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Aufgrund anhaltender Neuanmeldungen, Urlaubszeit und Unterbesetzung in den Teams sieht sich die Moderation leider gezwungen, das Forum temporär für Neuanmeldungen zu schließen.
Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




13 Gründe Psychopharmaka-kritisch zu sein

Eine Sammlung von Artikeln, die über wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Hintergründe der Behandlung von seelischen Leiden mit Psychopharmaka berichten.
Antworten
Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19476
Registriert: 04.02.2013 22:37

13 Gründe Psychopharmaka-kritisch zu sein

Beitrag von Jamie »

Sehr schöne Präsentation der wichtigsten Gründe Psychopharmaka-kritisch zu sein und auf die sich das ADFD u.a. auch beruft:

http://cepuk.org/unrecognised-facts/

Danke carlotta :)


_____________________________________________

Sinngemäße Übersetzung aus dem Englischen (von Jamie):


Blatt 1: Keine bekannten biologischen Ursachen
Es gibt keine bekannten biologischen Ursachen für psychiatrische Erkrankungen mit Ausnahme von Demenz und einigen seltenen Chromosomen-basierten Erkrankungen. Infolgedessen gibt es keine biologischen Tests wie Blutuntersuchungen oder Gehirnscans, um unabhängige objektive Daten zur Verfügung stehen zu haben, die man zur Unterstützung einer psychiatrischen Diagnose heranziehen könnte.
http://cepuk.org/wp-content/plugins/pdf ... auto,0,842

Blatt 2: Der Mythos des chemischen Ungleichgewichts
Psychopharmaka wurden / werden oft an Patienten verschrieben auf der Grundlage, sie könnten ein "chemisches Ungleichgewicht" heilen.
Wie auch immer, es konnten noch keine chemischen Ungleichgewichte nachgewiesen werden, die in einem Zusammenhang zu einer psychiatrischen Erkrankung stehen. Außerdem stehen keine Methoden zur Verfügung, die Anwesenheit bzw. Abwesenheit dieser chemischen Ungleichgewichte zu testen / überprüfen.
http://cepuk.org/wp-content/plugins/pdf ... auto,0,842

Blatt 3: Dem Diagnosesystem mangelt es an Validität / Aussagekraft
Psychiatrie-Diagnose-Handbücher wie DSM und ICD (Kapitel 5) (Anm: ICD = International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) sind nicht das Ergebnis objektiver Wissenschaft, sondern vielmehr kulturell geprägte Werke, die durch klinischen Konsens und Abstimmung entstanden sind. Ihre Aussagekraft und klinische Verwendbarkeit ist darum höchst fragwürdig; dennoch haben sie bis heute stetig dazu beigetragen menschliche Erfahrung im großen Umfang zu "medikalisieren" (= Anm. im übertragenen Sinne krankhaft zu machen, als krank, behandlungswürdig anzusehen).
http://cepuk.org/wp-content/plugins/pdf ... auto,0,842

Blatt 4: Psychopharmaka verändern den mentalen Zustand / die Empfindungen
Wie alle anderen Substanzen, die auf die Gehirnchemie einwirken (z.B. illegale Drogen), führen auch Psychopharmaka zu veränderten mentalen Zuständen / Empfindungen.
Sie "heilen" keine Krankheiten und in vielen Fällen ist ihr Wirkmechanismus unbekannt.
http://cepuk.org/wp-content/plugins/pdf ... auto,0,843

Blatt 5: Antidepressiva haben keinen Nutzen / Vorteil gegenüber Placebo
Studien haben nachgewiesen, dass Antidepressiva keinen signifikanten klinischen Nutzen gegenüber Placebo bei der Behandlung von milden bis mittelschweren Depressionen haben. Manche Studien zeigen einen gewissen Nutzen bei schweren Depressionen in der Kurzzeit-Behandlung.
Neuere Studien legen die Vermutung nahe, dass Antidepressiva in Zusammenhang mit einer erhöhten Sterblichkeit stehen, vor allem bei älteren Menschen.
http://cepuk.org/wp-content/plugins/pdf ... auto,0,842

Blatt 6: Schlechte Langzeit(-Einnahme) Ergebnisse
Es gibt nur wenig Forschung zur Langzeit-Einnahme von Psychopharmaka. Die verfügbaren Studien legen die Vermutung nahe, dass die Hauptklassen (Anm: die am häufigsten verordneten Medikamentengruppen) der Psychopharmaka wenig zusätzlichen Nutzen haben, wenn man sie über lange Zeit einnimmt. Und bei manchen Patienten führt die Langzeiteinnahme zu einer Verschlechterung.
http://cepuk.org/wp-content/plugins/pdf ... auto,0,842

Blatt 7: Langanhaltende, negative Effekte
Psychopharmaka können langanhaltende, negative Auswirkungen auf das Gehirn und Zentrale Nervensystem haben, insbesondere bei einer Langzeiteinnahme.
Dies kann zu körperlichen, emotionalen und kognitiven Störungen führen.
http://cepuk.org/wp-content/plugins/pdf ... auto,0,849

Blatt 8: Nebenwirkungen / negative Effekte werden oft falsch diagnostiziert
Psychopharmaka können zu mentalen Störungen führen, einschließlich Selbstmord, Gewaltausbrüchen und Entzugserscheinungen. Diese Auswirkungen können als neue Erkrankung missinterpretiert werden, für die man wiederum weitere Psychopharmaka verordnet. Dies führt in manchen Fällen zu einer Langzeiteinnahme multipler Psychopharmaka.
http://cepuk.org/wp-content/plugins/pdf ... auto,0,849

Blatt 9: Psychopharmaka-Entzug kann Menschen "ausknocken" (engl. disable)
Psychopharmaka-Entzug kann Menschen "ausknocken" und eine große Bandbreite schwerer körperlicher und psychologischer Störungen verursachen, die oft monatelang andauern, teilweise sogar Jahre. In manchen Fällen, so Berichte von Entzugs-begleitenden Verbänden, führt der Entzug zum Suizid.
http://cepuk.org/wp-content/plugins/pdf ... auto,0,849

