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Re: Sabine S: Venlafaxin

Beitrag von Sabine S » Dienstag, 20.12.16, 19:42

Hallo Ihr lieben !
Danke das Ihr Euch über meinen Zustand Gedanken macht. Aber 7 Monate auf 0 mg und immer noch Symptome, machen ganz schön Angst. Ich war 6 Jahre auf Venlafaxin und es war alles gut. Bis dann auf den Rat des Arztes runter und dann wieder hochdosiert wurde, seit dem ist alles
sch :censored: Da fragt man sich echt, was ist das für eine krasse Chemie, dass sie solange danach noch so eine Auswirkung hat. Bloß ob mit oder ohne, scheint ja egal zu sein, besch :censored: geht es einen ja trotzdem. Ich hoffe das das einmal ein Ende hat. Heute ist meine Hoffnung ganz schön in den Keller gegangen.
Ich wollte ja am Sonntag weiter runterdosieren, da ja dann schon 4 Wochen vergangen sind. Jetzt habe ich ganz schöne Angst bekommen. Will aber trotzdem es machen. Was meint Ihr ?
Danke Padma und Diane für Euern Rat und Interesse.
Seit lieb gegrüßt, Sabine S
Zuletzt geändert von Annanas am Dienstag, 20.12.16, 20:06, insgesamt 2-mal geändert.
Angst und Panikatacken
2006 Venlafaxin 150 mg ca. 2 Jahre alles gut
2008 runter auf 75 mg alles gut
Anfang 2016 runter auf 37,5 mg gereizt und genervt von der Umwelt und allem
August 2016 Arzt sagt gleich wieder hoch auf 75 mg jetzt fangen sämtl. Symtome an
August 2016 Arzt sagt auf 112,5 mg ganz schlimm komme ins Krankenhaus
gleich auf 150 mg rauf 5 Wochen Angst und Panik weg aber schlimme körpl. Symtome
31.10.2016 runter auf 125 mg unverändert
05.11.2016 runter auf 112,5 mg unverändert
09.11.2016 runter auf 75 mg unverändert
27.11.2016 runter auf 50 mg etwas besser
25.12.2016 runter auf 37,5 mg wieder etwas besser
22.01.2017 runter auf 25 mg Herzkrämpfe, leichte Panik, Wutanfälle, Heulattacken, Magenkrämpfe, Zittern, innere Unruhe
seit einigen Tagen geht es mir besser daher weiter runter auf 12,5 mg
14.02.2017 auf 12,5 mg
23.02.2017 auf NULL geschafft, nach dem 2.Tag schon Schwindel und Brain-Zaps
17.03.2017 immer noch auf NULL, Schwindel weg und Brain-Zaps besser, aber tierische Bauch- und Rückenschmerzen, schnell am heulen
01.04.2019 seit einem Monat auf NULL mg und meine Angst- und Panikattacken sind wieder da

diane

Re: Sabine S: Venlafaxin

Beitrag von diane » Dienstag, 20.12.16, 20:19

Hi..

Naja ich glaube, es ist immer schwer, abzuschätzen was Entzug, Erkrankung oder NW ist... du müsstest es einfach probieren. Auch wenn es nur 5% sind...

Ich vergleiche es gern mit dem Nikotinentzug (den habe ich übrigens unfreiwillig gemacht nachdem ich 2 wochen vom Venla weg war. Es triggert dermaßen. Nach jeder Zigi extremes Herzrasen. Somit hörte ich auf obwohl ich net wollte u bin seit dem auch rauchfrei) ..

JedenFalls is es dort auch so,das man mit voller Motivation ans absetzen geht. Man reduziert u naja, es geht einem gut. Man is ja stolz auf sich... wenn man bei nur noch 2 am tag angelangt is, wird es heikler... die Entzugssymptome kommen immer mehr durch. Man fängt an zu zittern, ist gereizt, Fressattacken, man is unruhig, einem wird übel... aber es hält sich noch in Grenzen, denn man hat den Stoff ja noch im Blut duch die 2 Zigis... Irgendwann kommt man bei null an u die tage sind schrecklich...
Herzrasen, unruhe, zittern, einschlafprobleme, übelkeit, schwindel, Watte im Kopf, gliederschmerzen, Fressattacken oder Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, weniger stress Residenz, Konzentrationsschwäche, schwitzen, uvm... fällt dir was auf? Kommen dir diese Symptome bekannt vor? Unser Gehirn entzieht auch. Keine Dopaminausschüttungen mehr den wir durch rauchen bekamen... Unser Hirn muss verzichten u sich auch ohne den Stoff wohlfühlen.
Irgendwann erholt sich der körper. Wir riechen, schmecken u atmen besser. Die Haut wird reiner, wir werden fitter usw.. Es ist ein entzug, sowie bei ADS ... nur da brauch das hirn länger. .. weil es eben chemische Keulen sind.

