Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Liebe Fories, liebe Interessierte,

seit 1.8.2019 gibt es Änderungen im Forum. Es ist nur noch teilweise öffentlich zugänglich. Ohne Anmeldung können nur die Rubriken "Informationen", "Neue Teilnehmer" sowie "Erfahrungsberichte" gelesen werden.

Die anderen Rubriken sind nur noch für registrierte Mitglieder einsehbar. Dazu gehört auch der Bereich "Ausschleichen von Psychopharmaka" mit Dokumentation der einzelnen Verläufe (Tagebücher) zum Absetzen von Antidepressiva, Neuroleptika und Benzodiazepinen. Hier findet Ihr alle Neuerungen und Änderungen. Hier steht alles Wichtige für noch nicht registrierte Interessierte.

Wir sind ein Selbsthilfeforum. Wer sich registriert, um einen eigenen Thread zu eröffnen, entscheidet sich auch dafür, sich aktiv mit den bereitgestellten Informationen auseinanderzusetzen. Neue Mitglieder bitten wir daher, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten, die Grundlagentexte durchzulesen und anzueignen. Wer nach der Registrierung nur still mitlesen will, ist auch willkommen.

Ein Dankeschön an alle, die sich bereits aktiv in den Erfahrungsaustausch einbringen. Gegenseitige Unterstützung stärkt jede Selbsthilfegruppe.

Euer ADFD-Team

ÜBERSICHT: Alternative oder Scharlatanerie?

Eine Sammlung von Artikeln, die über wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Hintergründe der Behandlung von seelischen Leiden mit Psychopharmaka berichten.
Marsupilami

Re: ÜBERSICHT: Alternative oder Scharlatanerie?

Beitrag von Marsupilami » Mittwoch, 04.11.09, 19:30

Hallo antianti (u. Alle),

Ich stimme voll und ganz zu und wollte auf keinen Fall sagen, dass man all das nicht tun soll, ich hab da wohl etwas zu hart ausgedrückt. Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass es oft so dargestellt wird, dass man alle psychischen Probleme selbst lösen kann im Sinne einer Heilung, in vielen Büchern z.B. und auch von vielen selbsternannten Therapeuten und dass dann die Gefahr besteht, dass man vielleicht selbst an sich rumdoktert, obwohl man eigentlich ohne professionelle Hilfe nicht mehr auskommt. Das war bei mir lange Zeit der Fall, dass ich immer dachte, in den Büchern steht doch drin, dass man das damit alleine schafft, aber es hat nicht geklappt und ich hab erst sehr spät erkannt, dass diese ganze Selbsthilfeliteratur da auch meist unverantwortliche Sachen verspricht. Natürlich ist es klasse, wenn einem diese Maßnahmen helfen, sich aus einem Tief selbst befreien zu können oder sich etwas Linderung zu verschaffen, aber man sollte einfach die Grenzen u. Möglichkeiten realistisch einschätzen und nicht zu viel erwarten.
Zur Sache mit den Vorstellungsübungen: Sicherer Ort ist ja etwas, das man aus der "richtigen" Psychotherapie kennt, hast Du das dort gelernt oder hast Du Dir das selbst "beigebracht"?
So, jetzt ein bisschen ab aufs Trampi...

Marsu

antianti
Beiträge: 217
Registriert: Freitag, 06.03.09, 8:43

Re: ÜBERSICHT: Alternative oder Scharlatanerie?

Beitrag von antianti » Mittwoch, 04.11.09, 19:50

Marsupilami hat geschrieben:dass dann die Gefahr besteht, dass man vielleicht selbst an sich rumdoktert, obwohl man eigentlich ohne professionelle Hilfe nicht mehr auskommt. Das war bei mir lange Zeit der Fall, dass ich immer dachte, in den Büchern steht doch drin, dass man das damit alleine schafft, aber es hat nicht geklappt und ich hab erst sehr spät erkannt, dass diese ganze Selbsthilfeliteratur da auch meist unverantwortliche Sachen verspricht.
Ja, das stimmt. Ich bin auch sehr für Selbsthilfe, aber manchmal braucht man eben Hilfe zur Selbsthilfe. Ohne meinen Klinikaufenthalt hätte ich es damals nicht gepackt.

Die Vorstellungsübungen (sicherer Ort etc.) habe ich alle in der Klinik kennengelernt. Ich finde speziell den sicheren Ort sehr schön, weil man den mit etwas Übung sozusagen immer bei sich hat und sich bei Bedarf - geistig - dorthin zurückziehen kann.

Marsupilami

Re: ÜBERSICHT: Alternative oder Scharlatanerie?

