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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

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Clarissa
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Luna,

also mein Eindruck ist, daß es ab einem gewissen Alter, nach einer längeren Einnahmedauer, nach häufigem Psychopharmaka-Wechsel und wiederholten Enzugsversuchen schon JEDEN trifft.

Ich kenne z.B. keinen mit ähnlicher Vorgeschichte wie meiner und im "fortgeschrittenen Lebensalter", der ungeschoren davon gekommen ist.

Darüber hinaus scheint tatsächlich eine gewisse individuelle Disposition zu bestehen. Manche können offenbar folgenlos entziehen, wenn sie nur noch jung genug sind.

Ein interessantes Thema.

VG, liebe Luna. Bei Dir glaube ich eigentlich auch, Du hast es gut gemacht und wirst Dich erholen.
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna »

Auch bei älteren Menschen kann sich der Körper erholen also sicher auch bei dir! Das glaube ich! Haben hier doch auch Ältere, denen es besser geht! Dauert alles und da ist das Alter wohl egal! Hier gibt's Jüngere und Ältere die schon länger Probleme haben!
Ja du hast recht, dass es jedem treffen kann vor allem nach langer Einnahme bzw mehreren Pillen!
Es ist egal welche Pillen man nimmt! Alles was man an Chemie lange einnimmt schadet eben den Körper!
Mittlerweile habe ich erfahren, dass der Arbeitskollege die Psychopharmaka nicht so lange genommen hat! Da haben schonmal einige Glück! Naja aber er will es wieder nehmen ....naja sein Ding!
Der Arbeitskollege ist nicht sehr jung soweit ich weiß! Es gibt auch Ältere Menschen, die absetzen können ohne Probleme aber wohl auch wenn sie das zeug nicht zu lange genommen haben!

Ja ich hoffe immer, dass mein Körper sich erholen kann! Mal glaube ich es ganz fest und manchmal habe ich einfach nur angst! Ich halte dennoch an meiner Hoffnung fest!
Multivitamin
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Multivitamin »

Also jetzt reichts mir aber. Hab jetzt tausend Mal hin und her überlegt, ob ich nun hier schreiben soll oder nicht....und jetzt tu ichs einfach...zappzerapp ;)

Mich würde mal intressieren, ob hier irgendjemand weiß, was ich meine, wenn ich von diesem Klopfen im Kopf spreche/schreibe.

Bei mir klopft es nun im 9. Monat und das (Klopfen) und was damit einhergeht, macht mir wirklich Angst. Ich denke oft, ich bekomm gleich einfach nen Hirnschlag oder drehe durch. Ich versuche mal zu schildern, wie sich das alles verhält.

Also.....überhaupt angefangen zu klopfen hat es Anfang September letzten Jahres, nachdem ich völligst....und damit meine ich VÖLLIGST....überfordert mit einer bestimmten Lebenssituation war. Ich konnte aufgrund meines behinderten ZNS nicht reagieren, wie ich das sonst könnte und war einfach komplett überfordert. Die Folge war eine komplette Explosion in meinem Kopf (ich kann es nicht anders ausdrücken, weil es sich tatsächlich so angefühlt hat). Alles war laut laut laut, meine Gedanken waren absolut nicht mehr steuerbar....ich hab soooo laut gedacht....furchtbar einfach nur....und dazu kam das Klopfen. Ich konnte NICHTS mehr. Ich glaub das war echt ein mentaler Komplettzusammenbruch.

Und es beruhigt sich halt einfach nicht. Wenn mich irgendwas auch nur ein klitzekleines Bisschen aufregt (und leider regt mich fast alles auf), dann läuft das so ab:

Erst hab ich ein ganz heftiges Stechen linksseitig im Kopf...relativ weit hinten.....meine Gedanken fangen sofort an zu rasen und rattern.....und ich fange an, enorm aufzudrehen (Stress Stress Stress).

Dann wird das Klopfen schlimmer....das sind richtig dumpfe Schläge, am meisten spür ich sie auch hinten links im Kopf....und je mehr es klopft, desto weniger kann ich denken (also tatsächlich.....ich kann dann meine Gedanken nicht mehr lenken, regulieren oder mir irgendwie gut zureden....das funktioniert nicht mehr)....es klopft dann ein paar Tage ganz ganz heftig...und dann

"wandert" irgendwas weiter hoch, unter meine Schädeldecke....ich merke dann, wie mein Gehirn versucht, die Situation, die mich gestresst hat, irgendwie zu verarbeiten.....und das funktioniert aber nicht....dann krampft und malmt und mahlt es immer an der selben Stelle unter meiner Schädeldecke....und ich werde vollkommen "dicht" und schwanke ununterbrochen hin und her zwischen völlig auszuflippen oder einfach gar nichts mehr mitzubekommen.....

Und dann kommt die nächste Kleinigkeit, die mich mega stresst und alles geht von vorne los. Ich bin im Februar damit in die Notaufnahme gelatscht und sie haben ein CT gemacht...unauffällig.....ein paar Wochen später wurde ein EEG gemacht....unauffällig (nur den Tinnitus haben sie gesehen)....

Dieses Klopfen und das andere Dings da unter der Schädeldecke machen mir wirklich Angst. Alle anderen Symptome wurden zwar im September auch schlimmer, mit diesem Zusammenbruch oder was immer das war, aber mehr oder weniger bin ich mit denen ja schon "vertraut".

Also....was mich mal interessieren würde. Kennt irgendjemand so ein Klopfen vom Entzug? Oder dieses andere Dings unter der Schädeldecke?
Ich hab nächste Woche nen Termin bei meinem ehemaligen Psychiater (den Termin hab ich mir Anfang des Jahres geholt, auch wegen des Klopfens). Ich will absolut nicht hingehen aber ich hab Bammel, dass das ein großer Fehler sein könnte (ich hab einfach Angst, dass an meinem Gehirn irgendein physischer Schaden entstanden ist seit dem Zusammenbruch....falls es sowas gibt). Und die letzte Frage....sieht man in nem MRT mehr als im CT oder EEG?

