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Kieferverspannungen durch AD ( z.B. Paroxetin) / Zähne zusammen beissen / Bruxismus

Das Absetzen von Psychopharmaka bedeutet oft eine Herausforderung für Körper und Seele. Bestimmte Beschwerden können verstärkt werden oder auch erstmals auftreten. Hier finden sich Infos und Diskussionen zu entzugsbedingten Gesundheitsthemen.
Poti
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von Poti » Freitag, 21.04.17, 8:41

Hallo Bob,

ich hatte auch starke Kieferprobleme nach dem Absetzen von Paroxetin.
Es hat quasi über Nacht angefangen und war dann wochenlang permanent da. Konnte fast nix essen, weil ich meinen Kiefer einfach nicht mehr öffnen konnte. War dann auch beim Zahnarzt, der aber nix ungewöhnliches entdeckt hat, und hab auch ne Bissschiene bekommen. Ehrlich gesagt wurden die Schmerzen dadurch nicht besser, aber immerhin schützt man seine Zähne. 2-3 Wochen nachdem ich beim Zahnarzt war, warn die Schmerzen von einem Tag auf den andren wie weggeblasen. Sie sind so plötzlich weggegangen wie sie gekommen sind. Und seitdem war da auch nix mehr - typisch Absetzsymptome eben, da kann man manchmal nur mim Kopf schütteln ;)

lg, Poti
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Grundproblematik: Angst-/Panik-Störung, Essstörung, phasenweise Depressionen

Medikation: Paroxetin Suspension
07.-09.2013: Einschleichen auf 10 mg
09.-11.2013: 10 mg (Effekt: Keine Besserung der Ängste, leichte Besserung der Depressionen)
11.-12.2013: 20 mg (Nebenwirkungen: starke Müdikeit und Nachtschwitzen, Verlust von Emotionen)
12.2013: 30 mg (Beginn von Brain-Zaps, zusätzlich zu den andren Nebenwirkungen)
Entschluss abzusetzen
01.-02.2014: "Ausschleichen" von 30mg auf 0 mg; alle 1-2 Tage um 1-2 mg runtergegangen --> quasi Kaltentzug!!
Seit Anfang März 2014 auf 0 mg.

Die ersten zwei Wochen massive Absetzerscheinungen in der vollen Bandbreite.
Dann 4 Wochen extreme Hochphase, teilweise richtige Euphorie.
im April 2014, 6 Wochen nach Null, kam der große Knall und nichts ging mehr,
seit dem im protrahierten Entzug mit Wellen und Fenstern.

Von Jahr zu Jahr bemerk ich leichte Verbesserungen, es geht flach bergauf!

BobdB
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von BobdB » Freitag, 21.04.17, 12:17

Hallo Poti,
danke Dir für den Beitrag.
Das ist interessant, ich glaub wir könnten eine ähnliche Körperchemie haben. Ich habe (s. Deine Signatur) auch während der Einnahme teilweise BrainZaps gehabt, Nachtschweiss und Verlust von Emotionen.
Wie äussert sich denn bei Dir der protrahierte Entzug seit April 2014? Wäre toll, wenn Du da noch ein bisschen was von erzählen könntest.
LG
Bob

P.s. Ich habe nächste Woche einen Termin beim Zahnarzt. Hallo Beissschiene. :party:
- Anfangs Paroxetin 20mg
- Kurz danach auf 10mg reduziert und dann weit über 10 Jahre genommen
- Am Ende krasse "Nebenwirkungen" und dann Ausschleichen über mehrere Monate
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von LinLina » Freitag, 21.04.17, 12:42

Hallo Bob :-)
P.s. Ich habe nächste Woche einen Termin beim Zahnarzt. Hallo Beissschiene. :party:
Ich hab in zwei Wochen einen Termin - wahrscheinlich auch Beissschiene :party: hoffe es ist noch nicht zu viel kaputt, ein eckchen am Zahn fehlt schon und die anderen sind ganz schön geschliffen :shock:

LG
Lina
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von Poti » Freitag, 21.04.17, 16:38

Hallo Bob,
Wie äussert sich denn bei Dir der protrahierte Entzug seit April 2014?
Hmm schwer das Ganze zusammenzufassen. Ich hatte gefühlt hundert verschiedene Symptome. Wenn du dir die geniale (!) Symptomliste aus dem Forum mal anschaust, hab ich da so ziemlich alles mal mitgenommen 8-)

Viele Symptome, vor allem körperliche, warn nur im ersten Jahr sehr intensiv und wurden dann nach und nach erträglicher.

