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Schnelllink Magenprobleme / PPI / Hausmittel

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Jamie
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Schnelllink Magenprobleme / PPI / Hausmittel

Beitrag von Jamie » Montag, 07.08.17, 10:58

Hallo

TeaTime :) die fleißige Biene (und ich in Ergänzung) haben an einem Paper zu Magenproblemen und PPI gearbeitet.
Es ist layoutmäßig noch nicht der Knüller, aber da sind alle wichtigen Infos drinnen

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PPI (Protonenpumpeninhibitor/Protonenpumpenhemmer)
(Omeprazol/Esomeprazol/Lansoprazol/Dexlansoprazol/Pantoprazol/Rabeprazol)


Was ist ein PPI und wie wirkt er ?

PPI ist die Abkürzung für ProtonenPumpenInhibitor.
Verständlich gesagt sorgt ein PPI dafür, dass im Magen die Protonenpumpen/Belegzellen, die für die Produktion der Magensäure zuständig sind, gehemmt werden.
Dadurch soll die Sekretion der Magensäure gedrosselt werden; Sodbrennen soll dadurch zurückgehen, eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) abklingen und ein Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre (sog. Reflux) verhindert werden.

Protonenpumpenhemmer sind säureempfindlich und werden erst im Dünndarm resorbiert .
Das bedeutet, sie wirken nicht direkt im Magen, sondern der Wirkstoff wird erst im Dünndarm aufgenommen.
Damit die Tablette sich nicht im Magen auflöst und die Säure den Wirkstoff zerstört, ist sie mit einem speziellen magensaftresistenten Film überzogen.

Die Wirkung selber tritt nach der Ersteinnahme nach ca. 24-48 Stunden ein und hält im Schnitt 1-3 Tage, die Wirkung selber wird aber immer geringer, deshalb nimmt man den PPI meist alle 12 oder 24 Stunden ein.
Um z.B. eine Gastritis ausheilen zu können, sind schon circa 2 Wochen Einnahme nötig, damit zum einen die Magensäureproduktion gedrosselt wird und zum anderen der Magen die Gelegenheit erhält seine angegriffene Schleimhaut zu regenerieren.

Wieso kann PPI-Absetzen problematisch werden?
Wenn man ein PPI einige Zeit genommen hat und diesen dann spontan weglässt, dann kann es zu einem sogenannten Rebound kommen, was bedeutet dass die Probleme, weswegen man ein PPI einnahm, akut und heftig zurückkommen kommen und das oft schlimmer, als sie jemals waren.
Warum ?? Ganz einfach, es bilden sich nun Belegzellen und zwar rasant und in größerer Anzahl als jemals zuvor.
Sie produzieren dementsprechend mehr Magensäure als vorher... das Sodbrennen beginnt erneut.
Sie einfach weglassen geht daher meistens nicht gut !


Wie kann man reduzieren ?

Es gibt PPI als Kapseln und Tabletten und als sogenannte MUPS -Tabletten (MUPS = Multiple Unit Pellet System).

Diese Medikamente haben alle eine Spezialbeschichtung, also einen Film, der sie magensaftresistent macht, denn ohne diesen Schutz würden sie schon im Magen ihre Wirkung verlieren.

Und damit deutet sich schon ein Problem an; will man die PPI langsam ausschleichen, so ist das nicht einfach möglich, denn teilt man eine Tablette, wird der magensaftresistente Schutzfilm beschädigt und die Tablette verliert ihre Wirksamkeit, da die aggressive Salzsäure (Magensäure) den Wirkstoff zerstört.
(Auf die sehr aufwendige Möglichkeit Pantoprazol zu reduzieren kommen wir ganz zum Schluss)

Ausnahme sind die MUPS- Tabletten. Diese Tabletten sind ähnlich wie eine Kapsel, in der sich viele kleine Kügelchen / Pellets befinden. In den MUPS - Tabletten sind diese magensaftresistenten Kügelchen auch, allerdings in einen festen Stoff eingebunden.
Theoretisch kann man sie also teilen, aber diese Kügelchen verteilen sich niemals zu 100% gleichmäßig, so dass man nie wirklich 50% des Wirkstoffs erwischen würde.

Die beste Möglichkeit ein PPI zu reduzieren ist das Umsteigen auf Kapseln, z.B. Esomeprazol.
Dafür muss man ggf. einen Medikamentenwechsel erwägen, der eigentlich problemlos verläuft, weil die Wirkweise die gleiche ist, allerdings die Wirkstärke nicht.
Es gibt Vergleiche, bei denen z.B. 20mg Omeprazol nicht unbedingt 20mg Esomeprazol entsprechen.
Man muss also bei einem Wechsel evtl. einkalkulieren, dass es etwas dauern kann, bis man die gleiche Wirkung erzielt. Das kann sein, muss aber nicht sein.
(ganz unten ist dazu ein LINK eingestellt)

Die Kapselhülle selber ist nicht beschichtet, man kann sie also vorsichtig auseinanderziehen und die Kügelchen z.B. auf einen kleinen Teller rieseln lassen und muss nun diese Kügelchen einmal durchzählen.
Sie sind in etwa gleich groß, kleine Abweichungen kann man ignorieren.
Das Ganze sollte man mit etwa 3 Kapseln machen, dann einen Mittelwert nehmen, denn es gibt immer kleine Unterschiede von ein paar Kügelchen.

Bei Esomeprazol 20mg Kapseln kamen wir bei der Firma ratiopharm (nur als Beispiel) auf etwa 165 Kügelchen, zum Rechnen nahmen wir als Grundlage 160 Kügelchen. 8 Kügelchen entsprechen also somit 1 Milligramm.
Achtung! Von Charge zu Charge kann die Kügelchenzahl schwanken, deswegen muss man bei jeder neuen Packung (Charge) erneut 3 Kapseln auszählen und einen Durchschnitt bestimmen.

Die Reduktion kann beginnen.

Je nachdem wie lange man den PPI genommen hat und wie stark die Probleme waren, kann man etwas mehr oder weniger reduzieren.

Bei 20mg würde man mit einer 2mg Reduktion beginnen. Diese erste Reduktion sollte man für 2-4 Wochen halten, wenn überhaupt keine Probleme auftreten, dann 2 Wochen, ansonsten eben 4 Wochen.
Sollten schon jetzt die Probleme länger dauern, dann wieder 1mg hoch gehen. Und dann auch wieder 2-4 Wochen testen.

