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Gewichtszunahme durch Psychopharmaka /Entzug und Abnehmen?

Verfasst: 10.11.2015 08:21
von Katze74
Hallo,
hat hier schon mal jemand gleichzeitig Benzodiazepine entzogen und abgenommen?

Ich bin ja GsD nicht im Hochdosis-Bereich (hab begonnen mit einer schwankenden Menge zwischen 6 und 9 mg Bromazepam und bin jetzt auf 3,75 mg runter) und will nun auch ENDLICH diese dussligen 25 kg zuviel auf den Rippen loswerden.
Das hatte ich schonmal geschafft, leider durch eine drastische Kalorien-Reduktion bis auf teilweise unter Grundumsatz - war doof und dadurch kam auch der Jojo wieder.

Diesmal will ich es mit "Low Carb" versuchen, d.h. maximal 30 g Kohlenhydrate am Tag, dafür mehr Eiweisse und Fette. Angeblich steigt und fällt dadurch der Insulinspiegel nicht dauernd und die Heißhungerattacken fallen weg.

Praktiziert das hier noch jemand parallel zum Entzug und wie sind die Erfahrungen?

LG, die Katze

Re: Entzug UND Abnehmen?

Verfasst: 10.11.2015 11:47
von LinLina
Hallo Katze,

Glückwunsch dass du schon so weit runter gekommen bist mit deinem Benzo :-)

Ich persönlich halte von dem Versuch, Entzug und gleichzeitig Diät mit dem Ziel Gewicht zu verlieren nichts. Um den Entzug erfolgreich und möglichst schonend zu schaffen ist es total wichtig, allen Zusatzstress möglichst fern zu halten.
Eine LowCarb Diät habe ich selbst nie probiert aber im Studium davon gehört und auch mal was gelesen. Diese Methode ist m.E. Stress für das Gehirn, da es dringend Glukose braucht um arbeiten zu können. Also eher beim Entzug total kontraindiziert. Möglicherweise sogar gesundheitsschädlich :-(

Was du probieren könntest, falls du es noch nicht machst, wäre deine Ernährung langsam umzustellen auf Weißmehl- und Zuckerfrei. Und dir auch mal deinen Milchproduktekonsum anschauen und dort evtl. reduzieren. Dazu die üblichen Ernährungstipps befolgen, viel frisch zubereitetes und möglichst unverarbeitete Produkte essen.

Das wichtigste im Entzug ist denke ich ein schonender und achtsamer Umgang mit sich, auch in Bezug auf die Ernährung - und das bedeutet auch keine Radikaldiät, kein Hungern.

Es kann auch sein dass du beim Entzug von alleine abnimmst, das ist sehr unterschiedlich.

Ich selbst hab auch ziemlich zugenommen durch mein Medikament und weiß wie unangenehm das ist :-( ich hoffe aber dass ich aber spätestens nach dem Entzug von alleine wieder etwas abnehme. Sonst werd ich mir dann überlegen wie ich damit umgehe.

Alles Gute,

lg Lina

Re: Entzug UND Abnehmen?

Verfasst: 11.11.2015 08:18
von Kimeta
Liebe Katze, liebe Lina,

ich lebe seit 3,5 Jahren LCHF. Allerdings ist mein Fall sicher nicht mit Katze vergleichbar, denn ich mache es, um gegen meine starke Migräne anzugehen, war nie übergewichtig und setze ein AD ab.

Trotzdem wollte ich mich dazu äußern, weil ich Linas Aussagen nicht so stehen lassen kann.

Das Gehirn braucht nämlich nicht unbedingt Kohlenhydrate, es kann auch von Ketonkörpern leben. Allerdings erfordert das in aller Regel eine Umstellung, weil das Gehirn dies erstmal wieder lernen muss.

Ketogene Ernährung wird u.a. diskutiert bei Krankheiten wie Krebs, MS, Alzheimer, Diabetes, Demenz, Darmkrankheiten, z.B. bei der Charite Berlin. Es gibt eine ganze Community, die diese Ernährung teilweise seit Jahren und Jahrzehnten aus den unterschiedlichsten Gründen betreibt, in zahlreichen Varianten.

Von Gegnern wird angeführt, die ketogene Ernährung sei ein "Notstoffwechsel" und gesundheitsschädlich, ich glaube, es gibt dazu auch Studien. Was von Studien zu halten ist, wissen wir hier. Zur Frage, ob es ein "Notstoffwechsel" ist, äußere ich mich mal, wenn ich mehr Zeit habe. Und zum Thema Studien: es gibt natürlich auch Studien, die positive Wirkungen attestieren, aber das ist selbstverständlich kein Argument, wenn man Studien grundsätzlich erstmal skeptisch gegenübersteht :wink: .

