide und anderer hard stuff und sorry, dafür bin ich zu geschädigt mit meinen Medikamentenerfahrungen, als dass ich das freiwillig machen würde.
Im Akutfall kein Problem (wenn es denn helfen würde! Hier steht ja auch eine ganze Apotheke), aber nicht als Dauermedikation, da streike ich.

Seid lieb gegrüßt und nochmals danke
Jamie
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Re: Frage an Migräniker / Migräne-Erfahrene nach vegetativen Symptomen

Beitrag von Kimeta » Dienstag, 28.06.16, 21:19

Liebe Jamie,

erstmal gute Besserung!

Deine Symptome können m.E. durchaus alle bei Migräne vorkommen, ich hatte sie auch oder kenne sie von anderen Migränikern in meinem Umfeld. Aber sie sind unspezifisch und z.B. auch typisch für Histaminintoleranz.

Grundsätzlich und mittelfristig würde ich auf jeden Fall alles mögliche abchecken lassen, falls noch nicht geschehen. Ich finde ungewöhnlich, dass die Migräne einfach so kam. Man sollte meiner Meinung nach doch ausschließen, dass irgendetwas anderes dahinter steckt, auch wenn das relativ unwahrscheinlich ist. Also HNO, Schilddrüse, Kardiologe, Gynäkologe, Zahnarzt, Neurologe etc.

Bei langen, sehr schweren Attacken oder zermürbenden Migräneserien wurde ich mit Kortison behandelt. Da war ich aber in einem Zustand, in dem ich nicht mehr handlungsfähig war, d.h. sprechen, trinken oder gar Essen, Autofahren war nicht mehr möglich. Ich hoffe, dass es bei Dir nicht so schlimm ist. Eine Kortisonbehandlung ist natürlich immer nur der allerletzte Rettungsanker, das weißt Du ja als Fachfrau, aber für mich war immer ein Trost, dass es ihn gibt und manchmal hat das Wissen darum das Durchhalten ermöglicht.

Hier hatte ich Dir schon mal zum Thema Migräne geschrieben: klick (3 Beiträge), da verlinke ich der Einfachheit halber drauf.

Viele Grüße,
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- Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013. Aktuell seit 23.10.2017: 2,5 mg.
- 06/2018: Verdacht auf Histaminintoleranz nach Blutuntersuchung.
- Im Rahmen der Auslassdiät Verdacht auf Salicylatintoleranz (eigene Beobachtungen)

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Re: Frage an Migräniker / Migräne-Erfahrene nach vegetativen Symptomen

Beitrag von Kimeta » Dienstag, 28.06.16, 21:26

Hallo nochmal,

habe eben erst gesehen, dass Du nochmal geschrieben hast. Nein, nimm keine Prophylaxe..... versuche erst alles andere. Wenn Du kannst, Ausdauersport zuerst.

Deine 3 Triptane helfen nicht? Dann versuche die anderen auch noch. Oder lass Dir mal einen Triptanpen verordnen, vielleicht helfen sie nur deshalb nicht, weil der Magen nicht funktioniert. Man könnte MCP oder Domperidon vorab nehmen, aber diesen Medikamenten stehe ich höchst misstrauisch gegenüber. Lieber mal einen Pen testen.

Viele Grüße,
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Re: Frage an Migräniker / Migräne-Erfahrene nach vegetativen Symptomen

Beitrag von Sunnyrose » Dienstag, 28.06.16, 21:27

Ich bin schon etwas beruhigter..
Seit 3 Tagen ein Schatten meiner selbst....
Ich denke auch, dass du nicht zusätzlich Angst zu haben brauchst... es ist ja schon genug schrecklich! Gut, dass du dich beruhigen konntest :hug:
Jamie hat geschrieben:Hier stehen drei Sorten Triptane, Ibuprofen, Kombination aus ASS, Paracetamol und Koffein und Motilium gegen die Übelkeit, aber nichts will so richtig helfen.
Bei meiner Schwester nützt alles auch nicht ausser eben das oben erwähnte. Nur dieses Mittel hilft ihr. Obwohl es ja, glaube ich kein Migränemittel ist :?

Hier ein Link. Vielleicht zur Vorbeugung und Linderung im Akutfall hilfreich
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ko ... el-ia.html

Alles liebe
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Re: Frage an Migräniker / Migräne-Erfahrene nach vegetativen Symptomen

Beitrag von Fuzzi » Dienstag, 28.06.16, 21:53

Liebe Jamie,

sei vorsichtig mit den Triptanen!!

