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Haltbarkeit Escitalopram-Tropfen

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Friducha
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Haltbarkeit Escitalopram-Tropfen

Beitrag von Friducha »

Hallo Ihr Lieben!

Ich nehme derzeit ausschließlich die Tropfen von Escitalopram.
Auf der Packung steht ca. nur 8 Wochen gebrauchen nach Öffnung.
Das ist aber üüüüberhaupt nicht möglich. Ich kann ja nicht alle 8 Wochen neue Tropfen verschrieben bekommen!
Da ich mit der Wasser-Methode absetze und schon bei 4,5 mg tgl. angekommen bin, bräuchte ich die Tropfen über einen viel längeren Zeitraum.
Die Apothekerin meinte, es ist wahrsch. schon länger haltbar...aber natürlich kann sie dafür auch nicht ihre Hand ins Feuer legen.
Ich hab natürlich bin bisschen Bedenken... den es wäre sau blöd, wenn sie auf einmal ihre Wirksamkeit verlieren und ich unwissend in einem kalten Entzug stecke. :o
Was habt ihr da für Erfahrungen? Vielen Dank!!

Johanna
:hug: Ich bin 34 und nehme seit ca. 12 Jahren SSRI. Die ersten Jahre Citalopram und seit ca. 3 J. bin ich auf Escitalopram gewechselt.
Ich habe sie m. E. viel zu lange genommen, da mir damals als junges Mädel ein (eigtl. bereits im Ruhestand) alter Psychiater erzählt hat, wie wenig (nix) er von Psychotherapie hält und dass Depressionen und Ängste lebenslang sind und man daher lebenslang AD nehmen musst, "wie in Diabetiker, der lebenslang auf Insulin angewiesen ist". Das ist mir so im Kopf hängengeblieben, dass ich stets große Angst vor dem Absetzen hatte.

Ich litt an Ängsten, hauptsächlich hypochondrischer Art, damals besonders vor meinem Examen etc. Aber auch zweitweise an Aussichtslosigkeit, Ängsten, Schwarzsehen (ob es "typ. Depressionen" waren weiß ich nicht).
Mit meiner Psychotherapeutin, Psychiaterin und Hausarzt habe ich beschlossen, die SSRI nun endlich auszuschleichen. :fly: Ich habe von 15mg alle 2 Wochen 1mg reduziert. Seit ich nun bei 5mg angekommen bin, gehe ich im 0,5mg-Schritt vor: alle 4 Wochen 0,5mg weniger. Bisher läuft es gut. - Derzeit: 4,5mg

Psychisch geht es mir ganz ok (zumindest nicht schlechter als zuvor..), sogar besser! Was mit hilft, ist TCM (Trad. Chinesische Medizin) mit Akupunktur, Schröpfen, spezieller Tee zur Unterstützung.

Amanda
Beiträge: 36
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Re: Haltbarkeit Escitalopram-Tropfen

Beitrag von Amanda »

Hallo Friducha,

ich nehme auch Escitalopramtropfen. Ob sie länger als 8 Wochen haltbar sind, weiß ich leider nicht.

Die ersten 2-3 Tropfen verwerfe ich immer, nachdem ein Abwiegen der Tropfen auf einer Apothekewaage ergeben hat, dass diese meistens ungleich groß sind. Ich möchte mein gereiztes Nervensystem durch ungleich große Dosen nicht zusätzlich belasten. Somit hält bei mir eine Flasche ohnehin nicht allzu lange.

Und ich lasse mir auf ein Rezept immer gleich zwei Flaschen aufschreiben, damit ich nicht ständig zum Arzt laufen muss.

Lieben Gruß
Amanda
[spoil][spoil][spoil][/spoil]2010-Juni 2014: Citalopram in unterschiedlich hohen Dosierungen: 60 mg, 40mg, 30mg, bei Bedarf sehr unregelmäßig Doxepin eingenommen (bis 10mg)> wurde so verordnet obwohl Doxepin kein Bedarfsmedikament ist, wie ich Jahre später erfahren habe.

Juni 2014 nach Absetzen gab es einen Medikamentencocktail:
Tianeptin, Johanniskraut, Zopiclon, Doxepin, Lasea, Baldrian. Später in Klinik ging es weiter: Mirtazapin und noch etliche andere SSRI wurden ausprobiert (ich weiß nicht mehr was)- ich habe nichts davon vertragen. Quetiapin wurde auch ausprobiert. Bei Bedarf Lorazepam und Promethazin (auch in Kombination).

Seit 2015 Escitalopram 12,5 mg, Mitte 2015 reduziert auf 10mg in einem Schritt.

Seit 2016 und nach Kenntnis des Forums setze ich Escitalopram in kleinen Schritten ab:


16.2.2016 9,5 mg Heftige Reaktionen: Ängste, Depressionen, Neuroemotionen und -gedanken, Nackenschmerzen, Restless legs, verändertes Träumen und Alpträume, starke Erschöpfung, Kraft- und Antriebslosigkeit, Kopf- u. Ohrendruck, Zahnfleischbluten, schnell reizbar
4.5. 9,4 mg Depressionen, Neuroemotionen und –gedanken, Herzrthytmusstörungen, Nackenschmerzen, Erschöpfung, Stress- und Ekelträume
28.6. 9,2mg Entzugssymptome bleiben ab hier in unterschiedlich starker Ausprägung wie gehabt: Ängste, Depressionen, Kontaktprobleme, Unruhe, Weinkrämpfe, Neuroemotionen und –gedanken, Nackenschmerzen, leichte Schilddrüsenunterfunktion, Restless legs, verändertes Träumen und Alpträume, Erschöpfung, Kraft- und Antriebslosigkeit, Kopf- u. Ohrendruck, zwischenzeitlich schnell reizbar, zeitweise juckende Haut, knirschende Knie, Herzrhytmusstörungen, Zahnfleischbluten, Nacken- und Rückenschmerzen, Muskeln „halten fest“, Heißhungerattacken
17.10. 9,2 mg
1.12. 8,6 mg zusätzlich Übelkeit