Bei haben sich vor allem kognitive, emotionale und vor allem was die Sinnesreizübertragung betreffende Symptome angeht sehr festgebissen und sind bis heute leider sehr lebenseinschränkend.. Ich darf garnich dran denken, dass ich Musik eigentlich über alles liebe, aber seit über drei Jahren nichtmal ein Lied am Stück ertragen kann :(

Aber auch die hartnäckigen Symptome zeigen deutliche Verbesserungen, also sei jetzt bitte nicht schockiert, wenn du die Dauer meines protrahierten Entzugs siehst.

Außerdem hab ich 30 mg quasi kalt entzogen und du hast ja zum Glück noch die Chance dem größten Unheil durch korrektes Ausschleichen zu entkommen. Ich hab damals auch die Paroxetin Suspension zu mir genommen und dachte, wenn ich alle paar Tage n Milligramm weglass, dann wird das alles super entspannt. Ich wusste es leider nicht besser... Machs besser als ich Kollege, ich würde es jedem von ganzem Herzen raten! ;)

viele Grüße, Poti
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11.-12.2013: 20 mg (Nebenwirkungen: starke Müdikeit und Nachtschwitzen, Verlust von Emotionen)
12.2013: 30 mg (Beginn von Brain-Zaps, zusätzlich zu den andren Nebenwirkungen)
Entschluss abzusetzen
01.-02.2014: "Ausschleichen" von 30mg auf 0 mg; alle 1-2 Tage um 1-2 mg runtergegangen --> quasi Kaltentzug!!
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von BobdB » Samstag, 22.04.17, 21:28

Hallo Poti,

danke Dir für die Erläuterung. Diese kognitiven Beeinträchtigungen habe ich bei mir leider auch schon festgestellt. Bisher waren die zwar immer nur kurzzeitig, dennoch beängstigend. Also z.B. dass einem die einfachsten Dinge nicht einfallen wollen, man Dinge einfach vergisst usw. Sowas hatte ich vorher nie!
Was mir aber auch schon aufgefallen ist, ist dass manche Symptome jetzt kürzer und viel weniger intensiv auftreten, wenn mich wieder so ne "Welle" überkommt.
z.B. die Magenprobleme und die Übelkeit. Das ist eigentlich jetzt gut auszuhalten und dauert immer nur noch maximal ein paar Stunden an. Oder auch heute morgen z.B. hatte ich einen kurzen Anflug von mieser Laune. Das hat sich aber nach ner halben Stunde auf einmal von selber erledigt und alles war wieder gut. Früher hat sowas tagelang angedauert.
Also ich für meinen Teil werde jetzt noch sehr, sehr lange bei den 3mg bleiben. Etliche Monate. Und danach werd ich IRGENDWANN auf 2mg gehen und diese wieder für eine sehr, sehr lange Zeit nehmen. Etliche Monate. Ich bin einfach nach all dem was ich bisher erlebt habe davon überzeugt, dass es für MICH der richtige Weg ist. Mir machen eher nicht die "größeren" Schritte zu schaffen, sondern das zu schnelle Weiterreduzieren einer Dosis und die fehlende Kontinuität.

Lg
Bob
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von emmale » Samstag, 29.04.17, 17:39

Hallo Bob. Ich finde das Thema richtig einsortiert in Gesundheit, sonst wäre ich sicher nicht darauf gestoßen.
Ich kann nur sagen, auch ich habe seit Januar 2017 genau die gleichen Kieferbeschwerden. Gestern war ich mal wieder beim Zahnarzt zur Kontrolle. Er meinte mit dem Kiefer ist alles in Ordnung. Ich beise anscheinend auch nicht auf die Zähne, das würde er sehen am Gebiss. Eine Beisschiene wäre nicht erforderlich. Sollte ich weiterhin Beschwerden haben wird er sichs nochmals Anschauen und eventuell dann eine Schiene empfehlen.
Meine Schmerzen sind zum Aushalten aber lässtig.
Grüße Emmale
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Angststörung, mittelschwere Depression.
D3 Wert Dez.16, D3 7,0. 35000 iE D3 in der Woche ab.24.12.16 / 2000 iE tägl.ab 23.4.17
200mg. K2 tägl.
300mg. Magnesium tägl.
Vitamin B12 Wert Dez.16, 169 , 10 Spritzen 14täg., 1000 iE ab 23.12.16. letzte 24.4.17.
Vitamin B Komplex Hochdosiert tägl.,ab 14.2.17 - 14.5.17
Zink 25mg tägl. ab 14.2.17 - 7.5.17

Meine Erfahrungen mit Ad.
02.2007 Sertralin 25mg dann schrittweise hochdosiert auf 100 mg. 11.2007 ausgeschlichen in der Reha im Zeitraum von 4 Wochen. Wurde vom Rehaarzt so angeordnet. 01.2008 nach jetztigen Erkenntnissen bestimmt Absetzerscheinungen. (Übler gesundheitlicher Zustand.)
Von meiner Neurologin wurde mir dann Opipramol und irgendwann Umstellung auf Doxipin. (Kurzzeitig, aber genaue Termine weiß ich nicht mehr.)
Später wurde ich wieder auf Sertralin eingestellt, welches ich dann bis August 2015 einnahm.

