Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->


 ! Nachricht von: Oliver
Alles hat ein Ende - auch das ADFD.

Bis zum vollständigen Schließen des Forums werden keine Neuanmeldungen mehr akzeptiert.


Momentan befindet sich das Forum in einer Übergangsphase, um den derzeit Aktiven Gelegenheit zu geben, Alternativen zu organisieren. Wenn solche Alternativen geschaffen worden sind, werden wir hier zu dem oder den neuen Orten, verweisen.

Für registrierte Teilnehmer, gibt es hier mehr Informationen: 18 Jahre ADFD und Vorbereitung auf die nächsten 18 Jahre


Re: Ermutigungsnachrichten von Baylissa (Übersetzung)

LenaLena
Beiträge: 1094
Registriert: 30.11.2017 17:07
Hat sich bedankt: 94 Mal
Danksagung erhalten: 317 Mal

Re: Ermutigungsnachrichten von Baylissa (Übersetzung)

Beitrag von LenaLena »

die Texte wurden mit freundlicher Genehmigung von Balylissa übersetzt und hier eingestellt. Herzlichen Dank an Lena und die anderen ÜbersetzerInnen,
padma für das ADFD Team





Hallo ihr Lieben,
ich habe eine von Baylissa veröffentlichte E-Mail übersetzt, da mir dieser Text einfach so viel bedeutet hat und ich ihn weiter teilen wollte:

An inspirational message from Baylissa Frederick to a Protracted Withdrawal friend......
 
‘Good morning. A friend who recently recovered has written to tell me it's over. She was very protracted and for a long time stopped expecting recovery. Every time we were in touch, I would remind her of the impermanence of withdrawal and I would confidently tell her she was going to get better. At times, on her worst days, I could hear the annoyance in her voice, then hesitation, whenever I'd say the symptoms would pass. It's a familiar quiet or heavy, charged silence that I have come to know over the years. :)
 
I always smile to myself when I recognise it because I know the time will come when I will receive that "it's over" email or phone call.
 
Well, my friend's has arrived and for her, it's wonderful. For me, it's a joy to read and a reminder of why I do this. This is what she wrote:
 
"I made it!! I made it to the other side. The akathisia, head pressure, terror, sensitivities, nerve pain, all that awful stuff with my stomach and back, and the crazy paranoia, those nasty thoughts, OCD and other mental stuff left Bay. When we spoke last spring I felt I was going to die. I don't know if you remember but I told you I was getting worse instead of better. By August the symptoms were gone. Nothing is left Bay nothing. When you get to the end, you're not sure if it's the end. You're scared to say it is the end. Then you find out it's the end. No more waves. Bay, you were right. I am over the moon, thrilled to bits. I survived the worst experience and it is an amazing feeling. Thanks for everything. God bless."
 
If you woke up today with persisting symptoms, just remember that your day will come. This lady was one of the worst cases I have seen. She made it. You will too. So don't lose heart. Your time is coming. Remember, like you, she endured the terrifying nightmare of withdrawal and made it to recovery. Easier times lie ahead. Keep holding on.
 
Sending healing thoughts and wishes,
Baylissa’


Übersetzung:
Eine inspirierende Nachricht von Baylissa Frederick an eine Freundin im langanhaltenden Entzug:
 
Guten Morgen. Eine Freundin, die kürzlich wieder gesund geworden ist, hat mir geschrieben um mir zu sagen, dass es vorbei ist. Sie war in einem wirklich langen Entzug, und für eine lange Zeit erwartete sie keine Besserung mehr. Jedes Mal, wenn wir in Kontakt waren, erinnerte ich sie daran, dass Entzug nicht ewig bestehen bleibt und sagte ihr voller Zuversicht, dass es ihr irgendwann besser gehen würde. Manchmal, an ihren schlimmsten Tagen, konnte ich den Verdruss in ihrer Stimme hören, dann das Zögern, wann immer ich sagte, die Symptome würden vergehen. Ich bin diese schwere, geladene Stille auf diese Worte schon gewohnt durch meine jahrelange Arbeit :)
Ich lächle immer in mich hinein, wenn ich sie bemerke, weil ich weiß, dass die Zeit kommt, wenn ich diesen „Es ist vorbei!“-Anruf oder diese E-Mail bekomme.
Auch meine Freundin ist zu diesem Punkt gekommen, und für sie ist das wundervoll! Für mich ist es eine Freude, das zu lesen und eine Erinnerung, warum ich diese Arbeit mache.

Das hat sie mir geschrieben: 

„Ich habe es geschafft!! Ich habe es auf die andere Seite geschafft. Die Akathisie, der Druck im Kopf, das ganze Grauen, die Empfindlichkeiten, die Nervenschmerzen, all diese schrecklichen Dinge mit meinem Bauch und Rücken, die verrückte Paranoia, diese schrecklichen Gedanken, die Zwangsneurose und andere psychische Dinge sind verschwunden, Bay.
Als wir letzten Frühling miteinander gesprochen haben, fühlte ich mich, als würde ich bald sterben. Ich weiß nicht, ob du dich erinnerst, aber ich erzählte dir, dass es mir immer schlechter geht statt besser. Ab August waren die Symptome verschwunden. Nichts ist geblieben, Bay, nichts. Wenn du das Ende erreichst, bist du dir nicht sicher, ob es das Ende ist. Du hast Angst zu sagen, dass es zu Ende ist. Dann findest du heraus, dass es das Ende ist. Keine Wellen mehr.
Bay, du hattest recht. Ich bin überglücklich und freue mich riesig. Ich habe die schlimmste Erfahrung überlebt, und das ist ein unglaubliches Gefühl.
Danke für alles. Gott segne dich.“
 
Wenn du heute mit Symptomen aufwachst, erinnere dich daran, dass auch dein Tag kommen wird.
Diese Frau war einer der schlimmsten Fälle, die ich je gesehen habe. Und sie hat es geschafft. Du wirst es auch schaffen. Verliere nicht den Mut.
Deine Zeit wird kommen. Erinnere dich, sie hat wie du den erschreckenden Albtraum des Entzugs überstanden und es bis zur Genesung geschafft.
Leichtere Zeiten werden kommen. Gib nicht auf.
 
Ich sende euch heilsame Gedanken und Wünsche
Baylissa


Quelle:
So gern ich den genauen Link posten würde, kann ich das leider nicht. Dieser Text wurde von einer Userin in einer amerikanischen Facebook-Absetzgruppe gepostet und stammt aus der Facebook-Gruppe von Baylissa. In diese Gruppe darf man aber nur hinein, wenn man zahlendes Mitglied von Baylissas Homepage (und somit ihrer Betreuung) ist.
Sollte jemand von euch aber dort Mitglied sein oder mit Baylissa in Kontakt treten können, könnt ihr das natürlich ergänzen.

Ergänzung von padma:
Hier die Webseite von Baylissa
http://www.recovery-road.org bzw. https://baylissa.com, auf Facebook findet man sie hier: https://www.facebook.com/BloominWellness/

(Balyssa bietet kostenpflichtig auf englisch support im recovery Prozess an)
Zuletzt geändert von padma am 21.02.2018 17:26, insgesamt 2-mal geändert.
► Text zeigen

Zu rasches Reduzieren (nur 5 Monate) nach Langzeiteinnahme, seitdem PWS (PROTRAHIERTES ENTZUGSSYNDROM) seit August 2017

Mein Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=14041
LenaLena
Beiträge: 1094
Registriert: 30.11.2017 17:07
Hat sich bedankt: 94 Mal
Danksagung erhalten: 317 Mal

Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena »

Die Sonntags-Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 8. April 2018:

I know this road you are travelling is extremely difficult and there are times when you wonder if you will find the strength to continue to press on. You have overcome so much already, don’t doubt that you can go the rest of the way. You can and you will.

Your body is resilient and self-healing, and you have a courageous heart and the gift of human will. You are accepting and patient, and no matter what, you won’t give up. You always find ways of getting through the day.

So, today, keep on going. You ARE going to make it. Even if you are overwhelmed and can’t see your way out, just trust that you will get there. You will heal, celebrate your recovery, and move on. This is how this chapter of your life story ends.
-----------------------------------

Ich weiß, dass der Weg, den du beschreitest, extrem schwierig ist und es Zeiten gibt, in denen du dich fragst, ob du die Kraft findest, weiterzumachen. Du hast schon so viel geschafft, zweifle nicht daran, dass du den Rest auch schaffen wirst!
Du kannst und du wirst.

Dein Körper ist widerstandsfähig und selbstheilend, und du hast ein mutiges Herz und das Geschenk des menschlichen Willens.
Du akzeptierst und bist geduldig, und egal was passiert, du wirst nicht aufgeben. Du findest immer einen Weg, durch den Tag zu kommen.