Ich weiss net ob man den Vergleich so sehen kann. Ich versuche es mir immer so zu erklären ...
Wer mich hier kennt, weiss das ich echt an allem seht stark zu knabbern habe bzw mich dolle reinsteigere.. aber mit mir hat das Zeug echt schlimmen Schaden angerichtet. ..

Es gab tage, wo es mir besser ging. Ich war in der klinik u nahm dann wieder Seroquel. Mir sagte man, das es die Entzugssymptome puffert, u es war tatsächlich so. Mir ging es noch besser. Man wollte es mir eigentlich nur vorübergehend geben. Aber irgendwann kamen sie mit retard medis an u ich setzte heimlich in der klinik ab.
Zu hause verschrieb der Arzt mir nur 100mg u die kann man net teilen auf niedrigste mg. Ich hatte zum schluss 12.5mg u wo se alle waren, musste ich mehr oder weniger kalt entziehen.
U alles fing wieder von vorne an. Es begann mit Zaps u endete mit zig arzt besuche, kh u notaufnahme .. genau das selbe Spiel wo ich venla frisch absetzte ..
.mir ging es schon besser u das is meine hoffnung, das es woeder so wird. Wenn net,naja dann bin ich eben sehr krank u brauche diese medis. Allein wegen den körperlichen symptome würde nur gesprächstherapie nicht ausreichen u ich würde wieder medis probieren .
Hauptsache net mehr leiden. Aber ich gebe mir noch zeit . ..



Lg

Sabine S
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Re: Sabine S: Venlafaxin

Beitrag von Sabine S » Dienstag, 20.12.16, 21:27

Hallo !
Was Du da schreibst kommt mir sehr bekannt vor. Die Absetzerscheinungen scheinen ja bei allen mehr oder weniger gleich zu sein. Da Frage ich mich, warum Ärzte davon nichts wissen und wenn ja, dass sie so schnell das Zeug verabreichen.
Ich danke Dir und versuche nicht zu verzweifeln.
Ich wünsche Dir eine angenehme Nacht, Sabine S
Angst und Panikatacken
2006 Venlafaxin 150 mg ca. 2 Jahre alles gut
2008 runter auf 75 mg alles gut
Anfang 2016 runter auf 37,5 mg gereizt und genervt von der Umwelt und allem
August 2016 Arzt sagt gleich wieder hoch auf 75 mg jetzt fangen sämtl. Symtome an
August 2016 Arzt sagt auf 112,5 mg ganz schlimm komme ins Krankenhaus
gleich auf 150 mg rauf 5 Wochen Angst und Panik weg aber schlimme körpl. Symtome
31.10.2016 runter auf 125 mg unverändert
05.11.2016 runter auf 112,5 mg unverändert
09.11.2016 runter auf 75 mg unverändert
27.11.2016 runter auf 50 mg etwas besser
25.12.2016 runter auf 37,5 mg wieder etwas besser
22.01.2017 runter auf 25 mg Herzkrämpfe, leichte Panik, Wutanfälle, Heulattacken, Magenkrämpfe, Zittern, innere Unruhe
seit einigen Tagen geht es mir besser daher weiter runter auf 12,5 mg
14.02.2017 auf 12,5 mg
23.02.2017 auf NULL geschafft, nach dem 2.Tag schon Schwindel und Brain-Zaps
17.03.2017 immer noch auf NULL, Schwindel weg und Brain-Zaps besser, aber tierische Bauch- und Rückenschmerzen, schnell am heulen
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diane

Re: Sabine S: Venlafaxin

Beitrag von diane » Dienstag, 20.12.16, 22:01

Hallo,

Ich muss sagen,das ich wirklich viel Kontakt mit den unterschiedlichsten Ärzten hatte in dem letzten halben Jahr.

