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Wann wieder "normal" nach Zeldox (Ziprasidon) & Co?

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Maxi71
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Re: Wann wieder "normal" nach Zeldox (Ziprasidon) & Co?

Beitrag von Maxi71 » Donnerstag, 28.07.16, 9:25

Hallo Ihr Lieben,

heute wieder einmal ein kurzes Feedback von mir. Ich bin ja nun seit knapp einem halben Jahr "clean" und nachdem ich für mich selbst das Gefühl habe, dass es immer besser wird, signalisiert mein Partner etwas anderes. Für ihn bin ich zunehmend abwesend, mit mir selbst beschäftigt, zu emotional, unberechenbar (heute so und morgen so) usw. Das belastet mich sehr, zumal es oft in nächtliche Diskussionen ausartet, die uns beide schlauchen. Kennt Ihr so etwas auch? Ich meine, er hat die letzten (für mich viel schlimmeren) Jahre MIT den Medikamenten mit mir ausgehalten und jetzt, wo wieder Leben in die Mumie kommt, reagiert er mit Ablehnung und Verwirrung. Er hält sich an meinen Aussagen aus der Anfangszeit fest, an meinen Zweifeln an der Diagnose - und kann mein jetziges Verhalten folglich nicht nachvollziehen, weil ich für ihn "gesund" bin, also normal funktionieren müsste. Ich selber merke natürlich auch, dass ich ein wenig "abdrifte", mich wieder mehr meinen eigenen Dingen widme und JA, auch wieder etwas paranoid geworden bin. Nun habe ich nicht nur Angst, meine Beziehung zu verlieren, sondern auch, durch den ganzen Stress einen Rückfall zu erleiden. Und so hänge ich fest in Gedanken an Trennung und gleichzeitig Angst davor, weil ich mir sicher bin, dass es mir dann noch schlechter gehen wird, weil ich ihn ja doch liebe. Ganz abgesehen davon, dass ich finanziell alleine nicht zurecht käme mit meiner Mini-Rente und meiner unsicheren Selbstständigkeit, die ein paar Euro zusätzlich, aber auch sporadisch, einbringt. Tja, vielleicht hat jemand ähnliches erlebt und eine Lösung gefunden? An manchen Tagen sehe ich nur noch den Ausweg in ein betreutes Wohnen oder mit dem Auto an der Mauer. Sorry for that!

Liebe Grüße, Maxi
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1.3.2010-26.4.2010 in stationärer Behandlung

Entlassungsmedikation:

Solian (Amisulprid): 200-200-0mg
Lorazepam (Tavor): 0-0-0,5mg
Biperiden (Akineton ret.): 4-2-0mg
Escitalopram (Cipralex): 10-0-0mg
Pantoprazol: 0-0-20mg

Während des stationären Aufenthaltes wurde auch Abilify eindosiert, von 5mg auf 15mg erhöht, was wegen starker innerer Unruhe, Antriebssteigerung, Getriebenheit, Nervosität und Gereiztheit bei latenter Suizidalität zurückgefahren wurde. Nach fraktionierter Beendigung der Einnahme von Abilify gingen diese Symptome zurück.

31.5.2010-9.7.2010 tagesklinische Behandlung

Entlassungsmedikation:

Solian (Amisulprid): 100-200-300mg
Biperiden (Akineton ret.): 2-0-0mg
Escitalopram (Cipralex): 20-0-0mg
Pantoprazol: 0-0-20mg

Solian wird später auf Zeldox (Ziprasidon) gewechselt wegen starker Gewichtszunahme.

Beginn des Absetzens:

zuerst Akineton (keine Aufzeichung)
danach Cipralex (keine Aufzeichung)

ab 8.8.2014 Lamotrigin (1 Tag genommen, 1 Tag nicht, bis raus.)

ab November 2014: Beginn des Absetzens Zeldox in kleinen und immer kleiner werdenden Schritten, am Ende als Suspension, um in Minischritten (1mg) absetzen zu können. Am 6.2.2016 letzte Dosis Zeldox = Einnahme aller Psychopharmaka beendet.

Nach 12 Monaten erneut Symptome, nach 4 Wochen abwarten Besuch in der Klinik - Diagnose: 2ter Schub F 20. :zombie:

Medikation: ab 23.3.2017-18.5.2017 Zeldox 20-0-20mg

Wegen Sedierung und Ängsten Wechsel auf Abilify:

19.5.2017 - 24.5.2017

Zeldox (Ziprasidon): 0-0-20mg
Abilify (Aripiprazol): 5-0-0mg

25.5.2017 - aktuell

Zeldox (Ziprasidon): 0-0-20mg
Abilify (Aripiprazol): 10-0-0mg

geplant ist eine Monotherapie mit Abilify: 15-0-0mg

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Re: Wann wieder "normal" nach Zeldox (Ziprasidon) & Co?

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 28.07.16, 11:44

Hallo Maxi,

das ist ein sehr komplexes Thema und ich würde dir vorschlagen in der Kategorie "Diskussion" einen eigenen Thread aufzumachen mit dem Titel "Partner kommt mit Medikamentenfreiheit nicht klar" oder so ähnlich.
Ich glaube, es gibt nicht sehr viele - aber doch ein paar hier im Forum, die sich mit ähnlichen Problemen befassen.
Ich glaube da wären die Chancen evtl. größer, dass andere auch mitlesen.
Du kannst dafür ja einfach deinen hier geschriebenen Text kopieren und reinsetzen.
Vielleicht noch mit kurzer Angabe, bis wie lange du was genommen hast.