Also, mach weiter. Du WIRST es schaffen, Auch wenn du überwältigt bist und deinen Weg heraus nicht sehen kann, vertraue darauf, dass du es schaffen wirst.
Du wirst heilen, deine Genesung feiern und weitermachen.
Dieses Kapitel deiner Lebensgeschichte wird enden.

https://baylissa.com/encouragement/ (übersetzt von mir)
► Text zeigen

Zu rasches Reduzieren (nur 5 Monate) nach Langzeiteinnahme, seitdem PWS (PROTRAHIERTES ENTZUGSSYNDROM) seit August 2017

Mein Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=14041
LenaLena
Beiträge: 1094
Registriert: 30.11.2017 17:07
Hat sich bedankt: 94 Mal
Danksagung erhalten: 317 Mal

Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena »

Sonntags-Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 15. April 2018:

The withdrawal voice can be very convincing and persuasive. It speaks to you so regularly and so confidently, it can begin to sound like an authority and the one that tells the truth. It is not. It lies. It looks for everything that is going wrong and it challenges any positive statements you make to yourself. It tells you that you aren’t going to heal and it plays mind games.

If ever that withdrawal voice tries to tell you anything that you do not want to happen, don’t believe it. If it conjures up worst case scenarios, don’t believe it. Your rational mind is still very much intact, but it is obscured by withdrawal. Don’t give in to that withdrawal voice… to any fear it triggers. Just observe it without resisting or fighting it and allow it to say whatever it wants. Once the payoff it gets changes, it won’t have that power over you. So the key is to not try to control it, but to allow it. Then gently take your focus back to the fact that your healing is taking place.

All you need to do to get through today is to keep holding on, to take things moment by moment, hour by hour, and not give up. You must keep going because in time you will heal, you will exhale and breathe freely again. You will say ‘goodbye’ to withdrawal and move on. Just remember that this is your reality and not that withdrawal voice. There is another voice – the voice of truth – gently whispering, ‘This, too, shall pass. This, too, shall pass. This, too, shall pass.’ This is the voice you listen to. Keep going.

Sending healing thoughts and wishes, Baylissa


Übersetzung:
Die Stimme des Entzugs kann sehr überzeugend und überredend sein. Sie spricht regelmäßig zu dir und klingt so selbstbewusst, dass sie anfangen kann, wie eine Autorität zu wirken und wie diejenige, die die Wahrheit erzählt. Das ist sie aber nicht. Sie lügt. Sie sucht nach allem, was falsch läuft, und stellt alle positiven Aussagen in Frage, die du machst. Sie sagt dir, dass du nicht heilen wirst und spielt Gedankenspiele mit dir.

Wann immer diese Entzugsstimme dir irgendetwas sagen will, was du nicht willst, glaub es nicht. Wenn sie schlimme Szenarien heraufbeschwört, glaub ihr nicht. Dein rationaler Verstand ist immer noch intakt, aber er ist durch den Entzug verdeckt. Gib dieser Entzugsstimme nicht nach… oder irgendeiner Angst, die sie auslöst. Beobachte sie einfach, ohne dich zu wehren und sie zu bekämpfen und erlaube ihr zu sagen, was immer sie will. Wenn sich diese Situation ändert, hat sie keine Macht mehr über dich. Der Schlüssel ist also nicht, sie zu kontrollieren, sondern sie zuzulassen. Das bringt deinen Fokus zurück zu der Tatsache, dass deine Heilung gerade stattfindet.

Alles, was du heute brauchst, um durch den Tag zu kommen, ist durchzuhalten, Moment für Moment und Stunde für Stunde zu leben, und nicht aufzugeben. Du musst weitermachen, denn mit der Zeit wirst du heilen, du wirst aufatmen und wieder frei durchatmen können. Du wirst „Tschüs“ zum Entzug sagen und weiterziehen.
Denk dran, dass das deine Realität ist und nicht diese Entzugsstimme. Da ist eine andere Stimme – die Stimme der Wahrheit – die dir leise zuflüstert: „Auch dies wird vorübergehen. Auch dies wird vorübergehen. Auch dies wird vorübergehen.“ Das ist die Stimme, auf die du hörst. Bleib dran.

Ich sende dir heilende Gedanken und Wünsche,
Baylissa

https://baylissa.com/encouragement-2/ (übersetzt von mir)
Zuletzt geändert von LenaLena am 25.04.2018 10:48, insgesamt 1-mal geändert.
► Text zeigen

Zu rasches Reduzieren (nur 5 Monate) nach Langzeiteinnahme, seitdem PWS (PROTRAHIERTES ENTZUGSSYNDROM) seit August 2017

Mein Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=14041
LenaLena
Beiträge: 1094
Registriert: 30.11.2017 17:07
Hat sich bedankt: 94 Mal
Danksagung erhalten: 317 Mal

Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena »

Sonntags-Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 22. April 2018:

No matter how weary you may be, you must keep going. Let the tears flow, if they come. If you are still numb and they can’t, that’s okay. If you are enveloped in despair because your symptoms have been cruel and unrelenting, make that okay too and keep reminding yourself that this will all eventually end. It may feel like a lie at first, or your withdrawal voice may tell you otherwise, but the truth is that withdrawal is temporary and you are going to recover. Even as you read this, healing is happening.

As you navigate your way through this and every other day, keep holding on to hope. Let it be your constant companion… one heartbeat, one more moment, one more hour, one more day. That’s all you need to do. Tomorrow will take care of itself and one of the tomorrows will be the day withdrawal ends.

If you have been holding on for what feels like forever or just way too long, it may be harder to find resonance with these statements. But you, too, must not give up or give in. This is as much your truth as anyone else’s. And whether you believe it or not, the day will come when recovery truly arrives and the promise is fulfilled… In the meantime, keep going.

Sending healing thoughts and wishes, Baylissa


Übersetzung:
Egal, wie müde du sein magst, du musst weitermachen. Lass die Tränen fließen, wenn sie kommen. Wenn du noch zu betäubt bist und sie nicht kommen, ist das okay. Wenn du in Verzweiflung gehüllt bist, weil deine Symptome grausam und unerbittlich sind und waren, dann ist auch das okay. Erinnere dich immer wieder daran, dass das alles irgendwann enden wird. Es mag sich zuerst wie eine Lüge anfühlen oder die Stimme des Entzugs mag dir das Gegenteil erzählen, aber die Wahrheit ist, dass Entzug etwas Vorübergehendes ist und du dich erholen wirst. Während du das liest, geschieht Heilung.

Während du dich durch diesen oder jeden anderen Tag bewegst, behalte dir die Hoffnung. Lass sie dein ständiger Begleiter sein… einen weiteren Herzschlag lang, einen weiteren Moment, eine weitere Stunde, einen weiteren Tag lang. Das ist alles, was du tun musst.
Das Morgen wird sich um sich selbst kümmern, und eines dieser „Morgen“ wird der Tag sein, an dem dein Entzug endet.

Wenn du dich darauf fixiert hast, dass das für immer oder zumindest zu lange dauern wird, ist es vielleicht schwieriger, eine Resonanz in diesen Aussagen zu finden. Aber auch du darfst nicht aufgeben oder nachgeben. Das ist genauso deine Wahrheit wie die eines jeden anderen! Und ob du es glaubst oder nicht, der Tag wird kommen, an dem die Genesung wirklich eintritt und das Versprechen erfüllt wird… In der Zwischenzeit, mach weiter und bleib dran.

Ich sende heilsame Gedanken und Wünsche, Baylissa

https://baylissa.com/encouragement/ (übersetzt von mir)
► Text zeigen

Zu rasches Reduzieren (nur 5 Monate) nach Langzeiteinnahme, seitdem PWS (PROTRAHIERTES ENTZUGSSYNDROM) seit August 2017

Mein Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=14041
LenaLena
Beiträge: 1094
Registriert: 30.11.2017 17:07
Hat sich bedankt: 94 Mal
Danksagung erhalten: 317 Mal

Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena »

Sonntags-Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 29. April 2018:

I know I tend to go on and on about taking things one day at a time. It may sound clichéd, but it truly is the best way to navigate your way through withdrawal. Still, you may at times find yourself projecting way ahead. If ever this is the case, don’t beat yourself up. Tell yourself it is normal to have this fear and make it okay. But if you can later find a space in between the thoughts and ruminating, gently remind yourself that the path withdrawal takes is non-linear, unique to each individual and totally unpredictable. There is no way of predicting.

I cannot begin to tell you how many people were convinced they were going to go on for much, much longer than they did. In fact, most people insist they will be the most protracted case! ;) They are the ones who find it difficult to not give themselves a time-frame. We understand this can be almost impossible to avoid when symptoms are intense and unrelenting but it can cause a lot of unnecessary distress and intensify symptoms. See if you can be okay with the not knowing.

Today, as much as you can, live in the moment. Tomorrow always takes care of itself. See what you can distract with healthily, not to fight the symptoms or try to make them go away, but to have the best day that you possibly can, despite the pain and other symptoms.

The one absolute in all of this is that you are going through a healing process that ends with recovery. This long, dark night will end. One of the days when you wake up, it will be the beginning of the end of withdrawal. This is inevitable. So you must keep on holding on and wait it out. Easier times lie ahead.

