ich habe nach meinem Benzoentzug (ist jetzt 4 Jahre her; insgesamt 8 Jahre abhängig) irgendwann noch mal ein Benzo genommen, ich kann mich aber nicht mehr an den Anlass erinnern.
Es war was Gravierendes und wohl überlegt; ich würde es nicht einfach wegen Kleinigkeiten nehmen.
Es war sogar ein ziemlich starkes Schlafmittel (Flunitrazepam).
Ich kann sagen, mir ist nichts passiert. Kein Suchtdruck, kein Rückfall.
Das ist allerdings nur eine Einzelerfahrung, ich möchte damit keinesfalls deine Hinweise entschärfen.
Ich glaube nämlich sehr wohl, dass es Menschen gibt, die massivst rückfallgefährdet sind und bei denen in der Tat eine einzige Einnahme alles wieder kaputt macht
Ich möchte aber noch anmerken, dass ich zwei Gefühle in Bezug auf die Einnahme hatte.
Ich habe Benzos innerlich schon vor Jahren "entzaubert" und ihnen damit die Macht und den Einfluss genommen, die sie früher hatten. Und ich habe gewusst, aus einem intuitiven, aber sehr starken Gefühl, dass mir kein Rückfall passieren würde.
Dieses zweite Gefühl ist nicht reproduzierbar, es ist tief in mir verankert und ich kann es nicht sonderlich gut erklären, aber mir war klar, mir würde durch die Einnahme nichts zustoßen.
Und das war dann auch so.
Deswegen wäre mein Rat an jeden, der sich nicht einschätzen kann oder diese Überzeugung wie ich sie hatte nicht in sich trägt (und zugegeben: das ist ja ein Geschenk, sowas direkt einschätzen zu können) - niemals mehr zu diesen Mitteln greifen!
Ich wünsche dir alles Gute.
Jamie