Edit: ausführliche Übersetzung hier: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=11254

Blatt 10: Kinder werden häufiger medikamentiert
Die Verwendung von Psychopharmaka bei Kindern und jungen Erwachsenen steigt innerhalb der modernen Industrienationen rapide an. Dabei ist der potenzielle Langzeitschaden, der auftreten kann, wenn solche Medikamente Einfluss auf das heranwachsende Gehirn haben, bislang noch nicht begutachtet.
Außerdem gibt es mittlerweile Hinweise / Beweise, dass der steigende Psychopharmaka-Konsum in dieser Altersgruppe später zu schweren Langzeitverläufen führen kann.
http://cepuk.org/wp-content/plugins/pdf ... auto,0,843

Blatt 11: Der Regulierungsapparat wird von der Industrie finanziert
Der Britische Regulierungsapparat für Psychopharmaka, MHRA, wird gänzlich von der Pharmaindustrie finanziert und besetzt Schlüsselpositionen mit ehemaligen Industrie-Experten. Solche Interessenskonflikte führen zu einer nachsichtigen / milden Regulierung, die Pharmafirmen-Interessen über das Patientenwohl setzt.
http://cepuk.org/wp-content/plugins/pdf ... auto,0,648


Blatt 12: Interessenskonflikt

Verbindungen zwischen Ärzten und pharmazeutischer Industrie sind vor allem in der Psychiatrie-Szene gängig. In Großbritannien müssen Psychiater vor keiner Instanz oder Autorität offenlegen, wie hoch ihr jährliches Einkommen, das von der Industrie stammt, ist.
http://cepuk.org/wp-content/plugins/pdf ... auto,0,842


Blatt 13: Manipulierung und unter-Verschluss-Haltung von wissenschaftlichen Daten / Forschungsergebnissen

Die Mehrheit der klinischen Psychopharmaka-Experimente / Studien werden von der Pharmaindustrie durchgeführt oder den Instanzen, die eng mit der Pharmaindustrie verwoben sind. Diese Industrie hat eine lange Geschichte bei der Geheimhaltung negativer Ergebnisse, der Manipulierung von Forschungserkenntnissen und dem "highlighten" der guten Daten.
http://cepuk.org/wp-content/plugins/pdf ... auto,0,842
------

Berlin-2013
Beiträge: 1147
Registriert: 05.11.2013 17:26

Re: 13 Gründe Psychopharmaka-kritisch zu sein

Beitrag von Berlin-2013 »

klasse gemacht, kurz, klar, verständlich - einfach super, danke schön ihr fleissigen lieschen :hug:
[offtopic]Viele Grüße und 2020 wird ein schönes Jahr [/offtopic] 😍
FAZIT: Ich war viel zu schnell unterwegs und DAS hat alles verschlimmert und den Entzug dadurch unnötig verlängert!! :schnecke: besser ist ZEIT UND GEDULD beim Absetzen. Microtappering ist die beste und schonendste Variante!

Am 13. September 2019 sind es 5 Jahre nach 0 mg :party2: Die Heilung des ZNS ist leider erst zu 85 % erfolgt und da es bei mir nur langsam voran geht 🙄 kostet es mich sehr viel Kraft, Disziplin, Geduld und Willensstärke!


[spoil]Nach der OP im April 2011 bis zum Umzug und Ende der Reha im April 2013 jede Nacht zum Durchschlafen "nur" 5 mg Diazepam genommen.

KEINE Angsterkrankung!!!

April bis Dezember 2013 = HÖLLE

2013
15.04. - 31.12.2013 - Alles FALSCH gemacht aus UNKENNTNIS der Ärzte über Entzugs-Symtome

Wegen der Symptomfülle nach 4 Monaten totaler Abstinenz wieder eindosiert und genau das war der größte Fehler, den ich machen konnte aber das weiß ich erst heute.

11.11. - 20.11 je 5,0 mg - 9 Tage
20.11. - 24.11 je 4,5 mg - 4 Tage
24.11. - 27.11 je 4,0 mg - 4 Tage
27.11. - 01.12 je 2,5 mg - 5 Tage
01.12. - 04.12 je 2,0 mg - 4 Tage
04.12. - 07.12 je 1,0 mg - 4 Tage
07.12. - 19.12 je 0,5 mg - 12 tage
19.12. - 24.12 je 0,25 mg - 6 tage
24.12. - 28.12 je 2,0 mg - 5 tage

2. Versuch bin noch am Ausprobieren ...

29.12. -- 31.12. je 5 mg -3 tage
01.01. -- 02.01. je 7 mg - 2 tage
03.01. -- je 2,5 mg, je 6 mg - 1 tag
04.01. -- je 6 mg - 1 tag
05.01. -- 08.01. je 10 mg - 4 tage
09.01. -- 10.01. je 8,5 mg - 2 tage
11.01. -- 13.01. je 7,5 mg - 3 tage
14.01. -- 20.01. je 7,0 mg - 6 tage
21.01. -- 23.01. je 6,2 mg - 3 tage
24.01. -- 26.01. je 6,0 mg - 2 tage
26.01. -- 01.02. je 5,5 mg -



2014


26.01. - je 5,5 mg zur nacht - 7 tage
02.02. - je 5,0 mg zur nacht - 9 tage
10.02. - je 4,5 mg zur nacht - 9 tage
17.02. - je 4,0 mg zur nacht - 8 tage
25.02. - je 3,5 mg zur nacht - 9 tage
11.03. - je 3,0 mg zur nacht - 14 tage
23.03. - je 3,5 mg zur nacht - 28 tage
21.04. - je 3,0 mg zur nacht - 23 tage
14.05. - je 2,5 mg zur nacht - 13 tage
27.05. - je 2,0 mg zur nacht - 20 tage
16.06. - je 2,5 mg zur nacht - 20 tage
05.07. - je 3,0 mg zur nacht - 10 tage
15.07. - je 2,5 mg zur nacht - 11 tage
26.07. - je 2,0 mg zur nacht - 9 tage
03.08. - je 1,5 mg zur nacht - 8 tage
10.08. - je 1,0 mg zur nacht - 21 tage
01.09. - je 0,5 mg zur nacht - 12 tage

