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MaggieSmalls: Paroxetin absetzen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Paroxetin absetzen

Beitrag von MaggieSmalls » Dienstag, 06.12.16, 10:25

Guten Morgen,

wie gesagt werde ich aufjedenfall bei den 5mg bleiben bis ich wirklich stabil bin.
Das mit den 50% ist interessant...meine Psychiaterin meinte auf meine Frage, ob ich mit 5mg weitermachen soll: "...das bringt nichts...es wäre eine homäopathische Dosis....irgendwas mit Halbwertzeit..."
Habe den genauen Wortlaut nicht mehr im Kopf...aber sowas in der Art :party:

lg
September 2015 starker Schwindel - erstmaliger Besuch beim psychologen + Aufarbeitung der traumatisierenden Erlebnisse.
November 2015 - Nach anfänglicher psychischer Besserung plötzlich Talfahrt mit Beginn von Panik.
05.11.2015 1. Einnahme von Cipralex - Stimmung wurde besser allerdings nicht die Panik.Januar 2016 - völliger psychischer Zusammenbruch - kein Schlaf & nur Panik + Heulattacken, Aussichtslosigkeit, tiefe depressive Emotionen

2016
Januar 2016 Diagnose schwere reaktive Depression / Burn Out

Seit Mitte Januar 2016 dann 40mg Paroxetin (Ohne einschleichen, direkt 40mg)
Ich hatte die ersten Nächte heftige Symptome. Meine Haut hat an allen Gliedmaßen gebrannt wie Feuer. Ich habe mein gesamtes Bettlaken vollgeschwitzt und hatte hier bereits das nächtliche aufschrecken und die Orientierungslosigkeit.

Anfang der Reduktion auf eigenes Handeln:
Anfang Juli 30mg
Ich habe viel zu schnell abgesetzt. Weder mein Arzt noch mein Psychiater haben mich davor gewarnt - ganz im Gegenteil.
Ich habe dieses Forum leider zu spät entdeckt und habe selbst dann nicht auf einige von Euch gehört "es langsamer anzugehen". Ich wollte das Zeug so schnell wie möglich los werden. Das war ein großer Fehler und hat mir das Jahr 2017 zur Hölle gemacht.

Seit dem Absetzen fing bei mir von Beginn an das typische "Wellen / Fenster Muster" an. Alle meine Symptome die unten zu lesen stellten sich spätestens mit der 1. Reduktion von Paroxetin ein. Deswegen steht nicht hinter jedem Absetzschritt ein Symptom, kann aber alles in meinem Thread nachgelesen werden.
Vieles kam auch bereits mit dem Beginn von Paroxetin - Allerdings dachte ich, das wäre Teil meines Burn Outs.

Ende Juli - 25 mg
August - 20 mg (Anfang von Depersonalisierungsgefühl - Hatte das Gefühl ich sehe mich selbst beim reden)
September - 15 mg
Oktober - 10mg
8. November 2016 - 5mg
Schwerster Schritt bislang mit den meißten Symptomen. Körperlichen Symptome haben sich weitesgehend gebessert. Psychischen Symptome kommen und gehen. Jedoch leichter Aufwärtstrend.

08.01.2017 - 3,75mg
Nach 2 Wochen leichte bis wenig Absetzsymptome. Kein Vergleich zur Reduktion im Schritt davor.

22.01.2017 - 2,5mg
Mäßige Absetzsymptome - Teilweise starke Benommenheit / Schwindel. Psyche teilweise realtiv gut dann wieder relativ schlecht. Wechselt ziemlich schnell. Leichte Sinnestäuschungen gehabt aber alles noch im Rahmen des Erträglichen. Weiterhin bleibt der Schritt von 10mg auf 5mg der schlimmste.

05.02.2017 - 0mg

Stand 2018


Symptome die immer noch anhalten:

Dauerhaftes Derealisationsgefühl
Rauschen im Kopf / auf den Ohren
Geringe Belastbarkeit / Kann Stresssituationen schlecht einordnen
Kann nicht zu lange am PC sitzen (verschlimmert Symptome)
Nächtliches schwitzen
Hitze triggert Symptome
Heiß / Kalt Gefühl
"Needles and Pins"
Starke Benommenheit
Probleme beim Fokussieren
Neuro Emotionen (leicht)
Angst nicht mehr gesund zu werden
Teilweise Orientierungs / Koordinationsprobleme
Brainzaps (sehr selten und sehr schwach - wenn dann nur morgens direkt nach dem aufstehen)

Symptome die verschwunden sind:

Brainzaps (intensiv und viel)
Lebhafte Alpträume + plötzlich wach werden und nicht wissen wo man ist
Grippe Gefühl
Muskelkrämpfe
Kopfschmerzen
Fatigue
Extrem Depressive Phasen
Kein Hunger
Depersonalisierungsgefühl
Halluzinationen (ganz selten noch Nachts)
Neuro Emotionen (stark)
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Heulattacken
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Re: Paroxetin absetzen

Beitrag von Lisamarie » Dienstag, 06.12.16, 11:09

Hallo Maggie, ja das erleben wir leider oft das Ärzte keine Ahnung von dem richtigen Absetzen haben und Patienten durch falsche Vorschläge in Teufels Küche bringen. Bleib wirklich erstmal auf den 5 mg und dann dosier langsamer ab, würde höchstens alle vier bis sechs Wochen 0,5 mg absetzen.
lg Petra
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Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Re: Paroxetin absetzen

Beitrag von MaggieSmalls » Dienstag, 06.12.16, 20:55

Hallo in die Runde,
Zur Grafik: Das heißt also, dass trotz der geringen Dosis von 5mg im Vergleich zu 40mg noch die Hälfte aller Rezeptoren belegt sind?! Ich hätte gedacht, dass die 5mg weithaus weniger Einfluss noch auf die Hirnchemie haben...also rein logisch gesehen.
Was heißt das eigentlich genau "belegte Rezeptoren"?


Lg
September 2015 starker Schwindel - erstmaliger Besuch beim psychologen + Aufarbeitung der traumatisierenden Erlebnisse.
November 2015 - Nach anfänglicher psychischer Besserung plötzlich Talfahrt mit Beginn von Panik.
05.11.2015 1. Einnahme von Cipralex - Stimmung wurde besser allerdings nicht die Panik.Januar 2016 - völliger psychischer Zusammenbruch - kein Schlaf & nur Panik + Heulattacken, Aussichtslosigkeit, tiefe depressive Emotionen

2016
Januar 2016 Diagnose schwere reaktive Depression / Burn Out

Seit Mitte Januar 2016 dann 40mg Paroxetin (Ohne einschleichen, direkt 40mg)
Ich hatte die ersten Nächte heftige Symptome. Meine Haut hat an allen Gliedmaßen gebrannt wie Feuer. Ich habe mein gesamtes Bettlaken vollgeschwitzt und hatte hier bereits das nächtliche aufschrecken und die Orientierungslosigkeit.

