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Lieferengpässe: Venlafaxin versch Hersteller (Stand: Januar 2020))

Jodie13
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Re: Lieferengpässe: Venlafaxin versch Hersteller (Stand: Januar 2020))

Beitrag von Jodie13 » Sonntag, 19.01.20, 14:16

Straycat hat geschrieben:
Sonntag, 19.01.20, 12:46
Ich persönlich - und das ist jetzt nur meine Meinung - würde im Notfall lieber einen größeren Schritt auf oder abdosieren (also wenn man zB nur ein Präparat mit Pellets hat, im Notfall die der aktuellen Dosis am nächsten kommende Dosis einnehmen), als das Venla kalt abzusetzen und auf ein anderes AD umzusteigen. Die Wirkstoffe sind sehr unterschiedlich und ein Kaltentzug von Venla und die Eindosierung eines anderen Wirkstoffs - das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie das gut gehen soll.
Hallo,

ich denke auch, aber das ist nur meine Erfahrung, dass ein anderes AD überhaupt nichts bringt. Ich habe 4 Kaltentzüge hinter mir, 3 davon nah beeinander & mit massiven Auswirkungen: Fluoxetin, Mirtazapin und Lorazepam. Wegen der massiven Symptome habe ich das Venlafaxin bekommen, und nun sitze ich auf dem. :( Natürlich weiß ich nicht, wie es ohne gewesen wäre, aber ich hatte nicht den Eindruck dass das Venlafaxin IRGENDWAS von dem Entzug abfängt - im Gegenteil, es hat noch mehr Unruhe ins System gebracht, Probleme beim Aufdosieren, Nebenwirkungen und erneute Abhängigkeit.

Ich würde mich weigern, auf irgendwas anderes umzusteigen, auch wenn es angeblich ähnlich wirken soll. Dann lieber einen massiven Absetzschritt auf eine kleine Dosis, auf der man mit seinen Vorräten verharren kann bis der Wahnsinn vorbei ist. Irgendwann muss das doch wieder lieferbar sein.

Das ist jetzt keine allgemeingültige Empfehlung, vor einiger Zeit hätte ich evtl. auch noch gesagt umstellen, aber ich bin inzwischen überzeugt das jedes neue Präparat mehr schadet als nutzt.

Da Fiese ist, die Abhängigkeit an sich ist schon krass genug. Stellt euch vor, man müsste sich wenigstens nur damit auseinandersetzen - und würde sein Medikament in jedweder Dosierung einfach bekommen, ohne Diskussion mit Ärzten, Beachtung von Rabattverträgen, und jetzt noch Lieferengpass. Was für eine Sch :censored:

Dafür ist dieses Forum buchstäblich lebensrettend, ohne die Infos hier wäre ich nur immer weiter in die Misere gelaufen und weiß nicht, ob ich das gepackt hätte. :( Oder ich wäre Dauer-Psychiarie-Patientin und würde grade mal wieder „umgestellt“.

Sorry ich bin heute etwas konfus und wütend und vielleicht nicht ganz beim Thema :( mir geht es grad gar nicht gut.

Lg Jodie
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Luisa52
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Re: Lieferengpässe: Venlafaxin versch Hersteller (Stand: Januar 2020))

Beitrag von Luisa52 » Sonntag, 19.01.20, 17:14

Liebe Jodie
Ich kann verstehen dass du frustriert bist in einer ausweglos scheinenden Situation.
Mein Psychiater hat mir lediglich gesagt, was er in dieser Miesere macht und den Patienten vorschlägt. Er zeigt auf welche Möglichkeiten es gibt, mit Vor-und Nachteilen und dann kannst du dich entscheiden, welchen Weg du gehst. Er geht davon aus, dass die Patienten offen darüber mit ihm auf Augenhöhe reden. So einen Psychiater würde ich Dir auch wünschen, dann wäre manches leichter.
Leider nimmt er keine neuen Patienten mehr auf, weil er übervoll ist und sich seiner Verantwortung bewusst ist, diese auch angemessen zu behandeln. Aber davon gibt es mittlerweile einige mehr Psychiater.
Warten wir ab, wann der Lieferengpässe für Venlafaxin vorbei ist.