02.2016 Sulpirid bis 150mg (3xtägl. 50mg) wegen starkem Schwindel.(Verordnung durch den Hausarzt) Abgesetzt mit Reduktion in der 2. Aprilwoche 2016, 2 Tage später schwere Angstzustände.(Entzugserscheinungen?)
Erneute Einnahme von Sulpirit weitere 4 Wochen (3x50mg) und wieder abgesetzt in der 3. Maiwoche 2016, 2 Tage später schwere Angstzustände. (Entzugserscheinungen?)
30.05.2016 10mg Citalopram (Hausarzt) für 9 Tage. Totale Übelkeit und ich lag nur noch im Bett und war richtig krank.
09.06.2016 Blitztermin zum Neurologen. Citalopram abgesetzt und Doxipin verordnet bekommen. Einnahme bis Mitte Nov. 2016. War total verstopft und bei hoher Dosis total wirr im Kopf.
Ich hatte einen Klinikaufenthalt vom 26.10.2016 - 6.12.2016 in der Psychosomatik wegen Angst und Schwindelzuständen. Meine Ärztin habe ich darauf angesproche ob ich Doxepin (zu diesem Zeitpunkt 25mg) ausschleichen muß. Mir wurde gesagt sie erkundigt sich nochmals. Am Tag darauf wurde mir gesagt, das muß nicht ausgeschlichen werden, ich kann sofort absetzen. Ich habe es dann von mir aus innerhalb von ein paar Tagen reduziert und weggelassen. Nach jetztigen Erkenntnissen hatte ich bestimmt Absetzreaktionen. Mir ging es dann wieder extrem schlechter und ich am 9.12.2016 wieder bei Sertralin gelandet bin. Verordnet durch meinen neuen Psychiater.
seit 19.4.2017 wieder beim Therapeuten. Termine auf Bedarf.
Gewicht Dez.2016 73kg, Gewicht Mai 2017 65kg. 8 kg abgenommen. Habe meinen Bericht umgestellt auf Medikamentengewicht, da Wirkstoff und Medikamentengewicht unterschiedlich sind und ich ja abwiege.
9.12.2016 25 mg Sertralin Wirkstoff entsprechen etwa 78mg Medikamentengewicht.
14.12.2016 156 mg
23.12.2016 312 mg
1.4.2017 234 mg, wegen starken Problemen erhöht ab
9.4.2017 270 mg
26.4.2017 Psychiater rät zum Umstellen auf Escitalopram (ich habe Angst zu wechseln) ich wechsle nicht. :shock:
26.4.2017 234 mg . schwere Symtome, Kopf wirr, Hitzewallungen, Übelkeit, Zittern usw.
3.5.17 und 4.5.17 Depressionen wie noch nie.
5.5.17 ich denke ich habe schwere Entzugserscheinungen oder bin immer noch überdosiert.(Zittern, Schindel, Zaps am ganzen Körper, Hitze, alles mögliche in Schüben)
7.5.17 180 mg
23.05.17 160 mg, langsame Besserung, 2.6.und 3.6. starke Reaktionen, Zaps am ganzen Körper, Hitze, Asthma, Zähne tun weh. Kiefer schmerzt, Muskelschmerzen in den Beinen, Tinnitus. Sehr Dünnhäutig.
16.06.17 155 mg.Medikamentengewicht = 50mg Tabl. Sertralin.
5.7.17 234 mg, 12.7.17 312 mg, also jetzt wieder eine 100mg Tablette Sertralin.
Alle bekannten Körperreaktionen sind da.

Merlie

Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von Merlie » Montag, 26.06.17, 23:16

Hallo Bob!

Ich habe meine Kieferverspannungen nie in Verbindung mit Paroxetin gebracht und weiß auch nicht, ob es der Fall ist.
Durch das ADFD-Forum weiß ich aber mittlerweile das nichts unmöglich ist...

Ich hatte eine paar heftige Zeiten, wo ich nachts meine Kiefer so aufeinandergepresst habe, das ich richtig Schmerzen hatte. Es war unkontrolliert und ich bin desswegen aufgewacht. Habe es aber einfach nicht kontorlliert bekommen und konnte quasie nur warten, bis es irgendwann aufgehört hat.