Anfang der Reduktion auf eigenes Handeln:
Anfang Juli 30mg
Ich habe viel zu schnell abgesetzt. Weder mein Arzt noch mein Psychiater haben mich davor gewarnt - ganz im Gegenteil.
Ich habe dieses Forum leider zu spät entdeckt und habe selbst dann nicht auf einige von Euch gehört "es langsamer anzugehen". Ich wollte das Zeug so schnell wie möglich los werden. Das war ein großer Fehler und hat mir das Jahr 2017 zur Hölle gemacht.

Seit dem Absetzen fing bei mir von Beginn an das typische "Wellen / Fenster Muster" an. Alle meine Symptome die unten zu lesen stellten sich spätestens mit der 1. Reduktion von Paroxetin ein. Deswegen steht nicht hinter jedem Absetzschritt ein Symptom, kann aber alles in meinem Thread nachgelesen werden.
Vieles kam auch bereits mit dem Beginn von Paroxetin - Allerdings dachte ich, das wäre Teil meines Burn Outs.

Ende Juli - 25 mg
August - 20 mg (Anfang von Depersonalisierungsgefühl - Hatte das Gefühl ich sehe mich selbst beim reden)
September - 15 mg
Oktober - 10mg
8. November 2016 - 5mg
Schwerster Schritt bislang mit den meißten Symptomen. Körperlichen Symptome haben sich weitesgehend gebessert. Psychischen Symptome kommen und gehen. Jedoch leichter Aufwärtstrend.

08.01.2017 - 3,75mg
Nach 2 Wochen leichte bis wenig Absetzsymptome. Kein Vergleich zur Reduktion im Schritt davor.

22.01.2017 - 2,5mg
Mäßige Absetzsymptome - Teilweise starke Benommenheit / Schwindel. Psyche teilweise realtiv gut dann wieder relativ schlecht. Wechselt ziemlich schnell. Leichte Sinnestäuschungen gehabt aber alles noch im Rahmen des Erträglichen. Weiterhin bleibt der Schritt von 10mg auf 5mg der schlimmste.

05.02.2017 - 0mg

Stand 2018


Symptome die immer noch anhalten:

Dauerhaftes Derealisationsgefühl
Rauschen im Kopf / auf den Ohren
Geringe Belastbarkeit / Kann Stresssituationen schlecht einordnen
Kann nicht zu lange am PC sitzen (verschlimmert Symptome)
Nächtliches schwitzen
Hitze triggert Symptome
Heiß / Kalt Gefühl
"Needles and Pins"
Starke Benommenheit
Probleme beim Fokussieren
Neuro Emotionen (leicht)
Angst nicht mehr gesund zu werden
Teilweise Orientierungs / Koordinationsprobleme
Brainzaps (sehr selten und sehr schwach - wenn dann nur morgens direkt nach dem aufstehen)

Symptome die verschwunden sind:

Brainzaps (intensiv und viel)
Lebhafte Alpträume + plötzlich wach werden und nicht wissen wo man ist
Grippe Gefühl
Muskelkrämpfe
Kopfschmerzen
Fatigue
Extrem Depressive Phasen
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Re: Paroxetin absetzen

Beitrag von Dane » Dienstag, 06.12.16, 21:50

Hallo Maggie,

was deine Psychiaterin mit Halbwertszeit meint, ist (frei nach wikipedia) die Zeitspanne, in der die Konzentration des Wirkstoffes im Blut auf ihren halben Wert (50%) absinkt. Diese beträgt bei Paroxetin ca. 24 Stunden.
Das hat aber überhaupt gar nichts damit zu tun, wie schnell sich das Gehirn beim Absetzen wieder umstrukturieren kann.
Oder anders gesagt: wenn alle Absetzsymptome nach 24h abgeklungen wären, bräuchte wohl niemand dieses Forum! ;)

Zum Thema 'Rezeptorenbelegung' sollte dieser Thread Klarheit schaffen: viewtopic.php?t=11144

Viele Grüße
Dane
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06.2014 - 04.2015: Paroxetin (20/10mg) -> abrupt abgesetzt. Psychiaterin meinte: einfach weglassen!

Ende Juni beginnen die Absetzerscheinungen deutlich. Seitdem im kalten Entzug mit diversen Symptomen (vor allem Unruhe, Schwindel, Dauerübelkeit, Derealisation, Depression, Tinnitus, RLS, Druck/Ziehen hinter der Stirn, hohe Geräuschempfindlichkeit, kaum Libido).
Oft abwechselnd / wellenartiges Auftauchen & wieder verschwinden

> Versuch des krümelweise Wiedereinschleichens nach 2 Wochen abgebrochen! (Herzrasen, Panikattacken) <

Sep. - Nov. 2015: Promethazin (Atosil) bis zu 10 Tropfen -> zum Schluß heftige Symptomverschlimmerung :!:

Stand März 2016: Die meisten Symptome haben sich stark abgeschwächt; ich denke, ich befinde mich auf dem aufsteigenden Ast!

Was mir hilft: (oder zumindest nicht schadet)
Fischölkapseln
Passionsblumenkraut
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Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training
und wenn es geht: viel Ruhe und Geduld :schnecke:

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Re: Paroxetin absetzen

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 07.12.16, 1:04

hi Maggie,

das ist ja eben die Besonderheit bei SSRI. Ihre Wirkung ist nicht linear. Sprich bei 10mg 20% Serotonintransporterbelegung, bei 20mg 40% usw. Nein!
Die Kurve steigt in den niedrigen Dosisbereichen steil an und flacht dann ab.
Bei 5mg Paroxetin waren bei den Probanden zwischen 40-60% Serotonintransportermoleküle belegt. Verdoppelt man die Dosis, wären bei linearer Steigerung 80-120% zu erwarten, was mathematisch aber gar nicht geht und ja auch nicht zutreffend ist.

Der Umkehrschluss lautet, dass SSRI in den niedrigen Dosen überproportional potent sind!
Deine Ärztin kennt diese Kurven nicht, sonst hätte sie das nicht behauptet (von wegen homöopathische Dosis!!!).
Und ich möchte mal behaupten, dass kaum ein Arzt diese Kurven kennt. Wären sie bekannter, wären Ärzte vorsichtiger beim Ausschleichen von Antidepressiva.

