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GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Eine Sammlung von Artikeln, die über wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Hintergründe der Behandlung von seelischen Leiden mit Psychopharmaka berichten.
Kassiopeia
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Re: GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Beitrag von Kassiopeia » Sonntag, 11.01.15, 14:25

Wenn ich mehr Geld hätte, würde ich auch eine gute, auf Medizinrecht spezalisierte Anwaltskanzlei auf die Herstellerfirmen von Venlafaxinprodukten ansetzen und die mit einer Sammelklage konfrontieren. Wenn man sich ansieht, wie viele allein hier im Forum damit zu kämpfen haben...

Das wär mal was :x :sports: :haha: :twisted:
Diagnose 3/2013: Schwere/mittlere Depression/Burn-Out induzierte D.>>März 2013: Venlafaxin 75 mg>>auf 225 mg
nach Abklingen der NW gut vertragen>>Dezember 2013: Um Tiefs (Schmerzen am ganzen Körper, extreme Schwäche)abzufedern auf 300 mg: stabile Stimmung, jedoch körperlich ständig erschöpft, extrem hohes Schlafbedürfnis und neue NW: "Stöße" am Hinterkopf + kurzzeitig schwankender Gang>>5.2.2014:225 mg Absetzsymptome: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, Weinerlichkeit, intensive (auch Angst-) Träume, Nachtschweiß, Kälteschauer, Kribbeln an den Fußsohlen. Positiv: Bin seitdem tagsüber nicht mehr so erschöpft und müde! AS nach etwa drei Wochen abgeklungen>>9.3.2014: Reduktion auf 200 mg. Erst Hochgefühl (manische Phase?) Plötzliche AS nach zehn Tagen: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, intensive Träume, Kälteschauer, Tinnitus verstärkt, Müdigkeit, Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Gliederschmerzen, Verspannungen, Pessimismus, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Gefühl der Überforderung. Dann psychisch eine Besserung, jedoch werden die Krankheitssymptome heftiger: Kopf, Kiefer, Hals, Ohren, Zunge abwechselnd oder gleichzeitig, wechselnd besser und wieder schlechter>>26.4.2014:: 150 mg: Körperliche Schwäche und Gliederschmerzen. Halsschmerzen und Kopfschmerzen abwechselnd. Tinnitus, Müdigkeit. Nach etwa 1 Monat symptomfrei. Dann Tabletten vergessen: Alptraumnacht und massive körperliche Symptome. Wiedereindosiert nach 2 Tagen. Symptome nun wieder wie nach letztem Absetzschritt, mit Ausnahme von Halsschmerzen.
Absetzpause, Reha, Stabilisierung. Neue Diagnose: rezidivierende Depression und somatoforme Schmerzstörung
20.12.2014: Ca. 147,5 mg leichte Absetztsymptome
31.12.2014: Ca. 145 mg die ersten paar Tage nix, dann Schwitzen, Kälteschauer, Gliederschmerzen und Antriebslosigkeit
07.01.2015: Ca. 142,5 mg Schmerzen am ganzen Körper, grippig, morgens total im Eimer
17.01.2015: Ca. 140 mg
19.01: Bakterieller Infekt mit Fieber: Wegen heftiger Muskelzuckungen wieder zurück auf 142,5 mg
02.02. 140 mg
11.02. 137,5 mg
13.03. 132,5 mg
05.04. 127, 5 mg
23.04. 125 mg
27.05. 122,5 mg
10.06. 120 mg
04.08. 117.5 mg
18.08. 115 mg
08.09. 75 mg. hypomanische Phase, Schwitzen, Kälteschauer, Träume, dann Tief mit Traurigkeit, Antriebslosigkeit und Gliederschmerzen.
03.01. 7 Kügelchen weniger
08.02. 10 Kügelchen weniger
28.02. 15 Kügelchen weniger - also bei etwa 70,8 mg
14.03. 20 - etwas zu früh
Umstellung von morgendlicher Einnahme auf abends
2.5. 25 Kügelchen weniger
15.5. 30 Kügelchen
28.5. 35 Kügelchen
20.6. 40 Kügelchen
14.7. 45 Kügelchen
2.8. 55 Kügelchen - der Schritt war anscheinend zu groß. Enorme Erschöpfung und Schmerzen in den Fingern, Händen, Füßen, Oberarmen, Oberschenkeln, Kribbeln im Gesicht, Halsschmerzen. Jeder Schritt ist anstrengend.
1.9. 60 Kügelchen
20.9. 65 Kügelchen
5.10. -70 Kügelchen :schnecke: :o
16.10. -75 K.
30.10. -80 K.
20.11. -85 K.
20.12. -90 K. - immer noch ca. 50mg to go :frust:
weitergemacht in dem Tempo, bis ich gemerkt habe, dass eine vergessene Dosis mir kaum mehr etwas ausgemacht hat, da hab ich dann immer geschwindelt und bin am nächsten Tag deutlich niedriger eingestiegen.
Ab 1.5.2017 Countdown von 70 Kügelchen, jeden Tag eines weniger
1.7.2017 9 Kügelchen to go
10.07.2017 - 0. Ich bin gereizt und weinerlich, meine Muskeln ziehen, es kribbelt und mir schlafen die Gliedmaßen ein