Ich hab auch überhaupt keine Ahnung, wie lange man nach einem Zusammenbruch braucht, um sich halbwegs zu erholen....es fühlt sich einfach unglaublich gefährlich an.

Das wars :) Danke fürs Lesen und falls es bei jemandem auch nicht richtig tickt....dann bitte...gesell dich zu mir!!

Mutli

ps: im März gings mir mal 2 Wochen besser und an 3 Tagen war das Klopfen ganz weg......dann hat mich jemand angerufen....das hat mich gestresst....und seitdem klopft es wieder ohne einen einzigen Moment Pause.

pps: wenigstens klopfts auf Holz
Diagnose 2001: Depression
Medikation:
2001-2011: Paroxetin zwischen 20-30mg (abgesetzt innerhalb ca. 4 Monate, dann schlimme Absetzsymptome) und somit
2011-2012: Venlafaxin 150mg (Wirkungsverlust ab Mitte 2012)
11/12-01/13: Citalopram (wegen Unverträglichkeit abgesetzt) - nach 6 Wochen völliger körperlicher Zusammenbruch
von 2013-2014 bekommen: Venlafaxin, Paroxetin, Amitryptilin, Valdoxan, Mirtazapin, Atosil, Truxal, Opipramol, Cymbalta (alles nur kurz genommen, dann wieder Wechsel)

05/14-08/14 - Seroquel: im KH (04/14) 100mg, nach Entlassung (1.5.) 50mg; absolut widerlich, hab mich nicht mehr gespürt:
07/14: viel zu schnell reduziert bis auf 25mg
Ende 08/14: 25mg kalt abgesetzt, da weiteres Reduzieren unmöglich
Zur "Absetzerleichterung" vom Arzt 80mg Dominal Forte, haben mich umgehauen und hab nur noch geschlafen. Gewechselt auf Dominal Tropfen 40mg abends
Aufgrund der unerträglichen Absetzsymptome des Seroquel
ab 10/14-11/14 - Lorazepam 1,0 mg / Tag
1.11 Beginn Reduktion: 0.25mg alle 2 Wochen; ich bin völlig durchgedreht!
seit 10.12.14 Benzofrei

aktuelle Medikation:
Lamotrigin 85 mg (5%-Reduzierung alle 4 Wochen)


Seelischer Zustand katastrophal: völliges Chaos im Kopf und Zustände, die ich vor diesen Medikamenten NIE hatte.

Update 20.8.2021:
Seit 2 Jahren Lamotrigin FREI
Jetzt heile ich, langsam aber unaufhaltsam.
Luna
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna »

pps: wenigstens klopfts auf Holz
Na das ist doch mal was :D
Ne mach dir da mal keine Sorgen. Es gibt nichts was es nicht gibt im Entzug. Lass es abklären aber meist findet man da nichts. Die einen haben Klopfen,die anderen so ein Hämmern...hatte ich auch,andere einfach nur Kopfschmerzen oder das Gefühl,dass das Gehirn schwabbt also schwimmt oder so. Ich hab manchmal eher vom Kopf her bis Ohren so Ohrendruckschmerz und Ohrensausen.
Es ist alles so ziemlich verrückt aber du bist ja noch im Entzug und somit eh dauergestresst was dein Körper angeht.
Wenn du irgendwann Langzeitbetroffen nach 0 bist wird vielleicht dann das Klopfen nach und nach weniger. Solange wird Klopfer wohl seine Arbeit machen.Ist anstrengend aber wird sicher nichts schlimmes sein.

Wünsche dir alles Gute und Liebe und grüß mal Klopfer :wink:
und falls es bei jemandem auch nicht richtig tickt....dann bitte...gesell dich zu mir!!
Ja dann bist du nie alleine....ich kenne keinen bei den es richtig tickt :o nichtmal bei den angeblich gesunden tickt es richtig :rotfl:
Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 3 bis 4 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.
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Multivitamin
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Multivitamin »

Luna :))))

Danke für deine Antwort. Also viel mehr abchecken lassen kann ich ja eigentlich nicht....EEG und CT wurden gemacht und MRT ist für mich völlig ausgeschlossen...da geh ich nicht rein.

Ich bin mir bewusst (meistens), dass das Klopfen wohl der pure Stress und wenn ich auf dem Feld bin und es mehr und mehr annehme, lässt es auch nach. Zwischendurch überkommen mich aber immer wieder diese Gedanken, dass es doch was anderes ist, weil ich das auch noch nie bei jemand anderem gehört habe.....

ABER.....Multi setzt alles auf eine Karte....ich sag den Termin beim Psychiater ab. Ich werde nicht weiter den falschen Wolf füttern!!! Stattdessen werd ich aufs Feld gehen und mich um mein Blumenmeer auf dem Balkon kümmern.

Es wird aufhören.....es wird wird wird wird wird aufhören. Wird es!!! Aus!!! Punkt!!!

Danke, liebe Luna und ich hoffe, bei dir kommt bald mal die große Wende!!!

