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GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

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Jamie
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GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 17.10.13, 0:56

Hier die neuesten Infos zu Lyrica.
Man muss davon ausgehen, dass Pregabalin echtes Abhängigkeitspotential besitzt! :!: :!: :!:


http://www.akdae.de/Arzneimittelsicherh ... 10128.html
http://www.aerztekammer-bw.de/news/2012 ... lyrica.pdf

Grüße
Jamie
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Rafa13
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Re: Lyrica (Pregabalin) macht vermutlich abhängig!

Beitrag von Rafa13 » Mittwoch, 23.10.13, 5:58

Danke für den interessanten Bericht. Ich war im März dieses Jahres 3 oder 4 Tage stationär in einer neurologischen Klinik bezgl. Benzoabhängigkeit - Therapievorschlag Lyrika, Seroquel und was weiß ich noch alles, wobei Lyrika mir am meisten ans Herz gelegt wurde, ich bekam es auch, aber legte es in der Nachttischelade ab und habe es danach weggeschmissen. Ich habe mich damals im Internet schon schlau gemacht und das was ich las reichte mir.

Es ist und bleibt wohl der einzige Weg Strategien zu finden, ohne das Gift auszukommen, ist man mal drinnen ist der Weg raus unglaublich schwer, das ist ja auch das Bild was die meisten hier zeichnen, am Willen liegt es nicht, aber viele sind schlichtweg chancenlos. Das Absetzen klappt, aber irgendwann selbst wenn man nicht mehr damit rechnet schlägt die Chemie zurück und bevor man ganz durchdreht greift man wieder zu den Substanzen, seien es nun Benzos oder was auch immer, das ist die traurige Realität.

Ich weiß nicht, ob ich es schon geschrieben habe, aber ich überlege eine südindische Klinik zu gehen - dort sind sie spezialisiert für Sucht, die Behandlung erfolgt ohne chemische Substanzen auf ayuvedabasis und verschiedensten Therapien, auch Gesprächstherapien sind dabei - Aufenthalt ca. 6-8 Wochen. Kostenpunkt laut meinem Arzt ca. 1.000,- Euro für den Aufenthalt - es ist eigentlich eine normales Krankenhaus hat er gemeint und halt im Gegensatz zu hier finanzierbar. Flug nochmals ca. 1.000 Euro. Ich habe auch rechachiert, dass viele Europäer dieses Angebot annehmen bzw. nutzen aus den verschiedensten Motiven, nicht nur Sucht. Der Standard dieser Krankenhäuser soll sich relativ dem westlichen Standards angenähert haben, also keine Ziegen und Schafe auf den Gängen... - vielleicht interessiert es ja auch andere, ich denke jedenfalls ernsthaft drüber nach, was ganz Neues auszuprobieren.

LG Rafa
Erste Berührungspunkte Benzodiazepine Ende der 80er Jahre.
Dann in "Welle" bis 2003 immer wieder Phasen von Einnahmen.
Bis 2003 ging das auch so halbwegs gut ohne direkte Abhängigkeit.
Hauptsubstanz Diazepam, vorher Bromazepam und später auch manchmal Alprazolam.
2004 Entzug über 3 Monate insgesamt, dann einige Jahre wieder gute Lebensqualität.
Div. andere Substanzen versucht, wobei allesamt brachten eine Verschlechterung, je mehr desto schlechter wurde es.
Ab 2011 durch div. Erkrankung Rückfall und regelmäßige Einnahme.

Erfolge? Von Hochdosis zumindest im Schnitt auf Niederdosis gekommen.
Erkrankungen: feuchte Makuladegeneration
Weißer Hautkrebs
Bindegewebsprobleme (Schwellungen)
Entzündungen (vorwiegend Magen/Darm/Speiseröhre, Mundbereich)
Muskuläre Probleme, Gelenksprobleme (wie so viele...)
Schilddrüsen-Erkrankung
Reiz Darm usw.

Bin nach wie vor im Berufprozess eingebunden. Sonst sozial ziemlich isoliert einerseits, weil mir die Menschen fehlen mit denen ich mich austauschen könnte und natürlich durch meine Grunderkrankungen wie Sozialphobie und Reiz Darm - beides nicht sehr förderlich um Menschen zu treffen.

marco1980

Re: Lyrica (Pregabalin) macht vermutlich abhängig!

Beitrag von marco1980 » Samstag, 09.11.13, 20:43

Hallo Zusammen

Mein Arzt hat 17 Jahre lang eine Psychiatrische Klinik geleitet und ist Spezialist was Pharmakologie angeht.

Er schätzt das Abhängigkeitspotential von Neurontin (dem Vorgänger von Lyrica) und Lyrica als relativ hoch ein.

Er hat auch Patienten beobachtet, die besonders heftige Entzugserscheinungen beim Absetzen von Lyrica hatten.

Ausserdem lösen Benzos in einer Niedrigdosis-Abhängigkeit (<30 mg Diazepam oder Äquivalenzdosis eines anderen Benzo pro Tag) in der Regel nur leichte kognitive Störungen aus (das soll kein Verharmlosung sein, Benzodiazepinentzüge können besonders hart sein, vor allem wenn man zu schnell reduziert).

Neurontin und Lyrica dagegen können relativ starke kognitive Störungen auslösen (man kann sich gar nicht mehr konzentrieren, Benommenheit)

Er hat mir dringend davon abgeraten; und er rät auch davon ab Neurontin oder Lyrica als "Benzo-Absetzhilfe" einzusetzen.