"zittern (aber nicht aus Kälte), schlottern, beben, Muskelzuckungen- und Vibrationen, Schweißausbrüche, schwere Erschöpfung, flache Atmung, Herzrasen, vermehrte Speichelabsonderung, das Gefühl von Gelatine in Armen und Beinen, Kurzatmigkeit, Hautkribbeln, teilweise leichte Angstzustände und Nervosität usw."

vieles davon findest Du unter NW bei Triptanen. Außerdem besteht die Gefahr, des Medikamenteninduzierten Kopfschmerzes besonders bei Triptanen. An Deiner Stelle würde ich erstmal mit schwächeren Waffen, wie Ibu o. ASS probieren. Triptane gehen übrigens auch an den Serotoninrezeptor, weshalb man die keinesfalls zusammen mit SSRI nehmen darf (Gefahr eines Serotoninsyndroms). Ich denke aber Du weißt das. Allerdings hatte ich einen Neurologen, der mir VL zusammen mit Sumatriptan verschrieben habe- da war meine Hypochondrie mal für was gut 8-)
Er meinte nur: Upps. da hätte ich Sie ja beinahe umgebracht :party2:
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- 3 Monate nach einem Zeckenstich schwer an Borreliose erkrankt - seit dem Panikattacken
- 10/2008 - Jan 2011 Venlafaxin. Beschwerdefrei.
- auf 75 mg abdosiert --> beschwerdefrei
- auf 0 mg --> 8 Wochen beschwerdefrei. Ich bin wieder ich, bin empathisch usw.
- Rückfall: Derpessionen. hatte ich nie zuvor. Wieder VL, 150 mg: Besserung nach 6 Wochen
- zweiter Absetzversuch 2013: viel langesamer 150mg --> 112,5 mg --> 75 mg--> 37,5mg. 6-8 Monate beschwerdefrei, dann Rückfall (schwere Panikattacken Anfang 2014)
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- ca. 15. Aril 2015: abdosieren auf 25 mg. Zunächst fühle ich mich sofort besser, keine Benommenheit, kein Schwindel mehr.
- ca. 20. April: Dauermigräne (wie beim eindosieren).
- ca. 22. April: seit 2 Tagen: wieder Panikgefühle und Stimmungsschwankungen.
- ca 10.Mai: zurück auf 27mg wieder stabil
- seit 17.Juni: 25mg --> sofort wieder Dauerkopfschmerz
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- seit 10. Juli: 24mg
- seit 1.8. : 22mg; 2 Tage leichte Panikgefühle und Stimmungsschwankungen
- 15.8. seit zwei Tagen Probleme mit Stimmungsschwankungen und Angstgefühlen, vielleicht durch zuviel Alkohol getriggert (zwei Parties hintereinander)
- seit 5.9. 20mg; zunächst geht es besser, nach 3 Tagen geschwollene Finger, Knieschmerzen
- 17.9. wieder Probleme mit Stimmungsschwankungen und Angstgefühlen. Müdigkeit durch die neue Schlafmaske (Schlafapnoe) --> nächtliches, panisches Erwachen (tritt nur mit Maske auf)
- Absetzen wieder aufgenommen: seit 19.5. auf 15mg
- am 30.6. auf 14mg reduziert; sofort wieder Angstzustände und Zwangsgedanken
- am 1.7. wieder auf 15mg --> nach 1 Woche wieder stabil
- seit 1.8. auf 14mg

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Re: Frage an Migräniker / Migräne-Erfahrene nach vegetativen Symptomen

Beitrag von Jamie » Dienstag, 28.06.16, 23:02

Hallo Fuzzi,

ich bin froh, dass du das nochmal ansprichst, denn genau deshalb vertrage ich auch die Triptane nicht gut.
Ich bekomme relativ ausgeprägte vegetative Symptome, vor allem Schwindel, Übelkeit, Zittrigkeit und Kribbeln, wenn ich Triptane nehme.

Deswegen habe ich heute darauf verzichtet welche zu nehmen und habe aber trotzdem diese ganzen Symptome.
Gestern war es auch schon so schlimm; da habe ich mittags in der Hoffnung auf Besserung eine Schmelztablette Rizatriptan geviertelt und ein Viertel genommen (Jamies paranoide Angst vor Nebenwirkungen bei ihr nicht bekannten Medikamenten....).
Die ganzen vegetativen Symptome waren aber schon vor dem Triptan da, auch am Sonntag bereits.