Sending healing thoughts and wishes, Baylissa


Übersetzung:
Ich weiß, dass ich dazu tendiere, zu sagen, dass man die Dinge Tag für Tag angeht. Es mag klischeehaft klingen, aber es ist wirklich die beste Weise, um den Weg durch den Entzug zu finden. Trotzdem wirst du manchmal feststellen, dass du weit voraus denkst. Wenn das der Fall ist, mach dich nicht fertig. Sag dir selbst, dass es normal ist, diese Angst zu haben, und sieh es als okay an. Aber wenn du danach Raum findest zwischen den Gedanken und dem Grübeln, erinnere dich sanft daran, dass der Weg des Entzugs nicht linear verläuft und für jedes Individuum einzigartig und völlig unvorhersehbar ist. Es gibt keine Möglichkeit, ihn vorherzusagen.

Ich fange gar nicht erst an, dir zu erzählen, wie viele Menschen davon überzeugt waren, dass sie viel länger drinstecken würden, als es dann der Fall war. Tatsächlich beharren die meisten Leute darauf, dass sie der am längsten andauernde Fall sein würden! ;)
Sie sind es, die sich schwer tun, sich keinen Zeitrahmen zu setzen. Wir verstehen, dass dies fast unmöglich zu vermeiden ist, wenn die Symptome intensiv und unnachgiebig sind, aber es kann viel unnötigen Stress verursachen und die Symptome verstärken. Schau, ob es okay für dich werden kann, es nicht zu wissen.

Heute, so gut du es kannst, lebe im Moment. Das Morgen kümmert sich immer um sich selbst. Schau, womit du dich auf gesunde Weise ablenken kannst, um die Symptome nicht zu bekämpfen oder zu versuchen, sie verschwinden zu lassen, sondern um den besten Tag zu haben, den du möglicherweise trotz der Schmerzen und anderer Symptome haben kannst.

Das eine Absolute in all dem ist, dass du einen Heilungsprozess durchmachst, der mit der Genesung endet. Diese lange, dunkle Nacht wird enden. Einer der Tage, an denen du aufwachst, ist der Beginn des Endes des Entzugs. Dies ist unvermeidlich. Also musst du weitermachen und abwarten. Einfachere Zeiten liegen vor dir.

Ich sende heilsame Gedanken und Wünsche, Baylissa

https://baylissa.com/encouragement/ (übersetzt von mir)
► Text zeigen

Zu rasches Reduzieren (nur 5 Monate) nach Langzeiteinnahme, seitdem PWS (PROTRAHIERTES ENTZUGSSYNDROM) seit August 2017

Mein Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=14041
LenaLena
Beiträge: 1094
Registriert: 30.11.2017 17:07
Hat sich bedankt: 94 Mal
Danksagung erhalten: 317 Mal

Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena »

Sonntags-Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 13. Mai 2018:

No matter what you are experiencing today, you are going to get better. You ARE healing. No matter how intense your symptoms are, how much pain, anxiety, fear… you are enduring, with every day that passes, healing is happening. Even if your withdrawal is protracted and you have been struggling for a longer than usual time, if you have had no windows, if you tapering or holding, if your windows are brief or your waves are intense beyond belief, you will eventually heal and make it to the other side of withdrawal.

Don’t believe a temporarily injured, compromised, withdrawal brain that only conjures up the worst case scenarios… okay? You must keep going because time is your healer and everything you are coping with now will pass. Please don’t give in to that withdrawal voice… to the fear…. Just observe it without resisting or fighting it and then gently take your focus back to the fact that your healing is taking place, right now, even as you read this.

The most important thing is for you to keep HOPE alive. It you are breathing, healing is happening and you WILL make it to recovery. Keep going!

Sending healing thoughts and wishes, Baylissa


Übersetzung:
Egal, was du heute erlebst, du bist auf dem Weg der Besserung. Du heilst. Egal, wie intensiv deine Symptome sind, wie viel Schmerz, Angst, Furcht da ist ... du bist ausdauernd, mit jedem Tag, der vergeht, geschieht Heilung. Selbst wenn dein Entzug langwierig (protrahiert) ist und du länger kämpfst, als es üblich ist, wenn du keine Fenster hattest, wenn du reduzierst oder auf deiner Dosis bleibst, wenn deine Fenster kurz oder deine Wellen unglaublich sind, wirst du schließlich heilen und es auf die andere Seite des Entzugs schaffen.

Glaub nicht einem vorübergehend verletzten, kompromittierten Entzugshirn, das nur die Worst-Case-Szenarien heraufbeschwört ... okay? Du musst weitermachen, weil die Zeit dein Heiler ist und alles, was du jetzt bewältigen musst, wird vorübergehen. Bitte gib dieser Entzugsstimme nicht nach ... auch nicht der Angst ... Beobachte sie einfach, ohne sie zu bekämpfen oder dich zu wehren und lege dann sanft deinen Fokus zurück auf die Tatsache, dass deine Heilung stattfindet, gerade jetzt, während du dies liest.

Das Wichtigste ist, dass du die HOFFNUNG am Leben hältst. Während du atmest, geschieht Heilung und du wirst es zur Genesung schaffen. Mach weiter!


Ich sende heilsame Gedanken und Wünsche, Baylissa

https://baylissa.com/encouragement/ (übersetzt von mir)
[/quote]
► Text zeigen

Zu rasches Reduzieren (nur 5 Monate) nach Langzeiteinnahme, seitdem PWS (PROTRAHIERTES ENTZUGSSYNDROM) seit August 2017

Mein Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=14041
LenaLena
Beiträge: 1094
Registriert: 30.11.2017 17:07
Hat sich bedankt: 94 Mal
Danksagung erhalten: 317 Mal

Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena »

Sonntags-Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 27. Mai 2018:

If you are having a rough time at the moment, I am sorry. I know so many of you are suffering terribly with intense symptoms. Some of you are tapering and are wondering if you will ever make it safely off the drug/s. Some of you have already completed your taper and are worried about how long your withdrawal is going to last. Others are having protracted withdrawal symptoms (neurotoxicity) and are wondering when will withdrawal end or if it will actually end.

No matter what your current situation is, please try not to let the fear consume you and make you lose perspective. Please remember that withdrawal is temporary and that no matter how long the recovery process may be taking, the outcome will be your healing and return to normality. So always remember where you are headed.

As unbelievable as this may sound to you now, one day you will struggle to recall these dark times. Not that you will want to do so anyway! 🙂 Yes, one day you will see that not only has this challenge ended, but it has become a faded memory.

Sending healing thoughts and wishes,
Baylissa


Übersetzung:

Wenn du im Moment eine harte Zeit hast, tut mir das sehr leid. Ich weiß, dass so viele von euch unter intensiven Symptomen leiden. Einige von euch reduzieren langsam und fragen sich, ob sie jemals sicher von den Drogen wegkommen werden. Einige von euch haben die Reduzierphase bereits abgeschlossen und machen sich Sorgen darüber, wie lange ihr Entzug dauern wird. Andere haben protrahierte (langwierige) Entzugserscheinungen (Neurotoxizität) und fragen sich, wann der Entzug enden wird oder ob er tatsächlich enden wird.

Egal, was deine momentane Situation ist, bitte versuche nicht die Angst dich verzehren und dich die Perspektive verlieren zu lassen. Bitte denk daran, dass Entzug etwas Vorübergehendes ist und dass, egal wie lange der Genesungsprozess dauert, das Ergebnis deine Heilung und die Rückkehr zur Normalität sein wird. Also denk immer daran, was das Ziel ist.

So unglaublich das für dich jetzt klingen mag, eines Tages wird es dir schwer fallen, dich an diese dunklen Zeiten zu erinnern. Nicht, dass du das noch wollen wirst! 🙂 Ja, eines Tages wirst du sehen, dass diese Herausforderung nicht nur beendet ist, sondern zu einer verblassten Erinnerung geworden ist.

Ich sende heilende Gedanken und Wünsche,
Baylissa

https://baylissa.com/encouragement/ (übersetzt von mir)
► Text zeigen

Zu rasches Reduzieren (nur 5 Monate) nach Langzeiteinnahme, seitdem PWS (PROTRAHIERTES ENTZUGSSYNDROM) seit August 2017

Mein Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=14041
LenaLena
Beiträge: 1094
Registriert: 30.11.2017 17:07
Hat sich bedankt: 94 Mal
Danksagung erhalten: 317 Mal

Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena »

Sonntags-Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 29. Juli 2018:

Please be gentle in the things that you say to yourself. Imagine that you are a vulnerable little child. What would you say to him or her? You would find reassuring things that are calming – that will soothe and induce feelings of safety. This is how you must choose to nurture yourself.

It’s easy to lose perspective when you get caught up in a spiral of anxious thoughts, all of which are just thoughts and are not reality. But they can be powerful and will overwhelm if believed to be true. So today, remember to be kind to yourself. Think of what you would say to that scared child or to a friend you care deeply about and say those things to yourself. It will make a big difference to how you cope.