Ich möchte dazu erst mal nur eins zwei Impulse da lassen:
Jeder Mensch hat ein Anrecht auf eine variantenreiche Gefühlswelt und was du jetzt erlebst ist ein Geschenk, wobei ich natürlich auch die Belastungen sehe. Dein Partner kann nicht ernsthaft der Meinung sein, dass es vorher "besser" gewesen ist (vielleicht für ihn leichter, aber das steht ja mal auf einem ganz anderen Blatt geschrieben).
Vielleicht könnt ihr mal ganz ruhig ein Gespräch führen, gerne auch mit neutralem Mediator, der euch beiden zugewandt ist und dem ihr beide vertraut und jeder kann mal darlegen, wie er das sieht und vielleicht kannst du ihn ja bitten, er soll dich freundlich darauf ansprechen, wenn er spürt, dass du wieder abdriftest und darauf kannst du dann wiederum freundlich reagieren und ihm erklären, was dich zB gerade beschäftigt.
Jahrelang haben Psychopharmaka deine Seelen- und Gefühlswelt abgestumpft; was du jetzt machst ist das Ganze aufzuarbeiten und das kann einfach nicht völlig reibungslos gehen.
Ich wünsche dir, dass dein Partner erkennt, dass du in einem extrem wichtigen Prozess drinsteckst und Schritt für Schritt auf dem Weg der Heilung bist.

:hug:

Grüße
Jamie
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Re: Wann wieder "normal" nach Zeldox (Ziprasidon) & Co?

Beitrag von Maxi71 » Donnerstag, 28.07.16, 12:14

Liebe Jamie,

vielen Dank für die schnelle Antwort und die guten Tipps! Ja, an einen Mediator habe ich auch schon gedacht. Oder ihn mit zu meinem Therapeuten zu nehmen, aber ob das eine gute Idee ist, konnte ich für mich noch nicht entscheiden. Dann sind vielleicht schnell 2 gegen 1 und die 1 bin ich und im Moment bin ich enorm desolat, was meinen emotionalen Zustand angeht. Also danke und ich werde einen neuen Thread öffen.

Viele Grüße, Maxi :hug:
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Während des stationären Aufenthaltes wurde auch Abilify eindosiert, von 5mg auf 15mg erhöht, was wegen starker innerer Unruhe, Antriebssteigerung, Getriebenheit, Nervosität und Gereiztheit bei latenter Suizidalität zurückgefahren wurde. Nach fraktionierter Beendigung der Einnahme von Abilify gingen diese Symptome zurück.

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Re: Wann wieder "normal" nach Zeldox (Ziprasidon) & Co?

Beitrag von Maxi71 » Freitag, 16.12.16, 20:25

Liebes Forum,

kurz vor Ende des Jahres noch einmal eine kurze Nachricht von mir als erfolgreich abgesetzt habende. Ich bin nun seit 10 Monaten drogenfrei ;-) und es geht mir sehr gut. Fast bin ich wieder die "Alte", möchte ich sagen. Es gab Schwankungen, es gab Höhen und Tiefen in den letzten 10 Monaten, aber es hat sich gelohnt. Ich würde es immer wieder so machen! Genau so konsequent, aber auch genau so langsam, wie hier empfohlen. Das nur als kleine Mutmach-Nachricht für alle, die noch auf dem Weg sind. Habt ein frohes Weihnachtsfest!

Viele Grüße,
Maxi
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Re: Wann wieder "normal" nach Zeldox (Ziprasidon) & Co?

Beitrag von Murmeline » Freitag, 16.12.16, 20:31

Hallo Maxi,

das ist großartig, ich freue mich für Dich und danke, dass Du Bescheid geschrieben hast, solche Berichte machen wirklich Mut.

Ich hab mir erlaubt, Deinen Beitrag in der Neuroleptika erfolgreich abgesetzt Thread zu kopieren:
viewtopic.php?p=171121#p171121

Vielleicht liest man sich trotzdem hin und wieder mal?

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Wann wieder "normal" nach Zeldox (Ziprasidon) & Co?

Beitrag von Maxi71 » Samstag, 11.02.17, 11:17

Hallo Murmeline, natürlich liest man sich hin & wieder mal :-)! So was (die Krankheit) wird man ja nicht los (auch wenn man das gern hätte).

Sei gegrüßt!
Maxi
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Re: Wann wieder "normal" nach Zeldox (Ziprasidon) & Co?

Beitrag von Maxi71 » Mittwoch, 08.03.17, 11:30

Hallo Forumsmitglieder.

heute wieder eine Botschaft von mir. Ich bin ja nun seit über einem Jahr (am 6.2. waren es genau 12 Monate) komplett frei von Medikamenten. In den letzten Tagen/Wochen war mein Zustand leider nicht mehr zufriedenstellend - es geht wieder langsam "bergab" - ist mein Gefühl. Also zunehmende Entfremdung, leichte Wahrnehmungsstörungen & Paranoia sowie heftige Stimmungsschwankungen bzw. emotionale Ausbrüche. Klar könnte ich jetzt einfach zur Psychiaterin gehen (wie vom Psychologen empfohlen: "Sie brauchen auf jeden Fall wieder Medikamente, weil es eine Stoffwechselstörung ist!") aber natürlich möchte ich das so lange wie möglich hinausschieben. Allerdings - zu lange warten macht es normalerweise nicht besser. Hat jemand einen Rat, wie ich eine erneute Medikation umgehen kann?

Vielen herzlichen Dank!
Maxi
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Re: Wann wieder "normal" nach Zeldox (Ziprasidon) & Co?

Beitrag von Annanas » Mittwoch, 08.03.17, 12:18

Liebe Maxi :) ,
Maxi71 hat geschrieben:Ich bin ja nun seit über einem Jahr (am 6.2. waren es genau 12 Monate) komplett frei von Medikamenten. In den letzten Tagen/Wochen war mein Zustand leider nicht mehr zufriedenstellend - es geht wieder langsam "bergab" - ist mein Gefühl. Also zunehmende Entfremdung, leichte Wahrnehmungsstörungen & Paranoia sowie heftige Stimmungsschwankungen bzw. emotionale Ausbrüche.
Was mir spontan dazu einfällt ist, ob sich in deinem Leben irgendetwas ereignet hat?
Gibt es sehr viel Stress, negative Erlebnisse, fühlst du dich überfordert???