Beitrag von Marsupilami » Donnerstag, 05.11.09, 11:37

Hallo antianti,

was war das denn für eine Klinik? Was wurde dort methodisch gemacht? Ist es Dir dadurch besser gegangen? Ich fände es ganz interessant, wenn Du darüber mal ein bisschen berichten würdest, wenn Du magst. Ich kenne nur Kliniken, in denen nur tiefenpsychologisch und verhaltenstherapeutisch gearbeitet wird, dass es da auch Kliniken gibt, die andere Ansätze verfolgen, ist mir neu.
Ich habe ja auch mal in einer Therapie mit diesen Sachen angefangen, aber irgendwie wurde mir überhaupt nicht vermittelt, wie ich das für mich selbst praktizieren kann, es hieß immer, einfach nur die eineTherapiestunde pro Woche reicht aus. Ich habe auch nicht verstanden, was das bewirken soll, ich fand es sehr wischiwaschi, damit kam ich nicht klar, ich bin jemand, der eigentlich immer gerne selbst was machen will und auch verstehen will, was das bewirkt. Kannst Du mir mal die Titel der Bücher nennen, ich würde mir das ganz gerne mal ansehen?

Grüße,

Marsu

antianti
Beiträge: 217
Registriert: Freitag, 06.03.09, 8:43

Re: ÜBERSICHT: Alternative oder Scharlatanerie?

Beitrag von antianti » Donnerstag, 05.11.09, 12:35

Hallo Marsu,
ich hatte das schon früher mal in einem anderen Beitrag geschrieben, aber ich fasse es gerne noch einmal hier zusammen...
Ich bitte um Entschuldigung, wenn das Off-Topic ist!

Ich habe letztes Jahr noch in Trier gewohnt und wurde dort im Mutterhaus der Borromäerinnen behandelt. Ich war eine Woche auf Station, danach für den Rest der Zeit (etwa 2 Monate) in der Tagesklinik. Natürlich wird auch dort mit Medikamenten behandelt, wenn man sich dem nicht verweigert. Ich habe damals dankbar mein Venlafaxin angenommen, und ich denke, dass es gegen die Ängste, die mich quälten, auch sehr schnell geholfen hat. Zumindest konnte ich mich in der folgenden Zeit wieder mehr um mich und die Therapie kümmern.

Obwohl die Ärzte dort "gerne" mit Medikamenten arbeiten, fand ich die meisten (bis auf den jungdynamisch-zackigen und völlig unsensiblen Oberarzt) sehr angenehm und hatte auch das Gefühl, mit meinen Problemen gut aufgehoben zu sein. Zudem hatte ich jede Woche eine Gesprächstherapie mit einer Psychologin. Diese brachte mir u.a. die Vorstellungsübungen bei. Auch diese Gespräche fand ich sehr hilfreich und (zumindest im Nachhinein) sehr angenehm.

Der Rest der Therapie bestand aus Modulen, die individuell zusammengestellt wurden. Es gab eine Gruppentherapie, in der beispielhaft Probleme besprochen und alternative Verhaltensweisen aufgezeigt wurden. Dazu kamen Angebote wie Musik-, Ergo-, Sport- und Kunsttherapie, die mir persönlich, wie ich bereits in einem Beitrag geschrieben habe, unglaublich geholfen hat. Ergänzend ist die Klinik mit einem Snoezelraum ausgestattet, die Tagesklinik hat speziell noch einen Raum für Lichttherapie, eine Wärmelampe, Kicker und Stepper, sowie einen Ruheraum.

Das alles wäre wahrscheinlich nichts wert ohne das sehr liebevolle Personal, die sich wirklich nach Kräften um jeden Einzelnen bemüht haben, ob mit Gesprächen, Literaturempfehlungen oder Massagen. Jeden Donnerstag wurde Kuchen gebacken, es gab immer reichlich Kaffee :D, und auch die sonstige Verpflegung war gut. Jeden Mittwoch stand ein Ausflug mit der Gruppe an, meistens gingen wir kegeln :roll:

Mein Fazit ist, dass ich zwar auf die erneute Erfahrung einer solchen depressiven Phase gerne verzichte, aber den Aufenthalt, speziell in der Tagesklinik, sehr genossen habe. Damals war das ja zu meiner Arbeitswelt (= 80% meines Alltags) geradezu ein Paralleluniversum. Ich kann sagen, dass ich dadurch wirklich wieder zu mir kam.

Nach der Klinik war ich noch für 25 Sitzungen bei einer Psychologin der Trierer Universitätsambulanz. Mit ihr habe ich neue Strategien erarbeitet und auch gelernt, wie ich die Therapieerfahrungen in den Alltag mitnehmen kann (Tagebuch etc.). Auch da hatte ich das Gefühl, gut gerüstet zu werden, allerdings nicht mehr in dieser geschützten Klinikatmosphäre.

