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Histamin-Intoleranz im Entzug

Das Absetzen von Psychopharmaka bedeutet oft eine Herausforderung für Körper und Seele. Bestimmte Beschwerden können verstärkt werden oder auch erstmals auftreten. Hier finden sich Infos und Diskussionen zu entzugsbedingten Gesundheitsthemen.
Luna
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Luna » Dienstag, 24.04.18, 16:55

Hallo
*Reis oder auch Kartoffeln oder Gemüse kann man problemlos aufwärmen*
Nein, dass kann man leider nicht immer. Verträgt nicht jeder.

Histamin incl andere Botenstoffe der Immunzellen sind nur eine Folge des aktiven Immunsystems durch mögliche Schäden und Veränderungen im Körper. Das immunsystem reagiert auf alles wo es meint, dass es schädlich sein könnte.
Das kann z.b auch Fruktose usw sein wenn bestimmte Enzyme fehlen. Dann ist das ein Angriff auf den Körper und der reagiert mit Immunzellen...Mastzellen u.a.

Liebe grüße
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Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Kimeta » Samstag, 23.06.18, 11:43

Hallo liebe Histamin-Geplagte und -Erfahrene,

es besteht der Verdacht, dass ich ebenfalls unter Histamin-Intoleranz leide. Ich habe auf Anraten meines Schmerzarztes einen "Komplementär-Arzt" aufgesucht, der verschiedene Tests gemacht hat und einige Werte deuten auf HI hin. Ich war sehr überrascht, denn die Symptome, die ich für typisch hielt, nämlich Haut- und Darmprobleme, habe ich eigentlich nicht.

Der Arzt hat mir einen Vitamin B-Komplex, Vitamin D, Selen und Kupfer zur täglichen Einnahme verschrieben (alle Werte sind niedrig), sowie Daosin bei Bedarf. Außerdem bekomme ich noch DHEA (das ist noch nicht da, ich nehme es also noch nicht), da auch im Bereich Hormone einiges nicht in Ordnung ist. Er empfahl ansonsten natürlich einen Test mit HI-armer Ernährung.

Da ich vom Thema keine Ahnung hatte, habe ich erstmal versucht, mich zu orientieren. Es hat mich an die Anfänge bei der Umstellung auf Kohlenhydratarme Ernährung erinnert: viele, viele, teilweise widersprüchliche Informationen. Ok, dachte ich, Dein Frühstück ist sowieso histaminarm, dann nimmst Du eine DAO-Kapsel vor Mittag- und Abendessen, isst keine Snacks zwischendurch, versuchst schon mal, Deinen Koffein-Konsum zu reduzieren :( :( :( und informierst Dich erstmal. Heute ist mein dritter Tag.

Beim Reduzieren von Koffein bin ich vorsichtig, ich bin Hochdosis-Koffeinistin. Ich bin auch Hochdosis-Tomatensalat mit Basamico-Esserin, nehme Metamizol und überhaupt, die Liste der HI-haltigen Lebensmittel liest sich wie mein Speiseplan. Es steht mir also wirklich eine Umstellung bevor.

Leider funktioniert mein genialer Plan nicht so, wie ich mir gedacht habe :wink: . Ich hatte gestern Durchfall und heute morgen sehr viel Luft im Darm (kommt beides so gut wie nie vor), außerdem seit gestern Hautjucken bzw. -spannen, bzw. gereizte rote Haut am ganzen Körper, das hatte ich bis jetzt nur einmal bei der Einnahme des Antibiotikums Levofloxacin. Weiterhin habe ich mehrfach niesen müssen und schnüffele ständig, aber ich glaube nicht, dass ich erkältet bin. Meine Schlussfolgerung: es passiert irgendwas, aber ist das gut?