Alles das, was die Medikamente nur gedeckelt haben, was unbearbeitet bleibt - auch alte Muster/Raster, kann
dadurch wieder an die Oberfläche gelangen.

Ich will jetzt nicht klugsch :censored: isch klingen - es sind leider auch Erfahrungen, die ich selbst machte/mache,
die Probleme, die einen dazu brachten, Psychopharmaka zu nehmen, sind ja nicht aus der Welt.
Wenn man die Medikamente, die ja nur gedeckelt haben, absetzt, holen sie einen mit voller Wucht wieder
ein - wenn man nicht versucht, das , was im eigenen Leben nicht stimmig ist, für sich zu verändern.

Deshalb sage ich auch nie, ich möchte wieder die "alte Anna" werden - denn das will ich nicht, zumindestens nicht
innerlich mit meiner damaligen Gefühls- u. Gedankenwelt.
Ich arbeite da ständig dran - mal gelingt es, mal falle ich wieder in alte Muster.....!

Das sind alles keine Vorwürfe - mir ging/gehts ja auch nicht anders - nur ggf. etwas zum Nachdenken!
Maxi71 hat geschrieben: Klar könnte ich jetzt einfach zur Psychiaterin gehen (wie vom Psychologen empfohlen: "Sie brauchen auf jeden Fall wieder Medikamente, weil es eine Stoffwechselstörung ist!") aber natürlich möchte ich das so lange wie möglich hinausschieben. Allerdings - zu lange warten macht es normalerweise nicht besser.
Was versprichst du dir davon?? Wie oben schon geschrieben, heilen diese Medikamente nie!!
Sie dämpfen nur die Symptomatik - dann weißt du nicht, ob du sie verträgst, hast mit den NW zu kämpfen und u.U.
wieder mit einem langen Absetzverlauf.

Maxi, schau bitte mal genau drauf, ob du eine Erklärung für die Verschlechterung, in deiner jetzigen Lebensituation findest
und ob du dann ggf. dort etwas ändern kannst.

LIebe Grüße von Anna
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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z.Zt. Absetzpause (seit April 2018) bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
Blutdrucksenker abgesetzt (seit Mai 2018 - BD seitdem stabil u gut)

LinLina
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Re: Wann wieder "normal" nach Zeldox (Ziprasidon) & Co?

Beitrag von LinLina » Mittwoch, 08.03.17, 12:59

Liebe Maxi :-)

ich schließe mich Annanas :-) an mal genau zu überlegen, ob es einen Auslöser für die Verschlechterung gab/gibt, und möglichst zu versuchen alle alternativen Ressourcen zu aktivieren, bevor du zu Medikamenten greifst.

Wie geht es dir denn mit deiner Beziehung zur Zeit? Vielleicht könntest du versuchen einen Therapeuten zu finden, der mit dir Wege findet möglichst ohne Medikamente zu leben anstatt dir zu sagen dass du an einer angeblichen Stoffwechselstörung leidest die nur mit Medikamenten zu "behandeln" ist?

Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass du ein Art verzögerten Entzug / verzögerte Folge der Medikamenteneinnahme und des Absetzens erlebst, du hast ja wirklich lange viele verschiedene Substanzen genommen. Es kann durchaus passieren, dass es auch einige Zeit nach dem Absetzen zu einer Verschlechterung kommt, die aber nicht bedeutet dass es dir für den Rest deines Lebens so geht, sondern einfach Teil der "hochs- und tiefs" nach dem Absetzen des Medikamentencocktails ist. Da wäre es jetzt besonders wichtig zu schauen ob du irgendwie alternativen finden kannst um dir selbst aus diesen Zuständen wieder raus zu helfen bzw. vielleicht diese Phasen doch durchleben kannst ohne dass es immer schlimmer wird?

Wie reagiert denn dein Umfeld?

Wenn allerdings eine Einweisung droht bzw. du nicht mehr für deine Sicherheit garantieren kannst, kann es meiner Meinung nach manchmal besser sein zeitweise eine möglichst kleine Dosis eines Medikaments zu versuchen (manchmal viel geringer als die übliche Mindestdosis), das zuvor schonmal geholfen hat, bevor du von den Ärzten mit hohen Dosierungen und mehreren Substanzen behandelt wirst.

Das wichtigste ist denke ich dass du möglichst selbstbestimmt bleibst.

Liebe Grüße
Lina
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Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: Wann wieder "normal" nach Zeldox (Ziprasidon) & Co?

Beitrag von carlotta » Mittwoch, 08.03.17, 13:19

Hallo Maxi,

Du hast ja schon viel hilfreichen Input bekommen. :) Was ich noch ergänzen möchte: Man weiß mittlerweile anhand von Langzeituntersuchungen, dass die Wahrscheinlichkeit, nach längerer PP-Einnahme einen "Rückfall" zu bekommen, um einiges höher ist als bei Menschen ohne vorherige medikamentöse Behandlung - v. a. nach längerer Anwendung. Das ist eine der Schattenseiten der PP-Einnahme. Gerade auch im Fall von NL wurde das schon einige Male dargelegt.

Ob es sich bei diesen "Rückfällen" um eine Art Rebound (verstärkte Wiederkehr der früheren Problematik, ggf. aufgrund von Langzeitentzugsfolgen), ein schlichtes Wiederaufflammen der alten Symptome oder auch um eine reine Entzugssymptomatik handelt (ja, auch diese kann wiederauftreten, etwa bei stärkeren Belastungen im Alltag bzw. div. Triggern), ist dabei nicht ganz klar. Evtl. spielt es aber auch nicht so eine große Rolle, denn dass sich die Medikamente negativ auf Langzeitprognosen auswirken, ist bekannt. Das heißt aber nicht, dass auch eine gewisse Sensitivität, die medikamentös hervorgerufen wurde, sich nicht auch wieder zurückbilden kann mit der Zeit.