Also Kapsel öffnen, 16 Kügelchen abzählen und in den Restmüll verwerfen oder zur weiteren Verwendung aufheben, Kapsel verschließen.
Da es etwas Zeit kostet sollte man direkt die Kapseln für 2 Wochen vorbereiten.
Je nach Übung und Geschick dauert das 10-20 Minuten.
Bitte die so präparierten Kapseln dicht verschlossen in einem trockenen Gefäß vor Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.

Ferner kann man sich Leerkapseln in der Apotheke oder in online-shops besorgen und die entfernten Kügelchen da schon wieder einfüllen und sich so schon für später Kapseln vorbereiten. Oder man entsorgt sie.

Im zweiten Schritt dann 1mg oder 2mg entnehmen, das hängt immer am Befinden des Einzelnen, wie man mit der Reduktion klar kommt. Aber eben immer 2-4 Wochen halten und auch da immer beobachten, wie man zurecht kommt. Bei Problemen immer wieder etwas hochgehen, bis die Beschwerden weg sind, dann halten und dann wieder reduzieren.
Idealerweise reduziert man so langsam und kleinschrittig, dass man seine Absetzschritte nicht permanent revidieren muss. Dies bedeutet aber auch, großzügig circa 1 Jahr (oder mehr) für das PPI-Ausschleichen einzukalkulieren.


Was mache ich, wenn ich Sodbrennen oder andere Probleme bekomme ?

Nun kommt die Frage, was mache ich, wenn ich schon reduziert habe und Probleme auftreten und ich nicht wieder aufdosieren möchte?
Also wenn das bereits am Anfang des Absetzens passiert, so ist das Hochdosieren in kleinen Mengen sinnvoll und ggf. muss man abwarten, bis sich evtl. eine Situation ergibt, in der es sich besser ausschleichen lässt. Stress und andere ungünstige Lebensumstände machen es manchmal unmöglich sich dem Absetzen zu widmen; dann lieber etwas warten, bis sich die Wogen geglättet haben.
Wenn man aber schon einige Schritte voran gekommen ist und das Aufdosieren vermeiden möchte, gibt es zum einen weitere Magenmedikamente, aber zum anderen auch einige sehr gute Hausmittel.


Die Magenmittel:

Die Mittel der ersten Wahl:

Antacida, sie wirken schnell aber nicht sehr lange (20-60 Min). Hier gibt es z.B. Hydrotalcit/Talcid, Maaloxan, Rennie, Magaldrat/ Riopan.


Antacida binden und neutralisieren die Magensäure. Sie helfen bei akuten Schmerzen und wirken sofort.
Da es sie teilweise auch flüssig gibt, legen sie sich wie ein schützender Film über die Speiseröhren- und Magenschleimhaut, was zu bevorzugen ist. Sie sind in der Apotheke frei verkäuflich.

Hinweis: Antacida können evtl. Wirkung von Medikamenten aufheben, zB Benzos wirken dann evtl. nicht oder nicht richtig. Es ist daher erforderlich einen zeitlichen Abstand von 3 Stunden einzuhalten.


Alginate; sie wirken auch schnell, und auch länger (2-4 Std). Hier gibt es Gaviscon Dual und Gaviscon Advance. Das Dual bildet eine Schutzschicht und neutralisiert die Magensäure, das Advance bildet einen stärkeren Schutzfilm, neutralisiert aber die Magensäure nicht. Sie helfen bei akuten Schmerzen und sind ebenfalls in flüssiger Darreichungsform und ohne Rezept erhältlich.

Die stärkere Alternative:

H2 - Blocker blockieren die Produktion der Magensäure. Wirken also ähnlich wie ein PPI.
Sie wirken nach ca. 30 Minuten und haben mit bis zu 8 Stunden die längste Wirkung.
Hier gibt es z.B. Ranitidin, Nizatidin, Famotidin, Cimetidin, Roxatidin.

Sie verhindern auch die Produktion der Magensäure (allerdings durch einen anderen Wirkmechanismus als PPI), wirken aber im Magen und helfen bei akuten Schmerzen, im Gegensatz zu einem PPI.
Ranitidin ist in einer Stärke von 75mg ohne Rezept in der Apotheke erhältlich; höhere Dosierungen sind rezeptpflichtig.


Der Unterschied zwischen einem PPI und einem H2 - Blocker

Info ------->“Bereits in einer niedrigen Dosierung bewirkt Ranitidin, dass die Aktivität der Magen-Belegzellen nachlässt. Dies führt zu einer geringeren Freisetzung von Salzsäure innerhalb des Magens, wodurch die Beschwerden zurückgehen. Allerdings fällt die Wirkung von Protonenpumpeninhibitoren deutlich stärker aus. So können diese bis zu 90 Prozent der Magensäurebildung hemmen, während Ranitidin maximal 50 Prozent erreicht.“
Quelle: http://symptomat.de/Ranitidin

***********************************************************

Sollten also beim Absetzen Probleme aufkommen, kann man erst einmal mit einem Antacidum oder einem Alginat testen, ob man es damit in den Griff bekommt.
Es sind relativ sanfte Mittel, die nicht / kaum schaden, und immer einen Versuch wert.

Wenn das nichts bringt, dann kann man auf einen H2-Blocker zurückgreifen, der aber schon wieder stärker wirkt. Es sind hier auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu beachten!
Je nachdem wo man bei der Reduzierung steht, ist zu überlegen den PPI wieder hochzudosieren, wenn nichts greift, weil dies dann sinnvoller ist.

Als Beispiel:

Man nimmt im Normalfall 20mg Esomeprazol und hat es auf 17mg geschafft, Sodbrennen stellt sich ein. Antacida/Alginat hilft kaum.
Dann lieber wieder auf 18mg gehen, warten bis es wieder stabil ist dann wieder auf 17mg.

Sollte man aber z.B.bei 10mg sein, und ein Antacida/Alginat/Hausmittel hilft nicht, könnte man einen H2Blocker nehmen (75mg). Und zwar immer dann, wenn Schmerzen aufkommen. Aber max. 2 mal am Tag.
Aber wenn das nicht funktioniert, also man dann täglich zwei H2-Blocker nehmen muss, dann auch lieber wieder 0,5mg des PPI aufdosieren und auch wieder warten bis man sich stabilisiert hat.


