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Histamin-Intoleranz im Entzug

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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Dia_HB » Freitag, 02.09.16, 12:35

Huhu Katharina,

Bei mir hat kein Antialergikum geholfen, eine Zeitlang Fenestil Tropfen, aber der Körper gewöhnt sich auch daran.
Ich kenne das mit den Lippen und dem Juckreiz, kann nur sagen Vitamin C und Calcium helfen mir.
Was fast keiner weiß ist, das Haferfocken zum Liberator werden können, genau wie eine Wassermelone .
Vitamin C zerstört Histamin, aber das heißt nicht das er es komplett ausheilen kann, das macht der Körper Stück für Stück alleine, nur man muss sich die ganzen Symptome nicht antun,wenn man Vitamin C nimmt.
Ich nehme den ganzen Tag Vitamin C, weil ich es nicht zu schweren Symptomen kommen lassen will.


Liebe Grüße Heike
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19 Mai 2014 erneutes ausschleichen Diazepam, Dezember 2014 bei 10,5 mg Diazepam und doxepin 35 mg, Januar 2015 Erhöhung Doxepin 45 mg plus 9,5 mg Diazepam begleitet mit schmerzen Muskeln, Kopf zucken, Verwirrtheit, Koordination weg , Februar ging nichts mehr, zurück auf 37,5mg Doxepin und 7,5 mg Diazepam keine Besserung, versucht durchzuhalten mit 9 mg Diazepam, Arzt besucht Vermutung Krampfschwelle durch Doxepin runter gesetzt, Doxepin auf 0 mg Anweisung vom Arzt, nicht aushaltbar, eindosiert 12,5mg bis hoch auf 30 mg ,erste Krampfanfälle Kopf ,dann richige epileptische Anfälle.
Krankenhaus Diagnose Krampfschwelle unten durch Doxepin.
9 Mai, Doxepin runter, Diazepam hoch ,keine anfälle mehr. Dritter Anlauf des ausschleichens ohne zweites Medikament in kürze.
Nach 14 Monaten wieder stabil ,seit 7 Wochen Dia am ausschleichen. 16.03.2016

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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von LinLina » Freitag, 02.09.16, 12:36

Hallo Katharina,

Ob es wirklich mit am Histamin liegt, dass deine Lippenproblematik schlimmer ist, ist schwer zu sagen :-( Du könntest versuchen, erstmal die Histaminreichsten Lebensmittel wie gereifter Käse, Sojaprodukte, Balsamico-Essig, Kakao, alles gereifte und geräucherte, Walnüsse, Zitrusfrüchte, zu vermeiden, so schränkst du deinen Speiseplan nicht zu sehr ein.

Vitamin C kann unterstützend helfen, aber es nicht komplett "auslöschen". Probiere vorsichtig, ob du es verträgst.

Stress, auch durchs absetzen, kann immer neue Schübe von solchen chronischen Problematiken auslösen :-( vielleicht musst du mittelfristig nochmal diese Vereisung machen?

Liebe grüße
Lina
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Katharina » Freitag, 02.09.16, 19:00

Liebe Lina, vielen Dank!

Die von Dir oben genannten Lebensmittel esse ich nicht.

Ich vermute auch das es vielleicht von dem Absetzen des Escitalopram kommen könnte, es ist ganz arg, lindern tut Zinksalbe.

Wenn es eine aktinische Keratose gewesen wäre, müsste diese durch das dreimalige Vereisen ausgeheilt sein.
Ich sehe aber, ich muss zu einer Nachkontrolle.

Alles Gute und liebe Grüße,

Katharina
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von sunshine_26 » Montag, 26.09.16, 12:04

LinLina hat geschrieben:Hallo Doktrin,
Grundsätzlich macht man es so, dass man über mehrere Wochen erstmal streng histaminarm isst, und dann einen "Provokationstest" macht mit etwas bekanntermaßen Histaminhaltigem, so wie mit deinem Wein, glaube ich. Wichtig ist aber die Vorbereitung, eben das konsequente weg lassen in den Wochen zuvor, sonst kann man nicht sicher zuordnen ob die Symptome, falls sie auftreten, wirklich an dem Histaminreichen Essen lagen.

Merken würde man es dann entweder ziemlich schnell nach dem Essen, oder evtl. auch erst 1-2 Tage später, soweit ich weiß. Das kommt darauf an, welche Form der HIT man hat. Lies dir mal diesen Thread genau durch, da sind noch viele hilfreiche Links und Infos drin.
Ihr Lieben,

bei uns "AD-geplagten" ist es keine akute Form der HIT sondern die chronische (siehe HNMT), denn die AD werden über die Leber abgebaut und daher kann die "erkrankte" Leber aufgrund der AD Einnahme das Histamin nicht mehr abbauen und somit staut es sich an im ZNS; Haut; Bronchien etc.
Äußere Faktoren wie Stress, chemische Düfte (auch Parfüm; Haarspray; Cremes); Abgase etc reizen die Schleimhäute und das Histamin.