Selbsthilfebücher kann ich Dir gar nicht nennen, da ich keine besitze. Ich habe während der schlechten Zeit, als ich noch angestellt war, viel im Internet gesurft und bin dort häufig auf das typische "Wir sind das Produkt unserer Gedanken" gestoßen, aber das geht im ersten Moment einfach nicht tief genug. Dadurch wird man nur verunsichert, weil man lernt, dass die Probleme von den eigenen Gedanken herrühren, aber man bekommt keine Methode an die Hand, sein Verhalten zu ändern. Ich bin der Meinung, dass man am Anfang immer einen menschlichen Spiegel braucht, der einem hilft, das eigene Verhalten besser zu reflektieren. Daher helfen meiner Erfahrung nach Gespräche mit Freunden als Heilmittel am Anfang wenig oder gar nicht, weil die dazu neigen, in hilflose Mutmach-Parolen zu verfallen. Gute, geschulte Psychologen geben einem keine wirklichen Ratschläge; eigentlich geben sie einem nur so lange die eigenen Gedanken zurück bis man selber die Lösung findet.

Eine meiner besten Freundinnen ist ein großer Fan von Louise Hay, einer Amerikanerin, die jedem körperlichen Symptom eine seelische Störung zuordnet. So weit, so gut, leider geht die Frau so weit, dass sogar ein gebrochener Arm für Autoaggression steht. Nun ja. Jedenfalls hat diese Freundin, so lieb sie mir auch ist, stets gemeint, ich bräuchte keine professionelle Hilfe, ich würde das selber schaffen, ich müsste nur positiv denken. Aber wenn man nicht wirklich weiß, wie das geht, müht man sich nur damit ab, möglichst positive Gedanken zu erzeugen und die negativen Gedanken wegzuschieben. Man bekommt Schuldgefühle, und es ist super anstrengend. Es funktioniert einfach nicht.

Mir hat erst geholfen, dass ich mir erlaubt habe, zusammenzubrechen, die Krankheit und das ganze schlechte Erleben zuzulassen und mich nicht mehr mit falschen positiven Gedanken zu täuschen. Damit ist das ganze klapperige Gerüst endgültig zusammengebrochen, und in der Klinik wurde mir geholfen, mich von innen wieder aufzubauen.

Puh, das war jetzt echt viel Text. Ich hoffe, es ist einigermaßen verständlich, was ich damit ausdrücken möchte. Ich möchte noch hinzufügen, dass ich jedem eine Therapie empfehle, der die ganze Zeit leidet, sich aber einredet "Ich muss nur positiv denken, dann geht alles wie von selbst, lalalala". Das ist der beste Weg, sich gründlich auszuhöhlen und fertigzumachen. Die alte Leier, Hilfe zulassen etc.. Viele Leute, die sich für "gesund" halten, sind eigentlich nur leere Hüllen, die sich mit Ach und Krach durchs Leben schleppen, und Angst haben, ihre Schwäche mal zuzulassen.

LG
antianti

Marsupilami

Re: ÜBERSICHT: Alternative oder Scharlatanerie?

Beitrag von Marsupilami » Donnerstag, 05.11.09, 17:35

Hallo antianti,

danke für Deinen ausführlichen Bericht, der sehr verständlich ist. Was das sog. Positive Denken und diese Damen a la Frau Hay angeht, so stimme ich Dir voll zu. Es ist inzwischen ja auch erwiesen, dass diese sog. positiven Suggestionen bei Menschen mit psychischen Problemen eher schädlich wirken, während sie bei Gesunden durchaus den erwünschten Effekt haben. Diese Vorstellung, dass man nur falsch denke, halte ich auch für sehr banal und gefährlich. Was mich angeht, so kann ich mich mit den allgemeinen Konzepten in solchen Kliniken nicht anfreunden und auch nicht mit den normalen Psychotherapien, weil meine Probleme einfach ganz anders geartet sind und von den etablierten Richtungen gar nicht verstanden werden. Aber ich finde es gut, dass Du Dich dort gut aufgehoben gefühlt hast, man hört ja doch sehr oft, dass Leute in Kliniken oft schlechte Erfahrungen machen bezüglich der menschlichen u. fachlichen Qualität.
Ich meine, dass wir hier jetzt nicht in ein Anliegen eines anderen Schreibers hereingfunkt haben, sollte dem so sein, war es keine böse Absicht.

