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Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Ottti
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Ottti » Samstag, 19.09.15, 18:03

Ein sehr toller Bericht CloneX :-)
- 3. Juni 2015: 1 1/2 Wochen Aufenthalt in Psychatrischer Klinik; 100mg Sertralin und 10mg Olanzapin aufgrund von panischer Hiv-Angst nach Risikokontakt - meiner Meinung nach viel zu schnell verabreicht, Neuroleptika wäre nicht nötig gewesen!
- nach Verlassen der Psychatrie: 100mg Sertralin und 5mg Olanzapin -> Aufdosierung auf 150mg in PIA
- erhöhen des Sertralin auf 200mg - nicht vertragen, wieder runterdosiert auf 150mg nach ein paar Tagen
- 7. Juli 2015: Olanzapin nach 5 Wochen abrupt abgesetzt aufgrund von MNS - starke Absetzerscheinungen sofort nach Absetzen: extreme Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen, Muskelzuckungen und Kribbeln in den Beinen und Füßen, Herzrasen und hoher Puls, Durchfall
- 13. Juli 2015: Sertralin von 150mg auf 125mg - hoffe es treten keine zusätzlichen Beschwerden ein
- 12. August 2015: Sertralin komplett ausgeschlichen und endlich medikamentenfrei!!! - Absetzerscheinungen: ab und zu ein leichtes Drücken im Kopf, Angst scheint etwas verstärkt wieder da zu sein; ansonsten froh von nichts mehr "abhängig" zu sein

Kaulquappe 411
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Kaulquappe 411 » Samstag, 17.10.15, 22:19

Danke Clonex , für deinen Bericht. Vieles kann ich nachvollziehen, auch das mit den Wellen, und es macht mir Mut, dass es bald vorbei ist! Alles Gute für dich, und super, wie du wieder deinen Lebensweg gehst!!!! :party2:

Quäppchen
Diagnosen: PTBS, Depression, Sozialphobie, Agoraphobie, Oralophobie, Migräne, craniomadibuläre Dysfunktion, Tendovaginitis an den Füßen
Erfahrungen mit Ximovan ( Paradoxe Reaktion), Melperon (drastische Alpträume), Taxilan (total abgeschossen) Fluoxetin (Depersonalisation), Lorazepam, Opipramol, Promethazin, Escitalopram, Cipralex, Valdoxan, Amitriptyllin.
Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
mittlerweile bei KG 0,230 g
mittlerweile bei KG 0,200 g kaum Absetzsymptome, solange ich auf passende Ernährung achte!
KG 170 g
22 Kügelchen

Nora
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Nora » Dienstag, 17.11.15, 14:32

Hallo, liebe Leute!

Ich nahm ca. 2008 - 2010 tgl. 50 mg. Sertralin. Ich setzte es komplett abrupt ab und hatte davon keine Entzugserscheinungen, zumindest kann ich mich an nichts Negatives zurückerinnern, meine Familie auch nicht.

Ich nahm von ca. Oktober 2013 - Jänner 2015 wieder tgl. 50 mg Sertralin. Wieder setzte ich es abrupt ab und hatte auch diesmal keine Entzugserscheinungen.

Bei diesen beiden Malen hatte ich wohl Glück und ich kann mich bis zum August 2015 als gesund bezeichnen, auch ohne/trotz Sertralin!

Dumm war ich nur, weil ich Ende August zur "Vorbeugung" einer "Depression" (die Gefahren und Wirkungsweise von Sertralin/Ads war mir bis dahin nicht klar) wieder mit der Sertralineinnahme begann. Das ging schief wegen starker paradoxer Reaktionen, das ist aber eine andere Geschichte...

Denn hier gehts um das erfolgreiche Absetzen bzw. ein hervorragendes Leben nach ADs. Dieses hatte ich sowohl nach dem ersten Absetzen und auch dem zweiten Absetzen! Das soll keine Aufforderung zum abrupten Absetzen sein, bitte nicht! Aber meine Geschichte soll Mut machen, dass es eben auch Menschen gibt, die leichter ADs wieder loswerden können und nicht jeder einen langen und leidensvollen Absetzprozess haben muss! Am besten, wie hier empfohlen wird, langsam absetzen und damit kann es sich dann auch schon wieder erledigt haben!

NUR MUT und alles Gute beim erfolgreichen Absetzen!!!
Nora
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LinLinaOliverpadmaKaulquappe 411FreudentraenchenKatharina
2008-2010 50mg Sertralin-abrupt abges.-keine Entzugsersch.
1.7.2013 Knieverletzung
Ab 27.9.2013 50mg Sertr-bald Weinkrämpfe, Übelkeit, Brechreiz, starke Unruhe
Okt 2013 - Jän 2015
50 mg Sertr-abrupt abges.-keine Entzugsersch.

20.-24.8.2015
50mg Sertr.-ab 2. Tag Weinkrämpfe, Unruhe, Durchfall, Durchschlafprobleme, Herzklopfen-Einn. beendet-es wurde schlimmer-zu Ärzten

28.8.-15.9. 5mg Olanzapin Symptome klingen schnell ab-doch Verstopfung, Mundtrockenheit, abgestumpfte Gefühle
16./17.9. 2,5mg Olanz
18.9. Olanz abges.
18.-24.9. keine Entzugsersch.
25.9.-1.10. Entzugsersch. beginnen-tgl. schlimmer: nervöser Darm, kein Schlaf, Weinkrämpfe, innere Unruhe, Zittern, Tinnitus, "Nerven"-Schmerzen im Knie

Ab 3.10. tgl 2,5mg Olanz
4.10-6.11. guter Schlaf, in der ersten Woche: vm. weinerlich, geringer Appetit, Mundtrockenheit, stärkere Knieschm, Tinnitus, Unruhe, Zittern, Schwächegefühl, Brustkorb und Rücken schmerzhaft verspannt; ab der 2. Woche Weinkrämpfe nm/abends, alle Symptome wurden ständig besser