[/color][/b]
13.09.2014 - ENDE - der Einnahme 🚫

[highlight=yellow]Psychopharmaka heilen nicht, können sie gar nicht, sie schaden meistens mehr als sie nutzen.[/highlight]

Vertrauen sie nicht ihrem Arzt oder ihrem Apotheker, weil die nicht wissen was sie tun. Diese Medikamentengruppe und ihre Wirkweise und gerade die Nebenwirkungen wie die schlimmen und langanhaltenden Entzugssymtome werden jetzt erst erforscht.

[highlight=yellow]Deshalb der Tipp: Absetzen und zwar ganz langsam aber stetig! Es gibt keinen anderen Weg!! Keine Zeit verlieren, sondern loslegen mit dem Absetzen, sofort[/highlight]!


_____________________________________________________________________________
TIPPFEHLER SIND FÜR ALLE GEMACHT ABER WER EINEN FINDET DARF IHN BEHALTEN!
[/spoil]

carlotta
Beiträge: 4431
Registriert: 17.04.2012 16:10

Re: 13 Gründe Psychopharmaka-kritisch zu sein

Beitrag von carlotta »

Danke, Jamie :), für die prompte und tolle Übersetzung! :hug:

Liebe Grüße :group:
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)


[spoil]Kurzabriss Verlauf:
viewtopic.php?f=18&start=140&t=12787&si ... fb#p266609
Seitdem nur unwesentlich mit dem Reduzieren weitergekommen, da längere Absetzpause.[/spoil]

edgar
Beiträge: 1236
Registriert: 16.08.2012 14:04

Re: 13 Gründe Psychopharmaka-kritisch zu sein

Beitrag von edgar »

Liebe Jamie,

auch von mir vielen Dank für die Übersetzung. :D

LG
edgar
Angehöriger, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), seit 2008 Mitarbeiter im ambulanten Betreuten Wohnen für Menschen mit psychischer Erkrankung (u.a. auch Beratung und Unterstützung beim Absetzen von Medikamenten), davor 2 Jahre Mitarbeiter in einer Tagesstätte und 1 Jahr lang in einem Wohnheim (stationäres Wohnen) für Menschen mit psychischer Erkrankung. Seit 2013 Mitglied des Fachausschusses Psychopharmaka der DGSP.

fraidycatII
Beiträge: 2
Registriert: 02.10.2014 11:21

Re: 13 Gründe Psychopharmaka-kritisch zu sein

Beitrag von fraidycatII »

Beitrag auf Wunsch des Users gelöscht.

Dia_HB
Beiträge: 1388
Registriert: 19.01.2014 22:42
Wohnort: Bremen

Re: 13 Gründe Psychopharmaka-kritisch zu sein

Beitrag von Dia_HB »

Hallo fraidycatll,

wie Bitte kommst du auf die glorreiche Idee, auf 7 Monate alte Beträge, so anmaßend zu antworten?
Du kannst dir aber sicher sein, dass gerade jamie auch nur Dinge postet, die sie ebenso mit deinen geforderten Quellen belegen kann.

lg
Schmerzpatientin , behandelt mit Diazepam seit 1992 mit anfangs 60 mg Krankenhaus, über Jahre unbewusst bei 10 mg gelandet ,2013 Toleranz entwickelt, Juni 2013 über 10 Monate ausgeschichen mit Doxepin, Januar 2014 Krankenhaus schwere krämpfe Doxepin aprut abgesetzt 37,5mg, 21 Januar durch falsche Diagnose wieder Diazepam Einnahme 25mg Symptome keine Verbesserung, Mai Doxepin dazu 12,5mg und persönliche Veränderung, Euphorie, Vergesslichkeit selber nicht gemerkt.
19 Mai 2014 erneutes ausschleichen Diazepam, Dezember 2014 bei 10,5 mg Diazepam und doxepin 35 mg, Januar 2015 Erhöhung Doxepin 45 mg plus 9,5 mg Diazepam begleitet mit schmerzen Muskeln, Kopf zucken, Verwirrtheit, Koordination weg , Februar ging nichts mehr, zurück auf 37,5mg Doxepin und 7,5 mg Diazepam keine Besserung, versucht durchzuhalten mit 9 mg Diazepam, Arzt besucht Vermutung Krampfschwelle durch Doxepin runter gesetzt, Doxepin auf 0 mg Anweisung vom Arzt, nicht aushaltbar, eindosiert 12,5mg bis hoch auf 30 mg ,erste Krampfanfälle Kopf ,dann richige epileptische Anfälle.
Krankenhaus Diagnose Krampfschwelle unten durch Doxepin.
9 Mai, Doxepin runter, Diazepam hoch ,keine anfälle mehr. Dritter Anlauf des ausschleichens ohne zweites Medikament in kürze.
Nach 14 Monaten wieder stabil ,seit 7 Wochen Dia am ausschleichen. 16.03.2016

Lisamarie
Beiträge: 9529
Registriert: 14.03.2014 19:16

Re: 13 Gründe Psychopharmaka-kritisch zu sein

Beitrag von Lisamarie »

Hallo fraidycat, wie du sicher gelesen hast hat Jamie nur diesen Text http://cepuk.org/unrecognised-facts/ aus dem Englischen für User übersetzt die nicht so gut Englisch können.
Gruß LisaMarie
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:

[spoil]Dosis vor dem 13.03.14 6,5 Tabletten a 15 mg 97,5 Ozapepam ca. 49 Diazepam
Seit dem 13.03 . Auf 6 runterdosiert 90 Ozapepam entspricht ca. 44 Diazepam dann bis zum 4.7 linar ohne große Probleme bis auf 60 Oxazepam (ca. 30 Diazepam )abgesetzt alle 4 Wochen 10%
04.07 auf 4. reduziert. 60. Oxazepam entspricht ca. 30. Diazepam
30.07 auf 3.75 reduziert 56,25. Oxazepam entspricht ca. 28.13 Diazepam
10.09 zu Mikrotapering entschlossen , ein Krümmelchen abgesetzt.
Bis zum 22.10. Krümmelweise abgesetzt ungefähr jetzt bei 28 mg Diazepam
01.11 einen weiteren Krümmel abgesetzt...