Die Hausmittel bei Sodbrennen
Kartoffelsaft---- (nur eine kleine Menge), schmeckt scheußlich, hilft aber.
Rohe Kartoffel--- lange kauen und langsam schlucken
(Achtung: Rohe Kartoffeln sind giftig, nur kleine Mengen verzehren)
Aloe Vera Saft---recht geschmacksneutral
Heilerde --- am besten Kapseln (mikrofein oder magenfein)
Quark -- 2 EL mit oder ohne Haferflocken
Mandeln--3-4 Stk lange kauen, langsam schlucken
Mandelmilch -- kann ein Glas sein
Retterspitz innerlich

Das alles bindet Magensäure und/oder beruhigt.

**Im Moment testet Teilnehmerin Teatime noch eine Schüssler Salz Kombination, JSO Bicomplex 16, diese ist u.a. gegen Sodbrennen, sie nimmt diese 1-3x am Tag ein, begleitend. Als akut Medikament hat sie es noch nicht getestet, aber ihre Reduktion funktioniert momentan sehr gut, und vielleicht liegt es auch daran**


Was kann man selber ändern?

Und nun kommen noch Verhaltensweisen und auch die Ernährung ins Spiel.
Der PPI lässt einen ja, wenn man gut eingestellt ist, eigentlich nahezu normal leben und somit auch essen. Beim Reduzieren ändert sich das oft. Es muss nicht sein, kann aber sein.

Zusätzlich, zu allen Hilfsmitteln, sollte man also die Ernährung anpassen.

-Man sollte nach Möglichkeit Fettes, Süßes, Scharfes in Maßen genießen. (Nicht in Massen !)
-Alkohol belastet, ebenso wie das Rauchen.
-Spätes Essen meiden, abends nur kleine und wenig belastende Mahlzeiten zu sich nehmen. Achtung : Salate / Rohkost sind abends NICHT angesagt.
-keine zu großen Portionen essen, lieber mehrere kleine Mahlzeiten
-nach Möglichkeit den Kopfteil am Bett etwas hochstellen


Das Ziel

Das Ziel sollte sein, ohne PPI klar zu kommen.
Als Notfall Mittel immer auf ein Antacidum oder Alginat, ggf. auf einen H2Blocker zurückgreifen.

Den H2Blocker aber nicht zur Gewohnheit werden lassen, er verliert im Laufe der Zeit, bei regelmäßiger Einnahme, zumeist seine Wirkung.

Info ---->“Die Plasma-Halbwertzeit beträgt 2-3 Stunden. Bereits nach 7-14 Tagen kann durch eine Toleranzentwicklung eine Wirkungsabnahme eintreten.“

Quelle: http://flexikon.doccheck.com/de/Ranitidin

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Als Notfallmedikamente, sprich, bei Schmerzen, sind aber alle diese Mittel und Hausmittel anzuraten.

Zur Dauermedikation sind diese Mittel alle nicht gedacht, der PPI übrigens auch nicht !!


Die aufwendige Möglichkeit Pantoprazol zu reduzieren

Und nun kommt eine Möglichkeit, die allerdings sehr aufwendig ist.
Man kann Pantoprazoltabletten theoretisch teilen und in Kapseln füllen.
Allerdings müssen diese Kapseln ganz speziell bearbeitet sein (retardiert), und komplett versiegelt, damit sie eben nicht von der Magensäure zersetzt werden.
Und dafür muss man sich eine Flüssigkeit kaufen, in die man dann diese Leerkapseln nach dem Befüllen tunkt. (Apotheke / Internet-shops)
Es gibt wohl auch retardierte Kapseln, die man nur an der Teilungsnaht versiegeln muss.
In der Apotheke bekommt man sie nicht.
Als Teatime anfing Esomeprazol zu reduzieren, hat sie sich im Internet hoch und runter gesucht.
Sie glaubt bei Amazon gab es dann solche retardierten Kapseln (also magensaftresistente), aber wie gesagt, man muss sie dann an der Stelle, wo man sie wieder zusammenschiebt zukleben, natürlich nicht mit Uhu sondern einem speziellen Kleber.
Trotzdem müsste man sich dann auch noch eine Feinwaage besorgen, damit man auch Milligramm für Milligramm abwiegen und reduzieren kann.

Einfacher ist ein Wirkstoffwechsel, wie bereits zu Beginn besprochen.
Zum Beispiel von Pantoprazol auf Omeprazol, Esomeprazol oder andere.
Omeprazol und Esomeprazol gibt es nämlich in der praktischen Kapsel-Version.


Welche Medikamente gibt es sonst noch?

Sucralfat

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sucralfat

Es ist ein verschreibungspflichtiges Granulat bzw. es gibt es auch flüssig und als Tablette.
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Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Info -------> „Der Wirkstoff bildet im sauren Milieu des Magens einen zähflüssigen Schleim, der die gesamte Magenschleimhaut bedeckt. Er schützt sie vor aggressiven Verbindungen wie Salzsäure, Verdauungsenzymen oder Gallenflüssigkeit. Vorhandene Entzündungen und Geschwüre heilen dadurch schneller ab.“

Quelle: http://www.aponet.de/wissen/arzneimitte ... rkung.html
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Was Teatime noch aus eigener Erfahrung empfehlen kann, und zwar als akutes Schmerzmittel, ist Tepilta.

Es ist verschreibungspflichtig.
Dies ist eine schmerzstillende Flüssigkeit in kleinen Portionspackungen. (Kein Gel)
Es enthält tatsächlich ein oberflächlich wirkendes Lokalanästhetikum. Man sollte es als Notfallmittel nehmen, wenn der Magen stark brennt und schmerzt.
Dabei den Kopf weit nach hinten legen, so dass die Suspension wirklich in den Rachen läuft, ansonsten ist kurzzeitig der Mund innen leicht betäubt. Das ist nicht schlimm, vergeht recht schnell, kann aber als unangenehm empfunden werden.
http://www.medapharma.de/fileadmin/user ... 2-2015.pdf



Zuguterletzt: Warum ein PPI absetzen, wenn es doch so gut hilft?

Lange Zeit wurden PPI als sogenannter „Magenschutz“ großzügig verordnet und als harmlose und gut verträgliche Medikamente beworben.
Doch nun sind sie einige Zeit auf dem Markt und damit steigen auch die Langzeiterfahrungen mit dieser Substanzgruppe.
Hier zeigt sich, dass PPI mitnichten so unproblematisch sind wie angenommen.