Ab 6.11. tgl 1,9mg Olanz
7.-13.11. selten Watte, verspannte Muskeln-leichte Rückenschm, am 12./13. starke Nervosität, Knie gleich
14.-30.11. sehr selten Watte, manchmal Unruhe, häufig nm/abends Weinkrämpfe; Knie gebessert
1.12. Verzweiflung wegen Knie und vor allem wegen Olanzapineinn. wächst tgl, daher -->

Ab 1.12. tgl 1,25mg Olanz
2.-8.12. etwas schlechter eingeschl., mehr Rücken.- und Knieschm., dafür keine Weinkrämpfe mehr, Seele fühlt sich wohl
-15.12. gut eingeschl., Rücken.- und Knieschm. bessern sich langsam, Seele zufrieden
-22.12. guter Schlaf, Rücken-Knieschm. besser, Seele zufrieden

Ab 22.12. tgl 0,7mg Olanz
23.-29.12. ersten Tage schlecht eingeschl., stärkerer Tinnitus, etwas Übelkeit und Unruhe, Grübeln und Angst vor eventuellen Absetzerscheinungen, Knie gleich
-5.1.16 besserer Schlaf, Übelkeit, Unruhe und Grübeln weniger, kurzzeitig stärkere Rückenschm. und Tinnitus, Knie gleich

Ab 6.1.2016 KEIN Olanzapin mehr!!!
-9.1. merk noch nix Negatives, kann gut schl., bin innerlich relativ ruhig
-13.1. leider Übelkeit, kaum Schlaf
-20.1. besserer Schlaf, aber nur 3-4 h, Übelkeit mal wenig-mal sehr stark mit Brechreiz
-24.1. schlechter Schlaf, nur 2-3 h, dann aufwachen mit Angstgefühl, Übelkeit wird mit MCP-Tropfen gelindert
ab 25.1. Schlaf besser mit 4-6 h, 2x tgl. 0,5 mg Metoclopramid gegen die Übelkeit wirken sehr gut
ab 29.1. nach ca. 4 Stunden Schlaf wachliegen mit seltsamen "Angst"gefühl u. Unruhe, nur mehr morgens 0,25 mg Metoclopramid gegen Übelkeit nötig; "Weicheirigkeit", häufig Wattegefühl-ev. durch zu wenig Schlaf
ab 8.2. Schlaf bessert sich immer mehr-weniger Morgenunruhe, keine Übelkeit-kein Metoclopramid mehr! weniger "weicheirig" und Wattegefühl, Knie wird ab 22.2. 2 mal tgl. mit Voltadol eingeschmiert

16.3.2016 - 10 Wochen auf Null die Absetzsymptome sind kaum zu spüren, leider ist das Knieproblem (Ursache der Psychopharmakaeinn.) noch nicht gelöst, aber es bessert sich ganz langsam
ab 4.4. versuche nun, komplett ohne die Baldrian-Einschlafhilfe zu schl., damit bin ich "clean", Knie wird nur mehr vorm. mit Voltadol eingeschmiert
ab 6.4. Zeckenstich und "Überbein" regen mich sehr auf, bald auch Tinnitus und daher wenig Schlaf; Weinen, Watte, Angst, auch Aggressionen; also wieder Baldriantabletten vorm Schlafengehen

Freudentraenchen
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Freudentraenchen » Samstag, 05.12.15, 8:47

Danke Nora für deine Geschichte!

Ich kann sie im Übrigen bestätigen:
Schon seit meiner Jugend litt ich unter immer wieder kehrenden depressiven Verstimmungen. Meistens war meine Grundstimmung die meiste Zeit über niedergedrückt, ohne, dass ich richtige Episoden hatte. Fluoxetin als ich 19 war, später Citalopram und nun Sertralin haben sich in meinem Empfinden als wirkungslos heraus gestellt. Ich kann wirklich nicht sagen, ob eines dieser ADs einen positiven Effekt hatte. Oo
Erst in den letzten Monaten, seit ich Therapie mache, habe ich einige Methoden gefunden, die gut gegen diese depressiven Verstimmungen helfen (Meditation z.B.)... also, wenn ich weg bin vom Risperdal, dann schleiche ich das Sertralin auch aus u. besinne mich auf das, was in meiner eigenen Macht steht. :3
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Diagnose: emotional-instabile Persönlichkeitsstörung und/oder paranoide Schizophrenie
Neuroleptika nehme ich wegen Wahnzuständen.

2010: hohe Dosen von unterschiedlichen Neuroleptika (Zeldox, Risperdal, Clozapin), zum Schluss 30 mg Abilify + 300 mg Amisulprid.
Anfängliche Wahnvorstellungen (vor Einnahme von Neuroleptika) steigerten sich nach plötzlichem Absetzen dieser und ließen sich lange Zeit nicht bessern. Es dauerte über 2,5 Jahre um wieder stabil zu werden.
2014: Nach Stabilisierung alles abgesetzt, falls ich Absetzerscheinungen hatte, habe ich diese nicht als solche eingeordnet
April 2015: Rückfall der Psychose, 8 mg Risperdal
ca. Mitte Juli: Reduktion von 8 mg auf 6 mg.
24.07.15: 3 mg Risperdal, Absetzerscheinungen: Kribbeln im Kopf, Herzklopfen, Kopfweh, Zittern, Dröhnen im Ohr, dass Tage später anhält
28.07.15: Dosis wieder auf 4 erhöht. Nehme kognitive Einbußen wahr, die sich bessern umso länger die Einnahme her ist.
02.08.15: Die starken Nebenwirkungen nicht länger ausgehalten. Reduktion auf 3 mg. Nach zwei Tagen Lichtempfindlichkeit, sich von Reizen (akustisch) schnell gestresst fühlen. Ansonsten alles o.k. Nach ca. einer Woche mäßige psychotische Symptome.
15.08.15: Aufgrund der psychotischen Symptome Erhöhung auf 3,5
(in der Zwischenzeit schwankte die Dosis leicht. Dummerweise habe ich experimentiert... aus Ungeduld. Ich weiß, nicht, überhaupt nicht gut.)
15.11.15: Runterdosiert auf 3,0
7.12.15: Erhöhung auf 3,25
12.12.15: Erhöhung auf 3,5

