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Zahnarzt - Betäubung?

Verfasst: 13.02.2013 13:06
von carriecat
Huhu,

war von Euch in letzter Zeit jemand beim Zahnarzt und hat eine Betäubung bekommen? Wie ging es Euch danach? Ich muss am Montag zum ZA und ich hab Schiss, dass es mir danach schlechter geht...mist. Früher hab ich mir darüber nie nie nie Gedanken gemacht. :(

Re: Zahnarzt - Betäubung?

Verfasst: 13.02.2013 14:57
von nix
Was die Anästhesie betrifft, so bieten einige Zahnärzte z.B. Hypnose oder "Lachgas" an. Lachgas wird allgemein sehr gut betragen und sehr schnell "verstoffwechselt".
Beides kostet natürlich extra^^

Re: Zahnarzt - Betäubung?

Verfasst: 13.02.2013 20:45
von Nospie
Hallo,ich war am Anfang meiner Entzugszeit (mir ging es bescheiden) beim Zahnarzt
und bekam auch Spritzen,da hat sich aber nichts verschlimmert.
Alles Gute !

Re: Zahnarzt - Betäubung?

Verfasst: 15.02.2013 00:16
von Jamie
Hallo carriecat,

unbedingt den Zahnarzt über deine Tabletteneinnahme informieren.
Ich hatte Tage, da war ich so instabil, dass meine ZÄ keine Behandlung mit mir durchführen konnte bzw. wir im gegenseitigen Einverständnis abbrachen.
Ich habe eine Überempfindlichkeit gegen das vielen Lokalänästhetika zugesetzten (Nor-) Adrenalin; das (Nor-) Adrenalin wird zugesetzt, um die Kardiotoxizität des Lokalanästhetikums herabzusetzen und damit der schmerzunterbrechende Wirkstoff nicht zu schnell vom Einsatzgebiet abtransportiert wird (Wirkmechanismus u.a. über Gefäßverengung). Früher, als ich noch keine Benzos oder AD nahm, hatte ich kein Problem mit örtlicher Betäubung und vertrug das Mittel, das ich jetzt nicht mehr vertrage.
Die Unverträglichkeit stellte sich erst im Laufe der Jahre ein.
Falls trizyklische AD genommen werden, besteht Gefahr aufgrund möglicher Interaktionen.

Gruß und ich drück die Daumen :hug:
Jamie

Re: Zahnarzt - Betäubung?

Verfasst: 05.03.2013 18:57
von carriecat
Heute habe ich also den Zahnarztbesuch hinter mich gebracht incl. Betäubung. Bis jetzt gehts mir gut. Schmerzen hab ich eigentlich auch nicht seitdem die Betäubung wieder weg ist, unangenehm, weil nur noch der Rand vom Zahn steht und das Provisorium sehr klein ist. Uah.

Letzte Nacht habe ich wieder mal geschlafen mit dem Gefühl als hätte ich gar nicht richtig geschlafen. Also alle 2 Stunden wach und dazwischen nur so Dösen. Ätzend. Hoffentlich wird nächste Nacht besser.

Re: Zahnarzt - Betäubung?

Verfasst: 02.11.2013 13:21
von cukiereczek
immer wenn ich einen zahnarzt besuche, bitte ich um eine betaubung. ich kann anders nicht, ich habe so grosse angst vor schmerz... und wenn ich eine betaubung bekomme, kann ich ruhig sitzen

Re: Zahnarzt - Betäubung?

Verfasst: 22.06.2014 00:22
von ataraxia
Ich hatte letzten Monat (1 Jahr ohne SSRI) eine Spritze, direkt danach hat mein Herz gerast, sonst lief aber alles ok (und ich vertrage sonst viele Medikamente nicht mehr). Danach war ich nur extrem erschöpft und bin zu Hause sogar eingeschlafen

Re: Zahnarzt - Betäubung?

Verfasst: 01.07.2015 12:38
von padma
ich kopiere einen Beitrag von Jamie :) zum Thema hier rein:

Beitragvon Jamie1979 » Mittwoch, 01.07.15, 10:04
Hallo Bo,

ist es denn unvermeidbar, den Zahn jetzt ziehen zu lassen?
Wenn das auch warten kann, würde ich das verschieben, bis es dir besser geht oder idealerweise bis nach dem Entzug.