Obwohl er oft Medikamente in unkonvetionellen Kombinationen und machmal hochdosiert (bei Nichtansprechen) einsetzt, empfiehlt er das Ausschleichen der Benzos nach dem Prinzip von Ashton.

Lg Marco

Rafa13
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Re: Lyrica (Pregabalin) macht vermutlich abhängig!

Beitrag von Rafa13 » Freitag, 13.12.13, 14:56

Danke Marco für deinen Beitrag, mein Neurologe wollte mir grad auch Lyrika wieder mal zum Testen geben - das Kuriose, er gab mir eine Packung, die eine Patientin zurückbrachte - das sollte ja schon ein Zeichen sein. Wobei in der Verzweiflung des Nichtansprechens sämtlicher anderer Substanzen war ich fast so weit es zu versuchen, dein Beitrag hat mich davor gerettet. Das waren ganz klare Worte, nämlich auch was die Wirkung betrifft, Benommenheit, Konzentrationsstörungen usw. brauch ich gar nicht, die hab ich wenigsten bis dato eher nicht gehabt. Dass das Absetzen schwer ist hab ich auch mitbekommen, mein Gott die wissen ja alle gar nichts, wie gesagt Danke und das schreib ich nicht nur so sondern ich hätte es vielleicht ja wirklich mal probiert, aber alles was ich hier im Forum gelesen habe spricht dagegen, eine Teufelssubstanz mehr, LG Rafa
Erste Berührungspunkte Benzodiazepine Ende der 80er Jahre.
Dann in "Welle" bis 2003 immer wieder Phasen von Einnahmen.
Bis 2003 ging das auch so halbwegs gut ohne direkte Abhängigkeit.
Hauptsubstanz Diazepam, vorher Bromazepam und später auch manchmal Alprazolam.
2004 Entzug über 3 Monate insgesamt, dann einige Jahre wieder gute Lebensqualität.
Div. andere Substanzen versucht, wobei allesamt brachten eine Verschlechterung, je mehr desto schlechter wurde es.
Ab 2011 durch div. Erkrankung Rückfall und regelmäßige Einnahme.

Erfolge? Von Hochdosis zumindest im Schnitt auf Niederdosis gekommen.
Erkrankungen: feuchte Makuladegeneration
Weißer Hautkrebs
Bindegewebsprobleme (Schwellungen)
Entzündungen (vorwiegend Magen/Darm/Speiseröhre, Mundbereich)
Muskuläre Probleme, Gelenksprobleme (wie so viele...)
Schilddrüsen-Erkrankung
Reiz Darm usw.

Bin nach wie vor im Berufprozess eingebunden. Sonst sozial ziemlich isoliert einerseits, weil mir die Menschen fehlen mit denen ich mich austauschen könnte und natürlich durch meine Grunderkrankungen wie Sozialphobie und Reiz Darm - beides nicht sehr förderlich um Menschen zu treffen.

marco1980

AW:

Beitrag von marco1980 » Donnerstag, 26.12.13, 20:20

Ich habe hier meinen Post gelöscht.

Lieber Gruss
Marco

marco1980

Re: Lyrica (Pregabalin) macht vermutlich abhängig!

Beitrag von marco1980 » Dienstag, 21.01.14, 11:45

Neue Info, ich hatte wieder mal eine Sprechstunde um administratives Abzuklären.... da haben wir wieder mal so über Medikamente diskutiert.

Lyrica soll angeblich sogar noch schwerere Absetzerscheinung auslösen als Benzos. Nicht bei allen! aber es kann vorkommen.

Jetzt soll niemand der Lyrica nimmt Angst bekommen, mein Arzt sagt u.a. muss man gewissen Leuten, Benzos geben wie Diazepam, damit sie überhaupt vom Lyrica wegkommen.

Also genau das Umgekehrte als oft Praktiziert wird.

Die Botschaft: Lyrica hat ein hohes Abhängigkeitspotential.

Lieber Gruss an Alle

fruehling
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Re: Lyrica (Pregabalin) macht vermutlich abhängig!

Beitrag von fruehling » Samstag, 08.03.14, 22:36

Die Tips kennt ihr sicher schon... kapseln õffnen, alle 4-5 Tage ca 25 mg raus. Meine Mutter hat es so geschafft, und es ging ihr immer besser, wacher, interessierter, aufmerksamer, wieder im Leben. Sie musste stark schwitzen und hatte Schlafstörungen. Obes dann später Lyrika, citalopram oder mirtazapin war, was ihr das Genick nach absetzen gebrochen hat, das weiß ich nicht. Vielleicht war es auch Tavor, denn als sie es in der klinik wiederbekam, waren alle symptome verschwunden. Sie hätte meiner Meinung nach auch kein olanzapin gebraucht... jetzt hat sie beides, allerdings nur noch 2 mal 0,5mg tavor am tag.
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

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Re: Lyrica (Pregabalin) macht vermutlich abhängig!

Beitrag von padma » Sonntag, 09.03.14, 21:13

kapseln õffnen, alle 4-5 Tage ca 25 mg raus.
Dieses Vorgehen ist im Prinzip richtig, aber zu schnell. :!: Wir empfehlen hier im Forum nach Dr Breggin, alle 4´- 6 Wochen die Dosis um 10 % zu reduzieren. Im oberen Bereich kann man möglicherweise etwas schneller vorgehen, im unteren Bereich müssen empfindliche Betroffene noch langsamer vorgehen.