Meine AD-Geschichte bekomme ich nicht mehr ganz auf die Reihe. Hatte teilweise öfter ausgesetzt (bevor ich wusste wie gefährlich das werden kann).
2007: Fluoxetin (kalt abgesetzt)
Ab 2010: Citalopram (kalt abgesetzt)
Ab März 2015: 50 mg Sertralin

Seli
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Seli » Montag, 28.12.15, 14:35

....

ganz normal
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von ganz normal » Montag, 04.01.16, 18:14

Liebes ADFD,

noch vor Beginn des neuen Jahres habe ich es endlich geschafft: die 5 mg Cipralex sind erfolgreich abgesetzt. Ich bin dem Forum sehr dankbar, da ich hauptsächlich dadurch mein „normales“ Leben wieder habe:

Liebe Moderatoren, liebe aktive Mitglieder, herzlichen Dank für die empathische, sachlich fundierte und individuell angepasste Unterstützung unter teilweise schweren Bedingungen, das täglich erfolgreiche Bestreben, diese Diskussions- und Informationsplattform immer auf Augenhöhe zu halten und den regen Austausch. Bitte nicht nachlassen ..!

Lieber Oliver, vielen Dank für das Erschaffen einer Forensoftware, die sehr benutzerfreundlich ist,
die es möglich macht, eine Vielzahl unterschiedlichster informativer Bedürfnisse zu bedienen und den kultivierten Umgang der Mitglieder untereinander funktionell unterstützt.

Liebe Linda, herzlichen Dank, dass Du Dich damals nach dieser schweren Zeit dennoch hingesetzt hast und erstmals eine deutschsprachige Infoseite im Netz erstellt hast.

Dieses Forum war für mich aktive Lebenshilfe! Es hat mir den nötigen Schub, die Kraft und die Infos gegeben, mein komplett eigenes Ding entgegen aller ärztlicher Ratschläge durchzuziehen, als ich hier las, wie „normal“ diese Absetzprobleme sind und als ich gleichzeitig merkte, wie wenig mein Psychiater sich damit beschäftigen wollte und wie wenig mir seine alternativen „Ratschläge“ halfen. Ich stand wirklich kurz davor, mich von diesem Psychiater, den Ärzten und auch von Teilen meiner Familie überreden zu lassen, dass ich psychisch gestört sei und dringend weitere Psychopharmaka brauche. Ich bin dankbar für den Umgang hier auf Augenhöhe, etwas sehr Wichtiges, das ich bei Gesprächen mit fast allen Ärzten grundsätzlich vermisst habe.

Es war bereits das 2. Mal in den letzten 4 Jahren, dass Ärzte die von mir geschilderten Symptome als „rein psychisch“ abgetan haben und deswegen keinerlei Notwendigkeit für eine differentielle Diagnostik sahen. Zuerst bei der Hashimoto Thyreoiditis und nun beim Absetzsyndrom. Und es ist auch das 2. Mal, dass ich nur deshalb endlich wieder gesund bin, weil ich mich mit der (Nicht-) Diagnose der Ärzte nicht zufrieden gegebenen habe, sondern selbst weiter gesucht habe. Es ist aber kein wirklich zufriedenstellendes Gefühl, dass ich auch ohne Medizinstudium nur aufgrund meiner Körperwahrnehmung und Internetrecherche dennoch Recht behalten habe. Es hat leider nicht nur unnötig viel Lebenszeit gekostet. Einem neuen Arzt werde ich in Zukunft nur noch dann vertrauen, wenn ich das Gefühl habe, dass wir auf Augenhöhe diskutieren, er meine Symptome ernst nimmt und differentialdiagnostisch mitdenkt.

Ich kenne nun die Hintergründe und Zusammenhänge meiner bisherigen körperlichen Signale, kann sie dadurch viel besser einordnen und entsprechend reagieren, was mich enorm angstfrei macht. Sie erklären zudem endlich alle meine wellenartigen psychischen Symptome der letzten 6- 8 Jahre. Es hat mich sehr überrascht, wie stark ich durch eine Hormoninbalance (fern-) gesteuert werden kann und wie wenig ich manchmal dagegen ausrichten kann. Selbst als ich endlich wusste, dass die Ursache für meine depressive Phase gerade nur darin liegt, dass bestimmte Hormone in diesem Moment einfach nicht „an Ort und Stelle“ lagen, konnte ich das Weinen nicht stoppen. Aber ich werde zukünftig nicht mehr darin versinken, es auch nicht mehr als „psychische Störung“ einordnen, sondern es als körperliches Signal betrachten. Ich denke, dass man keine Erfahrung umsonst macht und auch wenn die letzten vier Jahre sehr hart waren, dann weiß ich alleine dadurch wenigstens, was in den Wechseljahren ev. auf mich zukommen könnte und worauf ich dann achten muss bzw. wen ich unbedingt vermeiden muss.

