Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Aktuell: viele Aktive hier sind zur Zeit sehr eingespannt und es gibt viele Neuanmeldungen und große Aktivität. in Zeiten wie diesen ist der Selbsthilfeaspekt besonders wichtig. Bitte unterstützt Euch gegenseitig und wenn ihr neu seid: habt Geduld - das Freischalten moderierter Beiträge kann ein länger dauern.

Dieses Forum ist rein privat und ehrenamtlich betrieben. Um unsere Unabhängigkeit zu gewährleisten, nehmen wir auch keine Spenden an.

Die meisten Beiträge sind für nicht angemeldete Besucher nicht einsehbar. Der Erfahrungsaustausch über das Ausschleichen von Psychopharmaka ist nur registrierten Mitgliedern zugänglich.

Wir sind ein Selbsthilfeforum. Wer sich registriert, um einen eigenen Thread zu eröffnen, entscheidet sich auch dafür, sich aktiv mit den bereitgestellten Informationen auseinanderzusetzen. Neue Mitglieder bitten wir daher, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten, die Grundlagentexte durchzulesen und anzueignen. Wer nach der Registrierung nur still mitlesen will, ist auch willkommen.

Wenn Du am Austausch teilnehmen möchtest, lies bitte bevor Du Dich registrierst, die Info für Neue und Interessierte:

Wenn Du Nebenwirkungen von den Medikamenten oder vom Absetzen hast, dann melde sie auf jeden Fall den öffentlichen Stellen.

GSK: Paroxetin macht vielleicht abhängig

Eine Sammlung von Artikeln, die über wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Hintergründe der Behandlung von seelischen Leiden mit Psychopharmaka berichten.
Antworten
Oliver
Gründer
Beiträge: 9556
Registriert: Freitag, 10.10.03, 23:58

GSK: Paroxetin macht vielleicht abhängig

Beitrag von Oliver » Montag, 05.07.04, 13:51

http://paxil-medication.info/additional ... paxil.html

Nachdem die Hersteller jahrelang steif und fest behauptet haben, dass ihre Mittel nicht abhängig machen, knicken sie jetzt unter dem großen Druck von allen Seiten langsam ein und formulieren ihre Infos so um, dass sie weniger angreifbar sind. Auf der offiziellen Paxil- Infoseite von GSK steht z.b. folgender Abschnitt:
Dependence & Withdrawl: Paxil (paroxetine hydrochloride) is not a controlled substance. Paxil has not been systematically studied in animals or humans for its potential for abuse, tolerance or physical dependence. While the clinical trials did not reveal any tendency for any drug-seeking behavior, these observations were not systematic and it is not possible to predict on the basis of this limited experience the extent to which a CNS-active drug will be misused, diverted and/or abused once marketed. Consequently, patients should be evaluated carefully for history of drug abuse, and such patients should be observed closely for signs of Paxil misuse or abuse (e.g., development of tolerance, incrementations of dose drug-seeking behavior).
Dies bedeutet, dass überhaupt keine Studien bezüglich des Abhängigkeitspotentials durchgeführt wurden, und somit die einzige Informationsquelle die Patienten sind, die sich jetzt damit rumschlagen müssen ... denen aber in den meisten Fällen von Ihren Ärzten nicht geglaubt wird, weil die Hersteller vorher immer behauptet haben, dass SSRI nicht abhängig machen - ist das nicht wundervoll?

Oliver
Zuletzt geändert von Oliver am Montag, 18.10.04, 21:02, insgesamt 3-mal geändert.

Uschi
Beiträge: 527
Registriert: Montag, 22.12.03, 8:41

Beitrag von Uschi » Montag, 05.07.04, 14:19

Hallo Oliver,

Es macht mich wütend wenn ich das lese, am Ende sind die Patienten die Leidtragenden, wir können nun sehen wie wir von dem Zeug runter kommen. Ich habe nun nur wenige mg über ein paar Wochen reduziert, und selbst die merke ich mittlerweile. Dieses Paroxetin ist ein Teufelszeug. Für mich steht einwandfrei fest, dass ich abhängig bin. Aber ich werde das Zeug wegkriegen, und wenn ich lange dafür brauche.

Gruß an Dich und Danke für die Info
Uschi
Depression mit Angststörung
2002 bis Nov.2005 Paroxetin zum Teil bis 40mg
Zahlreiche Absetzversuche, immer wieder gescheitert an heftigen Absetzsymptomen:
nun seit 24. Nov. 2005 ohne Paroxetin!
seit 09.01.05 600mg Laif ( Johanniskraut)

Oliver
Gründer
Beiträge: 9556
Registriert: Freitag, 10.10.03, 23:58

Beitrag von Oliver » Montag, 05.07.04, 15:55

Moin Uschi.

Es wird auf jeden Fall für einige Menschen zum Teufelsszeug durch die verantwortungslose Informationspolitik der Pharmakonzerne und die Unfähigkeit vieler Ärzte zuzuhören und ihren Patienten Glauben zu schenken. Diese Medikamente werden weitaus mehr Patienten verschrieben als es sinnvoll wäre, und die Risiken werden stark unterschätzt.
Wenn die Abhängigkeitsproblematik - wie mittlerweile bei den Benzodiazepinen - endlich offiziell anerkannt wird, kann man damit ja dementsprechend anders umgehen und den betroffenen Patienten effektiv helfen ... und viele Ärzte/Patienten überlegen sich vor der Verschreibung/Einnahme dementsprechend gründlicher, ob sie dieses Risiko wirklich eingehen wollen.

Oliver
Bitte beachten: Bitte melde Beiträge, die gegen die Regeln verstoßen über einen Klick auf das Ausrufezeichen oben rechts im problematischen Beitrag und erkläre in der Meldung was das Problem ist. Das Team wird sich dann darum kümmern. Da das Team nur ehrenamtlich in der Freizeit aktiv ist, kann das allerdings auch mal dauern.

Wenn es um Probleme direkt mit Entscheidungen des Teams geht, dann wende Dich bitte per PN oder mail ( forenmaster@adfd.org) an mich.
Forenregeln | Über das ADFD | Was dieses Forum ist und was es nicht ist

Antworten