Der Serotonintransporter - das ist komplex zu erklären. Man kann - grob vereinfacht - sagen: je mehr Serotonintransportermolekülbelegung, desto mehr Wirkung.

Grüße und ich hoffe, ich habe mich zu dieser späten Stunde nicht mit der Mathematik vertan :roll: (hoffe, linear war das richtige Wort)
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Re: Paroxetin absetzen

Beitrag von MaggieSmalls » Mittwoch, 07.12.16, 10:19

Guten Morgen,

das was Ihr schreibt klingt ziemlich logisch. Aber umso erschreckender, wie wenig die Ärzte sich anscheinend mit Ihrer Thematik auskennen. Aber das ist bei Euch ja nichts neues...
Ist das auch der Grund dafür, dass je geringer die Dosis, desto schwieriger das Absetzen? Würde ja Sinn machen.

Bei mir geht es drunter und drüber...ich bin jetzt genau seit einem Monat auf 5mg und kein Tag ist wie der andere.
Manchmal fängt der Tag super an und ich denke jetzt bin ich über den Berg, dann verläuft es aber wieder ins Gegenteil.
Heute morgen bin ich aufgewacht und man fühlt sich direkt total auf Droge. Meine Oberschenkel und Rücken sind total am kribbeln...leichter Dauerschwindel...Überforderungsgefühl.
Dann denk ich mir immer wo soll das alles hinführen dieser tägliche Kampf...doch ein paar Stunden später sieht die Welt wieder ganz anders aus.
Diese Achterbahnfahrt ist zum kotzen...man will endlich wieder stabil sein. Ich fühle mich teilweise wie ein Pflegefall...habe selbst keine Lust mehr meiner Freundin oder Freunden zu sagen, dass es mir heute wieder schlecht oder auch gut geht. Habe selbst die Nase voll von dem Thema.
Seitdem Ihr mir auch das Gefühl gegeben habt, dass ich anstatt mit der Depression mit dem Absetzen zu kämpfen habe, denke ich gar nicht mehr so an Depression. Ich fühle mich psychisch auch recht gut. Total paradox...körperlich bin ich völlig im Eimer...ein Gefühl als truge man einen Bleianzug und hätte 6 Bier getrunken. Aber dazu trotzdem relativ glücklich teilweise..also Lust auf die Zukunft, auf das Leben und alles was noch so kommt.
Ich ärger mich unglaublich darüber, dass mir diese sch**** 40 mg verschrieben worden sind.
Ich habe das Gefühl davon merke ich jetzt mehr, als zu dem Zeitpunkt wo ich diese Dosis in mir hatte.
Soweit von mir!

LG
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2016
Januar 2016 Diagnose schwere reaktive Depression / Burn Out

Seit Mitte Januar 2016 dann 40mg Paroxetin (Ohne einschleichen, direkt 40mg)
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Anfang Juli 30mg
Ich habe viel zu schnell abgesetzt. Weder mein Arzt noch mein Psychiater haben mich davor gewarnt - ganz im Gegenteil.
Ich habe dieses Forum leider zu spät entdeckt und habe selbst dann nicht auf einige von Euch gehört "es langsamer anzugehen". Ich wollte das Zeug so schnell wie möglich los werden. Das war ein großer Fehler und hat mir das Jahr 2017 zur Hölle gemacht.

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September - 15 mg
Oktober - 10mg
8. November 2016 - 5mg
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Re: Paroxetin absetzen

Beitrag von carlotta » Mittwoch, 07.12.16, 16:42

Hallo Maggie,
MaggieSmalls hat geschrieben:Ist das auch der Grund dafür, dass je geringer die Dosis, desto schwieriger das Absetzen? Würde ja Sinn machen.
Ja, man geht davon aus, dass das einer der Hauptgründe dafür ist, dass gerade geringe Dosen beim Absetzen so große Probleme machen.
Jamie hat geschrieben:das ist ja eben die Besonderheit bei SSRI. Ihre Wirkung ist nicht linear.
Man kann vermuten, dass nicht nur bei SSRI die Wirkung auf die Transporter exponentiell ansteigt, sondern auch bei anderen PP (d. h., auch nicht nur bzgl. Serotonin, sondern auch bei anderen vom Medikament beeinflussten Neurotransmittern). Immerhin bringen auch andere Stoffgruppen die Problematik mit sich, dass Ausschleichen im unteren Dosisbereich immer schwieriger wird und dass auch ganz geringe Dosierungen noch ordentliche Auswirkungen bei Patienten haben. Leider gibt es dazu m. W. keine solchen Charts bzw. eine Studie, die das belegt, aber die Vermutung liegt nahe.
MaggieSmalls hat geschrieben:Seitdem Ihr mir auch das Gefühl gegeben habt, dass ich anstatt mit der Depression mit dem Absetzen zu kämpfen habe, denke ich gar nicht mehr so an Depression. Ich fühle mich psychisch auch recht gut. Total paradox...körperlich bin ich völlig im Eimer...ein Gefühl als truge man einen Bleianzug und hätte 6 Bier getrunken.
Wenn man Patienten immer wieder erzählt, ihre Problematik rühre von der Depression und nicht vom Absetzen, dann kann das schon mal eine Self-fulfilling prophecy werden. :frust: Mir geht es meist ähnlich, körperlich am Ende vom Entzug, psychisch alles soweit OK. Wobei Entzugssymptome sich natürlich auch psychisch äußern können, keine Frage.

Die Achterbahnfahrt kennen wir alle hier, denke ich. :wirbel:

Liebe Grüße :group:
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Re: Paroxetin absetzen

Beitrag von MaggieSmalls » Mittwoch, 07.12.16, 23:37

Hallo Carlotta,
danke für die Erklärung.

Mal schauen wie so die nächsten Monate werden...bis jetzt ist es mit kleineren auf und ab´s eigentlich immer Berg auf gegangen. Mal schneller und mal langsamer. Ich bin einfach mal optimistisch, dass das auch so weitergehen wird.
Habe mich heute im Fitnessstudio angemeldet und werde jetzt neben dem Laufen noch versuchen mich da auszupowern. Ich denke mal, dass ich damit meinen Heilungsprozess unterstützen und die Absetzsymptome lindern kann.