Zum einen ist es mittlerweile klar, dass diese bei langfristigem Gebrauch zu einer PPI-Abhängigkeit führen.
Dies zeigt sich in den Rebound-Phänomenen und in den Schilderungen der Patienten, die angeben, einfach nicht von ihrem Medikament loszukommen, da dann sofort wieder Magenprobleme anfangen.
Zum anderen gibt es Studien, die belegen, dass selbst gesunde Probanden, die ein PPI testeten und zuvor keine Magenprobleme hatten, nach dem Absetzen plötzlich über Magenbeschwerden klagten.

Ferner ist zu beachten, dass PPI einige sehr bedenkliche Nebenwirkungen haben können.
Im Langzeitgebrauch (länger als einige Wochen oder wenige Monate) können sie zu einem Vitamin B12- Mangel führen, ebenso zu einer Eisen-Malabsorption und vermutlich auch zu einem latenten Kalcium – und /oder Magnesiummangel.
Insbesondere ein Vitamin B12-Mangel ist nicht zu unterschätzen, da er unbehandelt irreversible Schädigungen nach sich ziehen kann.
PPI beeinflussen auch den Knochenstoffwechsel und können das Frakturrisiko erhöhen.
Es werden auch vermehrt Nierenschädigungen und ein erhöhtes pulmonales Infektionsrisiko bei langfristiger PPI-Einnahme beschrieben.

Des weiteren führt der Mangel an Salzsäure im Magen dazu, dass die Nahrung nicht mehr richtig aufgespalten wird, was zu mannigfaltigen Verdauungsbeschwerden und Nahrungsmittelintoleranzen führen kann.
Der Darm bekommt Nahrung zugeführt, die weder korrekt aufgeschlüsselt noch vorverdaut ist; die Folge sind Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Völlegefühl, Übelkeit u.v.m.

Oft ist zu beobachten, dass PPI erst einmal sehr gut wirken und dann irgendwann selbst eine Reihe von Problemen auslösen, die der Betroffene zuerst einmal gar nicht richtig zuordnen kann.
Alleine deshalb ist jedes Milligramm weniger an PPI bereits ein Erfolg und ein erster Schritt, den Körper wieder an „normale“ Verdauungsprozesse heranzuführen.

Der Vollständigkeit halber ist noch zu erwähnen, dass durch den Magensäuremangel gewisse Keime nicht mehr abgetötet werden, die sich dann im Darm ansiedeln und dort zu Problemen führen können (zumeist Clostridium difficile – Infektionen).
Hierzu eine Anekdote von Jamie: Auf ihrer Indien-Reise ist Jamie als Einzige von 15 Gruppenmitgliedern an einer akuten schweren Lebensmittelvergiftung erkrankt, obwohl sie das Gleiche aß wie die anderen.
Der Unterschied war nur, dass sie die einzige war, die ein PPI nahm – es steht zu vermuten, dass die fehlende Säure die ungewohnten Keime nicht abtöten konnte.


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Mehr Infos hier:
http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/ ... px?SN=6865


Und hier sind noch einige informative Seiten


http://www.ikph.uniklinikum-jena.de/ipt ... Schulz.pdf

(Sehr guter Überlick der Probleme, der Medikation ,und der Wirkung ,
der Medikamente

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https://de.m.wikipedia.org/wiki/Protonenpumpenhemmer
http://flexikon.doccheck.com/de/Protonenpumpenhemmer


(Infos zur Wirkweise eines PPI)
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https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ranitidin
http://medikamente.netdoktor.de/wirkstoffe/ranitidin/
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/i ... p?id=36500
http://www.gesundheit.de/medizin/wirkst ... /ranitidin
http://www.netdoktor.de/medikamente/ranitidin/

(Infos zur Wirkweise /Wirkdauer/Nebenwirkungen) eines H2Blockers,
in dem Fall Ranitidin)
*****************************************************************
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Protonenpumpenhemmer

(Infos zur Halbwertzeit und Wirkdauer eines PPI)
*******************************************************************
http://www.gaviscon.de/

(Wirkung Alginat)
********************************************************************
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Algins%C3%A4ure

(Info was ein Alginat ist)
***********************************************************************
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/s ... er-ia.html

(Nebenwirkungen eines PPI, die man nicht unbedingt im Beipackzettel findet, aber neben dem Nutzen auch das Risiko anzeigen)

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https://www.online-zfa.de/article/vergl ... m/y/m/1067

(Ein Vergleich der unterschiedlichen PPI in ihrer Stärke, dafür etwas nach unten scrollen)

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Re: Schnelllink Magenprobleme / PPI / Hausmittel

Beitrag von dragon4277 » Mittwoch, 09.08.17, 2:53

Hallo Jamie,

ich hab jetzt den Text nicht gelesen.

wollte aber hier billige alternativen zu den Apothekenpflichtigen Markenwaren noch hinzufüge.

Antazida:

Bullrichslaz
Kaiser Natron

Alginate:

Braunalgen:

https://www.sos.de/was-ist-braunalge-und-wie-wirkt-sie (gibt bei DM und rösman noch billigere versionen. SOS ist eine Markenware aber gut erklärt)
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2003 Diagnose reine Paranoia
- Zyprexa 5-10mg
J01/2005 Zyprexa abgesetzt auf anraten des Docs ohne auschleichen rückfall+ verschlimmerung ->
03/2005 Diagnose Schizophrenie
-Zyprexa 5mg
2009 Zyprexa 5mg abgesetzt neu Risperdal 2mg ->(schwere Depressionen)
03/2011 Risperdal abgesetzt 15mg abilify -> Entzug
04/2011 wieder Risperdal 2mg
03/2012 Risperdal 2mg Seroquel Prolong 600mg (noch schwerere Depression gewichtzunahme)
09/2012 kalter Entzug von Risperdal und Seroquel Prolong (hat 3 Monate gedauert) mit unterstützung von Amisulprid 200mg
10/2013 Amisulprid 300mg
10/2014 amisulprid 200mg
11/2015 amisulprid 150mg
06/2016 Pantoprazol von 40mg auf 20mg
04/2017 Pantoprazol 0mg
04/2017 amisulprid 200mg um Absetztpsychose bei Pantoprazol absetzung zu verhindern bald wieder auf 150mg
04/2018 nach langem hin und her und mehrfachen entzugserscheinungen
Pantoprazol 40mg und Amisulprid 150mg (muss mich sehr lange von dieser odyssee erholen)

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Re: Schnelllink Magenprobleme / PPI / Hausmittel

Beitrag von Eva » Mittwoch, 09.08.17, 11:33

Mein Mittel, außer schlichtes doppeltkohlensaures Natron: Gaviscon advance.

