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Literaturtipps / Buchtipps

Towanda
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Re: Literaturtipps / Buchtipp

Beitrag von Towanda »

Hier ein Interview mit Christiane Wirtz, eine Frau, die an einer Psychose erkrankt ist und nun dafür kämpft, daß psychisch Erkrankte nicht mehr stigmatisiert werden:

https://www.br.de/radio/bayern2/sendung ... k-100.html

Sie hat auch ein Buch geschrieben: Christiane Wirtz: "Neben der Spur"

LG Towanda
Leider versucht der Interviewer , die psychotischen Episoden darauf zu schieben, dass Frau Wirtz die Medikamente abgesetzt hat . :vomit:
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02.01.21 - 0,000 mg Mirtazapin


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.
KarlHeinzUwe2018
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Re: Literaturtipps / Buchtipp

Beitrag von KarlHeinzUwe2018 »

Hallo Leute,

ich lese zur Zeit den Science Fiction Roman "Die Farben der Zeit" von Connie Willis.

Es geht um einen Typen der zuviele Zeitreisen gemacht hat und daher die "Zeitkrankheit" hat. Er ist im Grunde total neben der Spur. Und gerade dadurch gibts ne Menge Ähnlichkeiten mit meinem eigenen Zustand. Ist teilweise sogar ganz lustig, aber ich kann nicht lachen. Das allein ist schon ne super Erkenntnis, AD machen gleichgültig und man kann nicht mehr lachen. Ich freue mich auf die Zeit in der ich wieder lachen kann. Dann werde ich wie ein Bekloppter durch die Straßen tanzen und die Leute anlächeln. Nachteil: Die holen dann bestimmt die Männer in den weißen Anzügen.

mfg KHU
[spoil]1.November zu viel gegessen, heftiges schwallartiges Erbrechen, Arzt verschrieb mir Omeprazol (habe reflux)
November 2017: Omeprazol 20mg (von tag zu tag mehr)
Mitte Dezember 2017: Mirtazapin 30mg (eine woche lang mit 15mg eingeschlichen
Februar-August 2018: runter auf 15mg
seit august: domperidon 10mg (mehrere täglich, problem mit qt-intervall dadurch)
August 2018: kurzzeitig auf 7,5mg verringert, wegen übelkeit (wusste nichts von absetzerscheinungen) dann wieder auf 15mg
September 2018: Hin und her probiert mit der dosis, jetzt seit 4.oktober auf 30mg auf anraten des arztes, unfassbare übelkeit am 7.10.2018, ich vertrage immer weniger Nahrungsmittel, obwohl das die letzten Monate sich sehr gebessert hatte und nun alles wieder kaputt
seit 8.September wieder auf 15 mg runter bei Mirtazapin, werde die dosis erstmal halten, hoffe das reflux wieder weniger wird
seit 11.Dezember runter auf 7,5 mg
Gefühle kommen stärker durch
Alpträume der heftigsten Sorte
Träume besser geworden, aber seit der 5.Woche ist der Magen wie zugeschnürt
18.01.2019 "Cold Turkey"
Magen und Zähne problematisch, Müdigkeit am Tag, veränderter Geschmack[/spoil]
inandout
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Re: Literaturtipps / Buchtipp

Beitrag von inandout »

Hallo KHU,

es klingt gar nicht schlecht, dass du immerhin aufmerksam lesen kannst, auch wenn es bestimmt schrecklich ist, nicht mehr lachen zu können.

Mache eine Patientenverfügung, dann kannst du lachend durch die Straßen tanzen - solange du weder andere noch dich gefährdest gibt es keine Rechtsgrundlage, von weißen Männern mitgenommen zu werden. Ich weiß, das ist alles etwas fern und außerdem dann auch schon lange nicht mehr so spontan, wie man es sich wünscht, aber ich finde, alle sollten ihre Rechte kennen.

VG,
inandout
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KarlHeinzUwe2018
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Re: Literaturtipps / Buchtipp

Beitrag von KarlHeinzUwe2018 »

inandout hat geschrieben: 06.11.2018 19:38 Hallo KHU,

es klingt gar nicht schlecht, dass du immerhin aufmerksam lesen kannst, auch wenn es bestimmt schrecklich ist, nicht mehr lachen zu können.