An eines kann ich mich gut erinnern. Ich war in der Klinik u hatte starke Entzugssymptome. Ich wollte Hilfe u Untersuchungen. Es kam ein Psychologe der Bereitschaft hatte. Wir redeten lang. Bestimmt 1h. Ich erklärte ihm alles und zum Schluss fragte ich ihm: " Blenden wir kurz alles aus. Nur ich und Sie. Sie kennen die Wucht der Medis. Ich weiss, das es mir vor den medis nie so erging u ich weiss, das ich in einen Entzug stecke. Was würden Sie mir raten,soll ich die angesetzten Medis nehmen o abwarten?" Er schaute durch den Raum, kam mir ein Stück näher u sagte mit leiser Stimme " Sie haben vor 8 Wochen abgesetzt? Warten Sie noch 6 bis 8 Wochen, dann wird es besser. Nehmen Sie nichts und wenn, dann nur ganz minimal Lyrica, da es auch gegen Entzüge eingesetzt wird, aber nicht länger als 3 Wochen u nur, wenn Ihre Symptome sich verschlechtern"..... und dann ging er, er lächelte noch kurz u meinte "solch ein Gespräch hat ich noch nie,danke."

Ich glaube, das viele Ärzte auch unter Druck stehen vom Konzern. Sie wissen um die Wirkung. Was mich da so sicher macht? Erfahrungen am eigenen Leibe. Ich probierte in der Klinik nach dem Absetzen 37.5mg, was laut Ärzte Plazebo sei. Ich hatte schlimmen hohen Blutdruck,meine Pupillen standen weit,ich konnte nicht richtig laufen, musste ständig pipi u hatte ungeheuren durst. Das schlimmste... ich lag im Bett u krampfte.. bekam kaum luft,mein Herz jagte,ich wollt ins kh u das Zeug aus meinen körper haben! Es wurde mir verwehrt. Es kam eine Neurologin, die am Bett saß u meinte, mir erzählen zu müssen wie ich zu atmen habe u widerholte zig mal, das ich "nur" eine PA hätte.
Sie wissen ganz genau, das ich eine unverträglichkeit hatte u doe wissen, daß die symptome zwar schlimm u spüren sind aber das es nicht gefährlich is bei einem organisch gesunden Menschen. Daher warten sie, bis die Wirkung abklingt u sich alles beruhigt. Wahrscheinlich weil sie es öfters erlebt haben. Zudem wissen die Ärzte, das viele das selbe medi nach einem absetzen net mehr vertragen usw.
Die meisten wissen ganz genau, wa sie machen u leider sehen viele einfach auch nur das finanzielle. Sie verdienen an uns wenn sie medis verschreiben.
Aber es sind net alle Ärzte so. Es gibt welche, wo mit sich dieses schlechte Gewissen net vereinbaren können...

U wenn man sich dann noch da hinsetzt u denen was von den Medis erzählen will, wird es sofort als Psychischer Schub abgetan. Man dreht sich im Kreis u kämpft sich förmlich durch Ärzte durch...
.Lg

Sabine S
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Re: Sabine S: Venlafaxin

Beitrag von Sabine S » Mittwoch, 21.12.16, 10:23

Man, man, man, da hast Du ja schon viel mitgemacht. Wie soll es denn für Dich weiter gehen ? Willst Du von allem weg und wenn Deine Panikattacken wieder los gehen, wieder Medikamente oder so durch ? Eigentlich, habe ich in diesem Forum noch keinen gelesen, wo Medi geholfen und das Absetzen problemlos von statten ging. Die Geschichten die ich hier lese, da stehen mir oft die Tränen in den Augen und mir tut das so wahnsinnig leid. Ich hoffe das alle hier es schaffen werden. Das hat keiner verdient.
LG Sabine S
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Re: Sabine S: Venlafaxin

Beitrag von Sabine S » Freitag, 23.12.16, 8:43

Ich wünsche allen ein gesundes und schmerzfreies Weihnachtsfest.
LG Sabine S
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Re: Sabine S: Venlafaxin

Beitrag von Murmeline » Freitag, 23.12.16, 15:40

Liebe Sabine,

Ich wünsche dir ebenfalls erholsame Feiertage.