Ich bin jetzt mal wieder ein Wölkchen und lass die Finger vom PC....stresst mich alles :party2:

Liebe Grüße von
Multi
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11/12-01/13: Citalopram (wegen Unverträglichkeit abgesetzt) - nach 6 Wochen völliger körperlicher Zusammenbruch
von 2013-2014 bekommen: Venlafaxin, Paroxetin, Amitryptilin, Valdoxan, Mirtazapin, Atosil, Truxal, Opipramol, Cymbalta (alles nur kurz genommen, dann wieder Wechsel)

05/14-08/14 - Seroquel: im KH (04/14) 100mg, nach Entlassung (1.5.) 50mg; absolut widerlich, hab mich nicht mehr gespürt:
07/14: viel zu schnell reduziert bis auf 25mg
Ende 08/14: 25mg kalt abgesetzt, da weiteres Reduzieren unmöglich
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von LinLina »

Hallo multi,

ich habe deinen Beitrag hier gelesen und hab deswegen über die Symptome die du beschreibst nochmal nachgedacht, gerade auch in Verbindung mit dem Text den ich übersetzt habe.

Und besonders auch weil du geschrieben hast, du findest dich in Berichten von Trauma-Betroffenen wieder. Ich glaube inzwischen, dass ein Langzeit-Entzug und ein Trauma im Zugrundeliegenden Mechanismus möglicherweise viel gemeinsam haben.

Ich habe auch die Erfahrung gemacht dass extrem großer Stress, was ja, wenn es eine bestimmte Schwelle überschreitet ein Trauma sein kann, alle möglichen Symptome verursachen kann, die dann fest mit Stress verbunden sind.

Es kann bei einem Trauma/extremer Stressbelastung eine starke Verbindung mit körperlichen Symptomen zustande kommen, da wir ja ein System sind und alles mit allem wechselwirkt.


Ich glaube eher nicht, dass es sich bei dem Klopfen um eine Gehirnorganische Verletzung/Erkrankung handelt, bzw. dass wirklich physisch an dieser Stelle etwas kaputt ist.

Ich glaube eher, dass durch den großen Stress durch Entzug/Trauma eine Störung entstanden ist, in einem Regulationsmechanismus der mit der Körperwahrnehmung zu tun hat. Also eher, dass dein Sensor kaputt ist und es deswegen an dieser Stelle zu klopfen scheint. So wie eine kaputte Tankanzeige nicht darauf hinweist dass der Tank leer ist, sondern eben an der Anzeige was nicht stimmt - aber man denkt natürlich erstmal "Verdammt, Tank ist leer".

Das kann sich auch durch fest definierte Symptome an bestimmter Stelle äußern, wie dieses "Arbeiten" und "knirschen" in einer bestimmten Hirnregion.

Weißt du was ich meine? Bin grad selbst noch ziemlich konfus von der Welle... :zombie:

Ein wesentlicher Aspekt von Entzug ist ja, dass die Fähigkeit sich selbst als "gesund" wahrzunehmen in höchstem Maße gestört sein kann. Das ist manchmal fast schlimmer als die anderen Symptome, bzw. verstärkt sie enorm.

Man kann sich einfach nicht mehr wohlfühlen und gesund fühlen, weil genau der Mechanismus der dafür sorgt eben auch durch den Entzug beeinträchtigt ist. Das kann einfach z.b. bedeuten, dass man den Herzschlag z.b. extrem wahrnimmt die ganze Zeit, und im EKG nichts auffälliges sichtbar ist. Das bedeutet nicht dass man sich es einbildet, sondern dass die Hirnregion die die Aufmerksamkeit steuert zur Zeit gestört ist, also hat man ständig diese starke Wahrnehmung, die meist noch verdoppelt wird dadurch dass ja oft wirklich eben der Herzschlag und Blutdruck nicht mehr ganz normal gesteuert sind.

Im Extremfall kann das dazu führen dass man Dinge wahrnimmt, die normalerweise überhaupt nie ins Bewusstsein gelangen, oder eben nur wenn etwas absolut nicht stimmt. In unserem Körper laufen jede Sekunde unzählige Prozesse ab, die wir nicht wahrnehmen können, und das ist auch gut so. Das, was wir wahrnehmen können (Herzschlag, Atmung, Verdauung, Schwitzen...) ist eigentlich nur die Spitze des Eisbergs. Sonst wären wir ja auch völlig überfordert und könnten gar nicht funktionieren bzw. hätten keine Ressourcen mehr übrig, um noch was anderes wahrzunehmen, um unser Leben zu leben. Es muss also unbewusst laufen, damit wir überhaupt normal leben können.

Im Entzug wird nun dieses System gestört, es kommen Dinge in unsere Bewusste Aufmerksamkeit, die das normalerweise nicht sollten. Darauf reagiert unser System meist recht heftig, weil sowas normalerweise ein Signal dafür ist dass eine bedrohliche Störung vorliegt. Dass eigentlich keine extrem bedrohliche Störung vorliegt, und "nur" unsere Aufmerksamkeitssteuerung "spinnt" weiß unser Gehirn nicht, und selbst wenn es uns bewusst ist schlägt unser System einfach weiter Alarm :zombie:

Es kommt zu einer starken Stressreaktion, dadurch zerrt unser Gehirn diese Signale noch mehr ins Bewusstsein und so weiter.

Uns wird das Gefühl vermittelt, wir müssen ja wirklich gefährlich Krank sein. Und so fühlen wir uns ja auch. Das ist die normale Reaktion des Gehirns auf die Signale die es empfängt, aber leider in diesem Fall (Entzug) ein Fehlalarm, den wir nur schwer wieder abschalten können.

Leider ist der Fehlalarm auch nicht als solcher zu erkennen und nicht abzustellen, es ist einfach ein Alarmsignal das eben diese Zustände auslöst.

Und wir können nur mit unserem bisschen logischen Verstand versuchen uns zu beruhigen, und müssen quasi ständig entgegen dem Handeln was uns unser ganzer Körper, unser Gehirn entgegenschreit: "tu was! du bist krank"



Ich will damit nicht sagen, alle körperlichen Symptome im Entzug wären eine Illusion bzw. ein Fehlalarm - nein, überhaupt nicht sondern wir leiden eben unter den sehr realen schlimmen körperlichen Symptomen und zusätzlich unter der sehr realen Fehlregulation des internen Alarmmechanismus, was dadurch doppelt schlimm ist. Es ist unmöglich zu unterscheiden welcher Anteil jeweils wieviel der Empfundenen Symptome einnimmt - und letztlich ist es auch egal, denn es geht nur darum wie man es schafft erstmal damit zu leben.


