Seite 1 von 1

Depressionsforschung im Stimmungstief – Gründe für eine wissenschaftliche Krise und mögliche Auswege

Verfasst: Samstag, 23.07.16, 12:24
von Dane
Hallo an alle,

"Die Depressionsforschung steckt fest – und wissenschaftliche Studien haben das 2015 deutlicher denn je gezeigt. Pharmakologische Medikamente, die gegen Depression verschrieben werden (sogenannte Antidepressiva), wirken nur unwesentlich besser als Placebos. Und auch die seit 20 Jahren andauernde Suche nach biologischen Grundlagen der Erkrankung ist größtenteils erfolglos geblieben. Ein wichtiger Grund für den fehlenden Fortschritt ist, dass Depression als eine spezifische Krankheit verstanden und untersucht wird, obwohl depressive PatientInnen sich maßgeblich in ihren Symptomen unterscheiden. Erfolg versprechender ist deshalb die Erforschung spezifischer Probleme und deren gegenseitigen Einflüsse."

http://de.in-mind.org/article/depressio ... -krise-und

Viele Grüße
Dane

Re: Depressionsforschung im Stimmungstief – Gründe für eine wissenschaftliche Krise und mögliche Auswege

Verfasst: Samstag, 23.07.16, 17:54
von Katharina
Liebe Dane!

Mir geht folgendes durch den Kopf:

Depression gab es immer.
Früher stand sie einem zu.

Mein Schwager hatte die depressive Freundin der Familie einen ganzen Sommer bei ihnen auf dem Sofa liegen - wie ein Kätzchen - die Familie besorgte ihr alles machten aber keinerlei Aufsehen um sie, sie war wie sie war und solange wie sie es war.

Sie kam mit an den See, sie kam überall mit, stumm sie weinte, als wir im Restaurant aßen, der Ober brachte ihr eine Blume und ging weiter.
Plötzlich wurde es ihr besser.

Ursachen bei Krisen wie schwere Verluste Trauma Kriegserleben etc
waren bekannt und mehr verstanden, erlaubt u 'akzeptiert'.

Irgendwann versuchte man Medikamente dagegen her zu stellen und ambulant zu verordnen -
begann da die Krux ?

Die armen Menschen die geschlossen stationär leben, ich weiß nicht -
außer das es mir sehr weh getan hat, dort das Leid zu sehen während eines KG-Praktikums.
Totale Hoffnungslosigkeit.

In der betreuten Situation kamen schwer psychisch Belastete jedoch in die ambulante Krankengymnastische Praxis wir haben in kl. Gruppen sehr anstrengende aber sehr wahrhaftige Stunden erlebt, ich hatte meinen besonderen Nachmittag indem ich alles so einrichtete wie diese zarten Menschen es wünschten, Stuhl nach Norden, Tuch dreimal gefaltet aber den Fussbereich nicht berührt etc.

Ich glaube Zeit, Ruhe und Ehre gebührt diesen besonderen Menschen.

Sie haben bemerkenswerte Geschenke mit gebracht, bunte Bänder geflochten jedes mit einer Bedeutung.
Eine Dame hat Jahrelang Kuchen mitgebracht und nie vergessen das ich kein Ei vertrage (im Gegensatz zur Familie).

Psychofarmaka ist interessant für die Pharmaindustrie, erbringt Geld.-

Gruß,
Katharina