Selbstverständlich können dabei frühere Problematiken immer mit hineinspielen. Es zeigt sich aber, dass hinsichtlich von Langzeitentwicklungen medikamentöse Eingriffe nicht unbedingt empfehlenswert sind. Grundsätzlich ist Achtsamkeit im Alltag einfach enorm wichtig, auch sich Strategien zu erarbeiten, um mit möglichen Schwachpunkten besser umgehen zu können. Und es gibt noch vieles mehr. Man kann das bspw. therapeutisch angehen und/oder durch Veränderungen im Alltag, durch Bewegung, durch Meditation etc. Die Möglichkeiten sind vielfältig und die Menschen verschieden. Ich denke, die größte Herausforderung ist, den richtigen Weg für sich zu finden.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Wann wieder "normal" nach Zeldox (Ziprasidon) & Co?

Beitrag von Maxi71 » Mittwoch, 08.03.17, 13:57

Vielen Dank an Euch alle drei, für die schnellen und hilfreichen Antworten. Einen konkreten Auslöser gibt es momentan nicht, aber natürlich stehe ich ständig unter Spannung, daran bin ich mittlerweile fast gewöhnt. Kleine Anlässe können das Fass dann manchmal schneller zum Überlaufen bringen als gedacht. Momentan sind es wieder die "alten Bekannten", die damals zur Einweisung geführt haben, die mich erneut "besuchen", es scheint es also eher eine Art Hinwendung zum Rückfall zu sein. Körperliche Symptome sind dazugekommen (Krämpfe im Hals usw.), das hatte ich damals nicht. Auch die extremen Rückzugstendenzen bzw. das "Nebensichstehen" bei realen Kontakten (Menschen!), Konzentrationsstörungen etc. kommen mir neu vor.

Von Meditation (ich hatte damit ernsthaft angefangen) hat mir mein aktueller T. abgeraten, ich solle lieber einfach raus gehen, Hausarbeit machen etc., da ich seiner Meinung nach ohnehin zu viele vergeistigte Dinge tue. Ansonsten ist auch er ein Verteter der "Achtsamkeit", Balance usw., also eigentlich nicht unvernünftig. Nur, als es jetzt schlimmer wurde, meinte er, dass man das leider nur mit Medis in den Griff bekommt... blabla Synapsen bla... ;-)

Eine generelle Frage: sind 6 Jahre Medikamenteneinnahme als "lang" einzustufen?

Kann man denn überhaupt selbst zu 100% wissen, wann der kritische Punkt erreicht ist, von wo aus man für nix mehr garantieren kann? Ich habe das Gefühl,ich bin ganz nah dran. Fühlt sich alles sehr wacklig und immer irrealer an... ich schiebe ja schon seit Wochen, aber es wird von selbst nicht besser. Ende März habe ich wieder Termin im KH (Psych.), da werde ich dann wohl wissen und entscheiden müssen, ob usw.. :-(

Also danke erst mal!
Viele Grüße, Maxi

P.S. Die Frage nach dem Umfeld - kann ich gar nicht mehr genau beantworten, das fließt alles so weg... Da ich sehr gut schauspielern kann, fällt es nur engsten Vertrauten auf, denke ich, glaube ich.
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1.3.2010 - 1. Diagnosestellung F 20 (paranoid-halluzinatorische Schizophrenie)

1.3.2010-26.4.2010 in stationärer Behandlung

Entlassungsmedikation:

Solian (Amisulprid): 200-200-0mg
Lorazepam (Tavor): 0-0-0,5mg
Biperiden (Akineton ret.): 4-2-0mg
Escitalopram (Cipralex): 10-0-0mg
Pantoprazol: 0-0-20mg

Während des stationären Aufenthaltes wurde auch Abilify eindosiert, von 5mg auf 15mg erhöht, was wegen starker innerer Unruhe, Antriebssteigerung, Getriebenheit, Nervosität und Gereiztheit bei latenter Suizidalität zurückgefahren wurde. Nach fraktionierter Beendigung der Einnahme von Abilify gingen diese Symptome zurück.

31.5.2010-9.7.2010 tagesklinische Behandlung

Entlassungsmedikation:

Solian (Amisulprid): 100-200-300mg
Biperiden (Akineton ret.): 2-0-0mg
Escitalopram (Cipralex): 20-0-0mg
Pantoprazol: 0-0-20mg

Solian wird später auf Zeldox (Ziprasidon) gewechselt wegen starker Gewichtszunahme.

Beginn des Absetzens:

zuerst Akineton (keine Aufzeichung)
danach Cipralex (keine Aufzeichung)

ab 8.8.2014 Lamotrigin (1 Tag genommen, 1 Tag nicht, bis raus.)

ab November 2014: Beginn des Absetzens Zeldox in kleinen und immer kleiner werdenden Schritten, am Ende als Suspension, um in Minischritten (1mg) absetzen zu können. Am 6.2.2016 letzte Dosis Zeldox = Einnahme aller Psychopharmaka beendet.

Nach 12 Monaten erneut Symptome, nach 4 Wochen abwarten Besuch in der Klinik - Diagnose: 2ter Schub F 20. :zombie:

Medikation: ab 23.3.2017-18.5.2017 Zeldox 20-0-20mg

Wegen Sedierung und Ängsten Wechsel auf Abilify:

19.5.2017 - 24.5.2017

Zeldox (Ziprasidon): 0-0-20mg
Abilify (Aripiprazol): 5-0-0mg

25.5.2017 - aktuell

Zeldox (Ziprasidon): 0-0-20mg
Abilify (Aripiprazol): 10-0-0mg

geplant ist eine Monotherapie mit Abilify: 15-0-0mg

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Re: Wann wieder "normal" nach Zeldox (Ziprasidon) & Co?