Ich persönlich bin mit meiner Entscheidung für kohlenhydratarme Ernährung sehr zufrieden, es ist eine der besten, die ich in meinem Leben getroffen habe. Meine Werte sind top, die Wirkung auf meine Migräne war deutlich größer als bei jeder anderen Prophylaxe, die ich versucht habe, weg ist sie aber leider (noch) nicht. Heißhungerattacken sind dagegen komplett verschwunden, ich kann problemlos 16 Stunden ohne Nahrung verbringen ("Intermittierendes Fasten"), und meine Verdauung hat sich wieder normalisiert.

Als Einstieg empehle ich von Wolfgang Lutz "Leben ohne Brot" (moderate Form von LCHF, aber von einem Arzt mit jahrzehntelanger Praxiserfahrung geschrieben), Kämmerer: "Krebszellen lieben Zucker, Patienten brauchen Fett" sowie die Bücher von Peter Mersch.

Manche haben schnelle und gute Erfolge. Aber bei vielen ist eine Ernährungsumstellung ein langer Weg. Man muss sich viel damit befassen, viel ausprobieren, immer mal wieder andere Phasen einbauen, denn das ist ein Prozess, nichts Statisches - eigentlich genauso wie Absetzen :D .

Mit Hungern hat das Ganze überhaupt nichts zu tun. Im Gegenteil - Eiweiß und Fette machen satt und Blutzuckerschwankungen werden vermieden.

Katze, trotzdem wäre ich an Deiner Stelle sehr vorsichtig. Auch wenn ich gut reden habe und vielleicht den Leidensdruck bei Übergewicht einfach nicht richtig einschätzen kann, sehe ich es wie Lina: erst absetzen, dann abnehmen.

Viele Grüße,
Kimeta

Re: Entzug UND Abnehmen?

Verfasst: 11.11.2015 11:40
von LinLina
Liebe Kimeta,

das ist interessant zu hören, danke! Ich wollte LowCarb nicht mit Hungern gleichsetzen, meinte nur, dass erzwungenes Hungern nicht gut ist beim Entzug wie alles andere wodurch man sich zu sehr unter Stress setzt (z.B.zu viel Sport). Letztenendes ist es wahrscheinlich individuell und man muss lernen auf den Körper zu hören, nicht auf Studien, da gebe ich dir recht.

Ich finde das Thema immer spannender und denke ich werde mich nach meinem Entzug nochmal intensiv mit Ernährungsumstellung beschäftigen und ausprobieren was mir zusagt. Ich leide ja auch schon ewig unter allen möglichen Gesundheitsproblemen, nie was ernstes, aber immer mir dem Gefühl einem Dauerstress (auch körperlich) ausgesetzt zu sein und oft keinen Zugang zu meiner Kraft und vollen Energie zu bekommen. Vielleicht findet sich da noch ein spannender Weg.

Liebe Grüße,
Lina

Re: Entzug UND Abnehmen?

Verfasst: 16.11.2015 10:10
von emely
Hallo Katze ,

ich hab´s letztes Jahr sehr radikal gemacht , dabei auch wirklich ganz gut abgenommen. Allerdings habe ich in dieser Zeit beobachtet , dass ich schlechter schlafe und auch vor meinen Tagen alles viel schlimmer war.Diese Diät kann auf die Nebennieren schlagen und das ist gar nicht gut , weil die wirklich Kohlenhydrate brauchen. Es gibt auch die Paleodiät, hier kann man etwas mehr Kohlenhydrate zu sich nehmen in Form von Süsskartoffeln und Gemüse. Ich würde dir eine so strikte Diät nicht empfehlen. vor ein paar Wochen habe ich es auch noch einmal versucht mit wenigen Kohlenhydraten aber das war nicht gut ... ich lasse es jetzt erst einmal und konzentriere mich auf die Reduktion , was mir wichtiger ist als Abnehmen. Wichtig ist , dass du sehr viel gutes Gemüse und grünes Gemüse in die Nahrungsaufnahme mit einbaust und Kokosöl , Olivenöl verwendest und auf Zucker und Süssigkeiten verzichtest. Hier kann man auch Lowcarbrezepte benutzen.