Manche Menschen kommen zwar auch mit schnellerem Absetzen zurecht, aber das ist riskant, weil man vorab nie wissen kann, wie empfindlich das eigene Nervensystem reagiert. Zu schnelles Vorgehen kann zu lang anhaltenden und schweren Absetzsyndromen führen

Und ganz wichtig: Kapsel nach der Entnahme wieder gut schliessen!

liebe Grüsse,
padma

@ frühling :) , es ist wirklich schrecklich, was deine Mutter aufgrund der katasthrophalen medikamentösen Behandlung durchmacht. Ich hoffe sehr, dass es ihr bald wieder besser geht.
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Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Lyrica (Pregabalin) macht vermutlich abhängig!

Beitrag von fruehling » Samstag, 15.03.14, 15:28

@padma
Ja,stimmt. Sorry,die letzten Schritte haben wir auch langsamer gemacht und wurden vom Arzt belächelt.
Laut Psychiater pro Woche 75mg raus.
Am Ende haben wir es dann ja irgendwie geschafft und es ist hart,die dicken kapseln zu schlucken,während du weißt,dass sie dir nicht guttun...
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Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
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07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
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08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
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11.01.
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Re: Lyrica (Pregabalin) macht vermutlich abhängig!

Beitrag von tulpe » Freitag, 28.03.14, 20:31

Ich kann nur bestätigen, dass Pregabalin abhängig macht.
Ich habe 2010 einen Benzoentzug und 2013 2 Morphinentzüge gemacht.

Und im Ganzen kann ich sagen, dass der Benzoentzug der leichteste Entzug war.
Beim Morphinentzug ging es mir schon 8 Wochen richtig schlecht aber der Lyricaentzug war körperlich echt heftig.
Zum Glück bin ich psychisch richtig gut drauf und hatte damit absolut keine Probleme aber die körperlichen Symptome waren sehr stark.

Das Medikament hat mir durch einige Situationen geholfen aber eben auch abhängig und dick gemacht.
Wer es kann, sollte die Finger davon lassen!

tulpe
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carlottapadmaJamieMeistereder
Chronisch Schmerzkrank seit 2006. 2007 Diagnose Depressionen, Agoraphobie und Angststörung.
2010 Medikamente aufgrund eines Benzoentzuges: Lyri*a 100-100-100-100; Seroqu*l 100-100-100-100; Cymbal*a 120-0-0
2011 Seroqu*l reduziert auf 0-0-0-75; Lyri*a reduziert auf 100-0-0-100; Valdoxa*n 0-0-50
Lyric*a zwischendurch für Krankenhausaufenthalte auf 4x100 erhöht
2012 Fentanylpflaster 50mq/h nach einem Jahr anwendung abgesetzt durch Umrechnung auf retadierten Kapseln
2013 2x Morphinentzug von 300mg auf 3x10mg; dafür habe ich das Lyri*a auch mit 4x100mg verwendet und das Seroqu*l zusätzlich als Bedarf
ab 02.02.14 Lyri*a 0-0-0-0 (stolz, stolz, stolz)
400mg intravaginal Progesteron seit 12/2013
B50 Komplex hochdosiert (hilft mir sehr gut)
Schmerzmedikamente bei Bedarf:
Novalgin
Katalodon (nicht mehr wegen Todesfälle)
DoloVisan*o (auch nicht mehr wegen Gefahren)
23.03.14 Seroqu*l 0-0-50mg
31.03.14 Seroqu*l 0-0-37,5mg
04.04.14 Seroqu*l 0-0-25mg
11.05.14 Seroquel 0-0-12,5mg
20.04.14 Seroqu*l 0-0-0 mg
17.07.14 Valdoxan von 50 auf 25mg reduziert
Cymbalt*a:
10.11.14 ca. 48-50mg; 04.12.14 ca. 36mg; 05.01.15 ca. 30mg; zwischendurch auf 0;am 15.03.15 wieder auf 10mg hochdosiert / 07.04.15 auf 12,5mg hochdosiert /14.04.15 auf 15mg hochdosiert
Entzugssymptome: explodierte Haut, Albträume, Rücken-, Kopf-, Zahnschmerzen, extreme Übelkeit, Bauchkrämpfe, Gereitztheit, Unruhe, depressive Momente, Angstmomente, heiße Wellen, Kribbeln in Gliedmaßen, Launisch, Tinnitus und vieles mehr.
18.05.15 Fentanylpflaster 50mq
22.05.15 Fentanylpflaster 37,5mq
22.05.15 Duloxetin von 15mg auf 30mg hochdosiert
29.05.15 Fentanylpflaster weg, Kapseln eindosiert (hat Entzug verursacht)
15.09.16 Truxal von ca. 2 mg auf 0
15.11.16 Clonidin von 37,5 mq auf 0
----------
aktuell:
Morphin 30-30-30 mg retardiert
Cymbalta 60-0-0 mg (von 60mg seit Oktober 14 reduziert, leider wegen starker, chronischer Schmerzen wieder hochdosiert)
Valdoxan 0-0-25 mg
Baldrian 0-0-600 mg
Clonidi*n 0-0-0 mq
Truxal 0-0-0 mg (musste ich im Mai beginnen mit 18,75mg)
Novalgin bei Bedarf bis zu 4x 1000mg tgl.
Ortoto*n im Notfall (max. 3x 2 Stück)
Buscopa*n, Ibuprofe*n (nur, wenn der Ishias durchdreht)
B50 Vitamin Komplex
B12 hochdosiert 5000 mqg täglich,D3 4000 Einheiten tgl.
Cranberol*a 1-3 täglich
Macrogo*l 0 täglich (Abführmittel), Magnesiumcitrat
Schmerztherpie: Nervenblockade am Bauch: Anästhetikum Novocain per Spritze an 2 Nerven 1x pro Woche
Heizkissen ohne Ende (Achtung: alles ab 40°C verursacht Verwachsungen; auch Wärmflaschen am Rücken z.B.)
Tensgerät

Seit Anfang okt. 17 nenne ich CBD Öl
Außerdem habe ich eine Therapie bei Heilpraktiker begonnen: PSE

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Re: Lyrica (Pregabalin) macht vermutlich abhängig!