Es ist nach jahrelanger Einnahme von AD schon "normal", dass man Nahrungsmittelintoleranzen entwickelt angefangen mit der HIT.

Das provozieren mit HI-bomben würde ich persönlich unterlassen denn damit kann man sich ordentlich "abschießen" und wieder um Wochen zurück werfen.

LG sunshine
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vermute ganz stark auch Salicyintolerant zu sein weil ich auf ASS und Ibo getestet wurde mit positivem Ergebnis und LM nicht vertrage die Salicyl enthalten


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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von sunshine_26 » Montag, 26.09.16, 12:13

Dia_HB hat geschrieben:Ich habe was ganz wichtiges vergessen, wem das Histamin zum Harndrang treibt der verliert sehr viel Elektrolyte und die müssen aufgefüllt werden, wer Blasenkrämpfe bekommt was bei Hit ja oft vorkommt sollte Calcium nehmen, das entspannt die Blase und hilft auch gegen Histamin.
Hallo,

bitte seid sehr vorsichtig mit NEM, denn sie triggern im Entzug immens. Habe es am eigenen Leib zu spüren bekommen. Habe nicht mal mehr eine B12 Spritze vertragen, obwohl ich übers Internet eine Sorte bestellt hatte, die ohne jegliche Zusätze war.

Nach der B12 Spritze stand ich völlig neben mir, hatte Kopfschmerzen ohne Ende, Schwindel; alles lief wie im Film an mir vorbei; es brannte im Mund fürchterlich; massive Schlafstörungen und der Clou einen Tag später hatte ich Suizidgedanken. :shock:

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vermute ganz stark auch Salicyintolerant zu sein weil ich auf ASS und Ibo getestet wurde mit positivem Ergebnis und LM nicht vertrage die Salicyl enthalten


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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Luna » Dienstag, 27.09.16, 4:50

Liebe Sunshine
Es ist schon richtig wie du es schreibst mit dem HNMT. Zumindest liegt das sehr nahe,weil vor allem AD aber auch viele andere Pillen Einfluss auf den Stoffwechsel haben und dazu gehört eben nicht nur Dopamin, Serotonin usw sondern eben auch Histamin und vielleicht auch noch andere Amine.Serotonin hemmt HNMT wenn zuviel und im Ungleichgewicht. Es gibt auch Menschen wo sich ein DAO Mangel dazu gesellt.
In der Leber aber auch in den Nieren befindet sich HNMT am höchsten ansonsten ist es im ZNS,Dünndarm,Atemwegen und Haut...also eigentlich überall zu finden. Ist dieser Abbau gestört kann es zu Histaminproblemen kommen. Gerade zuviel Histamin im ZNS kann fiese Symptome machen.
Zuviel Histamin kann auch andere Hormone ins wanken bringen was bei einem eh schon gestörten Stoffwechsel nicht lustig ist. Histamin hebt zb Dopamin,Östrogen,TSH,Cortisol und Progesteron ist zu niedrig. Ich denke,dass da noch mehr durcheinander ist aber das sind so Dinge,die mir bekannt sind.
Östrogen hebt normalerweise Serotonin an....usw. Normalerweise funktioniert das alles im Einklang aber nicht wenn alles durcheinander is tbzw zu wenig oder zuviel Hormone....
AD haben auch Einfluss auf die Schilddrüsenhormone....andere Hormone mit sicherheit auch wenn sie zuviel oder zuwenig oder durcheinander sind. Das kennt man ja bei Frauen in den Wechseljahren. Auch hier haben viele mit Histamin zutun und das ohne AD. Meist ist es hier nur nicht so schlimm,weil es ein
natürlicher Vorgang ist und der Körper ausreichend geschützt mit Enzymen.
Meine Thera ist derzeit in den Wechseljahren und sie hat auch so Problemchen aber sie lebt und ernährt sich gesund und hat somit kaum Probleme. Sie merkt aber zb auch,dass ihr Wein nicht bekommt also das da Histamin schon vermehrt da ist aber es ist nicht schlimm und führt zu kaum Symptomen,weil es noch gut abgebaut wird.
Ich gehe davon aus,dass durch unser Ungleichgewicht eh zuviel Histamin ausgeschüttet wird. Zb sagt ja Östrogen den Mastzellen,dass sie mehr Histamin ausschütten sollen soweit ich gelesen habe. Möglich wird HNMT im Mangel sein,da man mit zb AD zuviel Serotonin im Körper hatte und dies HNMT geblockt hat. Der Körper produziert eigentlich sehr schnell Enzyme aber er ist hier auch gestresst durch zuviel Histamin und Ungleichgewicht. Die Leber ist hier wohl auch betroffem.Sie ist der wichtigste Stoffwechselorgan. Zb wird Östrogen in der Leber abgebaut.
Zuviel Östrogen kann auch Probleme mit der Galle machen....
Die Leber hat auch was mit Schilddrüse zutun und die Leber brauch Serotonin zur Regeneration. Es kann sein,dass man nach AD noch wenig Serotonin hat,weil es dann abfällt aber der Körper produziert ja nach wenn es ihm möglich ist. Leider ist Histamin der Gegenspieler von Serotonin und somit...zuviel Histamin...weniger Serotonin.Serotonin wird vor allem im Magen Darm produziert aber auch im Gehirn. Ein Mangel im Gehirn also ZNS kann Probleme machen und wenn da auch noch zuviel Histamin ist,was nicht abgebaut werden kann...uff.
Es ist ein Ungleichgewicht entstanden im Hirnstoffwechsel und vielleicht auch im Stoffwechsel der Leber. Ja die Leber ist regenerierungsfähig aber hier sieht man auch wie wichtig es ist sich Hiarm zu ernähren bei Histaminintoleranz...gerade bei uns die PP entzogen haben bzw entziehen. Der Körper wird dann weniger gestresst.
Auch ist die Salicylat UV zu beachten. Salis können zusätzlich belasten. Es ist nicht selten,dass Histamin im Schlepptau die Sal UV mibringt. Bei der Sal UV sind Unverträglichkeiten von vielen Kosmetika möglich wie auch Lösungsmittel in neuen Möbeln,Matratzen usw abgesehen davon,dass Chemie eh schon Histamin triggert. Zudem sind Obst und Gemüse nicht die beste Wahl. Man muss halt testen was geht.
Ich habe auch schon von Menschen gelesen,die nur eine Sal UV haben aber wohl durch zb zuviel ASS oder einfacher Allergie gegen Salis.
Zudem ist es nicht selten,dass sich auch noch Laktose,Fructose,Gluten UV usw dazu gesellen. Ich bin mir nicht sicher ob dies was mit Histamin zutun hat aber möglicherweise hat es auch was mit dem gestörten Stoffwechsel zutun.