Liebe Grüße Luisa
Vorgeschichte:
1993 Depression ohne Medikation behandelt.
2015 Ängste Depression hervorgerufen durch die Einnahme von kurzfristig Tavor (1x /d für 5 Tage) wegen Flugangst und Herzbeschwerden. Amitriptilin kurzfristig 25 mg, dann rasch in 4 Monaten vorsichtig abgesetzt ohne Probleme.
01/2016 burn-out erneute Einnahme kurzfristig Amitriptilin, ohne Erfolg
02/2016 Doxepin Trp. Zügig abgesetzt da Nebenwirkungen
03/2016 Zusammenbruch Aufnahme in Psychiatrie für 5 Wochen Escitalopram 10 mg für 3 Wochen heftigste Nebenwirkungen täglich Suizidgedanken wenn Wirkspiegel offenbar max. hatte. Dann auf meinen Wunsch hin abgesetzt
04/2016 Venlafaxin 37.5 mg Retard Suizidalität gebessert
05/2016 - 07/2016 ambulant bis 3x 37.5 mg aufdosiert, schnell wieder auf 2x 37.5 mg da Nebenwirkungen wie Unruhe, Rastlosigkeit, Gedankenkreisen, Schlaflosigkeit, Gefühl unter Drogen, kam einfach nicht runter.
07-12/2016 von 2x auf 1x 37.5 mg reduziert, in langsamen Schritten Kügelchen rausgenommen.
Reduktion zeigte immer Absetzsymptome, aber von 3x37.5 mg auf 1x37.5 mg aber geschafft.
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Bierdose
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Re: Lieferengpässe: Venlafaxin versch Hersteller (Stand: Januar 2020))

Beitrag von Bierdose » Dienstag, 21.01.20, 16:02

Habe heute eine 100er Packung 150mg von Winthrop erhalten - Gott sei Dank, dort sind ebenfalls Kügelchen drin.


Viele Grüße
Zuletzt geändert von padma am Dienstag, 21.01.20, 16:53, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: aus rechtlichen Gründen editiert
29.09.2013, ca. 18:00 - "Irgendetwas passierte gerade in meinem Kopf"
05.12.2013 - ich halte es nicht mehr aus -> psychiatrische Klinik bis April 2014
Diagnose: Schwere Depression, Angststörung, Panikstörung
seit April 2014 -> 150 mg Venlafaxin
Irgendwann problemfrei auf 75 mg reduziert (zu Beginn 150/75 mg im Wechsel).
Irgendwann problemfrei auf 37,5 mg reduziert (zu Beginn 75/37,5 mg im Wechsel).
Februar 2017, da komplett Problemfrei, Absetzversuch auf 0 mg (Empfehlung von Arzt).
Absetzerscheinungen viel zu stark, nach drei Tagen wieder auf 37,5 mg. :frust:

33,75 mg = 13.06.2017
30,00 mg = 17.07.2017
26,25 mg = 14.08.2017
22,50 mg = 13.09.2017
18,75 mg = 09.10.2017
15,00 mg = 06.11.2017
11,25 mg = 03.12.2017
7,5 mg = 28.05.2018
3,75mg = 15.12.2018
1,875mg = 17.12.2019 (trotz viel Stress nebenher, Situation unterschätzt)
3,75 mg = 12.01.2020 (Angstzustände zurück, erstmal wieder hoch bis Umstände wieder stabil)

padma
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Re: Lieferengpässe: Venlafaxin versch Hersteller (Stand: Januar 2020))

Beitrag von padma » Dienstag, 21.01.20, 16:55

hallo Bierdose, :)

das ist nett von dir gemeint, doch aufgrund der geltenden Rechtslage musste ich dein "Angebot" entfernen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Bierdose
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Re: Lieferengpässe: Venlafaxin versch Hersteller (Stand: Januar 2020))

Beitrag von Bierdose » Dienstag, 21.01.20, 16:59

padma hat geschrieben:
Dienstag, 21.01.20, 16:55
hallo Bierdose, :)

das ist nett von dir gemeint, doch aufgrund der geltenden Rechtslage musste ich dein "Angebot" entfernen.

liebe Grüsse,
padma
Dachte ich mir, daher habe ich auch explizit auf euch verwiesen :-)
29.09.2013, ca. 18:00 - "Irgendetwas passierte gerade in meinem Kopf"
05.12.2013 - ich halte es nicht mehr aus -> psychiatrische Klinik bis April 2014
Diagnose: Schwere Depression, Angststörung, Panikstörung
seit April 2014 -> 150 mg Venlafaxin
Irgendwann problemfrei auf 75 mg reduziert (zu Beginn 150/75 mg im Wechsel).
Irgendwann problemfrei auf 37,5 mg reduziert (zu Beginn 75/37,5 mg im Wechsel).
Februar 2017, da komplett Problemfrei, Absetzversuch auf 0 mg (Empfehlung von Arzt).
Absetzerscheinungen viel zu stark, nach drei Tagen wieder auf 37,5 mg. :frust:

33,75 mg = 13.06.2017
30,00 mg = 17.07.2017
26,25 mg = 14.08.2017
22,50 mg = 13.09.2017
18,75 mg = 09.10.2017
15,00 mg = 06.11.2017
11,25 mg = 03.12.2017
7,5 mg = 28.05.2018
3,75mg = 15.12.2018
1,875mg = 17.12.2019 (trotz viel Stress nebenher, Situation unterschätzt)
3,75 mg = 12.01.2020 (Angstzustände zurück, erstmal wieder hoch bis Umstände wieder stabil)

arleva
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Re: Lieferengpässe: Venlafaxin versch Hersteller (Stand: Januar 2020))

Beitrag von arleva » Mittwoch, 22.01.20, 17:40

Hallo,

hier noch eine neuere Info zum Venla-Ausfall:

https://www.apotheke-adhoc.de/nachricht ... epression/

LG
Diagnose: seit später Kindheit Agoraphobie, Panikattacken, generalisierte Angststörung, Zwangsgedanken
Therapie: 4x stationär; mehrfach ambulant (verhaltenstherapeutisch und tiefenpsychologisch)

Medikamente:
vor 2006 kurze Versuche von Paroxetin, Opipramol
2006-2010 20mg Escitalopram
2010 Umstellung auf Citalopram mit Verschlechterung der Symptome + Einweisung ins KH; Ursache: Umstellung??
2013-2018 30mg Duloxetin + 100mg Pregabalin
Okt 2018 Reduktion Duloxetin auf 20mg; starke Absetzsymptome seit Mitte Dez 2018, also sehr zeitverzögert
Ende Jan 2019 deutliche Besserung der Symptome; Reduktionspause
Mitte Feb 2019 Verschlechterung des Gesundheitszustandes: Unruhe, Angst, Suizidgedanken, Aggressivität, Wut, Zwangsgedanken
März 2019 Absetzsymptome unverändert und stark lebensbeeinträchtigend
Mitte März 2019 weniger Wut, Aggressivität, Stimmungsschwankungen; allerdings weiterhin vermehrt Angst und Zwangsgedanken, wie vor AD-Einnahme
April 2019 Absetzsymptome verbessern sich; zwischendurch kam aber ein sehr heftiger Einbruch
Mai 2019 keine Absetzsymptome mehr; momentan stabil wie vor Reduktion
Ende Mai 2019 absolutes Stimmungstief, ev. aufgrund Kohlenhydratreduzierung (Übergewicht durch AD)
Okt 2019 seit Juli halbwegs stabil, trotzdem oft depri - ev. immer noch wegen fehlendem Zucker, Gewicht hat sich reduziert (ca. eine Hosengröße; habe keine Waage)
Okt 2019 an einem Tag versehentlich die 20mg Duloxetin vergessen; ca. 24h später Höllentrip: starker Schwankschwindel, Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche, Schüttelfrost, Zittern; nach Einnahme wieder besser, aber 2 Tage Durchhänger
Dez 2019 Achtung! Koffein verhindert Abbau von Duloxetin-> Plasma-Spiegel Dulox steigt an, was verstärkte Nebenwirkungen dessen zur Folge hat (Schwindel, Angst, Unruhe, Zwangsgedanken), die einer vorübergehenden "Erhöhung" und damit einer "Erstverschlimmerung" entsprechen
nach starker Koffein-Reduktion über Wochen nun Absetzsymptome der niedrigeren Dosis von Dulox, da Plasma-Spiegel wieder gesunken

dauerhafte NW durch Duloxetin: Gewichtszunahme von ca. 30kg, starke Akkomodationsstörungen + zahlreiche "mouches volantes", trockene Augen, Libidoverlust, schwitzen, vermehrte Gesichtsbehaarung v.a. am Kinn, Zyklusstörungen

Murmeline
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Re: Lieferengpässe: Venlafaxin versch Hersteller (Stand: Januar 2020))

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 23.01.20, 6:53

Zitate aus dem Text:

Bei Patienten, die nicht umgestellt werden können, wird mitunter folgende Lösung geboten: Da die retardierte Form von Venlafaxin innerhalb der Kapseln in Pellet-Form vorliegt, können die Kapseln geöffnet und aufgeteilt werden. Der Arzt verschreibt also ein stark dosiertes Präparat – hier sind die Chancen auf eine Lieferung noch am höchsten. Lege artis ist dieser Ansatz freilich nicht.

