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Arzneimittel-News / Forschungs-News

stubi
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Re: Arzneimittel-News / Forschungs-News

Beitrag von stubi »

Hallo ihr Lieben,

Ich habe Gute Pillen- Schlechte Pillen abonniert und da ist der Artikel im Heft Nr. 5 vom September Oktober 2018 auf auf Seite 6 sehr interessant.

Kein Kinderspiel
Probleme beim Absetzen von Antidepressiva

Antidepressiva
Entzugserscheinungen
Seite 6

Ich weiß jetzt nicht wie ich das hier einbringen kann, rein rechtlich gesehen.
Vielleicht kann mich jemand darauf hinweisen.

PS: Ich sehe, das Murmeline das am 13. 09. 2028 das Thema Gute Pillen- schlechte Pillen schon eingestellt hat.
Sorry

Liebe Grüße
Renate
Zuletzt geändert von stubi am 16.09.2018 12:32, insgesamt 1-mal geändert.
[spoil]seit 1990 Psychopharmaka, Fluoxetin, Lyrika, Trimiparmin, Bromazepan, Zopiclon, Lamotrigin, Sertralin. Seit März 2015 abgesetzt.[/spoil]
Murmeline
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Re: Arzneimittel-News / Forschungs-News

Beitrag von Murmeline »

Hallo Renate,

ich hab ihn auch gelesen. Da es zu bezahlender Inhalt ist, knn man nur so darauf hinweisen: viewtopic.php?f=6&t=15877

Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier
padma
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Re: Arzneimittel-News / Forschungs-News

Beitrag von padma »

hallo,


die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) bzw. Zulassungsbehörde hat kürzlich anerkannt, dass PSSD auch nach Absetzen eines SSRI/SNRI fortbestehen kann:

Zunehmend gibt es jedoch Hinweise, dass beeinträchtigende Störungen der Sexualfunktion trotz Absetzens bestehen bleiben oder sogar erst nach Beendigung der Therapie auftreten können, ein Phänomen, das als post-SSRI sexuelle Dysfunktion (PSSD) bezeichnet wird.1 Entsprechende Risikosignale haben im September 2018 in ein europäisches Risikobewertungsverfahren gemündet.2 Als Ergebnis empfiehlt der europäische Pharmakovigilanzausschuss (PRAC), einen – sehr knapp formulierten – Warnhinweis in die Produktinformationen von SSRI- und SNRI-Antidepressiva aufzunehmen: SSRI und SNRI können die Sexualfunktion beeinträchtigen. Über lang anhaltende Störungen ist berichtet worden, die trotz Absetzens der SSRI/SNRI fortbestehen.
https://www.arznei-telegramm.de/html/ht ... 907064_02k

Thread zum Thema:
viewtopic.php?f=6&t=16621
padma
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Re: Arzneimittel-News / Forschungs-News

Beitrag von padma »

hallo,

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat im Mai 2019 mikroskopische Colitis als UAW bei Pantoprazol anerkannt:
https://www.ema.europa.eu/en/documents/ ... dium=email
(s. S. 4 im Dokument des Pharmakovigilanz-Ausschusses PRAC)

danke an Carlotta fürs Recherieren
Jamie
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Re: Arzneimittel-News / Forschungs-News

Beitrag von Jamie »

Mal schauen, was die Pharmaindustrie demnächst wieder aus dem Hut zaubert :o :

SAGE-217, ein allosterischer Modulator des GABA-A Rezeptors, ein sog. Neurosteroid.