tulpe
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Re: GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Beitrag von tulpe » Sonntag, 15.03.15, 14:47

Vielleicht sollten wir so ein Projekt-Sammel-Ding im Internet eröffnen.
Weiß nicht mehr wie die Seite heißt. Aber es gibt da etwas wo man Projekte vorstellen und um Spenden bitten kann.
Dann sammeln wir ordentlich was zusammen, kontaktieren so viele Betroffene wie möglich und verklagen die Pharmaindustrie!

Zumindest wäre uns die Aufmerksamkeit gesichert auch wenn es wahrscheinlich aussichtlos ist eine Klage anzustreben!

Aber wünschen würde ich es mir!

Folgende Strafe müsste vom Gericht verhängt werden: Schmerzensgeld für alle und alle, die was zu sagen haben bei den Firmen müssen mindestens ein Jahr lang
Seroque*ll, Lyric*a und ein Benzo nehmen. Mal sehen ob es denen dann Spaß macht. Können ja dann eine Studie mit denen machen!

tulpe
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Chronisch Schmerzkrank seit 2006. 2007 Diagnose Depressionen, Agoraphobie und Angststörung.
2010 Medikamente aufgrund eines Benzoentzuges: Lyri*a 100-100-100-100; Seroqu*l 100-100-100-100; Cymbal*a 120-0-0
2011 Seroqu*l reduziert auf 0-0-0-75; Lyri*a reduziert auf 100-0-0-100; Valdoxa*n 0-0-50
Lyric*a zwischendurch für Krankenhausaufenthalte auf 4x100 erhöht
2012 Fentanylpflaster 50mq/h nach einem Jahr anwendung abgesetzt durch Umrechnung auf retadierten Kapseln
2013 2x Morphinentzug von 300mg auf 3x10mg; dafür habe ich das Lyri*a auch mit 4x100mg verwendet und das Seroqu*l zusätzlich als Bedarf
ab 02.02.14 Lyri*a 0-0-0-0 (stolz, stolz, stolz)
400mg intravaginal Progesteron seit 12/2013
B50 Komplex hochdosiert (hilft mir sehr gut)
Schmerzmedikamente bei Bedarf:
Novalgin
Katalodon (nicht mehr wegen Todesfälle)
DoloVisan*o (auch nicht mehr wegen Gefahren)
23.03.14 Seroqu*l 0-0-50mg
31.03.14 Seroqu*l 0-0-37,5mg
04.04.14 Seroqu*l 0-0-25mg
11.05.14 Seroquel 0-0-12,5mg
20.04.14 Seroqu*l 0-0-0 mg
17.07.14 Valdoxan von 50 auf 25mg reduziert
Cymbalt*a:
10.11.14 ca. 48-50mg; 04.12.14 ca. 36mg; 05.01.15 ca. 30mg; zwischendurch auf 0;am 15.03.15 wieder auf 10mg hochdosiert / 07.04.15 auf 12,5mg hochdosiert /14.04.15 auf 15mg hochdosiert
Entzugssymptome: explodierte Haut, Albträume, Rücken-, Kopf-, Zahnschmerzen, extreme Übelkeit, Bauchkrämpfe, Gereitztheit, Unruhe, depressive Momente, Angstmomente, heiße Wellen, Kribbeln in Gliedmaßen, Launisch, Tinnitus und vieles mehr.
18.05.15 Fentanylpflaster 50mq
22.05.15 Fentanylpflaster 37,5mq
22.05.15 Duloxetin von 15mg auf 30mg hochdosiert