Solidarische Grüße an Alle,

Marsu

amanda

Re: ÜBERSICHT: Alternative oder Scharlatanerie?

Beitrag von amanda » Freitag, 06.11.09, 22:16

hallo marsu....ich hatte nicht nur " gelegentliche befindlichkeitsstörungen ( schön wäre es)...nur mal so bemerkt lg AMANDA

Marsupilami

Re: ÜBERSICHT: Alternative oder Scharlatanerie?

Beitrag von Marsupilami » Samstag, 07.11.09, 11:53

Hallo Amanda,

ich habe meine Aussage nicht persönlich auf die individuellen Probleme einzelner Personen hier bezogen, das kann ich ja gar nicht beurteilen. Mein Anliegen war nur, dass man auf jeden Fall professionelle Hilfe in Anspruch nehmen sollte, wenn man merkt, dass das diese Dinge nicht ausreichen.

Gruß,

Marsu

Casadero

Re: ÜBERSICHT: Alternative oder Scharlatanerie?

Beitrag von Casadero » Donnerstag, 09.12.10, 17:40

Ich sehe das wie folgt:

Wer heilt (bzw. was hilft) hat Recht!

Ob nun harte Chemie, Suggestion, Pflanzliches aus dem Regenwald oder Beiträge aus einem Forum.

chiara63
Beiträge: 570
Registriert: Freitag, 11.07.08, 22:30
Wohnort: Rhl.-Pf.
Kontaktdaten:

Re: ÜBERSICHT: Alternative oder Scharlatanerie?

Beitrag von chiara63 » Donnerstag, 16.12.10, 15:50

Das allerdings sehe ich ganz und gar nicht so!
Diagnose: redidivierende Depressionen, gen. Angststörung!

- Seit 1996 immer wieder auftretende, mitunter sehr starke Angstepisoden.
- 1996 erster Klinikaufenthalt, Einstellung auf saroten und Tavor.
- 1998 Tavorabhängigkeit, stat. Entzug.
- Von 1998 bis 2003 versch. Antidepressiva (Saroten, Zoloft, Fluoxetin, Remergil, Trevilor)
- Von 2003 bis 2006 ohne Psychopharmaka
- 2006 extremer Rückfall, erneut Einstellung auf AD, Trevilor und Lyrika.
- 2008 Umstellung von Trevilor (Nebenwirkungen) auf Cipralex. Von Ende 2008 bis 2010 ohne ADs.
- 2010 schlimmster Rückfall bisher. Stat. Aufenthalt von Aug/Ende Nov. Extreme NEbenwirkungen bei Cipralex (Angst, Übelkeit, Erbrechen), Umstellung auf Cymbalta, Remergil und Lyrika.
- Im Lauf von 2011 Reduzierung von Lyrika und Remergil, schließlich Absetzung von Remergil ohne Probleme.
- 2013 Versuch "cold Turkey" von Cymbalta, aber extreme Entzugserscheinungen (Übelkeit, Schwindel, Zittern, Träume, usw.) deshalb wieder Rückgang auf die vorige Dosis. Jetzt langsamer Entzug.
Stand: Anfang Juli 2013

tellerrand
Beiträge: 34
Registriert: Sonntag, 02.01.11, 22:32

Re: ÜBERSICHT: Alternative oder Scharlatanerie?

Beitrag von tellerrand » Donnerstag, 06.01.11, 0:54

Rosenwurz kann noch mit aufgenommen werden.
Evtl. hilft eine Entgiftung, aber da das Zeitaufwendig ist, nicht am Anfang.

bewell

Re: ÜBERSICHT: Alternative oder Scharlatanerie?

Beitrag von bewell » Donnerstag, 31.03.11, 6:16

Hallo

Soooo viel Wissen..... :shock:

Aber weiss ICH es ??...weiss ich es WIRKLICH?

Wissen war und ist für mich oft immer nur der Trostpreis gewesen.....immer nur, bis ich aus meinem Bauchgefühlt heraus (und DAS ist für mich sehr sehr wichtig geworden) eine Sache ausprobiert habe, die mit "gefährlicher" Chemie nichts mehr zu tun hat und so nah wie möglich an der Natur basiert.

Ich bin mit dem begriff Scharlatanerie auch sehr vorsichtig geworden...ja, ich habe ihn sogar aus meinem Wortschatz entfernt.
Wer bin ich schon, DAS oder jemand als Scharlatan zu bezeichnen?

Meine neu geschulte und wiedergewonnene Intuition, mein Gefühl, meine innere, sensible Stimme führt mich immer besser....ich gewinne Vertrauen zu ihr...Selbstvertrauen, dass durch Zahlen, Fakten, Medien.....ect...ganz enorm verunsichert war.....nicht zuletzt hat meine Kindheit damit zu tun.