Sending healing thoughts and wishes,
Baylissa


Übersetzung:
Sei bitte sanft in den Dingen, die du zu dir selbst sagst. Stell dir vor, du bist ein verletzliches kleines Kind. Was würdest du zu ihm sagen? Du würdest beruhigende Dinge sagen - denn das wird Gefühle der Sicherheit hervorrufen und sanft beruhigen.
Das ist die Art, wie du zu dir selbst sein musst.

Es ist leicht, die Perspektive zu verlieren, wenn man sich in einer Spirale ängstlicher Gedanken verfängt, die aber nur Gedanken sind und nicht die Realität! Aber sie können mächtig sein und werden dich überwältigen, wenn du glaubst, dass sie wahr sind. Denke also heute daran, freundlich zu dir selbst zu sein. Denk darüber nach, was du zu einem verängstigten Kind oder zu einem Freund sagen würdest, um den du dich sorgst, und sag diese Dinge zu dir selbst. Es wird einen großen Unterschied machen in der Art, wie du mit all dem umgehst.

Ich sende heilsame Gedanken und Wünsche,
Baylissa

https://baylissa.com/encouragement/ (übersetzt von mir)
► Text zeigen

Zu rasches Reduzieren (nur 5 Monate) nach Langzeiteinnahme, seitdem PWS (PROTRAHIERTES ENTZUGSSYNDROM) seit August 2017

Mein Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=14041
LenaLena
Beiträge: 1094
Registriert: 30.11.2017 17:07
Hat sich bedankt: 94 Mal
Danksagung erhalten: 317 Mal

Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena »

Sonntags-Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 9. September 2018:

It may not be possible to avoid all negativity during withdrawal. Many days you could be perceived to be a “negative” person yourself, because withdrawal is so all-consuming and leaves one feeling overwhelmed and frustrated. So it’s normal and okay to be the way you are. However, try to remain in awareness because along with having to deal with the darkness of withdrawal, you do not want to become drained from absorbing the distress and negativity that one inevitably encounters in cyberspace.

In your daily experiences, remember this quote: “Avoid negative people, for they are the greatest destroyers of self-confidence and self-esteem. Surround yourself with people who bring out the best in you.” — Unknown

Negativity causes stress and stress gives your nervous system additional work, thus making symptoms feel more intense. So, be mindful of this and find the people who bring light to the darker days. One of the best ways of doing this is to be one of those people.

Sending healing thoughts and wishes,
Baylissa


Übersetzung:
Es ist eventuell nicht immer möglich, jegliche Negativität während des Entzugs zu vermeiden. An vielen Tagen könnte man selbst als "negative" Person wahrgenommen werden, weil der Entzug so alles verzehrend ist und ein Gefühl von Überwältigung und Frustration zurücklässt. Es ist also normal und okay, so zu sein, wie du bist. Versuche jedoch, dir dessen bewusst zu bleiben, denn auch wenn du dich mit der Dunkelheit deines Entzugs auseinandersetzen musst, solltest du nicht die Not und Negativität, denen du im Internet zwangsläufig begegnest, auch noch in dir aufsaugen.

Denke in deinen täglichen Erfahrungen an dieses Zitat: "Vermeide negative Menschen, denn sie sind die größten Zerstörer des Selbstvertrauens und des Selbstwertgefühls. Umgib dich mit Leuten, die das Beste aus dir herausholen. "- Unbekannt

Negativität verursacht Stress, und Stress bringt deinem Nervensystem zusätzliche Arbeit, wodurch sich die Symptome intensiver anfühlen. Achte also darauf und finde die Menschen, die Licht in die dunkleren Tage bringen. Eine der besten Möglichkeiten, dies zu tun, ist einer dieser Menschen zu sein.

Ich sende heilende Gedanken und Wünsche,
Baylissa

https://baylissa.com/encouragement/ (übersetzt von mir)

Wenn das mal keine wunderschöne Message ist <3
► Text zeigen

Zu rasches Reduzieren (nur 5 Monate) nach Langzeiteinnahme, seitdem PWS (PROTRAHIERTES ENTZUGSSYNDROM) seit August 2017

Mein Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=14041
Guglhupf
Beiträge: 826
Registriert: 23.07.2017 14:26
Hat sich bedankt: 23 Mal
Danksagung erhalten: 69 Mal

Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von Guglhupf »

Hallo :)

Ich hoffe es ist okay, dass ich in LenaLenas :) Thread "dreinrede*". Habe eh aufmerksam gemacht durch die liebe Lena :) gestern diesen schönen Beitrag auf Baylissas Website entdeckt. Der passt so wunderbar als kleiner Hoffnungsträger für so viele hier, wenn Mal wieder alles aussichtslos scheint. Klare Aussage - vertraue immer darauf - es wird besser!

Sonntags-Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 16. September 2018:

The strength and courage you need in order to make it through today will come. They are within you and you have what it takes to cope. Your track record proves it. Managing your withdrawal may not be easy – actually it may be the most difficult thing you will ever have to do in your entire life – but so far you have persevered, and you can continue to do so.

If you feel that you are losing hope, keep going. Even if the symptoms are raging and things are overwhelmingly bad, you must not give up. This is the time to summon your determination and will. This is the time to tell withdrawal it will not win. And you do so by soldiering on, by not struggling against the symptoms, by being patient and caring for yourself, and by making whatever is happening okay, because you understand that the body is doing what it needs to do to correct the imbalances caused by the drug and to regain and maintain homeostasis. Everything that is taking place is healing in action, even if it doesn’t feel like it. You are getting better.

So today, tell yourself that you have all you need to cope. How can you be sure? Remember the worst days when you woke up and thought, How can I possibly get through this? If you think back, you will see that somehow, you did. You made it through all those dark, overwhelming days and no matter what today brings, you will get through it, too.

Sending healing thoughts and wishes,
Baylissa


Übersetzung
Die Kraft und der Mut, die du brauchst, um den heutigen Tag zu überstehen werden kommen. Sie sind in dir und du hast das Zeug dazu. Deine Erfolgsbilanz beweist es. Den Entzug zu managen, mag nicht einfach sein - eigentlich ist es vielleicht das Schwierigste, was du jemals in deinem ganzen Leben tun musst - aber bis jetzt hast du es durchgehalten, und du kannst es weiterhin tun.

Wenn du die Hoffnung verlierst, mach weiter. Selbst wenn die Symptome toben und die Dinge überwältigend schlecht sind, darfst du nicht aufgeben. Dies ist die Zeit, um deine Entschlossenheit und deinen Willen zu zeigen. Dies ist die Zeit, um dem Entzug zu zeigen, dass er nicht gewinnen wird.

Du tust dies, indem du weitermachst, indem du nicht gegen die Symptome kämpfst, indem du geduldig bist und für dich sorgst, und indem du zulässt, was auch immer passiert, denn du weißt, dass der Körper tut, was er tun muss, um die durch den Entzug verursachten Ungleichgewichte zu korrigieren und um die Homöostase wiederzuerlangen und beizubehalten. Es ist ein Heilungsprozess, auch wenn es sich nicht danach anfühlt. Du heilst.

Also sag dir selbst, dass du alles hast, was du bewältigen musst. Wie kannst du dir sicher sein? Erinnere dich an die schlimmsten Tage, an denen du aufgewacht bist und dachtest: Wie kann ich das durchstehen? Wenn du zurück denkst, wirst du sehen, dass du es irgendwie getan hast. Du hast es durch all die dunklen, überwältigenden Tage geschafft und egal was heute kommt, du wirst es erneut durchstehen.

Ich sende heilende Gedanken und Wünsche,
Baylissa

https://baylissa.com/encouragement/

Übersetzt von Guglhupf.
Meine Signatur
► Text zeigen
- bei Bedarf Magnesium
- Passionsblumentee zur Milderung entzugsbedingter NW
- Mönchspfeffer
- reines Lavendelöl

"Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher."
LenaLena
Beiträge: 1094
Registriert: 30.11.2017 17:07
Hat sich bedankt: 94 Mal
Danksagung erhalten: 317 Mal

Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena »

Sonntags-Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 23. September 2018:

“Each step no matter how difficult, is one more step closer to the top of the hill. To keep hope alive for one more heartbeat at a time leads to the light of the next sunrise and the promise of a new day. Keep going.” – Joseph M. Marshall III

Today, I will keep hope alive… heartbeat by heartbeat, breath by breath. I will persevere and not give up. I will relent control and allow my healing to reveal itself to me in its own time. I will be patient as the process flows, uninterrupted…

Whatever surfaces today, I will choose to accept without resisting as, step by step, heartbeat by heartbeat, moment by moment, I normalize what is taking place and I use the coping tools that work well for me, to nurture myself.

No matter what happens today, no matter how challenged or overwhelmed I feel, I will remember that my body’s resilience, its self-healing capabilities, and the revitalizing energy radiating within me are all more powerful than the horrors of withdrawal. I know, without a doubt, that the promise of recovery will one day be my reality.