Beitrag von feinstoff » Dienstag, 21.03.17, 9:25

Hallo Maxi71,
ich glaube das mit den Synapsen ist sehr wichtig. Habe hier einen Artikel gelesen, in dem das nochmal sehr gut erklärt war..
Du hast z. B. 4 Synapsen, dadurch wird eine künstlich durch "Medizin" blockiert. Das Gehirn bildet aber eine 5., um wieder 4 zur Verfügung zu haben. Nach dem Absetzen hast du dann plötzlich mit 5 Synapsen umzugehen...

Ich versuche ja mein Ziprasidon durch homöopathische Mittel zu ersetzten, dafür muss ich zwar mit der Bahn fahren, aber ich bin in guten Händen, bei einem Homöopathen, der auch Psychiater und Therapeut ist..er ist in der Nähe von Frankfurt am Main.

Gegen Aggressionen hat er mir zusätzlich zu meinem Hauptmittel, Bachblüten vorgeschlagen, Impatiens heißen die, 2 Tropfen ins Wasserglas (ca. 200 ml) und dann Abends trinken..Vorher habe ich Chammomilla genommen, was auch nach 3-4 Tagen schon angeschlagen hat. Habe das so ca 2 Monate genommen. Hatte d 30 Potenz und habe mir das im Wasserglas ca. 300 ml aufgelöst ein Globuli.
Chamomilla (Kamille) hilft wenn man sich aufgrund eines Anlasses aufregt, ansonsten hilft auch nux vomica, wenn man ohne Grund unter Dampf steht..Vielleicht kannst du dich im Internet mal in diese Alternative einlesen, viel findet man nicht aber manches schon.

Meinen Letzten Partner habe ich beim letzten Absetzversuch von Chlozapin verloren, was aber nicht weiter schlimm ist.
Diesmal will ich aber nicht alles hinschmeissen...Er hatte viel unter meinen Wutausbrüchen zu leiden..im Mopment viel besser.

Lieben Gruß
Zuletzt geändert von Jamie am Dienstag, 21.03.17, 15:29, insgesamt 1-mal geändert.
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6.12.2001 Diagnose: schiziaffektive Psychose
Mein Vater und seine neue Frau schenkten mir ein Gespräch mit einem Arzt in der Psychiatrie.
Der hat mich da behalten..
Weil meine Stiefmutter Krankenschwester mit Psychiatrie Zusatzausbildung ist, hat Sie Einfluss auf die Ärzte genommen und dafür gesorgt, dass die mit aller Gewalt und so viel Medikamenten wie möglich, alles psychotische in mir unterdrücken.
(Hat meine Mutter mir erzählt, die entsetzt feststellte, dass ich total abgeglitten war, als ich sie bat ihre Silikonmaske abzusetzten...)
Medikament war glaube ich gegen Entlassung Seroquel.
War dann März, April entlasen, aber mit Ängsten und wilden Vorstellungen im Kopf, wollte mein Leben wieder in die Hand nehmen, machte Praktikum auf nem Ziegenhof und dann einen Auslandsaufenthalt in Spanien mit Sprachkurs und au paire, dauerte nicht lange und ich war ohne meine Tabletten zu nehmen wieder zurück.
War der Meinung ohne gehe es mir besser, habe wieder gekifft...(lasst das bloß)

10.2002
Mit Polizei eingeliefert, dachte die Stadt und die Geschäfte mit Ihrem Inhalt gehörten eh rechtmäßig mir, habe mich neu eingekleidet und vors Geschäft gesetzt, kurz, die Dedektive kamen mir auf die Schliche, holten die Polizei, die hielten es für besser ich käme mit, nach einem Gespräch wurde ich dann in die mir bereits bekannte Psychiatrie gebracht.
Diesmal vier Monate Aufenthalt.
Neu eingestellt auf Leponex, Wirkstoff Chlozapin.

10.2003
Aufnahme eines Studiums, bei doppelter Studienzeit das Vordiplom in Sozialwissenschaften geschafft.
Fast kein Libido, ca. 25 kg Gewichtszunahme.

7.2011
Seit einem Jahr von 50mg Chlozapin auf 0.
Nachdem ich den letzten Krümel genommen hatte zwei Tage körperlicher Entzug, mit Schmerzen in sämtlichen Nervenbahnen
Ein Jahr Freiheit. Und wieder 73kg

6.2012
Aufgrund von Eifersucht auffällig geworden, in Rangelei mit der Nachbarin geraten, die rief die Polizei...
Seit dem Abilify. (Aripripiracol) Anfäglich große Schwierigkeiten, aber überwiegend zum ersten mal ein klares Gefühl im Kopf. Leider psychotische Zustände(antagonistische Nebenwirkung) alle 8 Wochen, dann alle 6, alle 5, 4 3 2 1, zuletzt dreimal die Woche.
Aus diesem Grund, und weil Abilify Missbildungen machen kann, bei Schwangerschaftswunsch also nicht zu empfehlen ist, freiwillige tagesklinische Umstellung auf Zeldox.

11.2015
Zeldox,(Ziprasidon) keine gute Wahl, massiver Eingriff in den Hormonhaushalt (zunächst nur übermäßiger Durst, trinke 5-7 Liter Wasser pro Tag),

7.2016
Von 80 auf 60 mg reduzier, 20-20-40, dann 20-0-40 Mittags Schüsslersalze statt dessen, kaum Kopfschmerzen.

11.2016
da ich immer noch psychotische Zustände hatte habe ich auf 40mg reduziert. 0-0-40
1.2017
Homöopath und Psychiater neu an meiner Seite.

2.2.17
auf 20mg reduziert, gestern Tablettenspiegel messen lassen, .. (Neurologin denkt ich nehme 40, dass hatte ich Ihr letztes mal noch gesagt,) Sie wird es bald wissen, Angst-

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Re: Wann wieder "normal" nach Zeldox (Ziprasidon) & Co?

Beitrag von feinstoff » Dienstag, 21.03.17, 9:27

P.S.