In Bezug auf die Psychopharmaka-Geschichte mit 5 mg Cipralex bin ich wohl eher noch mit einem hellblauen Auge davongekommen. Dennoch fühle ich mich von Ärzten stigmatisiert, weil ich dieses Pp genommen habe. Es hat sich oft so angefühlt, als ob ich mein Recht auf freie Meinungsäußerung mit der Einnahme dieses Pp abgegeben hätte. Wenn ich anderer Meinung war, war dies in den Augen der Ärzte schon Grund genug, mir eine psychische Störung zu unterstellen. Ich kenne nun das ohnmächtige Gefühl, wenn dann auch enge Angehörige einer ärztlichen Diagnose glauben, selbst wenn diese auf offensichtlich falschen Parametern beruht. Allein dass eine Person mit einem formellen Titel etwas behauptet, setzen viele Menschen automatisch mit inhaltlicher Richtigkeit gleich. Ich kann es aber auch nachvollziehen, denn aufgrund dieses Vertrauens bin ich auch erst in diese Lage gekommen. Ich danke meinem Mann, dass er trotzdem zu mir gehalten hat.
Viele ähnliche Berichte von Forumsmitgliedern haben mich sehr betroffen gemacht. Aufgrund dieser Erfahrungen habe ich mich für eine Patientenverfügung entschieden. Ich überlege noch, ob ich diese Cipralex-Geschichte der Ärztekammer vorlegen soll. Meine Patientenakte habe ich bereits.

Wenn ich in ferner Zukunft einmal meinen Ruhestand gesund erreichen darf, dann würde ich gerne eine Senioren-WG gründen. Sollte dann das Thema „Psychopharmaka und Absetzsyndrom“ von den Ärzten immer noch so stark ignoriert werden und sollte dieses Forum bis dahin immer noch notwendig sein, dann werde ich daran denken, in dieser Senioren-WG auch einen betreuten Rückzugsplatz für Menschen zu schaffen, die durch Psychopharmaka und ignorante Ärzte traumatisiert sind, keine familiäre Unterstützung haben und eigentlich nur eine komplette Entlastung, Ruhe, Zeit und Empathie benötigen.

Manchmal erwische ich mich noch beim unbewussten, gewohnten morgendlichen Griff nach der Dosierungsspritze. Doch dann spüre ich sofort ein typisches Abgesetzt-Symptom: Es beginnt mit einem erleichterten Lächeln und steigert sich bis zu einem zufriedenen Grinsen. Auch tagsüber tritt es immer noch in Wellen auf. Ich möchte es so lange wie möglich behalten. Es macht die noch anstehenden, restlichen Schritte zurück in mein „altes“ Leben einfacher.

Einen kleineren Psychopharmakateil meiner Geschichte werde ich in den Forumsbereich „Gesundheit“ unter “Hashimoto und Cipralex absetzen“ setzen. Ich möchte dem Forum treu bleiben. Der pragmatische Humor von Jamie, Thomas und Kaulquappe und vielen anderen hat mich oft zum Lachen gebracht. Ich möchte dabei sein, wenn z.B. Padma und Petra es geschafft haben, wenn es Siggi und Inge2 besser geht usw.. Und v.a. dann, wenn ich das Gefühl habe, dass bei einem User die Schilddrüse die Ursache für die Probleme sein könnten, dann melde ich mich erst recht.
Als ich mich hier angemeldet habe und nach einem Benutzernamen gesucht habe, war ich einerseits voller Zweifel und Ängste, dass ich wirklich gestört bin, andererseits war ich auch voller Trotz und der persönlichen Gewissheit, dass ich ganz normal bin. Die Gewissheit hat gesiegt und ich brauche diesen Benutzernamen nicht mehr. Ich darf mich unter einem anderen, etwas seriöserem Namen neu anmelden (danke Oliver!), denn ich brauche jetzt einfach dringend eine neue Frisur, in virtueller Hinsicht ....

Euch allen Kraft, Geduld, einen festen Glauben an Euch selbst und so bald wie möglich gesunde Abgesetzt-Symptome!

Leni :wink:
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Hashimoto Thyreoiditis und Erfahrungen mit Cipralex

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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von padma » Montag, 04.01.16, 18:36

hallo Leni, :)

herzlichen Glückwunsch zur 0 :party2: :party2: :party2: Klasse gemacht.

Danke dir für deine lieben Worte, den ausführlichen Bericht und dass du uns treu bleiben wirst. :hug:
Die Idee mit der Senioren WG mit einem Rückzugsplatz finde ich klasse.
Ich befürchte, so was wird noch über viele Jahre hinweg nötig sein. :(

Danke dir auch, dass du uns bei SD Problemen weiter unterstützen wirst. Die Dunkelziffer dürfte da sehr hoch sein und unzählige Menschen werden wohl leider fälschlicherweise psychatrisiert. :frust:

Geniess dein psychopharmakafreies Leben. :party:
liebe Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Lisamarie » Montag, 04.01.16, 18:42

Hallo Leni, danke für deinen Bericht und klasse das du es geschafft hast das Cipralex aus deinem Leben zu werfen. Herzlichen Glückwunsch. Klasse das du uns treu bleiben wirst.
Ich hoffe das die schlechten Tage immer weniger werden und die guten immer mehr.
Lg Petra
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6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Oliver » Montag, 04.01.16, 20:02

Wow, danke! das freut mich so sehr, dass Du dem Forum treu bleiben möchtest. Wir sehen uns dann wieder hier mit neuer Frisur :party2: :hug:
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Timeout » Montag, 04.01.16, 21:15

Danke Leni, das hast Du toll geschrieben und formuliert....und mir steht mal wieder das Wasser in den Augen, ganz-normal! ;)

Toll,dass Du es geschafft hast. Herzlichen Glückwunsch!!! Und DANKE für Deine Worte, sie machen MUT!