Und wenn es mal ganz schlimm kommt: Ranitidin 75 mg (erst in höheren Dosen verschreibungspflichtig), das aber nur im Akutfall und nie länger als 2 Tage.
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Re: Schnelllink Magenprobleme / PPI / Hausmittel

Beitrag von Fibie77 » Mittwoch, 09.08.17, 15:20

Hallo ihr lieben,
Danke für die tollen Infos zu diesem Thema.
Ich habe noch eine Frage,....
Ab wann machen diese Mittel abhängig?
Gleich nach der ersten Einnahme?
Habe Omeprazol 4 mal geno.
Lg.Fibie
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dragon4277
- Februar 2011 Ohnmachtsanfall, ohne Diagnose. :shock:
In den darauffolgenden Monaten stellte sich starker Schwindel ein und eine gewisse Angst davon entstand. :(
Ich blieb nur noch zu Hause und ging nicht mehr gerne raus,wenn dann nur zur Arbeit.
- Von Februar 2011 bis April 2014 verschiedene Ärzte konsultiert, von Zahnarzt CMD Behandlung,über Chiropraktoren, und
Infusionen mit Mikronährstoffen war alles dabei.
- Es folgten in dieser Zeit,extreme Ängste,Verzweiflung, keine Energie und Kraft mehr,nur noch Verzweiflung wegen diverser
Symptome.
Meine Symptome veränderten sich und ich bekam einen kontinuierlichen Dauerkopfdruck und Augendruck.
- April 2014 Citolopram 10mg vom Hausarzt verschrieben bekommen.
- Juni 2014 Einweisung in Psychosomatische Klinik, für 8 Wochen.
- Wurde dort auf Cymbalta umgestellt für 2 Wochen,jedoch ist dies wieder gleich abgesetzt worden,da meine weißen
Blutkörperchen stark absanken.
- Von einem auf den anderen Tag,wurde Sertralin eindosiert.
Erst 25 mg und dann 50 mg in der darauffolgenden Woche.
- August 2014,wieder zu Hause und sollte dort noch bis auf 100mg hochdosieren, ging mir jedoch sehr schlecht dabei und
ich blieb bei 50 mg.
- März 2015 fing ich an das Medikament 50 mg Sertralin ganz langsam auszuschleichen, nach Absprache mit meiner
Ärztin.
- Ende Februar 2016 war ich auf 0mg mit dem Sertralin. :party2:
(bei den letzten Schritten ließ ich mir lange Zeit und dosierte mit Zoloft Tropfen ab).
- Seid dieser Zeit Absetzerscheinungen in Form von Sehstörungen, Kopfschmerzen,Übelkeit, komische Gefühle,Augendruck,
Blutzuckerschwankungen (dieser geht immer so tief runter),Benommenheit,.....
Die Symptome wechseln sich ab und sind mal nur leicht und dann wieder ganz stark da.

-Oktober 2016 . Absetzerscheinungen - Kopfschmerzen,Sehstörungen,trockene Augen,Schwindel ,,Blutzucker geht immer noch so tief in Keller,Übelkeit.

-November 2016 ( 9 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen die aufs Augen strahlen mit Übelkeit,
Blutzucker hat sich normalisiert,ab und zu noch trockene Augen

-Dezember 2016 (10 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen sind fast weg, jedoch wieder ziemliche Augenprobleme.
Schwipp-Schwapp im Kopf
-Januar 2017 (11 Monate nach 0 mg Sertralin)
Augenprobleme immer noch vorhanden
Schwipp- Schwapp im Kopf, Sodbrennen,
-Februar 2017 ( 1 Jahr auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme / Sehstörungen immer noch vorhanden !
Manchmal noch Schwipp-Schwapp im Kopf und wieder Kopfschmerzen.
-März 2017 (13 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme, ziemliche Benommenheit,Spannungskopfschmerzen.
-April 2017(14 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme,Benommenheit,Kopfschmerzen,extremes Tief(muss viel weinen,weil es nicht so recht besser wird)
-August2017(18 Monate nach null)
Starke Magenbeschwerden,Übelkeit,Sodbrennen,Kopfschmerzen,Augenprobleme

-Januar 2018 (23 Monate auf 0mg)
Augenprobleme (schlechteres Sehen und brennende Augen),manchmal noch leichte Gangunsicherheit,schmerzendes
Genick,Reizüberflutung im Kopf/brennen,nicht mehr so starke Spannungskopfschmerzen.
Langsam wird es besser,aber es ist noch nicht gut!
-Februar 2018 ( 2 Jahre auf 0 mg)

TeaTime
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Re: Schnelllink Magenprobleme / PPI / Hausmittel

Beitrag von TeaTime » Mittwoch, 09.08.17, 19:14

Hallo Fibie,

das passiert erst nach etwa 3-4 Wochen täglicher Einnahme.

Bei 4 Tagen kannst Du es einfach weglassen.

Lieben Gruß,

TeaTime
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"Anfangs wollt' ich fast verzagen,
Und ich glaubt', ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
Aber frag mich nur nicht: wie?"
(Heinrich Heine)

Arianrhod
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Re: Schnelllink Magenprobleme / PPI / Hausmittel

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 09.08.17, 19:59

Danke für die tolle Zusammenfassung - ich glaube, das weiss mancher Doc nicht....

liebe Grüße Arian

PPI waren die Medikamente, die ich gleich nach den Neuroleptika absetzen konnte. Viele Patienten nehmen sie ja, weil sie die Psychopharmaka eigentlich nicht vertragen. Es besteht eine gute Chance, dass mit dem Absetzen dieser auch die Magenproblematik weggeht.
Wenn man dann trotzdem mit Schmerzen reagiert, ist das der rebound der PPI.
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Fibie77
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Re: Schnelllink Magenprobleme / PPI / Hausmittel