Wer heilt hat Recht. Dieser Satz ist abgelutscht, ich weiss....dennoch hat er für mich Gültigkeit.

Ich gehör(t) e zu den Menschen die leicht zu beeinflussen waren (sind)...rein aus meiner Unsicherheit oftmals heraus.
Gelernt habe ich viel...und wirklich wissen tue ich im Grunde genommen gar nichts.

Was dem Einen gut tut, kann dem anderen nichts bringen......

Selber ausprobieren, natürlich sich auch informieren darüber, aber dennoch seiner inneren Stimme vertrauen, kann mitunter zu einem Schub führen, der sogenannte Selbstheilungskräfte in uns freisetzt. Denn DIE gibt es. Ich kann sie nur nicht messen, oder ?

....ich war schwer krank....und bin auf dem Weg meiner Genesung.
LG
bewell

Das-kleine-Runde

Re: ÜBERSICHT: Alternative oder Scharlatanerie?

Beitrag von Das-kleine-Runde » Donnerstag, 31.03.11, 8:47

Hallo Bewell :) ,

naja, wenn man ein Konzept als Anstoß der Selbstheilungskräfte benutzt, einfach weil es einem sympathisch ist und sich DESSEN BEWUßT ist, dann spricht ja nichts dagegen...

Ich denke, die Ergebnisse mancher Dinge wie z.B. Bachblüten beruhen darauf, daß man sich mit den eigenen Bedürfnissen beschäftigt, sich über Blockaden Gedanken macht und wünscht, den Zustand zu verbessern. Die regelmäßige Einnahme bringt das Thema immer wieder ins Gedächntnis.
Beschäftigt man sich mit den Prinzipien, die dahinter stehen, leistet man bereits ein Stück therapeutischer Arbeit.

Jeder Ansatz beeinhaltet, sich selbst etwas Gutes zu tun, seinem Befinden Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, das bessert das Befinden sicher.

Unseriös wird es dann, wenn Placebos, die lediglich die Selbstheilung aktivieren, dazu benutzt werden, Menschen, die nur am Verdienen interessiert sind, das Geld Gutgläubiger in die Taschen zu füllen!

Und gefährlich wird es , wenn z.B. Mittel eingenommen werden, die evtl gesundheitsschädlich wirken, wie z.B. massive Überdosen bestimmter Nahrungsergänzungsmittel oder bestimmter Vitamine und Minaralstoffe.
Wer heilt hat Recht
Wenn man diesen Satz aufgreifen will, sollte man beachten, daß man sich letztendlich im Bereich psychischer Beschwerden nur selbst heilen kann, und manch sog. Heiler davon profitiert, daß wir Präparaten und anderen Menschen mehr Heilkraft zumessen als ihnen innewohnt.
Leider verfallen wir im Zusammenhang mit diesen Themaen schnell in magisches Denken...

Liebe Grüße :group:

bewell

Re: ÜBERSICHT: Alternative oder Scharlatanerie?

Beitrag von bewell » Donnerstag, 31.03.11, 12:08

Hallo :) ( dein Nickname ist sooo lang)

und so nah wie möglich an der Natur basiert.

...oberes schrieb ich natürlich auch....und ganz vergessen habe ich auch die Eigenverantwortung eines jeden Erkrankten irgendwo.

Wer heilt hat recht...immer und überall.

Und wenn ICH MICH selber heile, dann bin eben ICH dieser "wer", dieserjenige welche. :wink:

Diskussionen über Heiler und co. ufern oft aus ins Bodenlose.....ich habe damit einschlägige Erfahrungen gemacht.
.....und habe da meinen eigenen Weg gefunden, das zu glauben, was ich glauben kann....und brauche dafür nicht immer wissenschaftliche Belege, Zahlen, Fakten oder Statistiken.

Klar gibts Quaksalber, Besserwisser, Besserkönner...die gibts aber acuh auf ärtlicher Seite...und das zur genüge...

ist nicht erst jetzt ein Mediziner ins Gefängnis gekommen, der Wunden mit Zitrone ausgespült hat? :shock:

Ich will aus meiner Opferhaltung raus....so schnell und doch so sanft wie möglich..
Danke, dass es Euch gibt.

LG
bewell

bewell

Alternativen

Beitrag von bewell » Donnerstag, 28.04.11, 18:36

Hei Leute

da ich schon länger in den "Schuhen" der Depression laufe, habe ich klar auch viele Erfahrungen machen dürfen.