Meine Fragen:
  • Wie habt Ihr die Auslassdiät gemacht? Reichen 3 Tage nur Reis mit Salz ohne Jod und Butter oder creme fraiche? Wie werde ich satt?? Ich hatte gedacht, ev. Mozzarella dazu zu essen?
  • Welche Rolle könnte Doxepin spielen? Der Arzt war sehr überrascht, als ich einen Zusammenhang hergestellt habe, ich hatte hier aber zumindest im Zusammenhang mit Amitriptylin schon davon gelesen. Ich habe beim Surfen widersprüchliche Quellen gefunden, die werde ich auf jeden Fall nochmal suchen und nachreichen.
  • Wie ist es mit den NEM, die mir verordnet wurden, könnten die auch eine Ursache der aktuellen Beschwerden sein?
  • Mir steht ev. eine OP bevor, muss ich das schlimmste befürchten??
  • Wie seid Ihr vorgegangen? Mein Plan ist, erstmal alles wegzulassen und dann langsam wieder dazuzunehmen.
Ich habe in diesem Thread schon vieles, aber noch nicht alles gelesen, und bin für Kommentare dankbar.

Viele Grüße
Kimeta
- Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
- Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013. Aktuell seit 23.10.2017: 2,5 mg.
- 06/2018: Verdacht auf Histaminintoleranz nach Blutuntersuchung.
- Im Rahmen der Auslassdiät Verdacht auf Salicylatintoleranz (eigene Beobachtungen)

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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von LinLina » Samstag, 23.06.18, 13:11

Liebe Kimeta :-)

Es tut mir leid, dass du nun auch damit zu tun hast. Doxepin ist ja ein sehr starker Histaminblocker, es kann gut sein dass die Problematik dadurch jetzt verstärkt worden ist im Vergleich zu vor der Einnahme.

Migräne ist übrigens ein typisches HI-Symptom. Haut- und Darmprobleme hat nicht jeder Betroffene, ich auch sehr wenig bis gar nicht. Wenn du keine Darmprobleme hast deutet das ein bisschen darauf hin, dass ein DAO-Mangel nicht dein Haupt- oder einziges Problem ist. Es gibt noch weitere Histamin-Abbauwege die betroffen sein können, dazu kommt dass die Histaminsensibilität beim Absetzen eines HI-Blockers erhöht ist. DAO-Kapseln zu nehmen ist daher wahrscheinlich nur begrenzt hilfreich, auch weil nicht nur das schon in der Nahrung vorhandene Histamin eine ROlle spielt, sondern in den meisten Fällen (gerade wenn man ZNS Symptome hat) auch Histaminliberatoren, also Substanzen die den Körper dazu veranlassen Histamin freizusetzen.

Ich würde an deiner Stelle diese Liste hier runterladen und mich als ersten Schritt streng danach richten https://www.mastzellaktivierung.info/de ... html#lm_de

Hast du jetzt schon Nahrungsergänzungsmittel genommen? Ich würde das zumindest nicht gleichzeitig mit der Ernährungsumstellung machen, sonst weißt du nicht was von was kommt.

Deine Symptome hören sich für mich eher nach stärkerer Unverträglichkeitsreaktion an :? evtl. hast du etwas gegessen was du sonst nicht isst und reagierst darauf?
Meine Fragen:
  • Wie habt Ihr die Auslassdiät gemacht? Reichen 3 Tage nur Reis mit Salz ohne Jod und Butter oder creme fraiche? Wie werde ich satt?? Ich hatte gedacht, ev. Mozzarella dazu zu essen?
3 Tage sind zu kurz, ich denke eher 10-14 Tage müssten es mindestens sein. Ich denke du musst dich aber nicht nur auf Reis beschränken, ich würde es erstmal mit der oben verlinkten Liste versuchen und davon wirklich nur die komplett unbedenklichen Lebensmittel essen, evtl. reicht das schon.
  • Welche Rolle könnte Doxepin spielen? Der Arzt war sehr überrascht, als ich einen Zusammenhang hergestellt habe, ich hatte hier aber zumindest im Zusammenhang mit Amitriptylin schon davon gelesen. Ich habe beim Surfen widersprüchliche Quellen gefunden, die werde ich auf jeden Fall nochmal suchen und nachreichen. [/list
Doxepin ist wie oben geschrieben ein sehr starker Histaminblocker. Beim Absetzen reagiert der Körper hypersensibel auf Histamin, da er ja während der Einnahme davor abgeschirmt war bzw. evtl. sogar mehr produziert und weniger abgebaut hat um den vermeintlichen Mangel auszugleichen. Dazu kommt, dass sehr viele HI-Blocker auch DAO-Blocker sind, bei Doxepin weiß ich es nicht sicher aber es könnte gut sein.
  • Wie ist es mit den NEM, die mir verordnet wurden, könnten die auch eine Ursache der aktuellen Beschwerden sein?
ja, durchaus. Nicht umsonst schreiben wir hier immer wieder, gerade im Entzug vorsichtig mit NEM sein :wink: und bei HI können alle möglichen Stoffe triggern, z.b. auch Zusatzstoffe in den Kapseln/Tabletten
  • Mir steht ev. eine OP bevor, muss ich das schlimmste befürchten??
Nein dass denke ich eher nicht, du hast gute Chancen dass es kein Riesenproblem darstellt. Da du eine Diagnose hast, hast du schonmal Riesenglück. Es gibt Listen, welche Medikamente bei Histaminintoleranz verträglicher sind, ich würde das vorher mit den behandelnden Ärzten besprechen.
  • Wie seid Ihr vorgegangen? Mein Plan ist, erstmal alles wegzulassen und dann langsam wieder dazuzunehmen.
Da ich keine Diagnose bekommen habe, aber heftige akute Reaktionen, habe ich irgendwann selbst gemerkt dass es wohl mit Histamin zu tun haben muss. Darauf hin habe ich alle HI-kritischen Lebensmittel weg gelassen und gemerkt dass es deutlich besser geht. Aber ich wollte auch nicht alles weg lassen was ggf. nicht zwingend sein muss, ich reagiere extrem empfindlich und habe Verdaucht auf Mastzellenaktivierung. Es kann da passieren dass man erst recht nichts mehr verträgt/sich eher schadet wenn man zu viel weg lässt (für ein paar Tage bis wenige Wochen ist das aber für die meisten ok und ein guter Weg das rauszufinden, bei mir ist es wirklich extrem ich habe inzwischen auch eine Salicylatintoleranz).

