Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Liebe Fories, liebe Interessierte,

seit 1.8.2019 gibt es Änderungen im Forum. Es ist nur noch teilweise öffentlich zugänglich. Ohne Anmeldung können nur die Rubriken "Informationen", "Neue Teilnehmer" sowie "Erfahrungsberichte" gelesen werden.

Die anderen Rubriken sind nur noch für registrierte Mitglieder einsehbar. Dazu gehört auch der Bereich "Ausschleichen von Psychopharmaka" mit Dokumentation der einzelnen Verläufe (Tagebücher) zum Absetzen von Antidepressiva, Neuroleptika und Benzodiazepinen. Hier findet Ihr alle Neuerungen und Änderungen. Hier steht alles Wichtige für noch nicht registrierte Interessierte.

Wir sind ein Selbsthilfeforum. Wer sich registriert, um einen eigenen Thread zu eröffnen, entscheidet sich auch dafür, sich aktiv mit den bereitgestellten Informationen auseinanderzusetzen. Neue Mitglieder bitten wir daher, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten, die Grundlagentexte durchzulesen und anzueignen. Wer nach der Registrierung nur still mitlesen will, ist auch willkommen.

Ein Dankeschön an alle, die sich bereits aktiv in den Erfahrungsaustausch einbringen. Gegenseitige Unterstützung stärkt jede Selbsthilfegruppe.

Euer ADFD-Team

Depressionsforschung im Stimmungstief – Gründe für eine wissenschaftliche Krise und mögliche Auswege

Eine Sammlung von Artikeln, die über wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Hintergründe der Behandlung von seelischen Leiden mit Psychopharmaka berichten.
Antworten
Dane
Beiträge: 203
Registriert: Samstag, 29.08.15, 12:57
Wohnort: Saarland

Depressionsforschung im Stimmungstief – Gründe für eine wissenschaftliche Krise und mögliche Auswege

Beitrag von Dane » Samstag, 23.07.16, 12:24

Hallo an alle,

"Die Depressionsforschung steckt fest – und wissenschaftliche Studien haben das 2015 deutlicher denn je gezeigt. Pharmakologische Medikamente, die gegen Depression verschrieben werden (sogenannte Antidepressiva), wirken nur unwesentlich besser als Placebos. Und auch die seit 20 Jahren andauernde Suche nach biologischen Grundlagen der Erkrankung ist größtenteils erfolglos geblieben. Ein wichtiger Grund für den fehlenden Fortschritt ist, dass Depression als eine spezifische Krankheit verstanden und untersucht wird, obwohl depressive PatientInnen sich maßgeblich in ihren Symptomen unterscheiden. Erfolg versprechender ist deshalb die Erforschung spezifischer Probleme und deren gegenseitigen Einflüsse."

http://de.in-mind.org/article/depressio ... -krise-und

Viele Grüße
Dane
In den Wintermonaten 12/13 und 13/14: Einnahme von Johanniskraut (Laif 900, nicht ausgeschlichen)

06.2014 - 04.2015: Paroxetin (20/10mg) -> abrupt abgesetzt. Psychiaterin meinte: einfach weglassen!

Ende Juni beginnen die Absetzerscheinungen deutlich. Seitdem im kalten Entzug mit diversen Symptomen (vor allem Unruhe, Schwindel, Dauerübelkeit, Derealisation, Depression, Tinnitus, RLS, Druck/Ziehen hinter der Stirn, hohe Geräuschempfindlichkeit, kaum Libido).
Oft abwechselnd / wellenartiges Auftauchen & wieder verschwinden

> Versuch des krümelweise Wiedereinschleichens nach 2 Wochen abgebrochen! (Herzrasen, Panikattacken) <

Sep. - Nov. 2015: Promethazin (Atosil) bis zu 10 Tropfen -> zum Schluß heftige Symptomverschlimmerung :!:

Stand März 2016: Die meisten Symptome haben sich stark abgeschwächt; ich denke, ich befinde mich auf dem aufsteigenden Ast!

Was mir hilft: (oder zumindest nicht schadet)
Fischölkapseln
Passionsblumenkraut
Vitamin D3
Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training
und wenn es geht: viel Ruhe und Geduld :schnecke:

Katharina
Beiträge: 5166
Registriert: Samstag, 28.08.04, 22:24

Re: Depressionsforschung im Stimmungstief – Gründe für eine wissenschaftliche Krise und mögliche Auswege

Beitrag von Katharina » Samstag, 23.07.16, 17:54

Liebe Dane!

Mir geht folgendes durch den Kopf:

Depression gab es immer.
Früher stand sie einem zu.

Mein Schwager hatte die depressive Freundin der Familie einen ganzen Sommer bei ihnen auf dem Sofa liegen - wie ein Kätzchen - die Familie besorgte ihr alles machten aber keinerlei Aufsehen um sie, sie war wie sie war und solange wie sie es war.

Sie kam mit an den See, sie kam überall mit, stumm sie weinte, als wir im Restaurant aßen, der Ober brachte ihr eine Blume und ging weiter.
Plötzlich wurde es ihr besser.

Ursachen bei Krisen wie schwere Verluste Trauma Kriegserleben etc
waren bekannt und mehr verstanden, erlaubt u 'akzeptiert'.

Irgendwann versuchte man Medikamente dagegen her zu stellen und ambulant zu verordnen -
begann da die Krux ?

Die armen Menschen die geschlossen stationär leben, ich weiß nicht -
außer das es mir sehr weh getan hat, dort das Leid zu sehen während eines KG-Praktikums.
Totale Hoffnungslosigkeit.

In der betreuten Situation kamen schwer psychisch Belastete jedoch in die ambulante Krankengymnastische Praxis wir haben in kl. Gruppen sehr anstrengende aber sehr wahrhaftige Stunden erlebt, ich hatte meinen besonderen Nachmittag indem ich alles so einrichtete wie diese zarten Menschen es wünschten, Stuhl nach Norden, Tuch dreimal gefaltet aber den Fussbereich nicht berührt etc.

Ich glaube Zeit, Ruhe und Ehre gebührt diesen besonderen Menschen.

Sie haben bemerkenswerte Geschenke mit gebracht, bunte Bänder geflochten jedes mit einer Bedeutung.
Eine Dame hat Jahrelang Kuchen mitgebracht und nie vergessen das ich kein Ei vertrage (im Gegensatz zur Familie).

Psychofarmaka ist interessant für die Pharmaindustrie, erbringt Geld.-

Gruß,
Katharina
► Text zeigen

Antworten