Und das ist es, was wir jeden Tag versuchen. Wir versuchen den Spagat zwischen einer aufmerksamen und achtsamen Behandlung unserer Symptome, und gleichzeitig müssen wir versuchen das Gehirn dazu zu bringen ihnen weniger Aufmerksamkeit zu widmen.

Das ist in gewisser Weise ein Widerspruch, und ich glaube es ist ein Grund dafür, dass es so schwer ist, einen Weg zu finden sich da langsam wieder raus zu manövrieren.



Ich glaube, etwas ähnliches kann bei einem Trauma passieren, nur dass dort durch äußere Begebenheiten die Alarmregulierung aus dem Gleichgewicht kommt, bei Entzug kommt es durch das Fehlen der Substanz. In wirklichkeit passiert wahrscheinlich bei den meisten von uns beides, da viele von uns ein Trauma erlebt haben, das zur Medikamenteneinnahme geführt hat und/oder die schlimmen Entzugserscheinungen und die Folgen an sich traumatisch sein können. Alles ist untrennbar verbunden.


Liebe Grüße,
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von LinLina »

Liebe multi,

genau - nicht mehr den falschen Wolf füttern, sondern den richtigen - ist wahrscheinlich das was wir dafür tun können.

Liebe Grüße,
Lina
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna »

Ich habe mal eine Frage...
Gibt es einen Thread für Langzeitbetroffene nach 0? Ich persönlich würde das besser finden wegen der Übersicht wie es anderen geht nach 0,weil im Entzug ist man eh noch mehr durrcheinander usw.
So nach 0 kann ja schonmal sich was ändern oder bessern usw und das ist ja wichtig für Leute nach 0.
Sage nichts dagegen,dass hier auch andere schreiben aber dann würde ich gerne einen Beitrag bzw Thread haben wo nur Leute schreiben wie es den nach 0 geht also Leute die Medikamentenfrei sind.
Hoffe ihr versteht wasi ch meine?

Dann an alle, die mit Gewichtsabnahme zu kämpfen haben.....wie geht ihr damit um und was tut iht dagegen damit es nicht immer weniger wird. Gerade wenn ich Stress habe oder was falsches esse purzeln die Kilos. Zwischendurch hatte ich das mal in Griff und dann gings weiter. Ein auf und ab. Im mom hab ich die Regel und vielleicht nehme ich deswegen wieder ab trotz viel essen? Regel und Hi...naja bei Hibomben hab ich dann auch mehr abgenommen. Hoffe,dass sich das irgendwann regelt....macht mir im mom echt Sorgen. Will mir nicht ständig neue Klamotten kaufen.
Seid Pillenfreiheit sind es ca 16 Kilo ..uff. Dieses Jahr sind es ca. 12 Kilo weniger aber kein wunder bei der kargen Ernährung.
Man könnte jetzt sagen....iß mehr oder auch unverträgliches aber mehr esse ich und unverträgliche Dinge essen mache ich nicht,weil ich keine Lust habe auf heftige Symptome. Seid ich keine Milchprodukte mehr esse,habe ich kaum noch Kopfschmerzen im ganzen Kopf. Ich habe Ohrendruck wenn ich was falsches esse Hi aber nicht so extreme Dauerkopfschmerzen wie mit Milchprodukten. Ich weiß,dass ich bestimmte Lebensmittel einfach meiden muss.
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Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
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Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von LinLina »

Liebe Luna :-)

Dieser Thread hier ist genau dafür da. Hier schreiben vor allem Betroffene die schon länger auf null sind.

Liebe Grüße,
Lina
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna »

Danke Lina
Nach meinem Gefühl hatte sich das etwas vermischt hier und dann dachte ich,dass hier der Bereich doch wohl für alle ist. Na gut wenn das so ist,dass dieser Bereich nur für Leute ist,die auf 0 sind dann ist es gut.
Für mich war das nur wichtig,weil man guckt ja schonmal wer nach 0 auch die oder die ähnlichen Probleme hat. Als ich im Entzug war, hab ich eher bei Leuten geschaut,die noch entziehen.
Wenn hier jetzt paar Leute,die im Entzug sind ihre Beschwerden aufschreiben dann verwirrt es mich beim durchgucken.
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15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von LinLina »

Hallo Luna :-)

ich glaube es waren vor allem Petra, die hier mal nachgefragt hatte, und jetzt multi? Es macht ja auch Sinn, dass man auch wenn man noch nicht auf 0 mg ist mal die Langzeit-Betroffenen fragt, wie manche Symptome einzuordnen sind, da ja viel Erfahrung vorhanden ist.

Um es nicht zu sehr durcheinander zu bringen, wäre z.b. ein Möglichkeit dann bei den entsprechenden Mitgliedern im persönlichen Thread auf die hier gestellte Frage zu antworten.

Insgesamt denke ich nicht, dass es einen großen Unterschied bei den biochemischen Prozessen gibt, zwischen Betroffenen die nur sehr langsam über viele Jahre reduzieren können, und denjenigen die schon eine Weile auf null sind. Aber die Wahrnehmung ist natürlich anders, weil man nach null andere Erwartungen/Hoffnungen hat, und teilweise andere Themen.

Insgesamt sollten ja die persönlichen Threads dem Berichten der Individuellen Symptome dienen, dieser Thread hier ist wirklich vor allem zum Austausch von Betroffenen von andauernden Entzugssymptomen nach null.

