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Artikel zu Risiken von Neuroleptika

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Artikel zu Risiken von Neuroleptika

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 31.05.15, 15:09

Der Nervenarzt, March 2015, Volume 86, Issue 3, pp 302-323

Dr. V. Aderhold, S. Weinmann, C. Hägele, A. Heinz

Frontale Hirnvolumenminderung durch Antipsychotika?

Quelle:
http://link.springer.com/article/10.100 ... -%204027-5

Zusammenfassung


In dieser Übersicht werden die Ergebnisse longitudinaler Studien zur frontalen Hirnvolumenminderung bei Menschen mit einer Erkrankung aus dem Spektrum schizophrener Psychosen dargestellt und zur Behandlung mit Antipsychotika in Beziehung gesetzt. Nach einer systematischen Literaturrecherche wurden alle Studien ausgewertet, in denen an einer größeren Population Ergebnisse bildgebender Diagnostik zur Veränderung der Hirnstruktur im Langzeitverlauf mit Daten zur antipsychotischen Behandlung und zur Schwere der Erkrankung korreliert wurden.

Die Ergebnisse zeigen, dass es eine Evidenz für eine Volumenminderung grauer und weißer Substanz des Frontalhirns gibt, die sich nicht alleine durch die Erkrankung selbst und ihre Krankheitsschwere erklären lässt, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Ausdruck einer langfristigen Antipsychotikawirkung auf das Gehirn ist. Ob sog. „Second-generation“-Antipsychotika hier einen mittel- bis längerfristigen Vorteil gegenüber „First-generation“-Antipsychotika besitzen, ist derzeit unklar.

Angesichts des Beitrags von Antipsychotika zu den hirnstrukturellen Veränderungen, die offenbar kumulativ dosisabhängig sind und negative Auswirkungen für die Neurokognition, die Positiv- und Negativsymptomatik und das soziale Anpassungsniveau mit sich bringen können, sollten die Empfehlungen zur antipsychotischen Langzeitbehandlung neu überdacht werden.

Vor dem Hintergrund der neurobiologischen Befunde empfehlen wir und andere, möglichst niedrige antipsychotische Dosierungen zur Symptomkontrolle einzusetzen. Bei psychiatrischen Störungen außerhalb des Schizophreniespektrums sollten Antipsychotika ebenfalls nur mit Vorsicht und nach sorgfältiger Abwägung von Risiken und Nutzen angewandt werden. In diesem Kontext werden zunehmend auch Behandlungsansätze relevant, welche die antipsychotische Medikation minimieren oder sogar einen nur selektiven Einsatz erlauben.


Den gesamten Artikel als PDF:
http://download-v2.springer.com/static/ ... 0add5cb585
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Re: Artikel zu Risiken von Neuroleptika

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 31.05.15, 15:24

Und hier ein Artikel aus der FAZ vom 26.01.2015 dazu.

Auszüge:
Wenn Patienten mit einer Schizophrenie - sogar gegen ärztlichen Rat - nach rund einem Jahr ihre antipsychotischen Medikamente absetzen, nimmt ihre Erkrankung in den folgenden zwanzig Jahren - und damit ihr Leben - vermutlich einen deutlich besseren Verlauf, als wenn sie weiter die verordneten Neuroleptika erhalten. Das förderte eine der wichtigsten Langzeitbeobachtungen von Psychosekranken, die Chicago-Studie, im vergangenen Jahr zutage. Es sind solche und zahlreiche weitere Beobachtungen, die die jahrzehntelange Behandlungspraxis bei Schizophrenie mit Neuroleptika fragwürdig erscheinen lassen.

„Es gibt deutliche Hinweise, dass diese Substanzen einen eigenen volumenmindernden Effekt haben, vor allem im Bereich des Vorderhirns“, hält Aderhold fest. Diese Schlussfolgerungen gehen nicht zuletzt auf die Iowa Longitudinal Study zurück, deren Auswertung die psychiatrische Fachwelt im Jahr 2011 nachhaltig alarmierte. Seither sind etliche bestätigende Befunde hinzugekommen. Nicht nur die Tatsache, dass manche Patienten mit Verringerung der Dosis und Absetzen der Medikamente besser fahren als mit Fortführung der Therapie, gehört dazu. Es mehren sich überdies die Hinweise, dass mit der Hirnvolumenminderung offensichtlich kognitive Fähigkeiten verlorengehen: Die Betroffenen zeigen in entsprechenden Tests eine schlechtere Orientierung, Defizite bei verbalen Aufgaben, nachlassende Aufmerksamkeit und ein geringeres Abstraktionsvermögen.

Substanzen wie Haloperidol, Flupentixol, Perazin und andere Neuroleptika der ersten Generation ziehen mitunter schwere und in der überwiegenden Mehrzahl nicht mehr beeinflussbare Spätdyskinesien nach sich. Diese äußern sich in unwillkürlichen Zuckungen, Tics und auffälligen Bewegungsanomalien an der Zunge, im Gesicht sowie im Bereich von Hals- und Rumpfmuskeln. Sie können ein solches Ausmaß annehmen, dass die Betroffenen allein deswegen schon stigmatisiert werden. Es wird geschätzt, dass weltweit bis zu 86 Millionen Menschen an diesen Folgen psychiatrischer Medikation leiden.