Nun das ganze ist sehr komplex mit den Hormonen und ich hab nur ein paar genannt von zig Hormonen,die unser Körper produziert und die möglicherweise durcheinander sind. Klar ist,dass AD usw da viel durcheinander gebacht hat im Stoffwechsel.
Bei dem einen ist das ganze blos kaum schlimm oder schnell wieder ok aber bei vielen hier nach Jahrelanger PP Einnahme ist es wohl zu einem starken Ungleichgewicht gekommen im Stoffwechsel....sei es im Hirn und Schwächung der Organe.
LG Luna

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Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von LinLina » Freitag, 06.01.17, 15:22

Hallo,

eine interessante Info aus dem Wikipedia-Artikel zur Histaminintoleranz:

Kontrastmittel – Röntgenkontrastallergie:
R. Jarisch: Die Kontrastmittel-Unverträglichkeit wird fälschlicherweise als Allergie und, da Kontrastmittel Jod enthalten, fälschlicherweise fast immer als Jod-Allergie bezeichnet. „Kontrastmittel setzen Histamin frei. Der Grund, warum in den meisten Fällen bei der Gabe von Kontrastmitteln nichts passiert, ist, dass die meisten Patienten keine Histaminintoleranz haben. Aber wenn sie betroffen sind, ist ein anaphylaktischer Schock vorprogrammiert.“ Daher sollte aus Sicherheitsgründen bei Personen mit Histaminintoleranz immer ein Antihistaminikum vor der Untersuchung mit einem Röntgenkontrastmittel verabreicht werden. Darüber hinaus ist das Einhalten einer histaminfreien Diät 24 Stunden vor Röntgenuntersuchungen mit Kontrastmitteln zur Minimierung der Histamin-Belastung sinnvoll.,
https://de.wikipedia.org/wiki/Histamin-Intoleranz

Liebe Grüße
Lina
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von padma » Freitag, 06.01.17, 18:41

ein Beitrag von Lina zur Entstehung von HIT:

Es gibt glaube ich, zwei klassische möglichkeiten wie eine Histaminintoleranz entsteht:

Zum einen eine verminderte Aktivität des DAO-Enzyms im Darm, was du getestet hast. Wenn dieses Enzym nicht richtig funktioniert bekommt man häufig Darmprobleme nach dem Essen, und man nimmt mehr HIstamin aus der Nahrung aus als normalerweise, was dann zu verschiedenen unspezifischen Symptomen führen kann.