GlG
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Zuversicht » Montag, 04.01.16, 22:13

Sehr schön geschrieben ...GLückwunsch <3 :party2:
LG die Zuversicht
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Zuversicht für den Beitrag:
Leni
MAI 2014
Lyrica 1-4 Tag 0-0-25
5-19 Tag 25-0-25
20 Tag 0-0-25
21 Tag 0-0-0
wegen Nw abgesetzt...alle die man kriegen kann von extremer Unruhe, schwere Depression, Benommenheit, Müdigkeit, extreme Panikatacken über körperliche Schmerzen, Sehvermögen war verschwommen,Gedanken die nicht aufhörten zu kreisen es war eine Endlosliste




Absetzerscheinungen : Schwindel , metallischer Geschmack ,Benommen ,Kraftlos, Schmerzen Schulter Hüfte , Müde ,traurig .. kann aber wieder weinen , Muskelschmerzen, appetitlos ,unruhig soziale Unruhe wenn jemand mit mir spricht , schwitzen , Schüttelfrost, schwere Beine und Arme....Angst das es nie wieder aufhört,

Ab dem Tag 28.auf 0 wurde es besser....es war ein harter Weg

In der 6 Woche auf null neue Symptomwelle ängstlich, depressiv, schmerzen in den Beinen bezw. Waden Hüftschmerzen , stündliches aufwachen, schwitzen in der Nacht. ..... ab der 8.Woche wurde es besser
9Woche erneute welle...ab der 11 Woche das meiste verschwunden bis auf Muskelschmerzen...und manchmal Unruhe ab der 13 Woche gehe ich wieder arbeiten.

Siggi
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Siggi » Dienstag, 05.01.16, 10:18

Liebe Leni,

eine wunderbare Leistung, in deiner Formulierung und mit all deinen wertvollen Erfahrungen,
und dass du uns an all deinen Erkenntnisssen teilnehmen lässt.I
Ich bin sehr davon angetan.
Ganz herzlichen Dank, dass du dir all diese große Mühe machtest :hug:
Lieben Gruß :D
Siggi
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petra1111
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von petra1111 » Dienstag, 22.03.16, 19:51

Hallo liebe Leni,
die durch Psychopharmaka und ignorante Ärzte traumatisiert sind, keine familiäre Unterstützung haben und eigentlich nur eine komplette Entlastung, Ruhe, Zeit und Empathie benötigen.
Genau das könnte die Rettung für viele mit dem Stempel: "psychisch krank" sein.
Dennoch fühle ich mich von Ärzten stigmatisiert, weil ich dieses Pp genommen habe. Es hat sich oft so angefühlt, als ob ich mein Recht auf freie Meinungsäußerung mit der Einnahme dieses Pp abgegeben hätte. Wenn ich anderer Meinung war, war dies in den Augen der Ärzte schon Grund genug, mir eine psychische Störung zu unterstellen. Ich kenne nun das ohnmächtige Gefühl, wenn dann auch enge Angehörige einer ärztlichen Diagnose glauben, selbst wenn diese auf offensichtlich falschen Parametern beruht. Allein dass eine Person mit einem formellen Titel etwas behauptet, setzen viele Menschen automatisch mit inhaltlicher Richtigkeit gleich. Ich kann es aber auch nachvollziehen, denn aufgrund dieses Vertrauens bin ich auch erst in diese Lage gekommen.
Und das ist für mich persönlich das schlimmste Verbrechen an meinem Körper überhaupt.

Danke für Deine tollen zeilen liebe Leni
Petra
Zuletzt geändert von Murmeline am Dienstag, 22.03.16, 20:41, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitierformatierung korrigiert
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- postraumatische Angsterkrankung mit Vermeidungsverhalten (über Jahrzente trotzdem gut damit gelebt)
- auf eigenem Wunsch amb. Psychotherapie von 1997-2000 (ohne Medis)

- 2008 urplötzlich nach einer ruckhaften Bewegung anhaltende masssive Herzrhytmusstörungen. Es folgten mehrere Krankhenhausaufenthalte. Ursache 3 Jahre nicht entdeckt (Zwerchfellbruch wobei der Magen gegen das Herz drückte). Schlußfolgerung der Ärzte in dieser Zeit: Psyche und mehrere Versuche mit Psychopharmaka vergeblich dagegen zu steuern!

2011 Tranxilium vom Hausarzt (8 Monate), Imap, Anafranil, irgend ein Neuroleptikum,Tavor, Betablocker... ich wurde immer "unruhiger, ängstlicher, verpeilt... das volle Programm. Es folgten Magen-Darm-Probleme, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und ständig andere Symptome.

- 2013 immer mehr Angstverstärkung, deshalb im Juli 2013 Psychosomatische Klinik. Dort Fluoxetin bekommen, auf welche sich schlimmste NW einstellten (nach 1 Woche abgebrochen, wegen Druck seitens der Klinik Medikamente trotzdem weiterzunehmen)

- August 2013 für 8 Wochen stationärer Aufenthalt in einer anderen Psychosomatischen Klinik, Serotoninsyndrom auf Fluoxetin diagnostiziert. Hier Tavor, Seroquel (nicht vertragen) danach zum wieder Runterdosieren des Benzos Opipramol aufdosiert bis 150 mg. Zwar absolute Besserung, dennoch ständig im Nebel, ab und an Zwangsgedanken/Gefühle, deshalb nach der Entlassung Opipramol wieder ausgeschlichen.

- Dez. 2013 keinerlei Psychopharmaka mehr, ich hatte das Gefühl langsam wieder normal zu werden.

- Anf. 2014 nach OP mit Vollnarkose, Kopfschmerzen begann langsam erneute Verschlechterung. Im Mai 2014 dann irgendwas im MRT gesehen - daraufhin Totalabsturz

- Juni 2014 wieder stationärer Aufenthalt, Tavor zum Einschleichen von Saroten. 150 mg sollte ich nehmen, habe mich aber nur auf 75 mg eingelassen. Tavor nach 6 Wochen wieder raus.