Liebe Grüsse
Emely

Re: Abnehmen

Verfasst: 01.01.2017 19:57
von Sunnyrose
Lieber Ubik :)

Ich verstehe dich sooo gut :evil: :(
Ich habe mich in meinem Leben noch nie, so nicht anschauen mögen. Es war für mich immer ok bis gut. Jetzt meide ich den Spiegel ganz bewusst und auch die Waage! Ich habe jedoch auch ganz stark zugenommen, so unförmig. :(

Leider, leider denke ich jedoch, dass solange wir Psychopharmaka nehmen unser Stoffwechsel massiv gestört ist (unter Anderem!) und das Abnehmen nicht möglich ist und wenn doch, dann sehr minimal mit massivem Aufwand, was ja eher frustriert und eher scheitert als gelingt. Leider Ubik.

Ich nehme auch, verglichen mit vorher, nur noch sehr wenig Psychopharmaka zu mir. Von 5 Medikamenten nur noch eins und von dem nur noch 6,5mg! Nützt alles nichts bezogen aufs Abnehmen. Obwohl ich weder Appetit habe noch viel esse. Im Gegenteil muss mich oft zwingen was zu essen.

Das einzige was sich diesbezüglich schon richtig gut verbessert hat, ist der Harnverhalt. Das Wasserlassen funktioniert seit ca 1 Monat wieder ganz gut, normal eben. :party2:

Ich bin mir sicher, dass sich der Stoffwechsel und die Verdauung auch wieder normalisiert. Und wenn wir dann ein wenig Sport treiben und uns gesund ernähren werden die ersten vielen Kilos purzeln. Zucker, Kohlenhydrate und Fette eh nur in Massen geniessen, dann wird das wieder.

Wie immer Geduld und Zeit :schnecke:

Liebe Grüsse
Deria

Re: Abnehmen

Verfasst: 01.01.2017 22:06
von Fibie77
Hallo ihr lieben,
kann das auch nur bestätigen durch das Antidepressiva habe ich über 10kg zugenommen, innerhalb eines Jahres.
Mein ganzer Stoffwechsel war verändert und sehr langsam.
Nachdem ich dann auf null mg gewesen bin,hab ich danach wieder schnell mein altes Gewicht gehabt.
Liebe Grüße Fibie

Re: Abnehmen

Verfasst: 02.01.2017 19:30
von Arianrhod
Hallo Ubik,
ich habe durch die NL insgesamt 60 Kilo zugenommen. 30 sind zwar schon wieder unten, aber jetzt stagniert es, und die letzten 30 wollen nicht mehr weggehen. :( Ich hasse es, so dick zu sein. Es passt nicht zu mir. Ich finde viele dicke Frauen hübsch, mir steht es nicht. )
Wie gesagt, ich habe meine frühere Figur NICHT wiedergekriegt. Von den vielen schönen Sachen, die ich wieder habe, seit ich keine NL mehr nehme: Lebendigkeit, Intellektualität, Gedächnis etc . .....Schlankheit gehört nicht dazu. :(
Morgen habe ich Termin bei der Schilddrüsensprechstunde, ich will mal nachfragen, ob ich nicht ein Problem mit einer Unterfunktion habe. :( Wenn ja, berichte ich darüber.

liebe Grüße Arian

Re: Abnehmen

Verfasst: 03.01.2017 13:30
von Clown
Hallo,

habe durch diverse Medikamente, vor allem aber durch Mirtazapin reichlich zugenommen.

Konnte mich im Spiegel nicht mehr ertragen. Das Problem ist mein ständiger Hunger.

Da ich nun auch schon eine Diät Karriere hinter mir habe, immer mit dem Ergebnis eines Jo-Jo Effekt war
ich auf der Suche nach etwas Neuem. Vor 2 Jahren habe ich eine Eiweiß Diät gemacht. Habe 5 Kilo in einer
Woche abgenommen. Insgesamt 10 Kilo, hatte aber ständig so einen Kohldampf, das ich sogar den Fensterkitt
verputzt hätte. Nach dem Ende der Diät kam wieder das alte Gewicht zurück, sogar wieder mehr.

Habe mich dann voriges Jahr zu einer Ernährungsumstellung entschlossen. Habe mich für LCHF entschieden und
14,5 Kilo in gut 5 Monaten abgenommen. Das Gute daran ist, das ich keinen Hunger gehabt habe.
Habe das Gewicht in etwa auch halten können bis Oktober. Dann bin ich wieder in die alten Essgewohnheiten
zurück gefallen und habe bis Silvester 7 Kilo zugenommen.