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... 2-6QiQdYQk

"Schwere Depressionen. Neuer Arzneistoff wirkt schon nach zwei Wochen"
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Re: Arzneimittel-News / Forschungs-News

Beitrag von padma »

Studie zu erhöhtem Demenzrisiko durch Anticholinergika
Im Ergebnis empfehlen die Wissenschaftler bestimmte anticholinerg wirksame Arzneimittel bei Patienten über 50 Jahre nur zurückhaltend zu verordnen. Ihre Erkenntnis erlangte die Arbeitsgruppe um Carol Coupland von der Universität Nottingham anhand einer Analyse von prospektiv erhobenen Daten. Diese geben Hinweise dafür, dass eine Langzeitbehandlung mit stark wirksamen anticholinergen Antidepressiva, Antiparkinson-Mitteln, Antipsychotika, harnblasenwirksamen Antimuskarinika und Antikonvulsiva die Entwicklung einer Demenz begünstigen könnte. Eine überraschende Erkenntnis war insbesondere das gesteigerte Risiko von vaskulären Demenzen.
Im Ergebnis zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen einem erhöhten Demenzrisiko und
Antidepressiva (+29 Prozent)
Anti-Parkinsonmittel (+52 Prozent)
Antipsychotika (+70 Prozent)
Harnblasenwirksame Antimuskarinika (+65 Prozent)
Antikonvulsiva (+39 Prozent).
https://www.gelbe-liste.de/neurologie/e ... olinergika

liebe Grüsse,
padma
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Re: Arzneimittel-News / Forschungs-News

Beitrag von padma »

neue Studie zu einem erhöhtem Risiko von Gewaltverbrechen unter SSRI:
In einer aktuellen Studie konnte gezeigt werden, dass die Einnahme von SSRI-Antidepressiva bei bestimmten Personen mit einem erhöhten Risiko Gewaltverbrechen zu begehen assoziiert sein könnte. Dieses erhöhte Risiko hält bis zu 12 Wochen nach Absetzen des Wirkstoffes an.
https://www.gelbe-liste.de/neurologie/s ... verbrechen
padma
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Re: Arzneimittel-News / Forschungs-News

Beitrag von padma »

Gabapentin und Pregabalin
Warnung vor Atemdepression und Missbrauchspotenzial:


Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat eine Untersuchung des Risikos der Atemdepression unter Gabapentin und Pregabalin eingeleitet. Außerdem soll das Missbrauchspotenzial der beiden Arzneistoffe, speziell zusammen mit Opioiden, unter die Lupe genommen werden.
US-amerikanische Hersteller entsprechender Präparate müssen nun auf Geheiß der FDA einen Warnhinweis auf Atemdepression als mögliche Nebenwirkung in die Fachinformation aufnehmen. In Deutschland enthalten bislang nur die Fachinformationen von Gabapentin-haltigen Präparaten einen entsprechenden Hinweis, nicht die von Präparaten mit Pregabalin.
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... potenzial/
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Re: Arzneimittel-News / Forschungs-News

Beitrag von padma »

SSRI, SRNI & Vortioxetin - Postpartale Hämorrhagie: Änderung Produktinformation

Die Produktinformationen von SSRI/SRNI-haltigen Arzneimitteln sowie Vortioxetin-haltigen Arzneimitteln sollen mit einem Hinweis auf das Risiko einer postpartalen Hämorrhagie ergänzt werden.

Die Fach - und Gebrauchsinformationen für Citalopram, Desvenlafaxin, Escitalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Milnacipran, Paroxetin, Sertralin, Venlafaxin werden entsprechend geändert

Gebrauchsinformation:
Schwangerschaft
Wenn Sie das <Name des Arzneimittels> gegen Ende Ihrer Schwangerschaft einnehmen, kann das Risiko für schwere vaginale Blutungen kurz nach der Geburt erhöht sein, insbesondere wenn Sie in der Vorgeschichte Blutungsstörungen aufweisen. Ihr Arzt oder Ihre Hebamme sollte darüber informiert werden, dass Sie <Name des Arzneimittels> einnehmen, damit sie Sie entsprechend beraten können.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Häufigkeit nicht bekannt

Schwere vaginale Blutungen kurz nach der Geburt
Stand:
10.12.2020
https://www.gelbe-liste.de/ema-prac/ssr ... nformation
Antworten