Beitrag von Fibie77 » Donnerstag, 10.08.17, 7:57

Hallo Tea Time,...
Dankeschön für deine Auskunft.
Lg.Fibie
- Februar 2011 Ohnmachtsanfall, ohne Diagnose. :shock:
In den darauffolgenden Monaten stellte sich starker Schwindel ein und eine gewisse Angst davon entstand. :(
Ich blieb nur noch zu Hause und ging nicht mehr gerne raus,wenn dann nur zur Arbeit.
- Von Februar 2011 bis April 2014 verschiedene Ärzte konsultiert, von Zahnarzt CMD Behandlung,über Chiropraktoren, und
Infusionen mit Mikronährstoffen war alles dabei.
- Es folgten in dieser Zeit,extreme Ängste,Verzweiflung, keine Energie und Kraft mehr,nur noch Verzweiflung wegen diverser
Symptome.
Meine Symptome veränderten sich und ich bekam einen kontinuierlichen Dauerkopfdruck und Augendruck.
- April 2014 Citolopram 10mg vom Hausarzt verschrieben bekommen.
- Juni 2014 Einweisung in Psychosomatische Klinik, für 8 Wochen.
- Wurde dort auf Cymbalta umgestellt für 2 Wochen,jedoch ist dies wieder gleich abgesetzt worden,da meine weißen
Blutkörperchen stark absanken.
- Von einem auf den anderen Tag,wurde Sertralin eindosiert.
Erst 25 mg und dann 50 mg in der darauffolgenden Woche.
- August 2014,wieder zu Hause und sollte dort noch bis auf 100mg hochdosieren, ging mir jedoch sehr schlecht dabei und
ich blieb bei 50 mg.
- März 2015 fing ich an das Medikament 50 mg Sertralin ganz langsam auszuschleichen, nach Absprache mit meiner
Ärztin.
- Ende Februar 2016 war ich auf 0mg mit dem Sertralin. :party2:
(bei den letzten Schritten ließ ich mir lange Zeit und dosierte mit Zoloft Tropfen ab).
- Seid dieser Zeit Absetzerscheinungen in Form von Sehstörungen, Kopfschmerzen,Übelkeit, komische Gefühle,Augendruck,
Blutzuckerschwankungen (dieser geht immer so tief runter),Benommenheit,.....
Die Symptome wechseln sich ab und sind mal nur leicht und dann wieder ganz stark da.

-Oktober 2016 . Absetzerscheinungen - Kopfschmerzen,Sehstörungen,trockene Augen,Schwindel ,,Blutzucker geht immer noch so tief in Keller,Übelkeit.

-November 2016 ( 9 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen die aufs Augen strahlen mit Übelkeit,
Blutzucker hat sich normalisiert,ab und zu noch trockene Augen

-Dezember 2016 (10 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen sind fast weg, jedoch wieder ziemliche Augenprobleme.
Schwipp-Schwapp im Kopf
-Januar 2017 (11 Monate nach 0 mg Sertralin)
Augenprobleme immer noch vorhanden
Schwipp- Schwapp im Kopf, Sodbrennen,
-Februar 2017 ( 1 Jahr auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme / Sehstörungen immer noch vorhanden !
Manchmal noch Schwipp-Schwapp im Kopf und wieder Kopfschmerzen.
-März 2017 (13 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme, ziemliche Benommenheit,Spannungskopfschmerzen.
-April 2017(14 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme,Benommenheit,Kopfschmerzen,extremes Tief(muss viel weinen,weil es nicht so recht besser wird)
-August2017(18 Monate nach null)
Starke Magenbeschwerden,Übelkeit,Sodbrennen,Kopfschmerzen,Augenprobleme

-Januar 2018 (23 Monate auf 0mg)
Augenprobleme (schlechteres Sehen und brennende Augen),manchmal noch leichte Gangunsicherheit,schmerzendes
Genick,Reizüberflutung im Kopf/brennen,nicht mehr so starke Spannungskopfschmerzen.
Langsam wird es besser,aber es ist noch nicht gut!
-Februar 2018 ( 2 Jahre auf 0 mg)

Anke13
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Re: Schnelllink Magenprobleme / PPI / Hausmittel

Beitrag von Anke13 » Freitag, 24.11.17, 7:37

Liebe Jamie, liebes Team :group:

ich hatte gesehen, daß Jamie 2015 eine Liste erstellt hatte mit Medikamenten gegen Übelkeit. Dann kam ich noch auf diese Seite von Jamie mit PPI.

Da ich ständig unter Übelkeit leide habe ich schon sehr viele Mittel ausprobiert und es ging mir daraufhin sehr schlecht. Ist ja von Mensch zu Mensch unterschiedlich......

Nach Riopan hatte ich immer am nächsten Morgen heftige Entzugssymptome und habe mich gefragt warum und recherchiert. Vielleicht wäre es für die Forummitglieder wichtig zu wissen, was ich gefunden habe auf den USA Seiten. Ferner steht auch auf dem Beipackzettel man soll andere Medikamente zeitversetzt nehmen (mindestens 2 Stunden Abstand).

Antacids (Riopan/Rennie) neutralize the drug. Benzo less effective/no calming effect. Take Diazepam first, wait at least 3 hours before taking Riopan.

Ich habe also 2-3 Stunden gewartet aber trotzdem hat es die Wirkung von Diazepam/Alprazolam runtergesetzt (als wenn ich plötzlich nur die Hälfte genommen hätte !!)

Ranitidin: auf Beipackzettel als "sehr selten" aufgeführt (Depressionen/Schwindel), bei mir aber schlimme Wirkung mit Depressionen und so starken Schwindel, daß ich gegen eine Wand gelaufen bin (sofort abgesetzt). Wechselwirkung mit Beruhigungs- und Schlafmittel (2 Medikamente werden aufgeführt).

Wollte nur einen Anstoß geben, ob Ihr das vielleicht mit auf Eure Liste nehmen könntet. Vorallem, das mit Riopan finde ich wichtig zu wissen.

Liebe Grüsse auch Euch :group:
Anke
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1.Tablette Alprazolam genommen Juni 2014 sofort abhängig nach 1.Tablette !!! Warnung: Alprazolam Entzug laut Experten härter als Heroin Entzug !!!
Juli-Sept 2014 = Alprazolam 1/2 bis 2 Tabl. täglich (je nach Belastung).
Okt.-Dez.2014 STEIGERUNG auf 2-6 Tabl.täglich.
Januar 2015= 4-7 Tabl täglich!! Seit Febr.2015 Absetzplan nach Ashton Methode.
Febr-Dez.2015 Alprazolam runterdosiert und Substituion Diazepam. Fehler: Entzug zu sehr in die Länge gezogen ! 2016 Jan-Dez weiter runterdosiert,dafür Diazepam gesteigert .
4. Mai 2017 Alprazolam auf 0 alleine geschafft !!
Dafür leider hängengeblieben auf 40 mg Diazepam/täglich.