Die Wahl des Lokalanästhetikums (LA) muss der Arzt treffen; es gibt kein bevorzugtes, da leider alle Symptome triggern können.
Meistens ist es Lidocain oder Ähnliches mit einem Vasokonstringens (z.B. Adrenalin) gemischt. Es gibt LA, die mehr und weniger Vasokonstringens zugesetzt haben; das Problem ist, dass bei wenig Vasokonstringens die betäubende Wirkung nicht so gut ist, ggf. auch die kardiotoxische Wirkung des Lidocains ansteigt.
Deswegen halte ich es für erforderlich, dass der Zahnarzt eine fundierte Entscheidung trifft, basierend auf deinem Fall und der Einschätzung, was für die Behandlung optimal ist.
Ich würde ihm sagen, dass du entziehst und ein sensibles ZNS hast und eben Bedenken wegen des LA hast.

Wie gesagt: optimal wäre es, den Eingriff nach hinten zu verlegen, aber wenn nicht möglich, dann musst du da eben durch.
Im Übrigen kann es auch sein, dass du das Ganze gut verträgst.
Allergische Reaktionen sind unwahrscheinlich, wenn du bislang LA vertragen hast.

Grüße
Jamie

Tipp: Falls du Schüsslersalze verträgst, lege dir Nr. 8 (Natrium chloratum Schüsslersalz Nr. 8, Potenz D6) zu und nimm nach der Behandlung die Tabletten lutschend zu dir über den Tag verteilt. Sie leiten Medikamentengifte aus. Aber nur, wenn du weist, dass du sie verträgst!

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 42#p106942

Re: Zahnarzt - Betäubung?

Verfasst: 01.10.2015 11:56
von 68boma
Hallo,

ein kurzes update vor mir in Sachen Lokalanästhetika beim Zahnarzt:

Ich mußte mich einer unvermeidbaren Zahn OP unterziehen. Mit dem üblichen Betäubungsmittel Ultraca*n, allerdings ohne!!! Adrenalin hat das gut funktioniert und nicht getriggert. Einfach vorher (mit Rezept) in der Apotheke besorgen.

Zuvor habe ich die Zahnärztin zumindest über Histaminunverträglichkeit informiert und beschrieben, dass ich allergisch reagiere auf Betäubungsmittel, die diese Problematik anheizen. Ihr war das trotzdem zu heiß und sie hat mich in die Kieferchirurgie eines Klinikums überwiesen. Dort durfte ich mit einem jungen Arzt Bekanntschaft machen, dem ich auch von dem AD Entzug und dem aus den Fugen geratenen ZNS berichtete, und der volles Verständnis zeigte, mich über die folgende Behandlung aufklärte und nur soviel Betäubungsmittel, wie nötig verabreichte. Ich bekam trotzdem leichtes Herzrasen und begann zu schwitzen. Dennoch habe ich!! (also keine allgemeine Empfehlung) das gut vertragen.


Viele Grüße

Re: Zahnarzt - Betäubung?

Verfasst: 05.08.2016 13:18
von Murmeline
Monalinde:
ich hatte neulich auch Karies unter einer Krone und auch Bedenken, wegen des Betäubungsmittels. Also, es ist gut gegangen. Die Behandlung hat über eine Stunde gedauert, ich bekam einen "neuen Zahn", der Zahnarzt war sehr sparsam mit der Betäubung und ist bekannt dafür, dass er sehr umsichtig mit Medikamenten umgeht. Ich glaube, er hätte es am liebsten ohne Betäubung gemacht, aber dass war mir zu unsicher.

Nach der Behandlung fühlte ich mich irgendwie total aufgedreht, hätte Bäume ausreissen können (Adrenalin), das hat sich aber dann schnell gelegt und ich fühlte mich einfach nur müde und erschöpft, vielleicht auch ein bisschen überängstlich. Aber da ich ohnehin in meinen Körper kein allzu großes Vertrauen mehr habe, könnte letzteres auch psychisch bedingt gewesen sein.