Habe dann eine Spange bekommen - wegen Stress kam das Beißen, meinte der Arzt. Hat mir geholfen. Irgendwann wars wieder weg und dann kan es wieder. Zum Schluss sogar mit schlimmen Träumen, indenen ich mir die Zähne so sehr aufeinandergepresst habe das sie rausrisse und so. ALLES NUR TRAUM - aber sowas von kruselig und ekelig. Ich habe morgens als panisch in meinen Mund gefasst und hatte angst in den Spiegel zu sehen, ob es doch kein Traum war...

Die Spange hat mir immer wieder geholfen... was es aber ausgelöst hat, weiß ich nicht. Ich bekomme es nicht mehr so heftig und auch nicht mehr so häuftig... ich hoffe, das ich es nach dem Absetzen jetzt gar nicht mehr bekomme!!!

Liebe Grüße,
Merlie

dragon4277
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von dragon4277 » Dienstag, 27.06.17, 8:09

Hallo ihr lieben,

ja durch amisulprid und PPi hatte ich auch Kieferverspannungen.

Wobei alles wieder mal bei der Tonusänderung durch psychopharmaka anfängt und aufhört. dosiert man auf oder ab ändert sich der Tonus der Muskulatur. Weshalb es im allgemeinen zu verspannungen kommt. Auch im Kieferbereich.

Ist halt wie gummi. An dem eine normale spannung hängt. Ändert man die dosierung der psychopharmaka wird der Gummi entweder schlaffer oder noch angespannter. Und wenn gummi angespannt ist kann man sich vorstellen wie sich die kiefer dann anfühlen.

Geht weg zum glück.

LG Dragon
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2003 Diagnose reine Paranoia
- Zyprexa 5-10mg
J01/2005 Zyprexa abgesetzt auf anraten des Docs ohne auschleichen rückfall+ verschlimmerung ->
03/2005 Diagnose Schizophrenie
-Zyprexa 5mg
2009 Zyprexa 5mg abgesetzt neu Risperdal 2mg ->(schwere Depressionen)
03/2011 Risperdal abgesetzt 15mg abilify -> Entzug
04/2011 wieder Risperdal 2mg
03/2012 Risperdal 2mg Seroquel Prolong 600mg (noch schwerere Depression gewichtzunahme)
09/2012 kalter Entzug von Risperdal und Seroquel Prolong (hat 3 Monate gedauert) mit unterstützung von Amisulprid 200mg
10/2013 Amisulprid 300mg
10/2014 amisulprid 200mg
11/2015 amisulprid 150mg
06/2016 Pantoprazol von 40mg auf 20mg
04/2017 Pantoprazol 0mg
04/2017 amisulprid 200mg um Absetztpsychose bei Pantoprazol absetzung zu verhindern bald wieder auf 150mg
04/2018 nach langem hin und her und mehrfachen entzugserscheinungen
Pantoprazol 40mg und Amisulprid 150mg (muss mich sehr lange von dieser odyssee erholen)

anni1980
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von anni1980 » Dienstag, 25.07.17, 8:23

Hallöchen ihr Lieben,

Ich habe seitdem ich absetze, auch immer starke kieferschmerzen die auch zum Ohr ziehen.
Am schlimmsten ist es bei jedem reduktionsschritt.
Es hat wohl auch was mit meiner Angst zu tun, das ich dabei so extrem verspanne.
Was mir manchmal hilft ist Kaugummi kauen.
Aber wenn das so weiter geht dann werde ich mir auch mal eine beissschiene zu legen.

LG anni
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JamieMurmelineGuglhupf
Seid Juni 2014 Venlafaxin 112,5 mg
Seid Juli 2015 auf 150 mg hochgeschraubt
Am 20.10.15 auf 75 mg runter
Seit dem 27.10.15 auf 0. Kaltentzug
40 mg esomeprazol am morgen