Reduziere jetzt Diazepam in 2,5 mg Schritten:
5. Mai 2017 =Diazepam 40 mg
3.August 2017 =37,5 mg
1.September 2017 = 35 mg
6. Oktober 2017 = 32,5 mg
4. November 2017 = 30 mg
4.Dezember 2017 = 27,5 mg
5.März 2018 = 25 mg (Angststörung wird stärker, Reizdarm heftiger, seit Monaten bettlägerig)
13. April 2018 = 22,5 mg
16. Mai 2018 = 20,0 mg (Etappenziel erreicht ! Endlich im Niedrigdosisbereich)
16. Juni 2018 = 18,0 mg (geht mir sehr schlecht, körperlich und psychisch)
Absetz-Pause (zuviele Belastungen/Trigger derzeit)
Agoraphobie neu dazugekommen


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diverse Nahrungsunverträglichkeiten
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Panikstörung: Panikattacke/Hyperventilation jedenTag seit Jahren

Zusatzmedikation seit 15 Jahren: Amitriptylin (Antidepressiva) 50 mg abends zum Schlafen.
1992-1994 starke Alkoholabhängigkeit und Diazepam bis zu 60 mg pro Tag ! 1994 erfolgreicher Entzug in Privatklinik. War seit 20 Jahren clean ! Rückfall Benzo (Alprazolam) 2014. Trinke keinerlei Alkohol seit 1994 .
"Es ist nicht schlimm, in die falsche Richtung gegangen zu sein, man muss nur den Mut haben umzudrehen" (unbekannt)

Jamie
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Re: Schnelllink Magenprobleme / PPI / Hausmittel

Beitrag von Jamie » Freitag, 24.11.17, 10:01

Hallo, :)

danke für die Anregung und den wichtigen Hinweis.
Das ergänzen wir gerne

MfG
Jamie
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:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: Schnelllink Magenprobleme / PPI / Hausmittel

Beitrag von Guglhupf » Mittwoch, 03.01.18, 21:30

Hallo ihr Lieben :)

Magenprobleme sind hier ja ein großes Thema - ich dachte erst ich hätte vor Silvester nur nen Magen-Darm-Virus aber alle Symptome deuten nun auf eine Gastritis hin - was ich bisher noch nie hatte? Ist das üblich im Entzug? Kam mir erst heute in den Sinn, da ich ganz typische Symptome dafür habe - unangenehmes, schmerzhaftes Druckgefühl in der Magengegend, schlechter Geschmack im Mund, manchmal sauer aufstoßen. Und am 30.12. als es begann hatte ich heftige Schmerzen im Bereich Magen und Rücken..

Heute schoss mir ein, dass es eben eine Gastritis sein könnte, habe Basenpulver getrunken und trinke Magentees. Geht mir schon viel besser und habe kaum noch Schmerzen. Aber es wundert mich, dass ich das so plötzlich bekomme. Kann es mir nur in Zusammenhang mit dem Entzug erklären? :?

Danke euch,
glg Anna
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Re: Schnelllink Magenprobleme / PPI / Hausmittel

Beitrag von Ululu 69 » Mittwoch, 03.01.18, 21:55

Hallo Anna,

Magenprobleme gehören leider für viele im Entzug dazu. :(
Es kann also durchaus sein, dass ein Zusammenhang besteht.

Die Maßnahmen, die du ergreifst klingen gut und ich drücke dir die Daumen, dass es schnell besser wird.
Wenn es länger so bleibt, solltest du es allerdings ärztlich abklären lassen, um andere Ursachen auszuschließen.

Man ist ja leider auch für so vieles anfällig im Entzug.

Knuddel deine drei wunderschönen Hunde von mir. <3

LG Ute
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Re: Schnelllink Magenprobleme / PPI / Hausmittel

Beitrag von Guglhupf » Mittwoch, 03.01.18, 23:48

Liebe Ute

danke für deine Antwort.

Ich hab sonst eigentlich keinerlei Beschwerden. Selbst der Magen meldet sich nur, wenn ich zB aufstehe aus einer gekrümmten Sitzhaltung, wenn ich um den Nabel herum drücke.. in Ruhe spüre ich gar nichts.

Danke für die Knuddler ;)
GLG Anna
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Re: Schnelllink Magenprobleme / PPI / Hausmittel

Beitrag von Eva » Donnerstag, 04.01.18, 9:55

Hallo,

wurde Gaviscon Advance oben bereits irgendwo erwähnt? Dann sorry.

Sonst: Es ist eine dickflüssige Emulison gegen Sodbrennen, die sich schützend auf die Schleimhäute der Speiseröhre und des Mageneingangs legt. Da sie aus Algen hergestellt wird, ist sie vielleicht nicht für alle - z. B. Hashimoto-Patienten - geeignet. Es gibt auch Kautabletten, die enthalten aber einen weiteren Wirkstoff, und ich nehme sie nicht so gern.

Mir selbst hilft das flüssige Mittel sehr gut.

LG Eva
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Re: Schnelllink Magenprobleme / PPI / Hausmittel

Beitrag von Luna » Donnerstag, 04.01.18, 11:38

Gaviscon Advance enthält Parabene und die stehen im Verdacht Krebs auszulösen. Zumindest mal gehört. Gesund ist es eh nicht.
Parabene in Kosmetika werden als sehr kritisch angesehen, das sie zudem hormonell wirksam sind und somit das System durcheinander bringen können und das allein ist nicht gut.
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Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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Re: Schnelllink Magenprobleme / PPI / Hausmittel

Beitrag von Clarissa » Donnerstag, 04.01.18, 11:47

Hi.

Wenn ich nachlese, was in dem Gaviscone Advance alles drin ist, wird mir übel.

Muss es denn immer gleich Chemie sein? - Ich ernähre mich schonend, lebe medikamentenfrei trotz Ü60 und habe ganz selten Sodbrennen. Das sitze ich dann halt aus, ehe ich was drüberkippe.

Leicht verständnislose Grüße von Clarissa
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Re: Schnelllink Magenprobleme / PPI / Hausmittel

Beitrag von Guglhupf » Donnerstag, 04.01.18, 15:40

Hallo

Gegen Sodbrennen hilft mir am besten Basenpulver.