Es gibt haufenweise Alternativen zu AD´s, wenn...ja wenn ich denn gewillt bin sie zu versuchen.
Ich finde es schade, dass gerade die Homöopathie so belächelt wurde in den letzten jahren und zur Stunde noch heftig bezweifelt wird.

Schade auch, dass wir Menschen verlernt haben auf unseren Körper "zu hören", der ständig für uns arbeitet und ALLES IMMER richtig macht...unser Körper kennt keine Fehler.
Wer von uns hört noch auf seinen Körper, bzw IN seinen Körper hinein?

Da wird zu schnell, zuviel, zu fett, zu süss zu was weiss ich gegessen, geraucht, Alkohol getrunken, Gen manipuliertes und/oder verstrahltes Essen zu sich genommen. Zu wenig Bewegung, falsche Atmung...zu wenig Ruhe und Schlaf, kaum Erholung für geist und Seele, alle Sinne überstrapaziert....ect...ect....

WO fängt meine eigene Verantwortung an? Und WO die des Arztes?

Solche und ähnliche Fragen haben mich nachdenken lassen, mich stumm werden lasen...denn ICH bin für MICH verantwortlich....meistens.

Ich möchte gesund werden.....und werde verdammt noch mal auf meinen Körper hören lernen.
Er versucht mich in vielfältiger Form schon seit Jahren zu erreichen. Wer wissen möchte wie ein Körper das macht...gerne fragen. :wink:

Da ich zur Zeit Venfalaxin ausschleiche möchte ich meinem Körper dabei behilflich sein. Das GIFT muss aus dem Körper, besonders aus dem Hirn wieder raus. Besonders schwierig ist das "Eingreifen" oder Entgiften des Hirns.

Ich trinke sehr viel abgekochtes, lauwarmes Wasser.
Ich mache regelmässig EFT.
Ich meditiere und anhand von und mit Logosynthese kann ich mein Unterbewusstsein umprogrammieren.
Ich mache Nordic-Walking
Ich gönne mir Ruhephasen
Ich ernähre mich gesund...viel Obst, viel Gemüse...also so basisch, wie möglich ( wer weiss von Euch, ob sein Organismus SAUER oder übersäuert ist? )
Ich erlaube mir zu weinen und manchmal zu jaulen....schreien im Wald ist besonders befreiend :P
Ich höre mir Benaural-Beats an
Ich gehe in die Sauna
Ich achte auf meine Gedanken
Ich arbeite mit Affirmationen

das war erstmal alles, was mir auf die Schnelle eingefallen ist. :party:

LG
bewell
Zuletzt geändert von bewell am Freitag, 29.04.11, 22:26, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Modarationsnotiz entfernt

mücke
Beiträge: 2916
Registriert: Donnerstag, 30.12.04, 9:24

Re: ÜBERSICHT: Alternative oder Scharlatanerie?

Beitrag von mücke » Freitag, 29.04.11, 13:40

Hallo Bewell
Ich meditiere und anhand von und mit Logosynthese kann ich mein Unterbewusstsein umprogrammieren.
Ich kann das zwar lesen, weiß aber nicht was damit gemeint ist.
Was machst du da und wie?

Gruss Mücke

bewell

Re: ÜBERSICHT: Alternative oder Scharlatanerie?

Beitrag von bewell » Freitag, 29.04.11, 15:34

Liebe Mücke

schau doch mal hier :

http://www.meihei.de/dateien/seminare/E ... s_Text.pdf

besser kann ich es auch nicht erklären.

Ausserdem verwende ich BSSF, um mein UB "umzupolen". ...das funktioniert wirklich!! :!:

http://www.vakverlag.de/vak_pdf/lesepro ... -028-4.pdf
Edit: Werbung entfernt (Das-kleine-Runde)

einfach mal ausprobieren....ich helfe gerne, nur Fragen... :wink:
LG
Bewell

Das-kleine-Runde

Re: ÜBERSICHT: Alternative oder Scharlatanerie?

Beitrag von Das-kleine-Runde » Freitag, 29.04.11, 21:45

Hallo Ihr Lieben :) ,

puuuh, BSFF klingt sehr nach schneller Beseitigung von Problemen ohne wirklich in die eigene, eben durchaus schmerzhafte Lebensgeschichte eintauchen zu müssen und sich damit bewußt auseinandersetzen zu müssen, - was mich sehr skeptisch macht.
Schön, wenn es hilft, obwohl "schwere psychische Probleme" bereits explizit als Anwendungsgebiet ausgeschlossen werden.
Das Unterbewußtsein ist, denke ich, zu komplex, um auf die Schnelle umprogrammiert zu werden.

Liebe Grüße :group:

bewell

Re: ÜBERSICHT: Alternative oder Scharlatanerie?