Zu deinem Arzt fällt mir nur ein:
Glückwunsch, Sie haben Ihren Arzt überlebt... :D :party2:

Man muss wirklich höllisch aufpassen.
Meine rein private Meinung zu dem Thema ist, dass meines Erachtens eine Menge Patienten durch Fehlmedikationen / unerlaubte Kombinationen an Medikamenten in Krankenhäusern (und schlimmer noch in der Leichenhalle) landen. Man darf nicht unterschätzen, was es für teilweise ausgeprägte Interaktionen gibt, gerade auch mit SSRI. Da reicht es sein SSRI zu nehmen und drei Tage z.B. wegen starken Bandscheibenproblemen ein stärkeres Analgetikum wie Tramadol zu nehmen, um anschließend womöglich mit Serotoninsyndrom ins Krankenhaus zu kommen...
Und nein, ich nehme keine SSRI mehr außer 5 Tropfen Amitriptylin (TZA), das nicht interagiert; ich habe das doppelt und dreifach geprüft.

Ich hoffe, dass die Attacke morgen rum ist.
Schlaft alle gut
Jamie
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:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: Frage an Migräniker / Migräne-Erfahrene nach vegetativen Symptomen

Beitrag von Katharina » Dienstag, 28.06.16, 23:05

Liebe Jamie!

Mir helfen zwei Eisbeutel aus Omas Zeiten,gab's bei Butter und Amazon,die Kälte kann ich variieren mit Eis ohne und :

- ein Eisbeutel in den Nacken
- den anderen auf Nase und Augen still liegen.

Motilium um den Magen Darm Trakt in Bewegung zu halten / Übelkeit.
Manchmal Zitronensaft und einen Espresso.

Hauptsächlich still liegen und diese zwei Eisbeutel, mal auf die Stirn / Schläfen.

Minzöl, etwas gehen, manchmal wenn s nicht schon zu arg ist, Haare waschen kühl und warm oder nur den Nacken kalt abspülen.

Ventilator so aufstellen das Du indirekt spürst frische Luft ist da,
feuchte Tücher in eine Kuhltasche ans Bett, diese um den Puls /Handgelenk legen,
Eisbeutel mal auf die linke Brust.

Oh Jamie was tut mir das Leid, Du hast genug wahrlich genug nicht auch das noch.
Ich möchte vorbei kommen - ohne zu sprechen um Dir die Bettdecken aufzunehmen und durch zu schütteln, für Dich lüften,Dir ein Wasser ans Bett bringen und eine Hang leicht streichen, man wird so reduziert in dieser Pein.

Elotrans / Elektrolyt falls Du nicht trinken kannst?

Jamie Du kriegst heute mein ganzes Herz -

Katharina :hug:
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Re: Frage an Migräniker / Migräne-Erfahrene nach vegetativen Symptomen

Beitrag von Fuzzi » Dienstag, 28.06.16, 23:29

Jamie,

trotzdem würde ich Dir raten zum Ostheopaten zu gehen. Mir hat das letztes Jahr sehr viel geholfen. Ebenso hat mir die Akkupunktur geholfen, obwohl ich jedem Hokuspokus sehr skeptisch gegenüber stehe. Vielen hilft auch Autogenes Training. Ich glaube entscheidend ist tägliche Entspannung.
Amitriptylin ist übrigens auch für den off-label use für Migräneprophylaxe angezeigt (ebenso wie Venlafaxin). Tatsächlich musste ich feststellen, dass ich während meiner VL Behandlung praktisch nie Migräne hatte, was sich unter Cita ins Gegenteil gewendet hat (das verstehe mal einer :o ).