Baylissa



Übersetzung
"Mit jedem Schritt, egal wie schwierig er ist, komme ich dem Gipfel des Hügels noch einen Schritt näher. Mit jedem weiteren Herzschlag die Hoffnung lebendig zu halten, führt zum Licht des nächsten Sonnenaufgangs und zum Versprechen eines neuen Tages. Mach weiter." - Joseph M. Marshall III

Heute werde ich die Hoffnung am Leben halten ... Herzschlag für Herzschlag, Atemzug für Atemzug. Ich werde durchhalten und nicht aufgeben. Ich werde die Kontrolle abgeben und zulassen, dass sich meine Heilung in ihrer eigenen Zeitspanne entwickelt. Ich werde geduldig sein, während der Prozess ununterbrochen läuft ...

Was auch immer heute auftauchen mag, ich werde akzeptieren, ohne Widerstand zu leisten, denn Schritt für Schritt, Herzschlag für Herzschlag, Moment für Moment, reguliere ich mich zurück und benutze die Bewältigungswerkzeuge, die gut für mich funktionieren, um für mich zu sorgen.

Egal, was heute passiert, egal, wie herausgefordert oder überwältigt ich mich fühle, ich werde mich daran erinnern, dass die Widerstandsfähigkeit meines Körpers, seine Selbstheilungskräfte und die regenerierende Energie, die in mir strahlt, mächtiger sind als die Schrecken des Entzugs. Ich weiß ohne Zweifel, dass das Versprechen der Genesung eines Tages meine Realität sein wird.

Baylissa

https://baylissa.com/encouragement/ (übersetzt von mir)
► Text zeigen

Zu rasches Reduzieren (nur 5 Monate) nach Langzeiteinnahme, seitdem PWS (PROTRAHIERTES ENTZUGSSYNDROM) seit August 2017

Mein Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=14041
LenaLena
Beiträge: 1094
Registriert: 30.11.2017 17:07
Hat sich bedankt: 94 Mal
Danksagung erhalten: 317 Mal

Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena »

Hier die Übersetzung eines Artikels auf Baylissas Seite über die Selbstheilungskraft unseres Körpers:

Your Body’s Innate Ability to Heal

Please, always keep in mind how resilient and self-healing the human body is. When in withdrawal it is so easy to forget. This is particularly relevant if your symptoms are cruel and persistent, and if this is making you begin to doubt that you are healing.

I’m sure you have had cuts and bruises that healed without anything being done. Maybe all you did was put a plaster on a cut or some disinfectant on a bruise. It healed itself and in time looked so perfect that you couldn’t see a difference and eventually completely forgot you had an injury there.

This self-healing process is not limited to cuts and bruises. It applies to the reversible damaged done by the drug you were taking (or are tapering off). All you need to do is be patient and allow the time required for your nervous system to heal – for those receptors to be up-regulated. While you wait, use this awareness to help allay your fears. Trust that your body’s innate ability to heal is more powerful than even the worst withdrawal symptoms.

Believe that you are indeed healing and that no matter how unwell you may be feeling at this time, the withdrawal nightmare is going to end and recovery will be your outcome.

So, for now, take a deep breath… exhale… and remember the mantra: This, too, shall pass. This, too, shall pass. This, too, shall pass.


Übersetzung:
Die angeborene Fähigkeit deines Körper zu heilen

Bitte denke immer daran, wie belastbar und selbstheilend der menschliche Körper ist. Im Entzug ist das so leicht zu vergessen. Dies ist besonders relevant, wenn deine Symptome grausam und hartnäckig sind und wenn du dadurch anfängst zu bezweifeln, dass du heilst.

Ich bin sicher, dass du schon Schnitte und blaue Flecken hattest, die heilten, ohne dass irgendetwas getan wurde. Vielleicht hast du nur ein Pflaster oder ein Desinfektionsmittel auf den Schnitt oder Bluterguss gegeben. Es heilte von selbst und sah mit der Zeit wieder so perfekt aus, dass man keinen Unterschied mehr sehen konnte und schließlich völlig vergaß, dass man sich dort verletzt hatte.

Dieser Selbstheilungsprozess ist nicht auf Schnitte und Prellungen beschränkt. Er gilt für den reversiblen Schaden, der durch das Medikament verursacht wurde, das du eingenommen hast (oder das du absetzt). Alles, was du tun musst, ist geduldig zu sein und die Zeit zu akzeptieren, die dein Nervensystem benötigt, um zu heilen - damit diese Rezeptoren wieder hochreguliert werden. Während du wartest, nutze dieses Bewusstsein, um deine Ängste zu zerstreuen. Vertraue darauf, dass die angeborene Fähigkeit deines Körpers zu heilen stärker ist als selbst die schlimmsten Entzugssymptome.

Glaube, dass du tatsächlich heilst und dass, egal wie unwohl du dich gerade fühlst, der Entzugs-Albtraum ein Ende haben und die Genesung dein Ergebnis sein wird.

Also nimm nun einen tiefen Atemzug ... atme aus ... und erinnere dich an das Mantra: Auch dies wird vorübergehen. Auch dies wird vorübergehen. Auch dies wird vorübergehen.

https://baylissa.com/bodys-innate-ability-heal/
► Text zeigen

Zu rasches Reduzieren (nur 5 Monate) nach Langzeiteinnahme, seitdem PWS (PROTRAHIERTES ENTZUGSSYNDROM) seit August 2017

Mein Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=14041
LenaLena
Beiträge: 1094
Registriert: 30.11.2017 17:07
Hat sich bedankt: 94 Mal
Danksagung erhalten: 317 Mal

Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena »

Ein weiterer Blogartikel von Baylissa:

The other side

When people who have recovered write to me, they always say how content they are, how grateful they feel and how even the simplest things bring them joy. They also say that having been able to cope with withdrawal has made them profoundly appreciate how strong and courageous they are and that they can’t imagine anything in life ever having the ability to affect them as much as withdrawal did. Nothing will ever faze them. This has also been my experience.

I know it may be near-impossible for you to see any good coming out of your situation at this time, but one day you will feel differently. I don’t know what your gifts will be, but I do believe there will be some. I know that today, all you may be thinking about is coping with the symptoms and getting through the day, but this will change as you continue to heal. Remember, these symptoms are going to go one day, and go for good. You will be delighted that you have recovered, and you will say the same as those who made it to the other side.

I’ve always said I wouldn’t swap anything for the feelings of gratitude and the “preciousness” of life which I now enjoy. No matter how intense things are for you today, please trust that your time is coming. You will be able to sit back, reflect and smile gently to yourself when you think of all you have overcome and how strong you truly are.

While you wait, please never lose sight of the fact that everything that is happening now is leading you to recovery. All you have to do is hold on, allow the process to unfold, and take good care of yourself in the meantime. You are going to make it to the other side.

Sending healing thoughts and wishes,
Baylissa


Übersetzung:

Die andere Seite

Wenn Leute mir schreiben, die wieder genesen sind, sagen sie immer, wie glücklich, zufrieden und dankbar sie sind und wie selbst die einfachsten Dinge ihnen Freude bereiten. Sie sagen auch, dass sie, nachdem sie in der Lage waren, mit dem Entzug fertig zu werden, tief schätzen, wie stark und mutig sie sind und dass sie sich nichts im Leben vorstellen können, das ihnen noch mal so zusetzen könnte wie der Entzug. Nichts wird sie jemals entmutigen. Das war auch meine Erfahrung.

Ich weiß, dass es für dich fast unmöglich sein kann, im Moment etwas Gutes an deiner Situation zu sehen, aber eines Tages wirst du das anders sehen. Ich weiß nicht, was deine Geschenke sein werden, aber ich glaube, dass du welche bekommen wirst. Ich weiß, dass du heute nur daran denkst, mit den Symptomen fertig zu werden und den Tag zu überstehen, aber das wird sich ändern, wenn du weiter heilst. Denke daran, diese Symptome werden eines Tages verschwinden und zwar für immer. Du wirst dich freuen, dass du gesund geworden bist, und du wirst dasselbe sagen wie diejenigen, die es auf die andere Seite geschafft haben.

Ich habe immer gesagt, ich würde nichts eintauschen wollen gegen die Gefühle der Dankbarkeit und der "Kostbarkeit" des Lebens, die ich jetzt genieße. Egal, wie intensiv die Dinge für dich heute sind, bitte vertraue darauf, dass deine Zeit kommen wird. Du wirst dich dann zurücklehnen, nachdenken und dir sanft zulächeln, wenn du an alles denkst, was du überwunden hast und wie stark du wirklich bist.

Während du wartest, verliere bitte niemals die Tatsache aus den Augen, dass alles, was jetzt passiert, dich zur Genesung führt. Alles, was du tun musst, ist daran festzuhalten, den Prozess sich entfalten zu lassen und dich in der Zwischenzeit gut um dich selbst zu kümmern. Du wirst es auf die andere Seite schaffen.