Beitrag von linka » Sonntag, 30.03.14, 18:04

Ich denke, das "vermutlich" im Titel kann man getrost streichen. Pregabalin mach abhängig! Hab's am eigenen Leib erlebt.
Wir wurde im letzten August dieses Medikament als DAS Medi schlechthin gegen Angst angepriesen. Ich habe mich erst dagegen gewehrt und dann in meiner Not doch schließlich genommen. Nicht nur, dass Pregabalin starke Nebenwirkungen hat (schaut man sich die packungsbeilage an, dann gruselt's einen echt), es zeichnet sich auch durch eine ganz fiese Toleranzentwicklung aus, so dass man im Endeffekt immer mehr nehmen müsste, um den gewünhscten Effekt zu erzielen. Und gerade diese Toleranzentwicklung macht es meiner Meinung nach so schwer, das Medikament wieder abzusetzen: Der Körper schreit nach immer mehr, bekommt beim Absetzen aber immer weniger. Hier kann man im Gegensatz zu ADs von einem richtigen Entzug wie bei Benzos sprechen. Für Menschen, die wie ich mittlerweile sowieso schon extrem ängstlich und vorsichtig sind was Medikamente angeht, einfach absolut das falsche Medikament!!!! Der Entzug ist echt sch :censored: !!!
Bin mittlerweile von 2 x 50 mg auf 1 x 12,5 mg runter und nächste Woche geht's auf 0 :D Aber einfach ist das nicht.
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Grunderkrankung: unbekannt! Verdacht auf Bartonellose, Magnesiumverlusterkrankung
Medis
April 2009 - Jun. 2009: ca. 7 Wo. Sulpirid (50 mg abends und morgens)
Juni 2009: ca. 2 Wo. Paroxetin 20 mg zusätz. zum Sulpirid; bei Bedarf zusätz.
Ende Juni 2009: Sulpirid abrupt abgesetzt, Paroxetin nach zweiwöchiger Einnahme abgesetzt bzw. Umstellung auf Cipralex 20 mg
zusätz. für 2 Wochen Seroquel (Dosierung im Nachhinein unbekannt)
Bis Ende Juli 2009: für ca. 6 Wo. Cipralex 20 mg + Alprazolam 0,5 mg; danach einfach abgesetzt
Juli 2010 und Jan. 2011: jeweils 4 Wo. Antibiotika in Form von täglichen Infusionen
April 2011 - Sept. 2011: zwei weitere Antibiotika-Therapien über mehrere Monate und zusätzlich wieder Cipralex in (leider!!!) wechselnder Dosierung zwischen 5 mg und 15 mg (über etwa vier Wochen "ausgeschlichen")
Jan. 2012: nach totalem Zusammenbruch Mirtazapin 15 mg für 3 Wochen, dann 1,5 Wochen 7,5 mg und 1 Woche 3,75 mg, danach auf 0.
Gleichzeitig Wiedereinstellung auf Cipralex 10 mg
Seit Ende Jan. 2012 nun Cipralex 10 mg
Mai 2013: Reduzierung auf 5 mg
nach vier Wo. auf 4 mg
nach weiteren 3 Wo. auf 3 mg
nach 2 Wo. auf 2 mg
nach 2 Wo. auf 1 mg
dann nach einer Woche auf 1 mg starke Depression, Unruhe, Kribbeln, Brennen der Füße, Schmerzstiche im Knie und anderen Körperteilen, Schwindel, Benommenheit etc.
zurück auf 2 mg
erst leichte Stabilisierung dann "Fast"-Zusammenbruch nach 9 Tagen mit totaler Depression, Verzweiflung, Übelkeit, Zittern, Schwitzen, Frösteln etc.
31.07.13: zurück auf 3 mg
04.08.13: 4 mg
07.08.13: freiwillig in Klinik, da nicht mehr aushaltbar
08.08.13: 5 mg
21.08.13: Klinikarzt verordnet Abdosierung auf 4,5 mg
01.09.13: aufgrund großer Verunsicherung in der Klinik erneuter Zusammenbruch, lasse mir Lyrica aufschwatzen, 2x 50 mg
01.12.13: 4 mg Cipralex
Seit Jan. 14 Abdosierung Lyrica, Seit Mitte April 14 auf Null
26.07.14: 3,8 mg Cipralex
27.08.14: 3,6 mg Cipralex
05.10.14: 3,4 mg Cipralex
08.11.14: 3,1 mg Cipralex
01.01.15: 2,8 mg Cipralex
03.02.15: 2,5 mg Cipralex
03.03.15: 2,2 mg Cipralex
01.04.15: 2 mg Cipralex
29.04.15: 1,8 mg Cipralex
24.05.15: 1,6 mg Cipralex
Mai - Oktober 2015: alle vier Wochen um 0,2 mg reduziert, aktuell bin ich bei 0,3 mg und in vier Wochen geht's auf Null!!!
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Re: Lyrica (Pregabalin) macht vermutlich abhängig!