2017:
2.2.2017 3 Tropfen Hyoscyamus (homöopathisches Mittel)
3.2. 7,8 mg
12.4. 3 Tropfen Hyoscyamus
13.4. 7mg
2.7. 3 Tropfen Hyoscyamus
3.7. 6,3 mg Zwischendurch sehr schlimme Zustände. Komme nicht aus der Wohnung, sehr verzweifelt.
5.7. Einnahme Spriulinaalgen, danach Depressionen, Einnahme wieder beendet.
12.8. 3 Tropfen Hyoscyamus
13.8. 5,7 mg
20.8. 4 Globuli Lacesis eingenommen, weil sehr depressiv.
27.8. Start, Frauenmanteltee bei Bedarf zu trinken- tut mir gut!
21.10. 4 Globuli Lacesis
22.10. 5,2 mg
29.12. 4 Globuli Lacesis
30.12. 4,5 mg (13,5 % reduziert)

2018:
18.2.2018 4 mg (11,11% reduziert) Sehr hoher Muskeltonus u. Ohrwürmer kommen zu Entzugssymptomen hinzu, besonders heftige Neuroemotionen, starke Kontaktprobleme, Antriebslosigkeit
7.7. 3 Globuli Natrium muraticum
8.7. 3,8 mg
2.9. 4 Globuli Lacesis
3.9. 3,6 mg Ohrwürmer halten an, trotz kleinerer Reduktionsschritte. Unangenehmer Gehirndruck kommt hinzu. Insgesamt sehr instabil, daher erstmal Pause.

2019:
7.2. 3 Tropfen Hyoscyamus
8.2. 3,4 mg (5,55% reduziert) Zu bisherigen Entzugssmptomen kommen neue on Top dazu: inneres Schreien, Gelenkschmerzen, zeitweise Stiche am Körper und Herzen, Herz- und Schulterschmerzen-Attacken
2.3. 3 Tropfen Hyoscyamus gegen PMS (Hyoscyamus im Juni abgesetzt)
16.3. aufdosiert auf 3,5 mg



________________________________________
NEM: Omega 3-Kapseln, Magnesium

Befinde mich auf der Suche nach einem Mittel, was gegen PMS hilft. Derzeit probiere ich Frauenmantel-Urtinktur aus.[/spoil][/spoil]

padma
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Re: Haltbarkeit Escitalopram-Tropfen

Beitrag von padma »

hallo zusammen, :)

hier ein informativer Beitrag von Schuetze dazu:

Mal als Anregung zu den Cipralex Tropfen - vielleicht kennt jemand diese Problematik:
(ist vielleicht etwas schwierig zu verstehen, ich bin mit solchen Studien beruflich beschäftigt.)

Die Cipralex Tropfen sind nach dem Öffnen 8 Wochen haltbar und haben eine gesamte Haltbarkeit der ungeöffneten Flasche von 2 oder 3 Jahren.
Haltbarkeit bedeutet dabei im pharmazeutischen Sinne, dass während der Mindesthaltbarkeit der Wirkstoffabbau (durch oxidative Effekte) eine bestimmte Grenze nicht unterschreiten darf.
In der Regel ist es so, dass der Wirkstoffgehalt in der Laufzeit des Medikaments sich innerhalb von plus/minus 10% des deklarierten Wirkstoffgehalts bewegen darf. Dies wird als Gesamtlaufzeit der ungeöffneten Flasche bezeichnet, bzw. entspricht dem Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung.

Unterschreitet der Gehalt während der sogenannten Anbruchsstabilitässtudie, d. h. nach dem erstmaligen Öffnen der Flasche, die 10 % Grenze, d. h. am Start der Studie war er 100 % und nach 8 Wochen liegen nur noch weniger als 10 % Wirkstoffgehalt vor, wird die Studie beendet und daraus die Mindesthaltbarkeit nach Erstöffnung abgeleitet, was eben dann diese 8 Wochen sind.

Dass heisst, jemand, der z. Bsp. wie ich, aktuell 2 mg einnimmt, nimmt diese nach den Öffnen der Flasche ein. Während 8 Wochen Einnahme sinkt der Gehalt durch oxidativen Wirkstoffabbau aber kontinuierlich um 10 % ab, d. h. nach 8 Wochen nimmt man nur noch 1.8 mg Wirkstoff zu sich.

Jetzt ist es aber so, dass der Anfangswirkstoffgehalt ebenfalls eine Bandbreite haben darf. In der Regel sind das in der Pharmawelt plus/minus 5 %. Dies bedeutet, dass auch eine Charge des Medikaments, die nur 95 % des Wirkstoffs enthält auf den Markt kommen darf.
Bauen sich diese 95 % innerhalb von acht Wochen ab, so sind wir bereits bei einem Wirkstoffgehalt von nur noch 85 %!

Jemand, der in der Absetzphase ist, wird das vor allem bei kleinen Dosierungen zu spüren zu bekommen. Ich merke, dass es mir schlechter geht nachdem ich eine Flasche ca. 4-6 Wochen in Gebrauch habe. Benutze ich dann eine neue Flasche verschwinden meine Symptome oft innerhalb von wenigen Tagen wieder vollständig, da auf Grund der oben beschriebenen Eigenschaften dem Körper wieder mehr Wirkstoff zugeführt wird und dies unabhängig von der eigentlichen, persönlichen Dosierung geschieht.
https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... 61#p362161

LG padma

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