Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->



Seit das ADFD gegründet wurde, haben sich die Verschreibungen von Psychopharmaka ungefähr verdreifacht! Die Gründe warum diese Substanzen verschrieben werden sind sehr unterschiedlich. Es wäre interessant und hilfreich für die Gemeinschaft und auch Außenstehende, einen besseren Einblick in die Verschreibungshintergründe zu bekommen. Darum ...


... macht bitte alle bei unserer Umfrage zum Verschreibungsgrund mit :)


Fernsehbeitrag im NDR, Visite am 02.05.2017, Thema Antidepressiva absetzen

Eine Sammlung von Artikeln, die über wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Hintergründe der Behandlung von seelischen Leiden mit Psychopharmaka berichten.
Horni
Beiträge: 627
Registriert: 12.03.2015 11:22
Hat sich bedankt: 149 Mal
Danksagung erhalten: 282 Mal

Re: Fernsehbeitrag im NDR, Visite am 02.05.2017, Thema Antidepressiva absetzen

Beitrag von Horni »

Guten Morgen ihr lieben,
Ich habe etwas über die Stränge geschlagen, doch Tatsache ist wenn ich mit etwas arbeite, dann weiss ich wommit ich es zu tun habe. Genau so müsste es doch meiner Meinung nach auch bei den "Spezialisten in weiss " sein.


Lg
Horni
"Berichtet euren Mitmenschen welche Verherende Wirkung Antidepressiva haben können und wie Verständnis los damit umgegangen wird."
Gebt uns eine Stimme!!!

Verküpfung zum Paroxetin Betroffenen Thread:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... etroffenen
Arianrhod
Beiträge: 1951
Registriert: 15.11.2015 15:16
Hat sich bedankt: 956 Mal
Danksagung erhalten: 1028 Mal

Re: Fernsehbeitrag im NDR, Visite am 02.05.2017, Thema Antidepressiva absetzen

Beitrag von Arianrhod »

lakeSonne1 hat geschrieben:hi,

ich muss da ne Lanze für für unsere nichtwissenden Mitmenschen (auch Ärzte) brechen.
.
Ärzte sollten grundsätzlich offen für neue Erfahrungen und auch den Patienten gegenüber sein.
Dass meine Erfahrungen so angezweifelt wurden, das habe ich aber vorallendingen in der Psychiatrie erlebt, bei Medizinern anderer Fachrichtungen weniger - beziehungsweise nur dort , wo meine psychiatrische Diagnose bekannt war - was nun dazu führt, sie überhaupt nirgends mehr zu erwähnen.

Ich habe schon den Eindruck , manche Psychiater glauben , dass ihre Patienten eh die ganze Zeit nicht-compliant, verwirrt, wahnhaft und im Allgemeinen unglaubwürdig sind - schließlich haben sie sie doch gerade mit einer "Geisteskrankheit" diagnostiziert. .... :frust:
Bei mir war Schwäche in den Armen ( verursacht durch Bandscheibenvorfall L2/3) natürlich Psychose :roll: und genauso geht es mit Absetzsymptomen.....
JuleK hat geschrieben:Und die Worte das kann gar nicht sein und das habe ich noch nie gehört aus dem Vokabular streichen,denn das spricht für Unsicherheit und nicht wissen.
Ich spüre und merke doch was mein Körper und meine Psyche machen,kein anderer steckt in meinen Schuhen und kein Studium erhebt einen Menschen so hoch das er allwissend ist und mir Erzählen kann was stimmen kann und was nicht.
YEP
: Wenn der Arzt mir nicht glauben will, dann drucke ich die Fachartikel, wissenschaftlichen Arbeiten etc. aus und lege sie ihm auf den Schreibtisch. Daher ist es so wichtig, dass es immer mehr von diesen Informationen gibt - euch nochmals Danke für eure "Sammelwut" :) hier im Forum.
Wenn ich nicht überzeuge, tun es hoffentlich die Mediziner- Kollegen!

liebe Grüße Arian
[spoil]2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .
Ana19
Beiträge: 498
Registriert: 22.04.2017 12:42
Hat sich bedankt: 30 Mal
Danksagung erhalten: 12 Mal

Re: Fernsehbeitrag im NDR, Visite am 02.05.2017, Thema Antidepressiva absetzen

Beitrag von Ana19 »

Hallo Leute,

toll das es an die Öffentlichket geht !!
beim zuschauen wurde mir ganz anders..!

schade das er so kurz ist und man nicht genauer über Ihren Zustand berichtet hat ... hätte mich interessiert wie lange sie leiden musste!
weil die Tatsache das viele über Monate und länger leiden ist ein wichtiger Punkt!


habe den bericht gleich an nah stehende menschen weiter geschickt! sie sind sehr schockiert..!
wie auch nicht ?!

Zusatz/Ergänzung:
Habe das Video meiner Mutter gezeigt... sie sagt na siehst du du wirst wider gesund !! ach mama denkt nur an Heilung keine Wut oder ähnliches .. bin so dankbar sie zu haben ... <3

LG Ana
[spoil]Befinde mich im protrahierten Entzug !

Medikation:
seit 29.4.17
0,5mg Cita
Seit 29.3.18 —> Wasserlösmethode

Nahrungsergänzung:
Gerstengras, Leinöl,
ggf. Magnesiumchlorid, Datteln als Eisen Quelle.

1. und 2. Entzugsjahr siehe Thread
viewtopic.php?p=325185#p325185

3. Jahr

Januar2019 — welle! Zustand verschlimmert sich schleichend, starke Erschöpfung, Muskelschwäche,Vibrierendes Gefühl, Muskelkater dieses mal sehr ausgeprägt, aber die symptome kommen vereinzelt und nicht mehr in ner Herde.
Februar2019 — welle!!!!! Entzugsgrippe?!krankheitsgefühl, Angstzustände, Panik, Heulanfälle, schmerzen, taubheitsgefühle, Hoffnungslosigkeit, schwäche, Kraftlosigkeit, auffälige Darmbeschwerden.
März2019— Welle!! Darm Beschwerden sind weg, Ängste sind schwächer, weiterhin Umfallgefühl, unbelastbar, schwäche, in Schüben symptom Veränderungen.
April2019 — welle!! Weiterhin kraftlos und erschöpft sehr viel Angst und Panik, Blasenentzündung, ende des Monats Bluttest (alle Werte gut).
Mai2019 — Unbelastbarkeit hält weiter an, Seelisches Leid wird zum ende des Monats besser. Blase erholt sich. Lache mehr bin Hoffnungsvoller.
Juni - August2019 — dritter Sommer im Entzug, verglichen mit den letzten zwei Jahren wars erträglicher, aber trotzdem nach wie vor war Stuben hocken angesagt. Unbelastbarkeit blieb hartnäckig, Stimmungsschwankungen stark, derealisation war stärker. Zwischendurch paar Schritte vor der Tür gewesen. 15-20min. Alle Temperaturen über 25 Grad unerträglich->Symptom Verschlimmerung.
September—Dezember2019 — zweite hälfte des Jahres , Besserung. Etwas scheint sich getan zu haben... fühle mich mehr mit mir selbst verbunden.

4. Jahr

Januar2020 — Körperlich robuster konnte paar Termine Wahrnehmen, psychisch schon viel viel weiter in der Heilung. Ende des Monats Gefühl einer kommenden Entzugsgrippe.[/spoil]

Und eines Tages....
wirst du dein Licht wiederentdecken.
Wirst du deinen inneren Krieger umarmen.
Wirst du dir die Macht zurück holen und ein neuer Lebensabschnitt beginnt. :schnecke:
Antworten