Gute Nacht!
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Ich habe viel zu schnell abgesetzt. Weder mein Arzt noch mein Psychiater haben mich davor gewarnt - ganz im Gegenteil.
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Re: Paroxetin absetzen

Beitrag von Lisamarie » Donnerstag, 08.12.16, 10:48

Hallo Maggie, Sport tut sicher gut im Entzug, nur man muss drauf achten das man sich nicht übernimmt, also schön langsam angehen lassen und schauen was du davon noch verträgst und was triggert.
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Re: Paroxetin absetzen

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 08.12.16, 10:49

Hallo Maggie,

das klingt ja insgesamt schon mal gut bei Dir. :) Und es ist sicher gut, mit einer positiven Erwartungshaltung da ranzugehen.
MaggieSmalls hat geschrieben:Habe mich heute im Fitnessstudio angemeldet und werde jetzt neben dem Laufen noch versuchen mich da auszupowern. Ich denke mal, dass ich damit meinen Heilungsprozess unterstützen und die Absetzsymptome lindern kann.
Nur sei bitte vorsichtig mit Sport! Erfahrungsgemäß kann Sport, gerade wenn er intensiv betrieben wird, Entzugssymptome enorm verschlimmern! :!: Das muss nicht bei jedem so sein, aber die Gefahr besteht. Daher solltest Du Dich lieber nicht gleich auspowern, sondern etwas vorsichtiger vorgehen. Wenn Du keine negativen Wirkungen merkst, kann man die Intensität ja noch steigern.

(Entzugssymptome sind nicht zu verwechseln mit rein psychischen Beschwerden, bei denen Bewegung durchaus hilfreich ist.)

Für viele ist im Entzug so etwas wie Spazierengehen oder leichte Formen von Yoga das, was u. U. gerade noch vertragen wird.

Liebe Grüße :group:
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Re: Paroxetin absetzen

Beitrag von MaggieSmalls » Donnerstag, 08.12.16, 22:41

hallo,

also ich kann nur für mich sagen, dass sport mir die ganze zeit total gut getan hat. Habe mich beim Laufen ja auch schon immer richtig "ausgepowert". Und wenn die Psyhe davon profitiert fühle ich mich insgesamt auch wesentlich stärker. Dann habe ich immer das Gefühl, gegen die Entzugsymptome anzukommen und nicht von ihnen überrannt zu werden.

Ich muss morgen zu meinem Hausarzt weil mein Paroxetin leer ist. Ich habe hier und auf anderen Seiten auch viel davon gelesen, dass man eventuell nochmal das Medikament wechselt zum ausschleichen...oder habe ich das falsch verstanden?
gibt es etwas worüber ich mit ihm reden sollte...vielleicht etwas, was mir während des Entzugs helfen könnte.
außerdem würde ich gerne auf die Tropfen umsteigen...keine Lust mehr auf diese schnippelarbeit :)

lg
September 2015 starker Schwindel - erstmaliger Besuch beim psychologen + Aufarbeitung der traumatisierenden Erlebnisse.
November 2015 - Nach anfänglicher psychischer Besserung plötzlich Talfahrt mit Beginn von Panik.
05.11.2015 1. Einnahme von Cipralex - Stimmung wurde besser allerdings nicht die Panik.Januar 2016 - völliger psychischer Zusammenbruch - kein Schlaf & nur Panik + Heulattacken, Aussichtslosigkeit, tiefe depressive Emotionen

2016
Januar 2016 Diagnose schwere reaktive Depression / Burn Out

Seit Mitte Januar 2016 dann 40mg Paroxetin (Ohne einschleichen, direkt 40mg)
Ich hatte die ersten Nächte heftige Symptome. Meine Haut hat an allen Gliedmaßen gebrannt wie Feuer. Ich habe mein gesamtes Bettlaken vollgeschwitzt und hatte hier bereits das nächtliche aufschrecken und die Orientierungslosigkeit.

Anfang der Reduktion auf eigenes Handeln:
Anfang Juli 30mg
Ich habe viel zu schnell abgesetzt. Weder mein Arzt noch mein Psychiater haben mich davor gewarnt - ganz im Gegenteil.
Ich habe dieses Forum leider zu spät entdeckt und habe selbst dann nicht auf einige von Euch gehört "es langsamer anzugehen". Ich wollte das Zeug so schnell wie möglich los werden. Das war ein großer Fehler und hat mir das Jahr 2017 zur Hölle gemacht.

Seit dem Absetzen fing bei mir von Beginn an das typische "Wellen / Fenster Muster" an. Alle meine Symptome die unten zu lesen stellten sich spätestens mit der 1. Reduktion von Paroxetin ein. Deswegen steht nicht hinter jedem Absetzschritt ein Symptom, kann aber alles in meinem Thread nachgelesen werden.
Vieles kam auch bereits mit dem Beginn von Paroxetin - Allerdings dachte ich, das wäre Teil meines Burn Outs.

Ende Juli - 25 mg
August - 20 mg (Anfang von Depersonalisierungsgefühl - Hatte das Gefühl ich sehe mich selbst beim reden)
September - 15 mg
Oktober - 10mg
8. November 2016 - 5mg
Schwerster Schritt bislang mit den meißten Symptomen. Körperlichen Symptome haben sich weitesgehend gebessert. Psychischen Symptome kommen und gehen. Jedoch leichter Aufwärtstrend.

08.01.2017 - 3,75mg
Nach 2 Wochen leichte bis wenig Absetzsymptome. Kein Vergleich zur Reduktion im Schritt davor.

22.01.2017 - 2,5mg
Mäßige Absetzsymptome - Teilweise starke Benommenheit / Schwindel. Psyche teilweise realtiv gut dann wieder relativ schlecht. Wechselt ziemlich schnell. Leichte Sinnestäuschungen gehabt aber alles noch im Rahmen des Erträglichen. Weiterhin bleibt der Schritt von 10mg auf 5mg der schlimmste.