-Juli 2014 9 Wochen Tagesklinik, ab hier ging es bergauf, allerdings massive Schweißausbrüche und permanente Schlafstörungen. Am Entlassungstag!!!!: Sie müssen sofort mit dem Saroten raus, ihre Blutwerte passen nicht.

Auf 50mg runter, 2 Wochen später auf 25 mg, 6 Wochen später auf 12,5 mg

Ab 21.10.2014 insgesamt 4 Monate auf NULL

- 23.02.2015 leider erneuter AD Einstieg von 3,125 mg, auf 5 mg/ 10 mg/20 mg/ 25 mg
Seit März 2015 bis heute 25 mg Anafranil

- 25.07.2015 20 mg Anafranil
- 02.11.2015 15 mg Anafranil
- 15.03.2016 12,5 mg Anafranil
- 15.04.2016 10 mg Anafranil

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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von padma » Dienstag, 14.06.16, 17:47

Stephbis Mann hat Venlafaxin erfolreich abgesetzt. :party2: :party2: :party2:
hier der thread http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=35&t=9916
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Jamie » Samstag, 02.07.16, 17:55

Hier ein Zwischenstand von saskiasweg: viewtopic.php?f=35&p=146626#p146626
saskiasweg hat geschrieben:Hallo Miteinander
Jetzt sind 5 Monate nach dem Kaltentzug von Fluoxetin (Einnahme über 15-20 Jahre)vergangen. Die Muskelschmerzen im Nacken heilen sehr langsam. Mit den Schlafstörungen habe ich weiter experimentiert. Melantoningabe zur Nacht,3 mg ca. 7 Nächte genommen. Wirkt nicht so gut wie 5HTP, macht nur für ca. 3 Stunden müde. Johanniskraut(Jarsin) 5 Wochen genommen. Erzeugt einen heissen Kopf und Hitzeintoleranz sowie einen höheren Blutdruck. Deshalb abgesetzt. Aktuell: 2 Tabletten 5HTP vor dem Schlafen und dazu 2 Baldriantabletten. Psychisch absolut keine Probleme. Im Gegenteil: Alte Gefühle kommen hoch, Trauerarbeit ist möglich.Mein aktuelles EKG ist wieder völlig normal. Hatte nach dem Absetzten die gefährliche QT-Verlängerung mit 2 Monaten Rhythmusstörungen (Extrasystolen). Werde nie mehr AD oder Neuroleptika oder Benzos anrühren!!!
Liebe Grüsse, Saskia
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:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Murmeline » Montag, 18.07.16, 12:33

Timeout berichtet:
Wie oft dachte ich, ich schaffe das nicht, ich kann es keine Minute mehr aushalten?! Wie oft lagen die Tabletten vor mir und nur die blanke Angst vor Verschlimmerung (letztlich unvorstellbar, dass eine Steigerung überhaupt möglich sein könnte!!!) hielt mich zurück ?!

Suizidgedanken, kein Schlaf, kein Hunger, Angst, Unruhe gepaart mir extremer Erschöpfung, Wortfindungs- und Konzentrationsstörungen, Gedankenkreisen, Adrenalineinschuß, Schmerzen u.v.m. ihr wisst, wovon ich schreibe.

Vorbei!!! seit Wochen. Und ich weiß, dass es gänzlich vorbei ist, sonst würde ich nicht schon jetzt schreiben, von wegen Fenster und nächste Welle.

Im Juli 2015 setzte ich Venlavaxin, welches ich Jahre genommen hatte, ab. Erst nachdem ich Monate auf Null war, fand ich dieses Forum und wollte das Risiko einer erneuten Eindosierung nicht auf mich nehmen.

Ich habe es überlebt. Ich habe es geschafft. Es ist vorbei. Ich lebe wieder! Ich wache morgens wieder ganz normal auf. Ich wache einfach auf, ohne Panik, Adrenalin, Angst! Ich kann wieder eine Zukunft erahnen und mich an Dingen erfreuen.
Mehr gibt es hier: viewtopic.php?p=148580#p148580
Thread von Timeout: viewtopic.php?t=10437
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Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Johanna_1 » Dienstag, 26.07.16, 8:24