29.05.15 Fentanylpflaster weg, Kapseln eindosiert (hat Entzug verursacht)
15.09.16 Truxal von ca. 2 mg auf 0
15.11.16 Clonidin von 37,5 mq auf 0
----------
aktuell:
Morphin 30-30-30 mg retardiert
Cymbalta 60-0-0 mg (von 60mg seit Oktober 14 reduziert, leider wegen starker, chronischer Schmerzen wieder hochdosiert)
Valdoxan 0-0-25 mg
Baldrian 0-0-600 mg
Clonidi*n 0-0-0 mq
Truxal 0-0-0 mg (musste ich im Mai beginnen mit 18,75mg)
Novalgin bei Bedarf bis zu 4x 1000mg tgl.
Ortoto*n im Notfall (max. 3x 2 Stück)
Buscopa*n, Ibuprofe*n (nur, wenn der Ishias durchdreht)
B50 Vitamin Komplex
B12 hochdosiert 5000 mqg täglich,D3 4000 Einheiten tgl.
Cranberol*a 1-3 täglich
Macrogo*l 0 täglich (Abführmittel), Magnesiumcitrat
Schmerztherpie: Nervenblockade am Bauch: Anästhetikum Novocain per Spritze an 2 Nerven 1x pro Woche
Heizkissen ohne Ende (Achtung: alles ab 40°C verursacht Verwachsungen; auch Wärmflaschen am Rücken z.B.)
Tensgerät

Seit Anfang okt. 17 nenne ich CBD Öl
Außerdem habe ich eine Therapie bei Heilpraktiker begonnen: PSE

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Re: GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Beitrag von padma » Mittwoch, 19.08.15, 18:34

hier noch ein link zum Suchtpotential von Lyrica
http://www.aerztekammer-bw.de/news/2012 ... lyrica.pdf

danke an Finchen :)

lg padma
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Re: GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Beitrag von kallemax » Dienstag, 01.09.15, 22:10

Hallo liebes Forum,

ich hatte Ende 2012 einen schwere Infektion und habe durch ein Liegetrauma eine Polyneuropathie in beiden Beinen und Füßen. Nach einem Jahr schwerer Schmerzen hat man mich stationär auf 400mg Lyrica eingestellt. Und siehe da, die Schmerzen waren deutlich geringer. Nach über einem Jahr beriet ich mich dann mit meiner Schmerztherapeutin, um das Pregabalin langsam auszuschleichen.

Ich möchte hier meine Erfahrungen einbringen, weil ich geschockt bin über die Schwere und Länge des Absetzens. Ich habe sechs Monate benötigt mit schwersten Entzugserscheinungen. Inneres Vibrieren (was mir kein Arzt so wirklich glaubte, und ich weiß bis heute nicht, was das eigentlich war), Schwitzen, Unruhe, Schlaflosigkeit, Panikattacken, depressive Verstimmung.

Kein Arzt hatte mich darauf hingewiesen, dass das Absetzen so schlimm werden würde, ich hatte den Eindruck, sie waren sich dessen nicht mal bewusst. Noch schlimmer: der Beipackzettel von Pfizer geht auf die Absetzphänomene kaum bzw. nur verharmlosend darauf ein.