Manchmal sehen sich Patienten aber auch gezwungen, die Sache in die eigene Hand zu nehmen. Madeleine Elze, Verkäuferin aus Lüneburg, wurde im Herbst in drei Apotheken vertröstet. In einem Forum entdeckte sie den Hinweis, die Retardkapseln à 150 mg zu öffnen und je ein Pellet in eine neue Gelatinekapsel zu stecken. Nach einiger Suche konnte sie mit einem neuen Rezept tatsächlich eine Packung ergattern – sodass sie quasi einen Jahresvorrat hat.

„Ich konnte es gar nicht glauben, dass ich mir das im Internet selbst zusammenschustern musste. Das kommt mir absurd vor. Die haben das doch studiert, nicht ich!“

Susanne1978
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Re: Lieferengpässe: Venlafaxin versch Hersteller (Stand: Januar 2020))

Beitrag von Susanne1978 » Donnerstag, 23.01.20, 10:52

Ihr Lieben! :sports:
Da habe ich doch die Worte meiner Ärztin wieder im Ohr, die sagte: Frau XY, Sie können die Kapseln öffnen, aber von mir kriegen Sie bei dieser Art des reduzierens keine Unterstützung. Das entspricht nicht den Vorgaben.... :zombie:

LG Susanne
:wink: -------------------- :wink:
Seit ca. 1998 nehme ich Antidepressiva
Doxepin, Sertralin, Venlafaxin

03/2017 nehme ich 150 mg Venlafaxin

01.12.2018 = abzgl. 5% = 142,50 mg
01.02.2019 = abzgl. 10% = 128,25 mg
01.03.2019 = abzgl. 10% = 115,50 mg
01.04.2019 = 112,50 mg
01.06.2019 = abzgl. 5% = 106,88 mg
11.07.2019 = abzgl. 5% = 101,54 mg
10.08.2019 = 100,00 mg
11.09.2019 = abzgl. 5% = 95,00 mg
29.10.2019 = abzgl. 8% = 87,50 mg
Einnahme vergessen am 18.12.19!
12.01.2020 = abzgl. 5% = 83,00 mg
18.02.2020 = abzgl. 10% = 75,00 mg
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Straycat
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Re: Lieferengpässe: Venlafaxin versch Hersteller (Stand: Januar 2020))

Beitrag von Straycat » Donnerstag, 23.01.20, 11:14

Hallo Susanne,

daran musste ich auch denken! Mir hat ja auch die Ärztin gesagt, sie kann mir dieses Vorgehen "beim besten Willen nicht empfehlen" :roll: :oops:

Liebe Grüße,
Cat
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Jodie13
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Re: Lieferengpässe: Venlafaxin versch Hersteller (Stand: Januar 2020))

Beitrag von Jodie13 » Donnerstag, 23.01.20, 14:10

Hallo,

meine Ärztin toleriert es, aber sagt dass sie es offiziell nicht empfehlen dürfen. Und hat immer wieder leichte Bedenken, ob/wie ich das hinkriege. Habe ernsthaft überlegt mal ne Kapsel mit zum Termin zu nehmen und ihr zu demonstrieren, dass da - gerade da ich nur 12,5er Plättchen habe - wirklich nix dabei ist. Hände waschen, Kapsel auf, 4 Plättchen raus, Kapsel zu. Ich weiss nicht was sich die Ärzte denken, was wir da tun...

LG Jodie
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Re: Lieferengpässe: Venlafaxin versch Hersteller (Stand: Januar 2020))

Beitrag von Straycat » Donnerstag, 23.01.20, 14:39

Hallo ihr Engpass-Geplagten,

nur zur Info an alle in Österreich: Ich habe Venlafaxin 37,5mg von Genericon (Kapseln mit Kügelchen) problemlos in AT über die Apotheke bestellen können. Vielleicht kann man die auch in DE importieren lassen? Da weiß ich leider nicht ob und wie das geht.