Offiziell heißt es über Absetzsymptome, sie seien selten, und wenn dann leicht und selbstlimitierend, also nach wenigen Tagen, zwei Wochen wieder vorbei. Dieser Diskurs verführt dazu, dass viele Ärzte nicht genau hinschauen und das ganze völlig unterschätzen.

Schau mal, dieser Arzt sagt, er habe das noch niemals bei einem Patienten erlebt. Und dann die vielen viele Kommentare von Betroffenen unter seinem Beitrag...
https://psychiatrietogo.de/2014/01/08/a ... epressiva/

Oder dieser Psychiater aus Mainz, er führt auch einige Gründe an, warum über das Thema viel zu wenig bekannt ist. (In der Hintergrundinfos sammeln wir solche Arikel).
viewtopic.php?f=6&t=11327

Alles Gute! Murmeline
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Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Sabine S: Venlafaxin

Beitrag von Sabine S » Freitag, 23.12.16, 21:00

Hallo Murmeline !
Da hast Du wohl recht. Da ich die Absetzsymptome in vollen Zügen genießen darf. Ha, ha, Ich will ja übermorgen wieder weiter runter gehen. Mal sehen was ich dann da so mit machen darf. Wäre ja mal schön, ne leichte Entspannung mit zu kriegen. Na mal abwarten.
Danke, für die Links.
LG Sabine S
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Re: Sabine S: Venlafaxin

Beitrag von Jamie » Samstag, 24.12.16, 9:31

Hallo Sabine,

also wenn deine Symptome bereits jetzt ausgeprägt sind, sollte der Absetzschritt verschoben werden.
Absetzsymptome können kumulieren, wenn man sie übergeht - mit z.Tl. üblen Folgen.
Es gibt keinen rationalen Grund eine Verschlechterung der Problematik durch Ungeduld in Kauf zu nehmen.
Ich würde gesunden Menschenverstand walten lassen und dir noch mehr Zeit einräumen.
Auch Absetzschnecken :schnecke: schnecken vorwärts.... :roll:

Grüße, Frohe Weihnachten
Jamie
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Re: Sabine S: Venlafaxin

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 24.12.16, 10:03

Hallo Sabine, würde auch nicht runter gehen wenn du noch solche Absetzprobleme hast, wir sagen das man erst weiter runtergehen soll wenn 95% der Absetzprobleme weg sind.
Frohe Weihnachten wünscht Petra
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Re: Sabine S: Venlafaxin

Beitrag von Sabine S » Sonntag, 25.12.16, 9:19

Guten Morgen Jamie und Lisamarie !
Ich weiß, dass Ihr es nur gut mit mir meint. Habe aber heute trotzdem runterdosiert. Bin auf 37,5 mg runter gegangen. Habe auch tierische Angst was jetzt kommt. Meine Entscheidung habe ich deshalb so getroffen, weil seit 5 Monaten doch mehr oder weniger sich nicht viel an meiner Situation sich geändert hat. Es ist zwar seit dem ich auf 50 mg runter war, etwas besser aber 95 % wie Du geschrieben hast, waren nicht annähernd. Ich würde sagen, dass es höchstens 10 % waren. Daher habe ich mich so entschieden.
Ich hoffe Ihr drückt mir trotzdem die Daumen und kommt beide gut über die Feiertage.
Bis bald, Sabine S
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Re: Sabine S: Venlafaxin

Beitrag von Lisamarie » Sonntag, 25.12.16, 11:42

Hallo Sabine, natürlich drücken wir die Daumen, jeder muss für sich selbst den Weg gehen den er für sich richtig erachtet. Und wenn dein Bauch sagt weiter runter ist es sicher der richtige Weg.
Lg Petra
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Re: Sabine S: Venlafaxin

Beitrag von Sunnyrose » Sonntag, 25.12.16, 11:56

Liebe Sabine

Ich drücke auch die Daumen. Toi toi toi :hug:

Liebe Grüsse
Deria
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Escitalopram. Ursprünglich 30mg
Absetzstart September 2015
2,5mg runter alle 2 Monate bis 15mg.
Dann in 10% Schritten. Bis 10mg.
Dann schnelleres Vorgehen wegen Leberwerte.
Januar 2017: 6,8mg
15.2.17: 6mg
8.3.17: 4mg (psychotische Nebenwirkungen)
20.3.17: 0mg

Achtung: nicht nachmachen. Der grosse Schritt zum Schluss war für mich eine Notlösung. Langsames Vorgehen (5-15% Schritte, je nach Höhe der Dosis), wenn irgendwie möglich, ist der bessere Weg.

