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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

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Persönliche Gedanken über ratlose Ärzte u Nebenwirkungen

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
amanda

Persönliche Gedanken über ratlose Ärzte u Nebenwirkungen

Beitrag von amanda »

Das Problem ist doch bei fast allen hier im Forum das Gleiche. Entweder hat man nach kurzer oder längerer Zeit mit heftigsten Nebenwirkungen auf ADs reagiert oder/und man hatte mit heftigsten Absetzsympthomen zu tun. WARUM glauben einem die Ärzte nicht.?? Da ich ein Gespräch mit einem sehr kompetenten Neurologen hatte glaube ich die Erklärung dafür gefunden zu haben. Bei fast allen Medikamenten ist als Nebenwirkung verstärkte Ängste( und sogar andere psychische Erkrankungen) in der Eindosierungsphase zu finden . Nicht jeder leidet darunter aber VIELE Patienten. Verstärkte Ängste verstärken nartürlich auch die KÖRPERLICHEN ANGSTSYMPTHOME. Da die Ärzte aber nur im Kopf haben dass diese Sympthome bei Angsterkrankungen vorkommen denken sie garnicht daran dass das Medikament die Ursache für die verstärkten Sympthome sein könnte. Wie der Neurologe mir sagte sollten diese verstärkten Sympthome (Nebenwirkungen) nach ein paar Tagen bzw nach der Eindosierungsphase VERSCHWUNDEN sein. Nun DAS wäre ja noch auszuhalten ! Bei manchen Patienten ist es aber so dass die Nebenwirkungen bzw die verstärkten Krankheitssympthome nicht weggehen. Dann MÜSSTE das Medikament abgesetzt werden oder eine UMSTELLUNG erfolgen. Geschieht das ZU SCHNELL können die gleichen Nebenwirkungen und noch viel mehr ALS ABSETZSYMPTHOME auftauchen. UNFÄHIGE Ärzte erkennen dieses Problem nicht,setzten zu schnell ab,erhöhen das Medikament,dosieren weitere Medikamente dazu !!!!!Der einzige und richtige Weg bei zu starken Nebenwirkungen ist das Medikament extrem langsam abzusetzen. Ich zitiere mal einen Satz von dem Neurologen. Wenn die Nebenwirkungen über einen längeren Zeitraum andauern VERBIETET es sich weitere Medikamente dieser Gruppe zu verabreichen. Es scheint wirklich mangelnde Ausbildung das grösste Problem bei den Ärzten zu sein. Ich freue mich über Kommentare zu meinem Artikel Gruss AMANDA
Anne34
Beiträge: 6
Registriert: 01.08.2005 22:03

Beitrag von Anne34 »

ich glaube auch das viele ärtze zu sorglos mit den medikamenten umgehen.es ist vielleicht leichter medikamente zu verschreiben als uns mal richtig zu zuhören.ich habe glaub ich glück mit meiner ärtzin sie kann zuhören aber viele medikamente muß ich auch nehmen.manchmal finde ich wiederspricht sich das je nachdem wie es mir geht.
symtome: Depression evt bipolar schlafstörungen
Diagnose mittelschwese depression
Medikament morgens Amineurin Edronax
abens Remergil Pernzin Zolpiden Dipiperon Lorazepam
langsam reduzierung von lorazpam
amanda

Beitrag von amanda »

Hallo Anne geht es dir denn MIT den Medikamenten besser als OHNE?Machst du eine begleitende Therapie ?Welche Sympthome ausser Schlafstörungen hattest du denn VORHER? Weil Schlafstörungen ja auch noch anders in Griff zu kriegen sind !!!Gruss AMANDA
amanda

Beitrag von amanda »

Ach ja mit den Diagnosen ist das auch so eine Sache. Zuerst hatte ich die Diagnose Panikstörung,dann Panikstörung und allgemeine Angststörung mit Persönlichkeitsstörung (Hysterie :sports: ),der nächste Arzt schrieb Angststörung mit depressiven Sympthomen,der nächste Neurologe schrieb Generalisierte Angststörung mit somatoformen Beschwerden,zum Schluss wurde dann Angststörung mit Traumatisierung genannt. Ich ALS " unwissender Patient " übersetze es mal in die WAHRHEIT. 1. Diagnose Panikstörung ....ich denke die war korrekt man hat nur nicht berücksichtigt dass SUBSTANZMISSBRAUCH eine MITURSACHE war. Unter den Medikamenten hatte ich extrem verstärkte Ängste bzw Angstsympthome und noch andere heftige Nebenwirkungen und vor allen Dingen heftigste Absetzsympthome......dass man dann verstärkte Ängste und Angstsympthome bekommt sowie psychosomatische Schmerzen scheint mir eigentlich ganz logisch.....Als ich endlich von Fachleuten meinen Verdacht (Absetzsympthome usw) bestätigt bekam entwickelte sich ein Trauma...weil mir bewusst wurde was ich für ein Glück hatte den MUT zu haben weitere Medikamente abzulehnen GRUSS AMANDA
Anne34
Beiträge: 6
Registriert: 01.08.2005 22:03