Alles weg zu lassen außer 1-2 Bassislebensmittel und nach 1-2 Wochen langsam einzeln wieder hinzu zu nehmen ist sicher der genaueste Weg, um herauszufinden auf was man reagiert, braucht aber sehr viel geduld da Reaktionen 1-2 Tage verzögert auftreten können - man darf also nur alle 2-3 Tage ein neues Lebensmittel oder NEM testen.

Liebe Grüße
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Kimeta » Samstag, 23.06.18, 19:20

Liebe Lina,

herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort.

Ich nehme die NEMs heute den 4. Tag. DAO habe ich genommen, damit ich erstmal "normal" weiteressen kann, bis ich so informiert bin, dass ich histaminarm loslegen kann. Ich habe nichts anderes gegessen als sonst, im Gegenteil, ich habe wie gesagt weniger Koffein, keine Tomaten und keine Snacks zu mir genommen. Insofern denke ich, dass meine Reaktion eigentlich nur durch ein NEM ausgelöst werden konnte. Ich hoffe, dass ich die jetzt nicht alle wieder absetzen und einzeln austesten muss.....

Heute habe ich DAO weggelassen, "normal" Mittag gegessen und sogar bei einem Radausflug ein Bananensplit genossen. Beim heutigen Radfahren ging es mir wieder besser, gestern (mit DAO) konnte ich meine Strecke kaum bewältigen. Keine Ahnung, ob das Zufall war oder DAO mir nicht bekommt, jedenfalls ändere ich jetzt meine Strategie und mache es lieber gleich richtig, ohne Tricks, d.h. konsequent histaminarm ernähren, sobald ich vorbereitet bin.

Ok, nur Reis muss also nicht sein, ich würde es ev. trotzdem versuchen, das überlege ich mir nochmal.

Zum Doxepin: bei meinen Recherchen hatte ich neben der Aussage, dass es ein Histaminblocker ist, auch die gegenteilige Aussage gelesen, aber leider nicht gleich die Fundstelle notiert. Ich werde es nochmal suchen. Das hat mich sehr verwirrt.

Interessant, dass Du darüber schreibst, man solle nicht zuviel weglassen. Die Gedanken habe ich mir auch schon gemacht. So in die Richtung, dass man sich vielleicht auch ein bisschen "abhärten" muss und dem Körper eine Chance geben sollte, mit Einflüssen selbst klar zu kommen.

Von Deinem "Mastzellenproblem" und anderen Problemen mit der Ernährung habe ich in letzter Zeit schon wiederholt gelesen. Ich wünsche Dir, dass Deine Maßnahmen Wirkung zeigen.