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Re: Schnelllink Magenprobleme / PPI / Hausmittel

Beitrag von fingerprint » Montag, 16.07.18, 10:44

Hallo ihr Lieben,

Ich hoffe ich habe meine Frage nicht überlesen.

Ich lese das zum ersten Mal und stelle mit Erschrecken fest, dass mir seit Jahren Omeprazol als Schutz vor meinen Tabletten verabreicht wird.

Ich bin mit
Diazepam auf Null
Venlafaxin auf Null
Oxycodon (Oxygesic )jetzt innerhalb eines halben Jahres von 280 mg. auf 80 mg

Nach allem was ich hier gelesen habe möchte ich nun auch das Omeprazol natürlich ausschleichen.

Ich habe Omeprazol als Kapsel mit Kügelchen. Kann ich dann nicht auch die Kügelchen-Abzählvariante nutzen?

Ich bin durcheinander gekommen weil ganz am Anfang von einer Umstellung von Omeprazol auf Esomaprezol die Rede ist.

Habe ich da etwas falsch verstanden?

Herzliche Grüße
fingerprint
Seit 1989 Schmerzpatient nach Unfall.

Bis 2000 kaum Medikation. (Paracetamol + Codein, Ibuprophen, Diclofenac)

2000 Diagnose Sarkoidose. Gleichzeitig gegen Schmerzen Tilidin bekommen und Anfang Antidepressiva. Zur Unterstützung des Tilidin.

Bis 2017 dachte ich, das AD ist vollkommen OK, ist ja nur zur Unterstützung des Schmerzmittels :frust:

2000 - 2017 so ziemlich alles an AD bekommen was es gab. Zuletzt Venlafaxin 300 mg. 300 mg für 6 Monate. Vorher 75 mg. Da ich kaum noch schlafen konnte wurde Venlafaxin auf 300 mg. gesetzt :zombie:

2006 Diagnose Fibromyalgiesyndrom

2006 von Tilidin auf Oxycodon (Oxygesic) umgestellt.

Stand 2017, Oktober
- 280 mg Oxycodon
- 40 Tropfen Diazepam (20 mg)
- 300 mg Venlafaxin

- Ende Oktober Diazepam von 40 Tropfen auf Null
- September bis Mitte November Oxycodon von 280 mg auf 200 mg
- 18. Dezember 2017 Venlafaxin von 300 mg auf Null (Werde ich nie vergessen, ich wußte es nicht besser)

Jetzt 24.04.2018 immer noch, teils heftige Entzugssymptome wegen Venlafaxin

24.04.2008
130 mg Oxycodon (Pause Entzug wegen Venla Unfall s.o.)
- Diclofenac bei Bedarf (Bedarf ist täglich :( )
- 25 mg Hydrocortison wegen Nebenniereninsuffizienz
- Vit. D3 Dekristol 20 000 I.E. 3 x wöchentlich
- Omeprazol 20 mg morgens und 20 mg abends

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Re: Schnelllink Magenprobleme / PPI / Hausmittel

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 22.07.18, 8:17

Morgen!

Wenn da Kügelchen drin sind, kannst du natürlich die Methode nutzen. Irgendwer macht das auch so, kann mich aber nicht erinnern, wer 🙄

Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Anke13
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Re: Schnelllink Magenprobleme / PPI / Hausmittel

Beitrag von Anke13 » Dienstag, 07.08.18, 6:27

Liebe Foris, :group:

habe jetzt was ausprobiert gegen Magenbrennen. Riopan,etc. nehme ich nicht mehr, da man dies mit mindestens 3 Stunden Abstand zu anderen Medikamenten nehmen darf. Habe festgestellt, daß die Wirkung von Benzos auch mit diesem Abstand trotzdem vermindert ist.

Dies hat mir jetzt geholfen:
Haferflocken von der bekannten Markte K….. Balance Instant Haferflocken. Eine kleine Schüssel nehmen mit 4 Teelöffeln davon und ganz wenig kaltes Wasser. Die Flocken lösen sich sofort auf. Etwas rühren bis eine dickflüssige Masse entsteht und mit Löffel in kleinen Schlucken trinken ganz langsam. Zur Not zweite Schüssel machen mit der gleichen Menge.

Hatte gestern Abend so heftiges Magenbrennen als wenn ich Chilli pur gegessen hatte. Nach 2 kleinen Schüsseln ging das Brennen weg.
Hausmittel immer besser als Chemie, finde ich.

Liebe Grüsse
Anke
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1.Tablette Alprazolam genommen Juni 2014 sofort abhängig nach 1.Tablette !!! Warnung: Alprazolam Entzug laut Experten härter als Heroin Entzug !!!
Juli-Sept 2014 = Alprazolam 1/2 bis 2 Tabl. täglich (je nach Belastung).
Okt.-Dez.2014 STEIGERUNG auf 2-6 Tabl.täglich.
Januar 2015= 4-7 Tabl täglich!! Seit Febr.2015 Absetzplan nach Ashton Methode.
Febr-Dez.2015 Alprazolam runterdosiert und Substituion Diazepam. Fehler: Entzug zu sehr in die Länge gezogen ! 2016 Jan-Dez weiter runterdosiert,dafür Diazepam gesteigert .
4. Mai 2017 Alprazolam auf 0 alleine geschafft !!
Dafür leider hängengeblieben auf 40 mg Diazepam/täglich.

Reduziere jetzt Diazepam in 2,5 mg Schritten:
5. Mai 2017 =Diazepam 40 mg
3.August 2017 =37,5 mg
1.September 2017 = 35 mg
6. Oktober 2017 = 32,5 mg
4. November 2017 = 30 mg
4.Dezember 2017 = 27,5 mg
5.März 2018 = 25 mg (Angststörung wird stärker, Reizdarm heftiger, seit Monaten bettlägerig)
13. April 2018 = 22,5 mg
16. Mai 2018 = 20,0 mg (Etappenziel erreicht ! Endlich im Niedrigdosisbereich)
16. Juni 2018 = 18,0 mg (geht mir sehr schlecht, körperlich und psychisch)
Absetz-Pause (zuviele Belastungen/Trigger derzeit)
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1992-1994 starke Alkoholabhängigkeit und Diazepam bis zu 60 mg pro Tag ! 1994 erfolgreicher Entzug in Privatklinik. War seit 20 Jahren clean ! Rückfall Benzo (Alprazolam) 2014. Trinke keinerlei Alkohol seit 1994 .
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