05.02.2017 - 0mg

Stand 2018


Symptome die immer noch anhalten:

Dauerhaftes Derealisationsgefühl
Rauschen im Kopf / auf den Ohren
Geringe Belastbarkeit / Kann Stresssituationen schlecht einordnen
Kann nicht zu lange am PC sitzen (verschlimmert Symptome)
Nächtliches schwitzen
Hitze triggert Symptome
Heiß / Kalt Gefühl
"Needles and Pins"
Starke Benommenheit
Probleme beim Fokussieren
Neuro Emotionen (leicht)
Angst nicht mehr gesund zu werden
Teilweise Orientierungs / Koordinationsprobleme
Brainzaps (sehr selten und sehr schwach - wenn dann nur morgens direkt nach dem aufstehen)

Symptome die verschwunden sind:

Brainzaps (intensiv und viel)
Lebhafte Alpträume + plötzlich wach werden und nicht wissen wo man ist
Grippe Gefühl
Muskelkrämpfe
Kopfschmerzen
Fatigue
Extrem Depressive Phasen
Kein Hunger
Depersonalisierungsgefühl
Halluzinationen (ganz selten noch Nachts)
Neuro Emotionen (stark)
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Re: Paroxetin absetzen

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 08.12.16, 22:47

Hallo,

lass dir beides verordnen, feste Darreichungsform (Tabl) und Tropfen.
Manche vertragen die Tropfen nämlich nicht. Ein Darreichungsformwechsel ist nicht für jeden bekömmlich.

So kannst du dann, angenommen du willst 4,8mg Paroxetin, z.B. 2,5mg per Tablette nehmen und die restlichen 2,3 mg kannst du mit den Tropfen ergänzen. Dann bekommt dein Körper die Darreichungsform, die er kennt (Tabletten) und hat Gelegenheit auch die neue mit zu verbauen.
Tropfen fluten auch schneller an (wirken schneller). Viele kommen damit zurecht, dass sie einen Teil ihrer Dosis aus Tabletten bestreiten und den anderen Teil mit Tropfen ergänzen.

Grüße und gute Nacht :bettzeit:
Jamie
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Re: Paroxetin absetzen

Beitrag von carlotta » Freitag, 09.12.16, 13:18

Hi Maggie,
MaggieSmalls hat geschrieben:also ich kann nur für mich sagen, dass sport mir die ganze zeit total gut getan hat. Habe mich beim Laufen ja auch schon immer richtig "ausgepowert". Und wenn die Psyhe davon profitiert fühle ich mich insgesamt auch wesentlich stärker. Dann habe ich immer das Gefühl, gegen die Entzugsymptome anzukommen und nicht von ihnen überrannt zu werden.
Du, wenn Du davon profitierst, dann mach es. :) Ob Dinge triggern, ist immer individuell. Ich habe den Hinweis zum Sport nur dagelassen, weil es durchaus öfter vorkommt, dass Betroffene durch sportliche Betätigung übelste Symptomwellen erleben und dann z. T. gar nicht verstehen, warum es sie dann so schlimm erwischt hat. Aber wenn Du Dich mit Sport gut fühlst, umso besser.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


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Re: Paroxetin absetzen

Beitrag von MaggieSmalls » Freitag, 09.12.16, 14:42

Hallo Carlotta,

ja danke natürlich für den Hinweis!
Also diese Wellen habe ich ja seit der Einnahme vom Paroxetin. Es war nie eigentlich ein Zeitpunkt, egal ob gut oder schlecht der kontinuierlich länger als 1 Woche angehalten hat.
Und wenn es mal wirklich länger gut war habe ich sofort das Paroxetin reduziert um immer an der Schwelle des "Nötigen" zu sein.

Gestern Abend z.B bin ich mit total schlechter Laune eingeschlafen und heute mit noch schlechterer aufgewacht. Meine Gedanken haben sich im Kreis gedreht um ehemalige Streitsituationen und irgendwelchen Quatsch, der sowieso in der Vergangenheit liegt.
Konnte mich wegen dieser miesen Laune auf nichts anderes Konzentrieren...dann noch der Stress vom Arbeiten etc...
Es ist schon alles eine unheimliche Belastung...und es kann einem ja auch keiner Sagen, wie lange es noch dauert.

Naja...weitermachen!
:sports:
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November 2015 - Nach anfänglicher psychischer Besserung plötzlich Talfahrt mit Beginn von Panik.
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2016
Januar 2016 Diagnose schwere reaktive Depression / Burn Out

Seit Mitte Januar 2016 dann 40mg Paroxetin (Ohne einschleichen, direkt 40mg)
Ich hatte die ersten Nächte heftige Symptome. Meine Haut hat an allen Gliedmaßen gebrannt wie Feuer. Ich habe mein gesamtes Bettlaken vollgeschwitzt und hatte hier bereits das nächtliche aufschrecken und die Orientierungslosigkeit.

Anfang der Reduktion auf eigenes Handeln:
Anfang Juli 30mg
Ich habe viel zu schnell abgesetzt. Weder mein Arzt noch mein Psychiater haben mich davor gewarnt - ganz im Gegenteil.
Ich habe dieses Forum leider zu spät entdeckt und habe selbst dann nicht auf einige von Euch gehört "es langsamer anzugehen". Ich wollte das Zeug so schnell wie möglich los werden. Das war ein großer Fehler und hat mir das Jahr 2017 zur Hölle gemacht.

Seit dem Absetzen fing bei mir von Beginn an das typische "Wellen / Fenster Muster" an. Alle meine Symptome die unten zu lesen stellten sich spätestens mit der 1. Reduktion von Paroxetin ein. Deswegen steht nicht hinter jedem Absetzschritt ein Symptom, kann aber alles in meinem Thread nachgelesen werden.
Vieles kam auch bereits mit dem Beginn von Paroxetin - Allerdings dachte ich, das wäre Teil meines Burn Outs.

Ende Juli - 25 mg
August - 20 mg (Anfang von Depersonalisierungsgefühl - Hatte das Gefühl ich sehe mich selbst beim reden)
September - 15 mg
Oktober - 10mg
8. November 2016 - 5mg
Schwerster Schritt bislang mit den meißten Symptomen. Körperlichen Symptome haben sich weitesgehend gebessert. Psychischen Symptome kommen und gehen. Jedoch leichter Aufwärtstrend.

08.01.2017 - 3,75mg
Nach 2 Wochen leichte bis wenig Absetzsymptome. Kein Vergleich zur Reduktion im Schritt davor.

22.01.2017 - 2,5mg
Mäßige Absetzsymptome - Teilweise starke Benommenheit / Schwindel. Psyche teilweise realtiv gut dann wieder relativ schlecht. Wechselt ziemlich schnell. Leichte Sinnestäuschungen gehabt aber alles noch im Rahmen des Erträglichen. Weiterhin bleibt der Schritt von 10mg auf 5mg der schlimmste.