Ich sende heilsame Gedanken und Wünsche,
Baylissa

https://baylissa.com/the-other-side/ (übersetzt von mir)
► Text zeigen

Zu rasches Reduzieren (nur 5 Monate) nach Langzeiteinnahme, seitdem PWS (PROTRAHIERTES ENTZUGSSYNDROM) seit August 2017

Mein Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=14041
LenaLena
Beiträge: 1094
Registriert: 30.11.2017 17:07
Hat sich bedankt: 94 Mal
Danksagung erhalten: 317 Mal

Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena »

Sonntags-Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 30. September 2018:

As you navigate your way and take care of yourself, please choose what you accept as your truth. Don’t rely on validation from anyone but yourself. Try not to get flustered if friends or family members allude to their being something else wrong or that what you are experiencing is due to the return of an ‘underlying condition’. Be careful with the opinions and subjective advice of others online and think carefully before you act on suggestions from people who may not fully understand the process.

Remind yourself that what is happening is not coincidental and that thousands of people are experiencing symptoms similar to yours, that emerged at the time of coming off the drug (or while in tolerance). Remember this always. Allow any existing rumination and thoughts. Don’t resist or struggle against them but just don’t believe them.

Remember, this is a healing process that leads to your recovery. Know that you will cope with whatever the day brings. You always find the strength and just like you got through yesterday, you will make it through today too. Validate your feelings and find ways to soothe and care for yourself. Continue to be strong, patient and accepting and wait it out. This is all you need to do. You can and will heal.

Baylissa



Übersetzung
Während du deinen Weg gehst und auf dich selbst aufpasst, bitte wähle gut, was du als deine Wahrheit akzeptierst. Verlasse dich nicht auf die Bestätigung von jemand anderem als dir selbst. Versuche, dich nicht verwirren zu lassen, wenn Freunde oder Familienmitglieder darauf anspielen, dass ihrer Meinung nach etwas anderes nicht in Ordnung ist oder dass das, was du erlebst, auf die Rückkehr einer "zugrunde liegenden Erkrankung" zurückzuführen ist. Sei vorsichtig mit den Meinungen und subjektiven Ratschlägen anderer online und denke sorgfältig nach, bevor du auf Vorschläge von Leuten reagierst, die den Prozess möglicherweise nicht vollständig verstehen.

Erinnere dich daran, dass das, was passiert, kein Zufall ist und dass Tausende von Menschen ähnliche Symptome haben wie du, die genau zum Zeitpunkt des Weglassens oder Reduzierens des Medikaments (oder während der Toleranz) aufgetaucht sind. Halte dir das immer vor Augen. Erlaube den vorhandenen Grübeleien und Gedanken, da zu sein. Leiste keinen Widerstand und kämpfe nicht gegen sie, aber glaube ihnen einfach nicht.

Denke daran, dies ist ein Heilungsprozess, der zu deiner Genesung führt. Du wirst mit allem fertig, was auch immer der Tag bringt. Du findest immer die Kraft, und genau wie du den Tag gestern geschafft hast, wirst du es auch heute schaffen. Prüfe deine Gefühle und finde Wege, dich zu beruhigen und für dich zu sorgen. Sei weiterhin stark, geduldig und akzeptierend und warte ab. Das ist alles, was du tun musst. Du kannst und du wirst heilen.

Baylissa

https://baylissa.com/encouragement/ (übersetzt von mir)
► Text zeigen

Zu rasches Reduzieren (nur 5 Monate) nach Langzeiteinnahme, seitdem PWS (PROTRAHIERTES ENTZUGSSYNDROM) seit August 2017

Mein Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=14041
Lucifer
Beiträge: 124
Registriert: 25.07.2018 12:04
Hat sich bedankt: 22 Mal
Danksagung erhalten: 11 Mal

Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von Lucifer »

Hi Leute, ich nehme 'mal Lena die Aufgabe ab und übersetze für euch. Sorry Lena, dass ich ungefragt mitmische. Diese Aufmunterungs-Nachrichten tun mir einfach gut. Ich hoffe du verzeihst mir.

Sonntags-Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 07. Oktober 2018:

I know many of you get triggered by things you read on the Internet, things I say to you on the phone or in webinars and Q and As, etc. This is normal and when or if it happens, it is important that you do not blame yourself or the story or person you interacted with. Remind yourself that it is normal to be triggered, accept that it is happening and then regain the perspective that what happens to another person will not happen to you.

So, today, if you get triggered by a story and your withdrawal brain tells you that yours is going to be similar and last as long or even longer, please remember that voice lies. Your symptoms and the way things are unfolding are just what your nervous system needs in order to heal. Even if it’s taking what feels like forever and you can’t see your way out, the healing is taking place.

Everyone heals. Even the most bizarre and cruel symptoms will relent. Over the years I have seen people who were polydrugged, given ECT, cold-turkeyed – no matter what the person’s history was, the healing took place and they made it to recovery. It will be the same for you. Please don’t give up. Keep holding on. Your recovery is on its way. It’s just a matter of time.

Baylissa


Übersetzung:
Ich weiss dass viele von euch getriggert werden von den Dingen, die ihr im Internet lest, den Dingen die ich am Telefon sage oder in den Webinaren und den Fragen und Antworten etc. Das ist normal und wenn es passiert oder falls es passiert, ist es wichtig, dass du dich nicht selbst oder die Geschichte oder die Person mit der du interagierst dafür verantwortlich machst. Erinnere dich selbst daran, dass es normal ist getriggert zu werden. Akzeptiere dass es passiert und nimm wieder die Perspektive ein, dass das was jemand anderem passiert, dir nicht passieren wird.

Falls du also heute von einer Geschichte getriggert wirst und dir dein "Entzugs-Verstand" sagt, dass deine Geschichte ähnlich sein wird und genau so lange dauern wird oder sogar noch länger dauern wird, dann bitte erinnere dich: diese Stimme lügt. Deine Symptome und die Art wie die Dinge sich entwickeln sind genau das, was dein Nervensystem braucht um geheilt zu werden. Selbst wenn es sich so anfühlt als würde es eine Ewigkeit dauern und du keinen Ausweg siehst, die Heilung findet statt.

Jeder heilt. Selbst die merkwürdigsten und und grausamsten Symptome werden nachgeben. Über die Jahre habe ich Leute gesehen, die mehrfach-mediziniert wurden, die ECT-Therapien unterzogen wurden, Kaltentzüge hatten - egal was die Geschichte des Menschen war, die Heilung hat stattgefunden und sie haben es geschafft zu regenerieren. Es wird dasselbe für dich sein. Bitte gib nicht auf. Halte weiter aus. Deine Regeneration ist auf dem Weg. Es ist nur eine Frage der Zeit.

Baylissa
https://baylissa.com/encouragement/(Übersetzt von Lucifer)

Liebe Grüße
[spoil]
26.04.2018 - 04.06.2018 Psychiatrie
04/2018 Olanzapin, Haldol, Valium
05/2018 Olanzapin, Haldol, Valium, Xeplion 150 mg
06/2018 Xeplion 100 mg

04.06.2018 - 01.09.2018 zu Hause
04.06.2018 - 20.08.2018 Keine Medikamente
21.08. 2018 - 01.09.2018 Anxiolit 15 mg (wegen extremen Schlafstörungen)

02.09.2018 - 10.09.2018 Psychiatrie
02.09.2018 Anxiolit 15mg
03.09.2018 Anxiolit 0mg (ohne Entzugssymptome)
02.09.2018 - 07.09.2018 Imovane (wegen extremen Schlafstörungen)

07.09.2018 - heute (und in Zukunft) keine Medikamente
[/spoil]
LenaLena
Beiträge: 1094
Registriert: 30.11.2017 17:07
Hat sich bedankt: 94 Mal
Danksagung erhalten: 317 Mal

Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena »

Sonntags-Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 14. Oktober 2018:

You build inner strength through embracing the totality of your experience, both the delightful parts and the difficult parts. Embracing the totality of your experience is one definition of having loving-kindness for yourself. Loving-kindness for yourself does not mean making sure you’re feeling good all the time… trying to set up your life so that you’re comfortable every moment. Rather, it means setting up your life so that you have time for meditation and self-reflection, for kind-hearted, compassionate self-honesty. – Pema Chodron

This quote resonates profoundly for me. I know that in withdrawal, being able to meditate and reflect can be limited by cognitive impairment and other troubling symptoms but embracing the difficult parts of an experience truly is the way to build inner strength.

This acceptance… this embracing the totality of an experience, is a recurring underlying theme when exploring the concept of inner strength, especially as it applies to withdrawal. There is power and liberation in acceptance. May acceptance find its way into your heart today (if it hasn’t already) and may it bring you peace.