Im Zahnarztstuhl fühlte ich mich wie in einem Bett, eigentlich nicht beängstigend, eher unbequem für den Zahnarzt. Ich habe den Eindruck, dass die Ärzte ältere Leute im großen und ganzen etwas vorsichtiger behandeln, vielleicht wegen evtl. Komplikationen.
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 65#p151265

Re: Zahnarzt - Betäubung?

Verfasst: 09.08.2016 22:53
von pina
Hallo,

meine Erfahrung:

Zahn abgebrochen. Betäubungsspritze bekommen und irgendwie die Behandlung überstanden.
Vermutung Spritzer triggerte folgende Symptome, welche erst nach der Spritze auftraten :

Ca. 1 1/2 - 2 Stunden später:
Kreislauf,Schwindel, Übelkeit
etwas Stimmungstief

Nächster Tag leicht Reizbar und durch den Wind.

3.Tag langsam wieder stabiler.

LG pina

Re: Zahnarzt - Betäubung?

Verfasst: 15.10.2016 01:32
von Baerbel
Hallo , <3 <3 <3

ich hatte heute meinen Zahnarzttermin , der für das was geplant war nicht stattfand :)
war glaube ich auch ganz gut so . Der Zahnarzt hat statt dessen meinen Zahn im Unterkiefer behandelt . Musste eine neue Füllung rein , da unter der alten Karies war . :evil:
Nun zu meinem Problem die Betäubung hat nicht richtig gewirkt :evil: obwohl er nochmal nachgespritzt hat . Normalerweise habe ich innerhalb von
ein paar Minuten alles Taub jetzt hat nur die Zunge ein bisschen gebitzelt .
Am Donnerstag ist nun die großsanierung dran 6 Zähne sollen abgeschliffen werden und dann entweder bei 1 oder 2 Zähnen unter den Kronen eine
Wurzelbehandlung und wenn die Karies dort zu weit ist müssen sie gezogen werden .
Was machen wir wenn die Betäubung wieder nicht wirkt ??? :evil: :evil:

Liebe Grüße
Bärbel :hug: <3 :sports: :fly:

Re: Zahnarzt - Betäubung?

Verfasst: 16.10.2016 09:20
von Kimeta
Liebe Bärbel,

ich brauche immer sehr viel "Betäubung". Mein Zahnarzt hat zwar stets betont, dass es eine unübliche Dosis ist, mir aber nach einigen Jahren "gestanden", dass er selbst auch eine solche Dosis braucht und dass es sowas einfach gibt. Er konnte mich also verstehen.

Kannst Du das vorher mit dem Arzt genau absprechen? Bzw. müssen unbedingt alle Zähne gleichzeitig behandelt werden, kann man das ev. aufteilen, so dass Du nicht zuviel Betäubung auf einmal bekommst?

So oder so alles Gute!

Viele Grüße,
Kimeta

Re: Zahnarzt - Betäubung?

Verfasst: 16.11.2016 19:17
von Nietzsche-Ente
Hallo,

diese Frage stellte sich mir auch vor kurzem... ich habe sicherheitshalber auf die Betäubung verzichtet und es ohne über mich ergehen lassen.
Vermutlich kann man dazu keine allgemein gültige Empfehlung abgeben, da die Medikamente unberechenbar sind und jedes Nervensystem anders reagiert...

Meiner Zahnärztin war immerhin bekannt, dass Psychopharmaka Zähne und Zahnfleisch schädigen können.

viele Entengrüße!

Re: Zahnarzt - Betäubung?

Verfasst: 13.02.2017 18:56
von anni1980
Hallöchen ihr Lieben,

ich hatte ja heute meine Zahn- Op mit Schlafspritze.

In der Schlafspritze war Drin:
2 ml Tramal
2 ml Dormicum

und ich hatte 250 - NACL- Lösung dazubekommen.

Meine Erfahrung bis jetzt ist, das ich das alle gut vertragen haben. ich bin zwar noch etwas Matschig im Kopf und ich habe manche sachen 3 Mal erzählt, aber ansonsten alles gut.
na ja habe noch etwas schmerzen aber das ist ja normal.
ich bereue es bis jetzt nicht, das ich die Schlafspritze genommen habe.

Das wollte ich euch gerne berichten.

lg Anni