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Lieferengpässe: Venlafaxin versch Hersteller (Stand: Januar 2020))

Beitrag von Towanda » Donnerstag, 23.01.20, 15:02

Hallo,

hier gibt es ein Interview mit dem Vorsitzenden der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft von heute:

https://www.br.de/mediathek/podcast/akt ... ft/1790661

Gruß, Towanda
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21.12.19 - 1,20 mg Mirtazapin
19.01.20 - 1,00 mg Mirtazapin
14.02.20 - 0,85 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

Jodie13
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Re: Lieferengpässe: Venlafaxin versch Hersteller (Stand: Januar 2020))

Beitrag von Jodie13 » Freitag, 24.01.20, 8:59

Straycat hat geschrieben:
Donnerstag, 23.01.20, 14:39
Hallo ihr Engpass-Geplagten,

nur zur Info an alle in Österreich: Ich habe Venlafaxin 37,5mg von Genericon (Kapseln mit Kügelchen) problemlos in AT über die Apotheke bestellen können. Vielleicht kann man die auch in DE importieren lassen? Da weiß ich leider nicht ob und wie das geht.

Liebe Grüße,
Cat
Hallo Cat,

bist du aus Österreich? Darf ich dich mal was fragen? Gibt es in Österreich rezeptpflichtige Medikamente nicht über Internet-Versandapotheken? Ich bekomme, wenn ich in österreichischen Online Apotheken Venlafaxin eingebe immer 0 Treffer. :(
Zum Glück wohne ich nicht allzu weit von der Grenze und habe sogar Familie, die direkt an der Grenze wohnt. Das wäre mein Notnagel, denn soweit ich mich informiert habe gelten Rezepte EU-weit. Nur ob die Krankenkasse dass dann zahlt weiss ich nicht...

Gut zu wissen, dass es da noch Optionen gibt.

LG Jodie
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Re: Lieferengpässe: Venlafaxin versch Hersteller (Stand: Januar 2020))

Beitrag von Straycat » Freitag, 24.01.20, 10:11

Liebe Jodie,

soweit ich weiß kann man in Österreich Rezepte nur persönlich in einer Apotheke einlösen und nicht über eine Versandapotheke. Da ist Österreich wohl noch etwas "altmodischer" als Deutschland ;-)
Ob man auch mit einem deutschen Rezept in Österreich einlösen kann, weiß ich leider nicht :? Ich werde mal nachfragen.
Aber wenn die Rezepte europaweit gelten, müsste das wohl möglich sein. Ich vermute aber, dann wirst du es privat bezahlen müssen. Allerdings sind die Venlafaxin, die ich zB erhalte (von Genericon) nicht besonders teuer. Ich glaube ca. 6 Euro per Schachtel.

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Lieferengpässe: Venlafaxin versch Hersteller (Stand: Januar 2020))

Beitrag von Straycat » Freitag, 24.01.20, 12:40

Hallo Jodie,

ich habe nachgefragt. Man kann wohl ein deutsches Rezept in Österreich einlösen, aber nur ein Privatrezept. Also ohne Kostenübernahme der Krankenkasse.

Liebe Grüße,
Cat
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Jodie13
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Re: Lieferengpässe: Venlafaxin versch Hersteller (Stand: Januar 2020))

Beitrag von Jodie13 » Freitag, 24.01.20, 12:42

Liebe Cat,

danke für die Antwort. Mit einer Versandapotheke wäre es natürlich noch leichter gewesen..

Also mir ist folgende Info bekannt:

"Ein von einem Arzt in Ihrem Land ausgestelltes Rezept ist in allen EU-Ländern ((In diesem Fall alle 28 EU-Mitgliedstaaten plus Island, Liechtenstein und Norwegen.)) gültig. Allerdings sind verschriebene Arzneimittel in einem anderen Land möglicherweise nicht oder nur unter einem anderen Namen verfügbar.

Sie können Ihren Arzt oder Ihre Ärztin bitten, Ihnen eine Auslandsverschreibung auszustellen, die für die Verwendung in einem anderen EU-Land bestimmt ist."

Quelle:

https://www.google.com/amp/s/europa.eu/ ... amp_de.htm

Ich vermute auch, dass man es privat bezahlen muss...