Mache eine Patientenverfügung, dann kannst du lachend durch die Straßen tanzen - solange du weder andere noch dich gefährdest gibt es keine Rechtsgrundlage, von weißen Männern mitgenommen zu werden. Ich weiß, das ist alles etwas fern und außerdem dann auch schon lange nicht mehr so spontan, wie man es sich wünscht, aber ich finde, alle sollten ihre Rechte kennen.

VG,
inandout
Ich könnte auch einfach ne Kamera aufstellen. Dann denkt jeder ich wäre einer dieser Berufsyoutuber. Problem gelöst. Die sind zwar auch verrückt, werden aber komischerweise von der Gesellschaft geduldet! ;)

mfg KHU
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seit august: domperidon 10mg (mehrere täglich, problem mit qt-intervall dadurch)
August 2018: kurzzeitig auf 7,5mg verringert, wegen übelkeit (wusste nichts von absetzerscheinungen) dann wieder auf 15mg
September 2018: Hin und her probiert mit der dosis, jetzt seit 4.oktober auf 30mg auf anraten des arztes, unfassbare übelkeit am 7.10.2018, ich vertrage immer weniger Nahrungsmittel, obwohl das die letzten Monate sich sehr gebessert hatte und nun alles wieder kaputt
seit 8.September wieder auf 15 mg runter bei Mirtazapin, werde die dosis erstmal halten, hoffe das reflux wieder weniger wird
seit 11.Dezember runter auf 7,5 mg
Gefühle kommen stärker durch
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Flummi

Re: Literaturtipps / Buchtipp

Beitrag von Flummi »

Hallo,

ich habe gerade das Buch "Fragen Sie weder Arzt noch Apotheker - warum Abwarten oft die beste Medizin ist" gekauft.



Zwar nichts zu Psyche, aber alle möglichen andere Diagnosen, die besser mit Warten heilen.

Viele Grüße,
Claudia
Arianrhod
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Re: Literaturtipps / Buchtipp

Beitrag von Arianrhod »

Flummi hat geschrieben: 07.11.2018 16:00
Zwar nichts zu Psyche, aber alle möglichen andere Diagnosen, die besser mit Warten heilen.

Viele Grüße,
Claudia
Daher ist das englische Gesundheitssystem, was die harten Fakten, also die Sterblichkeit in Groß- Britannien betrifft, nicht das Schlechteste:, die Lebenserwartung liegt etwas über Deutschland. Die Patienten haben lange Wartezeiten. Manch einer rettet sich auf diese Weise :wink:

Gruß Arian
[spoil]2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .
Towanda
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Re: Literaturtipps / Buchtipp

Beitrag von Towanda »

Ein sehr empfehlenswertes Buch, um die Beziehung zu den Eltern mal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen:

https://www.swr.de/swr2/programm/sendun ... index.html

LG Towanda
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Re: Literaturtipps / Buchtipp

Beitrag von Leni »

Danke für den Tipp, Towanda.

Ich finde, das ist ein ganz heißes Thema.

LG Leni
Erfahrungen mit Cipralex, HPU

nicht mehr aktiv
Annanas
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Re: Literaturtipps / Buchtipp

Beitrag von Annanas »

Ihr Lieben :group: ,
ich muß diesen Thread einfach hochholen, indem ich ein Buch nochmals empfehle, was hier anfangs u auch in verschiedenen Threads zur Sprache kam (ich glaube, Padma :) hatte mal darauf aufmerksam gemacht).

Klaus Bernhardt - Panikattacken und andere Angststörungen loswerden - wie die Hirnforschung hilft, Angst und Panik für immer zu besiegen

Warum bin ich so begeistert?
1. Ist es mMn nicht nur für Menschen, die an Ängsten u/oder Panikattacken leiden, interessant, sondern generell für alle, die mit Überforderungsgefühlen kämpfen bzw deren Leben sich nicht stimmig anfühlt.

2.Sind unsere Ängste hier zum großen Teil zwar medikamenteninduziert bzw absetzbedingt- es überrascht mich allerdings, wie sich Persönlichkeitsmerkmale durch den Entzug verstärken bzw ungelöste Probleme , teils lange Jahre Verschüttetes, an die Oberfläche drängen (bei mir ist das wirklich an dem).

3. Beschreibt der Autor sehr nachvollziehbar u leicht geschrieben, was in unserem Gehirn so vor sich geht.

Auch das Thema "unbewußter Krankheitsgewinn" hat mich sehr nachdenklich werden lassen.

