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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

wir mussten uns heute, am 31.03.2019, zu einem gleichermaßen ungewöhnlichen wie einschneidenden Schritt entscheiden.
Wir werden das Forum für ca. 4 Wochen für Neuanmeldungen schließen und damit einen Anmeldestopp verhängen.
Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen.
Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann.
Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Medikamentenbedingte Schlafstörungen

Eine Sammlung von Artikeln, die über wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Hintergründe der Behandlung von seelischen Leiden mit Psychopharmaka berichten.
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Sunnyrose
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Medikamentenbedingte Schlafstörungen

Beitrag von Sunnyrose » Freitag, 24.02.17, 8:38

Das amerikanische «Institute for Safe Medication Practices» hat – basierend auf den der FDA zugestellten Spontanmeldungen zu vermuteten Nebenwirkungen – eine Liste von Medikamenten zusammengestellt, bei denen ein Zusammenhang mit Schlafstörungen anzunehmen ist. Die Liste umfasst 87 Substanzen aus verschiedenartigen therapeutischen Gruppen. Einige der erwähnten Medikamente werden in der Regel nur vorübergehend verordnet (z.B. Chinolone, Erkältungsmittel), so dass eine Beeinträchtigung des Schlafs nicht als gravierend einzuschätzen wäre; mehr Grund zu Besorgnis liefern negative Auswirkungen auf den Schlaf von langfristig verabreichten Medikamenten wie Stimulantien oder Antidepressiva.

Artikel aus der ISMP-Publikation «QuarterWatch» 87 Drugs with Signals for Insomnia
http://www.ismp.org/QuarterWatch/pdfs/2016Q2.pdf
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Abgesetzt:
Lorazepam, Concerta, Truxal, Escitalopram

Zuletzt abgesetzt:
Escitalopram. Ursprünglich 30mg
Absetzstart September 2015
2,5mg runter alle 2 Monate bis 15mg.
Dann in 10% Schritten. Bis 10mg.
Dann schnelleres Vorgehen wegen Leberwerte.
Januar 2017: 6,8mg
15.2.17: 6mg
8.3.17: 4mg (psychotische Nebenwirkungen)
20.3.17: 0mg

Achtung: nicht nachmachen. Der grosse Schritt zum Schluss war für mich eine Notlösung. Langsames Vorgehen (5-15% Schritte, je nach Höhe der Dosis), wenn irgendwie möglich, ist der bessere Weg.

Ich bin jetzt frei von Substanzen jeglicher Art. Haltet durch! es lohnt sich.

diane

Re: Medikamentenbedingte Schlafstörungen

Beitrag von diane » Dienstag, 21.03.17, 16:44

Hi.. is damit auch der Entzug gemeintl?
Ich habe vor 11 monaten venlafaxin u vor 6 monaten seroquell abgesetzt u habe seit ein paar wochen schlaflose Nächte wo ich hellwach im bett liege...lg

carlotta
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Re: Medikamentenbedingte Schlafstörungen

Beitrag von carlotta » Mittwoch, 22.03.17, 12:18

Hallo Diane,

soweit ich das beim Überfliegen sehe, geht das nicht eindeutig aus dem Paper hervor. In erster Linie bezieht es sich wohl darauf, dass durch die Einnahme Schlafprobleme entstehen können. Allerdings wird auch nicht klar darauf eingegangen, was nach dem Absetzen passiert.

Wie dem auch sei - Schlafstörungen sind mit das häufigste und leider meist auch hartnäckigste Entzugssymptom bei einem PP-Entzug; so gut wie jeder hier im Forum hatte schon mal damit zu tun (oder hat immer noch), viele auch über längere Zeiträume. Die Problematik ist auch bei Experten, die sich eingehend mit PP-Entzug beschäftigen, bekannt. Bereits unter der Einnahme von div. PP wird die sog. Schlafarchitektur ja verändert, d. h. Patienten sind nach dem Schlafen weniger ausgeruht, haben weniger REM-Phasen, haben gar ein erhöhtes Schlafbedürfnis etc.

Aus der Beinflussung von Neurotransmittern und damit einhergehenden Rezeptorenveränderungen etc. resultiert nach dem Absetzen (v. a. wenn es zu schnell passiert) eine völlig veränderte Neurochemie, die sich speziell auch auf den Schlaf auswirken kann. Mit all diesen Veränderungen einher geht auch die verstärkte frühmorgendliche Cortisolausschüttung, die häufig zu extrem frühem Erwachen (oft auch mit Panik) und/oder fragmentiertem Schlaf führt. Auch stark verlängerte Einschlafphasen oder völlige Schlaflosigkeit können vorkommen.

Liebe Grüße :group:
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Re: Medikamentenbedingte Schlafstörungen

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 22.03.17, 17:35

Hallo,
ich stelle diesen Artikel hinein, weil NL zur Behandlung von Schlaflosigkeit nicht empfohlen werden ( S. 22) ,und SSRI sogar den Schlaf verschlechtern ;( S. 31) ;
http://schlaf-bielefeld.de/wp-content/u ... l-2013.pdf
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Re: Medikamentenbedingte Schlafstörungen

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 18.05.18, 16:05

Und hier nochmals eine LISTE
Welche Medikamente können Schlafstörungen verursachen?
sind sehr viele Pp darunter : ( Angabe mit %):

http://www.navigator-medizin.de/schlaf- ... achen.html
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