Seit Neujahr neuer Versuch. Befinde mich gerade im Zucker Entzug. Mal sehen wie lange ich es nun durchhalten werde.

Lg
Achim

Re: Abnehmen

Verfasst: 03.01.2017 14:02
von diane
Hallom.

Bitte keine Diät beim Absetzen.. Das schwächt den Körper nur noch mehr...

Eventuell mal die Schilddrüse abklären lassen? Die AD bringen den Stoffwechsel durcheinander u die Medis greifen dort bekanntlich ein.

Meine Werte spielen auch verrückt. UF...Dann ne ÜF... Dann plötzlich alles in Norm... dann sind die freien Werte schlecht. Usw.. so fühle ich mich dann auch :/

Lg

Re: Abnehmen

Verfasst: 03.01.2017 14:26
von Clown
Hallo,

ich würde nie mehr eine Diät machen, sondern immer nur eine Ernährungsumstellung!

Mir hat es sehr geholfen mich wieder im Spiegel ertragen zu können.

Einige Gewicht bedingte Probleme haben sich stark gebessert.

Muss aber jeder für sich entscheiden.

Lg
Achim

Re: Abnehmen

Verfasst: 03.01.2017 17:49
von Arianrhod
So meine Schilddrüse war im Ultraschall in Ordnung, fehlen noch die Blutwerte. Außerdem soll ich auf Cushing- Syndrom getestet wwerden (nächsten Montag).
Weiß jemand was über diese Hormonstörung?

liebe Grüße Arian

Re: Abnehmen

Verfasst: 05.01.2017 09:31
von diane
Hi.. .Das klingt ja supi. Aber überstürze nix ... du musst deine Nahrung dauerhaft umstellen ... ansonsten jojo :)

Setz dir doch eine Grenze... Pro Woche 500g Abnahme. Das sind in 4 Wochen 2kg...Im Jahr 24kg... u auch gesund... 2kg in einer Woche sind schon zu dolle...

Zudem musst du muskeln aufbauen. Net nur AusdauerTraining sondern auch muskelabbautraining.. Denn muskeln verbrennen fett u je mehr muskeln usw.. :)

Aber wenn du im entzug bist dann bitte Vorsicht ... Sport kann triggern.

Lg

Re: Abnehmen

Verfasst: 05.01.2017 15:06
von diane
Hi. ..

JA ich meinte Aufbautraining :D

Re: Abnehmen

Verfasst: 05.01.2017 21:14
von Halmackenreuther
ubik hat geschrieben:Ich muss aber sagen, dass ich kaum Zucker esse.

Aber fettige Sachen (Wurst) ja.

Und trotzdem nehme ich zu.
Hallo @ubik,

Zucker ist nicht das zentrale Problem für das Gewicht, sondern Kohlenhydrate allgemein.

Über diverse hormonelle Abläufe werden sie gespalten und dann als Fett ein- und angelagert. Das ist aber nicht das Fett das Du mit der Nahrung aufgenommen hast !

Das Zauberwort zum Abnehmen ist daher: low-carb, also sehr wenig Kohlehydrate. Fett und Proteine kannst Du essen bis Du satt bist.

Die Umstellung auf eine low-carb-Ernährung geht allerdings mit moderaten Entzugserscheinungen einher.

Im Internet findest Du zahllose gute Seiten zum Thema.

Gruß Helmut

Re: Abnehmen

Verfasst: 15.01.2017 21:50
von Arianrhod
So, ich bin durch mit den Untersuchungen ( oder fast, morgen ist die letzte).
- Schilddrüse ist völlig in Ordnung
- Cortisolwerte sind vom Blut her in Ordnung, aber morgen wird nochmal ein Dexamethasontest
Beim sog. Dexamethasontest wird versucht durch eine abendliche Tabletteneinnahme die körpereigene Cortisol-Produktion zu unterdrücken. Zeigt eine Blutentnahme am nächsten Morgen an, dass der Körper weiterhin zuviel Cortisol produziert, kann die als Hinweis auf ein Cushing-Syndrom gewertet werden.
http://www.endokrinologie.net/cushing-syndrom.php
auch das Cushing-Syndrom (zuviel Cortisol) kann mit Gewichtszunahme, rundem Gesicht und Muskelabbau einhergehen.