Beitrag von Anne34 »

ich mache zusätzlich noch eine psychotherapie alle 14 tage 50 minuten seit 5,5 jahren bin ich jetzt in behandlung.Manchmal wird es mir aber zuviel, alle 14 tage ist doch ein sehr kurzer abstand denke ich dann und ein anders mal bin ich froh das es so regelmäßige termine sind.Ich muß dazu sagen das ich privat versichert bin und meine krankenkasse macht keine probleme bei der häufigkeit der behandlung.Mit den schlafstörungen ist das so eine sache, es kommt bei mir immer auf den momentanen zustand geht es mir schlecht schlafe ich auch nicht gut dann kann die nacht auch schon mal zum tag werden und solche tage und nächte schlauchen ganz schön, daher nehm ich immer schlafmittel so sehr mich das auch manchmal stört.
LG Anne
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india9
Beiträge: 4
Registriert: 21.08.2005 11:29
Wohnort: ulm

Beitrag von india9 »

Hallo, ich habe grad deinen Beitrag gelesen. (Ich habe grad wöchentlich einen Termin beim Neurologen/Pychiater und oft kann ich es kaum erwarten- ich hätte gerne fast täglich Ausprache!!).
Wegen der Medikamente: Mein Mann und Ich sind bei einem Arzt (s.o.) der eher sehr dagegen ist. Er hat lange zugewartet, überhaupt was zu verschreiben, obwohl es meinem Mann schon jahrelang schlecht ging und seine Arbeit auf der Kippe stand. Mir empfiehlt er, garnichts zu nehmen!!
Ich höre in meiner Umgebung immer wieder von Leuten,dass sie was nehmen, wo ich total erstaunt bin, weil die ausgeglichen, leistungsfähig,in geordneten Verhältnissen leben usw - einfach "normal" erscheinen.
Ich wollt es selten mal versuchen, weil ich es jahrelang aushalte, dass es immer sehr schlecht geht, scheitere aber an den heftigen Nebenwirkungen und weil ich eigentlich auch lieber natürlich lebe.
Die meisten Ärzte sind eben medizinisch ausgebildet, nicht vorwiegend psychologisch oder psychosomatisch. Bei uns im Westen ist das Verschreiben das gelernte Wissen. In Asien zB habe sie andere Methoden - auch oder gerade gelernte Ärzte. Bei uns wird das manchmal leicht belächelt, weil wir das so nicht kennen!!
amanda

Beitrag von amanda »

Hallo Anne Was machst du ausser deiner Therapie für dein Wohlbefinden? Entspannungsübungen? Sport? Wie ernährst du dich ? Welche Hobbys hast du ?Das sind auch alles Dinge die Schlaf fördern können. Gruss Amanda
amanda

Beitrag von amanda »

Hallo india Schön dass du und dein Mann einen so kompetenten Arzt gefunden habt.! Ich komme gerade mit meiner Tochter von einer Verabredung. Dort habe ich auch von einer Bekannten POSITIVES von einem Neurologen gehört. Die Bekannte hatte vor einigen Jahren ihre Tochter durch Suizid verloren. Sie hatte dann Depressionen,Ängste,Panikattacken. Sie war dann bei diesem Neurologen der gleichzeitig auch Psychiater ist. Er hat ihr nur für die allerschlimmste Zeit Medikamente gegeben unter strengster Kontrolle,Jedes Medikament genau erklärt und hat ihr den Hinweis gegeben dass sie sich sofort melden sollte wenn sie irgenteine Nebenwirkung spürt!!! Also gibt es tatsächlich noch vernünftige Neurologen. Schade dass ich nicht bei so einem gelandet bin. Der Neurologe verschreibt auch nur Medikamente wenn man gleichzeitig eine Therapie macht!!! Das ist doch wirklich mal beispielhaft. Ich bekomme nächste Woche die Adresse von dem Neurologen und von einer ausgezeichneten Klinik. Gruss Amanda
Anne34
Beiträge: 6
Registriert: 01.08.2005 22:03

Beitrag von Anne34 »

hallo amanda
als entspannung hab ich schon autogenes training uä versucht da ist aber bei mir die innere unruhe zu groß so das ich dabei keine ruhe finden kann. ich habe einen hund mit dem ich abens immer spazieren gehe oder mit dem fahrrad fahre, das läßt mich abens abschalten.
Ich habe mir auch das kaffee trinken über tag abgewöhnt, das hilf auch ein bißchen.Sonst denke ich habe ich alles getan um mich in meiner umgebung wohl zu fühlen was sicher auch wichtig ist.In einer psychatrie habe ich auch eine wachtherapie mitgemacht was aber auch nur kurzfristig helfen konnte.Ich hoffe wenn ich irgentwann wieder mit mir im reinen bin das das schlafen auch wieder besser wird.
LG Anne
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amanda

Hallo PhilRS oder Oliver oder Linda

Beitrag von amanda »

Da ihr doch die Profis hier im Forum seid fände ich es klasse wenn ihr euch mal zu diesem Artikel äussern würdet. Ist es so wie der Neurologe es erklärt hat? Danke AMANDA
CloneX
Gründer
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Beitrag von CloneX »

Natürlich ist es in den meisten Fällen, fehlendes Wissen der Ärzte. Das liegt besonders daran, dass die Hersteller keine offiziellen Warnungen herausgeben, die die Problematik wirklich deutlich machen.