Dann gibt es aber noch ein weiteres Enzym (den Namen habe ich gerade vergessen) das in den Zellen/im Körper das Histamin abbaut.

Die Aktivität dieses Enzyms kann man glaube ich nicht testen. Wenn dort die Aktivität erniedrigt ist, dann hat man weniger Darmprobleme sondern eher unspezifische Symptome glaub ich wie Herzklopfen, Zittrigkeit, Herzrasen, Schwindel, Kopfschmerzen usw.

Es ist auch sehr häufig so, dass eine Histaminintoleranz nur durch Auslassversuche entdeckt wird, die Labor-Tests sind nicht immer zuverlässig.

Entsprechende Nahrungsmittel weg zu lassen ist der sicherste Test.

Denn man kann auch ohne dass eine nachgewiesen verminderte Enzymaktivität vorliegt, empfindlich auf Histamin reagieren. Dann liegen die Werte im Normalbereich, aber man bekommt trotzdem starke Symptome weil man eben viel weniger Histamin im Körper "verträgt" als der Durchschnitt.

Auch hier ist das Problem, dass in der Medizin immer vom "Durchschnittmenschen" ausgegangen wird, und oft nicht sehr flexibel und individuell geschaut wird, welche Bedingungen/Werte gut sind, um sich möglichst wohl zu fühlen.

Ich würde es mal mit konsequenter Ernährung probieren, wenn du keinen Unterschied merkst dann hast du wahrscheinlich keine HIT, aber wenn doch kannst du dir damit etwas Erleichterung verschaffen.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 03#p173503

Ich vermute, dass durch die Einnahme nicht einmalig ein zu hoher Histaminspiegel aufgebaut wurde, sondern dass einerseits Vermehrt Rezeptoren gebildet wurden und andererseits andauernd mehr Histamin ausgeschüttet wird.

Dadurch, dass die Rezeptoren blockiert waren, versucht der Körper es auszugleichen indem er mehr Histamin bildet und auch evtl. mehr Rezeptoren bzw. die Sensibilität der Rezeptoren zunimmt.

Außerdem könnte es sein dass er die Enzymaktivität, die das Histamin abbauen soll, verringert.

Solange die Histaminrezeptoren blockiert sind, funktioniert dieses neue Gleichgewicht zwischen Ausschüttung und Abbau und Sensitivität der Rezeptoren meist noch. Wenn aber reduziert wird, verändern sich die Bedingungen.

Wenn nun die Blockade durch das Medikament (teilweise) weg fällt ist das neue Gleichgewicht nicht mehr funktional und man bekommt individuell starke Symptome, und es kann eine ganze Zeit dauern bis sich wieder halbwegs der Zustand vor der Einnahme einstellt.

Ich könnte mir vorstellen dass bei manchen die HIT in gewissem Maße weiter bestehen bleibt, auch wenn andere Entzugssymtome abgeklungen sind, aber weiß es nicht.

Zitat aus dem Wikipedia-Artikel zu Histamin-Intoleranz (Hervorhebung von mir):

Die Ursache der Unverträglichkeit ist ein Mangel der Histamin abbauenden Enzyme Diaminoxidase (DAO) und/oder Histamin-N-Methyltransferase (HNMT) bzw. ein Missverhältnis zwischen Zufuhr und Abbau des Histamins. Diese Theorie wurde in den 1980er Jahren im Rahmen der Erforschung der biogenen Amine entwickelt.[1] Nach Ansicht einiger Autoren ist die Histamin-Intoleranz nicht angeboren, sondern ein erworbenes Krankheitsbild, von dem knapp 1 % der europäischen Bevölkerung betroffen sei.[2][3] 80 % der erkrankten Patienten sind weiblichen Geschlechts mittleren Alters. Die Krankheitssymptome können in der Schwangerschaft verschwinden, treten jedoch nach der Schwangerschaft wieder auf.



https://de.wikipedia.org/wiki/Histamin-Intoleranz

Es gibt also noch ein zweites Enzym, HNMT, das für den Abbau des Histamins im Körper zuständig ist. Eine Histamin-Unverträglichkeit kann vermutlich auch entstehen, wenn die DAO ausreichend arbeitet, die HNMT aber nicht. Unter anderem deswegen ist ein Test auf DAO-Insuffizienz nur bedingt aussagekräftig.

Für die HNMT-Aktivität gibt es aber derzeit keinen anerkannten und/oder sinnvollen Test, glaube ich.