Sending healing thoughts and wishes,

Baylissa



Übersetzung
Du baust innere Stärke auf, indem du die Gesamtheit deiner Erfahrungen annimmst, sowohl die wunderbaren Teile als auch die schwierigen Teile. Die Gesamtheit deiner Erfahrungen anzunehmen ist eine der Definitionen von liebevoller Güte dir selbst gegenüber. Liebevolle Güte dir selbst gegenüber bedeutet nicht, dass du dich immer gut fühlst ... dass du versuchst, dein Leben so zu gestalten, dass es dir jeden Moment gut geht. Vielmehr bedeutet es, dein Leben so zu gestalten, dass du Zeit für Meditation und Selbstreflexion hast, für gutherzige, mitfühlende Selbst-Ehrlichkeit. - Pema Chodron (buddhistische Nonne und Schriftstellerin)

Dieses Zitat berührt mich tief. Ich weiß, dass das Meditieren und Reflektieren im Entzug durch kognitive Beeinträchtigung und andere beunruhigende Symptome eingeschränkt sein kann, aber die schwierigen Teile einer Erfahrung anzunehmen ist wirklich der Weg, innere Stärke aufzubauen.

Diese Akzeptanz ... dieses Annehmen der Gesamtheit einer Erfahrung, ist ein wiederkehrendes Grundthema, wenn es um das Konzept der inneren Stärke geht, besonders, wenn es den Entzug betrifft. Akzeptanz bringt Kraft und Befreiung. Möge die Akzeptanz heute (wenn das nicht schon passiert ist) ihren Weg in dein Herz finden und möge das dir Frieden bringen.

Ich sende heilsame Gedanken und Wünsche,
Baylissa


https://baylissa.com/encouragement/ (übersetzt von LenaLena)


--- Man merkt klar, dass Baylissa den Entzugshorror selber durchgemacht hat und dass sie durch diese Erfahrung unendlich viel gewachsen und stärker geworden ist! :) Es lohnt sich, das zum Vorbild zu nehmen.
LG Lena
► Text zeigen

Zu rasches Reduzieren (nur 5 Monate) nach Langzeiteinnahme, seitdem PWS (PROTRAHIERTES ENTZUGSSYNDROM) seit August 2017

Mein Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=14041
LenaLena
Beiträge: 1094
Registriert: 30.11.2017 17:07
Hat sich bedankt: 94 Mal
Danksagung erhalten: 317 Mal

Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena »

Aus Baylissas Blog auf ihrer Homepage - kleine Erinnerung im Entzug:

Gentle Reminder

I know I say this a lot but it is oh so important, I hope you don’t mind me “nagging” you about it again. I am just asking you to please remember that the best approach to withdrawal is to recognize that no matter how much you resist and struggle against the process, nothing will change other than that there will be a possible increase in your stress levels and resulting intensification of some symptoms. It makes sense to not resist the symptoms and to accept them as a necessary path to and part of your recovery journey.

You must keep reminding yourself that what is happening is normal and that like the many people before you, the symptoms will eventually disappear and you will recover. It just does not make sense to be constantly struggling against what is happening (your nervous system healing). It is unrealistic and it compounds matters, causing immense stress, which in turn can make the symptoms even more intense.

Accepting the presence of the symptoms doesn’t necessarily mean you are in a zen-like state, smiling happily and affirming that you are healing! It just means that you have realized there is nothing you can do but wait for the healing to be completed. And that no amount of resistance will change the fact that this is a “time” issue and that patience is key.

So, keep holding on… keep going… and be as accepting and as patient as you can be. One day this nightmare will be over and you will be able to move on. Keep ploughing ahead.

With healing thoughts and wishes,
Baylissa


Übersetzung:

Kleine Erinnerung

Ich weiß, dass ich das oft sage, aber es ist so wichtig. Ich hoffe, es macht dir nichts aus, wenn ich wieder darauf "herumkaue". Ich bitte dich nur, dich daran zu erinnern, dass der beste Weg im Entzug darin besteht, zu erkennen, dass, egal wie sehr du Widerstand leistest und gegen den Prozess ankämpfst, sich nichts ändern wird, außer dass es zu einer Erhöhung deines Stresslevels und somit einer Intensivierung deiner Symptome kommen wird. Es macht Sinn, sich nicht gegen die Symptome zu wehren und sie als notwendigen Weg und Teil deiner Genesungsreise zu akzeptieren.

Du musst dich immer wieder daran erinnern, dass das, was passiert, normal ist und dass die Symptome wie bei den vielen anderen Personen vor dir verschwinden werden und du dich erholen wirst. Es macht einfach keinen Sinn, ständig gegen das zu kämpfen, was passiert (dein Nervensystem heilt). Es ist unrealistisch und es verschlimmert die Angelegenheit und verursacht immensen Stress, was wiederum die Symptome noch intensiver machen kann.

Das Vorhandensein der Symptome zu akzeptieren bedeutet nicht notwendigerweise, dass du in einem zen-ähnlichen Zustand bist, glücklich lächelst und erklärst, dass du heilst! Es bedeutet nur, dass du erkannt hast, dass du nichts anderes tun kannst, als darauf zu warten, dass die Heilung abgeschlossen ist. Und dass kein Berg an Widerstand die Tatsache ändert, dass dies ein "Zeitproblem" ist und dass Geduld der Schlüssel ist.

Also, mach weiter ... mach weiter ... aktzeptiere, so gut du kannst und sei so geduldig, wie du sein kannst. Eines Tages wird dieser Albtraum vorbei sein und du wirst weitermachen können. Geh weiter voran.

Mit heilenden Gedanken und Wünschen,
Baylissa

https://baylissa.com/gentle-reminder/ (übersetzt von LenaLena)
► Text zeigen

Zu rasches Reduzieren (nur 5 Monate) nach Langzeiteinnahme, seitdem PWS (PROTRAHIERTES ENTZUGSSYNDROM) seit August 2017

Mein Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=14041
LenaLena
Beiträge: 1094
Registriert: 30.11.2017 17:07
Hat sich bedankt: 94 Mal
Danksagung erhalten: 317 Mal

Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena »

Sonntags-Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 21. Oktober 2018:

Deep grief sometimes is almost like a specific location, a coordinate on a map of time. When you are standing in that forest of sorrow, you cannot imagine that you could ever find your way to a better place. But if someone can assure you that they themselves have stood in that same place, and now have moved on, sometimes this will bring hope. – Elizabeth Gilbert

There are many who have stood where you are standing now. They, too, wondered if the nightmare of withdrawal would ever end. They had doubts and many days of torture. They healed and you will too.

Recently, I have been receiving more good news from friends who are improving or who feel completely healed. If you can’t imagine yourself ever getting better, just think of them and see if this will make you more hopeful.

In the meantime, while you wait, keep hope close to your heart and let this hope be ignited by the reality that just like those before you, withdrawal will one day end. Contrary to what the withdrawal voice may be telling you, we all do heal.

Sending healing thoughts and wishes,

Baylissa



Übersetzung
Tiefe Trauer ist manchmal fast wie ein bestimmter Ort, eine Koordinate auf der Landkarte der Zeit. Wenn du in diesem Wald der Trauer stehst, kannst du dir nicht vorstellen, dass du jemals deinen Weg zu einem besseren Ort findest. Aber wenn andere dir versichern können, dass sie selbst am selben Ort gestanden haben und jetzt weitergezogen sind, wird dies manchmal Hoffnung bringen. - Elizabeth Gilbert

Es gibt viele, die dort gestanden haben, wo du jetzt stehst. Sie fragten sich auch, ob der Albtraum des Entzugs jemals enden würde. Sie hatten Zweifel und viele Tage der Qual. Sie heilten und du wirst es auch tun.

Vor kurzem habe ich wieder einmal gute Nachrichten von Freunden erhalten, denen es besser geht oder die sich vollständig geheilt fühlen. Wenn du dir nicht vorstellen kannst, dass es dir jemals besser gehen wird, dann denke einfach an sie und sieh, ob dich das hoffnungsvoller macht.

In der Zwischenzeit, während du wartest, halte die Hoffnung nahe an deinem Herzen und entfache diese Hoffnung durch den Fakt, dass genau wie bei denen vor dir der Entzug eines Tages enden wird. Im Gegensatz zu dem, was die Entzugsstimme dir sagt, heilen wir alle.

Ich sende heilsame Gedanken und Wünsche,
Baylissa


https://baylissa.com/encouragement/ (übersetzt von LenaLena)

(Elizabeth Gilbert ist die Autorin von Eat, pray, love)
► Text zeigen

Zu rasches Reduzieren (nur 5 Monate) nach Langzeiteinnahme, seitdem PWS (PROTRAHIERTES ENTZUGSSYNDROM) seit August 2017

Mein Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=14041
LenaLena
Beiträge: 1094
Registriert: 30.11.2017 17:07
Hat sich bedankt: 94 Mal
Danksagung erhalten: 317 Mal

Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena »

Sonntags-Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 28. Oktober 2018:

I know sometimes I sound like a stuck record and what I write is repetitive. But I do this to invalidate the withdrawal voice that lies so convincingly. Every day it says things that aren’t true. “Maybe I will be the person who does not heal.” “I am getting worse, not better.” “I won’t make it.” “None of my friends are healing.” “Maybe I am permanently damaged.” “My body can’t survive this stress.”

