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Antidepressiva-Einnahme und Schwangerschaft

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Re: Antidepressiva-Einnahme und Schwangerschaft

Beitrag von Flummi » Montag, 14.05.18, 14:34

Hallo, hier etwas zu den Antipsychotika Quetiapin und Olanzapin. Quetiapin wird aus unerfindlichen Gründen in der Schwangerschaft empfohlen:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... nsdiabetes

Liebe Grüße,
Claudia
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Re: Antidepressiva-Einnahme und Schwangerschaft

Beitrag von padma » Mittwoch, 30.05.18, 13:42

liebe Claudia, :)

eine Empfehlung lese ich da nicht.
Ich verstehe das so, dass bei Quetiapin das Risiko eines Gestationsdiabetes geringer ist als bei Olanzapin, doch es ist auch bei Quetiapin erhöht.

Die anderen Risiken wurden in der Studie nicht untersucht.

Im Beipackzettel von Quetiapin steht:
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
https://www.apotheken-umschau.de/Medika ... 94788.html

liebe Grüsse,
padma
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Re: Antidepressiva-Einnahme und Schwangerschaft

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 24.06.18, 8:09

Zitat
Neugeborene, deren Mütter mit Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) behandelt wurden, zeigen in einer Magnetresonanztomographie (MRT) eine Vergrößerung von Amygdala und Inselrinde, zwei für die Verarbeitung emotionaler Signale wichtige Hirnregionen. Die in JAMA Pediatrics (2018; doi: 10.1001/jamapediatrics.2017.5227) vorgestellten Ergebnisse verstärken die Bedenken von Hirnforschern gegen den häufigen Einsatz von Antidepressiva in der Schwangerschaft.

Die Wirkstoffe sind plazentagängig und erhöhen vermutlich im Gehirn der Feten die Konzentration von Serotonin. Der Neurotransmitter hat eine wichtige Rolle in der vorgeburtlichen Hirnentwicklung. Er beeinflusst Zellproliferation, Differenzierung, neuronale Migration, Netzwerkbildung und die Bildung von Synapsen.

Die Hirnforscher Jonathan Posner und Jay Gingrich von der Columbia University sind deshalb besorgt, dass die Einnahme der SSRI während der Schwangerschaft den Kindern bleibenden Schaden zufügen könnte. Vor Jahren konnten das Team an Mäusen zeigen, dass die Behandlung mit SSRI in der fetalen Entwicklungsphase zu Störungen des emotionalen Verhaltens der erwachsenen Tiere führt (Science 2004).

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... -von-Feten
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Re: Antidepressiva-Einnahme und Schwangerschaft

Beitrag von Linna » Sonntag, 24.06.18, 9:58

Hallo,
ich habe mein drittes Kind bekommen während ich Mirtazapin genommen habe. Zu Beginn der Schwangerschaft 15mg am Ende 1,875 mg. Es ist zum Glück alles gut gegangen. Mein Sohn ist jetzt zwei und ist gesund, er hat nie irgendwelche Auffälligkeiten gezeigt. Ich habe ihn ein Jahr gestillt und er hat nach dem Abstillen auch keine Absetzerscheinungen gehabt. Ich bin so froh darüber, dass das geklappt hat.
Das ist meine Erfahrung.
Liebe Grüße,
Linna
Vor 4 Jahren wegen Depression und Zwangsgedanken zunächst 2 Wochen Olanzapin 2,5mg erhalten, relativ schnell abgesetzt und mit Mirtazapin 30mg ersetzt.
Zusätzlich Promethazin als Bedarsmedikament gelegentlich genommen.
Zwei Monate später zusätzlich Fluoxetin 20 mg.
Lorazepam als Notfallmedikament 1mg, nur zweimal genommen.
Mirtazapin und Fluoxetin nach einem halben Jahr abgesetzt.
Nichts bemerkt vom Fluoxetinentzug. Vier Wochen später Mirtazapin:
Probleme beim absetzen von Mirtazapin (Schlafstörungen)
Nach 3 Monaten wieder 15mg Mirtazapin, dann 30mg auf Anraten des Arztes,
Nach zwei Monaten auf 7,5 reduziert (Schwangerschaft). Innerhalb von 4 Monaten weiter reduziert bis Krümel jeden 2. Tag.
Daraufhin wieder starke Schlafstörungen, dann wider täglich 1,875mg (1/8 von 15mg) 2 Jahre Stabilisierungsphase. Vor 5 Monaten auf 1,666 mg (Tablette zu Pulver zerstoßen und nach Augenmaß eingeteilt)
kürzlich Dosisauslassung wegen Magen-Darm-Grippe, im Moment zum Teil sehr schlechter Schlaf.
8.Juni 2018: Wieder aufdosiert auf 1,875 mg (1/8 der 15 mg Tablette), auf Wasserlösemethode umgestiegen im Moment mit Schmelztabletten, löse sie in 80ml Wasser auf, rühre um und nehm 10ml mit Löffel raus in den Messbecher. Seit 11. Juni mit Spritze und Filmtabletten.
18.6.18 Schlaf ist schon deutlich besser.
22.6.18 leider wieder schlechter, totale Appetitlosigkeit.
23.6.17 Dosis Erhöhung auf 2mg. Keine Ahnung, ob es was bringt.
30.6.2018: ich glaub, mein Zustand stabilisiert sich wieder :D
20.7.2018: seit gut einer Woche Symptomverschlechterung, seit 4 Tagen auch noch Durchfall, ich bleibe bei den 2mg, weil es mit denen erst mal besser wurde.

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Re: Antidepressiva-Einnahme und Schwangerschaft

Beitrag von Flummi » Sonntag, 29.07.18, 16:25

Hallo Padma,

da bin ich wohl etwas gesprungen, sorry. Ich meinte, dass Embryotox Quetiapin empfiehlt, mehr als andere NL, zB:

https://www.embryotox.de/arzneimittel/d ... ipiprazol/

Viele Grüße,
Claudia
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Re: Antidepressiva-Einnahme und Schwangerschaft

Beitrag von padma » Montag, 06.08.18, 13:56

liebe Claudia, :)

Embryotox hält Quetiapin in Relation zu manch anderen NL für weniger gefährlich. Das bedeutet aber nicht, dass es empfehlenswert oder nicht gefährlich wäre.

Zudem ist Embryotox insgesamt recht unkritisch, was die Risiken von Psychopharmaka anbelangt.

Alle Substanzen die plazentagängig sind und in den Hirnstoffwechsel eingreifen, stellen für ein Embryo, dessen Gehirn sich ja erst entwickelt, ein Risiko da.

Hinzu kommen die anderen Risiken, bzgl. der körperlichen Entwicklung. Da gibt es vermutlich unterschiedliche Risiken bei den einzelnen Substanzen

liebe Grüsse,
padma
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