Horni :-) hier im Forum hat glaube ich den Gentest auf eine Mutation des HNMT-Enzyms gemacht, aber die Aussagekraft ist umstritten.

Eine Vermutung von mir ist, dass ein Teil der Betroffenen die auf das Absetzen stark reagieren vielleicht schon zuvor eine (leichte), bisher unerkannte HIT hatten und deswegen umso stärkere Reaktionen auf das zeitweilige Überangebot von Histamin zeigen, wie es beim Absetzen oft vorkommt.

Ich könnte mir das bei mir durchaus vorstellen, dass ich schon vorher eine leichte HIT hatte. Ich habe schon früh als Kind einige Unverträglichkeiten/Allergien und Neurodermitis gehabt. Außerdem leide ich seit ich denken kann unter sehr ausgeprägter Reiseübelkeit, mir wurde sogar manchmal schlecht wenn ich selbst Auto gefahren bin und sogar Zugfahrten machten mir Schwindel und Übelkeit. Reiseübelkeit und Histaminintoleranz hängen oft miteinander zusammen, habe ich kürzlich erfahren, darüber gibt es sogar ein medizinisches Fachbuch: https://www.amazon.de/Histaminintoleran ... 3131053836

Liebe Grüße
Lina
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 99#p173599
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von diane » Samstag, 07.01.17, 12:36

Hallo,

Viele von euch berichten von einer HI.
Habt ihr es testen lassen? Es soll ja verschiedene Tests geben über Stuhlgang, Urin u Blut...
Aber was wäre am sichersten?

Mein Neurologe sagte, ich solle es beim Hautarzt testen lassen aber bis ich dahin einen Termin bek vergehen Monate..

Lg

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna » Samstag, 07.01.17, 13:26

Du kannst dao testen lassen. Ist aber nicht unbedingt aussagekräftig! Ein niedriger dao ist klar aber auch ein erhöhter zeigt Hi an.

Es gibt auch noch Stuhl Tests aber ich weiß nicht ob Ärzte sowas machen. Ich habe nur dao testen lassen beim Allergologen und meiner war gut erhöht. Reichte mir aus. Einen Termin bekam ich sehr schnell.

Ich aß dann einfach Hiarm und es wurde besser aber Symptomfrei wird man davon nicht, da wir hier so sensibel sind auf so vieles.
Im Internet findest du einiges zu einer Hiarmen Ernährung wobei die Listen nicht individuell sind und somit bleibt...Selbst schauen aber für den Anfang sind die Listen schon eine Hilfe.

Manchmal erkennt man auch schon an Symptomen ob da eine Hi hinter steckt. Zb wenn die haut betroffen ist mit jucken oder Ausschlag usw. Wenn zuviel histamin im Körper zb durch Stoffwechselstörung dann ist eine Hiarme Ernährung gut, weil histamin ein Hormon ist und Einfluss hat auf alle anderen Hormone. Ein Hormon spielt nie allein, da alles wie eine Kette ist.
LG Luna

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15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
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diane

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von diane » Samstag, 07.01.17, 13:48

Hallo u danke für deine Antwort.

Ein Tabelle habe iCh auch schon eine zeitlang, allerdings stell ich mir die Frage, was man da überhaupt noch essen darf ???

Ist wirklich schwierig.

Nüsse usw vermeide ich nach einen anfall komplett. .

Im Internet gibt es auch Tests wo man sich aus dem Finger blut entnimmt u einschickt. Meint ihr das ist seriös?

Lg

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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Luna » Samstag, 07.01.17, 19:24

Ich halte gar nichts von diesen Tests. Ist für mich rausgeschmissenes Geld. Diese Tests sind sehr ungenau.