Meine Therapeutin zeigte sich überrascht, dass das Absetzen so lange dauert. Normal sind 75mg pro Woche. Ich konnte gerade mal 25mg pro Woche absetzen, wenn überhaupt.

Ich kann das nur als Entzug werten. Meine seelische Verfassung war teilweise desolat bis stark depressiv. Ich konnte nur schwerlich arbeiten, war unkonzentriert, launisch. Wirkliches Verständnis habe ich nicht erfahren. Müssten diese Art von Medikamenten nicht eindeutig markiert sein? Ich bin jetzt seit zwei Wochen ohne Lyrica und es geht mir gut. Keine Schmerzen und nur noch leichte Entzugserscheinungen.

Beste Grüße!!!Kallemax
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Re: GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Beitrag von Ewunia » Mittwoch, 02.09.15, 14:47

Hallo,
ich nehme Lyri*a schon 6 Jahre. Nach meinem Selbstmordversuch (leider) im Jan 2013 habe ich einige Tage kein Lyri*a genommen. Die Folge war starkes Frieren und Zittern, in der Nacht konnte ich kein Auge zumachen bis ich Lyri*a wieder bekam. Jetzt möchte ich es in ca. 1 Jahr nach dem Entzug von Taxil*n ausschleichen. Wird ein langer und harter Weg, aber dann wäre ich frei!!
Grüße an alle
Ewunia
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Diazepam: Reduktion 2013/2014

Quetiapin: Ausgangsdosis 600 mg
25.07.17 0 mg

Taxil*n: Ausgangsdosis: 100 mg - alle 2 Wochen 6,25 mg-Schritte
04.07.2016 0 mg

Lyri*a: Ausgangsdosis: 300 mg = 15 ml - 0,1 ml Schritte täglich
25.07.16- 29.01.2017

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Re: GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 25.11.15, 18:59

Lese hier gerade mit und bin echt schockiert. Ich habe wegen Ängsten oder neuropathischen Schmerzen schon öfters Lyrica bekommen und dann auch immer abgesetzt. Da ich von einer Sucht gar nicht ausging, habe ich selbst nicht verstanden, warum es mir so schlecht ging: Zittern, Übelkeit und besonders lange Panikattacken, ohne dass ich einen Grund für die Ängste angeben konnte. Hausarzt und Psychiater haben die Symptomatik auf das Wiederaufflackern der Psychose geschoben - und neuroleptisch behandelt. Danke für die Aufklärung!
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Re: GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Beitrag von padma » Dienstag, 27.06.17, 11:17

ein Bericht von Muryell
Seit März - also, bevor ich mit dem Ausschleichen anfing - habe ich immer wieder Lähmungserscheinungen und starke Muskelschmerzen. Als die Lähmung sehr stark war, hatte ich keine Kontrolle über meine Beine. Wenn die Schmerzen kommen, muss ich mit Krücken laufen, wenn ich überhaupt laufen kann. Es wurde alles untersucht, MRT, Röntgenbild, usw. Ich habe nichts, was diese Schmerzen und Lähmungserscheinungen verursachen würde.

Ich war deshalb vor zwei Wochen stationär im Krankenhaus. Da haben die Ärzte wieder alles ausgeschlossen und wollten mir Schmerzmittel und Kortison in die Nervenwurzel spritzen. Ich habe daraufhin mit Krücken die Flucht ergriffen. :P Im Krankenhaus fragte aber der eine Arzt ganz nebenbei: "Seit wann nehmen Sie Lyrica?" Da wurde ich hellhörig.

Ich habe im Internet viele Patienten gefunden, die Lyrica nehmen und die gleichen Beschwerden haben wie ich. Ich bin fest davon überzeugt, dass meine Beschwerden von Lyrica kommen.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 75#p196975
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Re: GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Beitrag von Juna » Samstag, 29.07.17, 11:34

Huhu,

habe diesen Thread gerade über den von Muryell gefunden.