1.12einen weiteren Krümmel abgesetzt ca.26 mg Diazepam (umgerechnet) bis zum 30.12. auf ungefähr 22 .5 mg.
24.01 einen Krümmel weniger
14.02 weiterer Krümmel Abgesetzt ungefähr bei 22 mg Diazepam
20.04 10% abgesetzt
08.06. weiteren Krümmel
15.06 weiteren Krümmel
06.07. weiterer Krümmel
22.07. 1 ml abgesetzt 0,25 Wirkstoff ungefähr auf 18 mg Diazepam
Drei erneute Absetzversuche gescheitert. 1 mg erhöht.
25.09 1ml abgesetzt 0,25 mg
13.10 1 ml abgesetzt unglaubliche 0,25 mg :schnecke:
13.11 1ml 0,25 mg = 18,5 mg
25.11 2,5 mg = 16 mg Diazepam
11.12 1 mg abgesetzt jetzt auf ungef. 15 mg :o
13.01. bis 21.06.16 in 0,25 mg Schritten runter auf 12,5 mg

29.08.16 1 ml weniger 0,25 mg 12,25 mg Diazepam
20.09.16 1 ml weniger 0,25 mg. 12 mg Diazepam
10.10.16 - 0,25 mg. 11,75 mg Diazepam
20.10.16. -0,25 mg. 11,5. mg Diazepam
10.11.16. -0,25 mg. 11,25. mg Diazepam
22.11.16. -0,25 mg 11 mg Diazepam
12.12.16. -0,25 mg. 10,75. mg Diazepam
31.12.16 -0,25 mg 10,5 mg Diazepam das erste mal keine Entzugsymthome
13.1. 17 -0,5 mg 10 mg Diazepam yippy 40 mg Abgesetzt
8.3.17 -0,25 mg 9.75 mg Diazepam
14.4.17. -0,25 mg. 9,5 mg
3.5. 17 -0,25 mg 9,25 mg
16.7.17. -0,25 mg 9 mg
12.8.17. -0,25 mg 8,75
12.9.17. 8,5 mg
25.10.17 - 0,25 mg 8.25 mg
31.11. 8. mg
26.01.18. – 0,5 mg. 7,5 mg
02.03.18 5 mg
28.8. 18. 4;75 mg
27.11.18 Schrittweise abdosieren bis. 4 mg
16.01.19. 3.5 mg
27.02.19. 3 mg
29.03. 2,5 mg
25.6. 1,5 mg
Seit Mitte November auf 0.

Siggi
Beiträge: 1016
Registriert: 05.07.2007 19:49
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Re: 13 Gründe Psychopharmaka-kritisch zu sein

Beitrag von Siggi »

Hallo ihr Lieben, :group:

habe soeben durch "Zufall" im S.Drüsen-Forum folgenden Link gefunden!
( es ging um Mirtaza*in... im S.D. Forum)


http://edoc.ub.uni-muenchen.de/5458/..._Christian.pdf

Lieben Gruß
Siggi
Mein Absetzverlauf:

[spoil]2002 wegen Angst-Panik-Depressionen 12 wöchiger Klinikaufenthalt, wo mir 15 µg Remergil und Tavor verschrieben wurde.
Diganose :Hashimoto . Danach Substitution von L.Thyroxin
Von 2003 bis 2005 Remergil von 15 µg auf 7,5. von 2005 bis 2007 Remergil auf 4,5 µg
Im Januar 2007 Remergil ausgeschlichen, 6 Wochen keine Entzugserscheinungen, doch danach umso heftiger, wie Schwindel, Derealisation, starke Benommenheit, Übelkeit und teilweise Depris mit Ängsten.
Ende 2007- ein langes Jahr lang- schwere Symptome aber- erfolgreich ausgeschlichen
2011 wegen 3 schweren OP's (lange Narkose) Angst, Unruhe Herzrasen,etc.erneute Einnahme mit 20 mgMirtazapin (Remergil Tropfen) begonnen!!
April 2012 bis Juli 2012 von 20 mg auf 8mg gesenkt (zu schnell!)
Absetzsymptome: massive innere Unruhe,begleitende generalisierte Angst, Benommenheit, Schwindel! Massive Histaminunverträglichkeit,Gluten-und Fructoseunverträglichkeit-vertrage nur noch wenige Lebensmittel.
Starke, Gelenk-Rücken-Knie-Knochen Schmerzen, Steifigkeit und Schmerzen bei jeder kleinen Bewegung
20.10. 2012 auf 7,2 mg. Mirta reduziert, einfach nur grausig mit allen Symptomen die man sich denken kann
27.12 2012 6,4 Mirta-Tropfen einfach die Hölle...
weiter, monatlich in kleinen Schritten von :
27.12. 2012 bis 7.8. 2014 reduziert!
seit 7.8. 2014 auf Null....
weiterhin kein gutes Befinden, nur wenige Fenster,Ängste, Katastrophengedanken, Unruhe.
sind es Wellen??
Gluten, Histamin, Fructose und seit Jan. 2016 noch Laktose-Unverträglichkeit, Ernährung immer karger.
Seit ca. 3 Monaten bei Vitalogen wegen massiver Nackenmuskelschmerzen und unbeweglich steifem Hals... seit ca. 4 Wochen Beweglichkeit und Radius, sowie Schmerzen durch Behandlung etwas besser.
Seit 7.8. 2014 keine Stabiliät.Immer wieder viel Auf und Ab mit all den Absetzsymptomen.
jedoch immer mal wieder Fenster.... die ich dann versuche zu genießen und davon zu zehren[/spoil]