Finde den Thread nicht, habe den vorgeschlagenen Titel gesucht-
Partner kommt nicht mit der Absetzung der Medikamente klar o. ä.
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Weil meine Stiefmutter Krankenschwester mit Psychiatrie Zusatzausbildung ist, hat Sie Einfluss auf die Ärzte genommen und dafür gesorgt, dass die mit aller Gewalt und so viel Medikamenten wie möglich, alles psychotische in mir unterdrücken.
(Hat meine Mutter mir erzählt, die entsetzt feststellte, dass ich total abgeglitten war, als ich sie bat ihre Silikonmaske abzusetzten...)
Medikament war glaube ich gegen Entlassung Seroquel.
War dann März, April entlasen, aber mit Ängsten und wilden Vorstellungen im Kopf, wollte mein Leben wieder in die Hand nehmen, machte Praktikum auf nem Ziegenhof und dann einen Auslandsaufenthalt in Spanien mit Sprachkurs und au paire, dauerte nicht lange und ich war ohne meine Tabletten zu nehmen wieder zurück.
War der Meinung ohne gehe es mir besser, habe wieder gekifft...(lasst das bloß)

10.2002
Mit Polizei eingeliefert, dachte die Stadt und die Geschäfte mit Ihrem Inhalt gehörten eh rechtmäßig mir, habe mich neu eingekleidet und vors Geschäft gesetzt, kurz, die Dedektive kamen mir auf die Schliche, holten die Polizei, die hielten es für besser ich käme mit, nach einem Gespräch wurde ich dann in die mir bereits bekannte Psychiatrie gebracht.
Diesmal vier Monate Aufenthalt.
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Aufgrund von Eifersucht auffällig geworden, in Rangelei mit der Nachbarin geraten, die rief die Polizei...
Seit dem Abilify. (Aripripiracol) Anfäglich große Schwierigkeiten, aber überwiegend zum ersten mal ein klares Gefühl im Kopf. Leider psychotische Zustände(antagonistische Nebenwirkung) alle 8 Wochen, dann alle 6, alle 5, 4 3 2 1, zuletzt dreimal die Woche.
Aus diesem Grund, und weil Abilify Missbildungen machen kann, bei Schwangerschaftswunsch also nicht zu empfehlen ist, freiwillige tagesklinische Umstellung auf Zeldox.

11.2015
Zeldox,(Ziprasidon) keine gute Wahl, massiver Eingriff in den Hormonhaushalt (zunächst nur übermäßiger Durst, trinke 5-7 Liter Wasser pro Tag),

7.2016
Von 80 auf 60 mg reduzier, 20-20-40, dann 20-0-40 Mittags Schüsslersalze statt dessen, kaum Kopfschmerzen.

11.2016
da ich immer noch psychotische Zustände hatte habe ich auf 40mg reduziert. 0-0-40
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Re: Wann wieder "normal" nach Zeldox (Ziprasidon) & Co?

Beitrag von Jamie » Dienstag, 21.03.17, 15:31

Hallo feinstoff,

es wäre schön, wenn du einen eigenen Thread eröffnen würdest um dich vorzustellen.
Wir freuen uns zwar immer, wenn die Teilnehmer auch bei den anderen reingucken, aber da AD Absetzen ein sehr sensibles Thema ist, möchten wir schon ganz gerne wissen, "mit wem wir es da zu tun haben". :roll:
Das ist nichts Persönliches gegen dich; wir bitten alle neuen Teilnehmer darum sich vorzustellen.

Danke für dein Verständnis

Grüße und willkommen im Forum :)
Jamie
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Re: Wann wieder "normal" nach Zeldox (Ziprasidon) & Co?

Beitrag von Maxi71 » Montag, 10.04.17, 13:54

Hallo Forum,

ich möchte mich heute wieder einmal melden und den neuesten Stand bekannt geben. Ich weiß, dass einige jetzt stöhnen werden, aber der Ehrlichkeit halber muss auch solches gesagt werden dürfen: nach 13 Monaten ohne Medikamente hatte ich einen Rückfall (2. Schub) und nehme wieder Ziprasidon ein, allerdings in einer sehr niedrigen Dosis, allerdings ohne Klinik und allerdings mit voller Unterstützung durch meine Psychiaterin und meinen Psychologen. Seit ca. 2 Wochen ist dies nun so und nachdem es mir anfänglich sehr schlecht ging, weil ich mich zusätzlich auch noch als "Versagerin" fühlte, die nun wieder Medikamente nehmen muss, geht es mir zunehmend richtig gut und ich habe meinen 7 Jahre lang vermissten Frieden zurück, einfach, indem ich die Krankheit endlich akzeptiert habe. Mir persönlich tut es gut, diese Akzeptanz zu üben und da ich mich durch meine ärztlichen Betreuer ernst genommen fühle, bin ich endlich wieder entspannter. Ja, zerreissts mich ;-), aber das, was ich mir lange als letzte Ausschleichsymptome schön zu reden geneigt war, waren einfach Frühwarnzeichen. Und durch schnelles Reagieren konnte ich immerhin erreichen, dass meine neue Dosis am unteren Limit ist und ein Klinikaufenthalt nicht notwendig war. Und genau das macht mich happy, neben aller Traurigkeit, dass F 20 wieder zurück ist.

Herzliche Grüße,
Maxi
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Entlassungsmedikation:

Solian (Amisulprid): 200-200-0mg
Lorazepam (Tavor): 0-0-0,5mg
Biperiden (Akineton ret.): 4-2-0mg
Escitalopram (Cipralex): 10-0-0mg
Pantoprazol: 0-0-20mg

Während des stationären Aufenthaltes wurde auch Abilify eindosiert, von 5mg auf 15mg erhöht, was wegen starker innerer Unruhe, Antriebssteigerung, Getriebenheit, Nervosität und Gereiztheit bei latenter Suizidalität zurückgefahren wurde. Nach fraktionierter Beendigung der Einnahme von Abilify gingen diese Symptome zurück.