Ich bin jetzt frei von Substanzen jeglicher Art. Haltet durch! es lohnt sich.

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Re: Sabine S: Venlafaxin

Beitrag von Sabine S » Sonntag, 25.12.16, 16:32

Hallo !
Ich danke Euch. Werde berichten ob alles gut gelaufen ist oder nicht.
Wünsche Euch noch schöne und gesunde Tage.
Bis bald, Sabine S
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17.03.2017 immer noch auf NULL, Schwindel weg und Brain-Zaps besser, aber tierische Bauch- und Rückenschmerzen, schnell am heulen
01.04.2019 seit einem Monat auf NULL mg und meine Angst- und Panikattacken sind wieder da

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Re: Sabine S: Venlafaxin

Beitrag von Annanas » Sonntag, 25.12.16, 16:46

Hallo Sabine :) ,
Sabine S hat geschrieben:Ich danke Euch. Werde berichten ob alles gut gelaufen ist oder nicht.
Daumen sind auch von mir gedrückt - daß alles gut läuft!!!

Ja, berichte bitte weiter!

Noch schöne Weihnachtsfeiertage wünscht dir
Anna
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Blutdrucksenker abgesetzt (seit Mai 2018 - BD seitdem stabil u gut)

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Re: Sabine S: Venlafaxin

Beitrag von Sabine S » Sonntag, 25.12.16, 19:24

Hallo Anna !
Dankeschön. Auch Dir wünsche ich viel Glück beim runter reduzieren. Wir schaffen das !!!!!
LG Sabine S
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Angst und Panikatacken
2006 Venlafaxin 150 mg ca. 2 Jahre alles gut
2008 runter auf 75 mg alles gut
Anfang 2016 runter auf 37,5 mg gereizt und genervt von der Umwelt und allem
August 2016 Arzt sagt gleich wieder hoch auf 75 mg jetzt fangen sämtl. Symtome an
August 2016 Arzt sagt auf 112,5 mg ganz schlimm komme ins Krankenhaus
gleich auf 150 mg rauf 5 Wochen Angst und Panik weg aber schlimme körpl. Symtome
31.10.2016 runter auf 125 mg unverändert
05.11.2016 runter auf 112,5 mg unverändert
09.11.2016 runter auf 75 mg unverändert
27.11.2016 runter auf 50 mg etwas besser
25.12.2016 runter auf 37,5 mg wieder etwas besser
22.01.2017 runter auf 25 mg Herzkrämpfe, leichte Panik, Wutanfälle, Heulattacken, Magenkrämpfe, Zittern, innere Unruhe
seit einigen Tagen geht es mir besser daher weiter runter auf 12,5 mg
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Re: Sabine S: Venlafaxin

Beitrag von Sabine S » Dienstag, 27.12.16, 15:03

Hallo Diane !
Seit dem ich runter und wieder hoch und dann wieder runter dosiert wurde, habe ich auch sämtliche Symptome die ich vorher gar nicht hatte. Bin jetzt seit 3 Tagen auf 37,5 mg und immer noch keine Veränderung. Es ist ja erschreckend, dass nach 7 Monaten auf 0 immer noch Symptome da sind. Ich dachte das das alles dann schon aus den Körper sein müsste. Da kann man mal sehen, wie heftig doch Venlafaxin ist.
Ich hoffe Du bist damit bald durch. Ich drücke Dir die Daumen und geb mal zwischen durch bescheid.
LG Sabine S
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August 2016 Arzt sagt auf 112,5 mg ganz schlimm komme ins Krankenhaus
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seit einigen Tagen geht es mir besser daher weiter runter auf 12,5 mg
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Re: Sabine S: Venlafaxin

Beitrag von carlotta » Dienstag, 27.12.16, 15:37

Hallo Sabine,
Sabine S hat geschrieben:Es ist ja erschreckend, dass nach 7 Monaten auf 0 immer noch Symptome da sind. Ich dachte das das alles dann schon aus den Körper sein müsste.
Es gibt Betroffene, die leiden über Jahre an den Folgen. :zombie: Das muss nicht so sein, es kann in einigen Fällen aber passieren. Der US-amerikanische Arzt Stuart Shipko spricht dann auch nicht mehr von Entzug, sondern von Neurotoxizität.