Siggi
Beiträge: 1016
Registriert: 05.07.2007 19:49
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Re: 13 Gründe Psychopharmaka-kritisch zu sein

Beitrag von Siggi »

Oh je... lieder scheint dieser Link nicht zu funktionieren...
daher einfach die Seite des S.D. Forums...
Vielleicht klappt das besser??
Sorry...

http://www.ht-mb.de/forum/showthread.ph ... tisolismus

Lb Grüße
Siggi
Mein Absetzverlauf:

[spoil]2002 wegen Angst-Panik-Depressionen 12 wöchiger Klinikaufenthalt, wo mir 15 µg Remergil und Tavor verschrieben wurde.
Diganose :Hashimoto . Danach Substitution von L.Thyroxin
Von 2003 bis 2005 Remergil von 15 µg auf 7,5. von 2005 bis 2007 Remergil auf 4,5 µg
Im Januar 2007 Remergil ausgeschlichen, 6 Wochen keine Entzugserscheinungen, doch danach umso heftiger, wie Schwindel, Derealisation, starke Benommenheit, Übelkeit und teilweise Depris mit Ängsten.
Ende 2007- ein langes Jahr lang- schwere Symptome aber- erfolgreich ausgeschlichen
2011 wegen 3 schweren OP's (lange Narkose) Angst, Unruhe Herzrasen,etc.erneute Einnahme mit 20 mgMirtazapin (Remergil Tropfen) begonnen!!
April 2012 bis Juli 2012 von 20 mg auf 8mg gesenkt (zu schnell!)
Absetzsymptome: massive innere Unruhe,begleitende generalisierte Angst, Benommenheit, Schwindel! Massive Histaminunverträglichkeit,Gluten-und Fructoseunverträglichkeit-vertrage nur noch wenige Lebensmittel.
Starke, Gelenk-Rücken-Knie-Knochen Schmerzen, Steifigkeit und Schmerzen bei jeder kleinen Bewegung
20.10. 2012 auf 7,2 mg. Mirta reduziert, einfach nur grausig mit allen Symptomen die man sich denken kann
27.12 2012 6,4 Mirta-Tropfen einfach die Hölle...
weiter, monatlich in kleinen Schritten von :
27.12. 2012 bis 7.8. 2014 reduziert!
seit 7.8. 2014 auf Null....
weiterhin kein gutes Befinden, nur wenige Fenster,Ängste, Katastrophengedanken, Unruhe.
sind es Wellen??
Gluten, Histamin, Fructose und seit Jan. 2016 noch Laktose-Unverträglichkeit, Ernährung immer karger.
Seit ca. 3 Monaten bei Vitalogen wegen massiver Nackenmuskelschmerzen und unbeweglich steifem Hals... seit ca. 4 Wochen Beweglichkeit und Radius, sowie Schmerzen durch Behandlung etwas besser.
Seit 7.8. 2014 keine Stabiliät.Immer wieder viel Auf und Ab mit all den Absetzsymptomen.
jedoch immer mal wieder Fenster.... die ich dann versuche zu genießen und davon zu zehren[/spoil]

Murmeline
Moderatorenteam
Beiträge: 15820
Registriert: 11.01.2015 13:50

Re: 13 Gründe Psychopharmaka-kritisch zu sein

Beitrag von Murmeline »

Jamie, ich hab mir erlaubt, die weiterführenden PDFs zu den Punkten als Link zu ergänzen.
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Murmeline
Moderatorenteam
Beiträge: 15820
Registriert: 11.01.2015 13:50

Re: 13 Gründe Psychopharmaka-kritisch zu sein

Beitrag von Murmeline »

Videos des CEP mit deutschen Untertiteln.

Mit Statement von Dr. Johanna Moncrieff (Psychiaterin), Dr. James Davies (Psychologe), Prof. Sami Timimi (Kinder- und Jugendpsychiater)

Prof. Sami Timimi (Kinder- und Jugendpsychiater)

Prof. Sami Timimi über psychiatrische Diagnosesysteme
[bbvideo=560,315]https://www.youtube.com/watch?v=JrDztGonip8[/bbvideo]

Prof. Sami Timimi über den Nutzen von Psychopharmaka
[bbvideo=560,315]https://www.youtube.com/channel/UCAt9fN ... CJsNNnQ5Ng[/bbvideo]

Prof. Sami Timimi über den Langzeitgebrauch von Psychopharmaka
[bbvideo=560,315]https://www.youtube.com/watch?v=ATbO3mNc0-M[/bbvideo]

Prof. Sami Timimi über nötige Forschung zu Psychopharmaka-Langzeitgebrauch und Absetzstudien
[bbvideo=560,315]https://www.youtube.com/watch?v=bF88FTL ... sX&index=2[/bbvideo]

Dr. Johanna Moncrieff (Psychiaterin)


Dr. Joanna Moncrieff über den Mythos vom chemischen Ungleichgewicht
[bbvideo=560,315]https://www.youtube.com/watch?v=UM29EfH77Go[/bbvideo]

Dr. Joanna Moncrieff über das Unwissen von Psychiatern zur Pharmakologie und Absetzsymptomen
[bbvideo=560,315]https://youtu.be/oDQeAif4za4[/bbvideo]

Dr. Joanna Moncrieff über die Wirkungsweise von Psychopharmaka
[bbvideo=560,315]https://www.youtube.com/watch?v=M0eOTT3N7-4[/bbvideo]

