Hallo! Bin neu hier und möchte mich zu Thema Schilddrüse mal mit einbringen, da das mein eigentliches Thema ist. Dadurch kam es bei mir zu schlimmen Depressionen, weshalb ich hier im Forum landete.
Anfang 2018 wurde bei mir Hashimoto diagnostiziert. Schilddrüsenunterfunktion habe ich schon ewig, hat mir aber nie Probleme gemacht.
Hatte immer eine Thyroxindosis von 100 Mikrogramm. Nachdem mein derzeitiger Hausarzt dann einen zu hohen TSH wert festgestellt hatte, erhöhte er die Dosis auf 150. Das hatte fatale Folgen, denn er schoss mich damit in eine Überfunktion. Was ich zu dem Zeitpunkt aber noch nicht wusste, da ich keine Ahnung von der Schildkröte hatte. Ich war psychisch völlig durchgeknallt. Die körperlichen Symptome lasse ich mal aussen vor, da es ja hier um Psyche geht.
Ich hatte schlimmste Angstzustände, aber dauerhafte - keine Wellenartigen - und Panikattacken.
Ich war 4 Monate lang unfähig, mich um IRGENDWAS zu kümmern und suchte schließlich eine Psychiaterin auf, weil mein Arzt immer wieder behauptete, "Das kann nicht sein", als ich feststellte, dass die Probleme eine halbe Stunde nach Tabletteneinnahme anfingen.
Ich bekam Opipramol gegen die Ängste verschrieben, 4 x 50 mg am Tag. Half aber nix. Eine Arztodyssee sondergleichen folgte, immer wieder das gleiche: Sie haben psychische Probleme. Gehen Sie zum Therapeuten.
Das tat ich dann irgendwann, weil ich diesen Zustand nicht mehr aushielt. Mittlerweile hatte dann aber ein "Schilddrüsenspezialist" meine Tablette für 4 Wochen ganz abgesetzt, womit ich dann in einer Unterfunktion mit Depressionen landete. Also das genaue Gegenteil.
Nach den 4 Wochen stieg er mit einer Dosis von 50 Mikrogramm wieder ein, und ich habe bis heute gebraucht, um meine alte von 100 wieder zu erreichen.
In dieser Zeit fing ich an, mich über meine Krankheit selber zu informieren und siehe da: alle Symptome - körperlich wie auch psychisch - passten wie Ar

auf Eimer.
Anfang diesen Jahres befand ich mich wieder in ÜF, da ich zu schnell und zu hoch gesteigert hatte.
Wieder ein neuer Arzt, wieder: Sie haben psychische Probleme... verschrieb mir Escitalopram 10 mg.
Nebenbei bemerkt: die Therapeutin hat von Anfang an gesagt, dass meine Symptome nicht typisch sind für eine psychische Erkrankung, sondern tippte direkt auf Hormone. Womit sie Recht behalten sollte.
Mit der Escitalopram hoffte ich dann auf Besserung. Die schlug aber auch nicht an. Im Gegenteil. Es ging mir immer schlechter.
Ich fing fürchterlich an zu schwitzen, nahm noch mehr zu. Ständig Kopfschmerzen. Müde. Kurzatmig und bis zur totalen Erschöpfung.
Bis ich an meine jetzige Hausärztin geriet. Die deutete die geschilderten Symptome als Nebenwirkungen der Escitalopram und sagte: das Zeug muss weg. Seitdem setze ich mit euren Tipps ab, denn die ersten 2 Versuche scheiterten. Absetzsymptome vom Feinsten.
Mittlerweile bin ich von 10 mg auf seit ein paar Tagen 2,5 und bin ganz stolz drauf. Die Opipramol bei einer halben pro Tag. Also 25
Und mir geht es immer besser!
Was ich aber bei mir feststelle, und mich würde mal interessieren, ob es dazu Erfahrungen gibt ( ich finde nämlich nichts im Netz darüber. Und auch der Neurologe sagt, ADs blockieren nicht die Schilddrüse):
Nach jeder Reduzierung des Escitaloprams brauche ich eine kleine Dosiserhöhung an SD Hormonen. Ich habe das Gefühl, dass erst JETZT die Steigerung gelingt.
Liebe Grüße, Claudia