So this is why I repeatedly say to you: “You are not going to be that one person who does not heal.” “You are getting better, not worse. Recovery is a time issue and time is passing. With each new day, you are one day closer to the end of withdrawal.” “You WILL make it. You have the strength to do this and you will.” “Your friends, too, are healing. There may be nothing dramatic yet, but even if they are a bit ahead of you, or maybe just after you (in the context of time off the drug), you will all heal. It’s just taking longer than anticipated, but they will recover and so will you.” “You are not permanently damaged. Think “neuroplasticity”…. Plus it’s way too soon to even consider such a thing. Focus on recovery, because that is where you are headed.” “Yes, your body can handle the stress and it will. Your resilience is part of what is keeping you going. You are strong enough. You will survive this.”

Everything stated above is true. You don’t even need to believe it to heal. The reality is that withdrawal is temporary and recovery is the outcome. Keep going… Keep going… Keep going. You can and you WILL make it.

Sending healing thoughts and wishes,

Baylissa



Übersetzung
Ich weiß, manchmal höre ich mich wie eine hängengebliebene Platte an und was ich schreibe, wiederholt sich. Aber ich tue dies, um die Entzugsstimme zu entkräften, die so überzeugend lügt. Jeden Tag sagt sie Dinge, die nicht wahr sind. "Vielleicht werde ich die Person sein, die nicht heilt." "Es geht mir immer schlechter, nicht besser." "Ich werde es nicht schaffen." "Keiner meiner Freunde heilt." "Vielleicht bin ich dauerhaft geschädigt." Mein Körper kann diesen Stress nicht überleben."

Deshalb sage ich wiederholt zu dir: "Du wirst nicht die eine Person sein, die nicht heilt." "Es wird dir besser gehen, nicht schlechter. Die Genesung ist ein Zeitproblem und die Zeit vergeht. Mit jedem neuen Tag bist du einen Tag näher am Ende des Entzugs." "Du WIRST es schaffen. Du hast die Kraft, das zu tun, und das wirst du." "Auch deine Freunde heilen. Es mag noch keine dramatischen Änderungen geben, aber selbst wenn sie ein bisschen vor dir sind, oder vielleicht kurz nach dir (im Zusammenhang mit der Zeit, die seit dem Absetzen der Droge vergangen ist), werdet ihr alle heilen. Es dauert nur länger als erwartet, aber sie werden sich erholen und du auch." "Du bist nicht dauerhaft geschädigt. Denken an die "Neuroplastizität" .... Außerdem ist es viel zu früh, um so etwas überhaupt in Betracht zu ziehen. Konzentriere dich auf die Genesung, denn das ist dein Weg." "Ja, dein Körper kann mit dem Stress umgehen und er wird es auch tun. Deine Belastbarkeit ist Teil dessen, was dich am Leben hält. Du bist stark genug. Du wirst das überleben. "

Alles oben Gesagte ist wahr. Du brauchst es nicht einmal zu glauben, um zu heilen. Die Realität ist, dass der Entzug vorübergehend und die Genesung das Ergebnis ist. Mach weiter ... Mach weiter ... Mach weiter. Du kannst und du WIRST es schaffen.

Heilsame Gedanken und Wünsche,

Baylissa


https://baylissa.com/encouragement/ (übersetzt von LenaLena)
► Text zeigen

Zu rasches Reduzieren (nur 5 Monate) nach Langzeiteinnahme, seitdem PWS (PROTRAHIERTES ENTZUGSSYNDROM) seit August 2017

Mein Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=14041
LenaLena
Beiträge: 1094
Registriert: 30.11.2017 17:07
Hat sich bedankt: 94 Mal
Danksagung erhalten: 317 Mal

Re: Baylissas Perspektive auf Bewältigung von Entzug

Beitrag von LenaLena »

Sonntags-Ermutigungsnachricht von Baylissa vom 4. November 2018:

It is extremely important to keep pressing on when you want to do nothing but drop, because you feel so beaten up and exhausted mentally and physically from struggling. I have observed how just doing the everyday things like getting up every morning, healthily distracting and helping others if you can, can keep you going until things get better. And doing these small things every day, making them a priority, and regarding the passing days as times of healing, make the bigger issue of full recovery less all-consuming.

Choosing to stay in the present moment, as much as possible, in terms of your activities and what your mind focuses on really makes a difference in coping and self-care, at this time. You know… the whole ‘taking baby steps’ concept that allows you to manage better by going moment by moment through each day, gently but courageously – what we sometimes refer to as ‘winging it’. You don’t know how you do it, but you do! 🙂

The minute the focus shifts to the future and the magnitude of what is happening – the devastation, analysis of symptoms and other complexities of withdrawal – the ‘what if’ thoughts, the horror stories and resulting heightened anxiety, begin to overwhelm.

So, if you can, let the everyday things (like getting up each morning, doing your breathing exercises, giving yourself gentle, positive reminders that withdrawal is a healing process, interacting with nature if the weather permits, reaching out to someone in need or volunteering, journaling or whatever you can do to pass the time) have your attention, and keep believing that the bigger issue (your recovery) is taking place and that things will come right again. You may not be able to do much, but there must be at least one thing that you can give your attention to.

Gently remind yourself that your nervous system is healing and will eventually function efficiently again. For now, attend to the little everyday things and make them the big things. Know that it’s only a matter of time before you begin to see improvements. Trust that you will feel better. You will resume normal activities. This nightmare will end. And life will have new meaning with every day being precious and one of gratitude.

Sending healing thoughts and wishes,

Baylissa



Übersetzung
Es ist äußerst wichtig, durchzuhalten, wenn du nichts anderes tun willst, als aufzugeben, weil du dich geistig und körperlich so erschöpft und erschlagen vom Kämpfen fühlst.
Ich habe beobachtet, dass die alltäglichen Dinge - also jeden Morgen aufzustehen, gesunde Ablenkung und anderen zu helfen, wenn du kannst - dich durch den Tag tragen, bis es dir besser geht. Wenn du diese kleinen Dinge jeden Tag tust, sie zu einer Priorität machst, und die verstrichenen Tage als Zeiten der Heilung ansiehst, macht das die Frage nach der vollständigen Genesung weniger anstrengend.

Entscheide dich, im gegenwärtigen Moment zu verweilen, so oft wie möglich, in Bezug auf deine Aktivitäten und auf das, worauf sich dein Verstand konzentriert. Dies macht tatsächlich einen Unterschied bei der Bewältigung und Selbstfürsorge im Entzug aus. Du weißt ja… dieses gesamte Konzept der „Baby-Schritte“, das es dir ermöglicht, besser zurechtzukommen, indem von Moment zu Moment durch den Tag gehst, sanft, aber mutig - wir bezeichnen es manchmal als "beflügelt sein".
Du weißt nicht, wie du es machst, aber du machst es! 🙂

In der Minute, in der sich der Fokus auf die Zukunft und das Ausmaß des Geschehens verlagert - die Zerstörung, die Analyse der Symptome und andere Komplexitäten des Entzugs, die Was-wäre-wenn-Gedanken, die Horrorgeschichten und die daraus resultierende gestiegene Angst - beginnt uns alles zu überwältigen.

Wenn du kannst, gib den alltäglichen Dingen (wie jeden Morgen aufstehen, deine Atemübungen machen, sich sanft und positiv daran erinnern, dass Entzug ein Heilungsprozess ist, in die Natur gehen, wenn es das Wetter erlaubt, jemandem in Not helfen oder Freiwilligenarbeit, Tagebuch schreiben, lesen oder was auch immer du tun kannst, um dir die Zeit zu vertreiben) deine Aufmerksamkeit, und glaube immer, dass die größere Angelegenheit (die Heilung) stattfindet und die Dinge wieder in Ordnung kommen werden. Du kannst möglicherweise nicht viel tun, aber es muss mindestens eine Sache geben, auf die du deine Aufmerksamkeit richten kannst.

Erinnere dich sanft daran, dass dein Nervensystem heilt und letztendlich wieder effizient funktioniert. Kümmere dich zunächst um die kleinen Dinge des Alltags und mache sie zu den großen Dingen. Behalte im Kopf, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis du Fortschritte an deinem Zustand erkennst. Vertraue darauf, dass du dich besser fühlen wirst. Du wirst deine normalen Aktivitäten wieder aufnehmen. Dieser Albtraum wird ein Ende haben. Und das Leben wird eine neue Bedeutung haben, da jeder Tag kostbar und ein Grund für Dankbarkeit ist.

Heilsame Gedanken und Wünsche,

Baylissa


https://baylissa.com/encouragement/ (übersetzt von LenaLena)
► Text zeigen

Zu rasches Reduzieren (nur 5 Monate) nach Langzeiteinnahme, seitdem PWS (PROTRAHIERTES ENTZUGSSYNDROM) seit August 2017

Mein Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=14041
Antworten