Entzugserscheinung ähneln nun mal in vielen Fällen auch psychischen bzw. psychosomatischen Symptomen.

Und einigen Ärzten scheint aber auch nicht viel daran gelegen zu sein, die "Wahrheit" zu erfahren. Da spielen wohl oft finanzielle Gründe mit.
PhilRS
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Re: Hallo PhilRS oder Oliver oder Linda

Beitrag von PhilRS »

amanda hat geschrieben:... fände es klasse wenn ihr euch mal zu diesem Artikel äussern würdet. Ist es so wie der Neurologe es erklärt hat?
Hi Amanda,

hab leider etwas Schwierigkeiten beim Lesen des Eingangsbeitrags gehabt und stimme in einem Punkt nicht zu:

Wenn die Angst u.ä. unter der (begonnenen) Einnahme auftreten, dann ist es physiologisch m.W. nicht unmittelbar zu erwarten, dass dieselben Symptome dann beim (schnellen) Absetzen auch auftreten.

Erklärung ist relativ komplex, deshalb ins Unreine in dürren Worten:
Bei Entzug treten ("klassischerweise") eher die gegensätzlichen Erscheinungen auf wie während d. Einnahme
=> Schlaflosigkeit, Unruhe bei Benzos;
=> Dysphorie, Reizbarkeit, Schmerzen bei Opiaten; etc.pp.

Das Ganze spräche eher dafür, dass einem betroffenen Pat. auf dieser (Med.-)Schiene nicht zu helfen ist => damit wären wir wieder bei der Schlussbemerkung, die m.E. heikel, aber vermutlich begründet ist: Nämlich keine weiteren Med. dieser Gruppe zu versuchen.

Das Blöde ist, dass es die Verordner im Alltag gewohnt sind, "irgendwas davon muss ja helfen", und wie stünde man "ohne" da?

Die Bezeichnung "UNFÄHIGE Ärzte" möchte ich so nicht gelten lassen, weil es im Einzelfall diverse - so pauschal nicht bestimmbare - Gründe geben kann, warum der/diejenige nicht drauf kommt. Es können natürlich auch Ausreden sein...
<hr>
Letztlich hilft eine empirische Betrachtungsweise evtl. beim Einordnen der Problematik:

Jährlich sterben in Deutschland 70.000 - 100.000 Menschen an Arzneimittelneben-/wechselwirkungen. Ein Großteil davon wäre vermeidbar !

Folglich muss man einen unverantwortlichen Umgang mit Medikamenten konstatieren - sicher auch ein Problem der Ausbildung, aber vergessen wir bitte nicht die massiven und ausgefeilten Propaganda- und Beeinflussungsmaßnahmen der Pharmaindustrie.
Da durchzusteigen und die <5% Information aus der Schrott-Werbung rauszufiltern, ist manch durchschnittlich gebildeten/motivierten Medizinern einfach zu anstrengend (obwohl es theoretisch einfach wäre => alles Firmen-gebundene wegschmeißen und sich selbst informieren nach good medical practice --> die ZEIT ist das Problem).

Viel läuft eben auf der Ebene von Gerüchten und "Expertenmeinungen", das Resultat siehe oben.

Gruß von
-PhilRS.
amanda

Beitrag von amanda »

Hallo PhilRS Du hast sicherlich Recht dass den Ärzten Zeit fehlt. Teilweise stehen sie ja unter enormen Druck. Trotzdem finde ich es unglaublich dass manche Ärzte nicht erkennen wann ein AD hilft und wann es schadet. Wenn wir als Laien fähig sind uns zu informieren ....und Ärzte brauchen eigentlich nur mal die Fachinformation für Ärzte und Apotheker zu lesen.....dann ist es in meinen Augen fahrlässig einem Patienten immer neue Ads zu verschreiben obwohl er mir schweren Überempfindlichkeitsreaktionen reagiert. In den Fachinformationen meiner Medikamente steht bei ALLEN dass das ABSETZEN LANGSAM UND TEILWEISE UNTER GENAUESTER BEOBACHTUNG geschehen sollte. HA HA.!!!! bei mir wurde immer innerhalb 2 Tagen die Medikamente abgesetzt. Als ich den Klinikarzt auf LANGSAMES ABSETZEN ansprach sagte er ziemlich herablassend: FÜR SO ETWAS HABEN WIR HIER KEINE ZEIT. Ich wurde ja auch zwangsentlassen ohne Hinweis dass es zu ABSETZSYMPTHOMEN kommen kann. Bei den meisten Patienten wurde ein Medikament bei zu starken Nebenwirkungen auch nicht abgesetzt ....es gab dann lieber noch ein paar Pillen dazu ( Neuroleptika oder Tavor ) und das ist in meinen Augen KÖRPERVERLETZUNG!!!! Gruss AMANDA
Gesperrt