Und uns allen wünsche ich, dass wir die HI wieder loswerden, nach meinen ersten Recherchen weiß ich, dass das möglich ist, und deshalb gehe ich einfach mal davon aus, dass es eine vorübergehende Phase ist :) .

Viele Grüße
Kimeta
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von LinLina » Samstag, 23.06.18, 19:53

Hallo Kimeta :-)

wenn die HI medikamenteninduziert ist, sind die Chancen gut dass es wieder weg geht :)

bzgl. des Doxepin: Hier gibt es eine alte Publikation wo alle TZA getestet wurden.
Doxepin hydrochloride and amitriptyline hydrochloride may be the most potent antihistamines known
Doxepin und Amitryptilin könnten die stärksten bekannten Antihistaminika sein
The most potent antihistamine, doxepin hydrocholoride, was about 4 times more potent than amitriptyline hydrochloride, about 800 times more potent than diphenhydramine hydrochloride,
Das potenteste Antihistaminikum, Doxepin, war etwa 4 mal stärker als Amitryptilin und etwa 800 (!) mal stärker als Diphenhydramin (wird als altes Antihistaminikum teils noch eingesetzt und als Medikament gegen Reiseübelkeit)

Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/39202

Liebe Grüße
Lina
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von vindi74 » Sonntag, 24.06.18, 21:42

hi,
ich komme auch gerade aus ner klinik wegen HIT wurde bei mir diagnostiziert inkl. sorbit und diverese andere. gestern wurde ich auf hit mit essen zufuhr gesetzt und hatte weniger reaktionen als vor 4 wochen. man hat mir eine kur empfohlen mit fexofenaderm 180mg und desloratadine 5mg aber auch mal wieder sehr schlecht aufgeklärt. bin ja kein pillen freund... werde mich erstmal einlesen was das für ein zeug ist...
habe im klinik aufenthalt viel gelernt über über meinen körper und nahrung. mal sehen wie es weiter geht....

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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Luna » Sonntag, 24.06.18, 22:47

Hallo vindi

Also ich würde das giftige Zeug nicht nehmen. Gesund macht das sicher nicht.
Alleine die Inhaltsstoffe bei Fexo
Sonstige Bestandteile:
Cellulose, mikrokristalline
Croscarmellose natrium
Maisstärke
Povidon K30
Magnesium stearat
Hypromellose (6 mPa·s)
Titandioxid
Macrogol 400
Macrogol 4000
Eisen(III)-oxidhydrat, gelb
:shock:

viewtopic.php?f=57&t=14596
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/t ... 04010.html

Bei dem anderen Medikament auch nicht besser..
Sonstige Bestandteile:
Poloxamer 188
Citronensäure monohydrat
Cellulose, mikrokristalline
Maisstärke
Croscarmellose natrium
Lactose-1-Wasser
Talkum
Poly(vinylalkohol)
Titandioxid
Macrogol 3350
Indigodisulfonsäure, Aluminiumsalz

Esse das was du verträgst und dann geht das schon. Mein Freund hat auch vieles nicht vertragen. Nie Pillen genommen bzgl der nmu und inzwischen geht Pizza ohne Probleme. Alles geht noch nicht aber er bleibt achtsam und isst weiter gesund und verträglich.
Histamin kannst du am besten mit Ernährung und meiden von Mastzellentrigger in Griff bekommen aber nicht mit Gift. Wenn man auf Dauer Antihistaminika nimmt und damit die H-Rezeptoren blockiert, bildet der Körper einfach von selbst mehr Histamin, um es auszugleichen, weil Histamin ja auch lebensnotwendig ist.
Wenn zu viel angesammelte Mastzellen zu viel Histamin usw ausschütten dann hat das meistens einen Grund. Zb bei Toxinen oder Viren wie Erkältung usw oder bei hormonellen Störungen oder Wunden die zb auch durch Toxine, unverträgliches usw entstehen können, Histamin Abbaustörung wenn Zellen/Enzyme durch irgendwas beschädigt oder genetisch bedingt fehlen, stress usw. Siehe Mastzellentrigger liste.
Meistens ,wie bei einer Erkältung, werden die Botenstoffe wie Histamin usw nach getaner Arbeit abgebaut und alles ist wieder gut. Nicht aber wenn die Baustelle/Ursache größer ist zb auch durch andere nmu,Toxine usw und vielleicht noch der Abbau geschwächt.
Daher macht es Sinn Mastzellentrigger zu meiden, sich verträglich zu ernähren damit das alles nicht zu viel wird an Histamin usw.
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Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von vindi74 » Montag, 25.06.18, 9:01

Hi Luna,
ich gebe dir vollkommen recht wie immer. bin ja kein Pillenfreund. sie wurden mir auch nur empfohlen. kein muss. hole mir jetzt einen termin bei der ernährungsberatung für die alternative geschichte....