31.5.2010-9.7.2010 tagesklinische Behandlung

Entlassungsmedikation:

Solian (Amisulprid): 100-200-300mg
Biperiden (Akineton ret.): 2-0-0mg
Escitalopram (Cipralex): 20-0-0mg
Pantoprazol: 0-0-20mg

Solian wird später auf Zeldox (Ziprasidon) gewechselt wegen starker Gewichtszunahme.

Beginn des Absetzens:

zuerst Akineton (keine Aufzeichung)
danach Cipralex (keine Aufzeichung)

ab 8.8.2014 Lamotrigin (1 Tag genommen, 1 Tag nicht, bis raus.)

ab November 2014: Beginn des Absetzens Zeldox in kleinen und immer kleiner werdenden Schritten, am Ende als Suspension, um in Minischritten (1mg) absetzen zu können. Am 6.2.2016 letzte Dosis Zeldox = Einnahme aller Psychopharmaka beendet.

Nach 12 Monaten erneut Symptome, nach 4 Wochen abwarten Besuch in der Klinik - Diagnose: 2ter Schub F 20. :zombie:

Medikation: ab 23.3.2017-18.5.2017 Zeldox 20-0-20mg

Wegen Sedierung und Ängsten Wechsel auf Abilify:

19.5.2017 - 24.5.2017

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Abilify (Aripiprazol): 5-0-0mg

25.5.2017 - aktuell

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Re: Wann wieder "normal" nach Zeldox (Ziprasidon) & Co?

Beitrag von padma » Montag, 10.04.17, 22:50

hallo Maxi, :)

danke dir für deinen Bericht und deine Ehrlichkeit.

Natürlich ist es schade, dass du wieder eindosieren musstest.
Aber es ist dennoch ein Erfolg, da du mit deutlich weniger zurecht kommst.

Du bist keine Versagerin, du hast erreicht, was derzeit zu erreichen war.

Und wer weiss, vielleicht kannst du zu einem späteren Zeitpunkt noch weiter herunter dosieren.

liebe Grüsse,
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Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
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Re: Wann wieder "normal" nach Zeldox (Ziprasidon) & Co?

Beitrag von Maxi71 » Dienstag, 11.04.17, 9:15

Danke Padma :) ,

ja, meine Psychiaterin meinte, ich müsste jetzt zwar erst mal zwei Jahre lang mindestens mit der Mindestdosis leben, könnte und dürfte dann aber wieder ausdosieren. Die Frau ist Gold wert! Nur nach dem 3. Rückfall geht man von lebenslanger Medikation aus. Es besteht nach dem 2. durchaus die Chance, wieder "gesund" zu werden, auch, wenn sie geringer geworden ist. Immerhin habe ich an meinem Alltag nichts verändern müssen, ich kann weiter arbeiten und bin im gewohnten Umfeld. Ein großes PLUS.

Ich will anderen aber nicht den Mut nehmen!! Ich würde es immer wieder so machen und auch meine Psychiaterin sagte, sie hätte nach dem 1. Schub ebenfalls versucht, abzusetzen. Und ich werde auch nach 2 Jahren wieder ausschleichen, natürlich ebenso vernünftig und langsam wie beim ersten Mal. Es ist einfach ein Weg, und der ist individuell, entbehrt aber bei mir zunehmend des Horrors, weil man auch lernt, mit den Dingen zu leben und umzugehen. Zusammen mit vernünftigen, menschlichen und zugewandten Ärzten ist es bedeutend leichter, die KH zu akzeptieren.

Viele Grüße, Maxi
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Während des stationären Aufenthaltes wurde auch Abilify eindosiert, von 5mg auf 15mg erhöht, was wegen starker innerer Unruhe, Antriebssteigerung, Getriebenheit, Nervosität und Gereiztheit bei latenter Suizidalität zurückgefahren wurde. Nach fraktionierter Beendigung der Einnahme von Abilify gingen diese Symptome zurück.

31.5.2010-9.7.2010 tagesklinische Behandlung

Entlassungsmedikation:

Solian (Amisulprid): 100-200-300mg
Biperiden (Akineton ret.): 2-0-0mg
Escitalopram (Cipralex): 20-0-0mg
Pantoprazol: 0-0-20mg

Solian wird später auf Zeldox (Ziprasidon) gewechselt wegen starker Gewichtszunahme.

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ab November 2014: Beginn des Absetzens Zeldox in kleinen und immer kleiner werdenden Schritten, am Ende als Suspension, um in Minischritten (1mg) absetzen zu können. Am 6.2.2016 letzte Dosis Zeldox = Einnahme aller Psychopharmaka beendet.

Nach 12 Monaten erneut Symptome, nach 4 Wochen abwarten Besuch in der Klinik - Diagnose: 2ter Schub F 20. :zombie:

Medikation: ab 23.3.2017-18.5.2017 Zeldox 20-0-20mg

Wegen Sedierung und Ängsten Wechsel auf Abilify:

19.5.2017 - 24.5.2017

Zeldox (Ziprasidon): 0-0-20mg
Abilify (Aripiprazol): 5-0-0mg

25.5.2017 - aktuell

Zeldox (Ziprasidon): 0-0-20mg
Abilify (Aripiprazol): 10-0-0mg

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Re: Wann wieder "normal" nach Zeldox (Ziprasidon) & Co?

Beitrag von padma » Dienstag, 11.04.17, 11:07

hallo Maxi, :)

es könnte sich bei dir auch um eine Entzugspsychose und nicht um einen echten Rückfall gehandelt haben. Der Zeitrahmen dafür passt noch.

Ich sehe bei dir auch eine gute Chance gesund zu werten.
Bei deinem nächsten Entzug würde ich extrem langsam ausschleichen. Da du keine Signatur angelegt hast, lässt sich zu deinem letzten Entzugsverlauf nichts sagen.

Klasse, dass du deinen Alltag aufrecht erhalten und sogar arbeiten kannst. :D

Gut, dass du eine Ärztin hast, die dich unterstützt.

liebe Grüsse,
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Re: Wann wieder "normal" nach Zeldox (Ziprasidon) & Co?