Beitrag von carlotta » Sonntag, 30.03.14, 20:17

Hallo Linka,
hallo Mitlesende,
linka hat geschrieben:Hier kann man im Gegensatz zu ADs von einem richtigen Entzug wie bei Benzos sprechen.
AD verursachen - genauso wie Benzos - einen "richtigen" Entzug. :!: Dieses Forum ist voll mit Erfahrungsberichten davon. Und diese Erfahrungsberichte zeigen, dass es zwischen den beiden Substanzklassen beim Entzug kaum Unterschiede gibt. Auch AD können abhängig machen (auch wenn das offiziell noch nicht anerkannt ist - abgesehen von einigen Ärzten und Pharmakologen, die sich intensiv mit dem Thema beschäftigt haben).

Oder meintest Du das Suchtpotenzial? Da stimme ich Dir zu, AD rufen keine Sucht - bzw. Craving - im klassischen Sinne hervor, sondern eine rein körperliche Abhängigkeit und kein psychisches Verlangen nach dem Stoff.

Allerdings können auch AD eine Toleranz hervorrufen, derart, dass man ab einem gewissen Punkt immer weiter aufdosieren muss, um die gewünschte Wirkung noch erzielen zu können.

Liebe Grüße :group:
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Re: Lyrica (Pregabalin) macht vermutlich abhängig!

Beitrag von Nospie » Donnerstag, 03.04.14, 13:06

Hallo,
ich habe ja auch mal Pregabalin genommen,in dieser Zeit habe ich permanent hochdosiert.Das Zeug gibt schon einen echten Rausch,
zumindest war es bei mir so,wird ja nicht umsonst auf dem Drogenmarkt gehandelt,wie z.B. auch Benzos.
ADs bekommt man da nicht,da gibt es halt keine schnelle Wirkung ,was aber nicht heißt,dass die nicht abhängig machen.
Wir sind zwar nicht süchtig,aber körperlich abhängig von ADs und haben teils einen hammerharten Entzug.
Körperliche Abhängigkeit heißt halt nicht zwingend auch Sucht.
Bei Pregabalin kann man dann beides haben :sick:
LG
Nospie

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Re: Lyrica (Pregabalin) macht vermutlich abhängig!

Beitrag von linka » Samstag, 10.05.14, 14:43

Hab noch was interessantes bezüglich Pregabalin gefunden. Hoffe das gehört hier hin, ansonsten bitte verschieben...

Ich leide seit einigen Jahren unter Vitamin B12-Mangel (der Spiegel war schon vor Einnahme von Psychopharmaka zu niedrig). Seitdem bekomme ich immer in regelmässigen Abständen B12 gespritzt. Letztes Jahr habe ich mal wieder so ne 8 wöchige Kur mitgemacht. Mein Spiegel ist damit immer im mittleren Normbereich geblieben. (Warum der nicht höher geht, ist ne andere Geschichte. tut hier nix zur Sache). Aber: Habe vor kurzem noch mal den Wert kontrollieren lassen und siehe da: Wert wieder auf die untere Normgrenze gesunken. Und keiner kann sich erklären warum. Jetzt hab ich mal selber geforscht und Infos gefunden, dass Antiepileptika, wozu Pregabalin ja nun auch gehört, die Serum-Spiegel von Vitamin B12 und folsäure senken!!!!!! Ein niedriger Spiegel dieser Vitamine begünstigt wiederrum diverse psychische Beschwerden, wie man ja weiss!

siehe:http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21246600 (Antiepileptic drugs interact with folate and vitamin B12 serum levels)

Ich kann an dieser Stelle nur nochmal vor Pregabalin warnen! Bin seit ca. 4 Wochen auf Null (Stolz!). Aber das war echt heftig und gruselig. So langsam aber sicher scheint mein Körper sich jetzt dran zu gewöhnen, dass er von dieser Droge nichts mehr bekommt. Aber die Folgen, die die Einnahme nach sich gezogen hat, gilt es jetzt noch zu bekämpfen - siehe Vitamin B12 und Folsäuremangel....

lg
linka
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April 2009 - Jun. 2009: ca. 7 Wo. Sulpirid (50 mg abends und morgens)
Juni 2009: ca. 2 Wo. Paroxetin 20 mg zusätz. zum Sulpirid; bei Bedarf zusätz.
Ende Juni 2009: Sulpirid abrupt abgesetzt, Paroxetin nach zweiwöchiger Einnahme abgesetzt bzw. Umstellung auf Cipralex 20 mg
zusätz. für 2 Wochen Seroquel (Dosierung im Nachhinein unbekannt)
Bis Ende Juli 2009: für ca. 6 Wo. Cipralex 20 mg + Alprazolam 0,5 mg; danach einfach abgesetzt
Juli 2010 und Jan. 2011: jeweils 4 Wo. Antibiotika in Form von täglichen Infusionen
April 2011 - Sept. 2011: zwei weitere Antibiotika-Therapien über mehrere Monate und zusätzlich wieder Cipralex in (leider!!!) wechselnder Dosierung zwischen 5 mg und 15 mg (über etwa vier Wochen "ausgeschlichen")
Jan. 2012: nach totalem Zusammenbruch Mirtazapin 15 mg für 3 Wochen, dann 1,5 Wochen 7,5 mg und 1 Woche 3,75 mg, danach auf 0.
Gleichzeitig Wiedereinstellung auf Cipralex 10 mg
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Mai 2013: Reduzierung auf 5 mg
nach vier Wo. auf 4 mg
nach weiteren 3 Wo. auf 3 mg
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Re: Lyrica (Pregabalin) macht vermutlich abhängig!