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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Schwimmerin » Dienstag, 26.06.18, 21:07

Hallo zusammen :)

ich reihe mich hier auch mal ein, habe inzwischen auch eine deutliche Histamin-Intoleranz und diverse Symptome. Da ich nun im untern Dosisbereich von Mirtazapin bin, habe ich etwas Angst was wohl noch kommen könnte und bin nun auf der Suche, was meine Sympome lindern könnte bzw. wie ich meinen Körper unterstützen kann.

weiss jemand Bescheid über die DAO Kapseln? Ich habe diesen Bericht in einem Link vom Forum entdeckt:

7. DAO-Kapseln bei Histaminintoleranz
Bei Histaminintoleranz kann das fehlende Enzym DAO auch in Kapselform kurz vor den Mahlzeiten eingenommen werden. DAO aus Kapseln wirkt jedoch nur im Darm und kann daher nur jene biogenen Amine abbauen, die mit der Nahrung in den Darm gelangen. Histamin oder andere biogenen Amine, die bereits im Blut sind, erreicht diese DAO nicht mehr. Auch sind DAO-Kapseln natürlich unwirksam im Hinblick auf Histamin, das im Körper – aufgrund allergischer Reaktionen oder infolge des Verzehrs von Histaminliberatoren – selbst gebildet bzw. ausgeschüttet wird.
DAO-Kapseln können also das Leben von Menschen mit Histaminintoleranz erleichtern, erlauben jedoch dennoch nicht den gedankenlosen Verzehr aller Lebensmittel. DAO-Kapseln sollten daher gemeinsam mit einer histaminarmen Ernährung zum Einsatz kommen.

Heisst das, dass die Kapslen in unserem Fall helfen könnten, ich check das gerade nicht? Bin dankbar für jeden Tipp :D Ein Antihistamika möchte ich nicht nehmen, das wäre ja wieder Chemie und die möchte ich ja loswerden :wink:

Liebe Grüsse
Petra :)
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von vindi74 » Dienstag, 26.06.18, 22:19

Hallo,
DAO kannst du knicken....
war eben in einer Klinik wo das alles genau getestet wurde. Auslassdiät Mastzellen stabilisieren ist jetzt angesagt. Im übrigen Mirtazapin blockt Histamin. Daher auch die Fressflashs.
Da du ja weg willst von Mirta würde ich dir empfehlen Kartoffen Reis Diät. Wenig bis keine Gewürze, viel Wasser...Kein Jodsalz! Meersalz etwas Paprikapulver geht. Kein Pfeffer! es gibt ne Liste die nennt sich SIGHI Liste daran würde ich mich als erstes Halten, kein Fisch keine Milchprodukte kein Brot. Morgens Mittags Abends Kartoffel Reis und Geflügel mit Gemüse was geht Gurken Karotten und so.
Obst auch erstmal weg lassen. Evt. Johannis Beeren. was halt so in SIGHI empfohlen wird. Evt. Vitamin C morgen hochdosiert nach dem Frühstück gegen die Müdigkeit. Aber nicht den Schrott aus dem Discounter. 4-6 Wochen... Dann langsam vielleicht mit Glutenfreies Brot Butter und Zuckerrüben Sirup. Langsam an Eier rantasten Kalter Braten usw.
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Luna » Dienstag, 26.06.18, 23:55

Passt ganz gut was du schreibst vindy.

Zum dao...bringt meist nichts.
Mein Dao Wert im Blut war viel hoch und trotzdem nix vertragen damals.