Essen kann man einiges. Am besten ist bio Kost, das ohne Pestizide oder Zusatzstoffe.
Sollte alles selbst gemacht und nix aus Glas oder Dose. Das ist nicht mehr frisch und somit zuviel histamin.
Gemüse kannst du aus dem tk kaufen, Fleisch selbst testen welches geht. Schweinefleisch geht selten. Milchprodukte meiden und Gluten auch, da Gluten Hi liberator sind.
Es gibt viele Glutenfreie Lebensmittel wie Reis, Hirse, quiona, usw.
Meide Lebensmittel die entzündungsfördernt sind wie Milchprodukte, einige pflanzliche öle außer OlivenÖl. KokosÖl geht bei einigen und manche vertragen Rapsöl aber am besten nativ wie beim OlivenÖl. Tierische fette können Leber und Galle belasten, da zuviele Hormone zb in Butter und wenn eh schon zuviel histamin dann belasten die ganzen Hormone oft Leber und Galle, da alles abgebaut werden muss und die Leber und Galle oft nicht nachkommen kann bei soviel Belastung! Fett im Fleisch ist ok aber sollte nicht zu fettig sein, weil nicht so gut für Leber und Galle wenn eh schon belastet.
Fett ist wichtig aber nutze gutes zum entlasten! Ohne fett ist auch nicht gut.
Meide Schweinefleisch, da entzündungsfördernt und zuviel histamin, Zucker ist auch entzündungsfördernt und Fruktose kann Leber und Niere belasten wenn zuviel davon. Ist ja euch Zucker.
Sei achtsam mit Rohkost. Das ist meist schwer verdaulich und kann Probleme mit Darm machen. Soll auch Leber belasten aber das weiß ich nicht so genau. Leber verstoffwechselt ja einiges wenn sie kann. Ich dünste lieber alles. Mir bekommt Rohkost nicht und auch Vollkorn ist schwierig bei mir! Muss man halt selbst testen.
Stilles Wasser trinken ist wichtig zum entgiften. Am besten aus Glasflaschen.
Zuviel Eiweiß kann euch belasten vor allem wenn Organe dank Hi usw eh geschwächt sind.
Kaffee solltest du auch meiden.
Ansonsten schau in die Liste und arbeite dich langsam durch. Du wirst viel Geduld brauchen und erwarte keine Symptomfreiheit, weil unser Körper ist noch auf vieles mehr sensibel als nur auf histamin. Alltägliche reize reichen da auch schon.
Mir hat es geholfen auch Schampoo usw umzustellen. Kaufe die von dm für Allergiker! Vertrage ich auch gut.

Mach nicht zuviel hier und da testen mit irgendwelchen Pillen oder so. Der Schuss geht oft nach hinten los.
Sich auch ständig testen lassen bringt nicht viel. Da kann man selbst schauen ob mit der Ernährung was geht und was nicht. Dieses suchen usw ist mühsam und dauert länger. Es geht einem auch nicht sofort gut wenn HiSpiegel eh hoch ist. Das dauert bis das ganze sich beruhigt. Es kann Monate dauern aber suche dir paar Lebensmittel aus die Hiarm sind und bleib erstmal dabei.
Nüsse sind leider ganz und gar nicht Hiarm bzw haben viele Biogene amine die Hi triggern!

Wünsche dir alles Gute und viel Geduld.

Nachtrag....du musst keine angst haben wenn du nicht mehr alles essen kannst aus dem Supermarkt. Wenn du ein paar wenige Lebensmittel hast dann reicht es aus mit den nährstoffen und wenn es bio ist dann haben die Lebensmittel auch noch genug davon. Zu wenige Lebensmittel sollten es auch nicht sein, da sonst Mängel entstehen können usw.
Früher hatte der mensch auch nicht viel Auswahl aber war gesund. Heute gibt's soviel Auswahl und der mensch wird immer kranker....Nicht nur Pillen machen krank...Chemie ist Chemie!
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(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
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Nospie

Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Nospie » Freitag, 27.01.17, 13:48

Hallo,
ich hab' da mal was gefunden (nur Auszüge):

Pseudoallergische Reaktionen auf Salicylsäure

Salicylsäure – z.B. ASS , Aspirin(Acetylsalicylsäure), das als „Blutverdünnungsmittel verordnet wird , aber auch in pflanzlichen Weidenrindenpräparaten zu finden ist – dient einmal als eine Art „Reaktionsverstärker“ bei Unverträglichkeiten/Allergien auf Nahrungsmittel und Konservierungsstoffe oder kann selbst auch für „pseudoallergische“ Reaktionen verantwortlich sein. Es bewirkt eine vermehrte Histaminfreisetzung und eine leichtere Resorption von Allergenen über die Darmschleimhaut in die Blutbahn. Dadurch verstärken sich allergische / pseudoallergische Reaktionen und auch durch Unverträglichkeiten verursachte Erkrankungen ,z.B. Migräne, Gelenk- und Muskelbeschwerden, Hauterkrankungen (Nesselfieber, Ekzeme), Magen-Darmbeschwerden...um nur ein paar zu nennen.

Salicylsäure wird von Pflanzen in Stresssituationen, wie Schädlingsbefall, Trockenheit etc. produziert. Diese Tatsache könnte denhöheren Gehalt an Salicylsäure in ökologisch angebautem Gemüse,das ohne den Einsatz von Pestiziden angebaut wird, erklären. Frühere Untersuchungen des Forscherteams um Paterson haben gezeigt, dass sich im Blut von vegetarisch lebenden Mönchen eine deutlich höhere Salicylsäure-Konzentration nachweisen läßt als bei Nicht-Vegetariern (BAXTER ET AL. 2001: Salicylic acid in soups prepared from organically and non-organically grown vegetables. European Journal of Nutrition, 40, pp. 289-192).