Dr. Joanna Moncrieff über Entzugssymptome bei Psychopharmaka
[bbvideo=560,315]https://www.youtube.com/watch?v=6PHt1xlugVI[/bbvideo]

Dr. Joanna Moncrieff über das Unwissen über Langzeitfolgen von Psychopharmaka
[bbvideo=560,315]https://www.youtube.com/watch?v=XUo1Zile468[/bbvideo]

Dr. James Davies (Psychologe)

Dr. James Davies zur Entstehung des Mythos vom chemischen Ungleichgewicht
[bbvideo=560,315]https://www.youtube.com/watch?v=w94__LEZmQM[/bbvideo]

Dr. James Davies zur Verbreitung des Mythos vom chemischen Ungleichgewicht
[bbvideo=560,315]https://www.youtube.com/watch?v=s1jZ2jHUv-Q[/bbvideo]

Editha
Beiträge: 2
Registriert: 24.06.2017 06:46

Re: 13 Gründe Psychopharmaka-kritisch zu sein

Beitrag von Editha »

Warum reagieren die Psychiatrischen Ärzte nicht auf diese kritischen Anmerkungen? Danke für die Übersetzung!

DerDeh
Beiträge: 12
Registriert: 25.02.2018 14:05

Re: 13 Gründe Psychopharmaka-kritisch zu sein

Beitrag von DerDeh »

Schon alt der thread, aber die Frage von Editha ist ja die wichtigste überhaupt.
Also......warum reagieren psychiatrisch tätige Ärzte nicht auf diese Kritik?

Ich denke, dass es diese Problematik in jedem medizinischen Bereich gibt.
Deshalb geben Ärzte zu oft Antibiotika, zu oft Schmerzmittel, zu oft Cortison, zu oft Medikamente allgemein.

Auf N3 lief / läuft die Sendung "Die Ernährungs-Docs" und "Die Bewegungs-Docs".
Dort wird gezeigt, dass die allermeisten Schmerzen durch gezielte Bewegung behandelt werden können. Physiologische und Stoffwechsel Beschwerden jeglicher Art lassen sich durch abgestimmte Ernährung beeinflussen, z.T. beseitigen. Selbst Herzerkrankungen lassen sich mit Bewegung und Ernährung beeinflussen. Ärzte hingegen greifen zu Medikamenten.

Ich glaube nicht, dass Ärzte primär eine gute Verbindung zur Pharmaindustrie aufrechterhalten wollen, auch Psychiater nicht.
Die Ärzte und Psychiater haben einen begrenzten Spielraum in ihren Behandlungsmöglichkeiten und müssen sehr oft innerhalb weniger Minuten etwas "für den Patienten tun", der evtl. mit großem Leid vor ihnen sitzt.
Deshalb verschreiben sie so schnell Medikamente, um sich selbst das Gefühl zu geben etwas getan zu haben.
Sie wissen oft, dass es nicht ausreicht Pillen zu geben, aber unser Sozialsystem bietet wenig Möglichkeiten, wenn es darum geht eine ganzheitliche Behandlung des Menschen anzustreben. Da reicht weder die Zeit, noch das Geld, noch gibt es in diesem Ausmaß Einrichtungen, die eine ganzheitliche Behandlung des Menschen rentabel anbieten könnten.

So kommt ein privat Versicherter schonmal eher in eine "sanftere" Behandlungsform, aber der Kassenpatient muss in wenigen Minuten bestmöglichst behandelt werden.

Jeder, der psychisch erkrankt ist, weiß ja selber, dass er Symptome wie starke Angst oder schreckliche Depressionen ganz schnell einfach nur weg haben möchte.
Der Psychiater hat gar keine Wahl, wenn er in wenigen Minuten irgendeinen Einfluss nehmen will. Alle Ärzte arbeiten auch im Sinne der Allgemeinheit, also die Arbeitsfähigkeit eines Patienten soll erhalten oder wieder hergestellt werden.
Da ist es doch praktisch, wenn es Richtlinien zur Behandlung für jede ICD geführte Erkrankung gibt. An die hält er sich dann. Damit verstößt er nicht gegen seine Berufsethik oder gegen den hypokratischen Eid.
Die Gabe von Medikamenten ist immer ein Kompromiss. Wenn man den nicht hätte, könnten Ärzte oftmals gar nichts machen.

Fazit für mich: Wie muss das Gesundheitssystem bei gleichen Kosten verändert werden, um eine ganzheitliche Betrachtung des Menschen in der Behandlung jedweder Erkrankungen zu ermöglichen?
Oder aber: Wie weit haben sich die modernen Gesellschaften überhaupt von einem mit der Natur in Einklang lebenden Menschen entfernt, so dass es immer mehr (psychische) Krankheiten gibt - und lässt sich das überhaupt noch verändern?
Zuletzt geändert von Jamie am 08.03.2018 22:56, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
Diagnosen: generalisierte Angststörung, schwere Depression, Somatisierungsstörung
Medikation: Mirtazapin 15mg
Saquinavir
Ritonavir
Combivir
Ranitidin 300mg
Verlauf:
Oktober 2016 - April 2017 Risperdal 1 mg
April 2017 - Oktober 2017 Pregabalin 2x75mg
Beides kalt abgesetzt ohne große Absetzproblematik.
April 2017 - Oktober 2017 Mirtazapin 30mg
Oktober 2017 Mirtazapin auf 15mg reduziert
Dezember 2017 tägl. 12,5 mg Promethazin (nach 30 Tagen abgesetzt auf Null)
Februar 2018 Beginn des Ausschleichens mit Ziel Null.
25.2 bis 04.03 jeden 2. Tag Mirtazapin 15mg ( fühlte sich falsch an)
ab 04.03 tägl. 7,5mg Mirtazapin ( 2 Nächte leichte Schlafstörungen, dann gut)

Arianrhod
Beiträge: 1951
Registriert: 15.11.2015 15:16

Re: 13 Gründe Psychopharmaka-kritisch zu sein

Beitrag von Arianrhod »