05.02.2017 - 0mg

Stand 2018


Symptome die immer noch anhalten:

Dauerhaftes Derealisationsgefühl
Rauschen im Kopf / auf den Ohren
Geringe Belastbarkeit / Kann Stresssituationen schlecht einordnen
Kann nicht zu lange am PC sitzen (verschlimmert Symptome)
Nächtliches schwitzen
Hitze triggert Symptome
Heiß / Kalt Gefühl
"Needles and Pins"
Starke Benommenheit
Probleme beim Fokussieren
Neuro Emotionen (leicht)
Angst nicht mehr gesund zu werden
Teilweise Orientierungs / Koordinationsprobleme
Brainzaps (sehr selten und sehr schwach - wenn dann nur morgens direkt nach dem aufstehen)

Symptome die verschwunden sind:

Brainzaps (intensiv und viel)
Lebhafte Alpträume + plötzlich wach werden und nicht wissen wo man ist
Grippe Gefühl
Muskelkrämpfe
Kopfschmerzen
Fatigue
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Kein Hunger
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Re: Paroxetin absetzen

Beitrag von MaggieSmalls » Samstag, 10.12.16, 12:36

Hallo nochmal,

ist das eigentlich normal, dass bei dem Absetzen von Paroxetin oder SSRI algm. erst die körperlichen Sympotome und dann die psychischen auftauchen?
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass meine körperlichen Sympotme der 5mg Reduktion so langsam verschwinden, aber dafür die Psyche so langsam schlechter wird.
Letzte Woche hatte ich noch geschrieben, wie gut es mir psychisch geht und seit ein paar Tagen ist das irgendwie wieder total verschwunden.
Ich fühle mich durchgehend leicht traurig aber nicht so traurig, dass ich weinen müsste. Eher so unterschwellig.
Abends legt sich das ganze dann meistens immer. Es ist auch nicht so, dass es unerträglich ist, sondern mehr so ein demotivierendes Gefühl, weil man dachte das schlimmste ist überstanden und dann kommt wieder so eine negative Phase.
Ich will euch auch nicht zubomben mit meiner Gefühlswelt, aber es ist im Nachhinein irgendwann mal auch interessant für mich dieses Wechselbad und den Prozess zu sehen.
Lg
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2016
Januar 2016 Diagnose schwere reaktive Depression / Burn Out

Seit Mitte Januar 2016 dann 40mg Paroxetin (Ohne einschleichen, direkt 40mg)
Ich hatte die ersten Nächte heftige Symptome. Meine Haut hat an allen Gliedmaßen gebrannt wie Feuer. Ich habe mein gesamtes Bettlaken vollgeschwitzt und hatte hier bereits das nächtliche aufschrecken und die Orientierungslosigkeit.

Anfang der Reduktion auf eigenes Handeln:
Anfang Juli 30mg
Ich habe viel zu schnell abgesetzt. Weder mein Arzt noch mein Psychiater haben mich davor gewarnt - ganz im Gegenteil.
Ich habe dieses Forum leider zu spät entdeckt und habe selbst dann nicht auf einige von Euch gehört "es langsamer anzugehen". Ich wollte das Zeug so schnell wie möglich los werden. Das war ein großer Fehler und hat mir das Jahr 2017 zur Hölle gemacht.

Seit dem Absetzen fing bei mir von Beginn an das typische "Wellen / Fenster Muster" an. Alle meine Symptome die unten zu lesen stellten sich spätestens mit der 1. Reduktion von Paroxetin ein. Deswegen steht nicht hinter jedem Absetzschritt ein Symptom, kann aber alles in meinem Thread nachgelesen werden.
Vieles kam auch bereits mit dem Beginn von Paroxetin - Allerdings dachte ich, das wäre Teil meines Burn Outs.

Ende Juli - 25 mg
August - 20 mg (Anfang von Depersonalisierungsgefühl - Hatte das Gefühl ich sehe mich selbst beim reden)
September - 15 mg
Oktober - 10mg
8. November 2016 - 5mg
Schwerster Schritt bislang mit den meißten Symptomen. Körperlichen Symptome haben sich weitesgehend gebessert. Psychischen Symptome kommen und gehen. Jedoch leichter Aufwärtstrend.

08.01.2017 - 3,75mg
Nach 2 Wochen leichte bis wenig Absetzsymptome. Kein Vergleich zur Reduktion im Schritt davor.

22.01.2017 - 2,5mg
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05.02.2017 - 0mg

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Re: Paroxetin absetzen

Beitrag von Sunnyrose » Samstag, 10.12.16, 13:12

Hallo Maggie :)

Wechselbäder und Veränderungen der Symptomatik sind normal beim SSRI Entzug. Ich hatte z.b. am Anfang viele körperliche Symptome und psychisch ging es mir viel besser (Nebenwirkungen wie totale Unruhe, Suizidimpulse erc. besserten enorm) dann von 12,5mg bis 10mg zusätzlich zu den körperlichen Symptome ein enormes Tief mit Ängste, desorientiert, derealisiert, Depression, Hoffnungslosigkeit etc. Ich kam kaum aus dem Bett und dachte, dass geht nie mehr vorbei.

Und jetzt :party2: ist es wie von Zauberhand weg. Mir geht es psychisch um 80% wieder besser!

Ich/wir haben dies schon öfter gehört, dass irgendwann die Psyche "dran" ist.

Ich hoffe es hält nicht zulange an :hug: das wird wieder, ganz bestimmt. Nur nicht aufgeben.

Herzlich
Deria
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2,5mg runter alle 2 Monate bis 15mg.
Dann in 10% Schritten. Bis 10mg.
Dann schnelleres Vorgehen wegen Leberwerte.
Januar 2017: 6,8mg
15.2.17: 6mg
8.3.17: 4mg (psychotische Nebenwirkungen)
20.3.17: 0mg

Achtung: nicht nachmachen. Der grosse Schritt zum Schluss war für mich eine Notlösung. Langsames Vorgehen (5-15% Schritte, je nach Höhe der Dosis), wenn irgendwie möglich, ist der bessere Weg.

Ich bin jetzt frei von Substanzen jeglicher Art. Haltet durch! es lohnt sich.

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Re: Paroxetin absetzen

Beitrag von Sunnyrose » Samstag, 10.12.16, 13:14

P.s. ich sehe gerade, dass du sehr schnell unterwegs bist. Vielleicht könntest du jetzt, wo du so weit unten bist langsamer vorgehen? Gerade im unteren Bereich kann es noch viel heikler werden.

Würde ich dir ans Herz legen :schnecke:

Liebe Grüsse
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20.3.17: 0mg

Achtung: nicht nachmachen. Der grosse Schritt zum Schluss war für mich eine Notlösung. Langsames Vorgehen (5-15% Schritte, je nach Höhe der Dosis), wenn irgendwie möglich, ist der bessere Weg.