Aber allzu streng mag ich das nicht sehen. Sollte eine Diskussion aber hier nicht mehr richtig zum Thema passen ist es auch möglich bei Bedarf die entsprechenden Beiträge in die persönlichen Threads zu verschieben. Werde versuchen da ein bisschen mehr ein Auge drauf zu haben.

Liebe Grüße,
Lina

Edit: für Betroffene, die aktuell noch nicht bei 0 sind und die nur sehr sehr langsam über Jahre entziehen könne bzw. viele Absetzpausen brauchen, gibt es ja den :schnecke: -Club
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna »

Danke Lina für deine Antwort. Dazu kann ich nichts sagen. Finde ich ganz passend. Ich hab auch nichts dagegen wenn jemand hier mal eine Frage hat wie Multi. Nun du hast ja eine gute Antwort geschrieben Lina.

Hoffe,dass meine Frage wegen der Gewichtsabnahme nicht unter gegangen ist. Im mom macht mich das verrückt. Hoffe,dass es sich wieder einpendelt. Gestern soviel gegess3n bis mir teils übel war und heute morgen 100g weniger auf der Waage. Noch mehr kann ich nicht essen sonst übergebe ich mich noch :vomit:
Kaum was essen können und trotzdem zunehmen fand ich auch schlimm aber nu seid 0 das Gegenteil. Naja die Pillen haben wohl da noch einiges unterdrückt. Sorry aber im mom belastetmich das irgendwie.
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Poti
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Poti »

Hey Luna,

ja das mit dem ständigen Abnehmen und man weiß nich mehr was man noch tun soll hatte/hab ich auch. Ist wirklich ne fiese Sache, weil man sich (wie so oft im Entzug) total machtlos fühlt.
wie geht ihr damit um
Also ich kann nur sagen, ständig in Panik zu sein und sich hundert mal am Tag zu wiegen, kann ich nicht empfehlen (selbst Monate lang gemacht) :D
Durch Stress hab ich auch immer noch sehr viel schneller abgenommen, deshalb musste ich mich zwingen mich zu beruhigen und den Fokus ein bisschen vom Gewicht abzulenken. Ich hab mir eine Grenze gesetzt, ab welchem Gewicht Panik haben wieder erlaubt ist, weil erst dann wirklich Gefahr für den Körper besteht. Und vorher halt wie immer versuchen die Situation anzunehmen und versuchen sich eine relativ angenehme Zeit zu machen mit vernünftigem Essen, das einem auch irgendwie schmeckt und Gewichtskontrollen maximal zweimal die Woche.
was tut iht dagegen damit es nicht immer weniger wird
Ich hab wie gesagt nur Dinge gegessen, die mir schmecken und bei denen ich nicht das Gefühl hatte, dass ich mich jetzt zum Essen zwingen muss (hätte nur wieder Stress und miese Laune verursacht). Dann hab ich oft in mein normales Essen mal nen Esslöffel Öl dazugegeben. Ob ins Müsli, ins Gemüse, in den Reis,.. überall rein, wo mans schön reinmengen kann und der Geschmack nur dezent rauskommt. Und ich hab mir diese Weightgainer-Shakes aus der Apotheke gekauft.

Ich kann nicht sagen, inwieweit das Öl, oder die Shakes was gebracht haben. Aber irgendwann hat die Gewichtsabnahme stagniert und momentan bin ich zum ersten mal seit viiielen Jahren wieder dabei mal ein paar hundert Gramm zuzunehmen. :party2:
Irgendwann legt sich eben jedes Symptom, und so lange muss man die Zeit mit kleinen Tricks und wenig Stress einfach überbrücken.

liebe Grüße, Poti
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Nospie

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Nospie »

Hallo :group: ,
Hallo Luna :) ,
Luna hat geschrieben: Hoffe,dass meine Frage wegen der Gewichtsabnahme nicht unter gegangen ist. Im mom macht mich das verrückt
Ich hatte ja das gleiche Problem,das hat mir (mal abgesehen von den ganzen anderen Sachen)
irre Angst gemacht,ich habe ganz schlimm ausgesehen,richtig abgemagert und immer wenn ich mich
(zu dieser Zeit) gewogen habe ,war es noch weniger :cry: .
Luna hat geschrieben: Hoffe,dass es sich wieder einpendelt.

Es pendelt sich wieder ein,mein Gewicht ist wieder wie vor den ADs,ich muß jetzt sogar aufpassen,dass
es nicht zuviel wird :D ,das ist für mich im Moment ein echt eher sympathisches Problem,so
schön normal :D .
Poti hat geschrieben: Dann hab ich oft in mein normales Essen mal nen Esslöffel Öl dazugegeben. Ob ins Müsli, ins Gemüse, in den Reis,.. überall rein, wo mans schön reinmengen kann und der Geschmack nur dezent rauskommt.
Genau das habe ich auch gemacht,ich kam auf 0,5 Liter :o pro Woche,abgenommen habe ich trotzdem,aber meine Panik war
so groß,geschadet hat es nicht,aber bei mir auch nicht geholfen.In mein Essen kommt immer noch Öl (Bio Rapsöl),aber nur noch
1 Eßlöffel morgens.Da muß man auch schauen,welches Öl man verträgt, es geht bei mir auch nicht jedes Öl :? .
Poti hat geschrieben:Irgendwann legt sich eben jedes Symptom
So schaut's aus :) :!:
LG
Nospie
Luna
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna »

Irgendwann legt sich eben jedes Symptom
Das klingt eigentlich echt beruhigend. Naja Angst hab ich dennoch wie du auch schreibst Nospie.
Gestern war ich bei einem Nierendoc wegen dem Harndrang und Natriumverlust den ich hatte. Im November waren meine Nierenwerte ja auch nicht ok aber nach einem Monat wieder normal. Hatte davor allerdings viel unverträgliches gegessen.
Tja er meint,dass derzeit alles ok ist. Natriumwert habe ich wieder hoch bekommen. Hatte einen Mangel von 130 und der soll ja nicht unter 135 gehen. Jetzt ist der Wert bei 143.
Naja er meinte aber das ich weiter Unverträgliches meiden soll auch wegen der Hi, weil Histamin im Körper Entzündungen macht und dann kann alles schnell ins Ungleichgewicht kommen wie Organe,Hormone usw. Dann verändern sich auch mal Werte,weil die Organe gestört oder gereizt werden. Zumindest kannte er sich damit ein wenig aus. Ich werde auch erstmal zu keinen Spezialisten gehen....Blutwerte ab und an im Auge halten und soweit Verträgliches essen.
Auf meine Frage ob er wüsste ob sowas wieder weg geht (ich hätte nicht fragen sollen), kam ein....kann sein,dass Sie für immer damit leben müssen aber ist nur eine Vermutung. Oh man....dachte,dass ich damit umgehen kann,weil es nur eine Vermutung ist und er meinte später noch....man weiß es nicht so genau,weil es zu wenig erforscht ist und man nicht genau weiß was Medikamente im Körper anrichten. Er wusste,dass der ganze Körper sensibel wird und alles durcheinander ist wie Stoffwechsel usw und das durch das Histamin dann auch Organe sowie Darm betroffen sein können, da Histamin ja reizt und Entzündungen macht, ist zb der Darm dann auch schnell entzündlich und sensibel.Mit Histamin kannte er sich anscheinend ein wenig aus aber dennoch....der eine Satz mit dem damit leben müssen...uff :( Bekomme da im mom keine Ruhe rein nach innen aber ich will es nicht glauben und es war ja nur eine Vermutung.
Zudem habe ich eine tolle Freundin. Hab sie lieb wie eine Schwester,weil wir und schon lange kennen. Sie hat mein Entzug und Symptome mitbekommen und hat daraufhin langsam Trevilor ausgeschlichen nach 5 Jahren Einnahme. Es klappte soweit ganz gut bis sie auf 0 war. Nach ca 3 Wochen auf 0 kam die Bombe. Ihr geht es so extrem schlecht....vor allem psychisch. Ich muss mich da im mom zurückziehen,weil ich auch Ängste habe und wenn ich dann noch höre, dass man nie gesund wird,alles kaputt ist im Körper und man nach und nach eh stirbt,weil der Körper aufgibt dann ist das nicht gerade aufbauend. Zumal ich ja selbst kämpfe gegen Ängste.
Ich will es nicht glauben.....ich will glauben,dass wir heilen und wir werden heilen. Ich will nichts anderes glauben.
Leider hab ich Innen wieder so ein durcheinander aus Angst....oh man :( An manchen Tagen ist die Angst in Griff und an anderen belastet sie mich.
Klar denke ich auch manchmal....wie soll das nur wieder heilen aber ich gebe die Hoffnung und den Glauben nicht auf,dass es heilen kann. Ich sehe es ja an euch,dass es auch Besserung gibt auch wenns dauert. Einige sind hier ja auch geheilt. Am 23.5 bin ich 10 Monate auf 0 also eigentlich noch nicht so lange.
Mit meiner Thera rede ich sehr viel über die Ängste was den Körper betrifft und klar ist,dass vieles davon alte Angst ist durch jahrelanges Martyrium in meiner Kindheit. Meine Thera und ich arbeiten daran aber mit Vorsicht,da solch Belastung wieder ein Trigger ist bei der Hi usw.

Danke für euren lieben Worte. Ich werde einfach weiter kämpfen mit meinen 8 Lebensmitteln um nicht zu sehr abzunehmen. Es wird sich schon einpendeln....brauch wohl alles sehr lange. :schnecke:
:hug:
Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 3 bis 4 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.
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Multivitamin
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Multivitamin »

Liebe Luna,

sorry, ich wollte hier nicht für Verwirrung sorgen. Ich dachte, der Thread sei einfach für alle, die schon lange in diesem Mist stecken, egal ob sie nun auf null sind oder nicht. Jetzt bin ich schlauer ;)

Liebe Grüße
Multi
Diagnose 2001: Depression
Medikation:
2001-2011: Paroxetin zwischen 20-30mg (abgesetzt innerhalb ca. 4 Monate, dann schlimme Absetzsymptome) und somit
2011-2012: Venlafaxin 150mg (Wirkungsverlust ab Mitte 2012)
11/12-01/13: Citalopram (wegen Unverträglichkeit abgesetzt) - nach 6 Wochen völliger körperlicher Zusammenbruch
von 2013-2014 bekommen: Venlafaxin, Paroxetin, Amitryptilin, Valdoxan, Mirtazapin, Atosil, Truxal, Opipramol, Cymbalta (alles nur kurz genommen, dann wieder Wechsel)

05/14-08/14 - Seroquel: im KH (04/14) 100mg, nach Entlassung (1.5.) 50mg; absolut widerlich, hab mich nicht mehr gespürt:
07/14: viel zu schnell reduziert bis auf 25mg
Ende 08/14: 25mg kalt abgesetzt, da weiteres Reduzieren unmöglich
Zur "Absetzerleichterung" vom Arzt 80mg Dominal Forte, haben mich umgehauen und hab nur noch geschlafen. Gewechselt auf Dominal Tropfen 40mg abends
Aufgrund der unerträglichen Absetzsymptome des Seroquel
ab 10/14-11/14 - Lorazepam 1,0 mg / Tag
1.11 Beginn Reduktion: 0.25mg alle 2 Wochen; ich bin völlig durchgedreht!
seit 10.12.14 Benzofrei

aktuelle Medikation:
Lamotrigin 85 mg (5%-Reduzierung alle 4 Wochen)


Seelischer Zustand katastrophal: völliges Chaos im Kopf und Zustände, die ich vor diesen Medikamenten NIE hatte.