ME lohnt sich dieses Buch wirklich (Voraussetzung ist absolute Ehrlichkeit sich selbst gegenüber) - auch oder vllt gerade in unserem Zustand - ich denke, daß die genannten Techniken hilfreich sein können, ggf auch gerade bei Jenen, denen autogenes Training o.Ä. nicht hilft bzw die Symptomatik eher noch verstärkt.

Ich mußte es, aufgrund der fehlenden kognitiven Leistungsfähigkeit, zwar auf ein paar Tage verteilt lesen, aber es hat sich echt gelohnt - ich habe persönlich wirklich kein besseres Buch zu diesem Thema gelesen (ich bin nicht am Honorar beteiligt :roll: ).

LG Anna
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Re: Literaturtipps / Buchtipp

Beitrag von Ululu »

[mod=Ululu 69] Ich habe die folgende Diskussion abgetrennt und einen neuen Thread erstellt

LG Ute [/mod]

viewtopic.php?f=8&t=16249
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Re: Literaturtipps / Buchtipp

Beitrag von Towanda »

Liebe Leser,

heute mal ein Buch, von einem bipolaren Vater an seinen Sohn geschrieben:

Lieber Matz, Dein Papa hat ne Meise

Ich habe ein Interview mit dem Verfasser gehört und daraufhin das Buch gelesen - hat mich sehr angesprochen und ist in Teilen auch sehr witzig.

LG Towanda
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Melina 17

Re: Literaturtipps / Buchtipp

Beitrag von Melina 17 »

Hallo ihr Lieben,

da sich hier einige mit Gedanken/Gedankenmustern/positives Denken beschäftigen, möchte ich hier ein Buch vorstellen, was noch weiter vorher ansetzt, nämlich negative Gedanken gar nicht mehr entstehen zu lassen.

Positive Affirmationen sind sehr hilfreich, aber der Nachteil ist, daß man sie immer und immer wieder wiederholen muß und außerdem wenn man verhältnismäßig sich mal 10 Minuten am Tag sich für positive Gedanken aufraffen kann, die restlichen 80 % aber doch wieder von gewohnten negativen Denken geprägt werden, das ja dann nicht sooo produktiv ist.

Um negative Gedanken gar nicht erst entstehen zu lassen und um generell einen viel positiveren Umgang mit sich selbst zu lernen, möchte ich das Buch "Huna-Praxis, von Henry Krotoschin" empfehlen.

Er bezieht sich darin auf eine alte Heilmethode aus Hawaih (ich wußte früher gar nicht, was das für ein spirituelles Land ist). Ich muß jetzt zugeben, ich weiß jetzt nicht mehr viel im Detail, weil es schon Jahre her ist, wo ich es gelesen habe, ich weiß nur,daß es mir sehr geholfen hat.

Also es wird sich darin auch viel auf`s Unterbewußtsein bezogen, das dort mit dem zuckersüßen Wort "Unihipili" beschrieben wird, ist das nicht niedlich? (Und das konnt ich mir merken :wink: )

Also eine Übung ist, daß man absolut keinen negativen Gedanken über sich selbst mehr in sein Unterbewußtsein läßt. Wie oft sagt man zu sich selbst "Oh, Ich Trottel", "was hab ich denn da schon wieder für einen Mist gemacht",also ich bin doch der allergrößte Idiot".....achtet mal darauf, es passiert einem wirklich oft, und gesellschaftlich kommt das auch noch als Bescheidenheit an.

Nur, es geht direkt ins Unterbewußtsein und wird dort abgespeichert, das Unterbewußtsein prüft nicht auf Wahrheitsgehalt. Der Trick besteht jetzt darin, daß, immer, wenn man sich dabei ertappt, etwas negagtives zu sich selbst/über sich selbst zu sagen (egal ob laut oder leise), sich innerlich sofort zu verbessern, indem man etwas wie "das stimmt nicht, ich hab vielleicht einen Fehler gemacht, aber ich bin trotzdem ein wertvoller Mensch" sagt. Man kann ruhig eins draufsetzen und sagen "ich bin supertoll." Auch da geht es einfach ins Unterbewußsein und wird nicht auf seinen Wahrheitsgehalt überprüft. (man muß das sofort machen, wirklich bewußt die negative Info zurückziehen, damit sie nicht durchflischt)

Und ich muß sagen, seitdem ich das gelernt hatte, hat sich die Einstellung zu mir selbst wesentlich verbessert. Früher bin ich wirklich grottenschlecht mit mir umgegangen, hab mich selbst für alles niedergemacht, und heute kann ich wirklich sagen, daß ich mich mag und in Frieden mit mir bin.

