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Risiken durch Promethazin i.v.

Eine Sammlung von Artikeln, die über wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Hintergründe der Behandlung von seelischen Leiden mit Psychopharmaka berichten.
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Blumenwiese
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Risiken durch Promethazin i.v.

Beitrag von Blumenwiese »

Hallo,

ich bin durch Zufall auf diese erschreckende Information gestoßen:
Bei intravenöser Gabe von Promethazin muss mit schweren Gewebeschäden einschließlich einer Gangrän gerechnet werden. Amputationen können notwendig werden. Die FDA will dieses Risiko durch einen umrahmten Warnhinweis (Boxed Warning) ins Bewusstsein rücken.

Die parenterale Gabe von Promethazin kann indiziert sein, wenn bei akuten allergischen Reaktionen vom Soforttyp eine Sedierung notwendig ist. Darüber hinaus kommt sie bei akuten Unruhe- und Erregungszuständen im Rahmen von psychiatrischen Erkrankungen zum Einsatz. Bevorzugt wird die tiefe intramuskuläre Injektion, aber auch die intravenöse Gabe ist möglich, wobei eine Extravasation vermieden werden muss. Aufgrund lokaler Unverträglichkeit darf Promethazin nicht subkutan gegeben werden. Die intraarterielle Gabe ist ebenfalls kontraindiziert, da laut Fachinformation Vasospasmen mit Gangränbildung resultieren können. Doch auch die i.v.-Injektion birgt das Risiko für schwere Gewebeschäden einschließlich einer Gangrän. Fasziotomien, Hauttransplantationen und Amputationen können erforderlich werden. Verantwortlich für diese Gewebeschäden kann eine perivaskuläre Extravasation sein – das Eindringen von Promethazin in umliegendes Gewebe –, aber auch eine versehentliche intraarterielle Injektion oder eine intraneuronale oder perineuronale Infiltration. Ärzte sollten während der Injektion auf Anzeichen einer Gewebeschädigung achten. Alarmzeichen sind Brennen oder Schmerzen an der Injektionsstelle, Phlebitis, Schwellungen und Blasenbildung. Bei Auftreten von Schmerzen während der Injektion muss sofort die Behandlung abgebrochen werden, so die FDA. Mit Gewebeschäden muss auch noch Stunden oder Tage später gerechnet werden. Patienten sollten daher umgehend bei Auftreten von Schmerzen, Schwellungen oder Blasenbildungen den Arzt oder das Pflegepersonal informieren, damit rechtzeitig eingegriffen werden kann. Das setzt eine umfassende Aufklärung der Patienten vor der Injektion voraus.
https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... i-v-achten

Liebe Grüße
Blumenwiese
asiatin
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Risiken durch Promethazin

Beitrag von asiatin »

Hallo,
ich möchte hier meine andere Erfahrung über die Wechselwirkung von P. berichten, von der die Erkrankung Psoriasis/Schuppenflechte bei mir ausgebrochen hat. Die wurde von WHO zur schweren chron. Erkrankung eingestuft und mein Leiden daran ist seitdem groß.
Und zwar, P. verstärkt sowohl Wirkung als auch Nebenwirkung von Obsidan bzw. Propranolol (Beta Blocker), was auch vom selben Psychiater gegen Tremor verschrieben wurde. (Tremor war bei mir aber auch als Nebenwirkung von AD entstanden nehme ich stark an, denn ich bekam den, wie ich mich jetzt nach hinein erinnere, in der selben Zeit, als ich Zoloft bekam, von meinem Hausarzt damals!)
Diese Wechselwirkung hatte ich nur langer Recherche erst gefunden, es stand weder im Beipackzettel bzw. in Grundinfos im Web noch mein Psychiater und Hausärztin kannten das, und dementsprechend hatten sie mich nie gewarnt (Ich hatte natürlich vorher mit beiden monatelang beraten bzw. gefragt über diese beiden Medis, wie ich vorsichtig bin!)
Promethazin bekam ich urspl. gegen meine dissoziative Wahrnehmungsstörung von einer anderen Psychiaterin.
Als ich mich bei diesem Psychiater (ihr Nachfolger) wegen der Schlafstörung beschwerte, gab er die Anweisung, ich solle P. auch dafür einnehmen. Er meinte, ich darf dies schon viel einnehmen! So fühle ich mich von Psychiatern das Leben für ewig zerstört, da ich die auch nach dem Entzug für immer haben muss!

Dieser Psychiater und sogar sein Nachfolger kannten weder die Nebenwirkung von Obsidan noch die Wechselwirkung mit Promethazin!

Mein Schuppenflechte ist seitdem echt schlimm, Kopf, Arm, Hals, Brust, Rücken usw. also überall, aber besonders auf dem Gesicht mega schlimm (da war ich mit Corona sogar froh, da ich mit der Maske mein Gesicht bisschen verstecken konnte. Jetzt laufe ich auch mit der Maske, obwohl Leute die abgenommen haben, und es ist heiß...).
Und Hände (es ist wie tausende tiefe Stichwunden, schmerzhaft und ich kann ganzen Tag nichts tun, da man doch alles im Alltag mit Händen tut, wenn die Hände befallen).
Das macht meine Depri auch schlimmer. Ich meine nicht nur psychische Belastung dass ich mich schämen muss, wenn ich draußen bin, oder ich von Leuten sehr vermieden werde. Sondern auch physisch, denn z.B. wichtige Lebensmittel, die gegen Depri. empfohlen werden, sind gegen die Schuppenflechte nicht gut, und auch umgekehrt. Also ich kann mich immer nur auf eine widmen, bis der andere schlimmer wird, dann muss wechseln ;(((

Grüße
a
Liebe Grüße <3
asiatin

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Clarissa
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Re: Risiken durch Promethazin i.v.

Beitrag von Clarissa »

Liebe asiatin.

So kommt eins zum anderen! Jedes Medikament hat Nebenwirkungen. Je mehr, desto unübersichtlicher werden die Wechselwirkungen.

Viele Erkrankungen scheinen erst durch Medikamente richtig zum Ausbruch zu kommen!

Den Tremor durch PP kenne ich z.B. nur allzu gut. Hat mir kein Psychiater geglaubt, es sei meine Angst etc. :cry: .

Seit ich keine PP mehr nehme, habe ich keinen Tremor mehr. Dissoziationen sind auch weg.

Schlafen tue ich weiter nicht besonders gut bis schlecht, aber den Teufel werde ich erneut ein PP wie Promethazin dagegen einnehmen! - Ich muß allerdings tagsüber nicht arbeiten und gnadenlos funktionieren.

Ich informiere mich selbst und verlasse mich nicht nur auf Ärzte, die meist nur ihr jeweiliges Fachgebiet im Fokus haben.

Alles Gute und VG von Clarissa
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