Hallo an Alle,
ich möchte heute mal etwas positives schreiben. Ich bin jetzt seit knapp 10 Wochen auf 0 mit dem Setralin und ich habe den Eindruck, dass es aufwärts geht. Die Symptome sind nicht mehr ganz so stark und ich hab immer mehr Tage an denen meine Energie zurückkehrt. Ich habe zwar immernoch die massiven Schmerzen durch die Fibromyalgie aber damit werde ich wohl leben müssen. Ich praktiziere seit einem halben Jahr die Achtsamkeitsmeditation, arbeite mit dem Buch " Mit Achtsamkeit durch die Depression" von Jon Kabat Zinn. Mache täglich PMR seit einem 3/4 Jahr und ich glaube es trägt Früchte. Ich entwickele so langsam eine innere Ruhe die ich so nicht kannte und ich glaube, dass hilft mir bei den Entzugssymptomen bzw hilft es dem Nervensystem. Gehe fast täglich schwimmen auch wenn die Schmerzen mich sehr einschränken. Nun muss ich sagen, dass ich noch nicht arbeiten gehe und viel Zeit habe. Aber ich bleibe erstmal dran an dem Konzept. Es gibt mir das Gefühl nicht ganz ohnmächtig zu sein und das Gefühl, dass man selbst auch etwas tun kann für sich und seinen Körper. Es ist nicht so einfach wie eine Tablette aber es hat dafür nur positive Nebenwirkungen nämlich, dass man zur Ruhe kommt und lernt sich selbst auszuhalten und zu spüren aber vorallem nicht so schnell in die Panik zu verfallen.
Ich möchte das allen Betroffenen ans Herz legen es auszuprobieren und auch dann dran zu bleiben. Es lohnt sich. Vorallem ist es auch mittlerweile wissenschaftlich belegt, was Meditation und Achtsamkeit für einen Einfluss auch unser zentrales Nervensystem hat.
Ich bleibe jedenfalls dran und werde euch weiter berichten.
liebe Grüsse
Sophia
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10 Jahre lang 50mg Sertralin genommen, wegen Diagnose Fibromyalgie und Depression mittelgradig ( wobei man nicht sagen konnte was zuerst da war und was was bedingt) ( viele Jahre Beschwerdefrei damit) :D
06.2015 abrupt absetzen müssen wegen QT Zeit Verlängerung
07.2015 wieder 50mg , weil QT Zeit unverändert (wieder 1 Jahr genommen, greifen nicht mehr) Trotzdem heftige Absetzsymptome trotz Wiedereinnahme
03.2016 3/4 Tbl (ca.35mg) für 4 Wochen ( Währende der Reduktion keine Veränderung, mein Hirnstoffwechsel ist so daneben, das ich nicht weiß was was ist.
04.2016 1/2 Tbl ( ca. 25mg) für 4 Wochen
05.2016 1/3 Tbl ( ca. 12,5mg) für 3 Wochen
seit 19.05.2016 auf 0 ( sehr wechselhafte Befindlichkeit, Absetzsymptome kommen immer wieder)
20.05.2016 0,5mg Lorazepam, weil schlaflose Nacht und extreme Unruhe (nehme ich nur ganz selten ca. 1x im Monat, wenn nix mehr geht und ich zur Ruhe kommen will.)
25.05.2016 bis 29.05.2016 gute Tage, kaum Symptome
danach wieder alle Symptome da
20.06.2016 bis 26.06.2016 gute Tage, wenig Symptome und wieder etwas Energie
30.06.2016 jetzt seit 6 Wochen auf 0, die Tage sind unterschiedlich von gut bis unerträglich. Es schwankt sehr.
10.07.2016 heftige Blasenentzündung. Einnahme von Antibiotika notwendig ( Fosmfomycin 3g)...bin gespannt wie es mir danach geht. :vomit:
11.07 auf 12.07.2016 nach Einnahme des Antibiotikums nachts kein Auge zu getan. Stromschläge im Kopf, komisches Körpergefühl, starke Unruhe. Diese Symptome hatte ich schon wochenlang nicht mehr. :cry:
15.07.2016 bis heute...geht es mir deutlich besser. Symptome haben sich verringert obwohl ich mehr tue, weil ich gerade umziehen muss. Mache weiter meine Achtsamkeitsmeditation und mein PMR täglich. Hoffe es geht weiter so.
Seit 26.07.2016 totaler Einbruch...alle Symptome sind verstärkt wieder da...massive Unruhe, Schlalosigkeit,Schwindel,Apetitlosigkeit, Stromschläge im Kopf u ganzen Körper, Muskelzucken im ganzen Körper, komisches Gefühl im Kopf und massive Erschöpfung. Laufe innerlich auf Hochtouren. Vlt, weil ich am 24.06.2016 eine ungesunde Beziehung beendet habe?!
Seit 06.08.2016 extreme Verschlechterung. Extreme Unruhe, Schwindel und Angst.

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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Murmeline » Samstag, 13.08.16, 13:32

Leider nur auf Englisch

Paul describes how a virus led to a prescription for Prozac and other antidepressants. He ended up on Effexor and has spent over four years in horrific withdrawal from the drugs, leading to the loss of his career and the disruption of almost every other aspect of his life.

https://vimeo.com/81584778
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Johanna_1 » Samstag, 13.08.16, 19:46

schade, dass ich kein englisch kann
10 Jahre lang 50mg Sertralin genommen, wegen Diagnose Fibromyalgie und Depression mittelgradig ( wobei man nicht sagen konnte was zuerst da war und was was bedingt) ( viele Jahre Beschwerdefrei damit) :D
06.2015 abrupt absetzen müssen wegen QT Zeit Verlängerung
07.2015 wieder 50mg , weil QT Zeit unverändert (wieder 1 Jahr genommen, greifen nicht mehr) Trotzdem heftige Absetzsymptome trotz Wiedereinnahme
03.2016 3/4 Tbl (ca.35mg) für 4 Wochen ( Währende der Reduktion keine Veränderung, mein Hirnstoffwechsel ist so daneben, das ich nicht weiß was was ist.
04.2016 1/2 Tbl ( ca. 25mg) für 4 Wochen
05.2016 1/3 Tbl ( ca. 12,5mg) für 3 Wochen
seit 19.05.2016 auf 0 ( sehr wechselhafte Befindlichkeit, Absetzsymptome kommen immer wieder)
20.05.2016 0,5mg Lorazepam, weil schlaflose Nacht und extreme Unruhe (nehme ich nur ganz selten ca. 1x im Monat, wenn nix mehr geht und ich zur Ruhe kommen will.)
25.05.2016 bis 29.05.2016 gute Tage, kaum Symptome
danach wieder alle Symptome da
20.06.2016 bis 26.06.2016 gute Tage, wenig Symptome und wieder etwas Energie
30.06.2016 jetzt seit 6 Wochen auf 0, die Tage sind unterschiedlich von gut bis unerträglich. Es schwankt sehr.
10.07.2016 heftige Blasenentzündung. Einnahme von Antibiotika notwendig ( Fosmfomycin 3g)...bin gespannt wie es mir danach geht. :vomit:
11.07 auf 12.07.2016 nach Einnahme des Antibiotikums nachts kein Auge zu getan. Stromschläge im Kopf, komisches Körpergefühl, starke Unruhe. Diese Symptome hatte ich schon wochenlang nicht mehr. :cry:
15.07.2016 bis heute...geht es mir deutlich besser. Symptome haben sich verringert obwohl ich mehr tue, weil ich gerade umziehen muss. Mache weiter meine Achtsamkeitsmeditation und mein PMR täglich. Hoffe es geht weiter so.
Seit 26.07.2016 totaler Einbruch...alle Symptome sind verstärkt wieder da...massive Unruhe, Schlalosigkeit,Schwindel,Apetitlosigkeit, Stromschläge im Kopf u ganzen Körper, Muskelzucken im ganzen Körper, komisches Gefühl im Kopf und massive Erschöpfung. Laufe innerlich auf Hochtouren. Vlt, weil ich am 24.06.2016 eine ungesunde Beziehung beendet habe?!
Seit 06.08.2016 extreme Verschlechterung. Extreme Unruhe, Schwindel und Angst.