Hallo DerDreh,

ich bin der Ansicht, vieles liegt darin begründet, dass Psychiater anderen Ärzten gleichgestellt werden wollen - sonst wären sie ja Psychotherapeuten.
Was aber nun machen "richtige" Ärzte?
- sie operieren ( gibt es auch in der Psychiatrie: EKT, früher die Lobotomie )
- sie geben Medikamente
- sie behandeln Krankheiten, die man bildlich darstellen/messen kann

Daher auch der ganze Biologismus mit Gehirnveränderngen und genetischer Anlage. Man hatte sich richtig gefreut, als man im MRT von einigen schizophrenen Patienten Veränderungen der grauen Substanz gefunden hat. Nur - die meisten Schizophrenen haben keine Veränderungen.
Und wenn, sind sie eher neuroleptikainduiziert als durch die Krankheit.

So kämpft der Psychiater um Anerkennung.....
Die Darstellung in den Medien, aber auch der Stand innerhalb der anderen medizinischen Fächer ist immer noch von Vorurteilen geprägt. Neben einem gestandenen Chirurgen hat ein Psychiater, der nur behandelt durch reden, keinen gleich hohen Status.
DGPPN-Präsidentin Dr. Iris Hauth

liebe Grüße Arian
[spoil]2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .

tinewe
Beiträge: 19
Registriert: 15.06.2018 15:20

Re: 13 Gründe Psychopharmaka-kritisch zu sein

Beitrag von tinewe »

Liebe Jamie,
danke für diese super Zusammenstellung. Ich bin ja "Anfänger", was diese Thematik betrifft, aber wieder nun wieder etwas schlauer!
Liebe Grüße und alles Gute für dich
tinewe
Mensch mit chronischen Schmerzen an Hals, Kiefer und Kehlkopf, Sehstörungen und Geschmacksstörungen ohne wirkliche Diagnose auf der Suche nach einem wirksamen Medikament
Bisher probiert: Celebrex, Carbamazepin, Lyrica, Duloxetin, Cannabis und
Rivotril:
2 Monate 2 mg täglich, morgens und abends
1 Monat 2,5 mg
Ausschleichen:
1. Woche 2,0 - 1,5 mg täglich
2. Woche 1,5 mg
3. Woche 1,0 mg
4. Woche 0,6
5. Woche 0,6
Weitere 3 Wochen 0,6 mg
9. Woche 0,6
10. Woche 0,5
11. Woche 0,4
12. Woche 0,36

Josh
Beiträge: 337
Registriert: 13.06.2018 07:11

Re: 13 Gründe Psychopharmaka-kritisch zu sein

Beitrag von Josh »

guten morgen,

bin durch surfen im forum auf diese einträge gekommen!
wie alle hier bin auch ich ein opfer der pharmaindustrie
geworden! nach dem ich das gelesen hatte könnte
ich nur 🤮! sorry aber um geld zu verdienen schrecken
die vor nix zurück!
zum glück bin ich schon auf 2,4 mg ecitalopram und
noch 2 jahre und ich bin raus aus dem dreckszeug!
außer das es mich jetzt ( bis jetzt 3 jahre) meines
begrenzten lebens gekostet hat ist nichts passiert!
außer die nebenwirkungen!!!
so welche berichtete müssen offensichtlich gemacht
werden damit man sieht das es keine wissenschaftlichen
beweis für die notwendigkeit der einnahme von
antidepressiva gibt und außerdem keine relevanten
forschungsergebnisse!

Liebe Grüsse
und schönen feiertag

josh
Dezember 2014 Operation
danach depression, ängste, panik, idiotische gedanken!
keiner geholfen nur antidepresiva im oktober
2015 angefangen ( escitalopram 1 -20 tropfen)
früher immer mal down , job verlust , stress , umzug und
soweiter ! mit johannneskraut und homöopathie behandelt! hat im allgemeinen 20 jahre geklappt!
dann op und ab da kein mensch mehr wie früher!
nehme
MG Fussbad
OPC ca 200 reines
Vitamin C 500-1000 mg
Omega3 2g
D3 mit K2 20.000 IU
multivitaminpräparate mit mineralstoffen !
( hatte eine mineralstoff analyse machen lassen)
Kupfer mängel, selen ! quecksilber hoch und die
anderen werte nicht gut und nicht schlecht!
bin seit jahren in psychotherapie aber die nebenwirkungen kann sie nicht ändern! ist sehr offen
und hat das mit der postoperativen depression nach der OP auch
schon gelesen! es wird wohl nach der OP
MG
FE ( habe ich als kind schon gehabt )
D3
B12 mangel gewesen sein aber keiner hat sich darum
gekümmert! habe ich auch erst 2016/17 selbst erlesen!

Ein Tipp von mir das Buch 📚
Gesund in 7 tagen von raimund von helden!!!
es ist wirklich ein teil welches uns viele baustellen
reparieren lassen kann !!!!
Muss aber nicht nur wer will!!!


Angefangen Oktober 2015 ( 1-20 Tropfen)
Abgesetzt ab
Januar 2017
Und hier die letzten Schritte
2,3 mg am 11 .Februar 2019
2 mg am 20. Februar 2019
1 mg am 20. März 2019
0.5 mg am 30.April 2019
0,25 mg 3.Juni 2019
0 28. Juni 2019
seit dem immer wieder mit Absetzsynthome
Unruhe
Sehprobleme
Muskeln zucken
Erschöpftung
Kopfschmerzen
Antriebslosigkeit
Tinnitus
Früh geht gar nix
Schlechte Laune

Jadenfit
Beiträge: 130
Registriert: 17.05.2020 12:27

Re: 13 Gründe Psychopharmaka-kritisch zu sein

Beitrag von Jadenfit »

Guten Abend in die Runde,

auch ich bin ja erst seit Kurzem hier, und finde diesen Thread und die Diskussion äußerst wichtig und interessant.