Update 20.8.2021:
Seit 2 Jahren Lamotrigin FREI
Jetzt heile ich, langsam aber unaufhaltsam.
Nospie

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Nospie »

Hallo,
Multivitamin hat geschrieben: sorry, ich wollte hier nicht für Verwirrung sorgen.
Du hast nicht für Verwirrung gesorgt !
Wenn jemand mal eine Frage an Langzeitbetroffene hat: Raus damit :wink: !
Wir sind ja kein Eliteverein :D .

Man kann ja aus der Signatur und auch dem Text sehen, wo der Betroffene gerade steht.
Es gibt ja auch Langzeitbetroffene ,die mit ihrem ursprünglichen AD schon Jahre auf Null sind und
deckeln mußten und dieses Medikament noch ausschleichen müssen (auch über Jahre).
Als ich diesen Thread aufmachte (Schreck laß' nach,schon bald 2 Jahre her :o ) hatte ich schon
im ersten Text geschrieben:

"Es gibt halt NICHTS was ich tun könnte,außer mich mit anderen Langzeitbetroffenen auszutauschen und auszuhalten und zu warten.....
Manche Langzeitbetroffenen müssen deckeln,weil die Symptome unerträglich sind (Schlaflosigkeit,Horrorpanik usw,usf....).

LinLina hat geschrieben:Es macht ja auch Sinn, dass man auch wenn man noch nicht auf 0 mg ist mal die Langzeit-Betroffenen fragt, wie manche Symptome einzuordnen sind, da ja viel Erfahrung vorhanden ist.
Genau,vielleicht können wir ja auch was weitergeben ,das ist ja hier nicht der Grusel /Horrorthread :zombie: :D ,
wir haben schon einiges (schmerzlich) erfahren müssen und wenn ne Frage da ist - nur zu,ist halt nicht immer einer
von den "alten Hasen " da.
Zumindest kann man mal nachfragen,vielleicht wissen wir ja was :wink: .

LG
Nospie
Monalinde
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Monalinde »

Hallo,

Nospie du hast es wieder einmal auf den Punkt gebracht. Lach! wir sind kein Grusel-Horrorthread. Dieser, dein Gedanke ist mir nämlich auch schon oft gekommen.
Wir haben überlebt und werden weiter überleben. Und wir haben gelernt, geduldig zu sein. Wir haben gelernt unsere Kräfte einzuschätzen, wir haben gelernt, dass es nach einem Absturz auch wieder einen besseren Tag gibt, den wir nutzen müssen, und wir haben gelernt, schlimme Zeiten zu überstehen, irgendwie und wir lernen immer noch, solange bis auch wir wieder ganz gesund sind. Nichts ist hoffnungslos bei diesem Entzug. Und diese Erfahrung hilft weiter.

Und schlecht aufgehoben ist man bei uns auch nicht.

Alles Liebe, Mona





"
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.
Coldine
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Coldine »

Hallo,

ich melde mich nun nacgh einiger Zeit auch mal wieder. Positiv ist bei mir, dass sich der monatelange Horror nach Cortisonsalbe und Vitamin D stark gebessert hat. Ich konnte nichts mehr, weder Haushalt, kaum die tägliche Körperpflege. Ich konnte kaum vom Wohnzimmer in die Küche laufen. Mittlerweile geht wieder ganz viel. Ich gehe alleine einkaufen, gestern war ich sogar mit meiner Tochter (sie bekommt im Herbst Zwillinge) imBabyfachmarkt und anschließend noch im Einkaufscenter. Mir zittern zwar in solchen Situationen noch oft die Beine und mir wird dann oft noch schwindelig, aber es geht zumindest. Es war gestern ein richtig toller Tag und ich habe mich wieder wie ein richtig "normaler" Mensch gefühlt.
Leider habe ich nach einem halben Jahr nach der Cortisonsalbe wieder Neurodermitis im Gesicht und am Hals bekommen. Da ich gemerkt habe, dass sich die Neurodermitis nach Erdbeeren und Tomaten verschlimmert hat, versuche ich mich histaminfrei zu ernähren. Dann habe ich gestern eine neue Salbe ausprobiert und zwar die Ringelblumensalbe mitUrea von Kneipp. Nachdem die ersten Stunden nach einer kleinen Probe ganz gut waren, habe ich es dann abends aufs Gesicht und auf den Hals aufgetragen. Um 5 Uhr in der Nacht ginges dann los. Alles brannte und schwoll an. Ich habe dann sofort geduscht aber ich sehe fürchterlich aus. Alles feuerrot undmein linkes Ohrläppchen ist angeschwollen.Ichbin so verzweifelt und möchte auf keinen Fall mehr Cortison nehmen. Diese Hölle habe ich über Jahre und vor kurzem über Monate durchgemacht und schaffe es nicht noch einmal.
Kennt sich vielleicht jemand damit aus? Kommt man auch ohne Cortison aus? Ich habe einen Termin beim Hautarzt, allerdings erst Ende August. Habe aber da auch kaum Hoffnung, meine Erfahrung ist, dass man doch nur mit einem Rezept über Cortisonsalbe wieder nach Hause geht.
2003 habe ich wegen nervöser Herzbeschwerden Lexotanil verordnet bekommen Habe je nach Bedarf 1,5-3 mg genommen.
Während der Einnahme hatte ich schon , ohne es damals zu wissen, Entzugsbeschwerden.
2005 kamen neben Schwankschwindel, Gangunsicherheit, Gleichgewichtsstörungen dann noch Lichtempfindlichkeit , Derealisation und Unwirklichkeitsgefühle dazu und mir wurde Cipralex verordnet um das Lexotanil auszuschleichen.
Oktober 2008 letzte Einnahme Lexotanil
März 2009 letzte Einnahme Cipralex nach langem Runterdosieren
Seit Januar Beschwerden, allerdings immer vorübergehend.
Seit Mai Zunahme der Beschwerden und ab Anfang August dauerhaft. Beschwerden sind z. Zeit: sehr starke Sehstörungen (Verschwommensehen, Akkomodationsstörungen) krampfartiges Gefühl ums Auge, Benommenheit, Gangunsicherheit (Gefühl seitlich wegzukippen), Schwindel selbst im Sitzen, Übelkeit, Durchfall, Schwitzen, extreme Träume, ständiger Harndrang, Kribbeln in Händen und Füßen, Kopfdruck, hochrotes Gesicht, Geühl Fieber zu haben
Lisamarie
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Lisamarie »