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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von sybsilon » Samstag, 13.08.16, 22:22

Liebe Murmeline,

bei dem Video kamen mir die Tränen. Einfach nur krass. Und ich bin auch nur wütend dass uns sowas angetan wurde

LG sybsilon
Diagnose: Angst-Panikstörung
06/14 Venlafaxin 37,5 mg
07/14 Venlafaxin 75 mg
08/14 Venlafaxin 112,5 mg
10/14 Venlafaxin 75 mg
dann bis 02/15 Venlafaxin reduziert auf 37,5 mg
seit 14.2.15 auf anraten von Ärztin auf "0".
Seit Dezember 14 Schwindel, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme, Ohnmachtsangst, Gangunsicherheit, elektrische Schläge im Magen, Panikattacken, Kribbeln Arm und Bein links, Massive Nackenprobleme. Herzrasen, Extrasystolen und starke Stimmungsschwankungen.
von 1.6.15-28.7.15 wieder Psychiatrieaufenthalt. 3 Wochen Mirtazapin erst 15mg dann 30mg aber wegen RLegs abgesetzt, dann Doxepin 25mg nacher Woche 50mg und nach ein paar Tagen auf 75mg aber wegen massiver Magenschmerzen, Suizidgedanken und RLegs auch abgesetzt.
Seit 20.7.15 Medikamentenfrei.
aktuelle Symptome: kribbeln, ziehen in Beinen und Armen, Leichte Übelkeit( nicht immer), sehr nervös, sehr geräuschempfindlich, vermehrte Panikattacken. Ab und zu Herzstolpern, aber nicht mehr so häufig. Das Haus zu verlassen fällt mir schwer.
Oktober 2015 :
Immer wieder Gangunsicherheit, leichter Schwindel und Übelkeit. Das löst Angst und Panik bei mir aus.
Einen Versuch mit Laif900 (Johanniskraut) gestartet aber wieder abgesetzt wegen Symptomverstärkung.
Ab 04.11.2015 Aufenthalt psychosomatische Klinik
Seit 19.1.16 wieder zu Hause. In der Klinik 3 Tage Trimipramin 12,5mg ausprobiert, aber zu starke NW.
Seit 27.1.16 Wiedereingliederung im Job, Beginn mit 4Std am Tag, danach sehr erschöpft, aber ansonsten wenig Symptome. Gegen Abend (ab ca.18.00Uhr) inneres Frieren und ganz leichte Übelkeit mit leichtem Magendrücken.
Stand 13.2.2016: Magenprobleme mit Rückenschmerzen, Rücken übersät mit großen Pickeln, Schlafprobleme, nach Vit.D Einn. Panikattacke.
4.3.16 Im Moment Welle/sehr erschöpft. Blutuntersuchung :B12=350, Vitamin D =18,1, Ferritin=15,5. Von Eisentabletten schon nach 1Tag Herzrasen mit Panikattacke. Abgesetzt. Ich vertrage absolut gar nichts mehr.
6.4.16 habe noch leichte Stimmungsschwankungen, Frieren in den Abendstunden nach der Arbeit (ca. 17-19 Uhr), Energiebereich schwankt sehr, Nackenschmerzen. Seit 1.4.16 nehme ich Nachtkerzenöl Kapseln, und ich habe das Gefühl sie tun mir gut.
18.6.16 Ich habe wenig Energie. Arbeite wieder voll seit 8.3., aber es strengt sehr an. Kann abends und am Wochenende Nichts unternehmen. Bei Anstrengung kommt leichte Übelkeit. Kann meine Vitaminspeicher nicht auffüllen da ich noch immer Nichts vertrage .:zombie: .Gefühle sind sehr gleichgültig und irgendwie macht mir alles keinen Spaß und ist sinnlos.
Seit 14.2.2015 "0" Venlafaxin
Seit 20.7.2015 "0" Mirtazapin und Doxepin
Seit 21.7.2015 definitiv medikamentenfrei!!!!
Zustand 21.7.2016: sehr erschöpft, leichte Übelkeit hin und wieder, kribbeln in linker Hand und Fuß und linke Gesichtshälfte. Psyche ganz o.k.! Blutwerte 21.7.2016: Vit.B12 253;Ferritin 19,5;Vit.D 31.
18.8.16:Entfernung Kupferspirale
Zustand 24.8.16: Seit 2 Tagen total erschöpft, Kopfrauschen, Nackenschmerzen, Übelkeit aber nicht vom Magen verbunden mit depressiver Stimmung, fast keinen Geruch und Geschmackssinn. Kein Durst- und Hungergefühl.
16.10.16: Zustand viel besser seit Kupferspirale entfernt. Ausschlag auf Rücken nahezu weg. Übelkeit weniger, depressive Stimmung nur noch etwas in der Zeit um die Regel. Brauche noch viel Ruhe und vertrage keine Hektik und Stress mehr. Energie etwas mehr vorhanden.
20.3.17 Vitamin D und B12 vertrage ich wieder.
20.12.17 Übelkeit so gut wie weg.

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