06.12.15 venlafaxin 2 mg genommen
08.12.15 4 mg
21.12.15 6 mg Erkältung, Kopfschmerzen, derelisation ganz schlimm.
03.01.16 8 mg immer noch erkältet
07.01.16 12mg immer noch erkältet
11.01.16 20mg lichtempfindlich
13.03.16 23,5mg kieferschmerzen, leere im mund Gefühl ganz schlimm, Müdigkeit und Erkältung.
11.04.16 21,5mg Kopf und kieferschmerzen, Schwindel, leere im mund
06.07.16 19.5mg tschakka weiter geht es mit dem absetzen
18.09.16 19,5mg es geht weiter ich reduziere erst mal nicht weiter, weil ich wohl meine tage bekomme, danach geht es weiter
03.10.16 15,5 mg Kopfschmerzen, komische Gedanken, Wahrnehmungsstörungen, Angst verrückt zu werden, unteres Augenlid zuckt, nervöse zungen bewegung und leere im mund.
09.01.17 14,5 mg leere im mund, Druckgefühl im kopf, lichtempfindlich, Kopfschmerzen POSITIV: die komischen Gedanken sind sehr sehr abgeschwächt.
5 Wochen Erkältung, dazwischen 2 mal beim Zahnarzt mit Betäubung.
27.03.17 12,5 mg leere im mund, kieferschmerzen in der ersten Woche, heulkrämpfe
15.05.17 11,5 mg leere im mund, kieferschmerzen und Kopfschmerzen, aber auch mehrere Tage wo es mir richtig gut ging.
25.07.17 stand Symptome: leere im mund, seid 2 Monaten Verstopfung, ausser wenn ich meine Tage habe, merke verstärkt nw.
Werde weiter absetzen wenn Tage vorbei sind
31.07.17 11 mg
13.09.17 Stand symptome: Kopfschmerzen, Müdigkeit, leere im Mund,Derelisation, Panikattacken, körperliche Schwäche, morgends schlimme Depressionen.
Aufgrund der schlimmen psychischen Umstände, schleiche ich wieder ein.
21.09.17 11,5 mg

Diagnosen :
Angststörung
Borderline Persönlichkeitsstörung
Mittelschwere Depression

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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von SeventhWave » Montag, 31.07.17, 10:49

Hier!

Auch Kieferverspannungen, sogar Blockaden. Zusätzlich habe ich unterhalb der Nasenwurzel Nervenschmerzen. Habe alles untersuchen lassen: HNO meint Zahnwurzelentzündung, Zahnarzt konnte nach dem Röntgen nichts feststellen. Beißschiene habe ich auch bekommen. Nasen-Chirurg meinte, dass kommt von meiner schiefen Nasenscheidewand.

ich halte es für möglich, aber dass Schmerzen mit dem Kiefer zusammenhängen -> alles rechtsseitig. Und somit vom SSRI.
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Beginn Wasserlösmethode Citalopram Mylan Dura 40 mg
18.07.17 36 mg (-10 %)
29.08.17 32,8 mg (-8,9 %)
28.09.17 30,4 mg (-7,317 %)
07.11.17 28,8 mg (-4,605 %)
05.12.17 28 mg (-2,778 %)
27.01.18 26 mg (-7,143 %)
18.03.18 24 mg (- 7,692 %)
26.04.18 23,5 mg (- 2 %)
10.06.18 22,24 mg (- 5,362 %)
18.07.18 21,92 mg (- 1,439 %)
13.08.18 21,6 mg (- 1,825 %)

SPatriot
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von SPatriot » Montag, 07.08.17, 19:46

Hallo zusammen !

Der Thread ist zwar älter....aber ich möchte mich in die Reihe der Betroffenen in Sachen Kieferverspannungen (und Halsmuskelverspannungen) im Zusammenhang mit AD einreihen. Ich bin seit einiger Zeit meine Neuroleptika los (Quetiapin) und fahre z.Zt. ganz langsam mein Mirta herunter. Mich plagen seit Monaten mal sehr leichte (bis keine), mal echt unangenehme, lästige Kieferverspannungen (eher ein Druck auf dem Kaumuskel). Gut zu wissen, dass auch andere davon betroffen sind :) Geteiltes Leid ist eben immer noch halbes Leid :group:

Viele Grüße,
Mario
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Murmeline
- Ende Sept. 2015 - Übertraining - Zusammenbruch - Burnout
- 01.10.2015 - 3 Wochen Klinik
Entlassen mit :
30 Mg Mirtazapin
250 mg Quetiapin

Reduktion :

Mirtazapin:
28.12.2015 : Reduktion auf 15mg. 14 Tage später Angst, völlige Leere, Schlaflosigkeit. Vollkommene Verzweiflung, Gebete und Tränen. Trotzdem bei 15 mg geblieben.

Quetiapin:
Silvester '15 von 250 mg auf 150 mg und dann weiter auf 62,5 mg ! Viel zu schnell !! Januar '16 war insgesamt ein kompletter Alptraum : Suizidabsichten, Schlaflosigkeit, vollständige Verzweiflung, Angst, Wut UND Selbsterkenntnis.
12.02.2016 : 62,5 mg Stabilisierung.