Mein Vater hatte in seinen schlimmsten Zeiten übrigens bis zu zwei Wochen am Stück Migräne (status migränicus). Das waren immer ganz schlimme Zeiten.
Falls Du doch an eine Prophylaxe denkst - hier ein interessanter link:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/i ... p?id=28152

Ich habe das Zeug direkt in den Staaten besorgt, weil es hierzulande unbezahlbar ist.
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- bis 10-2008 nie psych. Probleme gehabt, jedoch Migräniker
- 3 Monate nach einem Zeckenstich schwer an Borreliose erkrankt - seit dem Panikattacken
- 10/2008 - Jan 2011 Venlafaxin. Beschwerdefrei.
- auf 75 mg abdosiert --> beschwerdefrei
- auf 0 mg --> 8 Wochen beschwerdefrei. Ich bin wieder ich, bin empathisch usw.
- Rückfall: Derpessionen. hatte ich nie zuvor. Wieder VL, 150 mg: Besserung nach 6 Wochen
- zweiter Absetzversuch 2013: viel langesamer 150mg --> 112,5 mg --> 75 mg--> 37,5mg. 6-8 Monate beschwerdefrei, dann Rückfall (schwere Panikattacken Anfang 2014)
- 30 mg Citalopram. Bereits beim Eindosieren große Schwierigkeiten. Benommenheit, Schwindel, Sehstörungen, extremste Kopfschmerzen. Besserung nach 6 Monaten, aber nie so stabil wie unter VL. Sollte eigentlich auf 40mg, aber unmöglich. Mehr als 30 mg ist nicht zu ertragen
- ca. 15. Aril 2015: abdosieren auf 25 mg. Zunächst fühle ich mich sofort besser, keine Benommenheit, kein Schwindel mehr.
- ca. 20. April: Dauermigräne (wie beim eindosieren).
- ca. 22. April: seit 2 Tagen: wieder Panikgefühle und Stimmungsschwankungen.
- ca 10.Mai: zurück auf 27mg wieder stabil
- seit 17.Juni: 25mg --> sofort wieder Dauerkopfschmerz
- seit 7.Juli erträgliche Kopfschmerzen (kein Ibu mehr nötig); geholfen haben Akupunktur und Ostheopad
- seit 10. Juli: 24mg
- seit 1.8. : 22mg; 2 Tage leichte Panikgefühle und Stimmungsschwankungen
- 15.8. seit zwei Tagen Probleme mit Stimmungsschwankungen und Angstgefühlen, vielleicht durch zuviel Alkohol getriggert (zwei Parties hintereinander)
- seit 5.9. 20mg; zunächst geht es besser, nach 3 Tagen geschwollene Finger, Knieschmerzen
- 17.9. wieder Probleme mit Stimmungsschwankungen und Angstgefühlen. Müdigkeit durch die neue Schlafmaske (Schlafapnoe) --> nächtliches, panisches Erwachen (tritt nur mit Maske auf)
- Absetzen wieder aufgenommen: seit 19.5. auf 15mg
- am 30.6. auf 14mg reduziert; sofort wieder Angstzustände und Zwangsgedanken
- am 1.7. wieder auf 15mg --> nach 1 Woche wieder stabil
- seit 1.8. auf 14mg

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Re: Frage an Migräniker / Migräne-Erfahrene nach vegetativen Symptomen

Beitrag von Katharina » Dienstag, 28.06.16, 23:39

image.jpeg

Alles Gute schnelle Besserung, Jamie :group:

Katharina
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Re: Frage an Migräniker / Migräne-Erfahrene nach vegetativen Symptomen

Beitrag von Annanas » Mittwoch, 29.06.16, 7:37

Guten Morgen, Jamie :hug: ,
Jamie hat geschrieben:Trigger sind anscheinend die Hormone, ich weiß aber z.Zt. nicht, wie ich das beeinflussen kann / soll, außer durch Schwangerschaft..
Wenn ich das Wort "Hormone" lese, schrillen bei mir sämtliche Alarmglocken.
Jamie, heißt das, du hast diese Migräneattacken kurz vor bzw während deiner Regel?
Dann wären die Hormone nicht nur ein Trigger, sondern wahrscheinlich die Ursache.
Dazu würden dann auch sämtliche deiner Symptome passen - auch die Angst u. Nervosität.

Meistens haben die Frauen kurz vor den Wechseljahren mit hormonell bedingter Migräne zu kämpfen ( wie ich auch - da war das einzig
Positive an meinen OP - daß die Migräne nicht mehr auftrat).
Natürlich kann das auch bei jüngeren Frauen durch verschiedene Umstände auftreten.