Ich setze das Pregabalin gerade auch ab, allerdings gaaaaanz langsam, da ich schon bei ner Stunde Verzug in der Einnahme heftige Entzugserscheinungen bekomme.

Ich habe festgestellt, bei mir ist die Absetzreaktion in der 2. Woche am heftigsten.

Mein Doc hat das Medi mir gegenüber komplett verharmlost, er ist auch der Meinung, dass man das ja genauso problemlos absetzen kann, wie jedes andere AD auch, hüstel, die Warnung, die er aussprechen müsste, hat er auch nicht ausgesprochen.

Dafür bin ich jetzt an anderen Stellen schon ziemlich gewarnt worden und mein Psychiater geht den Weg auf alle Fälle mit mir, somit muss ich mich auch nicht auf den Schmerzi verlassen.

Ich habe das Pregabalin wg. der starken neuropathischen Schmerzen bekommen, die nach einer missglückten WS- OP erst richtig losgelegt haben (durch die Folgen und irreversible und massive Nerven- und Muskelschäden). Für mich ist dieses Sauzeug ein Segen, dadurch kann ich wieder laufen, ohne ging es gar nicht mehr, ich habe seeeehr lange gebraucht, um die NW´s halbwegs hinter mich zu bringen, mein Hirn ist seit dem ich das Zeug nehme ein Wrack, merken kann ich mir wichtige Dinge nur, indem ich sie aufschreibe, sofern ich dann nicht vergesse, nachzugucken oder so, hrmpf, meine Konzentrationsfähigkeit leidet auch sehr, ich merke, dass diese beiden NW´s auch besser geworden sind, toll ist allerdings was ganz anderes.
Da ich halt zumindest zur Zeit auf das Sauzeug angewiesen bin, versuche ich es jetzt aber wenigstens zu reduzieren, damit die Dosis nimmer so hoch ist, wer weiß, vielleicht habe ich dann auch iwann endlich mal wieder mehr Hirn zur Verfügung (auch wenn ich sogar unter Pregabalin bei so nem blöden IQ- Test als hochintelligent abgeschnitten habe, merken tue ich davon nicht viel).
Es ist halt eine Waagschale, ich muss schauen, was geht, wann ich nicht mehr laufen kann und wann die Schmerzen zu heftig werden, ich merke zur Zeit halt, dass sie wieder mehr werden, noch ist es aber zu 60% so, dass es erträglich ist.

Die Erfahrung, die ihr gemacht habt, habe ich auch schon gemacht, mir glaubt kaum einer wirklich, dass ich innerhalb so kurzer Zeit (1h Einnahmeverzug und reduzieren) so heftig regiere, es wird oft abgetan und gefragt, ob nicht etwas anderes Schuld sein könnte.
Wenn ich die Einnahme vergessen habe, fange ich an zu zittern, bekomme Streckkrämpfe, werde total unruhig, bekomme Heulkrämpfe, fühle mich tief depressiv und verzweifel und bekomme Panikattacken.

LG
Juna
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BildIch entziehe nicht wie empfohlen, bitte nicht nachmachen!!!Bild

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In Behandlung bei einem Psychiater u. Schmerzi
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Ohne Pregabalin und Oxycodon geht es schmerztechnisch leider gar nicht Bild

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Re: GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Beitrag von gioia » Donnerstag, 28.12.17, 13:05

Hallo ihr Lieben,

Möchte sehr vor Lyrika/ Pregabalin warnen! Es ist, scheint mir, ein ,Modemedikament'und wird sehr leicht momentan bei Ängsten oder Nervenschmerzen verschrieben, oder in Krankenhäusern, sogar einfach ohne jegliche Aufklärung, gegeben gegen Schmerzen.

Ich hatte nach einem Burnout Existenzängste und habe daraufhin Pregabalin verschrieben bekommen. Dieses Medikament war für mich ein Höllentrip.