Beitrag von bewell » Donnerstag, 07.07.11, 16:08

Ich las :

Bei vielen alternativen Methoden hatte ich den Eindruck, sie helfen deshalb, weil man sich sehr intensiv (auch zeitintensiv) mit sich beschäftigen muss - vor allem mit seinem Körper und der schnurrt dann natürlich.


und nicht nur der...die Seele natürlich auch! :roll:

Heutzutage soll die schnelle Pille helfen...Schmerz in Form von physischen und psychischen wird leider nur noch selten bis gar nicht mehr hinterfragt. Wer kümmert sich heute um sog. Psychohygiene? Alles soll schnell gehen, möglichst im Überholtempo steil nach oben oder hin zur Minuten- allerhöchstens Tageheilung. Kaum Zeit zur Rekonvaleszenz oder Rehabilitation.

Jahrelang wird geraucht, gefuttert und steif hinterm PC hegockt, zu wenig Bewegung und die ach so blöde Kindheit in einer fest verschlossenen Schublade gebunkert...meistens bis sie stinkt....in Form von allerlei was Mensch so haben kann an Erkrankung.

Tja und dann?...Dann rennt Mensch erst viel zu spät, wenn überhaupt zum Doc, der das bitte schnellst möglich wieder in Ordnung bringen möchte.....ich warte auch gerne noch Monate tatenlos auf einen Therapieplatz. :? .....

Spät bis gar nicht kommt die Frage : was kann ICH selber tun, um MIR zu helfen oder einen Weg der Selbsthilfe zu finden, um ihn dann mit Hilfe und Unterstützung gehen zu können. ...leider sehr oft der Fall.

Alternativen werden abgeschmettert, als blöde und unkompetent beschrien und ja auch von Geldgeiern kaputt verkauft, bis die Verwirrung komplett ist und wirklich niemand mehr an "soetwas" glaubt. ...Schade...kann ich dazu nur sagen. Alles muss natürlich 100% wissenschaftlich fundiert und bewiesen werden.....das Menschen unterschiedlich darauf reagieren können wie es Fingerabdrücke auf der Welt gibt, wird gar nicht in Betracht gezogen...seltsam oder?

Ich kann uns hier als Betroffene nur immer wieder darauf hinweisen, dass ein Arzt, ein Medikament oder eine Therapie NIEMALS heilt...nie! WIR sind immer zur Mithilfe oder besser : zur Selbsthilfe aufgerufen und zwar EGAL, um welche Krankheit es sich schlussendlich handelt. Selbst der Krebspatient MUSS sein Leben ändern, damit er vom Krebs befreit bleibt, ist dies gelungen.

Ich habe an Therapien ( klassischer) so gut wie alles durch. Bin Medikamenten erprobt bis zum Erbrechen, im wahrsten Sinn des Wortes.....und endlich endlich hab ich kapiert, dass NUR ich allein etwas aufbringen muss, was mich schlussendlich dahin führt wo ich hingehöre...nämlich zu mir!!!

Ich muss bereit sein...ich muss Bereitschaft entwickeln , ich muss bereit sein, Bereitschaft entiwckeln zu können.
Das habe ich getan.....denn ich winselte um mein Leben, ich bettelte um ein paar jahre mehr..aber nicht so wie ich war...sondern so wie ich es mir immer wünschte. Ich spürte meine Bereitschaft und ich erkannte, dass ICH allein mich auf die Suche machen musste...auf die Suche nach Alternativen.

DAS hab ich getan und ich kann mit einer Menge Erfahrung und einer Vielzahl von Alternativen "dienen", selbst erprobt, einiges passte nicht, vieles war hoch interessant, doch nichts für MICH, und wieder anderes half mir enorm bei diesem und jenem.

Keiner hat jemals gesagt, dass Genesung schnell oder einfach sein muss.....sie muss aber auch keine Mühsal sein, kein harter Kriegsschauplatz werden...sondern sie kann ( Achtung Trigger ) ja, sie kann sogar SPASS machen!!!

ist DAS zu glauben?

ICH glaube das, weil ich es JETZT erfahre...seit Monaten schon...mit zugegebenen Aufs und Abs...aber die Tiefs kann ich hundert mal besser durchleben UND durchfühlen , als noch vor einem halben Jahr....denn DA wollte ich sterben.

ich würde gerne helfen und wenn jemand interesse hat mehr zu erfahren, der kann mich anmorsen ja ?