Mit den Vitamin c aber vorsichtig sein.
Ich habe es nie vertragen. Künstliches nicht aber auch nicht Acerola oder so.
Bei mir liegt es allerdings wohl an der salicylatunverträglichkeit, die gerne mit Hi zusammen kommen kann.
Nicht jeder verträgt dann Kartoffeln usw. Kann auch Sortenabhängig sein.
Daher alles mit vorsicht testen sonst gibt es noch mehr Symptome.
Auslass ist immer eine gute Möglichkeit um zu finden was geht.
Am einfachsten ist es mit dem testen wenn man keine Medikamente mehr nimmt, da Chemie Mastzellen triggert.
Siehe Mastzellentriggerliste hier.
Man kann aber trotzdem zum Entzug es machen und damit den Entzug möglicherweise erleichtern.
Alles Gute
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Schwimmerin » Mittwoch, 27.06.18, 10:43

Hallo ihr Beiden :)

Lieben Dank für eure wertvollen Infos! Ein natürliches Vit. C habe ich mir nun gleich bestellt, das scheint mir auch sehr sinnvoll, da ich tatsächlich den ganzen tag über ziemlich müde bin und wenns noch hilft das Histmain zu senken kanns ja nur gut sein
Ich habe nicht alle Symptome einer HIT, dem Magen und Darm gehts eigentlich recht gut und ich hatte da auch mit dem Entzug nur kurzzeitig Probleme.
Was mir zu schaffen macht ist der Dauerschnupfen, Entz. der Nasenschleimhaut, tränende Augen, auch Angst und Panik mit Herzrasen kommt immer mal wieder vor, besonders in Stresssituationen.
Nun habe ich die Symptme der Salicylatintoleranz gelesen und ich kenne jedes einzelne....hmmmmmmm :(
Danke euch jedenfall sehr....!! Ich muss mich demfall auch noch darüber schlaulesen...das mit den Polypen in der Nase macht schon etwas Angst - hatte das schon jemand hier?
Auch für euch alles Gute :group:
LG Petra :)
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Luna » Mittwoch, 27.06.18, 17:03

Hallo Petra
Ich habe nicht alle Symptome einer HIT
Das hat man bei nmu, wo auch immer Immunzellen aktiv sind, nie. Jeder ist anders. Der eine hat dies...der andere das.
Ist nicht bei jedem gleich.
Die Reize sind verschieden. So kann man auch verschiedene Diagnosen geben obwohl die Ursache gleich ist.

Bzgl Polypen musst du keine Angst haben. Warum auch? Sie entstehen meist durch gereizte,entzündliche Schleimhaut, die man oft hat bei zb Allergien oder nmu wie Histamin usw. Bei mir waren die Nasenschleimhäute lange gut geschwollen aber ist zurück gegangen mit passender Ernährung und meiden von Chemie.
Gereizte Schleimhaut kannst du überall im Körper haben dank starker Immunzellenreaktion.
Ich weiß allerdings nicht ob es Sinnvoll ist Polypen zu entfernen wenn sie so groß sind, dass man gar nicht mehr atmen kann.
Mir wurden vor vielen Jahren Polypen entfernt. War ein schneller Eingriff. Die Ursache war sicher damals schon pp. Damit fingen Probleme an, die ich aber lange nicht darauf bezog. Leider!
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Kimeta » Freitag, 29.06.18, 6:43

Hallo und guten Morgen,

ich habe alle neuen NEMs abgesetzt, seitdem sind Darm- und Hautprobleme deutlich besser geworden. Irgendwann führe ich sie nach und nach wieder ein.

Weiterhin lasse ich seit Dienstag Milchprodukte außer Sahne und Butter weg. Ich habe einmal Mozzarella und einmal Quark zum Frühstück gegessen, das hat zu den mir bekannten Symptomen geführt. Seit gestern geht es mir diesbezüglich besser, aber das kann natürlich auch Zufall sein, ich bleibe dran.

Ich esse nur sehr wenige Lebensmittel und habe leider ständig Hunger. Außerdem muss ich mir langsam mal überlegen, wie ich meinen Eiweißbedarf decken kann. Es ist doch alles etwas aufwändiger. Mit Vollzeitjob könnte das schwierig werden.

Bin gespannt, wie es weitergeht....