Normalerweise ist ein Tumor in der Nähe des Hypohysenvorderlappen "schuld" an der hormonellen Störung.
Manchmal kennt man die Ursache aber auch nicht.

Mich ließ hellhörig werden, dass auch Prolaktin dort gebildet wird - und während der Einnahme von Amisulprid lag mein Prolaktinspiegel 17fach über normal.

Ich muss dazu sagen, dass auch der Endrinologe , bei dem ich bin, da hellhörig wurde. Das Abklären eines Cushingsyndroms war dann auch sein Vorschlag.

Ich bin froh, dass das ich ernst genommen werde. Auch wenn es das nicht ist, es ist wenigstens abgeklärt. ( ich gehöre zu den Leuten, die immer gerne Klarheit haben.)

Wenns das nicht ist, liegt es wohl doch am zu viel Essen.... :wink:

liebe Grüße Arianrhod

Re: Abnehmen

Verfasst: 16.01.2017 21:13
von Oxonium
Hallo ihr Lieben,

ich kann mich hier gut einreihen. Auch ich bin innerhalb des letzten Jahres zum Michelin-Männchen geworden.
Dank der ADs, dem Lithium und einer Lithium-induzierten Schilddrüsenunterfunktion habe ich 20 kg zugenommen.
Das Hauptproblem sind abartige Binge-Eating-Anfälle ab dem Abend. Tiefgekühlte Tiefkühlpizza, Marmeladenglas auslöffeln, etc. Dazu habe ich teils abartige Muskelschmerzen und Muskelschwäche, was Sport sehr erschwert.

Ich beginne heute mit einer Ernährungsumstellung.
Nicht LCHF aber etwas ähnliches - eine Art Insulintrennkost. So hatte ich mich jahrelang ernährt und
eigentlich habe ich's nur durch die Krankheit sein lassen.

Mein Problem sind dabei nicht die Tage. Aber Abends kämpfe ich regelrecht mit mir. Es ist richtig hart...
Ich habe letztes Jahr mit dem Rauchen aufgehört und das war dagegen total leicht...

An die Erfahrenen hier, Achim zum Beispiel, wie geht ihr mit dem Jieper um?

Beste Grüße,
Christiane

Re: Abnehmen

Verfasst: 17.01.2017 13:51
von Clown
Hallo Christiane,

zur Zeit mache ich nur ein moderates LCHF. Damit kann ich dann Mittags Obst essen.

So kommt der Jieper nur am Abend. Ich mache mir dann ein kleines Untertellerchen voll mit
Nüssen und esse diese dann Stück für Stück. Kaue jeden Bissen zig mal. So das ich damit so lange
beschäftigt bin, bis ich ins Bett gehe.

Hat natürlich den Nachteil das die Waage nicht so schnell Ergebnisse anzeigt.

Ich wollte vorrangig erstmal vom Zucker wegkommen

Da ich seit gestern das Omeprazol reduziere , wollte ich meinen Magen nicht zu viel zu Muten.

Lg
Achim

Re: Abnehmen

Verfasst: 17.01.2017 14:40
von Oxonium
Hallo Achim,

genau darum geht es - die Zeit bis zum Einschlafen zu überbrücken. Interessanterweise habe ich nur Abends Hunger. Am Tag esse ich richtig gesund. Und Abends geht's dann los mit Quatsch. Von daher ist deine Strategie mit dem Tellerchen sicher ganz schlau.
Mir gefällt auch, dass du schrittweise vorgehst und erstmal den Zuckerentzug machst. Das werde ich auch probieren.
Bei mir droht die Gefahr dann halt im Bett.
Ich liege da und merke plötzlich, dass ich essen MUSS.
Habe mir schon Möhren auf dem Nachttisch gelegt...aber die befriedigen halt kaum.

Kennt da jemand noch einen Trick?

Liebe Grüße,
Christiane

Re: Abnehmen

Verfasst: 17.01.2017 18:23
von Clown
Hallo Christiane,

was mir noch hilft, etwas sehr salziges essen/trinken, was sehr scharfes essen oder 1 Esslöffel
Kokosfett lutschen. Da das mit dem Jieper meiner Meinung nach reine Kopfsache ist, sitze ich
dieses dann auch aus. Wenn ich mir dann ansehe wieviel KH und Kcal ein Stück Schwarzwälder
Kirsch haben, vergeht mir der Appetit.

Das mit dem aussitzen ist für uns Mirtazapin geschädigte natürlich extrem schwer.

Lg
Achim