Viel Salicylat ist in Trauben, Beeren- und Steinobst, in Gewürzen, Tomaten(-produkten), Gurken und Zucchini enthalten. Selbst die Kartoffel ist nicht ohne...
Der Salicylatgehalt ist aber nicht einheitlich. Er hängt stark von Anbauart ( Bio-Gemüse!), Lagerung und Zubereitung ab.( siehe oben...)
Stark zerkleinertes , wie z.B. Ketchup, ist salicylatreicher als das Ausgangsprodukt ( neben Histamin und Pollenkreuzreaktionen !)Biogemüse, so haben Messungen ergeben, kann deutlich mehr Salicylat enthalten als konventionell angebautes.
http://www.agrar.de/landfrauen/forum/in ... ic=32388.0

LG
Nospie

Luna
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Luna » Freitag, 27.01.17, 14:39

Danke Nospie und ich schreib noch was dazu....
Kochen minimiert den Salgehalt und die meisten Salis sind in der Schale und deswegen hilft es wenn die Kartoffeln dick geschält sind auch bei Bio. Hat immerhin nicht auch noch Pestizide worauf man mit Hi und Sal UV reagieren kann.
Wichtig ist eh die Bomben zu meiden und nicht alles sonst entstehen starke Mängel,die auch wieder triggern. Omega 3 hilft oft Salis besser zu vertragen allerdings verträgt man nicht immer Omega 3 reiche Produkte.
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Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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Annanas
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Annanas » Freitag, 27.01.17, 14:41

Hallo Nospie :)
vielen Dank für den Text - jetzt ist mir auch klar, warum ich ein pflanzliches Schmerzmittel nicht vertragen
habe - das war Weidenrindenextrakt! :cry:

Wollte es eigentlich als Ersatz für Ibuprofen nehmen, aber der Schuß ging leider nach hinten los,
mir war übel, ich hatte Herzrasen und war total unruhig.

LG von Anna
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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Luna » Freitag, 27.01.17, 15:07

Geht mir genauso Annanas. Je sensibler mein Körper ist umso schlechter vertrag ich Salis. Als ich Fisch aß vertrug ich sie besser aber ich hatte es mit Fisch übertrieben.
Es entstehen zuviel Entzündungsprozesse im Körper...ZNS durch den Arachidonsäure Stoffwechsel,der gestört ist. Quasi zuviel Omega 6 was der Körper selbst produzieren kann zum ganzen Histamin....
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Nospie

Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Nospie » Mittwoch, 22.02.17, 20:13

Hallo,
hier ist noch eine interessante Seite:
http://www.mastozytose-histamin.de/
die haben wir ,glaube ich zumindest,noch nicht.
LG
Nospie

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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Luna » Donnerstag, 23.02.17, 20:10

Die Seite ist nicht schlecht. Da habe ich auch mal gelesen. Geht zwar über Mastozytose was eine sehr seltene genetische Erkrankung ist aber bei der Erkrankungen wird viel Histamin ausgeschüttet und somit sind die Trigger und Symptome ähnlich wie bei der Histaminintoleranz.

Danke dir Nospie
So und nu mache ich vorm zu Bett gehen noch was schönes....Wäsche aufhängen :vomit:
LG Luna

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Nospie

Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Nospie » Montag, 08.05.17, 10:10

Hallo,
ich habe bei mir festgestellt,dass ich selbst auf Kosmetik reagiere (Sojaöl z.B.,oder Wirkstoffe daraus).
Hier mal ein Link,der sich mit dem Thema "Histaminintoleranz und Kosmetik" befasst:

http://www.my-histaminintoleranz.de/die ... ntoleranz/

Ein Auszug:

Die richtige Kosmetik bei Histaminintoleranz


Posted by: My-Histaminintoleranz My-Histaminintoleranz in Allgemein 8,896 Angesehen

Kennen Sie das? Sie achten genau auf Ihren Speiseplan, meiden bedenkliche Nahrungsmittel und Getränke, sorgen für Entspannung und trinken ausreichend Wasser. Und doch leiden Sie immer wieder unter Symptomen der Histaminintoleranz:

• Hautjucken
• Schluckbeschwerden
• Hautrötungen
• Herz- und Kreislaufbeschwerden
• Atemnot

Die Ursache hierfür können unverträgliche Inhaltsstoffe von Cremes, Ölen und anderen Produkten sein, die auf die Haut aufgetragen werden.

Wissenswertes über die Haut

Unsere Haut hat eine Fläche von etwa zwei Quadratmetern, damit ist sie das größte Organ des Menschen. Wir wissen, dass der Körper über die Haut bis zu 60 Prozent der aufgetragenen Substanzen aufnimmt. Mit vielen wird er mühelos fertig, andere lösen Beschwerden aus. Besonders Allergiker können davon „ein Lied singen“.