Es geht auch nicht darum, dass der Stoff aus dem Körper heraus ist, sondern dass das Medikament (dazu zählt nicht nur Venlafaxin) im Körper das neurochemische Gleichgewicht derart verändert hat, dass sich alle möglichen Prozesse unter der Einnahme an den Stoff angepasst haben (z. B. Herz-Kreislauf, Muskelfunktion, Schlaf, Gefühlswelt, Magen-Darm etc.). Es geht also in erster Linie darum, dass etwas fehlt, an das sich der Körper gewöhnt hat. Daher ist das Problem, dass der Körper sich nicht so schnell auf tiefgreifende Dosisveränderungen (egal ob hoch oder runter) einstellen kann, sondern viel Zeit braucht, um die Prozesse entsprechend anzupassen bzw. ein neues Gleichgewicht herzustellen. Und das erzeugt (mehr oder weniger schlimme) Symptome, individuell auch über längere Zeiträume.

Man kann mögliche tiefgreifende Folgen nur mit ganz vorsichtigen Dosisanpassungen regulieren bzw. in Symptomwellen abwarten, bis der Körper sich wieder erholt hat, bevor man bspw. weiter abdosiert, damit sich die Symptome nicht kumulieren. Auch bei schlimmeren, längeren Verläufen findet der Körper i. A. sein Gleichgewicht wieder, denn das Gehirn/ZNS ist neuroplastisch und kann neue Strukturen schaffen, wenn alte nicht mehr "funktionieren".

Liebe Grüße :group:
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Re: Sabine S: Venlafaxin

Beitrag von sybsilon » Dienstag, 27.12.16, 18:52

Hallo Sabine,

ich bin jetzt 22 Monate mit Venlafaxin auf "0" und seit 17 Monaten mit Doxepin auf "0".
Eigentlich eine lange Zeit, aber es ist noch immer ein Kampf und an manchen Tagen einfach nur katastrophal.

Also kämpfe weiter, gib nicht auf.
Wir schaffen das auch ohne Chemie.

Vor meinem Zusammenbruch hatte ich all die schlimmen Symptome nicht.
Manchmal ärgere ich mich, dass ich es überhaupt genommen habe. Aber hilft ja nix.