Manchmal hab ich immer noch mal leichte Minderwertigkeitsanfälle, aber mit ein bißchen gutem Zureden ist das meist schnell überwunden, und ich war früher wirklich ein SEHR komplexgeladener Mensch mit minus 100 Selbstvertrauen.

Und ich denk,das ist schon ein wichtiger Punkt; wenn man zu silch selbst erst mal positiver ist, findet man auch im außen plötzlich viel mehr positiveres.

An weitere Übungen erinner ich mich jetzt nicht, es geht schon viel um Unter-Ober- und "Mittelbewußtsein" (ich, es und Über-ich), hat mich aber auch ein bißchen an die Arbeit mit dem inneren Kind erinnert.

Also wirklich lesenswert (irgendwie auch schön geschrieben) und echt hilfreich

liebe Grüße

melina
Towanda
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Re: Literaturtipps / Buchtipp

Beitrag von Towanda »

Ich habe zwei Bücher entdeckt, die mir bisher sehr gut gefallen:

Autorin: Christl Lieben

Verzeihung, sind Sie mein Körper?

Die Liebe kommt aus dem Nichts – Wenn sie uns berührt, nehmen wir Gestalt an

LG Towanda
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escargot
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Re: Literaturtipps / Buchtipp

Beitrag von escargot »

Liebe Foris,

das Buch habe ich mir letzte Nacht bestellt

What to do when you dread your bed

(Autor Dawn Huebner)

Es ist eigentlich ein Kinderbuch, was man so bei Schlaflosigkeit anstellen kann. Aber was für Kinder gut ist, ist für uns Erwachsene sicher auch nicht verkehrt.

Liebe Grüße
escargot
12.2020 undefinierte Schizophrenie, Depression, Verhaltensstörung durch Sedativa, komplexe PTBS

Bedarf:
Olanzapin 5-10 mg
Melperon 25-50 mg

Täglich : Olanzapin 15 mg,Tavor zur Nacht 0,5 mg, Risperdidon abends und morgens je 1 mg

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Thor
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Re: Thor: Venlafaxin absetzen, 15 Monate nach Null

Beitrag von Thor »

Hallo Leute,

ich möchte euch mal ein Buch empfehlen in dem es um unser Gehirn und seine Funktionsweise geht. Ist wirklich interessant, habe es innerhalb einer Woche fertig gelesen. Das Buch heißt "Dein Gehirn weiß mehr als du denkst" von Nils Birbaumer. Er beschreibt darin unterschiedliche Fälle von Krankheiten und Situationen wie Wachkomapatienten, ADS und Angststörungen und wie man diese Zustände entweder beseitigen kann oder im Fall des Wachkomapatienten wie man mit Ihnen kommunizieren kann.

Dabei fand er heraus, dass Wachkomapatienten sogar glücklicher sein können als ein normal sterblicher Mensch, diese Theorie wird allerdings von einigen anderen Wissenschaftlern jetzt angeprangert, weil seine Forschungen anscheinend nicht nachweißbar wären.

Ich jedoch fand seine Erklärungen alle plausibel und ich würde im sogar recht geben.

Um zu uns zurückzukommen, ich glaube dieses Buch könnte helfen unsere Situation besser zu verstehen und mit ihr klar zukommen. Der Autor sagt das Gehirn ist sehr plastisch und kann sich von so gut wie allem erholen und mit allem umgehen. Das Gehirn ist sogar im Stande die Krankheit Parkinson, die anscheinend schon sehr viel früher ausbricht als man es merkt, so ca 20 Jahre, so zu kompensieren, dass man normal Leben kann. Fällt ein Teil des Gehirnes aus übernimmt diesen Teil wiederum ein anderer, so lange bis natürlich zu viel Gewebe davon betroffen ist.

Anhand des Parkinson Beispiels glaube ich sieht man wie diese Medikamente unser Gehirn auf den Kopf gestellt haben, denn wen unser Gehirn sogar Parkinson in Schach halten kann, wir aber nach den Medikamenten regelrecht am durchdrehen sind, dann muss ja jeder einzelne Teil im Gehirn aus dem Gleichgewicht sein...

Auf der Rückseite des Buches steht dann noch: "Das Gehirn kann alles, außer aufgeben". Diesen Satz finde ich richtig motivierend und man sieht was unser Gehirn alles im Stande ist.