Histaminintoleranz ist zwar keine Allergie im medizinischen Sinne, jedoch können auch hier heftige, sogar bedrohliche Symptome auftreten.
Deshalb müssen Betroffene nicht nur auf die Ernährung, sondern auch auf die Kosmetik bei Histaminintoleranz achten.


LG
Nospie

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Re: Histamin-Intoleranz im Entzug

Beitrag von Luna » Donnerstag, 11.05.17, 12:20

Ich nutze schon länger Kosmetika ohne Duftstoffe oder ähnliches. Komme ich gut zurecht mit. Schminke nutze ich gar nicht außer selten ein Cover Stick ohne Duftstoffe und sonst nur ein Schampoo für Allergiker...reicht auch für Körper und Waschpulver für Allergiker. Deo ohne Duftstoffe,Alu usw.
Mein Spülmittel ist pflanzlich ohne Duftstoffe usw und das wars auch schon an Produkten. Meine Tampons sind Bio und ansonsten verwende ich noch eine Fettcreme fürs Gesicht. Bio Sheabutter wenn ich trockene Haut im Gesicht habe. Das vertrage ich gut.

Häufig wird Histamin im Körper ausgeschüttet,wenn der Körper aus irgendwelchen Gründen...zb Darmschäden usw beschädigt ist. Histamin warnt sozusagen. Wenn jemand zb eine Fruktoseintoleranz hat dann muss diese Person auch auf Histamin achten. So auch bei Allergien usw. Der Körper versucht dann vor den Dingen zu warnen und schüttet Histamin aus. Durch zb Blocker o.ä kann der Abbau auch noch gestört sein und das führt zu noch mehr Histamin im Körper und zu mehr anderen Hormonen,die mit Histamin zusammen mehr ausgeschüttet werden. Folge ist manchmal...Stress für Organe,da sie mehr arbeiten müssen usw.

Da Histamin auch andere Hormone anregt,ist zb auch der Schlaf gestört oder oder.
Zb bei einer Fruktoseintoleranz sowie Laktoseintoleranz sind Typische Beschwerden eher im Darm wie Durchfall,Verstopfungen usw. Es kommen meist aber noch mehr Symptome hinzu,die durch die Histaminausschüttung ausgelößt werden,da der Körper eigentlich versucht zu warnen aber bei vielen Schäden wird halt auch viel Histamin ausgeschüttet. Der Körper steht unter Stress. Durch Medikamente entstehen so einige Schäden und der KörperZNS stehen unter Stress und Mastzellen schütten Histamin aus. Es ist Sinnvoll den Körper sowie Darm schonend zu behandeln und sich dementsprechen Hiarm,reizarm und schonend zu ernähren.
Ist der Darm angegriffen dann spinnt auch das ganze System, da Darm und Hirn zusammen arbeiten. Beide verfügen teils gleiche Hormone wie Dopamin usw. Ein gereizter Darm produziert weniger Hormone und es entsteht ein Ungleichgewicht im Stoffwechsel zwischen Darm und Hirn.

Es hilft auch Gifte wie Chemie zu meiden und Wasser zu trinken,da Histamin ein Wasserlößliches Hormon ist. Fettfreie Ernährung ist auch nicht gut,da einige Hormone fettlößlich sind und Fett zum Abbau gebraucht wird. Ich hatte mal den Fehler gemacht und mich Fettfrei ernährt und das bekam mir gar nicht gut. Heilung ist auf jeden Fall möglich. Das sehe ich an meinem Freund. Auch er nahm Medikamente und hatte viele Probleme danach mit Nahrungsmitteln,Giften und anderen Triggern. Er war nicht so extrem empfindlich wie einige von uns,da er die Mendikamente nicht sehr lange nahm aber Probleme hatte er nunmal auch. Die Schäden bei ihm waren kleiner und das ZNS nicht so gereizt. Eisern ernährte er sich Hiarm,schonend und über 2 Jahre Zuckerfrei und ohne Kaffee und inzwischen verträgt er wieder fast alles. Ganz geheilt ist er nicht aber auf einem sehr gutem Weg. Er bleibt bei seiner Schonkost, weil sie ihm gut tut und er noch achtsam bleiben will.

Ich bin überzeugt,dass wenn man seinem Körper hilft,dass der Körper heilen kann auch wenn es lange dauert was meiner Meinung nach vollkommen normal ist. Allein ein Reizdarm brauch 5 bis 10 Jahre....je nach Schonung.
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ClaudiiiiLinLinaJamiecarlotta
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Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
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Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
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Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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