LG Jodie
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Ulrich
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Re: Lieferengpässe: Venlafaxin versch Hersteller (Stand: Januar 2020))

Beitrag von Ulrich » Freitag, 24.01.20, 13:45

Hier habe ich schon mehrfach Venlafaxin bestellt (seriös und man spricht deutsch) In Frankreich keine Lieferprobleme.Alles mal durchlesen im Netz.
zb.75mg Venlafaxin N3 Packungsgröße in Frankreich anderst 4x30St. 27,67€ erst selbst bezahlen kurz vor Bestellung Krankenkasse fragen

Pharmacie Billmann
4,7 40 Google-Rezensionen
Apotheke, Weißenburg, Frankreich
Adresse: 5 Place de la République, 67160 Wissembourg, Frankreich
Öffnungszeiten: Öffnet demnächst ⋅ 14:00

Lg Uli
Bipolar Betroffener
Sehr sehr langer Benzodiazepinentzug überstanden!
Aktuelle Medikation: Lithium 675mg, 6,5mg Trimipramin- Langsam Metabolizer IM
Seit 12 Jahren Leiter von drei Bipolaren Selbsthilfegruppen

Baum

Re: Lieferengpässe: Venlafaxin versch Hersteller (Stand: Januar 2020))

Beitrag von Baum » Montag, 27.01.20, 19:11

Hallo,

ich habe auch in der holländischen Apo angerufen. Die haben auch noch Venlafaxin da.
Ihr müsst aber beachten, dass ihr in "Vorkasse" gehen müsst.
Danach könnt ihr das bei eurer Krankenkasse erstatten lassen.

mfg

Jodie13
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Re: Lieferengpässe: Venlafaxin versch Hersteller (Stand: Januar 2020))

Beitrag von Jodie13 » Sonntag, 02.02.20, 15:01

Hallo,

morgen geht mal wieder das Zittern los. Ich muss zu meiner Neurologin :evil: , die überzeugen mir Venlafaxin in ner höheren Dosierung von nem andern Hersteller aufzuschreiben und dann schauen dass ich das Zeug von der Versandapotheke bekomme. Hier vor Ort brauche ich es gar nicht mehr probieren. Zum Glück habe ich noch Vorrat. Aber wer weiss wie lange der Quatsch noch geht. Ich werde auch erstmal meine Vorräte aufbrauchen, will natürlich nicht unbedingt Herstellerwechsel :( aber besser als nix. Von 2 Firmen habe ich 225mg Retardkapseln aktuell lieferbar gefunden, die ich mir dann auseinanderbauen könnte. :o

Diese Arzttermine sind eh immer schon ätzend, und das kommt noch dazu.

Leider kein Ende in Sicht? Das letzte was ich gelesen hatte war, es soll Ende März 2020 wieder "umfassend verfügbar" sein, aber wer weiss schon ob das stimmt. Irgendwer bessere Nachrichten?

LG Jodie
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Bierdose
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Re: Lieferengpässe: Venlafaxin versch Hersteller (Stand: Januar 2020))

Beitrag von Bierdose » Sonntag, 02.02.20, 15:09

Verstehe die Sorge um den Herstellerwechsel ehrlich gesagt nicht. Hatte Venla schon von vier verschiedenen Herstellern, nie einen Unterschied gemerkt.

Achte drauf, dass in Retardkapseln auch Kügelchen sind - gibt ja hier einen guten Übersichtsthread dazu.
29.09.2013, ca. 18:00 - "Irgendetwas passierte gerade in meinem Kopf"
05.12.2013 - ich halte es nicht mehr aus -> psychiatrische Klinik bis April 2014
Diagnose: Schwere Depression, Angststörung, Panikstörung
seit April 2014 -> 150 mg Venlafaxin
Irgendwann problemfrei auf 75 mg reduziert (zu Beginn 150/75 mg im Wechsel).
Irgendwann problemfrei auf 37,5 mg reduziert (zu Beginn 75/37,5 mg im Wechsel).
Februar 2017, da komplett Problemfrei, Absetzversuch auf 0 mg (Empfehlung von Arzt).
Absetzerscheinungen viel zu stark, nach drei Tagen wieder auf 37,5 mg. :frust:

33,75 mg = 13.06.2017
30,00 mg = 17.07.2017
26,25 mg = 14.08.2017
22,50 mg = 13.09.2017
18,75 mg = 09.10.2017
15,00 mg = 06.11.2017
11,25 mg = 03.12.2017
7,5 mg = 28.05.2018
3,75mg = 15.12.2018
1,875mg = 17.12.2019 (trotz viel Stress nebenher, Situation unterschätzt)
3,75 mg = 12.01.2020 (Angstzustände zurück, erstmal wieder hoch bis Umstände wieder stabil)

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