Heute abend gebe ich ein Interview , ein Hamburger Jounalist und Buchautorist interessiert an EFT und Deporessionen ...noch weiss ich nicht, welche Zeitschrift das herausbringen wird...aber ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass wir weiss Gott NICHT mehr NUR auf die Schulmedizin angewiesen sind ( ohne sie hier zu verpöhnen ) sondern, dass wir kräftige Werkzeuge haben , um Körper, Geist UND Seele in Einklang zu bringen.

Ich wünsche Euch und mir weiterhin gute Besserung
herzlichst <3
bewell

Marsupilami

Re: ÜBERSICHT: Alternative oder Scharlatanerie?

Beitrag von Marsupilami » Donnerstag, 07.07.11, 16:24

Hallo bewell,

erklär doch hier bitte mal, wie das EFT nun genau funktioniert (wie an anderer Stelle schon gebeten, leider bist Du nicht drauf eingegangen). Wenn Du möchtest, dass andere Leute Methoden auch gut finden, solltest Du entsprechende Fragen doch beantworten und nicht ignorieren. Einfach nur Begeisterung für bestimmte Methoden, die einem selbst geholfen haben, sind als Entscheidungs-Grundlage für Andere zu wenig, da braucht man schon mehr an Information. Das Nebulöse ist das, was dazu führt, dass Alternativen als Scharlatanerie angesehen werden, wenn man dem nicht begegnet, nimmt man Skeptikern die Chance, die Meinung zu ändern.
Noch eine Anmerkung zu Affirmationen: Diese können bei schweren Depressionen nachweislich schädlich wirken, ebenso wie jede Methode, die einem selbst vielleicht hilft, für einen Anderen genau das Verkehrte sein kann. Es gibt keine Methoden, die für jeden das Richtige sind, auch wenn sie einem selbst geholfen haben, können sie für einen Anderen ungeeignet oder sogar kontraproduktiv wirken.

Gruß,

Marsu

bewell

Re: ÜBERSICHT: Alternative oder Scharlatanerie?

Beitrag von bewell » Donnerstag, 07.07.11, 16:33

Liebe marsu

Hab ich was ignoriert ...?? huch ?? Wo denn?

Ich bitte um vergebung..das ist wohl untergegangen. :roll:

und hey, liebe Marsu...nicht gleich so bissig, ok? :lol:


Wie wirkt EFT

Nach den Grundannahmen der Energetischen Psychologie haben Meridiane eine wichtige Funktion bei der Verarbeitung äußerer Reize. Sie haben eine Art Regulationsmechanismus vor allem für Emotionen.


Emotionen, die durch einen inneren oder äußeren Reiz ausgelöst werden, steigen an, erreichen ihren Höhepunkt, werden wieder schwächer und lösen sich dann auf.

Beispiel: Wir erschrecken uns.


Ist ein Reiz, ausgelöst durch ein Ereignis oder einen Schock zu stark oder wird unser System permanent überlastet, ist der Regulationsmechanismus kurzzeitig überfordert und es kommt zu einer Art „Kurzschluss“.

Der entsprechende Meridian kann die mit ihm verbundene Emotion nicht mehr verarbeiten und blockiert. Durch die Blockierung friert die Emotion sozusagen am höchsten Punkt ein, statt sich wieder aufzulösen.

Diese nun eingefrorenen Emotionen und Endlosschleifen sind am Rande unseres Bewusstseins bzw. im Unterbewusstsein weiterhin aktiv und prägen unser Lebensgefühl dadurch, dass sie ständig einen Teil unserer Energie binden.


Mit Hilfe des EEG (Elektroenzephalogramms)) lässt sich gut aufzeigen, dass jeder mentale Zustand und jede Emotion ein ganz spezielles Gehirnwellenmuster aufweist.

Das Klopfen auf der Haut bewirkt biochemische Reaktionen. Akupunkturpunkte haben eine erhöhte elektrische Leitfähigkeit und das Klopfen dieser Punkte sendet elektrochemische Impulse an die Bereiche des Gehirns, die für Angst und andere Stressreaktionen verantwortlich sind.

Durch diese Stimulation kommt es zu einer „Entstressung“ der energetischen Blockade. Verknüpft durch die Problembenennung und dem damit gekoppelten inneren Bild, löst sich die an die Situation gebundene negative Emotion auf. Die vorher blockierte Energie kommt wieder in Fluß.

Weiterhin bekommt das Gehirn nun eine entspannte Emotion als neue Information zu dem Ereignis.

Durch die Fähigkeit des Gehirns seine eigene Struktur zu verändern, werden die alten neuronalen Verbindungen schwächer und neue können sich bilden.

reicht das erstmal ?
fragt gaaaanz lieb
bewell <3



Auf diese Weise können sich negative Gefühlszustände und Blockaden dauerhaft auflösen.

Antworten