Meine Ängste haben sich massiv verstärkt, bekam Angst vor Menschen (das ist so grausam!) , hatte starkes Inneres und äußerliches Zittern. Saß beim Frühstück wie eine Parkinsonkranke, war zwei Monate bettlägrig und hatte das Gefühl, dass meine Nerven aufgelöst werde. Könnte nicht mehr lesen, Fernsehen und am Ende nicht einmal mehr sprechen.
Nach Zwei Monaten Einnahme ging es mir so schlecht, dass ich endlich! begriff, dass ich so schnell wie möglich weg muss davon. Setzte aus Verzweiflung schnell ab, hatte Depressionsanfälle tageweise und so schwach, dass ich grade noch zur Toilette kam.

Nach einem Monat Absetzen, ging es nicht mehr. Bekam einen Krampfanfall mit Atemnot, konnte nicht mehr aufrecht gehen und musste 100mg (Höchstdosis war 250) innerhalb von 3 Tagen absetzen, weil ich kein Brösel mehr von diesem Dreck vertrug.

Danach folgten Monate mit Hyperanspannung, die ich teilweise nur mit Benzos ertragen konnte.
Bis heute ein Problem für mich leider!

Ich kann nur sehr eindringlich vor diesem Medikament warnen. Es ist ,relativ' neu am Markt und nicht gut erforscht. Es gibt Hinweise, dass es die Synapsenneubildung im Gehirn verhindert.

Beste Grüße
Gioia
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Burnout, Schlafstörung Sommer 2016

2 Monate Einnahme Escitalopram und MIrtazapin: bettlägrig, stromempfindungen, zittern, extreme Schwäche, Hitze im Körper, Ängste wie nie zuvor im Leben
Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
Im Herbst Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, massive Symptome über Monate, stromartige Spannung jeden Tag, Ängste, die ich vorher nie hatte, zittern wie bei Parkinson
2018: Auswirkung bis heute, war in meinem ganzen Leben noch nie so krank wie durch dieses Dreckszeug, Psychopharmaka :evil:

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Re: GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Beitrag von weg » Donnerstag, 28.12.17, 22:30

hallo,

ich möchte gioias warnung unterstützen! mir wurde es gegen die polyneuropathie verschrieben. ich bekam nach drei tagen davon ein delirium. die neurologin meinte dazu, dass sie so etwas noch nie gehört hätte und sowieso sei das nicht möglich bei einer so geringen dosis (25mg). meine HA hat es ihr dann bestätigt, dass ich ein delirium durchmachte, das 3 tage anhielt.

durch diese episode hinterfragte ich ja dann auch stillnox/zolpidem und begann mich in die psychopharmaka einzulesen.

danke gioia, dass du das hier schreibst.

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Re: GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Beitrag von Psychoflocke » Dienstag, 13.02.18, 23:39

Ich hatte letztes Jahr im Januar von 600 auf Null von jetzt auf gleich von lyrica entzogen. Es waren schreckliche höllische 11 Tage körperlicher Enzug schlimmer als Benzol zumindestens Diazepam.....danach kamen extrem starke Dissoziieren und Depersonalisation und extreme Angst ohne Schlaf. Die Klinik wollte wieder was ansetzten Elontril ich hab es dann mit Paroxetin niedrigdosiert versucht weg......nächstes Problem konnte nicht mehr schlafen aber ich hatte nicht mehr solche Angst. Zumindestens passiert nichts wenn man Lyrica überdosiert hatte dieses Jahr 2 x über 2600 mg genommen. Auf der Straße wird es für 2 Euro die 300 er Kapsel verkauft da es wirklich abhängig macht. Man sollte das also nicht oder nicht regelmäßig nehmen. ( und in meinen Augen hat es mir in 3 Jahren gegen meine Angsstörung gar nix gebracht auch Duloxetin hat nichts gebracht......hatte da aber von 60 mg keine absetzerscheinungen. LG Flocke
PS: muss jetzt wieder wechseln gleiches Problem bei venlaflaxin und ständige depersonalisation 3. Versuch Amitriptylin hoffe es ähnelt nicht zu sehr dem doxepin sondern geht von Wirkung Richtung immipramin wenn es um die Angst geht.
Liebe Grüße Flocke :sports:

*warum die mich immer einsperren* :frust: *

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Re: GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Beitrag von padma » Donnerstag, 01.03.18, 14:15

hallo,

ich habe auf einen Hinweis von Gioia :) hin, bzgl Pregabalin und Angststörungen etwas recherchiert.
Pregabalin (LYRICA), das zur Zusatztherapie bei fokalen Anfällen und zur Schmerzbehandlung bei peripherer Neuropathie zugelassen ist.1 Die Werbung ("Dem Schmerz das Feuer nehmen"2) zielt vorrangig auf diesen Markt. Obwohl der Nutzen nur bei diabetischer und postherpetischer Neuropathie geprüft ist, wurde Pregabalin uneingeschränkt bei peripheren neuropathischen Schmerzen zugelassen.3 In den USA hat Pfizer nur für die tatsächlich geprüften Indikationen eine Zulassungszusage
Pregabalin hat in Deutschland ausserdem eine Indikation für eine generalisierte Angststörungen. In den USA wurde die diese Indikation abgelehnt.
Die Arzneimittelbehörde FDA hat darüber hinaus die beantragte Indikation generalisierte Angststörung abgelehnt.
Die Schlussfolgerung des Arzneimitteltelegramms zu Pregabalin:
Randomisierte kontrollierte Langzeitstudien zur Wirksamkeit und Sicherheit fehlen. Die Klärung der Langzeitsicherheit ist besonders im Hinblick auf die im Tierversuch beobachteten Hämangiosarkome und die in klinischen Studien aufgetretenen Gesichtsfeldausfälle dringend erforderlich. Wir sehen beim derzeitigen Kenntnisstand keine Indikation für Pregabalin.
Quellenangabe für alle Zitate https://www.arznei-telegramm.de/html/20 ... 04_01.html

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Re: GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Beitrag von Muryell » Donnerstag, 01.03.18, 19:29

Hallo, Ihr Lieben!

Dieser Leserbrief erschien im Heft 3/2018 der Stiftung Warentest. Ich hoffe, es ist in Ordnung, ihn hier zu posten. Wenn nicht, bitte ich das Team, meinen Beitrag zu löschen.

Liebe Grüße

Muryell
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gioia
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Re: GEFAHREN Lyrica (Pregabalin) / Cymbalta (Duloxetin)

Beitrag von gioia » Freitag, 02.03.18, 15:58

Danke Padma,

dass du das hier noch einmal aufgegriffen hast!!

Man stelle sich vor, die FDA stellt fest, dass die massiven NW von Pregabalin in keiner Relation zum Nutzen stehen und verweigern die Zulassung wegen Indikation Angststörung.

In Europa jedoch gelingt es Pfizer, es gegen generalisierte Angststörung auf den Markt zu bringen.

Wie enorm der Absatzmarkt für ein Medikament ist, das als DAS NEUE MITTEL gegen Ängste - und auch Nervenschmerzen (ich mein, wie viele Leute haben schon Epilepsie???) vermarktet wird, ist wohl jedem klar.

Danke Muyrell für den Artikel!!!

Hier noch links zu den Gefahren von Pregabalin / Lyrika ,falls ihr die nicht schon wo gepostet habt....

https://www.wellnessresources.com/news/ ... -continues

http://www.bmj.com/content/358/bmj.j4441

Liebe Grüße
Gioia
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padmaMuryellUlulu 69
Burnout, Schlafstörung Sommer 2016

2 Monate Einnahme Escitalopram und MIrtazapin: bettlägrig, stromempfindungen, zittern, extreme Schwäche, Hitze im Körper, Ängste wie nie zuvor im Leben
Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
Im Herbst Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, massive Symptome über Monate, stromartige Spannung jeden Tag, Ängste, die ich vorher nie hatte, zittern wie bei Parkinson
2018: Auswirkung bis heute, war in meinem ganzen Leben noch nie so krank wie durch dieses Dreckszeug, Psychopharmaka :evil:

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