Entgegen früher geäußerter Hoffnungen ließ sich bislang nicht überzeugend nachweisen, dass die neueren Substanzen der zweiten Generation wie Clozapin, Risperidon, Olanzapin oder Quetiapin in Bezug auf ihr Nebenwirkungspotential eine bessere Bilanz aufweisen, letztlich auch nicht, was die Hirnvolumenminderung angeht.


Die alten Empfehlungen gehen vor allem noch von überhöhten Dosierungen aus, die insbesondere angesichts der aktuellen Studienlage überdacht gehören. Die niedrigstmögliche Dosis ist dabei viel geringer, als im Praxisalltag berücksichtigt wird. „Täglich sehe ich problematisches Verschreibungsverhalten: zu lange, zu hohe Dosen von Neuroleptika. Fälschlich als Rückfälle gedeutete Nebenwirkungen führen oft dazu, dass die Medikamente nicht mehr reduziert oder abgesetzt werden“, beschreibt Stefan Weinmann, einer der Mitautoren des Beitrags im „Nervenarzt“, den Teufelskreis, aus dem viele der Kranken nicht mehr herauskommen. Der Psychiater und Gesundheitswissenschaftler erklärt: „Es ist auch für die Therapeuten viel einfacher, alles auf die Erkrankung zu schieben. Schwer psychisch Kranke haben keine gute Lobby, und oft denken sie dann selbst nach einer gewissen Zeit, alles gehe auf ihre Erkrankung zurück. Die Chronifizierung durch Psychopharmaka wird so häufig übersehen.“ Dabei lassen verlässlich konzipierte Studien immer deutlicher erkennen, wie gut frühe, flexible Dosisreduktionen und ein ärztlich überwachtes Absetzen der Antipsychotika den Patienten tun. So zeigte unlängst eine wichtige Untersuchung einmal mehr, dass dann doppelt so viele der Erkrankten ihren Alltag wieder selbständig bewältigten, als wenn die Medikation fortgeführt wurde.
http://www.faz.net/aktuell/wissen/mediz ... 79742.html
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Re: Artikel zu Risiken von Neuroleptika

Beitrag von padma » Sonntag, 31.05.15, 18:44

hier dazu ein ausführlicher Artikel von Aderhold
http://www.pinel-online.de/fileadmin/us ... en_6_0.pdf
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Re: Artikel zu Risiken von Neuroleptika

Beitrag von padma » Freitag, 12.06.15, 13:46

hier passt auch gut der Erfahrungsbericht und die Recherche von Tomas H rein
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 17#p105117
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: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Artikel zu Risiken von Neuroleptika

Beitrag von Thomas » Sonntag, 14.06.15, 23:49

Liebe Freunde und durch NL Geschädigte,

hier etwas zum Mut machen:

"In einer Absetzstudie bei voll remittierten Ersterkrankten über ein Jahr zeigte sich in der unbehandelten Gruppe ohne Rückfall in diesem Zeitraum eine Volumenzunahme der zerebralen grauen Substanz im Vergleich zu der mit SGA behandelten Gruppe."

Quelle: http://link.springer.com/article/10.100 ... .html#CR97
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Zyprexa: Ein Rezept für Diabetes, Krankheit und frühen Tod

Beitrag von Thomas » Samstag, 27.06.15, 13:48

Einige Hintergründe zum skandalträchtigen "Medikament" Zyprexa: http://www.bpe-online.de/infopool/gesun ... yprexa.htm
Für Eli Lillys Umsätze ist das Medikament von überragender Bedeutung. Die Firma scheint eine regelrechte Zyprexa-Abhängigkeit entwickelt zu haben, aus der sie nur schwer wieder herausfinden wird. Aus den Zyprexa-Umsätzen erwirtschaftet Eli Lilly auch indirekt Profit. Es ist eine grausame Ironie, dass das Unternehmen mit dem Verkauf eines Medikaments, das zu Diabetes führen kann, Geld scheffelt, während gleichzeitig vier seiner meistverkauften Arzneimittel Diabetes-Therapeutika sind, darunter die Insulin-Präparate Humulin und Humalog, die jeweils einen Jahresgewinn von einer Milliarde Dollar abwerfen. Auf diese Art schafft sich Lilly einen treuen Kundenstamm.
Die FDA fand heraus, dass es während der sechswöchigen Studie bei den Probanden zu einer Gewichtszunahme von durchschnittlich einem halben Kilogramm pro Woche gekommen war. Die Versuchspersonen, die an der Langzeitstudie teilnahmen, nahmen pro Jahr um 13 kg zu. Zu den weiteren Nebenwirkungen zählten Zittern, Krämpfe, Müdigkeit, Blutzucker-Komplikationen, erhöhter Puls, Unruhe, Verstopfung, epileptische Anfälle, Probleme mit der Leber, Störungen der weißen Blutkörperchen und Blutdruckabfall. In der Zyprexa-Gruppe gab es zudem 20 Todesfälle, darunter 12 Selbstmorde. Es ist skandalös, dass die wissenschaftliche Literatur diese Todesfälle jedoch gar nicht erwähnt. Auch in den Berichten über Ergebnisse aus Studien zu anderen Atypischen Neuroleptika wurden Todesfälle verschwiegen.
Für Kinder und Jugendliche gibt es bei Zyprexa jedoch keinen solchen Warnhinweis, und das Medikament wird jungen Menschen immer häufiger verschrieben. Für Kinder hat das Mittel gar keine FDA-Zulassung, doch verordnen viele Ärzte Zyprexa und andere Atypika bei Autismus, Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, Hyperaktivität, sozialem Rückzug und aggressivem Verhalten. Vor allem Kinder in Pflegeheimen sind dieser Form des medizinischen Missbrauchs ausgesetzt.
Reduzierte Leben, verkürzte Leben, zerstörte Leben! Welchen Nutzen hat so viel Qual und Leid überhaupt? Eine Analyse von 52 Studien, an denen 12.649 Patienten teilgenommen hatten, kam zu dem Schluss: Es gibt keine eindeutigen Belege dafür, dass die Atypischen Neuroleptika wirksamer oder verträglicher sind als die herkömmlichen Medikamente.
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Re: Artikel zu Risiken von Neuroleptika