Hallo Coldine, das du mit Neurodemitis zu kämpfen hast tut mir leid, das was mir dazu einfallen würde , wäre Wasserstoffperoxid, dazu schrieb Jamie
zur Unterstützung kannst du Wasserstoffperoxid 3% benutzen. Tränke Kompressen damit und lege diese auf.
Ich gebe große Stücke auf WPO, es hat die Fähigkeit Sauerstoff in das Gewebe zu schleußen und hilft dem Gewebe zu heilen.
Es ist auch als Desinfektion für Wunden zugelassen bzw. Zahnärzte verordnen dies oft nach einer Zahnextraktion.

WPO 3% bitte nicht in der Apotheke abfüllen lassen (manchmal ist das schon sehr alt), sondern lieber frisch dort bestellen (gibt es als Fertigarzneimittel für unter 3€ für 100ml).
zB. WPO 3% von P.W. Beyvers (keine Werbung, nur Hinweis): http://www.idealo.de/preisvergleich/Off ... yvers.html.

Wenn das WPO auf der Entzündung zu schäumen anfängt, dann ist das ein sehr gutes Zeichen, weil Schaum bedeutet, dass es "arbeitet".

Bitte achte drauf, dass du, wenn du diese Kompressen machst, Kleidung trägst, die kaputt gehen darf / alte Sachen trägst, weil WPO 3% bleichend / entfärbend wirkt.
Ein Versuch wäre es doch wert, ich selber verwende das WPO bei Entzündungen aller Art.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:

[spoil]Dosis vor dem 13.03.14 6,5 Tabletten a 15 mg 97,5 Ozapepam ca. 49 Diazepam
Seit dem 13.03 . Auf 6 runterdosiert 90 Ozapepam entspricht ca. 44 Diazepam dann bis zum 4.7 linar ohne große Probleme bis auf 60 Oxazepam (ca. 30 Diazepam )abgesetzt alle 4 Wochen 10%
04.07 auf 4. reduziert. 60. Oxazepam entspricht ca. 30. Diazepam
30.07 auf 3.75 reduziert 56,25. Oxazepam entspricht ca. 28.13 Diazepam
10.09 zu Mikrotapering entschlossen , ein Krümmelchen abgesetzt.
Bis zum 22.10. Krümmelweise abgesetzt ungefähr jetzt bei 28 mg Diazepam
01.11 einen weiteren Krümmel abgesetzt...

1.12einen weiteren Krümmel abgesetzt ca.26 mg Diazepam (umgerechnet) bis zum 30.12. auf ungefähr 22 .5 mg.
24.01 einen Krümmel weniger
14.02 weiterer Krümmel Abgesetzt ungefähr bei 22 mg Diazepam
20.04 10% abgesetzt
08.06. weiteren Krümmel
15.06 weiteren Krümmel
06.07. weiterer Krümmel
22.07. 1 ml abgesetzt 0,25 Wirkstoff ungefähr auf 18 mg Diazepam
Drei erneute Absetzversuche gescheitert. 1 mg erhöht.
25.09 1ml abgesetzt 0,25 mg
13.10 1 ml abgesetzt unglaubliche 0,25 mg :schnecke:
13.11 1ml 0,25 mg = 18,5 mg
25.11 2,5 mg = 16 mg Diazepam
11.12 1 mg abgesetzt jetzt auf ungef. 15 mg :o
13.01. bis 21.06.16 in 0,25 mg Schritten runter auf 12,5 mg

29.08.16 1 ml weniger 0,25 mg 12,25 mg Diazepam
20.09.16 1 ml weniger 0,25 mg. 12 mg Diazepam
10.10.16 - 0,25 mg. 11,75 mg Diazepam
20.10.16. -0,25 mg. 11,5. mg Diazepam
10.11.16. -0,25 mg. 11,25. mg Diazepam
22.11.16. -0,25 mg 11 mg Diazepam
12.12.16. -0,25 mg. 10,75. mg Diazepam
31.12.16 -0,25 mg 10,5 mg Diazepam das erste mal keine Entzugsymthome
13.1. 17 -0,5 mg 10 mg Diazepam yippy 40 mg Abgesetzt
8.3.17 -0,25 mg 9.75 mg Diazepam
14.4.17. -0,25 mg. 9,5 mg
3.5. 17 -0,25 mg 9,25 mg
16.7.17. -0,25 mg 9 mg
12.8.17. -0,25 mg 8,75
12.9.17. 8,5 mg
25.10.17 - 0,25 mg 8.25 mg
31.11. 8. mg
26.01.18. – 0,5 mg. 7,5 mg
02.03.18 5 mg
28.8. 18. 4;75 mg
27.11.18 Schrittweise abdosieren bis. 4 mg
16.01.19. 3.5 mg
27.02.19. 3 mg
29.03. 2,5 mg
25.6. 1,5 mg
Seit Mitte November auf 0.
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