Beitrag von tulpe » Sonntag, 11.05.14, 13:03

Hi linka,

ich gratuliere Dir ganz doll, denn ich kann das so richtig nachempfinden.
Ich habe es auch geschafft davon loszukommen und bin immer noch sehr stolz auf mich es durchgehalten zu haben.

Und ich habe auch festgestellt, dass ich in der ganzen Zeit einen gravierenden Vitamin B Mangel hatte.

Ich bin mir sicher, dass das Zeug abhängig macht. Es gibt mittlerweile ja auch genügend Warnhinweise von diversen Bundesärztekammern.
Ich werde das nie wieder nehmen und habe auch eine Patientenverfügung, mit der ich dafür Sorge trage, dass ich unter keinen Umständen
irgendwo und irgendwann Neuroleptika bekomme.

Ich will nie wieder damit vollgestopft werden.
Und nur weil die Ärzte sich von der Pharmaindustrie so beeinflussen lassen, anstatt ihren Verstand einzusetzen und für ihr Handeln Verantwortung zu übernehmen.
"Neu Generation", "ganz tolle Mittel", "machen nicht abhängig"

haha

Noch einmal: herzlichen Glückwunsch und genieße Deinen Erfolg!!!!

tulpe
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Chronisch Schmerzkrank seit 2006. 2007 Diagnose Depressionen, Agoraphobie und Angststörung.
2010 Medikamente aufgrund eines Benzoentzuges: Lyri*a 100-100-100-100; Seroqu*l 100-100-100-100; Cymbal*a 120-0-0
2011 Seroqu*l reduziert auf 0-0-0-75; Lyri*a reduziert auf 100-0-0-100; Valdoxa*n 0-0-50
Lyric*a zwischendurch für Krankenhausaufenthalte auf 4x100 erhöht
2012 Fentanylpflaster 50mq/h nach einem Jahr anwendung abgesetzt durch Umrechnung auf retadierten Kapseln
2013 2x Morphinentzug von 300mg auf 3x10mg; dafür habe ich das Lyri*a auch mit 4x100mg verwendet und das Seroqu*l zusätzlich als Bedarf
ab 02.02.14 Lyri*a 0-0-0-0 (stolz, stolz, stolz)
400mg intravaginal Progesteron seit 12/2013
B50 Komplex hochdosiert (hilft mir sehr gut)
Schmerzmedikamente bei Bedarf:
Novalgin
Katalodon (nicht mehr wegen Todesfälle)
DoloVisan*o (auch nicht mehr wegen Gefahren)
23.03.14 Seroqu*l 0-0-50mg
31.03.14 Seroqu*l 0-0-37,5mg
04.04.14 Seroqu*l 0-0-25mg
11.05.14 Seroquel 0-0-12,5mg
20.04.14 Seroqu*l 0-0-0 mg
17.07.14 Valdoxan von 50 auf 25mg reduziert
Cymbalt*a:
10.11.14 ca. 48-50mg; 04.12.14 ca. 36mg; 05.01.15 ca. 30mg; zwischendurch auf 0;am 15.03.15 wieder auf 10mg hochdosiert / 07.04.15 auf 12,5mg hochdosiert /14.04.15 auf 15mg hochdosiert
Entzugssymptome: explodierte Haut, Albträume, Rücken-, Kopf-, Zahnschmerzen, extreme Übelkeit, Bauchkrämpfe, Gereitztheit, Unruhe, depressive Momente, Angstmomente, heiße Wellen, Kribbeln in Gliedmaßen, Launisch, Tinnitus und vieles mehr.
18.05.15 Fentanylpflaster 50mq
22.05.15 Fentanylpflaster 37,5mq
22.05.15 Duloxetin von 15mg auf 30mg hochdosiert
29.05.15 Fentanylpflaster weg, Kapseln eindosiert (hat Entzug verursacht)
15.09.16 Truxal von ca. 2 mg auf 0
15.11.16 Clonidin von 37,5 mq auf 0
----------
aktuell:
Morphin 30-30-30 mg retardiert
Cymbalta 60-0-0 mg (von 60mg seit Oktober 14 reduziert, leider wegen starker, chronischer Schmerzen wieder hochdosiert)
Valdoxan 0-0-25 mg
Baldrian 0-0-600 mg
Clonidi*n 0-0-0 mq
Truxal 0-0-0 mg (musste ich im Mai beginnen mit 18,75mg)
Novalgin bei Bedarf bis zu 4x 1000mg tgl.
Ortoto*n im Notfall (max. 3x 2 Stück)
Buscopa*n, Ibuprofe*n (nur, wenn der Ishias durchdreht)
B50 Vitamin Komplex
B12 hochdosiert 5000 mqg täglich,D3 4000 Einheiten tgl.
Cranberol*a 1-3 täglich
Macrogo*l 0 täglich (Abführmittel), Magnesiumcitrat
Schmerztherpie: Nervenblockade am Bauch: Anästhetikum Novocain per Spritze an 2 Nerven 1x pro Woche
Heizkissen ohne Ende (Achtung: alles ab 40°C verursacht Verwachsungen; auch Wärmflaschen am Rücken z.B.)
Tensgerät

Seit Anfang okt. 17 nenne ich CBD Öl
Außerdem habe ich eine Therapie bei Heilpraktiker begonnen: PSE

Zuversicht
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Re: Lyrica (Pregabalin) macht vermutlich abhängig!