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 16.07.15, 9:16

„Neuroleptika minimal – warum und wie“ lautet der Titel eines neuen, 68-seitigen Aufsatzes von Volkmar Aderhold
http://www.dgsp-ev.de/fileadmin/dgsp/pd ... Januar.pdf

Hab jetzt nicht durchgearbeitet, ist aber sicher interessant.
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Re: Artikel zu Risiken von Neuroleptika

Beitrag von Sommersprosse » Donnerstag, 01.10.15, 15:01

Ich möchte hier zwei Beiträge von Dr. Peter Breggin u.A. zu Risiken von Neuroleptika vorstellen.
Im ersten Filmbeitrag kommt u.a. der ehemalige Psychiatiepatient, heutige Diplompsychologe und Buchautor "Peter Lehmann,"
sowie ebenfalls "Dr. Peter Breggin" zu Wort.

Eine junge Frau - in die Psychiatrie zwangseingewiesen, dort diagnostizierte Psychose,
berichtet im nachhinein in beiden Filmbeiträgen aus Sicht ihrer Gefühle - Ängste und Nebenwirkungen.

Die Seele zerstören - Neuroleptika (1)
https://www.youtube.com/watch?v=ZxzPcnQ3nXE

Die Seele zerstören - Neuroleptika (2)
https://www.youtube.com/watch?v=h5vA9aK3Uok

Quelle - youtube.com
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Ich habe z.Zt. ein kleines, techn. Problem - kann bei einigen Threads keine DANKSAGUNG vergeben, u. bitte um Verständnis

Mein Reduzierungsverlauf:
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Bild .......... Der Weg ist das Ziel
.........................Zitat von Konfuzius

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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über AD & Co.

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 03.08.16, 16:08

Gespräch mit Doctor Volkmar Aderhold über Neuroleptika

Fazit: " Neuroleptika sind lebensverkürzend" und "Abwarten schadet Psychosepatienten nicht",
unter anderem geht es um Soteria, erhöhte Sterblichkeit unter NL, der Stellenwert der NL in der heutigen Behandlung, darunter einige Punkte, die ich sehr wichtig fand:
- NL verkürzen das Leben, darüber gibt es keine Diskussion, sondern statistische Relevanz
- NL haben keinen bewiesenen Langzeitnutzen
- der Vergleich mit insulinpflichtiger Diabetes ist irreführend ( ich erinnere mich wirklich an Psychiater, die von " neuroleptikapflichtiger Psychose" redeten).
- Krankheitseinsicht bei den Patienten ist unnötig.
- Alle Patienten, die von der Psychiatrie losgekommen sind, leben ohne NL.
- Frühbehandlung bringt kein positives Ergebnis, Abwarten ist besser
- In England ist Fixierung verboten
- In Altersheimen grenzt die Gabe von NL über ihren Zweck hinaus - zur Linderung psychotischer Symptome - an Euthanasie.

Das ganze Gespräch hier:

http://vielfalter.podspot.de/post/gespr ... -aderhold/
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Re: Artikel zu Risiken von Neuroleptika

Beitrag von Arianrhod » Donnerstag, 07.06.18, 17:21

Weitere Risiken von Neuroleptika, hier Paliperidon und Risperidon:
Am 09.09.2013 wurde von der Fa. Janssen-Cilag GmbH in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in einem Rote-Hand-Brief über das Risiko eines ) intraoperativen Floppy Iris Syndroms (IFIS)während einer Kataraktoperation bei Patienten unter Behandlung mit Risperidon oder Paliperidon informiert.
Ein IFIS ist mit einer erhöhten Rate kataraktchirurgischer Komplikationen verbunden, einschließlich Ruptur der hinteren Linsenkapsel und Glaskörperverlust.
http://www.kompendium-news.de/2013/09/r ... iko-eines/

Erklärung IFIS : https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... Schlackern
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