Ich denke, daß bei dir durch die Medikamentierungen, die Entzüge, deine ganze Lebenssituation sehr viel Stress auftrat u. -tritt.
Bei Stress wird ja vor allem sehr viel Cortisol ausgeschüttet - damit die Nebennieren genügend Cortisol produzieren können,
braucht es sehr viel Progesteron. In Stresssituationen (früher überlebensnotwendig - Kampf/Flucht) werden alle anderen
hormonellen Funktionen deshalb zurückgefahren (Fortpflanzung z.B. jetzt nicht wichtig), nur um die entsprechenden Hormone
(vor allem eben Cortisol) bilden zu können.

Ich könnte mir vorstellen, daß bei dir die Hormone in eine Dysbalance geraten sind - es an Progesteron fehlt.

Du könntest versuchen, die körpereigene Hormonproduktion von Progesteron mit Mönchspfeffer (Agnus castus)
wieder anzukurbeln. In vielen Fällen, gerade bei jüngeren Frauen hilft dieses Mittel gut.

Beim Gynäkologen könntest du auch den Hormonspiegel bestimmen lassen - leider sind viel Gyns, was die Auswirkungen
einer hormonellen Dysbalance betrifft, häufig genauso unwissend, wie die Neurologen bei Psychopharmaka.
Aber vllt hast du auch einen guten Gyn?!
Wenn nämlich Mönchspfeffer nichts bringen sollte, gibt es immer noch die Möglichkeit, eine Progesteroncreme
anzuwenden - die kann auch der HA verschreiben (mußte meiner auch, weil meine Gyn der Meinung war, die bringt
nichts u. wollte mir ein Gestagen - ein künstliches Hormon überbügeln).

Ich kenne wirklich einige Frauen, durch meine vorherige Geschichte u. dementsprechende Recherchen, deren Migräne
damit verschwunden war.

Liebe Grüße von Anna, die hofft, daß es dir heute besser geht!! <3
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen Anderer ergeben haben.

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Re: Frage an Migräniker / Migräne-Erfahrene nach vegetativen Symptomen

Beitrag von Maya » Mittwoch, 29.06.16, 9:11

Liebe Jamie :hug:


wie geht es dir heute?

Konntest du in der Nacht ein bisschen entspannen?

Wir denken an dich, auch im Tagesbefinden-Chat haben wir dir geschrieben. :group:

Bitte schone dich, jetzt sind wir mal für dich da und nicht umgekehrt <3

Manche Betroffene konnten dir ja auch vielleicht etwas für dich Nützliches schreiben...wir anderen sind auf jeden Fall auch mit unseren guten Wünschen an deiner Seite :hug: :hug: :hug:

Liebe Grüße von

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Re: Frage an Migräniker / Migräne-Erfahrene nach vegetativen Symptomen

Beitrag von Sunnyrose » Mittwoch, 29.06.16, 9:31

Liebe Jamie :hug:

Auch ich denke an dich, du bist präsent in meinen Gedanken. Ich hoffe ganz fest, dass die Migräne am abklingen ist.

Herzlich
Deria
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Re: Frage an Migräniker / Migräne-Erfahrene nach vegetativen Symptomen

Beitrag von Luna » Mittwoch, 29.06.16, 10:20

Migräne ist sowas von gemein. Damit hatte ich auch mal sehr zu kämpfen aber zum Glück bin ich die los seid ich keine AD mehr nehme. Leider hatten die AD bei mir die Migräne ausgelößt. Keine ahnung ob es vom Serotonin Überschuss kam (da ein Überschuss Migräne auslösen kann) oder ob da schon Histamin mit im Spiel war.Naja letzendlich wird da wohl schon einiges durcheinander gewesen sein dank AD. Hat irgendwas Auswirkungen auf ein Hormon dann ist das wie eine Kette und alle Hormone spielen verrückt.

http://www.medizinfo.de/schmerz/migraen ... tter.shtml

Naja auf jeden fall war bei mir die Migräne sehr schlimm.Teilweise 2 mal die Woche und ich merkte es meist schon vorher,dass sie kommt. Es blitzte erst im linken Auge und dann kam der Anfall. Konnte damals zum Glück schnell gegenwirken mit Aspirin Migräne Brausetabletten.Musste dann schnell gehen mit der Einnahme wenn die Blitze anfinden. Heute würde ich Aspirin nicht vertragen aber ich habe zum Glück auch keine Anfälle mehr.
Wünsche dir alles Gute. Vielleicht finde sich ein Weg,dass es irgendwann aufhört mit der Migräne
:sports:
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LG Luna

Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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