Ich habe mich auch schon oft gefragt, wieso Psychiater so handeln, wie sie es tun. Ich habe ja wie viele hier nicht nur mit den ambulanten Psychiatern, sondern darüber hinaus noch mit sogenannten Chef- bzw. Oberärzten in der Klinik.

Ich stimme mit vielen Punkten überein, die hier bereits genannt wurden, etwa dass Psychiater nicht die Zeit dafür haben, am Leid der Patienten überhaupt etwas zu ändern. Ich habe miterlebt, dass mein Hausarzt einmal wegen meines damaligen NL's mit meinem behandelnden Psychiater sprechen wollte. Nach diesem Telefonat empfohl er mir, den Arzt zu wechseln und bezeichnete ihn als "pathologisch" (=krankhaft).

Mir wurde klar, dass eine Kooperation zwischen Psychiatern und anderen Ärzten unwahrscheinlich erscheint und so musste ich weitersuchen.

Ich habe mittlerweile alles daran gesetzt, eine psychiatrische Klinik nie wieder von innen zu sehen, da ich der Überzeugung bin, dass hier - und das entgegen meiner damaligen Annahme - auch keine genaue "Ananmese" erfolgen kann von einer leidensgerechten Behandlung ganz abgesehen. Somit erscheint es mir nicht sinnvoll, überhaupt mit diesen Ärzten ein Gespräch über seelisches Leid zu führen, hier greife ich dann lieber auf meine Psychotherapeutin zurück oder Angehörige - bzw. seit Neustem gerne auch auf euch. :)

Ich bin mittlerweile so weit, dass ich mich mit einem offenen Brief an Politiker wenden würde, habe jedoch die Befürchtung, dass zwischen den ganzen Themen wie Corona, Elternzeit, Steuerprogression etc. dieses Thema untergehen könnte - oder hatte das mal jemand hier versucht? =)

LG, Jaden
[spoil]Mitglied seit Mai 2020

Aktuelle Medikation:

[highlight=yellow]Amisulprid 18,2 mg[/highlight] -> wird derzeit in 10%-Intervallen reduziert

Quetiapin 25 mg

Hypnorex (Lithium) 800 mg


Ernährung: vegetarisch & histaminarm (Nebenwirkung beim Absetzen von Amisulprid: Juckreiz !)
- gesunder BMI und aktiver Sportler; Vegetarier (Halb-Veganer)
- Aufgeben ist keine Option!
"Symptome" / Nebenwirkungen
-Schlaflosigkeit, Zustand "psychotisch" (vorübergehend), "manische Phase" (Redefluss)
- Diagnose in Kliniken: "Schizophrenie" / "schizoaffektive Störung" (nach Aussage von Therapeuten als nichtig zu betrachten)
-Für diese Symptome verschriebene/s Medikament/e, über welchen Zeitraum/ab wann, Dosierung pro Tag in mg, eingetretene erwünschte Wirkungen, Nebenwirkungen
  • Clozapin: Juli 2011 - September 2018 - bis zu 200 mg täglich
    Amisulprid: seit September 2018
    Dosierung: angefangen mit 100 mg dann rauf bis zu 600 mg. Bis Januar 2019
    Ab Januar 2019 ersetzt durch Aripiprazol (Psychiater rät dazu; es sei ein "Dünnmacher")
    Aripiprazol täglich bis zu 10 mg; dann ab Februar 2019 wieder Wechsel zu Amisulprid (600 mg)
    Seit Februar 2019: Quetiapin bis zu 600 mg täglich (Klinikaufenthalt)
    Februar/März 2019: Behandlung mit Zopiclon (7,5 / 3,5 mg tgl.)
    Mai 2019: Einführung Quilonum retard bis zu 900 mg täglich.

-Frühere Absetzversuche: Sommer 2018 Clozapin (12,5 mg tgl. auf 0 mg); Entzugserscheinungen und Schlaflosigkeit
>Hinweise:
  • Seit August 2019 Ausschleichen Amisulprid (Anraten der TK; Diagnose "Schizophrenie" nicht zulässig)
    Ab Oktober 2019 400 mg Amisulprid
    seit Januar 2020 300 mg
    Februar 50 mg
    Mai 25 mg
    [spoil]Beginn mit Wasserlösemethode am[/spoil] 17.05.2020 mit 22,5 mg täglich.
    17.06.2020: 20,25 mg Amisulprid
    29.07.2020: 18,2 mg Amisulprid

On Top:
Oktober 2018: Symptome einer "Depression" (Antriebslosigkeit, Müdigkeit, innere Leer)
*Einführung Sertralin durch Psychiaterin (50 mg)
Oktober 2018 - Januar 2019 100 mg Sertralin; Wirkungs vom SSRI schlägt in Euphorie um; großer Antrieb, Arbeitswille, "Manische Phase"; vermindertes Schlafbedürfnis; Akathisie
Kündigung 2019 führt wieder zum Arzt; Diagnose "Bipolare affektive Störung"
-> Januar 2019 Sertralin abgesetzt (auf 0 mg); daraufhin Schwindel


- bei Bedarf Loratidin (Juckreiz; Histaminunverträglichkeit)
-Bekannte Wirkstoffunverträglichkeiten und -Allergien: Durch Absetzen Amisulprid -> Juckreiz bei histaminhaltiger
Nahrung

"Some people in your life may be attached to you being “mentally Ill” because it protects them from taking responsibility for their own actions." (Einige Menschen in deinem Leben könnten daran festhalten, dass du "psychisch krank" bist, weil es sie davor schützt, die Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen)

Dogmatismus, der - starres, unkritisches Festhalten an Anschauungen, Lehrmeinungen o. Ä.

"Ich halte nichts von Dogmatismen" - Psychiater, 2020.

Nur wer einen Zustand für endgültig erklärt, hat verloren!
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