Beitrag von Maxi71 » Dienstag, 11.04.17, 11:15

Liebe Padma,

ich hatte über mehrere Jahre ausgeschlichen, das Ziprasidon am Ende dann in Mini-Milligramm-Schritten. Ganz "ruhig" war es nie, aber am Ende (nach 12 Monaten ca.) wurden die Schwierigkeiten dann größer (Panikattacken, Wortfindungsstörungen, Wahrnehmungsstörungen, Konzentrationsprobleme, Gedankenrasen etc.), also nicht mehr händelbar, wenn man "normal" funktionieren möchte. Trotzdem werde ich das nächste Mal noch langsamer ausschleichen, ich habe ja auch keine Eile mehr, bei der niedrigen Dosis :D .

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Entlassungsmedikation:

Solian (Amisulprid): 100-200-300mg
Biperiden (Akineton ret.): 2-0-0mg
Escitalopram (Cipralex): 20-0-0mg
Pantoprazol: 0-0-20mg

Solian wird später auf Zeldox (Ziprasidon) gewechselt wegen starker Gewichtszunahme.

Beginn des Absetzens:

zuerst Akineton (keine Aufzeichung)
danach Cipralex (keine Aufzeichung)

ab 8.8.2014 Lamotrigin (1 Tag genommen, 1 Tag nicht, bis raus.)

ab November 2014: Beginn des Absetzens Zeldox in kleinen und immer kleiner werdenden Schritten, am Ende als Suspension, um in Minischritten (1mg) absetzen zu können. Am 6.2.2016 letzte Dosis Zeldox = Einnahme aller Psychopharmaka beendet.

Nach 12 Monaten erneut Symptome, nach 4 Wochen abwarten Besuch in der Klinik - Diagnose: 2ter Schub F 20. :zombie:

Medikation: ab 23.3.2017-18.5.2017 Zeldox 20-0-20mg

Wegen Sedierung und Ängsten Wechsel auf Abilify:

19.5.2017 - 24.5.2017

Zeldox (Ziprasidon): 0-0-20mg
Abilify (Aripiprazol): 5-0-0mg

25.5.2017 - aktuell

Zeldox (Ziprasidon): 0-0-20mg
Abilify (Aripiprazol): 10-0-0mg

geplant ist eine Monotherapie mit Abilify: 15-0-0mg

Maxi71
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Re: Wann wieder "normal" nach Zeldox (Ziprasidon) & Co?

Beitrag von Maxi71 » Mittwoch, 31.05.17, 19:05

Hallo Forumsmitglieder!

Nach langer Zeit (und vielleicht dank das Crashs hier) mal wieder eine Nachricht von mir. Ich bin ja seit ca. 2 Monaten wieder auf "Droge", erst Zeldox, jetzt wechsle ich gerade zu Abilify. Die Info meiner Ärztin: ich muss jetzt, nach dem 2. Schub, mindestens zwei Jahre lang Medikamente nehmen. Sie möchte eine Monotherapie mit Abilify machen, evtl. noch ein AD dazu, weil mich auch die postpsychotische Dpression wieder hat. Im Moment bin ich wieder so "betroffen" von den NW, dass mir zwei Jahre als zu lang erscheinen. Welche Erfahrungen habt Ihr mt einem zweiten psychotischen Schub (Schizophrenie)? Müssen die 2 Jahre wirklich sein?

Vielen Dank & viele Grüße,
Maxi
1.3.2010 - 1. Diagnosestellung F 20 (paranoid-halluzinatorische Schizophrenie)

1.3.2010-26.4.2010 in stationärer Behandlung

Entlassungsmedikation:

Solian (Amisulprid): 200-200-0mg
Lorazepam (Tavor): 0-0-0,5mg
Biperiden (Akineton ret.): 4-2-0mg
Escitalopram (Cipralex): 10-0-0mg
Pantoprazol: 0-0-20mg

Während des stationären Aufenthaltes wurde auch Abilify eindosiert, von 5mg auf 15mg erhöht, was wegen starker innerer Unruhe, Antriebssteigerung, Getriebenheit, Nervosität und Gereiztheit bei latenter Suizidalität zurückgefahren wurde. Nach fraktionierter Beendigung der Einnahme von Abilify gingen diese Symptome zurück.

31.5.2010-9.7.2010 tagesklinische Behandlung

Entlassungsmedikation:

Solian (Amisulprid): 100-200-300mg
Biperiden (Akineton ret.): 2-0-0mg
Escitalopram (Cipralex): 20-0-0mg
Pantoprazol: 0-0-20mg

Solian wird später auf Zeldox (Ziprasidon) gewechselt wegen starker Gewichtszunahme.

Beginn des Absetzens:

zuerst Akineton (keine Aufzeichung)
danach Cipralex (keine Aufzeichung)

ab 8.8.2014 Lamotrigin (1 Tag genommen, 1 Tag nicht, bis raus.)

ab November 2014: Beginn des Absetzens Zeldox in kleinen und immer kleiner werdenden Schritten, am Ende als Suspension, um in Minischritten (1mg) absetzen zu können. Am 6.2.2016 letzte Dosis Zeldox = Einnahme aller Psychopharmaka beendet.

Nach 12 Monaten erneut Symptome, nach 4 Wochen abwarten Besuch in der Klinik - Diagnose: 2ter Schub F 20. :zombie:

Medikation: ab 23.3.2017-18.5.2017 Zeldox 20-0-20mg

Wegen Sedierung und Ängsten Wechsel auf Abilify:

19.5.2017 - 24.5.2017

Zeldox (Ziprasidon): 0-0-20mg
Abilify (Aripiprazol): 5-0-0mg

25.5.2017 - aktuell

Zeldox (Ziprasidon): 0-0-20mg
Abilify (Aripiprazol): 10-0-0mg

geplant ist eine Monotherapie mit Abilify: 15-0-0mg

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