So das wars :wink:

LG Thor
Ca. 01.06.17 Beginn Einnahme Venlafaxin 75mg
Ca. 01.09.17 Reduzierung auf 37,5 mg :frust:
Ab ca. 01.10.17 wöchentliche Reduzierung von 5 mg
Ca. 08.12.17 Null mg
Hab die Reduzierungen nicht mehr genau im Kopf, da es schon länger her ist
Arianrhod
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Re: Literaturtipps / Buchtipps

Beitrag von Arianrhod »

Jörg Blech : Die Psychofalle - Wie die Seelenindustrie uns zu Patienten macht ....
Oligarchen der Psychiatrie
Die Entscheidung, ob eine vermeintlich neue psychische
Störung den Segen der APA erhält und damit quasi amtlich
wird, ist einem Kreis von nur etwa 160 Frauen und Männern vorbehalten. Sie sind so etwas wie die Oligarchen der
Psychiatrie. Sie sind durch nichts legitimiert, wenn man
davon absieht, dass sie sich hochgedient haben in die
Machtzirkel, sprich Arbeitskreise der APA. Hinter den
Kulissen stimmen sie darüber ab, welche neuen psychischen Krankheiten in die nächste Ausgabe des DSM
aufgenommen werden – der Wahnsinn entsteht durch
Mehrheitsentscheid. Es ist diese Gruppe von Medizinern
und Psychologen, die darüber befindet, wer Psychopharmaka nehmen, sich auf die Couch des Therapeuten legen
oder gar in die Psychiatrie eingewiesen werden soll.
Seite 12 Gratis- Leseprobe https://www.fischerverlage.de/media/fs/ ... 4419-8.pdf
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Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

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Re: Literaturtipps / Buchtipps

Beitrag von carlotta »

Hi Arian,

ja, das Buch lohnt sich. Habe es auch daheim und in weiten Teilen gelesen - allerdings schon länger her. Deswegen danke für den Hinweis! Hatte gar nicht mehr an den Titel gedacht.

Liebe Grüße
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)

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Straycat
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Re: Literaturtipps / Buchtipps

Beitrag von Straycat »

Hallo ihr,

wie von Annanas :) vorgeschlagen, möchte ich euch gerne 2 Bücher empfehlen:

"Das Geheimnis der Heilung" von Joachim Faulstich
Dieses Buch ist kein Praxisleitfaden oder dergleichen, aber befasst sich auf faszinierende Weise mit dem Thema Selbstheilungskräfte und Zusammenhänge zwischen Körper, Geist und Seele (ohne dabei zu esoterisch zu sein).
Es werden auch einige Beispiele aus den Neurowissenschaften erläutert.
Ich habe es als Ergänzung zu Joe Dispenza "Du bist das Placebo" gelesen. Auch ein sehr tolles Buch zum Thema Placeboeffekt und wie man sich dieses Phänomen zunutze machen kann.

"Das Achtsamkeitstraining" von Mark Williams und Danny Penman
Ich bin bereits im Laufe meiner Psychotherapie mit Achtsamkeitsmethoden in Berührung gekommen, lese aber nun dieses Buch zur Vertiefung bzw. Auffrischung. Es beinhaltet ein 8-wöchiges Training, bei dem man Meditationspraxis lernt und seine Achtsamkeit schulen kann.
Insbesondere um aus einem Gedankenkarusell auszusteigen, helfen mir diese Achtsamkeitsstrategien.

Liebe Grüße,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
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Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
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Re: Literaturtipps / Buchtipps

Beitrag von Murmeline »

Liebe ADFDler,

ich freue mich euch mitteilen zu können, dass unsere virtuelle Selbsthilfegruppe seit der aktuellen Auflage von 2019 in Peter Lehmanns Buch „Psychopharmaka absetzen“ vertreten ist.

Er schreibt dazu:
Neu ist auch der Artikel »Absetzen von Psychopharmaka – Erfahrungsaustausch im Internet« von Iris Heffmann. Er zeigt, wo Betroffene im deutschsprachigen Raum Erfahrungen konstruktiv austauschen können, wenn sie von ihren Ärzten mit ihren Entzugsproblemen nicht verstanden oder im Stich gelassen werden.
http://www.antipsychiatrieverlag.de/absetzen.htm

:group:

Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier
Bittchen
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Re: Literaturtipps / Buchtipps

Beitrag von Bittchen »

Hallo ihr Lieben,

den Artikel fand ich interessant,

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ ... 19777.html

Liebe Grüße
Brigitte
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