Beitrag von Zuversicht » Donnerstag, 26.06.14, 13:30

Huhu ihr lieben,
Es macht nicht nur vermutlich sondern ganz bestimmt abhängig! !! Selbst bei einer Kurzzeiteinnahme :evil: ......und über die Nebenwirkungen während der Einnahme möchte ich gar nicht mehr reden....besser schnell verarbeiten..
LG die Zuversicht
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MAI 2014
Lyrica 1-4 Tag 0-0-25
5-19 Tag 25-0-25
20 Tag 0-0-25
21 Tag 0-0-0
wegen Nw abgesetzt...alle die man kriegen kann von extremer Unruhe, schwere Depression, Benommenheit, Müdigkeit, extreme Panikatacken über körperliche Schmerzen, Sehvermögen war verschwommen,Gedanken die nicht aufhörten zu kreisen es war eine Endlosliste




Absetzerscheinungen : Schwindel , metallischer Geschmack ,Benommen ,Kraftlos, Schmerzen Schulter Hüfte , Müde ,traurig .. kann aber wieder weinen , Muskelschmerzen, appetitlos ,unruhig soziale Unruhe wenn jemand mit mir spricht , schwitzen , Schüttelfrost, schwere Beine und Arme....Angst das es nie wieder aufhört,

Ab dem Tag 28.auf 0 wurde es besser....es war ein harter Weg

In der 6 Woche auf null neue Symptomwelle ängstlich, depressiv, schmerzen in den Beinen bezw. Waden Hüftschmerzen , stündliches aufwachen, schwitzen in der Nacht. ..... ab der 8.Woche wurde es besser
9Woche erneute welle...ab der 11 Woche das meiste verschwunden bis auf Muskelschmerzen...und manchmal Unruhe ab der 13 Woche gehe ich wieder arbeiten.

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Re: Lyrica (Pregabalin) macht vermutlich abhängig!

Beitrag von Ulrike1965 » Freitag, 21.11.14, 9:33

Guten Morgen,

dazu kann ich auch etwas schreiben. ich nahm nur relativ kurz Lyrica, wegen Nervenschmerzen, brennen, kribbeln in den Beinen.

Nach ca. 5 Monaten Einnahme habe ich es vor einer Woche abgesetzt, von einem Tag auf den anderen. Und ja, ich hatte Entzugserscheinungen: Schüttelfrost, frieren, schwitzen, Durchfall, Müdigkeit, Weinkrämpfe. Aber das Gute: Jetzt, 7 Tage später, geht es mir gut. Ich nehme nun Abends 400 mg Magnesium und mache progressives Muskeltraining vorm Schlafen gehen.

Eigentlich weiß ich inzwischen gar nicht mehr, welche Symptome meiner Depression von mir aus kommen und welche von den Medikamenten. Deshalb will ich jetzt nach und nach alles reduzieren und schauen, wie ich das schaffe.

Liebe Grüße,
Ulrike
1984 Suizidversuch mit E605, überlebt, nach Krankenhausaufenthalt sofort ins
Pfalzklinikum Landeck für 8 Monate. Dort jeden Abend Haldol, die erste Zeit fast täglich starke Beruhigungsmittel (??) und Fixierung ans Bett, weil ich mich wehrte. Nach einigen Wochen gab ich auf und tat so, als arbeite ich mit. Nach knapp 8 Monaten Entlassung.
1985-1999 Alle möglichen Drogen, so oft wie möglich, vor Allem Kokain und Speed, Tabletten, Capis (Captergon) und Wodka
1999; Schwanger, bemerkt in der 5. Woche, sofort mit allen Genussgiften aufgehört
2002: Nervenzusammenbruch, nächtliche Halluzinationen, Panikattacken
Das erste Mal Antidepressiva: Doxepin 2x25mg
nach und nach Steigerung, bis 250 mg täglich (ambulant)
Nebenwirkungen: 15 kg Gewichtszunahme, Müdigkeit, Antriebslos
2005: Langsames Absetzen (ohne Arzt, der meinte, ich müsse es ein leben lang nehmen). Am
Anfang 25mg weniger, später in 10er und 5er Schritten, da einige "Rückfälle"
2008: Wieder Depressionen, Citalopram, Anfangs 20mg, dann 40mg
2011: Wechsel auf Fluoxetin 40mg
Nach mehreren OPs und jahrelang starken Schmerzen anerkannt als chronische
Schmerzpatientin.
Tilidin 50mg 2x täglich, gesteigert bis 200mg 2x täglich
Umstellung auf Targin 10mg bis 80mg Tagesdosis
2014: Wechsel auf Palexia, Anfangsdosis 2x tägl. 50 mg, gesteigert bis 2x 150mg
Zusätzlich Lyrica 2x tägl. 50mg, gesteigert 2x tägl. 100mg
13.11. Lyrica auf einmal abgesetzt, Schweißausbrüche, Schüttelfrost, Müdigkeit,
Weinkrämpfe.
21.11.Ab heute:
Morgens: Fluoxetin 40mg, 100mg Palexia
Abends : 150mg Palexia
25.11. Morgens: Fluoxetin 20mg, Palexia 100mg
Abends: Palexia 150mg
26.11. Korrigiert:
Morgens: Fluoxetin 30mg, Palexia 100mg
Abends: Palexia 150mg

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Re: Lyrica (Pregabalin) macht vermutlich abhängig!

Beitrag von fruehling » Sonntag, 30.11.14, 20:05

Ulrike1965 hat geschrieben: Eigentlich weiß ich inzwischen gar nicht mehr, welche Symptome meiner Depression von mir aus kommen und welche von den Medikamenten. Deshalb will ich jetzt nach und nach alles reduzieren und schauen, wie ich das schaffe.