Stand 12.02.2016 : 15 mg Mirtazapin / 62,5 mg Quetiapin

Start der kontrollierten Reduktion :

Quetiapin :

05.03.2016 - Quetiapin 56 mg (leichte Absetzsymptome - Unruhe, weniger Schlaf. Alles aushaltbar)
19.03.2016 - Quetiapin 50 mg (keine Symptome)

- seit Anfang April (Stand 10.04.) heftige Welle (Mehrere Tage schlaflos, Neuro-Wut/Angst, Zaps und Nervenflimmern - Horror!) - vermutlich ein Rebound von der 50%-Redukion (Mirtazapin) während der Jahreswende. Erstmal Reduktionsstop. :cry:

29.05.2016 - Quetiapin 44 mg (Mitte der 2 Woche leichte Symptome : schlechter Schlaf, Emotionslosigkeit, Dumpfheit, innere Unruhe, Nerven fühlen sich an, als würden sie leicht unter Strom stehen - seltsam. Nach 3 Wochen hat sich alles gelegt)
18.06.2016 - Quetiapin 37,5 mg (in der 4 Woche leichte Probleme mit den Nerven und dem Schlaf)
23.07.2016 - Quetiapin 31,25 mg
03.09.2016 - Quetiapin 25,00 mg
12.10.2016 - Quetiapin 18,75 mg
20.11.2016 - Quetiapin 12,50 mg
04.02.2017 - Quetiapin 6,25 mg
14.03.2017 - Quetiapin 0,00 mg
Die Symptome während der Absetzschritte waren immer gleich oder sehr ähnlich und traten prinzipiell sofort ab der ersten Nacht für etwa 2 Tage auf, dann folgte eine ruhigere Zeit über etwa 3 Wochen. In der 4 und 5 Woche kamen dann wieder die immer selben Beschwerden für kurze Zeit. Ich liste das alles mal in der Reihenfolge auf, wie ich es wahr nahm :
- sehr schlechter Schlaf, Kribbeln im Kopf (nur nachts !)
- Vibrieren (nur nachts)
- ab der 4 und 5 Woche immer nur kurze Zeit :
- Neurowut !
- latente Angststörung und Verfremdung
- latente Dumpfheit/Teilnamslosigkeit
- Anflug leichter Depression
- gelegentlich Gedankenspiralen mit Endlosschleifen
- Aggression
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Mirtazapin :

25.05.'17 - 14,00 mg (marginale Sympt. in der 2 Woche)
30.06.'17 - 13,00 mg (s.o.)
04.08.'17 - 12,00 mg
23.10.'17 - 11,00 mg
11.12.'17 - 10,00 mg
29.01.'18 - 09,00 mg
19.03.'18 - 08,00 mg
07.05.'18 - 07,20 mg (0 Symptome)

anni1980
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von anni1980 » Dienstag, 15.08.17, 21:07

SPatriot hat geschrieben:Hallo zusammen !

Der Thread ist zwar älter....aber ich möchte mich in die Reihe der Betroffenen in Sachen Kieferverspannungen (und Halsmuskelverspannungen) im Zusammenhang mit AD einreihen. Ich bin seit einiger Zeit meine Neuroleptika los (Quetiapin) und fahre z.Zt. ganz langsam mein Mirta herunter. Mich plagen seit Monaten mal sehr leichte (bis keine), mal echt unangenehme, lästige Kieferverspannungen (eher ein Druck auf dem Kaumuskel). Gut zu wissen, dass auch andere davon betroffen sind :) Geteiltes Leid ist eben immer noch halbes Leid :group:

Viele Grüße,
Mario

Hallo SPatriot,

Darf ich dich fragen ob es dann auch bei dir an den ohren hochzieht??
Und was machst du dann wenn die Schmerzen ganz schlimm sind?

LG Anni
Seid Juni 2014 Venlafaxin 112,5 mg
Seid Juli 2015 auf 150 mg hochgeschraubt
Am 20.10.15 auf 75 mg runter
Seit dem 27.10.15 auf 0. Kaltentzug
40 mg esomeprazol am morgen