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Re: Paroxetin absetzen

Beitrag von MaggieSmalls » Samstag, 10.12.16, 16:10

Hallo Deria,

danke für deine motivierenden Worte!
Ja dieses Wechselbad der Gefühle ist wirklich schlimm und prägt eigentlich mein komplettes Jahr. Das merkwürdige daran für micht ist eben, dass es mal enorm gut ist..voller Hoffnung und man spürt wieder das alte, gesunde Leben. Dann geht es wieder bergab, als wenn es keine Aussicht auf Besserung gibt.
Was will man tun außer abwarten...ich hoffe auch, dass es nicht mehr so lange anhält!

Viele Grüße
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Ich hatte die ersten Nächte heftige Symptome. Meine Haut hat an allen Gliedmaßen gebrannt wie Feuer. Ich habe mein gesamtes Bettlaken vollgeschwitzt und hatte hier bereits das nächtliche aufschrecken und die Orientierungslosigkeit.

Anfang der Reduktion auf eigenes Handeln:
Anfang Juli 30mg
Ich habe viel zu schnell abgesetzt. Weder mein Arzt noch mein Psychiater haben mich davor gewarnt - ganz im Gegenteil.
Ich habe dieses Forum leider zu spät entdeckt und habe selbst dann nicht auf einige von Euch gehört "es langsamer anzugehen". Ich wollte das Zeug so schnell wie möglich los werden. Das war ein großer Fehler und hat mir das Jahr 2017 zur Hölle gemacht.

Seit dem Absetzen fing bei mir von Beginn an das typische "Wellen / Fenster Muster" an. Alle meine Symptome die unten zu lesen stellten sich spätestens mit der 1. Reduktion von Paroxetin ein. Deswegen steht nicht hinter jedem Absetzschritt ein Symptom, kann aber alles in meinem Thread nachgelesen werden.
Vieles kam auch bereits mit dem Beginn von Paroxetin - Allerdings dachte ich, das wäre Teil meines Burn Outs.

Ende Juli - 25 mg
August - 20 mg (Anfang von Depersonalisierungsgefühl - Hatte das Gefühl ich sehe mich selbst beim reden)
September - 15 mg
Oktober - 10mg
8. November 2016 - 5mg
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Angst nicht mehr gesund zu werden
Teilweise Orientierungs / Koordinationsprobleme
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Lebhafte Alpträume + plötzlich wach werden und nicht wissen wo man ist
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Re: Paroxetin absetzen

Beitrag von MaggieSmalls » Freitag, 16.12.16, 19:59

Hallo in die Runde,
ich wollte mich mal wieder melden:
Am Mittwoch war ich bei meiner Psychiaterin, um mir ein neues Rezept zu holen.
Sie bestätigte mir ebenfalls meine Absetzsymptome, meinte allerdings auch, dass sie wenige kennt die mit solch starken Nebwenwirkungen zu kämpfen haben. Sie sagte aber direkt im Anschluss auch, dass Sie kein Paroxetin verschreibt und mir dieses auch nie empfohlen hätte.
Ihr ist es auch bekannt, wie schwer es ist Paroxetin abzusetzen, versichterte mir aber trotzdem das ich es schaffen werde. Das tut natürlich erstmal gut zu hören.
Nichts desto trotz macht mir das Medikament immer mehr Angst, weil ich durchweg nur negatives höre. Ich habe totales Bedenken, was ich meinem Körper seit einem Jahr antue und fürchte mich davor irgendwas "kaputt" gemacht zu haben dadurch.
Dieses Auf und Ab macht mir total zu schaffen...die letzten beiden Tage waren wieder so ekelhaft und anstrengend, dass man gar nicht mehr drüber reden möchte, weil man sowieso immer nur das selbe von sich gibt.
Dann diese heftigen Stimmungsschwankungen von hoffnungsvoll zu einem schrecklich genervtem Zustand. Heute war ich so genervt von allem und jedem, dass ich direkt zum Sport gegangen bin um meine Lieben zu verschonen.
Ich sitze bei einem Verwandten zum Mittagessen und bin so besoffen, dass ich ihm kaum zuhören kann. Total ekelhaft.
Ich habe ein rauschen auf den Ohren, als wenn ich von einem Festival Marathon mit einer Woche durchfeiern zurückgekehrt bin. Das lässt einen so hart zweifeln...natürlich nur in den schlechten Momenten. In den guten ist es halt alles halb so wild und "das wird schon". Aber in den negativen überrennt es einen so und ich denke dann immer...Ist es wirklich nur das Paroxetin oder sieht so jetzt mein Leben aus...gehört diese quälerrei jetzt zu mir und ich muss lernen mit etwas klar zu kommen, was nahezu unmöglich ist.
Wenn ich morgens schon die Tablette inner Hand habe kommt es mir hoch nur an den Gedanken sich zu vergiften...was ein Teufelszeug.

LG
September 2015 starker Schwindel - erstmaliger Besuch beim psychologen + Aufarbeitung der traumatisierenden Erlebnisse.
November 2015 - Nach anfänglicher psychischer Besserung plötzlich Talfahrt mit Beginn von Panik.
05.11.2015 1. Einnahme von Cipralex - Stimmung wurde besser allerdings nicht die Panik.Januar 2016 - völliger psychischer Zusammenbruch - kein Schlaf & nur Panik + Heulattacken, Aussichtslosigkeit, tiefe depressive Emotionen

2016
Januar 2016 Diagnose schwere reaktive Depression / Burn Out

Seit Mitte Januar 2016 dann 40mg Paroxetin (Ohne einschleichen, direkt 40mg)
Ich hatte die ersten Nächte heftige Symptome. Meine Haut hat an allen Gliedmaßen gebrannt wie Feuer. Ich habe mein gesamtes Bettlaken vollgeschwitzt und hatte hier bereits das nächtliche aufschrecken und die Orientierungslosigkeit.

Anfang der Reduktion auf eigenes Handeln:
Anfang Juli 30mg
Ich habe viel zu schnell abgesetzt. Weder mein Arzt noch mein Psychiater haben mich davor gewarnt - ganz im Gegenteil.
Ich habe dieses Forum leider zu spät entdeckt und habe selbst dann nicht auf einige von Euch gehört "es langsamer anzugehen". Ich wollte das Zeug so schnell wie möglich los werden. Das war ein großer Fehler und hat mir das Jahr 2017 zur Hölle gemacht.