Liebe Grüße und allen einen guten Start ins Wochenende
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Kimeta
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Kimeta » Freitag, 29.06.18, 6:46

Liebe Petra,
Schwimmerin hat geschrieben:Ich habe nicht alle Symptome einer HIT, dem Magen und Darm gehts eigentlich recht gut
Ich habe Darm- und Hautprobleme immer für die Leitsymptome einer HI gehalten und deshalb geglaubt, ich habe keine. Ich lese jetzt viel und habe festgestellt, dass das Erscheinungsbild sehr vielfältig ist, sowohl von den Symptomen her als auch in Bezug darauf, was Leute vertragen und was nicht.

Ein Puzzle-Spiel - ich habe beschlossen, mich viel zu informieren, zu probieren und geduldig zu bleiben.

Viele Grüße
Kimeta
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- 06/2018: Verdacht auf Histaminintoleranz nach Blutuntersuchung.
- Im Rahmen der Auslassdiät Verdacht auf Salicylatintoleranz (eigene Beobachtungen)

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ticktack
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von ticktack » Mittwoch, 18.07.18, 20:53

Hallo ,
ein interessanter Thread für mich, da ich seit ca. drei Jahren eine HI habe, die den Symptomen des Entzugs sehr ähndeln und so wieder die Frage, was kommt von was. Denke, dass meine momentane Problematik ein getrigger von dem einem zu dem anderen ist und somit alles verstärkt wird.
Ich habe eben mal etwas quer gelesen und da fiel mir auf, dass es nicht genau hier bekannt ist, dass die HI verschiedene Ursachen haben kann und diese auch durch spezielle Blutuntersuchungen befundet werden können und so eine bestimmte Behandlung bedürfen. Schwierig ist allerdings das Histamin zu bestimmen, da durch die Werte die Unverträglichkeit nicht unbedingt bestätigt werden kann, da Histamin sich sehr schnell abbaut. Habe es trotzdem bei mir bestimmen lassen und es ist im Stuhl immer erhöht und danach geht man bei mir von einer darmbedingten HI aus, ausgelöst durch eine Dysbiose. Die Ursache der Dysbiose ist nun ebenfalls vielseitig. Ob nun AB, AD und co..
@Kimeta Es ist sehr unterschiedlich, wie sich eine HI zeigt. So gibt es Betroffene, die mit Migräne auf zu viel Histamin reagieren und andere haben eine ganze Palette von Symptomen. Jedes für sich belastend für die Betroffenen, genauso wie die Beschwerden während eines Entzuges, so muss man leider versuchen sich selber helfen, da sich die Ärzte oft nicht genug über all diese Zusammenhänge auskennen.
LG ticktack
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Schwimmerin » Mittwoch, 25.07.18, 11:28

Hallo zusammen :)

liebe ticktack, bist du schon auf 0 angelangt oder immer noch am absetzen? Tut mir sehr leid, dass du schon 3 Jahre damit kämpfst - es beeinträchtigt schon sehr die Lebensqualität finde ich, wie gehst du damit um? Was mich momentan sehr interessiert ist, ob die HIT oder auch andere Überempfindlichkeiten nach Entzug sich wieder verabschieden. ich beobachte bei mir aktuell sehr, dass wenn ich in keiner Welle bin und mich gerade gut fühle, ich auch viel mehr vertrage. Wenn ich in einer Welle bin und vom abdosieren her Probleme habe, regiere ich viel mehr empfindlich, als sonst und habe auch viel mehr Probleme mit tränenden Augen, laufender Nase, Kopfrauschen etc.
Ich mach es nun so, dass ich möglichste gesund und vielseitig esse, wenn es mir grad gut geht und dafür bei schlechteren Tagen nur sichere Sachen esse und trinke..
Vitamin C hochdosiert scheint bei mir nicht besonders zu helfen - ich merke jedenfalls keinen Unterschied.. :(
Ich finde es auch erschreckend und skandalös, dass sich selten Ärzte damit auskennen - meine Ärztin hat 0 Ahnung von wegen Mastzellstabilisator oder dass die Medis die sie abgibt Histmainblocker drin haben....und Allergologen werden auch keine Ahnung von Entzug der AD haben denke ich und würden allenfalls nur weiter Chemie verschreiben...also bleibt nur das achtsame umgehen mit der Nahrung und hoffen, dass es irgendwann besser wird... :roll:
Liebe Grüsse
Petra
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