06.12.15 venlafaxin 2 mg genommen
08.12.15 4 mg
21.12.15 6 mg Erkältung, Kopfschmerzen, derelisation ganz schlimm.
03.01.16 8 mg immer noch erkältet
07.01.16 12mg immer noch erkältet
11.01.16 20mg lichtempfindlich
13.03.16 23,5mg kieferschmerzen, leere im mund Gefühl ganz schlimm, Müdigkeit und Erkältung.
11.04.16 21,5mg Kopf und kieferschmerzen, Schwindel, leere im mund
06.07.16 19.5mg tschakka weiter geht es mit dem absetzen
18.09.16 19,5mg es geht weiter ich reduziere erst mal nicht weiter, weil ich wohl meine tage bekomme, danach geht es weiter
03.10.16 15,5 mg Kopfschmerzen, komische Gedanken, Wahrnehmungsstörungen, Angst verrückt zu werden, unteres Augenlid zuckt, nervöse zungen bewegung und leere im mund.
09.01.17 14,5 mg leere im mund, Druckgefühl im kopf, lichtempfindlich, Kopfschmerzen POSITIV: die komischen Gedanken sind sehr sehr abgeschwächt.
5 Wochen Erkältung, dazwischen 2 mal beim Zahnarzt mit Betäubung.
27.03.17 12,5 mg leere im mund, kieferschmerzen in der ersten Woche, heulkrämpfe
15.05.17 11,5 mg leere im mund, kieferschmerzen und Kopfschmerzen, aber auch mehrere Tage wo es mir richtig gut ging.
25.07.17 stand Symptome: leere im mund, seid 2 Monaten Verstopfung, ausser wenn ich meine Tage habe, merke verstärkt nw.
Werde weiter absetzen wenn Tage vorbei sind
31.07.17 11 mg
13.09.17 Stand symptome: Kopfschmerzen, Müdigkeit, leere im Mund,Derelisation, Panikattacken, körperliche Schwäche, morgends schlimme Depressionen.
Aufgrund der schlimmen psychischen Umstände, schleiche ich wieder ein.
21.09.17 11,5 mg

Diagnosen :
Angststörung
Borderline Persönlichkeitsstörung
Mittelschwere Depression

Rockola
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von Rockola » Sonntag, 10.09.17, 19:39

Hallo zusammen

Ich habe auch eine Kieferverspannung ich setzte Venlafaxin 75mg redart ab . Aber ich habe für mich etwas gefunden ich habe ein Heizkissen gekauft und das gebe ich für drei mal letztmal bevor ich Schlafe mit Wärme rundherum und mir hilft es es Enspannt.
Vielleicht könnte ich euch eine kleine Hilfe geben.

Grüsse Nelly
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Ich nehme seit ca 13 Jahren Venlafaxin 75mg und Zolpiden
Seit Juli 2016 habe ich Venlafaxin 75mg halbiert also noch 37,5 mg ab Mai 2017 nochmals halbiert auf ca 18mg vor 14 Tagen am 25 August bin ich auf null auch Zolpiden auf null und das war keine gute Idee .
Seit dem 11 September nehme ich wieder 18 mg und das Zolpiden10 zum Schlafen.
Seit dem 14 September nehmenich wieder 37,5 Venlafaxin redart.26.08.2017 das erste mal beim Psychiater
Ausschleichen 18 mg Venlafaxin kein redart sondern Tabletten und zum Schlafen Zolpiden 10mg
Ich habe vor ca 3 Wochen von Venlafaxin 37,5 mg auf 18mg reduziert auf raten der Psychiaterin ging schief und bin jetzt wieder auf 21mg rauf.
Seit einigen Wochen bin ich am rauf Dosieren.
Zur Ueit bei 28mg

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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von Eva » Donnerstag, 01.02.18, 19:42

Hallo,

eine Frage:

Wie merkt man, dass man Kieferkrämpfe hat und die Zähne aufeinanderpresst? Ich selbst bekomme das während des Schlafens ja nicht mit, und mein Mann hat das auch noch nicht bemerkt bei mir.

Ich hatte aber kürzlich auf einer Seite Schmerzen im Kiefergelenk und konnte den Mund nicht mehr weit öffnen ohne Beschwerden, zudem "hörte" ich ein Reibegeräusch beim Kauen; das hat mehr als eine Woche gedauert. Jetzt ist es wieder weg. Demzufolge was ich hier lese, könnte das dann ja bei mir eine Folge des Benzoabsetzens sein. Wäre dann wohl einen Gang zum Zahnarzt wert ... :?

Gruß, Eva
Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 01.02.18, 22:10

Hallo Eva,

wenn du eine echte Knirscherin bist, kann dein Zahnarzt das an deinem Zahnschmelz sehen.
Es gibt aber auch die Variante, dass man lediglich feste zubeißt.Das kann auch die Symptome machen, die du beschreibst.
Sprich das Mal bei deinem Zahnarzt an.
Im Zweifelsfall, kann er dir eine Schiene anfertigen, schaden wirst du dir damit nicht.

LG Ute
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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von Guglhupf » Donnerstag, 01.02.18, 23:00

Hallo :)

Mein Mann sagt immer, dass ich nachts lauter knirschen als er schnarcht - das wage ich Mal zu bezweifeln :whistle:

Aber nach jedem Reduktionsschritt ist mein Kiefer auch total verspannt. Tlw merke ich, wie es sich tagsüber innerhalb von Minuten verkrampft. Massiere dann die Muskulatur dann geht's wieder besser.

GLG Anna
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"Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher."