Seit dem Absetzen fing bei mir von Beginn an das typische "Wellen / Fenster Muster" an. Alle meine Symptome die unten zu lesen stellten sich spätestens mit der 1. Reduktion von Paroxetin ein. Deswegen steht nicht hinter jedem Absetzschritt ein Symptom, kann aber alles in meinem Thread nachgelesen werden.
Vieles kam auch bereits mit dem Beginn von Paroxetin - Allerdings dachte ich, das wäre Teil meines Burn Outs.

Ende Juli - 25 mg
August - 20 mg (Anfang von Depersonalisierungsgefühl - Hatte das Gefühl ich sehe mich selbst beim reden)
September - 15 mg
Oktober - 10mg
8. November 2016 - 5mg
Schwerster Schritt bislang mit den meißten Symptomen. Körperlichen Symptome haben sich weitesgehend gebessert. Psychischen Symptome kommen und gehen. Jedoch leichter Aufwärtstrend.

08.01.2017 - 3,75mg
Nach 2 Wochen leichte bis wenig Absetzsymptome. Kein Vergleich zur Reduktion im Schritt davor.

22.01.2017 - 2,5mg
Mäßige Absetzsymptome - Teilweise starke Benommenheit / Schwindel. Psyche teilweise realtiv gut dann wieder relativ schlecht. Wechselt ziemlich schnell. Leichte Sinnestäuschungen gehabt aber alles noch im Rahmen des Erträglichen. Weiterhin bleibt der Schritt von 10mg auf 5mg der schlimmste.

05.02.2017 - 0mg

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Symptome die immer noch anhalten:

Dauerhaftes Derealisationsgefühl
Rauschen im Kopf / auf den Ohren
Geringe Belastbarkeit / Kann Stresssituationen schlecht einordnen
Kann nicht zu lange am PC sitzen (verschlimmert Symptome)
Nächtliches schwitzen
Hitze triggert Symptome
Heiß / Kalt Gefühl
"Needles and Pins"
Starke Benommenheit
Probleme beim Fokussieren
Neuro Emotionen (leicht)
Angst nicht mehr gesund zu werden
Teilweise Orientierungs / Koordinationsprobleme
Brainzaps (sehr selten und sehr schwach - wenn dann nur morgens direkt nach dem aufstehen)

Symptome die verschwunden sind:

Brainzaps (intensiv und viel)
Lebhafte Alpträume + plötzlich wach werden und nicht wissen wo man ist
Grippe Gefühl
Muskelkrämpfe
Kopfschmerzen
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Annanas
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Re: Paroxetin absetzen

Beitrag von Annanas » Freitag, 16.12.16, 20:16

Hallo maggie :) ,
schön, daß du dich mal wieder meldest :D (ist nicht ironisch gemeint)!
MaggieSmalls hat geschrieben:Sie bestätigte mir ebenfalls meine Absetzsymptome, meinte allerdings auch, dass sie wenige kennt die mit solch starken Nebwenwirkungen zu kämpfen haben. Sie sagte aber direkt im Anschluss auch, dass Sie kein Paroxetin verschreibt und mir dieses auch nie empfohlen hätte.
Naja, sie kennt wenigstens "wenige" - meine Psychiaterin hat davon noch nie was gehört..... :o :evil: !
Sie verschreibt zwar kein Paroxetin mehr - aber allzuviel nehmen sich die Psychopharmaka alle nicht
hinsichtlich NW, Absetzsymptomen u. Langzeiteinnahmeproblemen.
MaggieSmalls hat geschrieben:Nichts desto trotz macht mir das Medikament immer mehr Angst, weil ich durchweg nur negatives höre. Ich habe totales Bedenken, was ich meinem Körper seit einem Jahr antue und fürchte mich davor irgendwas "kaputt" gemacht zu haben dadurch.
Ich glaube, es wird alles reversibel sein - so lange ist die Einnahmezeit von einem Jahr mMn nicht.
Da hast du noch rechtzeitig die Notbremse gezogen!!
Ich habe, damals noch nichtwissend, 8 Jahre Paroxetin eingenommen u. seit 2007 also fast 10 Jahre mittlerweile, Venlafaxin.
MaggieSmalls hat geschrieben:Dann diese heftigen Stimmungsschwankungen von hoffnungsvoll zu einem schrecklich genervtem Zustand. Heute war ich so genervt von allem und jedem, dass ich direkt zum Sport gegangen bin um meine Lieben zu verschonen.
Ich sitze bei einem Verwandten zum Mittagessen und bin so besoffen, dass ich ihm kaum zuhören kann. Total ekelhaft.
Ich habe ein rauschen auf den Ohren, als wenn ich von einem Festival Marathon mit einer Woche durchfeiern zurückgekehrt bin. Das lässt einen so hart zweifeln...natürlich nur in den schlechten Momenten.
Ja, das sind die "netten" Symptomwellen, total grauslig - ich könnte da auch verrückt werden und muß schon manchmal
stark auf mich einreden, um mir wieder Mut zu machen, daß diese Symptome wieder verschwinden.
In einer Welle steckend, kann man das manchmal kaum glauben!

Ich finde es auch immer schlimm, wenn man eine Fensterzeit hat u. dann wieder weiterreduziert, daß man sich damit
dann wieder abschießt.... :cry: , aber gut, hilft alles nix!!
MaggieSmalls hat geschrieben: In den guten ist es halt alles halb so wild und "das wird schon". Aber in den negativen überrennt es einen so und ich denke dann immer...Ist es wirklich nur das Paroxetin oder sieht so jetzt mein Leben aus...gehört diese quälerrei jetzt zu mir und ich muss lernen mit etwas klar zu kommen, was nahezu unmöglich ist.
Nein, diese Quälerei wird irgendwann ein Ende haben u. dann haben wir uns, unserem Leben, unserer Gesundheit zuliebe, wirklich
das Allerbeste getan - uns von diesem Gift befreit!
MaggieSmalls hat geschrieben:Wenn ich morgens schon die Tablette inner Hand habe kommt es mir hoch nur an den Gedanken sich zu vergiften...was ein Teufelszeug.
Maggie, das kenne ich auch, ich mußte auch bei der Einnahme schon würgen - das ist aber kopfgesteuert, weil man den Murks
einfach loswerden will.

Lieber MaggieSmalls, ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und Durchhaltevermögen - wir werden das Absetzen schaffen u.
schreibe ruhig hin und wieder, wie es dir geht.

Liebe Grüße von Anna
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Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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z.Zt. Absetzpause (seit April 2018) bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
Blutdrucksenker abgesetzt (seit Mai 2018 - BD seitdem stabil u gut)

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