Liebe Grüße,
Ulrike

Hallo Ulrike,
leider ist es so, dass die Absetzsymptome und auch teilweise die Nebenwirkungen die Symptome einer Depression sehr ähneln.
Man kann einfach nur dadurch gehen und ausharren, irgendwie lernen, damit umzugehen.
Du darfst dich davon nicht beirren lassen, wenn es nach einem Reduktionsschritt schlechter wird. Das alles braucht viel Zeit und erfordert eine Menge Geduld und Kraft, die man in dem Fall oft nicht hat. Es werden immer Schwankungen da sein, aber die gehören dazu.
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padmaUlrike1965
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

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Re: Lyrica (Pregabalin) macht vermutlich abhängig!

Beitrag von Ulrike1965 » Dienstag, 02.12.14, 10:26

Vielen Dank!

Ja, zur Zeit gehts mir mal besser, mal schlechter, halt schwankend. ich bin nun viel wacher, weiß aber nict so viel, mit meiner zeit anzufangen. Wahrscheinlich muß ich mich erst mal ordnen, aber das geht ja vielen Menschen so.

Liebe Grüße,
Ulrike
1984 Suizidversuch mit E605, überlebt, nach Krankenhausaufenthalt sofort ins
Pfalzklinikum Landeck für 8 Monate. Dort jeden Abend Haldol, die erste Zeit fast täglich starke Beruhigungsmittel (??) und Fixierung ans Bett, weil ich mich wehrte. Nach einigen Wochen gab ich auf und tat so, als arbeite ich mit. Nach knapp 8 Monaten Entlassung.
1985-1999 Alle möglichen Drogen, so oft wie möglich, vor Allem Kokain und Speed, Tabletten, Capis (Captergon) und Wodka
1999; Schwanger, bemerkt in der 5. Woche, sofort mit allen Genussgiften aufgehört
2002: Nervenzusammenbruch, nächtliche Halluzinationen, Panikattacken
Das erste Mal Antidepressiva: Doxepin 2x25mg
nach und nach Steigerung, bis 250 mg täglich (ambulant)
Nebenwirkungen: 15 kg Gewichtszunahme, Müdigkeit, Antriebslos
2005: Langsames Absetzen (ohne Arzt, der meinte, ich müsse es ein leben lang nehmen). Am
Anfang 25mg weniger, später in 10er und 5er Schritten, da einige "Rückfälle"
2008: Wieder Depressionen, Citalopram, Anfangs 20mg, dann 40mg
2011: Wechsel auf Fluoxetin 40mg
Nach mehreren OPs und jahrelang starken Schmerzen anerkannt als chronische
Schmerzpatientin.
Tilidin 50mg 2x täglich, gesteigert bis 200mg 2x täglich
Umstellung auf Targin 10mg bis 80mg Tagesdosis
2014: Wechsel auf Palexia, Anfangsdosis 2x tägl. 50 mg, gesteigert bis 2x 150mg
Zusätzlich Lyrica 2x tägl. 50mg, gesteigert 2x tägl. 100mg
13.11. Lyrica auf einmal abgesetzt, Schweißausbrüche, Schüttelfrost, Müdigkeit,
Weinkrämpfe.
21.11.Ab heute:
Morgens: Fluoxetin 40mg, 100mg Palexia
Abends : 150mg Palexia
25.11. Morgens: Fluoxetin 20mg, Palexia 100mg
Abends: Palexia 150mg
26.11. Korrigiert:
Morgens: Fluoxetin 30mg, Palexia 100mg
Abends: Palexia 150mg

Schlumpf
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Neubewertung von Cymbalta

Beitrag von Schlumpf » Sonntag, 21.12.14, 23:41

Ich bin mir nicht sicher, ob der Thread hier an der richtigen Stelle ist. Aber es scheint eine Neubewertung der Absetzsymptome für Cymbalta anzustehen:

http://www.jdsupra.com/legalnews/cymbal ... ave-05251/
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Schlumpf für den Beitrag (Insgesamt 3):
padmaJamieKassiopeia
1. Symptome: Schlafstörung, Erschöpfung, Depression, Angepanntsein, häufige Migräne, Weinkrämpfe, sozialer Rückzug - zog sich alles schleichend über Jahre und wurde immer schlimmer; Diagnose: Depression
2. Seit 2008: 30mg Mirtazapin; 2012 auf 15mg reduziert, dafür 20mg Citalopram eingeschlichen
3. Euthyrox 75 seit ca. 2000 (wegen Hashimoto/Unterfunktion der Schilddrüse). Musste während des Absetzens im August auf 100 erhöhen, im November weitere Erhöhung auf 125. Im März Reduktion auf 112,5. Nächste Kontrolle im Mai.
4. Absetzen: Citalpram in mehreren Schritten von 20mg ausdosiert, letzte Einnahme am 22. Juli, Mirtazapin seit Ende Oktober bei 7,5mg. Ich habe mich zum langsamen Absetzen durch Mikrotapering entschlossen.

15.12. ca. 6mg Mirtazapin
4.1. ca. 3,75mg Mirtazapin
Seit dem 4. Februar: Vier Tage lang immer ein Krümelchen abgeschabt, mal gucken, wie mir das bekommt.
Seit dem 14. Februar 2015: 0mg. Ich bin gespannt, wie es mir bekommt.

Seit Februar 2015 keine Psychopharmaka mehr. Aktuell L-Thyrox 112 wegen Hashimoto, Mönchspfeffer wegen Zyklusproblemen und seit Dezember Baldran zum besseren Schlafen.

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