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Re: Kieferverspannungen durch Paroxetin /SSRI

Beitrag von padma » Mittwoch, 02.05.18, 13:32

hallo,

hier ein Beitrag von Courage :) über die vielfältigen Symptome, die Zähne zusammenbeissen/ knirschen (Bruxismus) auslösen kann.
Nun endlich der Hauptgrund, weshalb ich dir schreibe....ich ahne, dass du dich selbst längst mit diesem Thema befasst hast, aber es ist mir ein Bedürfnis, dir vorsichtshalber etwas über ein Gespräch mit meinem Zahnarzt zu berichten. Es geht um Bruxismus, ich selber benötige eine Aufbeißschiene und merkte erst bei Benutzung dieser, welche Probleme sich auf das nächtliche Zähne aufeinander beissen/knirschen zurückführen liess.

Erst dann erzählte mir mein Zahnarzt, der zuvor sehr engagiert in einer Zahnklinik arbeitete, dass seine jetzige Praxis eng mit anderen Ärzten wegen der Bruxismus-Folgen zusammenarbeitet. Da sind Psychologen, Physios, Orthopäden u.a. involviert, da viele Menschen erst sehr spät damit beim Arzt auftauchen und die Problematik oft gar nicht erkannt wird. Man denkt ja, erst DURCH Stress, burn out etc. käme es zum Bruxismus, inzwischen ist aber erkannt worden, dass es sehr wohl UMGEKEHRT sein kann und man erst durch das Zahnproblem in psychische und physische Probleme geraten kann.

Dazu gehört lt. meinem ZA auch Panik bspw. beim Aufwachen und eine Menge deiner aufgezählten Beschwerden hörte ich exakt von ihm, Schwindel, Panik, Rauschen im Kopf, HWS Probleme krass u.v.m.

Er wollte, dass ich mich aufrecht hinstelle und dann fuhr er mir mit der Hand quasi in einem grossen X über den Rücken und zeigte mir exakt die Punkte, die bis unten zum ISG reichen und sehr schmerzhaft sein können, alles ausgelöst von den Zähnen. Das kann bis vor in die Bauchregion sehr schmerzhaft ausstrahlen, da Nervenstränge unter den Rippen genau von der Wirbelsäule nach vorne reichen.

Hält das Aufbeissen der Zähne unbewusst auch tagsüber an, lösen sich die Probleme dann auch nicht über den Tag auf, sondern verstärken sich eher noch, aber eben nicht nur Schmerzen, sondern vieles im Kopfbereich/HWS und daraus resultierende Probleme :zombie: .

Ich habe dann auch viel darüber gelesen und war sprachlos, was mich da oft plagte und seit Einsatz der Beißschiene komplett verschwunden ist, niemals hätte ich psychische Auswirkungen erwartet, bin aber nun mein eigener Beweis, wieviel sich unter meinem ZÄHNE ZUSAMMENBEISSEN (kennst du und alle anderen hier ja auch, man nimmt es notgedrungen als Lebenseinstellung, geht es einem schlecht, aber im Fall von wirklichem Bruxismus kann das massive Formen psychischer wie physischer Art annehmen).
viewtopic.php?p=245103#p245103

Optimist2403
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Re: Kieferverspannungen durch AD ( z.B. Paroxetin) / Zähne zusammen beissen / Bruxismus

Beitrag von Optimist2403 » Mittwoch, 02.05.18, 19:51

Hallo Bob, ich habe genau dasselbe Problem. Ich habe Kieferverspannungen, teilweise richtig Schmerzen beim Kauen. Es fing erst mit dem Absetzen des Venlafaxin an. Ich stehe momentan bei 22,5 mg.
10.2014 8-wöchiger Klinikaufenthalt wegen Depressionen und Zwangsgedanken
Start mit 75mg Venlafaxin
Frühjahr 2015 Dosis halbiert --> 37,5 mg keinerlei Absetzsymptome

Juni 2017 erster Versuch abzusetzen reduziert auf 25mg
Nach schon 2 Wochen reduziert auf 12,5 mg
Ganz starke Absetzsymptome: extremes Zittern, Schweißausbrüche, Angstzuständen, konnte nicht allein sein, Konzentrationsschwierigkeiten, Appetitlosigkeit
Kurz danach wieder auf 25mg und dann auf 37,5mg hochgegangen
Psychologin meinte, ich brauche es wahrscheinlich
Im Februar 2018 habe ich dieses Forum entdeckt und es bestärkt mich, abzusetzen
02.02. reduziert auf 25mg
4 Wochen keine Symptome
03.03. Bauchkrämpfe,Niedergeschlagenheit
04.03. fast das ganze We nur geschlafen
05.03. am Morgen extreme Schweißausbrüche Angst, dass es wieder so schlimm wie beim letzten Versuch wird
06.03. seit 3:00 morgens starke Schweißausbrüche und Herzklopfen

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