LG sybsilon
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AnnanasSabine Scarlotta
Diagnose: Angst-Panikstörung
06/14 Venlafaxin 37,5 mg
07/14 Venlafaxin 75 mg
08/14 Venlafaxin 112,5 mg
10/14 Venlafaxin 75 mg
dann bis 02/15 Venlafaxin reduziert auf 37,5 mg
seit 14.2.15 auf anraten von Ärztin auf "0".
Seit Dezember 14 Schwindel, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme, Ohnmachtsangst, Gangunsicherheit, elektrische Schläge im Magen, Panikattacken, Kribbeln Arm und Bein links, Massive Nackenprobleme. Herzrasen, Extrasystolen und starke Stimmungsschwankungen.
von 1.6.15-28.7.15 wieder Psychiatrieaufenthalt. 3 Wochen Mirtazapin erst 15mg dann 30mg aber wegen RLegs abgesetzt, dann Doxepin 25mg nacher Woche 50mg und nach ein paar Tagen auf 75mg aber wegen massiver Magenschmerzen, Suizidgedanken und RLegs auch abgesetzt.
Seit 20.7.15 Medikamentenfrei.
aktuelle Symptome: kribbeln, ziehen in Beinen und Armen, Leichte Übelkeit( nicht immer), sehr nervös, sehr geräuschempfindlich, vermehrte Panikattacken. Ab und zu Herzstolpern, aber nicht mehr so häufig. Das Haus zu verlassen fällt mir schwer.
Oktober 2015 :
Immer wieder Gangunsicherheit, leichter Schwindel und Übelkeit. Das löst Angst und Panik bei mir aus.
Einen Versuch mit Laif900 (Johanniskraut) gestartet aber wieder abgesetzt wegen Symptomverstärkung.
Ab 04.11.2015 Aufenthalt psychosomatische Klinik
Seit 19.1.16 wieder zu Hause. In der Klinik 3 Tage Trimipramin 12,5mg ausprobiert, aber zu starke NW.
Seit 27.1.16 Wiedereingliederung im Job, Beginn mit 4Std am Tag, danach sehr erschöpft, aber ansonsten wenig Symptome. Gegen Abend (ab ca.18.00Uhr) inneres Frieren und ganz leichte Übelkeit mit leichtem Magendrücken.
Stand 13.2.2016: Magenprobleme mit Rückenschmerzen, Rücken übersät mit großen Pickeln, Schlafprobleme, nach Vit.D Einn. Panikattacke.
4.3.16 Im Moment Welle/sehr erschöpft. Blutuntersuchung :B12=350, Vitamin D =18,1, Ferritin=15,5. Von Eisentabletten schon nach 1Tag Herzrasen mit Panikattacke. Abgesetzt. Ich vertrage absolut gar nichts mehr.
6.4.16 habe noch leichte Stimmungsschwankungen, Frieren in den Abendstunden nach der Arbeit (ca. 17-19 Uhr), Energiebereich schwankt sehr, Nackenschmerzen. Seit 1.4.16 nehme ich Nachtkerzenöl Kapseln, und ich habe das Gefühl sie tun mir gut.
18.6.16 Ich habe wenig Energie. Arbeite wieder voll seit 8.3., aber es strengt sehr an. Kann abends und am Wochenende Nichts unternehmen. Bei Anstrengung kommt leichte Übelkeit. Kann meine Vitaminspeicher nicht auffüllen da ich noch immer Nichts vertrage .:zombie: .Gefühle sind sehr gleichgültig und irgendwie macht mir alles keinen Spaß und ist sinnlos.
Seit 14.2.2015 "0" Venlafaxin
Seit 20.7.2015 "0" Mirtazapin und Doxepin
Seit 21.7.2015 definitiv medikamentenfrei!!!!
Zustand 21.7.2016: sehr erschöpft, leichte Übelkeit hin und wieder, kribbeln in linker Hand und Fuß und linke Gesichtshälfte. Psyche ganz o.k.! Blutwerte 21.7.2016: Vit.B12 253;Ferritin 19,5;Vit.D 31.
18.8.16:Entfernung Kupferspirale
Zustand 24.8.16: Seit 2 Tagen total erschöpft, Kopfrauschen, Nackenschmerzen, Übelkeit aber nicht vom Magen verbunden mit depressiver Stimmung, fast keinen Geruch und Geschmackssinn. Kein Durst- und Hungergefühl.
16.10.16: Zustand viel besser seit Kupferspirale entfernt. Ausschlag auf Rücken nahezu weg. Übelkeit weniger, depressive Stimmung nur noch etwas in der Zeit um die Regel. Brauche noch viel Ruhe und vertrage keine Hektik und Stress mehr. Energie etwas mehr vorhanden.
20.3.17 Vitamin D und B12 vertrage ich wieder.
20.12.17 Übelkeit so gut wie weg.

Sabine S
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Re: Sabine S: Venlafaxin

Beitrag von Sabine S » Sonntag, 01.01.17, 10:21

ICH WÜNSCHE ALLEN EIN GESUNDES , SCHMERZFREIES UND FRÖHLICHES 2017 !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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Anfang 2016 runter auf 37,5 mg gereizt und genervt von der Umwelt und allem
August 2016 Arzt sagt gleich wieder hoch auf 75 mg jetzt fangen sämtl. Symtome an
August 2016 Arzt sagt auf 112,5 mg ganz schlimm komme ins Krankenhaus
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25.12.2016 runter auf 37,5 mg wieder etwas besser
22.01.2017 runter auf 25 mg Herzkrämpfe, leichte Panik, Wutanfälle, Heulattacken, Magenkrämpfe, Zittern, innere Unruhe
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